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film.macht.kritisch. - Der Podcast über das *andere* Kino Archiv

23 Episoden
15 Minuten
Es wird, auch in diesem Podcast, viel über die problematischen Aspekte und Gefahren von Stereotypen und dominanten Narrativen im Film diskutiert. Das ist wichtig und richtig. Doch was gewinnen wir eigentlich, wenn wir diskriminierungs- und machtkritisch erzählen?

In dieser Folge geht es darum, warum kritische Filmkompetenz nicht vor allem Verzicht bedeutet, sondern eine Erweiterung dessen, was im Film möglich ist:

neue Geschichten, Perspektiven, ästhetische Formen und Dramaturgien,

neue Talente in Regie, Drehbuch und Schauspiel,

neue Zuschauer*innengruppen und

ein transnationaler Resonanzraum für Filme und Serien. 

Das andere Kino arbeitet mit situiertem Wissen, hinterfragt etablierte Erzählregeln und stellt die Frage: Für wen machen wir eigentlich Filme? Denn genau darin liegt die Chance, den Raum dessen zu erweitern, was im Film möglich wird.

film.macht.kritisch. – der Podcast über das andere Kino.

Von und mit Canan Turan 

Web: www.cananturan.de

IG: @canan_turan_film 

@film_macht_kritisch
13 Minuten
Veränderung beginnt mit Haltung. Also bei uns selbst.

Warum brauchen wir überhaupt eine diskriminierungs- und machtkritische Filmkultur? Und was bedeutet es, die eigenen Privilegien, Entscheidungen und Arbeitsweisen zu hinterfragen?

In dieser Folge geht es um Haltung, Macht und Verantwortung im Film – und darum, dass Haltung keine Einschränkung künstlerischer Freiheit bedeutet, sondern neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet.

Doch Haltung allein reicht nicht. Wir brauchen auch Wissen darüber, wie Macht, Diskriminierung, Bilder und Narrative funktionieren. Und wenn wir uns beides erarbeitet haben, Haltung und Wissen, entwickeln wir kritische Filmkompetenz.

Genau hier setzt FILM/POWER! an. Folge dem Link unten für weitere Infos!

FILM/POWER! Akademie & Community für kritische Filmkompetenz Vielfalt im Film – Studie
46 Minuten
In Episode #21 of film.macht.kritisch., I speak with Sámi artist Sara Margrethe Oskal about authenticity, indigenous storytelling, and the making of her debut feature Eallogierdu – THE TUNDRA WITHIN ME (2023) .

SHORT BIO Sara Margrethe Oskal is a Sámi filmmaker, author, performer, actor, and joiker from Guovdageaidnu (Kautokeino), Norway. She worked for ten years as a reindeer herder on the Sápmi tundra before turning to theatre, performing arts, and cinema, and later earned a PhD in Performing Arts at the Oslo National Academy of Arts. Her debut feature Eallogierdu – THE TUNDRA WITHIN ME premiered at the Toronto International Film Festival in 2023 and won the TILDA Award for Best Film by a Female Director at the Braunschweig International Film Festival in 2024. Sara currently stars in the TV series Heajastallan – A Sámi Wedding (2026, NRK) and in the opera Ovllá at the Oulu Sinfonia (Finland). She is developing her next feature, A House in the Arctic.

Eallogierdu – THE TUNDRA WITHIN ME In her debut feature film, Sara Margrethe Oskal explores Sámi identity, intergenerational dynamics, and the delicate balance between tradition and modernity. The story follows Lena, a Sámi artist who has lived for many years in Oslo and returns to her hometown in the Sápmi tundra. She navigates family, gender roles, community, and personal choices, and through her romantic relationship with the reindeer herder Máhtte, both discover a new sense of belonging and connection to their roots. 

The artworks attributed to Lena are created by Sámi artist Máret Ánne Sara, whose pieces appear throughout the film, enriching its visual and cultural landscape.

 

CAST & CREW

Director / Writer: Sara Margrethe Oskal

Cinematography: Anders Hoft

Editor: Anna Løvlund

Sound: Håkon Lammetun

Producer: Mona Johanne Hoel

Production Company: Freedom From Fear

Distributor: MoreThan Films

Cast: Risten Anine Gaup, Nils Ailu Kemi, Elias Ánte Pilutaq Gaup Lennert, Berit Anne O. Kemi

EPISODE #21 THEMES

Authenticity and honesty in filmmaking and indigenous storytelling

Sámi culture, joik, and its role in music, memory, and resistance

Gender, generational change, and community dynamics

Emotional and metaphorical storytelling in THE TUNDRA WITHIN ME

Contemporary challenges in Sámi life

Representation of Sámi culture in film, theatre, and television

LINKS

Follow Sara Margrethe Oskal on Instagram

Watch the official trailer for The Tundra Within Me

Braunschweig International Film Festival 2024 – Highlights

Heajastallan – A Sámi Wedding (TV series) on IMDb 

Ovllá – Sámi opera at Oulu Sinfonia, Finland

 
55 Minuten
In Episode #20 von film.macht.kritisch. spreche ich mit Massiamy Diaby über ihre Arbeit als Schauspielerin und Filmemacherin

KURZBIO Massiamy Diaby ist freischaffende Künstlerin und lebt in Berlin. Geboren in Frankfurt, aufgewachsen auf Poel, in Berlin und Accra, schloss sie 2020 ihr Schauspielstudium an der Folkwang Universität der Künste ab. Von 2019 bis 2022 war sie Ensemblemitglied am Residenztheater München. Sie entwickelt Theaterperformances, realisiert Filme, schreibt Gedichte und studiert seit 2024 im Master Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin.

FILME UND SERIEN In der Serie Ku’Damm 77 (seit 27. Dezember 2025 in der ZDF-Mediathek) spielt sie Linda Müller, eine junge Schwarze Dokumentarfilmerin der 70er Jahre, die Rassismus und gesellschaftliche wie familiäre Machtstrukturen sichtbar macht - und ihre eigene Handlungsmacht entwickelt.

Massiamy Diabys Kurzfilm Poeler Luft (Regie & Drehbuch) wurde unter anderem beim Afrika Film Festival Köln und beim AfryKamera Festival in Warschau gezeigt. Der Film thematisiert Schwarze Perspektiven in Ostdeutschland sowie Fragen von Rassismus, Klasse und Privilegien.

️ THEMEN DER EPISODE #20

Vorbereitung auf die Rolle der Linda Müller in Ku’Damm 77

Recherche zu Schwarzen deutschen Lebensrealitäten und Biografien der 1970er Jahre

Schwarze Perspektiven, Handlungsmacht und Empowerment im Film

Entstehung und thematische Schwerpunkte von Poeler Luft

Zwischenmenschliche Dynamiken von Rassismus, Macht und Privilegien

Theater vs. Kamera, Schauspielpraxis und eigene künstlerische Wege

LINKS

Massiamy Diaby bei Agentur Scenario

Instagram: @massiamy_diaby

Ku’Damm 77 – ZDF-Mediathek

Website von Ika Hügel-Marshall

LESETIPPS / QUELLEN

Hügel-Marshall, Ika (2013): Daheim unterwegs. Ein deutsches Leben. Münster: Unrast Verlag.

hooks, bell (1992): Black Looks: Race and Representation. Boston: South End Press – Essay: „The Oppositional Gaze“.
15 Minuten
Following up on Episode #9, which introduced the 6 Key Elements of Curatorial Justice, this episode moves from theory into action. We explore what it means to take curatorial responsibility seriously — centering context, authorship, ethical representation, and political clarity, rather than relying on supposedly “universal” or “neutral” perspectives.

To bring these ideas to life, I reflect on five international short films from the first film.macht.kritisch. Screenings:

Eid (12 min | Canada / Palestine | 2024 | Rame Ibrahim)

Forest Echoes (19 min | Canada | 2024 | Eva Grant)

Cow Heavy and Floral (15 min | USA | 2024 | Richa Rudola)

Nightbirds (14 min | Philippines | 2024 | Maria Estela Paiso & Ashok Vish)

Holy Curse (16 min | India | 2024 | Snigdha Kapoor)

These works illuminate how borders and burials, motherhood, myth and agency, care and Indigenous environmental resistance, non-binary/trans identities, and cultural specificity become sites of curatorial responsibility.

If you want to see these films in dialogue, join us on February 1, 2026, at 8 PM for the launch of film.macht.kritisch. Screenings: Bodies, Borders, Resistance at BIWOC* Rising — tickets available on Eventbrite.

Special thanks to Egyptian filmmaker and producer Nada Riyadh for inspiring deeper exploration of curatorial justice in this series. This episode also includes a brief excerpt from a panel I already included in #9, “Unpacking Sovereignty and Curatorial Justice: The Filmmaker’s Perspective”, moderated by Rico Johnson-Sinclair (Cannes Docs – Marché du Film 2023, curated by DAE).

 
13 Minuten
Dramaturgie ist nie neutral. Sie formt den Blick, entscheidet, welche Figuren Tiefe bekommen und welche Bedeutungen eine Geschichte setzt. Deshalb fordere ich: Mehr Haltung in der Dramaturgie! 

Auslöser der Folge ist ein Vorfall mit einem Kollegen, der sagte, er würde „auch Goebbels genauso beraten wie jeden anderen“. Warum das kein Zeichen von Professionalität ist, sondern die Verwechslung von Handwerk mit Wertefreiheit – und was verantwortungsvolle Dramaturgie wirklich leistet.

Ich entzaubere drei Mythen:

1. „Ich berate nur wie, nicht was erzählt wird.“

2. „Das Publikum will das so.“

3. „Haltung bedroht die künstlerische Freiheit.“

Mit Beispielen aus der Praxis (u. a. Almanya – Willkommen in Deutschland, Schwarze Früchte, Uncivilized) zeige ich, wie Handwerk + Haltung in der dramaturgischen Beratung Präzision, Spannung und Resonanz erhöhen – ohne die üblichen, diskriminierenden Abkürzungen. Diese Folge ist für alle, die Filme und Serien verantwortungsvoll stark machen wollen!

 
57 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit den Filmschaffenden Đức Ngô Ngọc und Sarah Noa Ngô Ngọc über die DREH’S UM Academy, die sie vor fünf Jahren gründeten – von den ersten Drehversuchen mit viet-deutschen Jugendlichen in Berlin-Hohenschönhausen bis zu Festivalerfolgen weltweit (interfilm, Achtung Berlin, Max Ophüls Preis, Viet Film Fest Los Angeles, Ho Chi Minh City International Film Festival), der First-Steps-Nominierung 2025 für Huy Nguyễns Dokumentarfilm „Zuhause ist dort, wo die Sternfrüchte sauer sind“, bis zu ihren nächsten Projekten und ihrem erweiterten Portfolio.

Die Initiator*innen und Projektleiter*innen Đức und Sarah Noa erzählen die Entstehungsgeschichte von DREH’S UM, reflektieren über Verantwortung, Privilegien und Marginalisierung und erklären, warum der Fokus auf Dokumentarfilm jungen Filmschaffenden ermöglicht, Familiengeschichte und Identität zu erkunden, Storytelling und Handwerk zu lernen – und die eigene Stimme zu finden.

Hört rein und erfahrt, warum die DREH’S UM Academy ein Projekt mit Vorbildcharakter ist: Durch ihre Verbindung von Community-Arbeit, Empowerment, sozialem Engagement und filmischer Praxis rückt sie die Perspektiven und Geschichten junger Menschen mit Rassismuserfahrungen ins Zentrum.

 

Tony Bui

 

Links: 

DREH’S UM Website

DOK.education 2024 - Medienpädagogisches Begleitmaterial zu „Alles gehört zu dir“

First Steps Award 2025: Nominierungen Dokumentarfilm

Ostkreuz City
19 Minuten
In this episode of film.macht.kritisch., I pay tribute to Frantz Fanon (1925–1961)—psychiatrist, anticolonial writer, and revolutionary thinker—on the occasion of his 100th birthday. I explore how his thought continues to echo in cinema, especially in the tradition of Third Cinema, and invite you to consider how films can not just represent but intervene.

Themes of this episode include:

A concise overview of Fanon’s life and core texts (Black Skin, White Masks; The Wretched of the Earth)

A clear unpacking of Third Cinema and its call for film as cine-acto—a political gesture that compels us to act

Close readings of two key works: Gillo Pontecorvo's The Battle of Algiers (1966) and Isaac Julien’s Frantz Fanon: Black Skin, White Mask (1996)

Three Fanonian threads across the films: the “white mask“, the veil, and anticolonial violence, and how each interplay with form and subjectivity

Why Fanon still matters: watching these films asks us to work actively—doubt images, decode ideology, feel the pressure of the colonial, racist white mask, recognize the contested sign of the veil, and test the justifications for violence

Re-watch these films with Fanon in mind: they demand more than passive viewing. They demand analysis, feeling, and political imagination.

All key findings from this episode are derived from my 2012 essay “The Battle of Algiers and Frantz Fanon: Black Skin, White Mask as examples of Third Cinema and Frantz Fanon’s influence on it“ (Goldsmiths College, University of London). 

 
48 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Kurator*in und Filmemacher*in Jey Baholzer (Pronomen: keine/they) über queeres Kino, kuratorische Gerechtigkeit und das XPOSED Queer Film Festival Berlin.

️ Themen der Episode #15

Faszination & Auswahlprozess kuratorischer Arbeit: Wie entsteht aus Filmauswahl ein politisches Statement?

Curatorial Justice vs. Macht & Marginalisierung: Wer darf entscheiden, welche Filme gezeigt werden?

Ästhetik & Vielfalt queeren Kinos: Mehr als queere Figuren – zwischen Experiment und Mainstream

Einblick in das Festivalprogramm: Vier Kurzfilm- und Spielfilm-Highlights des 19. XPOSED Queer Film Festival Berlin

Kurzbio Jey Baholzer

Aufgewachsen in einer süddeutschen Kleinstadt, lebt heute in Berlin

Schreibt, macht Filme und kuratiert für Festivals wie XPOSED Queer Film Festival, Berlinale und Filmfest Dresden

Autodidakt*in im Filmhandwerk: eigene Projekte, Set-Erfahrung, Publikationen und Juryarbeit

Perspektive: disruptiv, queer und machtkritisch – im Kollektiv und in Institutionen

Mitglied der Fachkommission Non‑Fiction der Zürcher Filmstiftung 

 Gewinnspiel

Wir verlosen 2 x Kinotickets für das SALOMÉ‑Screening beim XPOSED Queer Film Festival Berlin am 30. Mai 2025 um 20:15 Uhr im Kino Moviemento Berlin.

So kannst du mitmachen:

Folge @film.macht.kritisch und @xposedqueerfilmfest auf Instagram Markiere in den Kommentaren des Gewinnspiel-Posts (Kollaboration) deine Begleitung Beantworte die Frage: In welcher brasilianischen Stadt* spielt SALOMÉ?

Einsendeschluss: 27. Mai 2025, 18 Uhr ️ Screening: 30. Mai 2025, 20:15 Uhr, Kino Moviemento Berlin

Der*die Gewinner*in wird rechtzeitig benachrichtigt.

*Kleiner Tipp: Mehr Infos in dieser Podcast-Folge und auf der Festival-Website  xposedfilmfestival.com
39 Minuten
In der Episode #14 von film.macht.kritisch. spreche ich mit Mala Reinhardt über ihren Dokumentarfilm FAMILIAR PLACES

 

KURZBIO

Mala Reinhardt ist Regisseurin, Autorin und Produzentin von Dokumentarfilmen. Sie schloss 2023 ihr Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ab, nachdem sie zuvor Ethnologie in Köln, Neu-Delhi und Kampala studiert hatte. Ihr Fokus liegt auf unerzählten Geschichten und Gegennarrativen aus migrantischer und feministischer Sicht.

 

FILME

DER ZWEITE ANSCHLAG (2018), ein freies Projekt über rechte Gewalt in Deutschland, feierte Premiere bei DOK Leipzig im Deutschen Wettbewerb und wurde 2021 auf der Berlinale im Forum-Zusatzprogramm „Fiktionsbescheinigung“ gezeigt.

Malas abendfüllender Dokumentarfilm FAMILIAR PLACES hatte 2024 seine Weltpremiere auf dem Locarno Film Festival in der Sektion Semaine de la Critique. Derzeit arbeitet die Regisseurin an ihrem zweiten langen Dokumentarfilm MUTTER/SPRACHE. Bei der diesjährigen Berlinale nahm sie mit diesem Projekt an Berlinale Talents sowie der Berlinale Doc Station teil.

Aktuell ist Mala Teil der internationalen Face2Face-Kampagne 2025 von German Films. 

 

FAMILIAR PLACES

Drei Jahre lang begleitet Mala ihre Freund*in Akosua auf der Suche nach Zugehörigkeit in Deutschland und Ghana – mit dem großen Wunsch nach einem Kind. Dabei tritt die Regisseurin selbst vor die Kamera, und wir hören ihre Gedanken aus dem Off. Der Film besticht durch eine sehr persönliche, verletzliche und mutige Erzählweise, die einen einzigartigen Mix aus beobachtenden Szenen, tiefgehenden Gesprächen, performativen Bildern, Malas Voice-Over-Narration, Animationen und sogar einem feministischen Puppenspiel vereint.

 

️ THEMEN DER EPISODE #14:

Das Politische am Subjektiven und Autobiographischen Dokumentarfilm

Selbstreflexivität vs. Beobachtung (“fly-on-the-wall“) als Repräsentationsmodus

Die Hintergrundgeschichte von FAMILIAR PLACES - wie alles begann und wie sich alles entwickelte

Gegennarrative und Gegenbilder der Migration und komplexer Identitäten im Film

Herausforderungen der Filmproduktion ohne klassische Filmförderung 

Malas nächstes Filmprojekt: MUTTER/SPRACHE

 

Deutschland-Premiere von FAMILIAR PLACES nicht verpassen!

achtung berlin – new berlin film award am 3.4.2025 Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln am 5.4.2025

 

FILMTEAM – FAMILIAR PLACES

Regie & Buch: Mala Reinhardt Bildgestaltung: Antonia Kilian Montage: Katharina Voß Animation: Najilau Dramundu Atta Abdul Karim Sounddesign: Turi Leng Seong Agostino, Ada Laub Musik: Turi Leng Seong Agostino, Ada Laub Mit: Pamela Akosua Twinwaah Amponsah Produktion: Antje F. Hoffmann, Clara Schmieder, PRSPCTV Productions Coproduktion: Pamela Akosua Twinwaah Amponsah

 

LINKS

Mala Reinhardt IMDb

Antonia Kilian Website

FAMILIAR PLACES Instagram

FACE TO FACE WITH GERMAN FILMS 2025

DER ZWEITE ANSCHLAG Website
1 Stunde 2 Minuten
In dieser neuen film.macht.kritisch.-Folge spreche ich mit Lamin Leroy Gibba, Showrunner, Headautor und Hauptdarsteller der Serie SCHWARZE FRÜCHTE, die neue Maßstäbe in der deutschen TV-Landschaft setzt. Seit Oktober 2024 ist die Serie in der ARD-Mediathek zu sehen.

 

Worum geht’s?

Die Serie erzählt die Geschichte von Lalo, einem Schwarzen und queeren Mittzwanziger aus Hamburg, der nach dem Tod seines Vaters in ein Gefühlschaos gerät. Mit dabei: Karla, die ebenfalls gegen ihre inneren Dämonen kämpft.

 

Was macht die Serie besonders?

• Erste deutsche Serie mit einem Schwarzen Showrunner.

• Geschaffen von einem BIPOC- und queeren Team.

• Queere Erzählweise und Fokus auf Schwarze Lebensrealitäten in Deutschland.

 

️ In dieser Folge erfahrt ihr:

• Wie Lamin die Serie entwickelt hat und was ihn für die Geschichte, insbesondere zu der Hauptfigur Lalo, motivierte. 

• Wie eine wertschätzende und diskriminierungskritische Arbeit am Set umgesetzt wurde.

• Warum die Mischung aus Drama, Coming-of-Age und Cringe Comedy so gut funktioniert.

• Was Lamin zu seinem Writers Room und seinen nächsten Projekten erzählt.

 

Hinter der Serie:

• Showrunner: Lamin Leroy Gibba

• Regie: Elisha Smith-Leverock und David Uzochukwu

• Produktion: Faraz Shariat, Raquel Dukpa und Paulina Lorenz (Jünglinge Film) sowie Lasse Scharpen und Olivia Kpalété (Studio Zentral) 

• Writers Room: Lamin Leroy Gibba (Headautor), Sophia Ayissi Nsegue, Naomi Kelechi Odhiambo, Lisa Tracy Michalik, Sarah Claire Wray

• Hauptcast: Lamin Leroy Gibba, Melodie Simina, Vanessa Yeboah, Benjamin Radjaipour, Daniel Hernández, Nick Romeo Reimann

 

Links: 

TV-Serie SCHWARZE FRÜCHTE 

Kurzfilm HUNDEFREUND (verfügbar bis 13.04.2025)

Hörspiel DOPPELTREPPE ZUM WALD

Theaterstück BLUES IN SCHWARZ WEISS 

Lamin Leroy Gibba auf Instagram: @laminleroy

Jünglinge Film 

Studio Zentral

 
1 Stunde 6 Minuten
Die preisgekrönten viet-deutschen Filmschaffenden Đức Ngô Ngọc und Duc-Thi Bui arbeiteten bei MADE IN GERMANY als Co-Autoren zusammen: Die neue ARD-Serie erzählt die Coming-of-Age-Stories von sechs jungen Menschen mit Rassismus- und Antisemitismuserfahrungen aus Berlin. Ich spreche mit Duc und Thi darüber, was diese Serie so besonders macht: Wie von Anfang an auch Zuschauer*innen aus den Communities, um die es geht, als Zielpublikum mitgedacht wurden, etwa durch Dialoge in ihren Muttersprachen statt in dem üblichen „gebrochenen Deutsch“; wie durch den kulturell-biographischen Bezug der Autor*innen und Regisseur*innen spürbar Authentizität erzeugt wird; wie Duc eine schmerzhafte Erfahrung mit strukturellem Rassismus bei einer deutschen Behörde in der Folge ANI verarbeitete; und vieles mehr. 

MADE IN GERMANY verfängt sich weder in realitätsfernen kulturalisierenden Bildern über die vermeintlich „Anderen“, noch folgt die Serie dem dominanten „Good Migrants/Bad Migrants“ Narrativ: Ein erfrischend-aufregendes Projekt des *anderen* deutschen Films/Fernsehens. Deshalb sagt film.macht.kritisch.: 10/10! 

Seit 4.10.2024 in der ARD-Mediathek. Erstausstrahlung 11.10.2024 um 22:30 Uhr.

Hauptdarsteller*innen: Maria Mai Rohmann, Paula Pitsch, Vanessa Yeboah, Beritan Balci, Mohamed Kanj Khamis, Daniil Kremkin Regie: Anta Helena Recke, Đức Ngô Ngọc, Ozan Mermer, Raquel Stern Drehbuch: Bahar Bektaş, Anta Helena Recke, Đức Ngô Ngọc, Duc-Thi Bui, Naomi Bechert, Ozan Mermer, Raquel Stern, Sharon Ryba-Kahn Kamera: Mariel Baqueiro, Meret Madörin Tonmeister: Simon Konrad-Vayner

Musik: Franziska May Schnitt: Laura Espinel, Sofia Angelina Machado, Gürcan Cansever Casting: Greta Baumann

Produktion: Studio Zentral im Auftrag der ARD-Degeto, Hyperbole Medien GmbH

MADE IN GERMANY - crew united Profil

Website von Duc-Thi Bui

Đức Ngô Ngọc - Profil Bundesverband Regie

Dreh’s Um Filmworkshop

Đức Ngô Ngọc: Hien Vo Duc-Thi Bui: Duc-Thi Bui
54 Minuten
Mit der Regisseurin Aslı Özarslan und der Schauspielerin Melia Kara, beide in Berlin geboren und aufgewachsen, spreche ich über den Film ELLBOGEN: Welche zum Teil skurrilen Erfahrungen sie beim Straßen-Casting machten („ein Erlebnis auf beiden Seiten“), wie sie sich auf den Dreh vorbereiteten, bei dem ein Intimacy Coach nicht fehlen durfte, welche Herausforderungen und Vorzüge es in der Zusammenarbeit mit Laiendarsteller*innen gab, wie die zwei Frauen die Weltpremiere bei Berlinale Generation im Februar 2024 erlebten — und wie sie auf den Kinostart am 5. September blicken. (Die Episode wurde im August aufgenommen.)

Von großer Bedeutung für Aslı Özarslan war ihr Vertrauensverhältnis zu der Drehbuchautorin Claudia Schaefer, mit der sie gemeinsam Figuren und eine Erzählung jenseits von Klischees kreieren und diese gegen alle Widerstände durchsetzen konnte.

Melia Kara erkennt die Probleme von jungen Menschen aus ihrer Generation in dem Film wieder, die wie Hazal oft nicht genau wissen, was sie wollen, aber sie wissen sehr wohl, was sie nicht wollen.

All das und mehr macht ELLBOGEN zu einem ganz besonderen Film des *anderen* deutschen Kinos. Eine absolute Empfehlung von film.macht.kritisch.!

Der auf dem gleichnamigen Roman von Fatma Aydemir basierende Spielfilm läuft aktuell in ganz Deutschland im Kino.

 

ELLBOGEN

Cast: Melia Kara, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Nurgül Ayduran, Jale Arıkan, Mina Özlem Sağdıç, Shadi Eck, Doğa Gürer, Haydar Şahin, Ercan Karaçaylı, Orhan Kılıç. 

 

Regie & Co-Autorin: Aslı Özarslan Drehbuch: Claudia Schaefer Kamera: Andaç Karabeyoğlu-Thomas Musik: Delphine Mantoulet Schnitt: Ana Branea, David Achilles Casting: Manolya Mutlu Produktion: ACHTUNG PANDA! Co-Produktion: Tripode Productions, Istos Film, jip Film & Verleih; TV: ZDF Das Kleine Fernsehspiel

Links:

ELLBOGEN - Website 

ELLBOGEN - offizieller Trailer

Drehbuchautorin Claudia Schaefer - Website

“hot girl summer“ von EMELIA & MELIA auf Spotify

„Canım Kreuzberg“ - filmportal.de

 

Aslı Özarslan: Rene Fitzek Melia Kara: Jianhua-Chen
52 Minuten
In this episode, I talk with a true pioneer in her field: Lisa Smith founded Patrin Films, the UK's first Romani Traveller-led filmmaking collective, and her debut DRAGON ORCHARD (in development) set out to be the first feature documentary directed by a female Traveller filmmaker. Lisa is the co-curator of The International Festival of Romani Film: AKE DIKHEA? and the co-ordinator of AVAZYA: The European Romani Filmmakers Network. She tells us about the culture, history and politics related to her community, about her projects as well as some positive experiences with influential allies and training programs in the film industry. Also, Lisa is advocating for her community to gain control over their images and narratives in films through collectively creating a new terminology on Romani Cinema and a code of representation.

Recorded live with an audience at the intersectional feminist center Frauenkreise Berlin on May 21st, 2024.

 

Links: 

The International Festival of Romani Film: AKE DIKHEA? 

AVAZYA Network

Patrin Films

Doc Toolbox Programme - European Film Market, Diversity & Inclusion Initiative

CIRCLE Women Doc Accelerator

International Sámi Film Institute

Recommended Film:

Chavo (SE/2023). Director: Alecio Araci. Production: French Quarter Film AB.
29 Minuten
In this episode, I am talking about the counter-hegemonic discourse and cultural practice known as curatorial justice: It's an invitation to re-think and radically change our approach to curating and programming based on a critical look at power imbalances, discrimination and marginalization in the film and festival industry. The six key elements of curatorial justice discussed here are: Equity, Inclusivity & Access, Ethical Representation, Authentic Authorship, Decolonization and Transparency & Accountability. Finally, I am sharing some of my experiences as a curator at international film festivals with you to provide insights into the different reactions one might encounter on the path for curatorial justice. 

 

Special thanks to Cannes Docs, Marché du Film for their kind permission to use an audio excerpt from their below mentioned panel with film director/producer Nada Riyadh and Inclusion, Equity and Diversity specialist Rico-Johnson Sinclair speaking. 

 

This film.macht.kritisch. episode was recorded in English because the subject matter and the people it concerns could not be more international. 

 

Resources & Links:

“Curating the future: Towards programming equity“ , panel moderated by Karim Ahmad and featuring Jemma Desai, Can Sungu, Lucy Mukerjee and Tambay Obenson (European Film Market and Berlinale Teddy Talks 2023)

“Unpacking Sovereignty and Curatorial Justice: The Filmmaker’s Perspective“ , panel moderated by Rico Johnson-Sinclair and featuring Nada Riyadh, Paul Sng, Yolanda Maria Barroso and Malin Hüber (Cannes Docs - Marché du Film 2023, curated by DAE) 

“EFM Issues ‘Call to Action’ for Diversity and Inclusion in Europe’s Screen Industries at Berlin“ (Variety, 02/13/2023)

“A Note from Joana Vicente and Tabitha Jackson“ (Sundance Institute & Sundance Film Festival, 02/18/2022)

“Principles for Decolonial Film" by Nitasha Dillon 

POC2 Programmers of Color Collective

Anti-Racism Taskforce for European Film 

Nichols, Bill (2010): Engaging cinema: an introduction to film studies. New York: W. W. Norton & Co.

Ahmed, Sara (2023): The Feminist Killjoy Handbook. London: Allen Lane.