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Bildung, bitte! Archiv

40 Episoden
36 Minuten
Fünf Jahre lang hat der Bürgerrat Bildung und Lernen Menschen aus ganz Deutschland zusammengebracht: Kinder und Jugendliche, Eltern, Rentner:innen, Unternehmer:innen, Menschen mit und ohne Bildungsabschluss. Zufällig ausgelost, vielfältig in ihren Perspektiven und verbunden durch eine gemeinsame Frage: Wie kann Bildung gerechter werden und Kinder und Jugendliche besser auf die Zukunft vorbereiten?

In dieser Folge von „Bildung, bitte!“ schauen wir nicht zurück, sondern nach vorn. Was haben wir aus dem Bürgerrat gelernt – auch durch mehr als 30 Gespräche in diesem Podcast? Was passiert jetzt mit den Empfehlungen? Und wie kann es weitergehen, wenn Beteiligung mehr sein soll als ein einmaliges Projekt?

Mit dabei sind Karl-Heinz Imhäuser, Vorstand der Montag Stiftung Denkwerkstatt und Initiator des Bürgerrats Bildung und Lernen und Mareike Klauenflügel, Schulleiterin der Inklusiven Ganztagsschule Herder in Frankfurt am Main. Sie hat das Prinzip Bürgerrat mit in den Schulalltag genommen und erlebt wie niedrigschwellig echte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auch hier funktionieren kann. Im Gespräch mit Moderator Andreas Bursche geht es um Begegnungen außerhalb der eigenen Bubble und um die Frage, warum solche Erfahrungen vielen Menschen gut tun.

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/ Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
59 Minuten
Was muss getan werden, um in Deutschland große Bildungsreformen auf den Weg zu bekommen? Auf der Bürgerrat-Konferenz am 22. November 2025 fand dazu eine große Panel-Diskussion statt. Mit dabei waren unter anderem Prof. Dr. Nina Kolleck, Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie, OECD-Bildungsdirektor und PISA-Chef Andreas Schleicher, Senator für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen Marc Rackles und Elke Schott aus dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz.

Moderiert von Andreas Bursche und Jonny Thumb diskutierten die Bildungsexpert*innen über die Empfehlungen des Bürgerrats und gehen auf Beiträge aus dem Publikum ein. Wie relevant sind Kinder und Jugendliche auf der politischen Agenda? Welche Rolle spielt die Wirtschaft für eine Weiterentwicklung der Bildung? Braucht es eine Kita-Pflicht und längeres gemeinsames Lernen? Sie sprechen darüber, welche Veränderungen das Bildungssystem in Deutschland braucht und wie man diese Veränderung anstoßen kann.

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/

Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
35 Minuten
Was muss getan werden, um selbstorganisiertes Lernen und Lernen fürs Leben zu ermöglichen? Es braucht Strukturen, die eigenverantwortliches Lernen fördern und Lernenden Raum geben, eigene Interessen zu entdecken und auszuprobieren.

In dieser Live-Podcastfolge vom 22.11.2025 diskutieren Teilnehmende der Abschlusskonferenz des Bürgerrats Bildung und Lernen im Rahmen eines Workshops über das Thema individuelles Lernen. Moderiert von Bianca Bendisch und Andreas Bursche geht es unter anderem um Mitbestimmung in der Schule, lebensnahe Bildung und flexible Ganztagsmodelle.

Bürgerrat-Konferenz 2025: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/presse/abschlusskonfere-folgeprojekte/

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47 Minuten
In dieser Live-Podcastfolge vom 22.11.2025 diskutieren Teilnehmende der Abschlusskonferenz des Bürgerrats Bildung und Lernen darüber, wie Chancengerechtigkeit in der Bildung möglich wird. Moderiert von Jonny Thumb geht es im Gespräch um Chancengerechtigkeit, das Lernen im Ganztag, Hausaufgaben, den morgendlichen Schulweg und Lernmittelfreiheit. Mit dabei sind unter anderem Marion Gutzmann vom Grundschulverband, Dieter Zielinski von der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG) sowie Luis Hageleit und Ronja Radscheidt aus dem Bürgerrat.

Bürgerrat-Konferenz 2025: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/presse/abschlusskonfere-folgeprojekte/

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1 Stunde 17 Minuten
Ist unser Bildungssystem noch zeitgemäß? Bildung ist keine reine Schulfrage. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – mit politischen, kulturellen und demokratischen Konsequenzen.

In dieser Live-Podcastfolge vom 21.11.2025 aus der Evangelischen Schule Berlin Zentrum diskutieren Politik, Bürgerrat, Schule und Schülervertretung über Leistungsdruck, frühe Selektion, Demokratiebildung und Kinderrechte. Mit dabei sind unter anderem Prof. Sebastian Kurtenbach, Tomi Neckov (Vorsitzender VBE), Clemens Brüchert (Referent „Initiative Schule der Zukunft“ im Ministerium für Bildung RLP) sowie Florian Daumüller und Maria Sala Archelos aus dem Bürgerrat Bildung und Lernen.

Bürgerrat-Konferenz 2025: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/presse/abschlusskonfere-folgeprojekte/

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41 Minuten
Im Zentrum der Bürgerrat-Konferenz „Bildung, bitte!“ am 21. und 22. November in Berlin standen Kinder und Jugendliche. Der Auftakt am Freitag in der Evangelischen Schule Berlin Zentrum brachte Bürgerrät:innen, Schüler*innen, Wissenschaft, Praxis sowie Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

Mit der Aktion „Wir wollen mitbestimmen!“ starteten die junge Bürgerrät:innen gemeinsam mit der Bundesschülerkonferenz eine bundesweite Beteiligungsinitiative. Sie fordern, dass Entscheidungen über Schule und Bildung nicht länger ohne Kinder und Jugendliche getroffen werden. Genau über dieses Thema haben Schüler:innen an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum in einer Fishbowl-Diskussion mit Moderator Jonny Thumb gesprochen.

Neben den Schüler:innen und Mitgliedern des Jungen Bürgerrats beteiligten sich auch zahlreiche Schülervertretungen aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Berlin aktiv – viele von ihnen wollen künftig gemeinsam an Themen wie Mitbestimmung, Chancengerechtigkeit und Lernkultur arbeiten.

Gemeinsame Erklärung mit der Bundesschülerkonferenz „Wir wollen mitbestimmen“ (PDF): https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/presse/abschlusskonfere-folgeprojekte/

Bürgerrat-Konferenz 2025: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/presse/abschlusskonfere-folgeprojekte/
32 Minuten
Eine Schule ohne Frontalunterricht, ohne feste Prüfungstermine und ohne klassische Klassenzimmer – kann das funktionieren? Ja, sagt Stefan Ruppaner, ehemaliger Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen in Baden-Württemberg. Mit der sogenannten Schmetterlingspädagogik setzt die Schule auf eigenverantwortliches Lernen, Coaching statt Noten und eine enge Beziehung zwischen Lernbegleitern und Lernpartner:innen. Das Ergebnis: bessere Abschlüsse und zufriedene Kinder.

Host Andreas Bursche und Mursal Osmani, bis vor kurzem Berufsschullehrerin aus Cottbus vom Bürgerrat Bildung und Lernen besprechen mit Stefan Ruppaner, warum er Unterricht für „aller Übel Anfang“ hält, wie seine Schule ohne Zwang funktioniert und warum sich das deutsche Bildungssystem so schwer mit Veränderungen tut. Mursal Osmani berichtet von eigenen Erfahrungen mit dem Bildungssystem als Berufsschullehrerin und dem Druck, der auf Kindern lastet.

„Das könnte Schule machen“ bei Rowohlt: https://www.rowohlt.de/buch/stefan-ruppaner-anke-willers-das-koennte-schule-machen-9783499016394

Website der Alemannenschule Wutöschingen: https://asw-wutoeschingen.de/

Über das Konzept „Schmetterlingspädagogik“: https://deutsches-schulportal.de/konzepte/alemannenschule-wutoeschingen-mit-der-schmetterlingspaedagogik-zum-lernprofi/

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/

Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
32 Minuten
Zum Internationalen Tag der Kinderrechte veröffentlicht der Bürgerrat Bildung und Lernen gemeinsam mit der Bundesschülerkonferenz und den Landesschülervertretungen eine deutliche Erklärung: „Wir wollen mitbestimmen – nicht irgendwann, sondern jetzt!“ Denn Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Schule – aber bei wichtigen Entscheidungen sitzen sie nicht mit am Tisch. Die Ergebnisse einer Jugendbefragung der Bertelsmann Stiftung 2025 zeigen, dass demokratische Lernkultur häufig symbolisch und organisatorisch bleibt. Demokratiebildung ohne echte Mitbestimmung? Das funktioniert nicht.

Aber weshalb sind die Perspektiven junger Menschen unverzichtbar für Schule, Politik und unsere Demokratie? Warum haben Kinder und Jugendliche ein Recht darauf, in der Schule mitzuentscheiden? Und was brauchen Lehrkräfte, um Beteiligung zu ermöglichen.

Simone Fleischmann, Lehrerin, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) und Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), und Tanja Weber aus dem Bürgerrat Bildung und Lernen sprechen mit Moderator Andreas Bursche darüber, was sich ändern muss und wie Schule zu einem Ort gelebter Demokratie werden kann.

Wir wollen mitbestimmen – nicht irgendwann, sondern jetzt!: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/wp-content/uploads/2025/11/Wir-wollen-mitbestimmen-_-Gemeinsame-Erklaerung-.pdf

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/

Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
39 Minuten
Die Demokratie steht unter Druck – in Deutschland wie weltweit. Umso wichtiger ist die Frage, wie junge Menschen Demokratie verstehen, erleben und mitgestalten können. Das Stichwort lautet: Demokratiebildung. Wie lernen Kinder und Jugendliche Demokratie am besten? Braucht es Demokratie als Schulfach? Und was bewirkt politische Selbstwirksamkeit?

In dieser Episode geht es darum, welche Folgen eine zunehmende Demokratie-Unzufriedenheit hat und wie das Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen gestärkt werden kann. Antworten auf die Fragen liefert Nina Kolleck, Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie. Sie betont, dass Demokratiebildung weit mehr ist als bloßes Mitreden. Mit ihr diskutiert Antoine Vergne, Politikwissenschaftler, Co-Direktor von Missions Publiques und Teil des Planungsteams des Bürgerrat Bildung und Lernen. Für ihn steht fest: Demokratie muss man tun aktiv erleben.

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54 Minuten
Rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland fühlt sich psychisch belastet. Das geht aus dem Schulbarometer 2024 der Robert-Bosch-Stiftung hervor. Kriege, Leistungsdruck, Klimakrise, Inflation, Körperbild, Einsamkeit – viele Faktoren beeinflussen die mentale Gesundheit von jungen Menschen. In einer besonderen Live-Ausgabe von „Bildung, bitte!“ sprechen Schüler*innen der IGS Herder in Frankfurt am Main offen über mentale Gesundheit, Mobbing und den Umgang miteinander.

Moderiert von Jonny Thumb entsteht ein ehrlicher, bewegender Austausch. Mit dabei sind Maxi, Luis und Guido Elfers vom Bürgerrat Bildung und Lernen, Leander als Vertretung für die Bundesschülerkonferenz, Nia für den Stadtschüler*innenrat Frankfurt, ebenso wie Expertin Alix Puhl (tomoni mental health), die aufzeigt, warum psychische Gesundheit zur Schulkultur gehören muss. Schulleiterin Mareike Klauenflügel erklärt, was Schulen strukturell verändern können, um mentale Gesundheit zu fördern. Und natürlich kommen Schülerinnen und Schüler der IGS Herder zu Wort, die von persönlichen Erfahrungen mit Mobbing, Überforderung und Druck berichten, aber auch von Freundschaft, Zusammenhalt und dem Mut, Hilfe zu suchen.

„UNS GEHT’S GUT?“ (Mental-Health-Kampagne der Bundesschülerkonferenz): https://bundesschuelerkonferenz.com/uns-gehts-gut/

tomoni mental health: https://www.tomonimentalhealth.org/blogs/alix-puhl

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Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
40 Minuten
Der INSM-Bildungsmonitor 2025, erstellt vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), analysiert die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungssystems aus ökonomischer Perspektive. Die aktuelle Ausgabe zeigt: Deutschlands Schulen verlieren weiter an Qualität – mit spürbaren Folgen für Fachkräftesicherung, Innovation und Wohlstand. Die Autor:innen fordern deshalb mehr Schulautonomie, gestützt auf datenbasierte Effizienz und messbare Ergebnisse.

Moderator Andreas Bursche spricht darüber mit Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), und Katharina Roos, Unternehmerin, Sachbuchautorin und Mitglied im Bürgerrat Bildung und Lernen.

Sie diskutieren, welche wirtschaftlichen Chancen in eigenverantwortlichen Schulen, datengetriebener Steuerung und gezielter Leistungsförderung liegen – und warum Bildung zur entscheidenden Standortfrage für Deutschland geworden ist.

Bildungsmonitor 2025: https://insm.de/bildungsmonitor-2025

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Katharina Roos - Netzwert | Mitarbeiterbefragung: https://www.netzwertpartner.de/
33 Minuten
Deutschland gilt als reiches Land. Und doch wächst hier jedes siebte Kind in Armut auf – das sind über zwei Millionen Mädchen und Jungen (Statistisches Bundesamt 2023 u.a.). Kinderarmut bedeutet nicht nur weniger Geld, sondern auch weniger Chancen: schlechtere Startbedingungen in der Schule, Ausgrenzung im Alltag und oft das Gefühl, nicht dazuzugehören.

Darüber spricht Moderator Andreas Bursche mit Isabel Schwandt und Anett Doppelstein. Isabel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im gemeinnützigen Verein Familiengerechte Kommune e.V. und Projektkoordinatorin bei „FRAG UWE“, einem Beteiligungsprozess, der das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Schule und im Stadtgebiet verbessern soll. Die Bürgerrätin Anett teilt ihre eigenen Erfahrungen als Mutter, Kommunalpolitikerin, Pflegedienstleisterin und aus ihrer Arbeit in einem Hospizverein. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie Kinderarmut Bildungsgerechtigkeit gefährdet und welche Verantwortung Politik, Schulen und lokale Gemeinschaften übernehmen können, um echte Chancengleichheit zu schaffen.

Projekt UWE (Umwelt – Wohlbefinden – Entwicklung von Kindern und Jugendlichen): https://entdecke-uwe.de/de/startseite

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40 Minuten
Künstliche Intelligenz ist bei den meisten längst im Alltag angekommen – und macht auch vor dem Klassenzimmer keinen Halt. Schüler:innen nutzen Chatbots für Hausaufgaben oder als Informationsquelle, während Lehrkräfte oft noch unsicher sind, wie sie die neuen Werkzeuge einbinden sollen. Bietet KI Chancen für individuelles Lernen – oder überwiegen die Risiken durch ungeschützten Zugriff und fehlende Orientierung?

Darüber spricht Host Andreas Bursche in dieser Episode mit André Szymkowiak, Schulleiter des Gymnasiums Thusneldastraße in Köln, das als KI-Projektschule in Nordrhein-Westfalen neue Wege erprobt. Gemeinsam mit Reinhard Karger, Bürgerrats-Mitglied und Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), diskutiert er, was KI im schulischen Kontext leisten kann. Im Mittelpunkt stehen die Frage nach der Verlässlichkeit von Anwendungen, die Notwendigkeit eines kritischen Bewusstseins für ihre Fehleranfälligkeit und die Rolle von Schulen als Ort, an dem ein reflektierter Umgang mit neuen Technologien eingeübt wird.

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/ Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
43 Minuten
Deutschland tut nicht genug, um seine menschenrechtlichen Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention zu erfüllen. Behinderte Menschen haben das Recht auf ein inklusives Bildungssystem, doch stattdessen gibt es in Deutschland ein hochentwickeltes System von Sonderstrukturen. Doch diese fördern nur die soziale Segregation. Fast 73 Prozent aller Schüler*innen auf einer Förderschule verlassen die Einrichtung ohne Abschluss und die Kinder verlieren oft den gesellschaftlichen Anschluss.

Moderator Andreas Bursche spricht mit Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen und der 17-jährigen Schülerin und Mitorganisatorin der „Bildungswende, JETZT! Bremen“ Janne Schmidmann über Inklusion und Barrierefreiheit – und warum das weit mehr bedeutet als ein paar Rampen oder Aufzüge. Sie teilen persönliche Erfahrungen, diskutieren die Unterschiede zwischen Integration und Inklusion und hinterfragen kritisch die Rolle von Förderschulen. Klar wird: Inklusion ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein Prozess, der die gesamte Gesellschaft betrifft. Lehrkräfte brauchen Unterstützung, Entscheidungsträger mehr Mut und Schulen müssen sich stärker an der UN-Behindertenrechtskonvention orientieren. Denn Inklusion geht uns alle an und Veränderungen im Bildungssystem sind dringend notwendig.

Bildungswende JETZT!: https://www.bildungswende-jetzt.de

Website der Sozialheld*innen: https://www.sozialhelden.de

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/

Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
32 Minuten
Raus aus dem Klassenzimmer und hinein ins Arbeitsleben – darum geht es in dieser Folge von „Bildung, bitte!“. Wir sprechen über ein besonderes Schulprojekt aus Sachsen-Anhalt, das Jugendlichen schon ab Klasse 8 die Möglichkeit gibt, einen Tag pro Woche in einem Betrieb mitzuarbeiten. Das sogenannte 4-plus-1-Modell bedeutet: Vier Tage Unterricht, ein Tag Praxis. Durch die Praxistage erleben die Jugendlichen, wofür Mathe, Deutsch oder Teamfähigkeit wichtig sind, und lernen Kompetenzen, die nicht im Schulbuch stehen.

Einblicke geben Silvana Gries, Schulleiterin der Rosa-Luxemburg-Gemeinschaftsschule in Wittenberg, und Dieter Schulz, Mitglied im Bürgerrat Bildung und Lernen, der jahrzehntelange Erfahrung als Ausbilder und Consultant hat. Wir erfahren, wie die Betriebe auf das Modell reagieren und weshalb Praxislernen nicht nur den Jugendlichen, sondern auch der Schule guttun kann. Außerdem geht es darum, wie solche Projekte helfen, die Kluft zwischen Schule und Arbeitswelt zu verringern – und warum es dafür das sprichwörtliche ganze Dorf braucht.

Website des Bürgerrats Bildung und Lernen: https://www.buergerrat-bildung-lernen.de/

Website der Montag Stiftungen: https://www.montag-stiftungen.de/
Bildung, bitte!

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Der Bürgerrat-Podcast