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Study Snacks - Rheumatologie Archiv

51 Episoden
6 Minuten
Kniearthrose ist eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen bei älteren Menschen. Weltweit leiden fast 300 Millionen Menschen darunter, und die Zahlen steigen aufgrund der alternden Bevölkerung weiter an. Das stellt eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar, da viele dieser Patienten eine Knieprothese benötigen. Jährlich steigt die Zahl der durchgeführten Knieprothesenoperationen, was hohe Kosten und eine Belastung der medizinischen Ressourcen bedeutet. Da eine Operation oft als letzte Option betrachtet wird, gibt es Empfehlungen, nicht-chirurgische Maßnahmen wie Aufklärung und Bewegung in die Behandlung von Kniearthrose zu integrieren. Diese Programme sollen die Schmerzen lindern und die Funktion verbessern, wodurch der Bedarf an Operationen verringert werden könnte. Bisher gab es jedoch nur wenige Studien, die den direkten Vergleich zwischen Aufklärung, Bewegung und Knieprothesen untersuchten. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Knietotalendoprothese mit größeren Verbesserungen bei Schmerzen, Funktion und Lebensqualität in Verbindung gebracht wird. Ein Bildungs- und Übungsprogramm stellt aber bei einem bedeutenden Anteil der Patienten eine brauchbare Alternative zur Prothese dar. Dies könnte den Gesamtbedarf an Prothesen verringern. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38191793/ Zum Forum der Industrie von Thieme: https://fdi.thieme.de/podcasts Young JJ et al. Total Knee Arthroplasty Versus Education and Exercise for Knee Osteoarthritis: A Propensity-Matched Analysis. Arthritis Care Res 2024; 76:682-690 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].
5 Minuten
Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die sich meist durch entzündliche Arthritis äußert. Um langfristige Schäden an den Gelenken zu verhindern, setzen Leitlinien auf eine frühzeitige und effektive Behandlung. Methotrexat ist das am häufigsten empfohlene Basistherapeutikum zur Erstbehandlung bei rheumatoider Arthritis. Der Therapieerfolg variiert allerdings stark, und ein erheblicher Anteil der Patienten erreicht nicht die angestrebten Behandlungsziele. So zeigt sich, dass ein Drittel der Patienten ein Jahr nach der Diagnose und Methotrexat-Therapie nicht mehr auf das Medikament anspricht. Forscher gehen daher der Frage nach, inwieweit die genetische Veranlagung als Prädiktor für die Behandlungspersistenz genutzt werden kann. Die Forscher konnten im Zuge der großen genomweiten Assoziationsstudie keine signifikanten genetischen Assoziationen feststellen. Schätzungen der Heritabilität deuteten dennoch auf einen konsistenten, aber kleinen genetischen Beitrag zum Phänotyp hin. Sysojev AÖ et al. Genome-wide investigation of persistence with methotrexate treatment in early rheumatoid arthritis. Rheumatology 2024; 63:1221-1229 Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37326842/ Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Die idiopathische entzündliche Myositis ist eine seltene Autoimmunerkrankung, die eine chronische Entzündung der Skelettmuskulatur verursacht. Bei der juvenilen Myositis sind oft auch andere Organsysteme betroffen. Die Krankheit wird in verschiedene Untergruppen wie Dermatomyositis und Polymyositis unterteilt. Myositis-spezifische Autoantikörper sind bei diesen Patienten gut bekannt und eng mit bestimmten Krankheitsbildern verknüpft. Myositis-assoziierte Autoantikörper hingegen sind weniger gut erforscht, obwohl sie ebenfalls bei vielen Patienten auftreten. Unklar war bisher, wie sich Myositis-assoziierte Autoantikörper auf den Krankheitsverlauf auswirken. Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Autoantikörper, wie Anti-Ro52, mit schwereren Verläufen, wie der interstitiellen Lungenerkrankung, assoziiert sind. Ein wichtiges Ziel dieser Studie war es daher, die Prävalenz und klinischen Auswirkungen von Myositis-assoziierten Autoantikörpern bei Patienten mit juveniler Myositis besser zu verstehen. In dieser Studie konnten die Forscher die Autoantikörper mit der interstitiellen Lungenerkrankung, einem refraktären Erkrankungsverlauf und einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung bringen. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38272842/ Sherman MA et al. Myositis-Associated Autoantibodies in Patients With Juvenile Myositis Are Associated With Refractory Disease and Mortality. Arthritis Care Res 2024; 76:963-972 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Die systemische Sklerose ist eine schwerwiegende Autoimmunerkrankung, die mehrere Organe betrifft und mit einer hohen Morbidität einhergeht. Viele Patienten leiden unter Symptomen wie Atemnot, Schmerzen und Müdigkeit, die ihre Lebensqualität erheblich einschränken. Diese Beschwerden sind oft chronisch und schwer zu behandeln. Palliativmedizin wird von der WHO als wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung anerkannt, um das Leiden von Patienten zu lindern. Obwohl Palliativpflege vor allem bei Krebserkrankungen angewendet wird, zeigt sich in den letzten Jahren ein wachsender Bedarf an früher Palliativversorgung auch bei chronischen Krankheiten wie Herzinsuffizienz. In der Behandlung von Patienten mit systemischer Sklerose ist dieser Ansatz jedoch noch nicht weit verbreitet. Diese Studie stellt die Frage, inwieweit Patienten mit systemischer Sklerose von einer spezialisierten Palliativversorgung profitieren könnten, um ihre Symptombelastung zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Forscher kamen zu dem Resultat, dass die Integration von Palliativversorgung eine entscheidende Rolle spielen könnte, um die Lebensqualität von Patienten mit systemischer Sklerose zu verbessern und das Symptommanagement zu optimieren. Ross L et al. Quantifying the Need for Specialist Palliative Care Management in Patients With Systemic Sclerosis. Arthritis Care Res 2024; 76:964-972 Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38486131/ Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Bewegung wird seit Jahren als Therapie bei Knie- und Hüftarthrose empfohlen und bietet Vorteile für die allgemeine Gesundheit. Studien legen jedoch nahe, dass der Nutzen bei Hüftarthrose geringer sein könnte als bei Kniearthrose. Unklar ist auch, welche Art von Übung die besten Ergebnisse liefert und wie wichtig die Therapietreue ist. Widerstandstraining gilt als vielversprechend, da Muskelschwäche eine zentrale Rolle bei Arthrose spielt. Forscher untersuchten, ob gezieltes Widerstandstraining Schmerzen und körperliche Funktion verbessern kann. Sie fanden heraus, dass Widerstandstraining bei Knie- und Hüftarthrose helfen kann, aber weitere Forschung zur optimalen Trainingsdauer und -häufigkeit nötig ist. Marriott K et al. Are the Effects of Resistance Exercise on Pain and Function in Knee and Hip Osteoarthritis Dependent on Exercise Volume, Duration, and Adherence? A Systematic Review and Meta-Analysis. Arthritis Care Res 2024; 76:821-830 Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38317328/ Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Gicht ist eine häufige entzündliche Gelenkerkrankung, verursacht durch Mononatriumuratkristalle. Langfristige Behandlung zielt auf die Senkung der Harnsäure im Blut ab, um Kristallbildung zu verhindern. Der Beginn der Therapie kann Gichtanfälle auslösen, da bestehende Kristalle mobilisiert werden. Vorbeugende Therapien mit Colchicin, nichtsteroidalen Antirheumatika oder Kortikosteroiden werden empfohlen, um Schübe zu reduzieren. Colchicin und Rilonacept sind besonders wirksam. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38303574/ Maher D et al. Comparative Risk of Gout Flares When Initiating or Escalating Various Urate-Lowering Therapy: A Systematic Review With Network Meta-Analysis. Arthritis Care Res 2024; 76:871-881 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
4 Minuten
Axiale Spondyloarthritis wird oft mit Tumornekrosefaktor-Inhibitoren behandelt, aber nicht alle Patienten sprechen dauerhaft darauf an, was zu Nebenwirkungen oder Wirkverlust führen kann. Die besprochene Studie untersuchte die Remissionsraten von Patienten, die aufgrund von Nebenwirkungen oder Wirkverlust auf einen weitern Inhibitor wechseln. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37738257/ Linde L et al. Second and third TNF inhibitors in European patients with axial spondyloarthritis: effectiveness and impact of the reason for switching. Rheumatology 2024; 63:1882-1892 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes stellt ein hohes Risiko für die Entwicklung einer frühen Kniearthrose dar, selbst wenn eine chirurgische Rekonstruktion durchgeführt wird. Schon innerhalb des ersten Jahres nach einer Kreuzband-Rekonstruktion können frühe Arthrosezeichen wie Knorpelschäden im MRT sichtbar sein. Da das auslösende Ereignis - die Verletzung des Kreuzbandes - leicht identifiziert werden kann und junge Erwachsene betroffen sind, wird diese Situation als ideales Modell für Präventionsmaßnahmen gegen Arthrose angesehen. Bisher gibt es wenige veränderbare Risikofaktoren, auf die präventive Maßnahmen abzielen könnten. Ein gut belegter Risikofaktor für das Auftreten und die Verschlimmerung von Kniearthrose ist Adipositas. Sie scheint nicht nur durch die mechanische Belastung, sondern auch durch Entzündungsprozesse die Entwicklung von Arthrose zu fördern. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen verschiedenen Arten von Fettgewebe (z.B. allgemeines, zentrales und peripheres) und der frühen Arthroseentwicklung nach einem Gelenktrauma bislang nicht ausreichend geklärt. Die Forscher kamen in dieser Studie zu dem Resultat, dass Adipositas eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung einer frühen Kniearthrose nach einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes spielt. Die Prävention könnte somit auf das Management des Körpergewichts fokussiert werden. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38631554/ Hart HF et al. Adiposity and cartilage lesions following ACL reconstruction. Osteoarthritis Cartilage 2024; 32:931-936 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
6 Minuten
Kniearthrose ist weltweit eine der Hauptursachen für Funktionseinschränkungen. Menschen mit Knie-Arthrose haben oft Schwierigkeiten beim Treppensteigen und sind von dieser chronischen Erkrankung stark betroffen. Dies führt zu ernsthaften Folgeerscheinungen wie kardiovaskulären Problemen und erhöhtem Sterberisiko. Ein großes Problem in der klinischen Praxis ist die Fähigkeit, Patienten mit hohem Risiko für schlechte gesundheitliche Folgen früh genug zu identifizieren. Frühere Studien haben gezeigt, dass eine langsame Gehgeschwindigkeit ein starker Prädiktor für die Gesamtmortalität ist. In vielen Kliniken ist es jedoch schwierig, die Gehgeschwindigkeit zu messen. Forscher haben festgestellt, dass auch Einschränkungen beim Treppensteigen frühe Anzeichen für Verschlechterungen sein können. Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen durch die Patienten selbst angegebenen Schwierigkeiten beim Treppensteigen, der Häufigkeit des Treppensteigens und dem Risiko der Gesamtmortalität über 13 Jahre bei Erwachsenen mit Knie-Arthrose oder einem hohen Risiko für Knie-Arthrose. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Erwachsene mit Knie-Arthrose und Schwierigkeiten beim Treppensteigen einem höheren Risiko für die Gesamtmortalität ausgesetzt sind. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38302165/ Jakiela JT et al. The Association of Stair Climbing Behaviors With Hazard of All-Cause Mortality in Adults With or At Risk of Knee Osteoarthritis. J Rheumatol 2024; 51:408-414 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
5 Minuten
Systemische Vaskulitiden sind seltene Entzündungen der Gefäßwände, die Menschen verschiedenen Alters betreffen können. Besonders herausfordernd ist die Behandlung schwangerer Frauen mit Vaskulitiden, da diese Erkrankungen sowohl die Mutter als auch das Kind gefährden können. Bisher gibt es nur wenige Daten über den Verlauf von Schwangerschaften bei Frauen mit diesen Erkrankungen. Besonders häufig sind hypertensive Störungen und Frühgeburten. Im Gegensatz zu anderen Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes, deren Wechselwirkung mit Schwangerschaften gut dokumentiert ist, fehlen umfassende Studien zu Vaskulitiden. Die Forscher bewerteten das Risiko für hypertensive Störungen und Frühgeburten bei schwangeren Frauen mit systemischen Vaskulitiden und ermittelten damit verbundene Risikofaktoren. Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine von sieben Schwangerschaften bei Frauen mit Vaskulitiden von Bluthochdruck oder Frühgeburten betroffen ist. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Dringlichkeit, geschlechtsspezifische und krankheitsbezogene Faktoren genauer zu untersuchen, um bessere Behandlungsstrategien zu entwickeln. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37936542/ Mettler C et al. Risk of Hypertensive Disorders and Preterm Birth in Pregnant Women With Systemic Vasculitides: A Nationwide Population-Based Cohort Study. Arthritis Rheumatol 2024; 76:429-437 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
6 Minuten
Menschen mit systemischer Sklerose leiden stark unter Müdigkeit. Diese Müdigkeit wird oft als eines der schlimmsten Symptome empfunden und bleibt in der klinischen Versorgung häufig unbeachtet. Obwohl einige Studien gezeigt haben, dass Maßnahmen wie kognitive Verhaltenstherapie und individuelle Übungsprogramme die Müdigkeit bei rheumatologischen Patienten lindern können, gibt es bisher keine Studien, die mHealth-gestützte Selbstmanagement-Interventionen für Patienten mit systemischer Sklerose getestet haben. Diese Studie zielte darauf ab, die Auswirkungen des RENEW-Programms (Resilience-building Energy management to Enhance Wellbeing) auf Müdigkeit und andere Symptome bei Patienten mit systemischer Sklerose zu untersuchen. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37846437/ Murphy SL et al. Effects of a Resilience-Building Energy Management Program on Fatigue and Other Symptoms in Systemic Sclerosis: A Randomized Controlled Trial. Arthritis Care Res (Hoboken) 2024; 76:318-327 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
6 Minuten
Polymyalgia rheumatica (PMR) und Riesenzellarteriitis (RZA) sind häufig miteinander verbundene Erkrankungen. Patienten mit PMR leiden unter Schmerzen und Steifheit in den Schultern, im Beckengürtel und im Nacken. Die RZA äußert sich oft durch Kopfschmerzen, Empfindlichkeit der Kopfhaut, Kieferkrämpfe und Sehstörungen, die meist mit der Beteiligung der Schläfenarterien einhergehen. Die RZA kann auch die Aorta und andere große Arterien betreffen, was zu unspezifischen Symptomen wie Fieber und Gewichtsverlust führt. Beide Erkrankungen sind durch erhöhte Akutphasenreaktanten wie die Erythrozytensedimentationsrate (ESR) und das C-reaktive Protein (CRP) gekennzeichnet. Die RZA und PMR können isoliert oder gemeinsam auftreten. Etwa 23 % der PMR-Patienten haben eine subklinische RZA, die nur durch bildgebende Verfahren entdeckt wird. Ziel der Studie war es, die klinische Bedeutung der subklinischen RZA bei PMR zu untersuchen und die optimale Behandlung zu ermitteln. Die Forscher fanden heraus, dass PMR-Patienten mit subklinischer RZA häufiger Rückfälle erleiden als Patienten ohne diese Unterform. Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37932008/ De Miguel E et al. Subclinical giant cell arteritis increases the risk of relapse in polymyalgia rheumatica. Ann Reum Dis 2024; 83:335-341 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
6 Minuten
Arthrose ist eine weit verbreitete Gelenkerkrankung, die besonders Hüfte und Knie betrifft. Trotz der hohen Prävalenz gibt es keine Medikamente, die den degenerativen Verlauf der Krankheit umkehren können. Behandlungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkfunktion. Eine wichtige Empfehlung zur Verbesserung der Symptome bei übergewichtigen oder fettleibigen Arthrose-Patienten ist die Gewichtsreduktion. Studien haben gezeigt, dass eine Gewichtsabnahme von 10% des Körpergewichts die Schmerzen erheblich reduzieren kann. Doch viele Patienten erhalten keine entsprechende Beratung. Die Forscher wollten im Rahmen dieser Analyse daher zwei Hauptfragen beantworten; zum einen untersuchten sie, wie häufig übergewichtige oder fettleibige Arthrose-Patienten eine Gewichtsberatung von ihren Ärzten erhalten. Zum anderen evaluierten die Forscher, wie wirksam ist diese Beratung ist. Die Forscher kamen zu dem Resultat, dass nur etwa die Hälfte der Patienten eine Beratung erhält, diese jedoch die Wahrscheinlichkeit einer klinisch relevanten Gewichtsabnahme erhöht. Studie (Pub Med): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37777150/ Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronische Gelenkerkrankung, die zu erheblichen Funktionseinschränkungen und einer verminderten Lebensqualität führt. Sowohl Männer als auch Frauen sind gleichermaßen betroffen, zeigen jedoch unterschiedliche Krankheitsmerkmale. Frauen leiden häufiger unter peripherer Arthritis und Enthesitis, während Männer eher eine axiale Beteiligung und schwere Psoriasis haben. Tumornekrosefaktor-Inhibitoren (TNFi) sind die gängigsten biologischen Therapien bei PsA. Obwohl diese Behandlungen die Prognose der Patienten erheblich verbessert haben, bleibt die Optimierung der TNFi-Therapie eine Herausforderung. Nach einem Jahr verliert etwa ein Drittel der Patienten die anfängliche Wirksamkeit der Therapie. Hinweise deuten darauf hin, dass das Geschlecht die Wirksamkeit der TNFi-Behandlung beeinflussen könnte, wobei Frauen möglicherweise schlechter ansprechen. Diese Studie zielte darauf ab, diese geschlechtsspezifischen Unterschiede genauer zu untersuchen. Erste Ergebnisse legen nahe, dass es signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Studie (Pub Med): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37975166/ Hellamand P et al. Sex Differences in the Effectiveness of First-Line Tumor Necrosis Factor Inhibitors in Psoriatic Arthritis: Results From the European Spondyloarthritis Research Collaboration Network. Arthritis Rheumatol 2024; 76:587-598. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
4 Minuten
Die absichtliche Nichteinhaltung der Medikamenteneinnahme stellt eine große Herausforderung in der Behandlung chronischer Erkrankungen dar. Manche Patienten entscheiden bewusst, ihre Medikamente nicht wie vorgeschrieben einzunehmen. Dies betrifft auch die Behandlung von Gicht, wo die Einhaltung der uratsenkenden Therapie oft vernachlässigt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vermeidung von Krankheitserinnerungen, Bedenken wegen Nebenwirkungen, oder das Gefühl, die natürliche Heilung könnte durch die Medikamente gestört werden. Emad et al. identifizierten in einer vorhergegangenen Studie mithilfe einer Skala bereits 4 Hauptgründe für diese Nicht-Adhärenz. Dennoch fehlt es an gezielten Interventionen, um diese Gründe zu adressieren. Die Forscher wollten in dieser Studie daher untersuchen, ob Smartphone-Benachrichtigungen die Überzeugungen und Wahrnehmungen von Gichtpatienten verbessern und somit die Adhärenz steigern können. Das Ziel der Forscher war es, die klinische und technische Durchführbarkeit dieser Intervention zu bewerten. Erste Ergebnisse zeigten, dass solche Benachrichtigungen potenziell hilfreich sein könnten, jedoch bleibt die tatsächliche Wirksamkeit unklar. Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37967906/ Emad Y et al. Can Smartphone Notifications Help With Gout Management? A Feasibility Study. J Rheumatol 2024; 51:189-196 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Aktuelle Studien, kurz zusammengefasst.