Arte Alpe Adria | Kultur Momente Archiv
100 Episoden
30 Minuten
The Secret School
Alina Kunitsyna und Markus Orsini-Rosenberg in der Galerie Freihausgasse Villach
„Die Malerei an sich ist ein Festhalten von eher inneren Visionen“ – Markus Orsini Rosenberg
Arte Alpe Adria KulturMomente besucht diesmal die Ausstellung „The Secret School“ von Alina Kunitsyna und Markus Orsini Rosenberg. Worin besteht diese „geheime Schule“, die der Ausstellung den Namen gibt? Welche Geheimnisse verbergen sich in Wäschebergen und Blätterwäldern? Können die Falten entfaltet und die Schatten gelichtet werden? In einem lockeren Gespräch gewährt das Paar, das auf Schloss Damtschach bei Wernberg lebt und arbeitet, Einblicke in verborgene Schichten ihres Sehens, Malens und Denkens.
Die Ausstellung „The Secret School“ kann noch bis kommenden Samstag, den 18. März in der Galerie Freihausgasse Villach besichtigt werden.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Alina Kunitsyna und Markus Orsini-Rosenberg in der Galerie Freihausgasse Villach
„Die Malerei an sich ist ein Festhalten von eher inneren Visionen“ – Markus Orsini Rosenberg
Arte Alpe Adria KulturMomente besucht diesmal die Ausstellung „The Secret School“ von Alina Kunitsyna und Markus Orsini Rosenberg. Worin besteht diese „geheime Schule“, die der Ausstellung den Namen gibt? Welche Geheimnisse verbergen sich in Wäschebergen und Blätterwäldern? Können die Falten entfaltet und die Schatten gelichtet werden? In einem lockeren Gespräch gewährt das Paar, das auf Schloss Damtschach bei Wernberg lebt und arbeitet, Einblicke in verborgene Schichten ihres Sehens, Malens und Denkens.
Die Ausstellung „The Secret School“ kann noch bis kommenden Samstag, den 18. März in der Galerie Freihausgasse Villach besichtigt werden.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Urban Playground Streetart – Graffiti Writing in Kärnten
Der gemeinnützige Verein Urban Playground aus Klagenfurt hat im Dezember 2022 den Anerkennungspreis des Landes Kärnten für seine Verdienst im Bereich Jugendkultur erhalten. Arte Alpe Adria | Kultur Momente gratuliert herzlich und widmet diesem Anlass zwei Sendungen. Im vorhergenden Beitrag spracht Peter Piuk, der Obmann von Urban Playground über die sportlichen Aktivitäten von Urban Plyground, also u.a. Parkour, Hipphopp und Breaking. Diese Sendung geht näher auf die künstlerische Sparte der Streetart ein, nämlich Graffiti Writing und Legal Walls in Kärnten. Zu diesem Thema gibt es eine Montage von Interviews aus dem Jahr 2021 anlässlich der Ausstellung Umlackiert und des Events Neuland. Zu Wort kommen Peter Piuk, Paulina Molnar, Isabell Winter, Stefan Wogrin und Florian Mikl von Urban Playground.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Der gemeinnützige Verein Urban Playground aus Klagenfurt hat im Dezember 2022 den Anerkennungspreis des Landes Kärnten für seine Verdienst im Bereich Jugendkultur erhalten. Arte Alpe Adria | Kultur Momente gratuliert herzlich und widmet diesem Anlass zwei Sendungen. Im vorhergenden Beitrag spracht Peter Piuk, der Obmann von Urban Playground über die sportlichen Aktivitäten von Urban Plyground, also u.a. Parkour, Hipphopp und Breaking. Diese Sendung geht näher auf die künstlerische Sparte der Streetart ein, nämlich Graffiti Writing und Legal Walls in Kärnten. Zu diesem Thema gibt es eine Montage von Interviews aus dem Jahr 2021 anlässlich der Ausstellung Umlackiert und des Events Neuland. Zu Wort kommen Peter Piuk, Paulina Molnar, Isabell Winter, Stefan Wogrin und Florian Mikl von Urban Playground.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Von Dach zu Dach: Sport Art Parkour
Peter Piuk vom Verein Urban Playground im Gespräch
Urban Playground wurde im Dezember 2022 der Anerkennungspreis des Landes Kärnten verliehen. Gewürdigt wurde damit das außerordentliche Engagement im Bereich Jugendkultur. Peter Piuk, Obmann des gemeinnützigen Kultur- und Sportvereins, spricht über die Anfänge und Ziele von Urban Playground, und geht dann näher auf Parkour und Breakdance ein – die sportlichen Sparten von Streetart, die in der Jugendkultur einen besonderen Stellenwert einnehmen.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Weitere Info https://urban-playground.at/
Peter Piuk vom Verein Urban Playground im Gespräch
Urban Playground wurde im Dezember 2022 der Anerkennungspreis des Landes Kärnten verliehen. Gewürdigt wurde damit das außerordentliche Engagement im Bereich Jugendkultur. Peter Piuk, Obmann des gemeinnützigen Kultur- und Sportvereins, spricht über die Anfänge und Ziele von Urban Playground, und geht dann näher auf Parkour und Breakdance ein – die sportlichen Sparten von Streetart, die in der Jugendkultur einen besonderen Stellenwert einnehmen.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Weitere Info https://urban-playground.at/
27 Minuten
Mein Lustgarten – Blüten Formen Farben
Inge Vavra zum 80. Geburtstag
Anlässlich der Ausstellung in der Alpen-Adria-Galerie Klagenfurt zum 80. Geburtstag spricht die Künstlerin Inge Vavra über ihren aktuellen Arbeitszyklus „Blütenlese – Mein Lustgarten“ und was florale Formen, gemischte Rottöne und Farbexplosionen mit ihrem eher monochromatischen konzeptuellen Lebenswerk zu tun haben. Denn ihre neueste Werkserie besteht aus großformatigen Aquarellen in warmen rot-lila Tönen, die scheinbar in starkem Gegensatz zu ihren bisherigen Arbeiten stehen. Und doch knüpfen jene strukturell und thematisch an schwarzweiße Linolschnitte aus den 1990ern an, die im ersten, kleineren Raum der Galerie zu sehen sind.
Ein historisches Kontorbuch (1901–1904) der Brauerei Sorgendorf dient der Künstlerin als Maltagebuch. Begonnen 2020 während der Pandemie, wird es immer noch tagtäglich fortgeführt: Ohne Angst vor dem leeren weißen Blatt durch die vorgegebene Linienstruktur und die handschriftlichen Einträge. Das riesige Kontorbuch, das in der Ausstellung aufliegt, spiegelt die Liebe der Künstlerin zu Strukturen und Konzepten. In diesem Sinne wirken die großformatigen Aquarelle an der Wand nicht nur durch die facettenreichen Farbflächen, sondern auch durch aquarellbedingte Aufwölbungen, die ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten erzeugen.
Gestaltung der Sendung Dagmar Travner
Die Inge Vavra Sendetrilogie gibt es zum Nachhören in der Mediathek der Freien Radios unter folgenden Links
1. Teil vom 21.12.2022: Mein Lustgarten – Blüten, Formen, Farben in der Alpen-Adria-Galerie, Klagenfurt https://cba.media/591313
2. Teil vom 7.2.2024: BASSO CONTINUO in der Galerie M, Klagenfurt https://cba.media/650499
3. Teil vom 21.2.2024: HomeStory – LebensStory in Vavras einzigartigem Architektenhaus, Krumpendorf https://cba.media/651853
sowie überall, wo es Podcasts gibt, zB auf Spotify https://open.spotify.com/show/5eVvsUqDFtZoy8tBOSjdUr?si=6fadac3b67f64a46
Inge Vavra zum 80. Geburtstag
Anlässlich der Ausstellung in der Alpen-Adria-Galerie Klagenfurt zum 80. Geburtstag spricht die Künstlerin Inge Vavra über ihren aktuellen Arbeitszyklus „Blütenlese – Mein Lustgarten“ und was florale Formen, gemischte Rottöne und Farbexplosionen mit ihrem eher monochromatischen konzeptuellen Lebenswerk zu tun haben. Denn ihre neueste Werkserie besteht aus großformatigen Aquarellen in warmen rot-lila Tönen, die scheinbar in starkem Gegensatz zu ihren bisherigen Arbeiten stehen. Und doch knüpfen jene strukturell und thematisch an schwarzweiße Linolschnitte aus den 1990ern an, die im ersten, kleineren Raum der Galerie zu sehen sind.
Ein historisches Kontorbuch (1901–1904) der Brauerei Sorgendorf dient der Künstlerin als Maltagebuch. Begonnen 2020 während der Pandemie, wird es immer noch tagtäglich fortgeführt: Ohne Angst vor dem leeren weißen Blatt durch die vorgegebene Linienstruktur und die handschriftlichen Einträge. Das riesige Kontorbuch, das in der Ausstellung aufliegt, spiegelt die Liebe der Künstlerin zu Strukturen und Konzepten. In diesem Sinne wirken die großformatigen Aquarelle an der Wand nicht nur durch die facettenreichen Farbflächen, sondern auch durch aquarellbedingte Aufwölbungen, die ein faszinierendes Spiel von Licht und Schatten erzeugen.
Gestaltung der Sendung Dagmar Travner
Die Inge Vavra Sendetrilogie gibt es zum Nachhören in der Mediathek der Freien Radios unter folgenden Links
1. Teil vom 21.12.2022: Mein Lustgarten – Blüten, Formen, Farben in der Alpen-Adria-Galerie, Klagenfurt https://cba.media/591313
2. Teil vom 7.2.2024: BASSO CONTINUO in der Galerie M, Klagenfurt https://cba.media/650499
3. Teil vom 21.2.2024: HomeStory – LebensStory in Vavras einzigartigem Architektenhaus, Krumpendorf https://cba.media/651853
sowie überall, wo es Podcasts gibt, zB auf Spotify https://open.spotify.com/show/5eVvsUqDFtZoy8tBOSjdUr?si=6fadac3b67f64a46
28 Minuten
Cage aux Rêves| Isabel Belherdis
Von Seerosen, Käfigen und Träumen im Kunstraum Villach
Was haben Architektur, Botanik und Kunst gemeinsam? Vielleicht die Träume unvollendeter Utopien… Traumkäfige. Ausgehend von Belherdis Autoperformances entstehen Überlagerungen und mehrschichtige Selbstbilder, die historische architektonische bzw. botanische Projekte reflektieren.
Ein Gespräch mit Olivia Clementschitsch (Kuratorin) und Isabel Belherdis (Künstlerin) anlässlich der Ausstellung Cage aux rêves im Kunst Raum Villach.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Von Seerosen, Käfigen und Träumen im Kunstraum Villach
Was haben Architektur, Botanik und Kunst gemeinsam? Vielleicht die Träume unvollendeter Utopien… Traumkäfige. Ausgehend von Belherdis Autoperformances entstehen Überlagerungen und mehrschichtige Selbstbilder, die historische architektonische bzw. botanische Projekte reflektieren.
Ein Gespräch mit Olivia Clementschitsch (Kuratorin) und Isabel Belherdis (Künstlerin) anlässlich der Ausstellung Cage aux rêves im Kunst Raum Villach.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Waste Art – Wertloses wird Kunst
Ausstellung in der Galerie Freihausgasse in Villach
Plastikprodukte überfluten in dramatischem Ausmaß unsere Welt. Die Problematik einer Wegwerfgesellschaft ist ebenso wie Umweltzerstörung und Klimawandel ein Thema der Ausstellung Waste Art – Wertloses wird Kunst. Die sogenannte Zivilisation produziert Müll ohne Ende, wobei praktischerweise der Abfall in der westlichen Gesellschaft laufend entsorgt und somit im Alltag verdrängt wird. Diese Ausstellung führt deutlich vor Augen, was der gedankenlose Umgang mit den Ressourcen der Erde mit sich bringt: Unverrottbare Plastiksammlungen, gigantische Müllhalden, Mikroplastik in Meeren, Fischen und Lebensmitteln. Demgegenüber steht ein Plädoyer für Nachhaltigkeit, sparsamer Umgang mit Rohstoffen und Wiederverwertung von Gebrauchtem.
Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung machen es vor: Aus Weggeworfenem, ja Abfall entsteht Kunst mit ganz eigener Ästhetik, die zur Diskussion und zum Umdenken anregen soll. Von der arte povera über das politische Statement bis hin zum coolen Cyberpunk ist alles zu finden.
Zur Ausstellung und eigenen Werken sprechen Ina Loitzl (Klagenfurt/Wien, A), Gudrun Lenk-Wane (Villach, A), Annegret Bleisteiner (Passau, D) und Dario Tironi (Bergamo, I).
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Ausstellung in der Galerie Freihausgasse in Villach
Plastikprodukte überfluten in dramatischem Ausmaß unsere Welt. Die Problematik einer Wegwerfgesellschaft ist ebenso wie Umweltzerstörung und Klimawandel ein Thema der Ausstellung Waste Art – Wertloses wird Kunst. Die sogenannte Zivilisation produziert Müll ohne Ende, wobei praktischerweise der Abfall in der westlichen Gesellschaft laufend entsorgt und somit im Alltag verdrängt wird. Diese Ausstellung führt deutlich vor Augen, was der gedankenlose Umgang mit den Ressourcen der Erde mit sich bringt: Unverrottbare Plastiksammlungen, gigantische Müllhalden, Mikroplastik in Meeren, Fischen und Lebensmitteln. Demgegenüber steht ein Plädoyer für Nachhaltigkeit, sparsamer Umgang mit Rohstoffen und Wiederverwertung von Gebrauchtem.
Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung machen es vor: Aus Weggeworfenem, ja Abfall entsteht Kunst mit ganz eigener Ästhetik, die zur Diskussion und zum Umdenken anregen soll. Von der arte povera über das politische Statement bis hin zum coolen Cyberpunk ist alles zu finden.
Zur Ausstellung und eigenen Werken sprechen Ina Loitzl (Klagenfurt/Wien, A), Gudrun Lenk-Wane (Villach, A), Annegret Bleisteiner (Passau, D) und Dario Tironi (Bergamo, I).
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
27 Minuten
Die Kunsthistorikerin Nora Leitgeb spricht über die Ikonographie des Schreckens in historischen und zeitgenössischen visuellen Darstellungen.
Monster, Hexen, Krampus, Teufel und das Böse. Tier-Mensch-Wesen mit überzeichneten Gliedmaßen, Krallen, Hörnen, Hufen und Behaarung sind typisch für die Darstellung von Dämonen. Woher rühren unsere Vorstellungen des Grauenhaften und Schrecklichen? Nora Leitgeb beschreibt den vielfältigen Bilderkanon, der bis in Antike und Mittelalter zurückreicht und aus dem auch die zeitgenössische Kunst schöpft. Wir sprechen u.a. über die Schreckenslandschaften von Hieronymus Bosch, die faszinierenden Horrorwelten von H.R. Giga (Alien, Prometheus) sowie die zwiespältigen Monster der US-amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Monster, Hexen, Krampus, Teufel und das Böse. Tier-Mensch-Wesen mit überzeichneten Gliedmaßen, Krallen, Hörnen, Hufen und Behaarung sind typisch für die Darstellung von Dämonen. Woher rühren unsere Vorstellungen des Grauenhaften und Schrecklichen? Nora Leitgeb beschreibt den vielfältigen Bilderkanon, der bis in Antike und Mittelalter zurückreicht und aus dem auch die zeitgenössische Kunst schöpft. Wir sprechen u.a. über die Schreckenslandschaften von Hieronymus Bosch, die faszinierenden Horrorwelten von H.R. Giga (Alien, Prometheus) sowie die zwiespältigen Monster der US-amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
36 Minuten
DOMENIG DIMENSIONAL im MMKK
Von organischen Formen zu spitzen Pfeilen. Eine Gratwanderung zwischen Skulptur und Architektur.
Christine Wetzlinger-Grundnig, die Kuratorin der Ausstellung DOMENIG DIMENSIONAL im Museum Moderner Kunst Kärnten, spricht über das Werk Günther Domenigs, seine künstlerische Entwicklung, die Weggefährt*innen sowie aktuelle künstlerische Positionen.
„Es gibt zwei Verrückte in diesem Land, der eine bist du, der andere bin ich.“ – Günther Domenig zu Cornelius Kolig
Brutalismus, Dekonstuktion, Postmoderne oder dysfunktionaler Kitsch? Günther Domenigs Werk entzieht sich jeder Einordnung und Unterordnung. „Domenig hat sich einfach aus den verschiedenen Strömungen genommen, was ihm gerade gepasst hat.“, meint Christine Wetzlinger-Grundner sinngemäß auf die Frage nach einer kunsthistorischen Einordnung des Architekten Domenig.
Spannend ist hier die Entwicklung des Architekturkünstlers von den runden organischen Formen zu spitzen scharfen pfeilförmigen Bauten. Anschaulich drückt sich dies im Motiv der Hand aus, die sich in den Innereien der Zentralsparkasse naturalistisch herausreckt bis hin zu den stark abstrahierten geometrischen Fingern an der Außenseite des Steinhauses.
„Viele Architekturkritiker hielten diese Hand, die den Bau von innen zu tragen, gleichsam aus dem Nichts zu ziehen scheint, für überflüssige Übertreibung. Für Kitsch. Ist es nicht. Es ist ein Symbol für einen Paradigmenwechsel in der modernen Architektur, für die Wiederherstelliung der archetypischen Vereinigung von Bau und Körper.“ – Jan Tabor
Da Domenigs Werk von Beginn an nicht nur Architektur baute, sondern auch künstlerische Skulpturen schuf, gibt es einige dieser Arbeiten im Bestand des MMKK. Und genau genommen sind viele seiner Bauten – oder Gebilde, wie er es gerne nannte – begehbare Skulpturen.
Was in dieser Domenig-Schau besonders erstaunt, ist die Vielfalt seines künstlerischen Ausdrucks. Und vor allem die Einsicht, dass viele ikonische Bauten, die jede/r kennt, von Domenig stammen. Erwähnt werden sollen in Klagenfurt der Zubau des Stadttheaters und die Schiffswerft in der Ostbucht sowie in Wien aus den 1980er Jahren die ehemalige Zentralsparkasse in Favoriten, der Humanic in der Alserstraße und aus den 2000ern das weithin sichtbare schiffförmige T-mobile-Gebäude.
„Die Zweigstelle von Favoriten war ein extremes, skulpturales, vieldiskutiertes Meisterstück der ‚Grazer Schule‘, auch eine kulturelle Herausforderung auf Wiener Boden“. – Friedrich Achleitner
Die Ausstellung im MMKK zeigt nicht nur historische Aufnahmen von Domenigs Bauten sondern auch mit den künstlerischen Augen von heute gesehene Arbeiten, die Domenigs Werk reflektieren; wie die Rauminstallation von Anna Rubin, expressionistisch anmutende Schwarzweißfotos von Christian Brandstätter und vom Künstlerinnen-Kollektiv SHE SAID eine Skulptur, die den Nanas von Niki de Saint Palle nachempfunden ist – einer Künstlerin die in gewissem Sinne auch begehbare Skulpturen geschaffen hat. Kontextualisiert wird das Werk Domenigs auch durch Arbeiten von Weggefährt*innen wie Cornelius Kolig und Maria Lassnig.
Gestaltung der Sendung und Begleittext: Dagmar Travner
Weiterführende Info zur Ausstellung: https://architektur-kaernten.at/kontakt/fotogalerie/guenther-domenig-dimensional-im-mmkk
Von organischen Formen zu spitzen Pfeilen. Eine Gratwanderung zwischen Skulptur und Architektur.
Christine Wetzlinger-Grundnig, die Kuratorin der Ausstellung DOMENIG DIMENSIONAL im Museum Moderner Kunst Kärnten, spricht über das Werk Günther Domenigs, seine künstlerische Entwicklung, die Weggefährt*innen sowie aktuelle künstlerische Positionen.
„Es gibt zwei Verrückte in diesem Land, der eine bist du, der andere bin ich.“ – Günther Domenig zu Cornelius Kolig
Brutalismus, Dekonstuktion, Postmoderne oder dysfunktionaler Kitsch? Günther Domenigs Werk entzieht sich jeder Einordnung und Unterordnung. „Domenig hat sich einfach aus den verschiedenen Strömungen genommen, was ihm gerade gepasst hat.“, meint Christine Wetzlinger-Grundner sinngemäß auf die Frage nach einer kunsthistorischen Einordnung des Architekten Domenig.
Spannend ist hier die Entwicklung des Architekturkünstlers von den runden organischen Formen zu spitzen scharfen pfeilförmigen Bauten. Anschaulich drückt sich dies im Motiv der Hand aus, die sich in den Innereien der Zentralsparkasse naturalistisch herausreckt bis hin zu den stark abstrahierten geometrischen Fingern an der Außenseite des Steinhauses.
„Viele Architekturkritiker hielten diese Hand, die den Bau von innen zu tragen, gleichsam aus dem Nichts zu ziehen scheint, für überflüssige Übertreibung. Für Kitsch. Ist es nicht. Es ist ein Symbol für einen Paradigmenwechsel in der modernen Architektur, für die Wiederherstelliung der archetypischen Vereinigung von Bau und Körper.“ – Jan Tabor
Da Domenigs Werk von Beginn an nicht nur Architektur baute, sondern auch künstlerische Skulpturen schuf, gibt es einige dieser Arbeiten im Bestand des MMKK. Und genau genommen sind viele seiner Bauten – oder Gebilde, wie er es gerne nannte – begehbare Skulpturen.
Was in dieser Domenig-Schau besonders erstaunt, ist die Vielfalt seines künstlerischen Ausdrucks. Und vor allem die Einsicht, dass viele ikonische Bauten, die jede/r kennt, von Domenig stammen. Erwähnt werden sollen in Klagenfurt der Zubau des Stadttheaters und die Schiffswerft in der Ostbucht sowie in Wien aus den 1980er Jahren die ehemalige Zentralsparkasse in Favoriten, der Humanic in der Alserstraße und aus den 2000ern das weithin sichtbare schiffförmige T-mobile-Gebäude.
„Die Zweigstelle von Favoriten war ein extremes, skulpturales, vieldiskutiertes Meisterstück der ‚Grazer Schule‘, auch eine kulturelle Herausforderung auf Wiener Boden“. – Friedrich Achleitner
Die Ausstellung im MMKK zeigt nicht nur historische Aufnahmen von Domenigs Bauten sondern auch mit den künstlerischen Augen von heute gesehene Arbeiten, die Domenigs Werk reflektieren; wie die Rauminstallation von Anna Rubin, expressionistisch anmutende Schwarzweißfotos von Christian Brandstätter und vom Künstlerinnen-Kollektiv SHE SAID eine Skulptur, die den Nanas von Niki de Saint Palle nachempfunden ist – einer Künstlerin die in gewissem Sinne auch begehbare Skulpturen geschaffen hat. Kontextualisiert wird das Werk Domenigs auch durch Arbeiten von Weggefährt*innen wie Cornelius Kolig und Maria Lassnig.
Gestaltung der Sendung und Begleittext: Dagmar Travner
Weiterführende Info zur Ausstellung: https://architektur-kaernten.at/kontakt/fotogalerie/guenther-domenig-dimensional-im-mmkk
28 Minuten
Arte Alpe Adria | KulturMomente widmet sich diesmal dem Herzstück in Domenigs Steinhaus: dem Spiralraum. Direkt am Ossiacher See gelegen ist die Architektur-Skulptur von Günther Domenig seit jeher eng mit dem Element Wasser verbunden. Tief unten, im zweiten Untergeschoß, macht der Spiralraum diese Verbundenheit mit dem Wasser durch eine ausgeklügelte Konstruktion deutlich. In einer raumfüllenden Glassäule kann der aktuelle Grundwasserspiegel beobachtet werden – das physikalische Prinzip der kommunizierenden Gefäße kommt bei dieser Anlage zum Tragen. Der transparente Zylinder setzt sich durch gläserne Bodenscheiben visuell in den oberen Stockwerken fort und gibt den Blick zum Himmel frei.
Durch die sogenannte Schlucht tief hinunter in den Spiralraum führen Gordana Brandner-Gruber, die Leiterin des Steinhauses, und Wilfried Aichinger, der Vorstandsvorsitzende der Günther-Domenig-Privatstiftung.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Durch die sogenannte Schlucht tief hinunter in den Spiralraum führen Gordana Brandner-Gruber, die Leiterin des Steinhauses, und Wilfried Aichinger, der Vorstandsvorsitzende der Günther-Domenig-Privatstiftung.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Domenigs Steinhaus als architektonische Autobiografie
Ein Rundgang mit Gordana Brandner-Gruber
„Aus dem Boden wachsen Hügel, aus denen Felsen brechen. Durch die Schlucht getrennt. Felsen aus Metall, Hügel aus Mauern, durchdrungen von Räumen und Wegen, unter das Wasser reichend.“ – Günther Domenig
Dieser Beitrag ist der 5. Teil des Domenig Schwerpunkts von Arte Alpe Adria KulturMomente und führt neuerlich ins und durch das Steinhaus von Günther Domenig. Die vorige Sendung beschäftigte sich mit dem Steinhaus als Architektur-Skulptur; in dieser Ausgabe geht es um das Steinhaus als gebaute Autobiografie.
Das Bauwerk entstand zwischen 1982 und 2008 in Steindorf am Ossiacher See. Die begehbare Skulptur aus Beton, Stahl und Glas versinnbildlicht durch architektonische Elemente und künstlerische Objekte Lebensstationen Günther Domenigs. Die all gegenwärtigen spitzen Winkel, Schwebesteine, Schluchten, Zerbrechungen und biografischen Versatzstücke sind über steile Stiegen und Klettersteige erreichbar. Zu einer Kletterpartie der besonderen Art über Domenigs Lebensweg lädt Gordana Brandner-Gruber, Leiterin des Domenig-Steinhauses.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Ein Rundgang mit Gordana Brandner-Gruber
„Aus dem Boden wachsen Hügel, aus denen Felsen brechen. Durch die Schlucht getrennt. Felsen aus Metall, Hügel aus Mauern, durchdrungen von Räumen und Wegen, unter das Wasser reichend.“ – Günther Domenig
Dieser Beitrag ist der 5. Teil des Domenig Schwerpunkts von Arte Alpe Adria KulturMomente und führt neuerlich ins und durch das Steinhaus von Günther Domenig. Die vorige Sendung beschäftigte sich mit dem Steinhaus als Architektur-Skulptur; in dieser Ausgabe geht es um das Steinhaus als gebaute Autobiografie.
Das Bauwerk entstand zwischen 1982 und 2008 in Steindorf am Ossiacher See. Die begehbare Skulptur aus Beton, Stahl und Glas versinnbildlicht durch architektonische Elemente und künstlerische Objekte Lebensstationen Günther Domenigs. Die all gegenwärtigen spitzen Winkel, Schwebesteine, Schluchten, Zerbrechungen und biografischen Versatzstücke sind über steile Stiegen und Klettersteige erreichbar. Zu einer Kletterpartie der besonderen Art über Domenigs Lebensweg lädt Gordana Brandner-Gruber, Leiterin des Domenig-Steinhauses.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Das Steinhaus. Eine Architektur-Skulptur von Günther Domenig
Rundgang durch Domenigs begehbare Skulptur am Ossiacher See mit Gordana Brandner-Gruber und Wilfried Aichinger.
„Das Haus selbst ist nicht genehmigt worden als Wohnhaus oder Veranstaltungszentrum oder Gebäude, sondern als Kunstwerk. Als Architektur-Skulptur. Und so ist es auch konzipiert worden.“ – Wilfried Aichinger.
„Günther Domenig wollte hier experimentieren und eine gebaute, eine begehbare Skulptur schaffen. Er wollte einfach formal und konstruktiv an die Grenzen gehen und seinen Traum verwirklichen. “ – Gordana Brandner-Gruber
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Rundgang durch Domenigs begehbare Skulptur am Ossiacher See mit Gordana Brandner-Gruber und Wilfried Aichinger.
„Das Haus selbst ist nicht genehmigt worden als Wohnhaus oder Veranstaltungszentrum oder Gebäude, sondern als Kunstwerk. Als Architektur-Skulptur. Und so ist es auch konzipiert worden.“ – Wilfried Aichinger.
„Günther Domenig wollte hier experimentieren und eine gebaute, eine begehbare Skulptur schaffen. Er wollte einfach formal und konstruktiv an die Grenzen gehen und seinen Traum verwirklichen. “ – Gordana Brandner-Gruber
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Die Heft: UFO oder Lost Place?
Diskurs über Günther Domenigs Bauwerk (Teil 3)
UFO oder Lost Place? Was geschah mit der Heft, der ehemaligen Eisenhütte und späteren Landesausstellung im Kärntner Görtschitztal? Damit beschäftigt sich der dritte Teil des Mittschnitts eines Symposions über Leben und Werk des Architekten Günther Domenig.
1995 baute Günther Domenig das Areal der Hefter Eisenhütte zur Landesausstellung „Grubenhunt und Ofensau“ um. Die Hochöfen aus dem 19. Jahrhundert bilden das Herzstück der futuristischen Konstruktion aus Glas, Stahl und Beton – mittlerweile ein international anerkannter und wertvoller Teil der Kärntner Architekturlandschaft. Dennoch, seit Jahren ist der Komplex verlassen und vergessen: ein sogenannter Lost Place. Anlässlich des Projekts „Domenig Diagonal“ wurde die Heft restauriert und mit einer multimedialen Ausstellung bestückt. Unter anderem können die Besuchenden eintauchen in diverse Klanginstallationen sowie in eine augmented reality, also eine virtuelle Realität, die auf Tablet oder Handy eine weitere künstlerische Dimension erzeugt: beispielsweise eine postapokalytische Welt, wo die Natur das Bauwerk wieder zurückerobert – was in den letzten Jahren ja tatsächlich teilweise geschehen ist.
Das von Simone Egger initiierte kulturwissenschaftliche Symposium über Günther Domenig und die Heft thematisiert diesen verlorenen Ort als solchen und wie er in Zukunft wieder genutzt werden könnte. Was könnte mit diesem besonderen Ort geschehen? Gibt es denn schon ein Konzept für eine Nachnutzung? Etwa für ein Kulturzentrum? Einen Veranstaltungsraum für alle im Tal? Events für Jugendiche? Für wen sollte dieser Raum zugänglich sein? Die Bevölkerung? Oder nur Ausstellungen sowie universitäre Projekte? Möglichkeiten gäbe es viele, allein an der Umsetzung mangelt es.
An der Diskussion über die Heft als Lost Place beteiligen sich u.a. Klaus Schönberger und Ute Holfelder vom Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Christa Peinhopf, Melanie Schönberger sowie Raffaela Lackner vom Architektur Haus Kärnten und Valerie Messini, die Kuratorin der Ausstellung.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Podcast zum Nachhören: https://cba.media/569070
Dieser dritte Teil des Domenig-Schwerpunkts thematisierte die Heft bei Hüttenberg als Lost Place und eine mögliche Nachnutzung des Bauwerks in der Zukunft. Die beiden vorhergehenden Teile zu Günther Domenigs Leben und Schaffen sowie dieser Beitrag können in der Mediathek von Radio Agora 105,5 sowie überall wo es Podcasts gibt, nachgehört werden:
Günther Domenig in der Heft – Symposion ‚Biographie und Bauen‘ (Teil 1) https://cba.media/565603
Architektur als Stachel – Das Werk Günther Domenigs (Teil 2) https://cba.media/567482
Diskurs über Günther Domenigs Bauwerk (Teil 3)
UFO oder Lost Place? Was geschah mit der Heft, der ehemaligen Eisenhütte und späteren Landesausstellung im Kärntner Görtschitztal? Damit beschäftigt sich der dritte Teil des Mittschnitts eines Symposions über Leben und Werk des Architekten Günther Domenig.
1995 baute Günther Domenig das Areal der Hefter Eisenhütte zur Landesausstellung „Grubenhunt und Ofensau“ um. Die Hochöfen aus dem 19. Jahrhundert bilden das Herzstück der futuristischen Konstruktion aus Glas, Stahl und Beton – mittlerweile ein international anerkannter und wertvoller Teil der Kärntner Architekturlandschaft. Dennoch, seit Jahren ist der Komplex verlassen und vergessen: ein sogenannter Lost Place. Anlässlich des Projekts „Domenig Diagonal“ wurde die Heft restauriert und mit einer multimedialen Ausstellung bestückt. Unter anderem können die Besuchenden eintauchen in diverse Klanginstallationen sowie in eine augmented reality, also eine virtuelle Realität, die auf Tablet oder Handy eine weitere künstlerische Dimension erzeugt: beispielsweise eine postapokalytische Welt, wo die Natur das Bauwerk wieder zurückerobert – was in den letzten Jahren ja tatsächlich teilweise geschehen ist.
Das von Simone Egger initiierte kulturwissenschaftliche Symposium über Günther Domenig und die Heft thematisiert diesen verlorenen Ort als solchen und wie er in Zukunft wieder genutzt werden könnte. Was könnte mit diesem besonderen Ort geschehen? Gibt es denn schon ein Konzept für eine Nachnutzung? Etwa für ein Kulturzentrum? Einen Veranstaltungsraum für alle im Tal? Events für Jugendiche? Für wen sollte dieser Raum zugänglich sein? Die Bevölkerung? Oder nur Ausstellungen sowie universitäre Projekte? Möglichkeiten gäbe es viele, allein an der Umsetzung mangelt es.
An der Diskussion über die Heft als Lost Place beteiligen sich u.a. Klaus Schönberger und Ute Holfelder vom Institut für Kulturanalyse der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Christa Peinhopf, Melanie Schönberger sowie Raffaela Lackner vom Architektur Haus Kärnten und Valerie Messini, die Kuratorin der Ausstellung.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Podcast zum Nachhören: https://cba.media/569070
Dieser dritte Teil des Domenig-Schwerpunkts thematisierte die Heft bei Hüttenberg als Lost Place und eine mögliche Nachnutzung des Bauwerks in der Zukunft. Die beiden vorhergehenden Teile zu Günther Domenigs Leben und Schaffen sowie dieser Beitrag können in der Mediathek von Radio Agora 105,5 sowie überall wo es Podcasts gibt, nachgehört werden:
Günther Domenig in der Heft – Symposion ‚Biographie und Bauen‘ (Teil 1) https://cba.media/565603
Architektur als Stachel – Das Werk Günther Domenigs (Teil 2) https://cba.media/567482
28 Minuten
Architektur als Stachel
In der Heft: Symposion zu Günther Domenig (Teil 2)
„Domenig war sicher sehr unbequem, weil er – immer größer werdend – quasi als Stachel ständig öffentlich auftauchte. So einen Typus des Architekten, wie Domenig es war, kann man als Kritiker an gesellschaftlichen Kontexten wahrnehmen, aber auch kritisch sehen, mit welchem Selbstverständnis er die Welt deutete.“ – Simone Egger
Anlässlich der laufenden Ausstellung Domening Dimensional hat die Kulturwissenschaftlerin und Stadtforscherin Simone Egger zu einem performativen Gespräch über den Kärntner Architekten Günther Domenig in die Heft eingeladen. Die Diskussion widmet sich der kontroversiellen Frage, ob Domenigs Werk absichtsvoll einen provokanten Stachel in die Kärntner Architekturlandschaft bohrt oder ob sein Schaffen vielmehr geprägt war vom Streben nach Innovation und originärer Kreativität.
„So ein Bau ist nicht nur eine Anhäufung von Stein und Glas in der Landschaft. Das Moment des Provokativen hängt mit einer – bewussten wie unbewussten – politischen Motivation des Unbequemseins zusammen, die von der Architektur ausgeht und die Atmosphäre beeinflussen kann. Das starke Selbstverständnis und Selbstbewusstsein von Günther Domenig führte dazu, dass es bis heute auch schwierig ist, mit ihm und seinen Bauten umzugehen.“ – Simone Egger
An der Diskussion beteiligten sich Klaus Schönberger, Professor für Kulturanalyse an der Universität Klagenfurt, die Studierende Christa Peinhopf, Lukas Vejnik, Architekt und Forscher, sowie Valerie Messini, die Kuratorin der Ausstellung in der Heft.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
In der Heft: Symposion zu Günther Domenig (Teil 2)
„Domenig war sicher sehr unbequem, weil er – immer größer werdend – quasi als Stachel ständig öffentlich auftauchte. So einen Typus des Architekten, wie Domenig es war, kann man als Kritiker an gesellschaftlichen Kontexten wahrnehmen, aber auch kritisch sehen, mit welchem Selbstverständnis er die Welt deutete.“ – Simone Egger
Anlässlich der laufenden Ausstellung Domening Dimensional hat die Kulturwissenschaftlerin und Stadtforscherin Simone Egger zu einem performativen Gespräch über den Kärntner Architekten Günther Domenig in die Heft eingeladen. Die Diskussion widmet sich der kontroversiellen Frage, ob Domenigs Werk absichtsvoll einen provokanten Stachel in die Kärntner Architekturlandschaft bohrt oder ob sein Schaffen vielmehr geprägt war vom Streben nach Innovation und originärer Kreativität.
„So ein Bau ist nicht nur eine Anhäufung von Stein und Glas in der Landschaft. Das Moment des Provokativen hängt mit einer – bewussten wie unbewussten – politischen Motivation des Unbequemseins zusammen, die von der Architektur ausgeht und die Atmosphäre beeinflussen kann. Das starke Selbstverständnis und Selbstbewusstsein von Günther Domenig führte dazu, dass es bis heute auch schwierig ist, mit ihm und seinen Bauten umzugehen.“ – Simone Egger
An der Diskussion beteiligten sich Klaus Schönberger, Professor für Kulturanalyse an der Universität Klagenfurt, die Studierende Christa Peinhopf, Lukas Vejnik, Architekt und Forscher, sowie Valerie Messini, die Kuratorin der Ausstellung in der Heft.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
30 Minuten
Domenig in der Heft
Symposion über Leben und Werk von Günther Domenig (Teil 1)
„Ich hätte nur gewünscht, dass Günther Domenig hin und wieder aus dem Nebel von Klagenfurt herauskäme und das Licht und die Sonne des Gailtals empfände, um ein kleines Lächeln in die Seele seines Selbst hineinzuspiegeln.“ – Werner Moritsch
Zum 10-jährigen Todestag widmen das Museum Moderner Kunst Kärnten und das Architekturhaus Kärnten Günther Domenig eine umfassende Werkschau, die auf vier Standorte in Kärnten verteilt ist: Domenig Dimensional. In der Heft fand 1995 die Kärntner Landesaustellung „Grubenhunt und Ofensau“ statt, wo Domenig das ehemalige Eisenwerk architektonisch umgestaltete. Nun ist dieser Ort wieder für eine sehr eindrucksvolle Ausstellung öffentlich zugänglich. Wir begleiten die Kulturwissenschaftlerin Simone Egger in die Heft zum Symposion „Lebenswege und Biografien des Planens und Bauens“; Lehrende und Studierende des Instituts für Kulturanalyse diskutieren über Leben, Werk und Bedeutung von Günther Domenig. Zu Wort kommen Simone Egger, Christa Peinhopf, Lukas Vejnik und Werner Moritsch.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Symposion über Leben und Werk von Günther Domenig (Teil 1)
„Ich hätte nur gewünscht, dass Günther Domenig hin und wieder aus dem Nebel von Klagenfurt herauskäme und das Licht und die Sonne des Gailtals empfände, um ein kleines Lächeln in die Seele seines Selbst hineinzuspiegeln.“ – Werner Moritsch
Zum 10-jährigen Todestag widmen das Museum Moderner Kunst Kärnten und das Architekturhaus Kärnten Günther Domenig eine umfassende Werkschau, die auf vier Standorte in Kärnten verteilt ist: Domenig Dimensional. In der Heft fand 1995 die Kärntner Landesaustellung „Grubenhunt und Ofensau“ statt, wo Domenig das ehemalige Eisenwerk architektonisch umgestaltete. Nun ist dieser Ort wieder für eine sehr eindrucksvolle Ausstellung öffentlich zugänglich. Wir begleiten die Kulturwissenschaftlerin Simone Egger in die Heft zum Symposion „Lebenswege und Biografien des Planens und Bauens“; Lehrende und Studierende des Instituts für Kulturanalyse diskutieren über Leben, Werk und Bedeutung von Günther Domenig. Zu Wort kommen Simone Egger, Christa Peinhopf, Lukas Vejnik und Werner Moritsch.
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
27 Minuten
Happening im Goethepark Das Museum of Edible Earth bittet zu Tisch!
Nacktes Happening im öffentlichen Raum: Kunst zwischen Aktionismus und Bodypainting? Politisches Statement, Esoterik oder einfach Lebensfreude? Nackte Körper beschmieren sich mit Schlamm, essen Erde, singen und tanzen dazu.
Arte Alpe Adria | KulturMomente entführt diesmal zur ungewöhnlichen Eröffnung des Museum of Edible Earth – dem Amsterdamer Museum für essbare Erde. Bei einer partizipativen Performance von masharu, SasaHara, Yulia Izmaylova, Felix Strasser, Dees und involviertem Publikum in und um das Jugendstiltheater Klagenfurt/Celovec wurden Gesteinsproben und Erden verkostet, angerührt und Körper bemalt. Ein Fest der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft: Lehm, Dusche, Feuerschale, Luft und Klängen von Dees. Besondere Kostproben speziell für Klagenfurt gesammelt waren Dolomitstein, Gletschermilch und Ulrichsbergerde. Die Reaktionen gestalteten sich unterschiedlich, doch durchaus positiv.
Live-Musik: Dees
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
Nacktes Happening im öffentlichen Raum: Kunst zwischen Aktionismus und Bodypainting? Politisches Statement, Esoterik oder einfach Lebensfreude? Nackte Körper beschmieren sich mit Schlamm, essen Erde, singen und tanzen dazu.
Arte Alpe Adria | KulturMomente entführt diesmal zur ungewöhnlichen Eröffnung des Museum of Edible Earth – dem Amsterdamer Museum für essbare Erde. Bei einer partizipativen Performance von masharu, SasaHara, Yulia Izmaylova, Felix Strasser, Dees und involviertem Publikum in und um das Jugendstiltheater Klagenfurt/Celovec wurden Gesteinsproben und Erden verkostet, angerührt und Körper bemalt. Ein Fest der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft: Lehm, Dusche, Feuerschale, Luft und Klängen von Dees. Besondere Kostproben speziell für Klagenfurt gesammelt waren Dolomitstein, Gletschermilch und Ulrichsbergerde. Die Reaktionen gestalteten sich unterschiedlich, doch durchaus positiv.
Live-Musik: Dees
Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner