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  3. Evidenzbasierte Ernährung - Wissenschaft, Gesundheit und Genuss Podcast

Episoden

11 Minuten
In dieser Folge geht es um zwei Fettsäure-Familien, dieunser Körper dringend braucht – und die doch gegeneinander arbeiten: Omega-6 und Omega-3.

Was passiert, wenn Omega-6 die Oberhand gewinnt? Warum istdas Verhältnis der beiden so entscheidend für Entzündungsprozesse – zum Beispiel bei rheumatoider Arthritis? Und welche Rolle spielt die Arachidonsäure, die oft als „böses" Fett dargestellt wird, aber weit mehr kann, als Entzündungen auszulösen?

Die Folge erklärt verständlich und alltagstauglich, warumOmega-6 und Omega-3 um dieselben Enzyme konkurrieren – und was das für die Zellmembranen bedeutet. Sie zeigt, wie die Arachidonsäure wirkt – mit ihren zwei Seiten: Entzündung auslösen und Entzündung auflösen. Daraus ergibt sich, was das für rheumatische Arthritis bedeutet und warum EPA und DHA aus fettem Seefisch helfen können. Außerdem geht es darum, warum das Verhältnis vonArachidonsäure zu EPA ein Marker für Herz-Kreislauf-Risiken ist – und wie ein Bluttest als Grundlage für eine evidenzbasierte Ernährungsumstellung dienen kann.

Am Ende gibt es ein einfaches Rezept aus der französischenKüche: ein Makrelen-Rillettes – reich an Omega-3-Fettsäuren und eine wohltuende Alternative zu Currywurst und Kartoffelchips.

Diese Folge ist für alle geeignet, die verstehen wollen,warum Fette nicht gleich Fette sind – und wie sie durch bewusste Ernährung Entzündungsprozesse im Körper positiv beeinflussen können.
14 Minuten
Proteine sind neben Kohlenhydraten und Fetten einer der drei Hauptnährstoffe und an nahezu allen zellulären Prozessen beteiligt. Proteine werden aus Aminosäurenaufgebaut. Für den Proteinaufbau sind 22 Aminosäuren bekannt, von denen 9 als essenziell gelten – sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Zwei weitere, Arginin und Cystein, sind semiessentiell und können normalerweise vom Körper selbst gebildet werden. Daneben gibt es über 500 nicht-proteinogene Aminosäuren, die nicht direkt in Proteine eingebaut werden und für die Proteinqualität keine Rolle spielen.
11 Minuten
In der heutigen Folge geht es um die Schokolade – und um die Frage, ob Schokolade glücklich macht. Die 4000-jährige Geschichte der Schokolade begann in Mittelamerika, im heutigen Mexiko.

Die Evidenz spricht für dunkle Schokolade – nicht für die Milchschokolade. Eine leichte Blutdrucksenkung und ein möglicher Zusammenhang mit weniger Depression sind messbar, aber kein Ersatz für Medikamente.

Ob Schokolade glücklich macht, das obliegt der eigenen Beurteilung. Glück bedeutet für jeden etwas anderes und die Suche danach ist so alt wie die Menschheit.
14 Minuten
Beispiele für die 5 bekannten Geschmacksrichtungen aus den 3 Rezepte am Schluss:

Süß: Honig, Obst, Zuckerrübe, Zuckerrohr und Mirin (im Handel erhältlich)

Salzig: Meersalz, Steinsalz, Sojasauce, Fischsauce und Miso

Sauer: Zitrone, Essig, Joghurt, Sauerkraut und Yuzu (im Handel erhältlich)

Bitter: Kaffee, dunkle Schokolade, Bittermelone, Grapefruit und Chicorée

Umami: Kombu, Bonito (Tintenfischflocken), Shiitake, gereifter Käse und Tomate

Viel Freude beim Entdecken neuer Genußwelten!

Rezept 1: Umami im Zentrum – In Kombu-Bonito-Dashi pochiertes Gemüse. Die Geschmacksstruktur: Umami als Kern, leicht salzig als Basis, eine äußerst subtile Süße für eine abgerundete Wahrnehmung. Die Zutaten: Kombualge, Bonitoflocken,Meersalz, Karotte, frische Shiitake-Pilze, Seidentofu und Walnussöl.

 Die Zubereitung: Kombu dreißig Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann auf sechzig Grad erhitzen und zwanzig Minuten halten. Wichtig: nicht sieden, sonst gehen die Umami-Stoffe verloren. Kombu herausnehmen, Bonitoflocken hinzufügen, sofort vom Herd nehmen, drei Minuten ziehen lassen und abseihen.

 In die Brühe dünn geschnittene Karotten und Shiitake geben und bei kleiner Hitze weich garen. Nach dem Abschalten der Hitze Seidentofuwürfel hinzufügen, die Restwärme ist  hinreichend. Mit gerösteten Walnüssen und einem Hauch Walnussöl vollenden.

Rezept 2: Balance von sauer, süß und bitter – Grapefruit-Bittersalat mit  Sanddorn-Honig-Dressing.

Die Geschmacksstruktur: Säure und Bitterkeit im Wechselspiel, Süße als Brücke, Salz als Hintergrund zur Akzentuierung.

Hier nun die Zutaten:Grapefruit, Chicorée oder Rucola, Zitronensaft, Sanddornpulver, Honig, natives Olivenöl, Meersalz und Walnüsse.

 Und die Zubereitung: Grapefruit schälen, häuten und die Segmente herauslösen. Chicorée waschen und zerkleinern. Für das Dressing: Zitronensaft, Sanddornpulver und Honig im Verhältnis drei zu eins zu eins mischen. Eine Prise Meersalz hinzufügen und langsam Olivenöl einrühren, bis eine Emulsion entsteht. Grapefruit und Chicorée anrichten, mit dem Dressing beträufeln und mit gehackten Walnüssen bestreuen.

Der wissenschaftliche Aspekt: Die Süße des Honigs puffert die Säure der Grapefruit und die Bitterkeit des Chicorées ab. Das Meersalz hemmt die Bitterwahrnehmungsbahnen und hebt den Gesamtgeschmack  hervor. Das Sanddornpulver liefertantientzündliche Kraft und fördert durch seine fruchtige Säure den Speichelfluss.

Rezept 3: Alle fünf Geschmacksrichtungen – In Miso marinierter und gegrillter Lachs mit Yuzu-Kosho, das im Handel als Gewürzpulver erhältlich ist.

 Die Geschmacksstruktur: Alle fünf Geschmacksrichtungen treten gleichzeitig auf und balancieren sich gegenseitig aus. Die Zutaten: Lachs,weißes Miso, Mirin, Yuzu-Kosho, Zitrone, gegrilltes Gemüse und Hagebuttenpulver. Statt Mirin kannn auch etwas Likör zugegeben werden. Statt Yuzu-Kosho kann man auch etwas Zitronensaft mit dem Schalenabrieb vermengen. Die Zubereitung: Weißes Miso, Mirin, das ist Reiswein mit Kojii-Reis, und eine kleine Menge Yuzu-Kosho, zu einer Marinade vermischen. Den Lachs zwei Stunden marinieren – nicht länger, sonst wird er zu salzig. Dann die überschüssige Marinade abstreifen und den Lachs bis zur aromatischen Bräunung grillen. Mit gegrilltem Kürbis und gegrilltem Chicorée servieren. Mit einer Prise Hagebuttenpulver und Zitronenabrieb vollenden.

Der wissenschaftliche Aspekt: Miso liefert die Umami- und Salzige-Basis. Mirin bringt Süße. Yuzu-Kosho steuert Säure und Zitrusaroma bei. Chicorée ergänzt die Bitternote. Der Eigengeschmack und das Fett des Lachses dienen als Träger des Gesamtgeschmacks. Das Hagebuttenpulver liefert antientzündliche sekundäre Pflanzenstoffe und unterstützt so die Signalübertragung zum Gehirn.
15 Minuten
Duftende Blätter, würzige Aromen und eine jahrtausendealte Tradition – in dieser Folge nehmen ich Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Küchenkräuter. Vom Basilikum bis zum Thymian, von der antiken Heilkunst bis zu den Rezepten aus meiner Küche. Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt der Natur.

Allerdings nur eine kleine Auswahl, der bei uns gebräuchlisten Kräuter.
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Über diesen Podcast

Herzlich willkommen bei „Evidenzbasierte Ernährung" – dem Podcast für alle, die Ernährung nicht als starres Regelwerk sehen, sondern als Zusammenspiel von Wissenschaft, Alltag und Genuss. Seit über 30 Jahren begleite ich als Diplom-Ernährungswissenschaftlerin Menschen in meiner Praxis für Ernährungstherapie – auch online. Die Studienlage ist oft vielschichtig, Ihre Fragen sind es auch. Wissenschaft entwickelt sich weiter – kein Grund zur Verunsicherung, sondern eine Einladung, neugierig zu bleiben. Grüße aus Konstanz, Gabriele H. Wolf www.ernaehrungsforum.eu
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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