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Arte Alpe Adria | Kultur Momente Archiv

100 Episoden
28 Minuten
Museum of Edible Earth im Jugendstiltheater Klagenfurt

Gespräch mit masharu und Yulia Izmaylova

Wie schmeckt Erde? Das Ausstellung Edible Earth lädt ab Freitag, den 3. Juni zu einer Kostprobe verschiedenster Erden und Gesteinsarten ein. Im Rahmen des Klagenfurt Festivals zeigt das Jugendstiltheater im Goethepark eine Schau des Amsterdamer Museums of Edible Earth. Gegründet hat das Museum essbarer Erde die/der Kunstschaffende masharu. Zusammen mit Yulia Izmaylova ist masharu Gast in dieser Ausgabe von Arte Alpe Adria | KulturMomente. Die beiden erzählen von ihrer langjährigen künstlerischen Freundschaft und dem besonderen Genuss, Erde zu naschen. Die Ausstellung im Jugendstiltheater (Goethepark Klagenfurt) erfolgt auf Einladung von VADA und wird am Freitag, den 3. Juni um 14 Uhr mit einer spannenden Erd-Performance, einem partizipativen Happening eröffnet. Sie ist bis 19. Juni zu sehen bzw. auszukosten.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Den Podcast zum Happening im Goethepark gibt es hier: https://cba.media/562279

 

Weiterführende Infos: 

Zur Ausstellung und Öffnungszeiten im Jugendstiltheater:

http://just.vada.cc/

Link zum Amsterdamer Museum of Edible Earth:

https://museumofedible.earth/

Sowie einer Veranstaltung bei der ars electronica:

https://ars.electronica.art/newdigitaldeal/de/the-museum-of-edible-earth/
28 Minuten
„Das Leben ist ein Schrank“

VADA über das Theater der russischen Absurde und die aktuelle Ära der großen Sprachlosigkeit 

Mit einem Ausschnitt aus der Plotmontage Das Leben ist ein Schrank von VADA, dem Verein zur Anregung des dramatischen Appetits mit Yulia Izmaylova und Felix Strasser führt Arte Alpe Adria | KulturMomente diesmal ins Ventil, dem neuen Kulturraum (Kardinalsplatz 1) in Klagenfurt.

Das anschließende Gespräch mit dem VADAisten Felix Strasser handelt von der Aktualität eines fast 100 Jahre alten russischen absurden Theaterstückes der Gruppe OBERIU sowie der Ära der großen Sprachlosigkeit im gegenwärtigen Russland. OBERIU, die „Vereinigung der realen Kunst“, wurde von Daniil Charms, Alexander Wwedenski und Nikolai Sabolozki gegründet und war eine Avantgardebewegung im Leningrad der 1920er Jahre; sie kann als Vorläuferin des absurden Theaters gesehen werden. Die Vereinigung wurde 1930 verboten und ihre Mitglieder verfolgt.

Ein weiteres Gesprächsthema ist das 10jährige Jubiläum des Jugendstiltheaters JUST Klagenfurt/Celovec (Goethepark 2), das mit der Premiere der neuen VADA-Plotmontage Close Up – Poesie des Augenblicks (ein Theaterstück nach Ron Padgett und Paul Auster) am Freitag, den 20. Mai gefeiert wird.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Reservierung für das Stück Close Up (tägl. 20.–25.Mai, 20 Uhr): Tel. 0680 2461152

Spielplan von VADA: https://www.vada.cc/vada-spielplan.html

Info zur Gruppe OBERIU: https://de.wikipedia.org/wiki/OBERIU
30 Minuten
Der Kunstbahnhof Wörthersee in Velden

Gespräch mit Barbara Ambrusch-Rapp und Gerda Madl-Kren

Barbara Ambrusch-Rapp und Gerda Madl-Kren erzählen über die Aktivitäten des Kunstbahnhof Wörthersee und u.a. die pop-up Ausstellung von Ina Riegler.

Der alte denkmalgeschützte Teil des Bahnhofs Velden am Wörthersee wird seit 2018 als Kultur und Kunstraum genutzt.

Curated by_station… ist eine Ausstellungsreihe von Barbara Ambrusch-Rapp.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Weiterführende Links:

http://www.kunstbahnhofwoerthersee.at/

http://www.kunstbahnhofwoerthersee.at/curated-by_station/

 
28 Minuten
„Die Kunst ist eine Flüstertüte“

Yulia Izmaylova über russische Künstler*innen in Zeiten des Krieges

Kunst fungiert als Sprachrohr für oder gegen die politische Situation in einem Land. Zu Kriegszeiten wird diese Funktion sehr deutlich. Besonders aktuell ist dieses Thema angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine, der Beginn eines nunmehr seit Wochen anhaltenden, zerstörerischen Krieges und abscheulicher Gräueltaten von russischer Seite.

Doch was bedeutet dies für die russischen Künstler*innen in und außerhalb Russlands? Wie weit können sie sich von Putin distanzieren – wie von vielen europäischen Kultureinrichtungen gefordert – ohne ihr eigenes Leben oder das ihrer Familien zu gefährden? Und wie politisch ist Kunst überhaupt? Gibt es so etwas wie die „reine“ Kunst, die ganz und gar „unpolitisch“ ist? Diese letzte Frage beantwortet die gebürtige Russin Yulia Izmaylova mit einem klaren Nein! 

Arte Alpe Adria | KulturMomente trifft Yulia Izmaylova im Ventil (Kardinalsplatz 1, Klagenfurt), ein neuer Kulturraum, der am 30. April 2022 eröffnet wird. Die seit 15 Jahren in Klagenfurt ansässige Schauspielerin, Regisseurin, VADAistin und Performerin spricht über Putin, fake news, russische Pässe und die begründete Angst russischer Kulturschaffender sich politisch zu outen und gegen Putin Stellung zu beziehen.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

 

Yulia Izmaylova, geb. 1985 in Moskau. Schauspielunterricht bei “konzeptuelles Theater Ganin” in Moskau. Bis 2007 Engagements an verschiedenen Theatern Moskaus und St. Petersburgs. Seit 2006 Zusammenarbeit mit VADA. Lebt und arbeitet seit 2007 in Kärnten/Koroška.

Obfrau von VADA (Verein zur Anregung des dramatischen Appetits) sowie Chef-Plotmoneuse, Intendantin des Jugendstiltheaters Klagenfurt/Celovec, Kuratorin des Theaterfestivals Mono Bene, Regisseurin und Schauspielerin.

Auszeichnungen: 2010 Kulturförderungspreis Kärnten (VADA), 2011 Guinnessbuch der Rekorde (Kremlhoftheater Villach), 2012 Frauenwürdigungspreis der Kärntner Grünen, 2021 Anerkennungspreis für freie Kulturarbeit des Landes Kärnten/Koroška (VADA).

Info https://visible.or.at/portfolio_menschen/yulia-izmaylova/

und http://www.vada.cc/plotesse.html

 
27 Minuten
Viva la vulva!

Barbara Ambrusch-Rapp und Bettina Pirker sprechen über den Vulva-Day sowie künstlerische Performance, Menstruation, natürliche Nacktheit, den weiblichen Blick sowie die Ausstellung Frauen im Wald.

Den diesjährigen internationalen Frauentag rief VADA, der Verein zur Anregung des dramatischen Appetits, zum Vulva-Day aus. Zu sehen gab es am Neuen Platz in Klagenfurt feministische Aktion und Performances zu den Themen Vulva, Menstruation und weibliche Sichtbarkeit. Weiters gibt es im JUST, dem Jugendstiltheater im Goethepark, noch bis 18. März die Ausstellung Frauen im Wald zu sehen.

Dagmar Travner sprach mit der Künstlerin Barbara Ambrusch-Rapp über ihren  Vulva-Bau zu Klagenfurt/Celovec und mit Bettina Pirker, der Kuratorin beider Veranstaltungen.

 

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

 

 
33 Minuten
„In Venedig bin ich ein anderer Mensch“, erzählte mir Reinhard Kacianka in einem Interview. Diese Ausgabe von Arte Alpe Adria KulturMomente ist der Erinnerung an Reinhard Kacianka gewidmet.

„In Venedig bin ich ein anderer Mensch“

Erinnerung an Reinhard Kacianka (1957–2022)

Der Schriftsteller, Übersetzer, Kulturwissenschaftler und Philosoph Reinhard Kacianka ist nicht mehr. Er ist am 20.2. 2022 im 65. Lebensjahr völlig überraschend aus dem Leben geschieden. Reinhard Kacianka prägte als Lehrender am Institut für Kulturanalyse an der Alpen-Adria-Universität eine ganze Generation von Studierenden, er hat das Alpen-Adria-Literatur Symposion als Ort der Begegnung für Schreibende aus verschiedensten Kulturen ins Leben gerufen, er leitete das Klagenfurter Philo-Café mit Leidenschaft und Begeisterung, er war als Übersetzer italienischer Philosophie tätig und und und…

Wir werden diesen umtriebigen, außergewöhnlichen Denker, der es mit Witz und Esprit verstand, die Zuhörenden abzuholen und auf denk-würdige philosophische Reisen mitzunehmen, sehr vermissen. Im Jahr 2019 sprach ich mit Reinhard Kacianka über Kunst im Allgemeinen und Speziellen, die Besonderheit des Alpen-Adria Raums, kulturelle und mentale Mehrsprachigkeit sowie seinen persönlichen Zugang zu den Kärntner Osterfeierlichkeiten.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Niemals vergessen!

Ein Klagenfurter Stolperstein-Rundgang anlässlich des Holocaust-Gedenktages mit Horst Ragusch

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) findet am 27. Jänner statt und markiert den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Holocaust wird die systematische, ja industriell durchgeführte Vernichtung von zirka 6 Millionen Juden genannt. Dieser unvorstellbare Massenmord wurde auf Grundlage der sogenannten Rasse-Gesetze des Nationalsozialistischen Regimes begangen. Wie wichtig es ist, die unvorstellbaren Gräuel der Vergangenheit niemals zu vergessen, zeigt leider auch ein Blick auf heutige Ereignisse, die die Ignoranz, das Unwissen aber auch Wiederbetätigung, Antisemitismus und Hass widerspiegeln.

Daher begleitet ArteAlpe Adria | KulturMomente in dieser Ausgabe Horst Ragusch auf einem Rundgang zu Stolpersteinen in der Klagenfurter Innenstadt, um an die bewegenden Schicksale einiger jüdischer Familien zu erinnern.

Niemals vergessen!

Eine Sendung von Dagmar Travner
28 Minuten
„2022 ist weiblich und bunter“, so imaginiert die Künstlerin und Poetin Simone Dueller das vor uns liegende Jahr.

Während wir über die Magie der Kunst, Kreativität, innere und äußere Freiheit sprechen, zeichnet die Künstlerin ihr Bild von 2022 auf ein reales Stück Papier – zu sehen hier in den show notes. Durch das Schaffen von Kunst entstehe eine besondere Magie in der Kommunikation mit dem Publikum.

„Kunst schafft es, oft symbolisch und verschlüsselt, Menschen neue Wege zu zeigen, mit Dingen und Situationen umzugehen. Und insofern ist Kunst ein ganz wichtiger Faktor bei Veränderungen generell, auch innerhalb einer Gesellschaft.“

Gibt es einen Gegensatz von innerer und äußerer Freiheit,  und wie sieht es mit der künstlerischen Freiheit aus? „Richtig frei war ich als Mensch erst, als ich gemerkt hab, dass alles in mir drinnen ist. Es gibt nur ganz wenig im Außen, wo ich mich eingeschränkt oder wirklich bedroht fühle, weil meistens kann ich meine Wege, meine Entscheidungen sehr, sehr frei treffen.“

Was Simone Dueller aus den vergangenen zwei Jahren gelernt hat? Gelassenheit und Dankbarkeit. Das heißt, sich nicht auf äußere Umstände zu verlassen, sondern auf die eigene innere Stärke zu vertrauen: „Kunst ist wichtig, einerseits als tröstliches Motiv, also etwas, das guttut, das wärmt und anderseits als etwas, das Perspektiven gibt und andere Möglichkeiten aufzeigt.“

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Homepage von Simone Dueller: http://simone.dueller.at/
28 Minuten
VADA – Jugendstiltheater und Wört(h)erseele

Yulia Izmaylova und Felix Strasser über das kleinste Theater der Welt und das Horror-Stück Wört(h)erSeele/BeseDuh

 

Wo steht das kleinste Theater der Welt? Warum ist VADA nicht DADA? Und warum ist das Stück Wört(h)erseele/BeseDuh nichts für schwache Nerven? Darüber und über vieles mehr erzählt VADA. Yulia Izmaylova und Felix Strasser sind Chef-Plotmonteuse und -monteur des Vereins zur Anregung des dramatischen Appetits. Arte Alpe Adria | KulturMomente trifft die beiden vor dem Jugendstiltheater im Goethepark Klagenfurt.

VADA inszeniert und spielt Theater, führt szenische Lesungen auf und ist auch mit Ausstellungen in der Kärntner Künstlerszene umtriebig. Genau dieses vielfältige Schaffen wurde mit dem Anerkennungspreis für besondere Leistungen im Bereich der freien Kulturarbeit im Rahmen des Kärntner Kulturpreises 2021 ausgezeichnet.

Wir hören eine Kostprobe von Wört(h)erSeele/BeseDuh, die sicherlich Lust auf mehr macht! Es handelt sich dabei um ein horribles Schauspiel von VADA nach Tony Burgess Pontypool. Wer deftigen Horror nicht mag, sollte lieber weghören! Spoiler-Alert: Das Grauen holt dich (ein)! Dieses Horror-Stück ist nichts für Zartbesaitete…

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Novemberpogrome, NS-Terror und Verfolgung

Auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt mit Horst Ragusch (Teil 2)

„Erinnern ist nicht mehr Teil einer passiven Rezeptionskultur, wo man stillsitzt – zum Beispiel bei einer Gedenkfeier. Sondern es wird immer mehr Teil eines aktiven, verantwortungsvollen Handelns. Das ist der paradigmatische Wandel in dem sich die Erinnerungskultur nicht nur in Kärnten sondern weltweit befindet.“ (Horst Ragusch)

Wir begeben uns mit Horst Ragusch auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt als Teil einer aktiven Erinnerungskultur. Der Historiker erzählt über die verdrängte NS-Herrschaft, die Novemberpogrome und die Verfolgung von Juden und andersdenkender während der NS-Zeit.

Der Historiker und Fremdenführer Horst Ragusch führt uns im zweiten Teil „Auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt“ zu Schauplätzen des Terrors während der NS-Zeit, des Novemberpogroms und der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung sowie politisch Andersdenkenden.

Stationen des akustischen Rundganges sind u.a.:

Das ehemalige jüdische Bethaus in der Platzgasse 3, nun ein Mahnmal, errichtet von der israelitischen Kultusgemeinde.

Die ehemalige Strickfabrik der Familie Friedländer in der Gabelsbergerstraße 15, die als Zufluchtsort für Verfolgte in der NS-Herrschaft gedient hat.

Das Modegeschäft der Familie Friedländer am Neuer Platz 12, (vormals von 1938-45 Adolf-Hitler-Platz)

Die sogenannte Burg in der Burggasse, das heute das Museum-Moderner-Kunst-Kärnten beherbergt, diente zu NS-Zeiten als Zentrale der Gestapo, der Geheimen Staatspolizei (1938–45).

Anschließend besuchen wir noch die Stolpersteine in der Bäckergasse von Samuel Linker und Regina Linker, am Alten Platz von Marie Hauser, der Frau des Rabbiners sowie des Widerständlers Walter Tollinger (Photograph), sowie in der Wienergasse von der Familie Neumann.

Den ausführlicheren Beitrag über Stolpersteine in Klagenfurt und Kärnten gibt es im ersten Teil „Stolpersteine – Auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt“ nachzuhören: https://cba.media/525765

Konzept und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Stolpersteine

Auf jüdischen Spuren durch Klagenfurt mit Horst Ragusch (Teil 1)

Horst Ragusch, Historiker und Türmer zu Klagenfurt, führt durch die Innenstadt Klagenfurts und erzählt über jüdische Familien und Stolpersteine. Er erklärt was Stolpersteine sind, wann sie erfunden wurden, was sie darstellen und über die Symbolkraft von Erinnern und das Aussprechen von Namen. Wir hören Geschichte(n) am Beispiel einiger jüdische Familien zur NS-Zeit, der Novemberpogrome sowie über das weiterere Schicksal von Überlebenden.  

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
33 Minuten
Die Kärntner Künstlerin Tanja Prušnik führt durch ihre Ausstellung femme und erzählt über die Entstehungsgeschichte und Hintergründe der gezeigten Werke. Die Serie deutungsoffener Selbstfotografien beschäftigt sich mit patriarchalen Gesten des Kunstbetriebs, die durch eine künstlerisch-feministische Versuchsanordnung sichtbar gemacht werden. Prušnik gewährt intime Einblicke in den Kunstbetrieb und entwirft ein imaginäres Versteckspiel hinter dem Paravent.

femme – feministische Inszenierungen

Tanja Prušnik über Selbstfotografie, Inszenierung und Versteckspiel

Tanja Prušnik führt uns durch ihre Ausstellung „femme“: Sie zeigt feministische Inszenierungen patriarchaler Gesten und ein imaginäres Versteckspiel hinter dem Paravent.

Die Kärntner-Slowenin Tanja Prušnik wurde 1971 in Wolfsberg geboren, wuchs in Klagenfurt auf und besuchte hier das Sloweninische Gymnasium. Sie studierte an der TU-Wien Architektur und arbeitet nun als freie Architektin und bildende Künstlerin in Wien, Kärnten und Slowenien. Aktuell ist sie Präsidentin des Künstlerhauses Wien. 2019 erhielt sie gemeinsam mit Ina Loitzl den Kärntner Menschenrechtspreis für das Projekt „den blick öffnen“ – Arte Alpe Adria | KulturMomente berichtete darüber, nachzuhören in der Mediathek von Radio Agora. Am vergangenen Wochenende nahm Tanja Prušnik am – lockdownbedingt virtuellen – Festival mit dem Titel „visible – 72 Stunden Feminismus“ mit dem Beitrag „femme“ teil, entlehnt der gleichnamigen Ausstellung am Klagenfurter Domplatz.

Die Künstlerin zeigt in der Ausstellung „femme“, dem französischen Wort für Frau, eine Serie performativer Selbstfotografien. Sie richtet dabei den Fokus auf patriarchale Gesten im Kunstbetrieb und macht diese durch eine künstlerisch-feministische Versuchsanordnung sichtbar. Die Fotografie mit Selbstauslöser ist hier Ausdruck einer feministische Manifestation von Empowerment.

Das Projekt „femme“ entstand eigentlich zum Frauentag 2021, die Eröffnung wurde dann coronabedingt in den Oktober verschoben. Nun wurde die Ausstellung wiederum lockdownbedingt bis zum internationalen Frauentag Anfang März 2022 verlängert, wodurch der ursprüngliche Bezug zum Frauentag wieder gegeben ist und sich der Kreis schließt. Besuchen kann man die sehenswerte Schau in Klagenfurt, Lidmanskygasse 15 (Domplatz) in den Räumlichkeiten der SPÖ Kärnten.

Interview und Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Ausstellung „femme“:

Ausstellungsdauer: 21.10. – 8.2.2021 (Internationaler Frauentag)

Ort: Lidmanskygasse 15, 9020 Klagenfurt in den Räumlichkeiten der SPÖ Kärnten
28 Minuten
Minimundus – Klagenfurts Sehnsuchtsort und kollektives Gedächtnis?

Kindheitserinnerungen und kulturelle Prägungen

„Wenn das Lust auf Welt macht, ist es gut!“ – Tomas Hoke

Gedanken und Erinnerungen der „Generation Minimundus“, also Klagenfurter*innen, die gleichzeitig mit Minimundus „groß“ geworden sind. Wie wurden sie von den Weltreisen im Miniaturformat kulturell geprägt?

Minimundus gibt es seit über 60 Jahren. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie diese Miniaturwelt mit all ihren Sehenswürdigkeiten die Menschen kulturell geprägt hat, die mit dieser kleinen Stadt am Wörthersee aufgewachsen sind.

Sie hören Geschichte und Geschichten, erzählt von Klagenfurtern und Klagenfurterinnen wie sie Minimundus als Kinder erlebt haben, über ihre erinnerten Eindrücke der kleinen Welt am Wörthersee und wie sie von den Weltreisen im Miniaturformat geprägt wurden. Was machte Minimundus damals interessant, und wo liegt heute die Faszination?

„Es ist schon etwas sehr Schönes die ganze Welt bei sich zu haben, aber verniedlicht.“ – Egyd Gstättner

Dagmar Travner hat mit Egyd Gstättner, Tomas Hoke, Ingrid Trenner, Kai Gold und Horst Dieter Sihler gesprochen und erzählt auch von ihren eigenen Minimundus-Prägungen.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Am Neuen Platz in Klagenfurt ist ein seltsames Objekt gelandet: Die Ingeborg-Bachmann-Kuppel von Armin Guerino, Gerhard Fresacher und Martin Gasser. Arte Alpe Adria | KulturMomente spricht mit den Künstlern über Spiegelungen, die innen und außen verbinden, Imaginäre und wirkliche Welten sowie über dichterische Worte, die zu Signifikanten reduziert zu Klängen werden.

Die Ingeborg-Bachmann-Kuppel: Reflexionen über Wirklichkeiten

Gespräch mit Armin Guerino, Gerhard Fresacher und Martin Gasser

Arte Alpe Adria | Kulturmomente spricht mit den Künstlern Armin Guerino, Gerhard Fresacher und Martin Gasser über ihr Projekt „Ingeborg-Bachmann-Kuppel“ auf dem Neuen Platz in Klagenfurt. Die Kuppel besteht innen und außen aus Spiegeln, die einen Blick auf eine imaginäre Welt neben der Wirklichkeit freigibt, während eine Klanginstallation mit Texten nach Ingeborg Bachmann und Gert Jonke zu hören ist.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

INGEBORG-BACHMANN-KUPPEL

Konzept: Armin Guerino und Gerhard Fresacher

Künstlerischer Entwurf und Konstruktion der Kuppel: Armin Guerino

Klanginstallation: Martin Gasser

Dramaturgie und Regie Projekt Null: Gerhard Fresacher und Alina Zeichen

Die Premiere der Kuppel  (Projekt Null) findet am 17.9.2021 um 19:00 Uhr am Neuen Platz statt.

 
28 Minuten
legal walls | whole trains

Graffiti-Ausstellung in der Stadtgalerie Klagenfurt

Durch die Graffiti-Ausstellung UMLACKIERT führen die Kuratatoren Stefan Wogrin (spraycity.at), Florian Mikl (Urban Playground) und die Leiterin der Stadtgalerie Beatrix Obernosterer.

Sie entstehen oft über Nacht: bunte Bilder und wilde Buchstaben, meist ohne Auftrag und mancherorts auch unerwünscht. Seit Jahrzehnten werfen unleserlich wirkende Schriftzüge in schrillen Farben Fragen nach der Sinnhaftigkeit auf. Schmiererei, Vandalismus, Zerstörung – manchmal auch Kunst: Eine vereinfachte Erklärung ist schnell gefunden, doch genauer betrachtet verbirgt sich weit mehr dahinter als das autonome Umlackieren von Mauern und Zügen. Das Hinterlassen von Botschaften und Inschriften als Spuren der eigenen Existenz ist eigentlich so alt wie der Mensch selbst. Die Ausstellung UMLACKIERT gibt einen umfangreichen und authentischen Einblick in die Graffiti-Writing Bewegung und Street Art..

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

 

Am Ende der Ausstellung „UMLACKIERT“ soll passend zur Finissage am 05.09.21 auch die Außenfassade der Stadtgalerie #umlackiert werden. Die Vergabe zum Auftrag erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung. Entwürfe können als PDF oder Scan einer Skizze bis 08.08.21 über die Mailadresse ausschreibung@urban-playground.at eingereicht werden. Hier geht´s zu weiteren Infos: https://www.stadtgalerie.net/news/umlackiert-graffiti-von-legal-walls-bis-wholetrains.html

Die besten 10 Entwürfe werden über vier Kanäle bewertet:

Facebook Page der Stadtgalerie Klagenfurt – je mehr Likes, desto bessere Chancen

BesucherInnen können in der Galerie ihre Stimme abgeben

Team der Stadtgalerie Klagenfurt und der Kulturabteilung

Kuratoren: Stefan Wogrin – Spraycity.at & Florian Mikl – Urban Playground

https://www.stadtgalerie.net/

Öffnungszeiten: Täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr Feiertags außer Montag von 10 bis 18 Uhr