Willkommen zu einer weiteren Folge des Recording of Arts Podcasts.
Ich bin Alex – Musikproduzent, Tontechniker und Bassist mit über 15 Jahren Erfahrung im Studio und Live. Mein Ziel: echten Rock- und Popmusikerinnen und -musikern helfen, das Beste aus ihren Songs herauszuholen.
Diesmal habe ich gleich zwei Gäste bei mir: Till und Ella von der Band Fataal. Till schreibt die Songs und spielt Gitarre, Ella singt. Fatal macht alternativen, progressiven Metal, der mit Kontrasten arbeitet statt mit immer tieferen Gitarren – mit Cleangitarre, Akustikgitarre und Orgel. Gemeinsam haben wir gerade ihre erste EP mit fünf Songs aufgenommen, für die Band die erste professionelle Studioproduktion überhaupt.
Wir sprechen heute über:
Wie eine Band mit Noten ins Studio kommt. Till schreibt die kompletten Songs in einer Tabulatursoftware, die Gitarren und den Bass selbst, das Schlagzeug kommt vom Schlagzeuger. Beim Einspielen lief alles vom Tablet mit, jeder konnte mitlesen und genau nachvollziehen, was gerade gespielt wird. In all seinen Studiojahren hat Alex das so noch nicht erlebt.
Warum der 150-Euro-Combo nicht ins Studio kam. Geplant war ein kleiner Marshall. Am Ende sind sie am Tag des Gitarrenrecordings über hundert Kilometer nach Walldorf gefahren und haben Verstärker und Box spontan gekauft – und wie gut der neue Sound direkt aus der Aufnahme funktioniert, überrascht Till bis heute.
Was links und rechts unterschiedlich klingen lässt. Für die Stereobreite wurde jede Spur doppelt eingespielt, links und rechts mit verschiedenen Gitarren: eine burgunderrote Yamaha Revstar als Hauptinstrument, dazu eine knallorange Siebensaitige im Explorer-Shape. Clean, verzerrt, akustisch und Lead – für fünf Songs standen allein für die Gitarren drei bis vier Tage an.
Warum instrumentweise statt songweise gearbeitet wird. Erst alle rhythmischen Spuren, dann die cleanen, dann die akustischen. Alex hat lange Lied für Lied gearbeitet, bis ihm klar wurde, dass der Sound nur so über die ganze Produktion gleich bleibt – und genau das hört man später als roten Faden.
Wie Ella zu ihrem Gesang gefunden hat. Das teuerste und glasklarste Mikrofon im Studio funktionierte für sie nicht. Mit einem Shure SM7B in der Hand konnte sie sich bewegen, springen und gegen die Wand hauen – und plötzlich stimmte die Aufnahme. Dazu die Erfahrung, dass korrigierte Töne den Song schlechter machten und ein Song erst nach einer Woche Stimmpause gelang.
Diese Folge ist für alle jungen Bands, die sich fragen, ob sich eine professionelle Produktion schon lohnt, bevor überhaupt ein Song veröffentlicht ist – und was danach passieren muss, damit die Arbeit nicht nach zwei Wochen verpufft.
Kostenloses Strategiegespräch mit Alex:
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