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Episoden

45 Minuten
Wie macht man eigentlich aus Salzwasser Trinkwasser? Und warum leiden Menschen unter Wassermangel, obwohl rund 71 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind?

In dieser Folge von Mein Logbuch geht es um die faszinierende Technik der Meerwasserentsalzung – von den ersten großen Anlagen bis zur modernen Umkehrosmose.

Wir verfolgen den Weg eines Liters Meerwasser vom Ozean bis zum Wasserhahn und klären dabei unter anderem:

Warum kann unser Körper Meerwasser nicht einfach trinken?Was passiert bei Osmose und Umkehrosmose?Warum braucht man bei der Entsalzung Drücke von rund 50 bis 70 bar?Wie funktionieren die Membranen einer modernen Entsalzungsanlage?Was passiert mit dem Salz, das nach der Entsalzung übrig bleibt?Wie viel Energie braucht man, um aus Meerwasser Trinkwasser zu machen?Und warum spielen ausgerechnet die Kanarischen Inseln eine besondere Rolle in der Geschichte dieser Technik?

Besonders auf Lanzarote und Fuerteventura ist Meerwasserentsalzung heute ein zentraler Bestandteil der Wasserversorgung. Wir schauen uns an, wie dort früher Wasser per Schiff angeliefert werden musste, wie in den 1960er-Jahren eine der ersten großen europäischen Entsalzungsanlagen entstand und warum moderne Anlagen heute nur noch einen Bruchteil der damaligen Energie benötigen.

Außerdem geht es um die Schattenseiten der Technik:

konzentrierte Sole, Auswirkungen auf Meeresökosysteme, Energieverbrauch, Ansaugsysteme und die Frage, ob Entsalzung wirklich überall sinnvoll ist.

Zum Schluss werfen wir einen Blick auf Länder wie Israel und Saudi-Arabien, die bereits heute enorme Mengen Trinkwasser aus dem Meer gewinnen, und stellen die große Frage:

Kann Meerwasserentsalzung irgendwann einen entscheidenden Teil der weltweiten Wasserkrise lösen?

Eine Folge über Wasserknappheit, Physik, Chemie, Ingenieurtechnik, die Kanaren und eine ziemlich beeindruckende Idee:

Wir können heute aus einem Ozean trinken.

Nur bitte nicht direkt.

️ Mein Logbuch – der Podcast über die Dinge, die uns jeden Tag begegnen und viel spannender sind, als sie auf den ersten Blick wirken.

#Meerwasserentsalzung #Trinkwasser #Umkehrosmose #Wasserknappheit #Kanaren #Lanzarote #Fuerteventura #Osmose #Wasser #Technik #Wissenschaft #Podcast #MeinLogbuch
41 Minuten
Warum ist es in New York sechs Stunden früher? Warum hat Indien eine halbe Stunde Zeitverschiebung und Nepal sogar 45 Minuten? Und wer hat eigentlich entschieden, welche Uhrzeit auf der Welt gilt?

In dieser Folge von Mein Logbuch geht es um die faszinierende Geschichte der Zeitzonen – von einer Zeit, in der praktisch jede Stadt ihre eigene Ortszeit hatte, bis zu unserer modernen Welt aus UTC, Atomuhren und GPS-Satelliten.

Wir schauen uns an, warum ausgerechnet die Eisenbahn dafür sorgte, dass Menschen ihre Uhren plötzlich synchronisieren mussten, wie Greenwich zum Nullmeridian der Welt wurde und warum unsere heutigen Zeitzonen überhaupt nicht wie saubere Streifen auf der Weltkarte aussehen.

Dabei klären wir unter anderem:

Warum benutzt ganz China offiziell nur eine Zeitzone?

Warum liegt Indien bei UTC+5:30 und Nepal bei UTC+5:45?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen GMT und UTC?

Wie funktioniert eine Atomuhr?

Warum würde GPS ohne Einsteins Relativitätstheorie nicht richtig funktionieren?

Was passiert beim Überqueren der internationalen Datumsgrenze?

Wie können auf der Erde gleichzeitig gestern, heute und morgen sein?

Und warum stellen wir in Deutschland noch immer zweimal im Jahr die Uhr auf Sommerzeit und Normalzeit um?

Außerdem geht es um die bis heute nicht abgeschlossene Diskussion über die Abschaffung der Zeitumstellung in der EU und die Frage, ob dauerhafte Sommerzeit oder Normalzeit überhaupt die bessere Lösung wäre.

Eine Reise von Sonnenuhren und Kirchturmuhren über Eisenbahnen und Weltkarten bis zu Cäsiumatomen, Satelliten und Einstein.

Denn am Ende steckt hinter der einfachen Frage „Wie spät ist es?“ erstaunlich viel Geschichte, Politik, Astronomie und Physik.

Zeit vergeht von alleine. Aber die Uhrzeit haben wir Menschen uns ausgedacht.

️ Mein Logbuch – der Podcast über die Dinge, die uns jeden Tag begegnen und viel interessanter sind, als sie auf den ersten Blick wirken.

#Zeitzonen #Zeitumstellung #Sommerzeit #UTC #GMT #Atomuhr #Datumsgrenze #Greenwich #GPS #Zeit #Wissen #Podcast #MeinLogbuch
3 Stunden 7 Minuten
Was passiert eigentlich mit unserem Müll, nachdem wir den Deckel der Tonne schließen?

Wir trennen Restmüll, Biomüll, Papier, Glas und Verpackungen – und wenige Stunden später ist alles verschwunden. Zumindest aus unserem Blickfeld. Aber wo landet unser Müll wirklich? Wird tatsächlich alles recycelt? Was passiert in einer Müllverbrennungsanlage? Und stimmt der Mythos, dass am Ende sowieso alles zusammengekippt wird?

In dieser XXL-Folge von Mein Logbuch verfolgen wir unseren Abfall auf seiner kompletten Reise: von der Geschichte der Müllabfuhr über Mülltonnen und Sammelfahrzeuge bis in hochmoderne Sortieranlagen, Recyclingbetriebe und Müllheizkraftwerke.

Wir schauen uns an, wie Magnete Stahl aus dem Müll ziehen, warum Aluminium mit Wirbelstromabscheidern regelrecht aus dem Abfall geschossen wird und wie Nahinfrarot-Sensoren verschiedene Kunststoffarten erkennen. Wir klären, was wirklich mit dem Gelben Sack passiert, warum nicht jeder Kunststoff gleich gut recycelt werden kann und weshalb Recycling und Verwertung nicht dasselbe sind.

Danach geht es mitten hinein in die Müllverbrennungsanlage: Wie heiß wird der Ofen? Brennt Restmüll von alleine? Wie entstehen aus unserem Müll Strom und Fernwärme? Was passiert mit Dioxinen, Schwermetallen und anderen Schadstoffen? Und was bleibt eigentlich übrig, wenn der Müll vollständig verbrannt wurde?

Aber damit sind wir noch lange nicht fertig.

Wir verfolgen auch Elektroschrott, Batterien, Smartphones, Kühlschränke, Waschmaschinen, Matratzen, Altkleider und Sondermüll. Wir schauen uns an, welche wertvollen Rohstoffe in unseren alten Elektrogeräten stecken und warum Lithium-Akkus im normalen Hausmüll zu einem echten Sicherheitsproblem werden können.

Anschließend wird unsere Müllreise international: Warum exportiert Deutschland Kunststoffabfälle? Was änderte Chinas Importstopp 2018? Was passiert mit europäischen Altkleidern in Afrika und Asien? Wie gelangt Plastik tatsächlich ins Meer – und was hat unser Alltag mit Mikroplastik zu tun?

Zum Schluss schauen wir in die Zukunft: Kreislaufwirtschaft, Mehrweg, Pfandsysteme, Recht auf Reparatur, Recyclingkunststoffe, chemisches Recycling und Zero Waste. Können wir Produkte irgendwann so herstellen, dass aus ihnen praktisch kein Müll mehr entsteht?

Eine ausführliche Reise durch ein System, das jeden einzelnen Tag im Hintergrund arbeitet und über das wir erstaunlich wenig nachdenken.

Denn am Ende bleibt eine Erkenntnis:

„Wegwerfen“ gibt es eigentlich gar nicht. Weg ist nichts – es ist nur woanders.

️ Mein Logbuch – die großen Geschichten hinter den Dingen, über die man im Alltag viel zu selten nachdenkt.
2 Stunden 30 Minuten
Mitten in Berlin liegt eine riesige Freifläche, auf der heute Menschen Fahrrad fahren, Inliner fahren, joggen, grillen oder einfach im Gras liegen. Doch unter den ehemaligen Start- und Landebahnen des Tempelhofer Feldes steckt eine Geschichte, die mehr als 800 Jahre zurückreicht.

In dieser Folge von Mein Logbuch nehmen wir uns die komplette Geschichte des Tempelhofer Feldes und des Flughafens Berlin-Tempelhof vor.

Wir beginnen lange bevor hier überhaupt an Flugzeuge zu denken war: bei den Tempelrittern, dem alten Dorf Tempelhof und der Nutzung des Feldes als preußischer Exerzierplatz. Wir schauen auf Pferderennen, die ersten Fußballvereine, Ballonfahrten und die spektakulären Flugvorführungen von Orville Wright.

Dann beginnt die eigentliche Geschichte des Flughafens Tempelhof.

1923 wird der Flughafen eröffnet, Berlin entwickelt sich zu einem bedeutenden Zentrum der europäischen Luftfahrt und die neu gegründete Deutsche Luft Hansa macht Tempelhof zu ihrem Heimatflughafen.

Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beginnt das dunkelste Kapitel des Ortes. Wir sprechen über den monumentalen Neubau von Ernst Sagebiel, die Pläne für das nationalsozialistische Berlin, Rüstungsproduktion, das KZ Columbia und die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs auf und rund um das Flughafengelände eingesetzt wurden.

Nach dem Krieg bekommt Tempelhof schließlich eine vollkommen neue Bedeutung.

Während der Berlin-Blockade 1948/49 wird der Flughafen zu einem der wichtigsten Drehkreuze der Berliner Luftbrücke. Hunderttausende Flüge versorgen West-Berlin mit Lebensmitteln, Kohle und Medikamenten – und mit Gail Halvorsen beginnt die berühmte Geschichte der Rosinenbomber.

Danach reisen wir durch den Kalten Krieg: Tempelhof als amerikanischer Militärstützpunkt, Pan Am und die alliierten Fluggesellschaften, Flüchtlinge aus der DDR, die Berliner Mauer und der Flughafen als berühmtes „Tor zur Welt“ West-Berlins.

Doch irgendwann wird Tempelhof zu klein.

Wir verfolgen die Geschichte bis zur Schließung des Flughafens 2008 und zur Öffnung des Tempelhofer Feldes 2010.

Heute ist aus dem ehemaligen Flughafen einer der außergewöhnlichsten Freiräume Europas geworden. Auf den alten Startbahnen fahren Fahrräder, Skateboards und Inliner, auf den Wiesen brüten Feldlerchen und im gigantischen Flughafengebäude finden Führungen, Ausstellungen, Filmproduktionen und Großveranstaltungen wie HYROX Berlin statt.

Aber damit endet die Geschichte nicht.

Denn mitten in einer Stadt mit Wohnraummangel liegen rund 350 Hektar weitgehend freie Fläche.

Soll das Tempelhofer Feld deshalb teilweise bebaut werden?

Oder muss dieser außergewöhnliche Ort erhalten bleiben?

Wir schauen auf den Volksentscheid von 2014, das Tempelhofer-Feld-Gesetz, Naturschutz und Stadtklima, mögliche Randbebauung und die politische Diskussion um die Zukunft des Feldes – Stand August 2026.

Eine Folge über Flugzeuge und Tempelritter, Krieg und Freiheit, Rosinenbomber und Pan-Am-Jets, Berliner Stadtgeschichte und die Frage, wie wir eigentlich mit historischen Orten umgehen.

Vom Exerzierplatz zum Flughafen.

Vom Flughafen zur Lebensader.

Und von der Startbahn zum Freizeitpark.

Willkommen auf dem Tempelhofer Feld.

Mein Logbuch – Geschichte, Wissen und Geschichten, die hinter den Dingen stecken.

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1 Stunde 48 Minuten
Wilhelmshaven – kaum eine deutsche Stadt ist so eng mit der Geschichte der Marine verbunden. Doch warum wurde Wilhelmshaven überhaupt gegründet? Weshalb entschied sich Preußen ausgerechnet für die Jade? Wie entstand der berühmte Kriegshafen? Und warum ist Wilhelmshaven bis heute der wichtigste Marinestandort Deutschlands?

In dieser XXL-Folge von „Mein Logbuch“ reisen wir gemeinsam durch mehr als 170 Jahre Geschichte – von den ersten Planungen im Jahr 1853 bis zur modernen Deutschen Marine, dem JadeWeserPort und den Zukunftsplänen der Stadt.

Wir sprechen unter anderem über:

Die Entstehung Wilhelmshavens

Den Jadevertrag von 1853

Den Bau des Kriegshafens

Schleusen, Hafenbecken und Docks

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke

Die Kaiserliche Marine

Alfred von Tirpitz und die Hochseeflotte

Den Ersten Weltkrieg

Die Novemberrevolution 1918

Die Reichsmarine und Kriegsmarine

Den Zweiten Weltkrieg

Luftangriffe auf Wilhelmshaven

Die Geschichte des Banter Sees

Wiederaufbau nach 1945

Die Bundesmarine

Die heutige Deutsche Marine

Das Marinearsenal Wilhelmshaven

Den JadeWeserPort

LNG-Terminal, Offshore-Windenergie und die Zukunft Wilhelmshavens

Dabei geht es nicht nur um Jahreszahlen, sondern um die Menschen, die Technik und die Geschichten hinter Deutschlands größtem Marinestandort.

Egal ob ihr selbst aus Wilhelmshaven kommt, euch für Schiffe, Seefahrt, Marinegeschichte oder deutsche Geschichte interessiert – diese Folge nimmt euch mit auf eine spannende Reise durch eine Stadt, die wie kaum eine andere von der See geprägt wurde.

️ Viel Spaß beim Zuhören!

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Über diesen Podcast

Willkommen an Bord von „Mein Logbuch“ – dem Podcast, der keine festen Routen kennt, aber garantiert nicht auf Grund läuft. Ich bin Daniel, selbst ernannter Kapitän dieses kleinen Audio-Schiffs. Hier gibt’s ehrliche Gespräche, absurde Geschichten und spontane Gedanken – mal tiefgründig, mal totaler Nonsens. Warum solltest du reinhören? Ganz einfach: Weil du entweder lachen, nachdenken oder dich fragen wirst, warum du das hier überhaupt hörst. Also, Kopfhörer auf, zurücklehnen und „Mein Logbuch“ nicht verpassen – sonst verpasst du vielleicht nichts, aber sicher eine gute Zeit!
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