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Arte Alpe Adria | Kultur Momente Archiv

100 Episoden
28 Minuten
THE MEMORY OF WATER

Bodypainting und Camouflage im Living Studio Klagenfurt

Im Rahmen des World Bodypainting Festivals zeigt Vilija Vitkute  in der Ausstellung The Memory of Water Arbeiten ihrer vielseitigen Kunst als Fotografin, Bodypainterin, Regisseurin und Scherenschnittkünstlerin. Die Arbeiten sind in den letzten fünf Jahren in der Arktis entstanden. Vilija reiste dafür nach Lappland und auf die Lofoten, verband dortige Motive des Wassers, der Berge, Flora und Fauna mit der einmaligen Schönheit und Besonderheit des Camouflage Bodypaintings, um u.a. damit Menschen zu einem respektvollen Umgang mit unserer Natur anzuregen.

Arte Alpe Adria | KulturMomente spricht mit der Künstlerin Vilija Vitkutė, der Performerin Malgorzata Sus, dem Bodypainter Johannes Stötter und Alex Barendregt, dem Veranstalter des World Bodypainting Festivals u.a. über Bodypainting, Camouflage, Tierillusion und die Schönheit der Natur.

Ein Hörfeature von Dagmar Travner
28 Minuten
NEULAND 

Über Urban Art und Jugendkultur an der Peripherie Klagenfurts

UNIKUM und URBAN PLAYGROUND betreten NEULAND | LEDINA auf einer gemeinsamen Wanderung. An der Peripherie Klagenfurts begleiten wir akustisch die künstlerischen Interventionen mit ihren Stationen von poetry slam, sound installation, break dance, performance, graffiti, parcour, rap und music.

Schauplatz der Wanderung ist der Nordosten Klagenfurts zwischen Hörtendorf/Trdnja vas und ­Annabichl/­Trnja vas. Mülldeponien, Schottergruben, Maisfelder und die Autobahn prägen das Bild, gesichts­lose Siedlungen erdrücken die ehemaligen Bauerndörfer und fressen sich in die umliegende Landschaft. Mit Ausdrucksmitteln der Jugendkultur wie Breakdance, Graffiti, Rap, Parkour und Poetry Slam nähern sich Künstler*innen von Urban Play­ground dieser nahegelegenen terra incognita an.

Mitwirkende | Sodelujejo | Partecipanti: FELIX ERLACH, TARA MEISTER (Poetry Slam), PETER PIUK, KILIAN SALBRECHTER, PATRIK STANIĆ (Parkour), DUŠANA BALTIĆ (Fotografie, Szenografie), TIMO BOUTER (Tanz), FRAU K, MOIZ (Graffiti), PHILIPP DOBOCZKY, ZWEIGEIST: Johannes & Sebastian Töscher (Musik), DAVID SCHESSL (Soundinstallation), MIGHTY M (Rap).

Kuratiert von Paulina Molnar und Leon Bernhofer (Urban Playground)

Organisation: Emil Krištof (UNIKUM)

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Info UNIKUM: https://unikum.ac.at/001_PROJEKTE_2021_FI/LEDINA_FI_2021/neuland_ledina_0809_052021.html

Info Urban Playground: https://urban-playground.at/

 
28 Minuten
Anker der Gegenwart – Erinnerungskultur mit Horst Ragusch

Über das Klagenfurter Landhaus, Gedenktafeln und Wappensaal

 

Hat sich Kärnten 1945 selbst befreit? So suggeriert es jedenfalls eine Gedenktafel vor dem Wappensaal in Klagenfurt.

Wir begleiten den Historiker und Fremdenführer Horst Ragusch auf einem Rundgang durch das Landhaus in Klagenfurt. Im Arkadengang des Landhauses gibt es vor dem Wappensaal zirka 10 Gedenktafeln, die in ihrer Aussage aus heutiger Sicht seltsam anmuten. Horst Ragusch legt pointiert dar, was in der Kärntner Geschichte elegant verschwiegen wird und erklärt, dass Erinnerung nicht simpel ist, sondern auf einem tiefer schürfenden demokratischen Prozess beruht. Klagenfurts verdrängte Jahre von 1938–1945 beruht auf einer kollektiven Verdrängung und beharrlicher Diskursverweigung. Wie geht man mit problematischen Gedenktafeln um? Sollen Zusatztafeln installiert werden? Jedoch, die zweifelhafte Ehrung bleibt.

Anschließend besuchen wir den Wappensaal mit den eindrucksvollen Fresken von Ferdinand Fromiller. Erwähnenswert ist die besondere Akustik im großen Wappensaal: In diesem Raum geht keine Stimme verloren, jede Stimme wird gehört und hallt nach – ein urdemokratisches akustisches Symbol. Auch in der Interpretation der Wandgemälde aus dem 16. und 17. Jahrhundert nimmt Ragusch eine ganz eigene, sehr spannende Perspektive auf Historie und dargestellte Ereignisse ein. Er beantwortet unter anderem die interessante Frage, warum unter all den versammelten Kärntner Trachten genau die Gailtaler Tracht nicht repräsentiert ist.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Nachtwächter-Geschichte(n) aus dem mittelalterlichen Klagenfurt

Horst Ragusch über Schlitzohren, Torschlusspanik und Lindwürmer

Horst Ragusch, der Türmer zu Klagenfurt, ist diesmal als Nachtwächter unterwegs und entführt in vergangene Zeiten.

Türmer, Nachtwächter und Henker waren weiland unehrenhafte Berufe. Im Mittelalter wurden Delikte über Schande oder Lächerlichmachung gestraft, wie beispielsweise durch Bäckerschupfen, Pranger, Schandmasken und angenagelte Ohren. Ragusch erzählt die Gründungslegende der Stadt sowie allerlei Spannendes über den Lindwurm, Schlitzohren, vor die Füße geworfene Knüppel und die damals durchaus berechtigte Torschlusspanik bei der allabendlichen Schließung der Stadttore.

Wir begleiten den Wächter der Nacht auf dem finsteren Weg durch das mittelalterliche Klagenfurt und hören die Geschichte(n) der Stadt.

Ein Feature von Dagmar Travner

 
27 Minuten
Kunst, Krise und Kreativität in Zeiten von Covid-19

Dialoge auf Distanz mit VADA, Nora Leitgeb, Romina Achatz, Ivana Kampuš und Olivia Clementschitsch

Anlässlich der Wiederöffnung unseres kulturellen Lebens und in der Hoffnung auf bessere Zeiten hören Sie einen Rückblick auf einige Aspekte der Kreativität und Kunst in Zeiten von Covid, Kunst in der Krise, Zeit der Stille, Zustand der Ungewissheit. Sie hören Interviews aus der Kunstszene, die in dieser Ausnahmezeit geführt wurden.

Die Freiheit winkt, aber es ist noch nicht ganz überstanden. Nach über einem Jahr der Ungewissheit, des Eingesperrt-Seins und vieler Ängste erscheint ein Silberstreif am Horizont: Die Kultur sperrt wieder auf, wir können unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen wieder andere Menschen treffen. Über ein Jahr lang war dies nicht ohne weiteres möglich. Wie haben Kunstschaffende diese Ausnahmezeit erlebt? Was ging in ihnen vor, was bewegte sie, wie stand es um ihre Kunst? Was bedeutet es, in der Krise Kunst zu schaffen? Kann man das?

Während der Corona-Zeit entstanden für Arte Alpe Adria viele Interviews mit Künstler*innen auf Abstand, die über Skype, Telefon oder Zoom geführt wurden. Diese Sendung erlaubt einen Rückblick über das seltsame Jahr des Stillstands, der Einsamkeit, ja der Isolation und gewährt sehr persönliche Einsichten, wie Kunstschaffende mit diesem Zustand umgingen und was Covid mit ihnen gemacht hat. Zu Wort kommen VADA, Nora Leitgeb, Romina Achatz, Ivana Kampuš und Olivia Clementschitsch.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
„Wo geht’s zur Gert-Jonke-Gasse?“

Über die Intervention zur Strassen-Umbenennung in Klagenfurt, eine von VADA Verein zur Anregung des dramatischen Appetits organisierte Aktion.

Gleichmal vorweg: Die Umbenennung wird es doch nicht geben, wie in einer Pressemitteilung der Stadt Klagenfurt gestern bekannt gegeben wurde. Diese Ausgabe von Arte Alpe Adria berichtet über die Kundgebung in der Franz-Palla-Gasse – sozusagen die Vorgeschichte  zum aktuellen Beschluss des Stadtsenats.

An der Aktion „Wo geht’s zur Gert-Jonke-Gasse?“, einer Initiative zur Umbenennung der historisch vorbelasteten Franz-Palla-Gasse in Gert-Jonke Gasse, nahmen am 23. April zahlreiche Kulturschaffende teil; diese Ausgabe von Arte Alpe Adria bringt einen Mitschnitt der Beiträge von Anna Baar, Elfriede Jelinek und Josef Winkler sowie ein Gespräch mit den VADAisten Yulia Izmaylova und Felix Strasser über das Anliegen der Initiative.

Inmitten von Klagenfurt führt eine Gasse vom St. Veiter Ring zum Krankenhaus. In Haus Nr. 2 verbrachte der weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Dichter Gert Jonke seine Kindheit und Jugend. Hierher kehrte er bis in die 1990er Jahre immer wieder zurück. Benannt ist Gert Jonkes langjährige Anschrift noch heute nach Dr. Franz Palla, der während der Zeit des Nationalsozialismus als Primarius der Chirurgie des Landeskrankenhauses Klagenfurt an sogenannten „erbkranken“ Menschen hunderte Zwangssterilisationen verantwortet und auch selbst durchgeführt hat. An der Intervention zur Umbenennung der Gasse beteiligten sich eine ganze Reihe namhafter Kunstschaffender und Historiker, worauf sich auch die Politik der Causa angenommen hatte.

Wie gestern, am 4. Mai, bekannt wurde, hat der Klagenfurter Stadtsenat daraufhin beschlossen, die Dr. Franz-Palla-Gasse mit einer Zusatztafel auszustatten – der problematische Name selbst wird allerdings bestehen bleiben. Stattdessen wird der Lorelei-Steg über den Lendkanal in Gert-Jonke-Steg umbenannt werden. Ein Steg, weit außerhalb der Innenstadt zwischen Uni-Campus und Reptilienzoo, naturgemäß OHNE zugehörige Postadressen, wie es bei einer Gasse bzw. Straße der Fall gewesen wäre und wie es einem Schriftsteller wie Gert Jonke eigentlich gebührt hätte.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Pressemitteilung der Stadt Klagenfurt, zum Beschluss im Stadtsenat:

https://www.klagenfurt.at/rathaus-direkt/medien-presse/stadtpresse-aussendungen/2021/mai/aus-dem-stadtsenat.html
35 Minuten
UMLACKIERT – Graffiti-Kunst in Kärnten

Stefan Wogrin, Florian Mikl und Isabell Winter sprechen über Graffiti-Writing, Urban-Art und Jugendkultur..

Stefan Wogrin von spraycity.at sowie Florian Mikl und Isabell Winter von Urban Playground sprechen über die Ausstellung UMLACKIERT: Graffiti – von Legal Walls bis Wholetrains in der Stadtgalerie Klagenfurt, die die Geschichte der Graffiti-Kultur in Kärnten sehr anschaulich erzählt und tiefere Einblicke in Graffiti-Writing, Spraying, Urban-Art und Jugendkultur gewährt.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

 

 
28 Minuten
Kärntner Ostern „Der Schinken schmeckt dann einfach besser!“ Es erinnern und erzählen: Reinhard Kacianka, Hans Wajboda, Nora Leitgeb und Lojze Wieser

Jahreslauf und Feste prägen unsere Kultur und geben unserem Leben Struktur;  durch spezielle Bräuche, kulinarische Genüsse und Kindheitserinnerungen prägen sie unser ganzes Leben. In Kärnten nimmt das familiäre Ostern mit Reindling, Schinken und Osterfeuer eine besondere Rolle ein. Wie sie Ostern in Kärnten feiern und die besondere Magie erleben erzählen der Kulturwissenschaftler Reinhard Kacianka, der Klagenfurter Hans Wajboda, die Kunsthistorikerin Nora Leitgeb und der Verleger Lojze Wieser.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
28 Minuten
Koroška unser

Tanja Prušnik und Gabriele Russwurm-Biro über Ausstellung und Anthologie

„Kunst ist Worte OHNE Worte“ – Tanja Prusnik

Die Funktion von Kunst ist es, ohne Worte Aussagen und Inhalte zu vermitteln – die Bildersprache ist in diesem Sinne eine dritte Sprache in diesem Kärntner Projekt der Zweisprachigkeit von Slowenisch und Deutsch.

2020 war für Kärnten das Jahr von 100 Jahre Volksabstimmung, zu diesem Anlass wurde das spartenübergreifende Kulturprojekt CarinthiJA2020 ins Leben gerufen. Coronabedingt war das Jahr jedoch überschattet von Absagen und endlosen Verschiebungen, wodurch einige Projekte erst in diesem Jahr realisiert werden können. Dazu gehört auch die Ausstellung Koroška unser, die am 18. März 2021 im Künstlerhaus Klagenfurt eröffnet und bis Mitte April zu sehen sein wird. Die Ausstellung ist aus der zweisprachigen Anthologie Unser Kärnten/Naša Koroška entstanden, wobei Koroška unser  eine anthropologische Annäherung an unsere Kärntner Geschichte, eine Auseinandersetzung und sehr persönliche Annäherung unterschiedlichster Literatur- und Kunstschaffender an das gemeinsame „Unser“ darstellt. Darüber sprechen die Herausgeberin und Literatin Gabriele Russwurm-Biro und die Kuratorin und Künstlerin Tanja Prušnik. Weiters erzählen Bella Ban und Niko Sturm kurz über ihre Arbeiten.

Mitwirkende der Ausstellung „Koroška unser“ sind folgende Kunstschaffende: Bella Ban, Caroline, Helga Druml, Armin Guerino, Gustav Januš, Richard Kaplenig, Marlies Liekfeld-Rapetti, Marko Lipuš, Zorka L-Weiss, Ina Loitzl, Nežika Novak, Valentin Oman, Markus Orsini-Rosenberg, Arno Popotnig, Tanja Prušnik, Nataša Sienčik, Niko Sturm, Larissa Tomassetti, Benjamin Weber. Kuratiert von Tanja Prušnik.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Weiterführende Info: https://www.kunstvereinkaernten.at/aktuell.html

 

Zum hier vorliegenden Beitragsbild von Armin Guerino – das bei der Ausstellung im Künstlerhaus  im Original zu sehen ist –  schreibt der Künstler:

„IN DER TIEFE“ ist das Bild, das am Todestag Fabjans unter dem Eindruck des völlig unerwarteten Verlusts eines Vertrauten entstanden ist. Im Bild ist das Feuer noch am glühen, aber es ist dunkel und warm. Als würde Orpheus in Gestalt Fabjans die ersten Schritte durch die noch unbekannte Unterwelt gehen.

Armin Guerino 2020

20160510-001

IN DER TIEFE

Im Andenken an Fabjan Hafner

10. Mai 2016, Gmünd.

56 x 76 cm

Eitempera auf Büttenpapier
28 Minuten
1 Jahr Corona – Krise, Kreativität, Kultur, Zukunft?

Kulturschaffende aus den Sparten Literatur, bildende Kunst, Musik und Theater berichten wie sie mit der Krise umgehen, was die Covid-Maßnahmen sowohl für sie persönlich als auch für ihre Kunst bedeuten, und was sie sich für die Zukunft wünschen. Zu Wort kommen die Schriftstellerin Ivana Kampuš, die Künstlerin Ina Loitzl, der Musiker Emil Krištof sowie die VADAistinnen Yulia Izmaylova und Felix Strasser.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner