Unter Büchern mit Katrin Schumacher Archiv
99 Episoden
56 Minuten
Heinz Strunk: "Memories of Heidelberg"
Auf die Produktivität von Heinz Strunk ist Verlass: Er gehört inzwischen zu den Autoren, von denen in kurzen Abständen immer wieder etwas Neues erscheint. Jedes Jahr bringt er ein weiteres Buch heraus. Mit "Der goldene Handschuh" und "Zauberberg 2" gab er selbst der wahren Geschichte um den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka oder Thomas Manns großem Literaturklassiker die unverkennbare Strunk-Note. In seinem neuen Roman kehrt er zurück in die Trostlosigkeit des banalen Alltags. Juliane Bergmann hat "Memories of Heidelberg" gelesen.
Jörg Schieke: "Chin-chin, der Weg führt ins Mondgestein"
Zwischen Phantastik und Alltag, Trinkspruch und Mondgestein oszilliert der neue Band des Lyrikers und Journalisten Jörg Schieke. Im Gespräch erzählt er, wie Themen auf ihn zukommen, wie er die Diskrepanz zwischen Dichter und Literaturkritiker aushält und er liest eines seiner neuen Gedichte.
"Die Summe seiner Teile"
Die Graphic Novel von Julia Zejn und Matthias Lehmann kommt aus Leipzig, einer Stadt mit großer grafischer Tradition. Und hier arbeitet inzwischen auch eine junge Generation von Comic-Künstlern. Mitunter sogar zusammen. Wolfgang Schilling stellt die neue Graphic Novel vor.
Patricia Thoma: Comic im Gefängnis
Zwei Jahre lang ist Comic-Illustratorin Patricia Thoma durch verschiedene Gefängnisse in ganz Deutschland gefahren und hat Comic-Workshops für Inhaftierte gegeben. Daraus sind zwei Comic-Bände entstanden: Erst "Im Jugendarrest" und vor kurzem "Im Gefängnis". Die Zeichnungen der Inhaftierten sind in die Bücher eingeflossen. Besucht hat Thoma auch das Gefängnis "Roter Ochse" in Halle an der Saale. Tini von Poser hat Illustratorin Patricia Thoma getroffen sowie mit einem Inhaftierten in Halle gesprochen, der am Comic-Workshop teilgenommen hat.
Douglas Stuart: "John of John"
Cal ist zurück und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Das größte Problem ist allerdings sein Vater. Rainer Moritz stellt den Roman vor.
Hörspieltipp: "Unser Haus mit Rutsche"
So heißt der aktuelle Roman von Safia al Bagdadi, der jetzt auch als Hörbuch in ARD Sounds verfügbar ist. Aufgenommen wurde das Hörbuch, gesprochen von der Autorin selbst, als Koproduktion von HR, MDR, NDR und SR zusammen mit dem Hörbuchverlag speak low beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken. Dort ist Safia Al Bagdadi geboren und aufgewachsen und die Stadt ist auch Schauplatz des Romans. Sally-Charell Delin war bei der Aufnahme dabei und hat mit der Autorin gesprochen
Auf die Produktivität von Heinz Strunk ist Verlass: Er gehört inzwischen zu den Autoren, von denen in kurzen Abständen immer wieder etwas Neues erscheint. Jedes Jahr bringt er ein weiteres Buch heraus. Mit "Der goldene Handschuh" und "Zauberberg 2" gab er selbst der wahren Geschichte um den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka oder Thomas Manns großem Literaturklassiker die unverkennbare Strunk-Note. In seinem neuen Roman kehrt er zurück in die Trostlosigkeit des banalen Alltags. Juliane Bergmann hat "Memories of Heidelberg" gelesen.
Jörg Schieke: "Chin-chin, der Weg führt ins Mondgestein"
Zwischen Phantastik und Alltag, Trinkspruch und Mondgestein oszilliert der neue Band des Lyrikers und Journalisten Jörg Schieke. Im Gespräch erzählt er, wie Themen auf ihn zukommen, wie er die Diskrepanz zwischen Dichter und Literaturkritiker aushält und er liest eines seiner neuen Gedichte.
"Die Summe seiner Teile"
Die Graphic Novel von Julia Zejn und Matthias Lehmann kommt aus Leipzig, einer Stadt mit großer grafischer Tradition. Und hier arbeitet inzwischen auch eine junge Generation von Comic-Künstlern. Mitunter sogar zusammen. Wolfgang Schilling stellt die neue Graphic Novel vor.
Patricia Thoma: Comic im Gefängnis
Zwei Jahre lang ist Comic-Illustratorin Patricia Thoma durch verschiedene Gefängnisse in ganz Deutschland gefahren und hat Comic-Workshops für Inhaftierte gegeben. Daraus sind zwei Comic-Bände entstanden: Erst "Im Jugendarrest" und vor kurzem "Im Gefängnis". Die Zeichnungen der Inhaftierten sind in die Bücher eingeflossen. Besucht hat Thoma auch das Gefängnis "Roter Ochse" in Halle an der Saale. Tini von Poser hat Illustratorin Patricia Thoma getroffen sowie mit einem Inhaftierten in Halle gesprochen, der am Comic-Workshop teilgenommen hat.
Douglas Stuart: "John of John"
Cal ist zurück und all das, vor dem er nach Edinburgh geflüchtet war, ist wieder da: das karge Leben auf den Hebriden, der windgepeitschte Kreislauf aus Schafzucht und Nächten am Webstuhl, die Enge der Inselgemeinschaft. Das größte Problem ist allerdings sein Vater. Rainer Moritz stellt den Roman vor.
Hörspieltipp: "Unser Haus mit Rutsche"
So heißt der aktuelle Roman von Safia al Bagdadi, der jetzt auch als Hörbuch in ARD Sounds verfügbar ist. Aufgenommen wurde das Hörbuch, gesprochen von der Autorin selbst, als Koproduktion von HR, MDR, NDR und SR zusammen mit dem Hörbuchverlag speak low beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken. Dort ist Safia Al Bagdadi geboren und aufgewachsen und die Stadt ist auch Schauplatz des Romans. Sally-Charell Delin war bei der Aufnahme dabei und hat mit der Autorin gesprochen
53 Minuten
Die Schriftstellerin hat mit über 80 Jahren eine rasante zweite Karriere erlebt und das, nachdem es Jahrzehntelang still um sie war. Aber Helga Schubert hat immer weiter geschrieben. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie von geglückten Sätzen, vom Grübeln und Aufschreiben, von ihrem Schreibhabitat auf dem Land und von ihrem aktuellen Buch "Luft zum Leben". Die Folge ist die gekürzte Aufzeichung eines Live-Podcasts am 19. Juni 2026 im Gütchenpark Halle, in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Halle.
57 Minuten
Horst Lauinger und Stefan Wagner: I Have a Dream. 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika – Ein Roadtrip in Storys, Gedichten, Songs, Essays, Reden, Briefen und Reportagen. Dieses große und großartige Werk versammelt Texte aus einem Vierteljahrhundert, perfekt, um sich nochmal in die Geschichte eines Landes einzulesen, dessen Leuchten sukzessive zu verblassen scheint. Ein Buch für alle, die gerade an Amerika zweifeln oder verzweifeln. Über die Genese dieses Mammutwerks erzählt der Herausgeber Horst Lauinger im Gespräch.
Es war im vergangenen Jahr eine Sensation, als das Buch eines deutschsprachigen Autors in Amerika unter die Top 10 der New York Times, unter die Books oft the Year gewählt wurde. Immerhin auf Platz zwei! Das gelingt in der Regel nur englischsprachiger Literatur. Das Buch heißt in der englischen Übersetzung von Ross Benjamin „The director“. Die deutsche Original-Ausgabe heißt „Lichtspiel“, geschrieben hat den Roman Daniel Kehlmann. Katrin Wenzel konnte den Schriftsteller in Leipzig treffen und mit ihm über das alte und neue Amerika sprechen.
Rachel Khong ist neue Picador-Professorin in Leipzig. Seit 20 Jahren gibt es die Picador-Gastprofessur für Literatur an der Universität Leipzig. Inzwischen haben zahlreiche britische und US-amerikanische Autoren in der Stadt gelehrt und jeweils einen Kurs in Literatur und einen in kreativem Schreiben gegeben. Gerade unterrichtet eine Bestseller-Autorin aus den USA in Leipzig: Rachel Khong. Tino Dallmann hat sie getroffen – und mit ihr über ihren Roman "Real Americans" und den 250. Geburtstag der USA gesprochen.
Caro Claire Burke: Yesteryear. Es ist das Easy-Read des Sommers, das derzeit in jede Insta- und TikTok-Kamera gehalten wird. Die Geschichte von einer Frau, die ihr Leben auf der Farm als Tradwife im Netz inszeniert und in der selbstgebauten Hölle landet. Das Debüt erzählt viel über die amerikanische Gesellschaft – und auch über die Mechanismen, wie ein Buch zum Erfolg werden kann. Ist es wirklich so gut? Elisabeth Bold hat den Test gemacht.
*Christina Morina: Das amerikanische Beben. Erfahrungen und Konsequenzen für die deutsche Demokratie. Die Historikerin lebte mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York - als Gastprofessorin an der weltbekannten New School For Social Research. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von Donald Trump und die verheerenden Folgen für die amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen spiegeln. Sie war nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten Versuchs, sie zu zerstören. In ihrem Buch beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Für Unter Büchern ist sie im Gespräch mit Karoline Knappe.
Hör-Tipp: Wie eine junge Demokratie zerfällt, das zeigt Schriftsteller Lion Feuchtwanger in seinem Schlüsselroman „Erfolg“: eine Satire auf seine reaktionäre Heimat Bayern Anfang der 1920er Jahre. Korrupte Beamte, Opportunismus und Justizwillkür begünstigen den Aufstieg der Partei der „Wahrhaft Deutschen“, die einen Putsch plant gegen die Berliner Regierung. Lion Feuchtwangers hellsichtiger Klassiker "Erfolg“ erschien schon 1930 - kurz bevor die Nazis drei Jahre später Feuchtwangers Werke verbrannten. „Erfolg“ gibts in ARD Sounds als Hörbuch, gelesen von Percy Adlon.
Es war im vergangenen Jahr eine Sensation, als das Buch eines deutschsprachigen Autors in Amerika unter die Top 10 der New York Times, unter die Books oft the Year gewählt wurde. Immerhin auf Platz zwei! Das gelingt in der Regel nur englischsprachiger Literatur. Das Buch heißt in der englischen Übersetzung von Ross Benjamin „The director“. Die deutsche Original-Ausgabe heißt „Lichtspiel“, geschrieben hat den Roman Daniel Kehlmann. Katrin Wenzel konnte den Schriftsteller in Leipzig treffen und mit ihm über das alte und neue Amerika sprechen.
Rachel Khong ist neue Picador-Professorin in Leipzig. Seit 20 Jahren gibt es die Picador-Gastprofessur für Literatur an der Universität Leipzig. Inzwischen haben zahlreiche britische und US-amerikanische Autoren in der Stadt gelehrt und jeweils einen Kurs in Literatur und einen in kreativem Schreiben gegeben. Gerade unterrichtet eine Bestseller-Autorin aus den USA in Leipzig: Rachel Khong. Tino Dallmann hat sie getroffen – und mit ihr über ihren Roman "Real Americans" und den 250. Geburtstag der USA gesprochen.
Caro Claire Burke: Yesteryear. Es ist das Easy-Read des Sommers, das derzeit in jede Insta- und TikTok-Kamera gehalten wird. Die Geschichte von einer Frau, die ihr Leben auf der Farm als Tradwife im Netz inszeniert und in der selbstgebauten Hölle landet. Das Debüt erzählt viel über die amerikanische Gesellschaft – und auch über die Mechanismen, wie ein Buch zum Erfolg werden kann. Ist es wirklich so gut? Elisabeth Bold hat den Test gemacht.
*Christina Morina: Das amerikanische Beben. Erfahrungen und Konsequenzen für die deutsche Demokratie. Die Historikerin lebte mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York - als Gastprofessorin an der weltbekannten New School For Social Research. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von Donald Trump und die verheerenden Folgen für die amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen spiegeln. Sie war nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten Versuchs, sie zu zerstören. In ihrem Buch beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Für Unter Büchern ist sie im Gespräch mit Karoline Knappe.
Hör-Tipp: Wie eine junge Demokratie zerfällt, das zeigt Schriftsteller Lion Feuchtwanger in seinem Schlüsselroman „Erfolg“: eine Satire auf seine reaktionäre Heimat Bayern Anfang der 1920er Jahre. Korrupte Beamte, Opportunismus und Justizwillkür begünstigen den Aufstieg der Partei der „Wahrhaft Deutschen“, die einen Putsch plant gegen die Berliner Regierung. Lion Feuchtwangers hellsichtiger Klassiker "Erfolg“ erschien schon 1930 - kurz bevor die Nazis drei Jahre später Feuchtwangers Werke verbrannten. „Erfolg“ gibts in ARD Sounds als Hörbuch, gelesen von Percy Adlon.
58 Minuten
Unter Büchern geht in den Wald! Der Ort der heißen Stunde: schattig, grün, schön. Der Wald ist Sehnsuchtsort und Natur – genau wie Kultur. Wir schauen in die Geschichte der engen Verbindung von Literatur und Wald, haben Lesetipps parat, die tief in die Atmosphäre und Biologie des Waldes führen.
*Jutta Person: "Palmen. Ein Portrait"
In dem schößlingsgrünen Buch lernen wir, dass Palmen keine Bäume sind oder weshalb Goethe ein Palmenfetischist war. Klug und witzig, voller Anekdoten und Wissen führt Jutta Person in die Palmenwälder und ihre Geschichte. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie unter anderem von der Palmenhauptstadt Berlin und dem Problem Palmöl.
*Der Wald in der Literatur: Zwischen düsterem Märchenort und Sehnsuchtsort – der Wald hat in der Literatur schon immer eine Rolle gespielt. Ob in den alten Sagen, in denen die Recken natürlich erstmal in den Wald zogen, um etwas zu erleben oder in den Krimis der Gegenwartsliteratur: Wald ist immer mehr als einfach ein Wald. Rainer Moritz führt in die Literaturgeschichte der Wälder.
*Mehr Wald? Geht auch im Buch. Fünf ganz besondere Lesetipps hat Bettina Baltschev parat. Warum uns der Wald fasziniert: Fünf Bücher über Natur, Sehnsucht und Zukunft | mdr.de
*Und dazu gibt es Gedichte von Waldfans: Erich Kästner und Achim von Arnim
*Jutta Person: "Palmen. Ein Portrait"
In dem schößlingsgrünen Buch lernen wir, dass Palmen keine Bäume sind oder weshalb Goethe ein Palmenfetischist war. Klug und witzig, voller Anekdoten und Wissen führt Jutta Person in die Palmenwälder und ihre Geschichte. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie unter anderem von der Palmenhauptstadt Berlin und dem Problem Palmöl.
*Der Wald in der Literatur: Zwischen düsterem Märchenort und Sehnsuchtsort – der Wald hat in der Literatur schon immer eine Rolle gespielt. Ob in den alten Sagen, in denen die Recken natürlich erstmal in den Wald zogen, um etwas zu erleben oder in den Krimis der Gegenwartsliteratur: Wald ist immer mehr als einfach ein Wald. Rainer Moritz führt in die Literaturgeschichte der Wälder.
*Mehr Wald? Geht auch im Buch. Fünf ganz besondere Lesetipps hat Bettina Baltschev parat. Warum uns der Wald fasziniert: Fünf Bücher über Natur, Sehnsucht und Zukunft | mdr.de
*Und dazu gibt es Gedichte von Waldfans: Erich Kästner und Achim von Arnim
55 Minuten
Unter Büchern ist unterwegs in Klagenfurt am Wörthersee, der Geburtsstadt Ingeborg Bachmanns und dem Austragungsort der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur, des Wettlesens um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nach drei Tagen Lesungen und Diskussionen nimmt sich Katrin Schumacher Zeit für einen Rückblick auf drei Tage Literaturwahnsinn, auf ernsthaftes Aufnehmen neuer Texte und drei Tage voller Begegnungen.
Zu Gast hat sie die Gewinnerin des Bachmann-Preises, die Erfurter Stadtschreiberin Lena Schätte, mit der sie über die leicht voyeuristische Lust am autofiktionalen Schreiben und Lesen spricht, über die Faszination Bachmann-Lesung und natürlich über Aufgeregtheit.
Mit Holger Heimann hält sie Rückschau auf die Lesungen und Jurydiskussionen. Und zu Wort kommen noch einmal die Dichterin Helga Schubert und Ingeborg Bachmann selbst.
Der Lesetipp: Das neue Buch der zweitplatzierten Wettbewerbs-Autorin Kinga Tóth: "MariaMachina".
Zu Gast hat sie die Gewinnerin des Bachmann-Preises, die Erfurter Stadtschreiberin Lena Schätte, mit der sie über die leicht voyeuristische Lust am autofiktionalen Schreiben und Lesen spricht, über die Faszination Bachmann-Lesung und natürlich über Aufgeregtheit.
Mit Holger Heimann hält sie Rückschau auf die Lesungen und Jurydiskussionen. Und zu Wort kommen noch einmal die Dichterin Helga Schubert und Ingeborg Bachmann selbst.
Der Lesetipp: Das neue Buch der zweitplatzierten Wettbewerbs-Autorin Kinga Tóth: "MariaMachina".
56 Minuten
"Zwei Menschen sind in mir": Biografische Bücher über Ingeborg Bachmann vorgestellt im Gespräch mit Bettina Baltschev
"Ingeborg Bachmann: Jemand, der einmal ich war": Die neue Doku mit Sandra Hüller, ein Beitrag von Niels Beintker
Warum noch Bachmann lesen? Fragen an die Autorin Linn Penelope Rieger
Gedichte und ihre Geschichte: Ingeborg Bachmanns "Erklär mir, Liebe" – vorgestellt von Kerstin Bachtler
50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Jubiläumsbeitrag von Norbert Kuntze
"Ingeborg Bachmann: Jemand, der einmal ich war": Die neue Doku mit Sandra Hüller, ein Beitrag von Niels Beintker
Warum noch Bachmann lesen? Fragen an die Autorin Linn Penelope Rieger
Gedichte und ihre Geschichte: Ingeborg Bachmanns "Erklär mir, Liebe" – vorgestellt von Kerstin Bachtler
50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Jubiläumsbeitrag von Norbert Kuntze
2 Stunden 58 Minuten
Die Bücherliste:
Tomer Gardi: Liefern. Mit Anne Birkenhauer. Klett-Cotta.
Christoph Peters: Entzug. Luchterhand.
Michal Hvorecky: Dissident. Klett-Cotta.
Dana von Suffrin: Toxibaby. Kiepenheuer&Witsch.
Lola Randl: Der lebende Beweis. Matthes&Seitz.
Lena Gorelik: Alle meine Mütter. Rowohlt.
Katerina Poladjan: Goldstrand. S. Fischer.
Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel. Dtv.
Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben. Claassen
Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten. Edition Nautilus.
Axel Petermann: Die Psyche des Bösen. Heyne.
Stephan Ludwig: Zorn - Die Akte Heinlein. S. Fischer.
Die Trackliste:
Maximo Park – Books from boxes
Crucchi Gang – Ti sta bene
Kettcar – Doug & Florence
Scarlet Pleasure – What a life
Tristan Brusch – Grundsolider Schläger
Adela Meda – Spolu
Alt J – Happier when you’re gone
Mine – Klebstoff
The Smiths – Panic (LIVE)
Belle & Sebastian – Wrapped up in books
Blur – Country House
Catatonia – Dead from the waist down
Emiliana Torrini – Miss Flower
Woomb – Last Rays
Moddi – One minute more
Nichtseattle – Frau sein
Dota – Ein gutes Buch
Contriva – Hellblau
Rundfunkkinderchor – Wer möchte nicht im Leben bleiben
Nikolaj Medtner – Elfenmärchen
Keimzeit – Rosi
Benny Grenz – Quiet mind
Fenne Lily – Three Oh Nine
Pet Shop Boys – Being boring
Manfred Krug – Danke für den Abend
Tomer Gardi: Liefern. Mit Anne Birkenhauer. Klett-Cotta.
Christoph Peters: Entzug. Luchterhand.
Michal Hvorecky: Dissident. Klett-Cotta.
Dana von Suffrin: Toxibaby. Kiepenheuer&Witsch.
Lola Randl: Der lebende Beweis. Matthes&Seitz.
Lena Gorelik: Alle meine Mütter. Rowohlt.
Katerina Poladjan: Goldstrand. S. Fischer.
Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel. Dtv.
Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben. Claassen
Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten. Edition Nautilus.
Axel Petermann: Die Psyche des Bösen. Heyne.
Stephan Ludwig: Zorn - Die Akte Heinlein. S. Fischer.
Die Trackliste:
Maximo Park – Books from boxes
Crucchi Gang – Ti sta bene
Kettcar – Doug & Florence
Scarlet Pleasure – What a life
Tristan Brusch – Grundsolider Schläger
Adela Meda – Spolu
Alt J – Happier when you’re gone
Mine – Klebstoff
The Smiths – Panic (LIVE)
Belle & Sebastian – Wrapped up in books
Blur – Country House
Catatonia – Dead from the waist down
Emiliana Torrini – Miss Flower
Woomb – Last Rays
Moddi – One minute more
Nichtseattle – Frau sein
Dota – Ein gutes Buch
Contriva – Hellblau
Rundfunkkinderchor – Wer möchte nicht im Leben bleiben
Nikolaj Medtner – Elfenmärchen
Keimzeit – Rosi
Benny Grenz – Quiet mind
Fenne Lily – Three Oh Nine
Pet Shop Boys – Being boring
Manfred Krug – Danke für den Abend
54 Minuten
Pegeltrinken bedeutet lügen, verstecken, verschleiern. Die Frau darf es nicht wissen, die Nachbarn sowieso nicht. Nur wenige Freunde wissen, dass der Ich-Erzähler ein massives Alkoholproblem hat. In seinem Roman "Entzug" schreibt der Schriftsteller Christoph Peters eng an der eigenen Biografie entlangt, wie der Entzug vor zwanzig Jahren aussah. Der Erzähler hat seit dem 16. Lebensjahr durchgetrunken, nun begibt er sich in eine Klinik, wohl wissend, dass es hart wird, körperlich und seelisch. Für den Protagonisten und auch für Peters selbst hingen Alkohol und Kreativität als Autor und Maler fast 25 Jahre lang untrennbar zusammen. Erst die enttäuschte mail seines Verlegers, der sein neustes Manuskript nicht abnehmen will, weckt ihn auf. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt Christoph Peters vom Beginn der Alkoholsucht und von ihrem Ende. Wir folgen ihm in die unwirtliche Klinik und in die Möglichkeit, der Erinnerung an die Sucht literarisch zu begegnen. Diese Folge "Unter Büchern" ist ein Live-Podcast, aufgenommen bei den Thüringer Literaturtagen auf Burg Ranis am 13. Juni 2026.
60 Minuten
Die Thüringer Literaturtage rund um die Burg Ranis finden zum 29. Mal statt. Im Gespräch ist der Organisator Ralf Schönfelder über die Gäste und die Zukunft des Festivals.
Sigfried Lenz: "Am Widerhaken hängt das Glück". Eine Wiederentdeckung, die Geschichten für Lenz-Fans und für Angel-Fans bereithält. Der Schriftsteller Matthias Jügler stellt das Buch vor.
Hanno Hochmuth: "Mein Warnemünde" - In der Reihe "Meine Insel" vom mare-verlag geht es auch mal an Küstenorte – wie das legendäre Warnemünde, das bei dem Autor Hanno Hochmuth Erinnerungen an Broiler und das Hotel Neptun weckt.
Jean-Christophe Deveney, Mickaël Correia & Lelio Bonaccorso: "Eine kurze Geschichte des Fußballs". Pünktlich zur WM der Comic zum Event – vorgestellt von Wolfgang Schilling.
Thị Thanh Thảo Trần: "Menschen wie wir" - Sie sind arm, aber glücklich miteinander. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, nur für ein paar Jahre dort zu arbeiten. Welche Folgen diese Entscheidung für seine Familie haben wird, kann er da noch nicht abschätzen. Seine Frau und seine Tochter – die Erzählerin des Romans – folgen ihm erst Jahre später nach Deutschland. Maja Fiedler stellt das Buch vor.
Marek Torčík: "Was die Zeit nicht nimmt" - Tschechien ist im Herbst das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Doch bereits jetzt erscheinen einige der interessantesten Bücher aus unserem Nachbarland in deutschsprachiger Übersetzung. Inspiriert wurde dieser Roman Marek Torčíks eigener Geschichte, vom Heranwachsen in der Provinz. Holger Heimann hat das Buch gelesen und den Autor in Prag getroffen.
Sigfried Lenz: "Am Widerhaken hängt das Glück". Eine Wiederentdeckung, die Geschichten für Lenz-Fans und für Angel-Fans bereithält. Der Schriftsteller Matthias Jügler stellt das Buch vor.
Hanno Hochmuth: "Mein Warnemünde" - In der Reihe "Meine Insel" vom mare-verlag geht es auch mal an Küstenorte – wie das legendäre Warnemünde, das bei dem Autor Hanno Hochmuth Erinnerungen an Broiler und das Hotel Neptun weckt.
Jean-Christophe Deveney, Mickaël Correia & Lelio Bonaccorso: "Eine kurze Geschichte des Fußballs". Pünktlich zur WM der Comic zum Event – vorgestellt von Wolfgang Schilling.
Thị Thanh Thảo Trần: "Menschen wie wir" - Sie sind arm, aber glücklich miteinander. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, nur für ein paar Jahre dort zu arbeiten. Welche Folgen diese Entscheidung für seine Familie haben wird, kann er da noch nicht abschätzen. Seine Frau und seine Tochter – die Erzählerin des Romans – folgen ihm erst Jahre später nach Deutschland. Maja Fiedler stellt das Buch vor.
Marek Torčík: "Was die Zeit nicht nimmt" - Tschechien ist im Herbst das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Doch bereits jetzt erscheinen einige der interessantesten Bücher aus unserem Nachbarland in deutschsprachiger Übersetzung. Inspiriert wurde dieser Roman Marek Torčíks eigener Geschichte, vom Heranwachsen in der Provinz. Holger Heimann hat das Buch gelesen und den Autor in Prag getroffen.
60 Minuten
Frischer Wind für Gothaer Antiquariat. Nicht nur kleine Verlage haben dieses Problem, auch kleine Buchläden: Wer führt sie weiter, wenn die Aufbau-Generation in Rente geht? Oft gibt es niemanden, der Lust hat für sechs Tage die Woche – für wenig Geld – Bücher zu verkaufen. Und doch sind es gerade kleine Läden, in denen am liebsten gestöbert wird. Auch bei Andreas Zink in der Bücherstube "Hannah Höch" in Gotha. Dort fand sich in allerletzter Minute jemand, der den Laden übernommen hat. Blanka Weber mit einer Reportage.
Leipziger Übersetzerin Stefanie Bose ist Stadtschreiberin in Trenčín. 2026 ist, neben dem finnischen Oulu, die slowakische Kleinstadt Trenčín Kulturhauptstadt Europas. Im vergangenen Jahr gab es einen regen Austausch mit Chemnitz (der Kulturhauptstadt 2025). Auch jetzt sind die Verknüpfungen – in dem Fall zu Sachsen – nach wie vor eng. Denn Stefanie Bose, die Stadtschreiberin der westslowakischen Stadt im Kulturhauptstadtjahr, stammt aus Leipzig. Am 1. Mai hat sie offiziell ihr Amt angetreten. Vor ihrer Abreise hat Grit Krause sie getroffen und stellt sie uns vor.
Trauerarbeit und Literatur – Ein Buch für den gefallenen Cousin. Die Ukrainerin Anhelina Olijnyk, 25 Jahre alt, hat einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren. Ihr Cousin Maxym, der sich freiwillig zur Armee gemeldet hatte, ist im Donezbecken gefallen. Ihre Trauer hat Anhelina literarisch in kurzen Texten verarbeitet. Sie meint: So könnten auch andere Trauernde besser mit ihrem Schmerz umgehen. Nun hat sie ein Buch mit ihren Texten veröffentlicht, im Eigenverlag, und es bei mehreren Lesungen präsentiert. Sie blickt jetzt wieder positiver in die Zukunft.
Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben. Der Autor sieht sich selbst als "philosophierenden Schriftsteller". Trockene Akademiker-Prosa ist nicht sein Ding. Er liebt es, in freien Assoziationsketten zu denken und zu schreiben. Da mag es überraschen, dass sein neues Buch "Der Fürst und seine Erben. Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute" eine Auseinandersetzung mit dem nüchternen, kühlen Klassiker Niccolò Machiavelli verspricht. Holger Heimann hat den Essay gelesen.
Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Eine "Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen" – das ist ein Titel, der einige Menschen triggern könnte, in jegliche Richtungen. Verfasst hat das Buch Sebastian Haffner. Nun mag man denken: Der lebte 1907 bis 1999, der Journalist und Historiker, was mag er uns über Russland und Deutschland Erhellendes erzählen, es ist ja so viel passiert inzwischen? Eine Frage an unseren Kritiker Matthias Schmidt.
Maike Luhmann: Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft. Einsamkeit, nicht zu verwechseln mit Alleinsein, ist ein gesellschaftliches und individuelles Problem, das sich auch politisch auswirkt. In Deutschland gibt es das Kompetenznetz Einsamkeit der Bundesregierung, in Großbritannien gar ein Einsamkeitsministerium. Mehr dazu steht im Buch der Professorin Maike Luhmann, die dazu im Gespräch ist.
Leipziger Übersetzerin Stefanie Bose ist Stadtschreiberin in Trenčín. 2026 ist, neben dem finnischen Oulu, die slowakische Kleinstadt Trenčín Kulturhauptstadt Europas. Im vergangenen Jahr gab es einen regen Austausch mit Chemnitz (der Kulturhauptstadt 2025). Auch jetzt sind die Verknüpfungen – in dem Fall zu Sachsen – nach wie vor eng. Denn Stefanie Bose, die Stadtschreiberin der westslowakischen Stadt im Kulturhauptstadtjahr, stammt aus Leipzig. Am 1. Mai hat sie offiziell ihr Amt angetreten. Vor ihrer Abreise hat Grit Krause sie getroffen und stellt sie uns vor.
Trauerarbeit und Literatur – Ein Buch für den gefallenen Cousin. Die Ukrainerin Anhelina Olijnyk, 25 Jahre alt, hat einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben verloren. Ihr Cousin Maxym, der sich freiwillig zur Armee gemeldet hatte, ist im Donezbecken gefallen. Ihre Trauer hat Anhelina literarisch in kurzen Texten verarbeitet. Sie meint: So könnten auch andere Trauernde besser mit ihrem Schmerz umgehen. Nun hat sie ein Buch mit ihren Texten veröffentlicht, im Eigenverlag, und es bei mehreren Lesungen präsentiert. Sie blickt jetzt wieder positiver in die Zukunft.
Peter Sloterdijk: Der Fürst und seine Erben. Der Autor sieht sich selbst als "philosophierenden Schriftsteller". Trockene Akademiker-Prosa ist nicht sein Ding. Er liebt es, in freien Assoziationsketten zu denken und zu schreiben. Da mag es überraschen, dass sein neues Buch "Der Fürst und seine Erben. Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute" eine Auseinandersetzung mit dem nüchternen, kühlen Klassiker Niccolò Machiavelli verspricht. Holger Heimann hat den Essay gelesen.
Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Eine "Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen" – das ist ein Titel, der einige Menschen triggern könnte, in jegliche Richtungen. Verfasst hat das Buch Sebastian Haffner. Nun mag man denken: Der lebte 1907 bis 1999, der Journalist und Historiker, was mag er uns über Russland und Deutschland Erhellendes erzählen, es ist ja so viel passiert inzwischen? Eine Frage an unseren Kritiker Matthias Schmidt.
Maike Luhmann: Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft. Einsamkeit, nicht zu verwechseln mit Alleinsein, ist ein gesellschaftliches und individuelles Problem, das sich auch politisch auswirkt. In Deutschland gibt es das Kompetenznetz Einsamkeit der Bundesregierung, in Großbritannien gar ein Einsamkeitsministerium. Mehr dazu steht im Buch der Professorin Maike Luhmann, die dazu im Gespräch ist.
56 Minuten
Themen der Sendung:
*Tomer Gardi hat 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen und jetzt einen neuen Roman vorgelegt. Darin betrachtete er die Menschen, die allzuoft übersehen werden, die uns die Pizzen und Reisgerichte nach Haus bringen und mit ihrem Fahrrädern oder Kleinautos durch die Stadt sausen, auf der ganzen Welt: die Lieferanten. Über seinen Roman "Liefern" ist er im Gespräch mit Kais Harrabi.
*Ein Roman, der größtenteils in der Fahrerkabine eines LKWs spielt, den gab es noch nicht so oft. Domenico Müllensiefen hat ihn geschrieben: "Manchmal muss man sich entscheiden". Mit Tino Dallmann hat er über sein Buch gesprochen.
*Tomer Gardi hat 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen und jetzt einen neuen Roman vorgelegt. Darin betrachtete er die Menschen, die allzuoft übersehen werden, die uns die Pizzen und Reisgerichte nach Haus bringen und mit ihrem Fahrrädern oder Kleinautos durch die Stadt sausen, auf der ganzen Welt: die Lieferanten. Über seinen Roman "Liefern" ist er im Gespräch mit Kais Harrabi.
*Ein Roman, der größtenteils in der Fahrerkabine eines LKWs spielt, den gab es noch nicht so oft. Domenico Müllensiefen hat ihn geschrieben: "Manchmal muss man sich entscheiden". Mit Tino Dallmann hat er über sein Buch gesprochen.
56 Minuten
Katrin Zipse: Moosland. 1949
Vier Jahre nach Kriegsende veröffentlichte der Isländische Bauernverband eine Anzeige in den Lübecker Nachrichten. Gesucht wurden junge deutsche Frauen, die auf isländischen Bauernhöfen mitarbeiten würden. Viele Isländerinnen waren damals in die Städte abgewandert oder mit den abziehenden amerikanischen GIs in die USA gegangen. Einige Bauern suchten also nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Heiratskandidatinnen. Etwa 300 junge deutsche Frauen folgten dem Aufruf. Für Katrin Zipse Stoff für ihren Roman Moosland. Claudia Ingenhoven hat das Buch gelesen.
Steffen Kopetzky: Die Harzreise
Vor 200 Jahren durchwanderte Heinrich Heine den Harz und schuf mit seiner Harzreise ein bis heute berühmtes literarisches Reisebild. 200 Jahre später folgt der Autor Steffen Kopetzky dieser Spur und findet eine von sozialen und ökologischen Veränderungen geprägte Landschaft. Und wie Heine auch hat Kopetzky seine Beobachtungen und Erfahrungen von unterwegs in einem literarischen Text festgehalten, nun erschienen beim Rowohlt Verlag. "Die Harzreise - eine Deutschlanderkundung" ist durchaus ein Buch übers Wandern und ist doch zugleich voller kluger Gedanken zur politischen Gegenwart. Jörg Schieke hat sich mit Steffen Kopetky über diese Harzreise unterhalten.
Christine Thürmer: Hiking Asia.
Zu gern schauen wir Anderen bei ihren Abenteuern zu. In Videos, Lichtbildvorträgen, Büchern und natürlich im Internet verfolgen wir, wie sie sich die Welt etwa erwandern. Eine von ihnen ist Christine Thürmer. Sie bezeichnet sich selbst als die "meistgewanderte Frau der Welt" und verweist auf ihrer Webseite auf unfassbare 70.000 Kilometer zu Fuß, 37.000 Kilometer mit dem Fahrrad und 7.000 Kilometer mit dem Boot. Christine Thürmer hat mehrere Bücher geschrieben. Das Neueste erzählt von ihren Touren durch Japan, Südkorea und Taiwan. Sabine Frank stellt es vor.
Felicitas Hoppe: Reisen
Seit die Autorin 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis prämiert wurde, ist sie in aller Munde, denn diese Auszeichnung gilt als wichtigste Literaturtrophäe im deutschsprachigen Raum. Insgesamt veröffentlichte die 1965 in Hameln geborene Schriftstellerin bisher mehr als zwei Dutzend Werke, darunter die von der Kritik euphorisch gefeierten Reiseromane "Pigafetta" und "Paradiese, Übersee". Jetzt hat die Künstlerin dem Thema Reisen einen Essayband gewidmet. Ulf Heise stellt ihn vor.
Ali Smith: Gliff
Die Schottin Ali Smith gehört in Großbritannien zu den ganz großen zeitgenössischen Schriftstellerinnen. Schon mit ihrer Jahreszeiten-Tetralogie war sie sowas wie eine literarische Ersthelferin für alle, die von den damals aktuellen politischen Entwicklungen überrannt wurden: Egal, ob es der Brexit war, der Rechtsruck oder die Corona-Pandemie. Auch in ihrem neuen Roman gibt sich Ali Smith politisch. Das Buch hört auf den rätselhaften "Gliff" und Kais Harrabi stellt es vor.
Und der Tipp zum Schluss: Moni Ports wunderbares kleine Buch "Women’s Words. Fünfzig Frauen, fünfzig Sätze". Mit besten Empfehlungen!
Vier Jahre nach Kriegsende veröffentlichte der Isländische Bauernverband eine Anzeige in den Lübecker Nachrichten. Gesucht wurden junge deutsche Frauen, die auf isländischen Bauernhöfen mitarbeiten würden. Viele Isländerinnen waren damals in die Städte abgewandert oder mit den abziehenden amerikanischen GIs in die USA gegangen. Einige Bauern suchten also nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Heiratskandidatinnen. Etwa 300 junge deutsche Frauen folgten dem Aufruf. Für Katrin Zipse Stoff für ihren Roman Moosland. Claudia Ingenhoven hat das Buch gelesen.
Steffen Kopetzky: Die Harzreise
Vor 200 Jahren durchwanderte Heinrich Heine den Harz und schuf mit seiner Harzreise ein bis heute berühmtes literarisches Reisebild. 200 Jahre später folgt der Autor Steffen Kopetzky dieser Spur und findet eine von sozialen und ökologischen Veränderungen geprägte Landschaft. Und wie Heine auch hat Kopetzky seine Beobachtungen und Erfahrungen von unterwegs in einem literarischen Text festgehalten, nun erschienen beim Rowohlt Verlag. "Die Harzreise - eine Deutschlanderkundung" ist durchaus ein Buch übers Wandern und ist doch zugleich voller kluger Gedanken zur politischen Gegenwart. Jörg Schieke hat sich mit Steffen Kopetky über diese Harzreise unterhalten.
Christine Thürmer: Hiking Asia.
Zu gern schauen wir Anderen bei ihren Abenteuern zu. In Videos, Lichtbildvorträgen, Büchern und natürlich im Internet verfolgen wir, wie sie sich die Welt etwa erwandern. Eine von ihnen ist Christine Thürmer. Sie bezeichnet sich selbst als die "meistgewanderte Frau der Welt" und verweist auf ihrer Webseite auf unfassbare 70.000 Kilometer zu Fuß, 37.000 Kilometer mit dem Fahrrad und 7.000 Kilometer mit dem Boot. Christine Thürmer hat mehrere Bücher geschrieben. Das Neueste erzählt von ihren Touren durch Japan, Südkorea und Taiwan. Sabine Frank stellt es vor.
Felicitas Hoppe: Reisen
Seit die Autorin 2012 mit dem Georg-Büchner-Preis prämiert wurde, ist sie in aller Munde, denn diese Auszeichnung gilt als wichtigste Literaturtrophäe im deutschsprachigen Raum. Insgesamt veröffentlichte die 1965 in Hameln geborene Schriftstellerin bisher mehr als zwei Dutzend Werke, darunter die von der Kritik euphorisch gefeierten Reiseromane "Pigafetta" und "Paradiese, Übersee". Jetzt hat die Künstlerin dem Thema Reisen einen Essayband gewidmet. Ulf Heise stellt ihn vor.
Ali Smith: Gliff
Die Schottin Ali Smith gehört in Großbritannien zu den ganz großen zeitgenössischen Schriftstellerinnen. Schon mit ihrer Jahreszeiten-Tetralogie war sie sowas wie eine literarische Ersthelferin für alle, die von den damals aktuellen politischen Entwicklungen überrannt wurden: Egal, ob es der Brexit war, der Rechtsruck oder die Corona-Pandemie. Auch in ihrem neuen Roman gibt sich Ali Smith politisch. Das Buch hört auf den rätselhaften "Gliff" und Kais Harrabi stellt es vor.
Und der Tipp zum Schluss: Moni Ports wunderbares kleine Buch "Women’s Words. Fünfzig Frauen, fünfzig Sätze". Mit besten Empfehlungen!
56 Minuten
Die Themen der Sendung: *Marie Laure Cruschi: Samen. Nur selten findet sich ein Buch in der Abteilung Gartenbuch, das ganz und gar ohne unmittelbare Nutzanwendung ist, kein Handbuch, keine Anleitung, sondern eine Feier der Schönheit der Natur. Ein solches Buch ist jetzt erschienen im Prestel Verlag. Es ist eine Übernahme der französischen Edition Gallimard Jeunesse, entstanden ist das Buch in dem Pariser Kreativstudio Cruschiform, benannt nach der Direktorin Marie-Laure Cruschi. Sabine Frank ist begeistert. *Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel. Die Autorin ist Schriftstellerin, Buchgestalterin und Herausgeberin der „Naturkunden“-Reihe beim Berliner Verlag Matthes & Seitz. Im Sommer 2025 hat sie die traditionsreichen Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten, und nun legt sie ein Buch vor, das auf diese Vorlesungen zurückgeht. Beate Meierfrankenfeld hat das Buch gelesen und mit Judith Schalansky gesprochen. *Norbert Sachser und Niklas Kästner: Tierwelt am Limit. Eines der großen Themen unserer Zeit ist das Artensterben – ein Prozess, der sich meist in aller Stille vollzieht und bei den Meisten nicht mehr als ein diffuses Unbehagen hinterlässt aber vielleicht auch Abwehr. Die Biologen Norbert Sachser und Niklas Kästner vom Institut für Verhaltensbiologie in Münster haben sich des Themas angenommen und sie erzählen darüber nicht ausschließlich im Sinne einer Dystopie, sondern mit Ehrfurcht vor den Wundern der Natur. Ihr Buch trägt denn auch den Untertitel: „Die erstaunlichen Anpassungsstrategien der Wild- und Haustiere und ihr Scheitern im Anthropozän“. Also Hoffnung und Desillusion in Einem, wie es scheint. Sabine Frank stellt das Buch vor. *Im vergangenen Herbst ist die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ erschienen, eine Geschichtensammlung, die der Leipziger Schriftsteller Matthias Jügler herausgegeben hat, und die als Gemeinschaftsprojekt der ganzen ARD als Lesezeit produziert worden ist. Die einzelnen Folgen gibt’s bei ARD Sounds in der App – und wir haben Matthias Jügler auf die Leipziger Buchmesse eingeladen zu einem Talk auf der ARD und ZDF Gemeinschaftsbühne. Carsten Tesch hat das Gespräch geführt und neben ihm war noch MDR Redakteur Steffen Moratz, der die Lesezeitproduktion betreut hat dabei und auch die Autorin Charlotte Gneuss, eine von vielen Mitschreibenden an dem Buch.
57 Minuten
Die Themen der Sendung:
*80 Jahre Mitteldeutscher Verlag! Wer im Osten schrieb, wurde bei ihm veröffentlicht: Der traditionsreichen Verlag in Halle hat eine wechselvolle Geschichte und freut sich auf den tschechischen Bücherherbst in Frankfurt. Im Gespräch ist der Verleger Roman Pliske.
*Brigitte Reimann: "Wir schaffen es, verlass dich drauf! Briefe an eine Freundin im Westen" – Eine Wiederentdeckung, die es in sich hat, sagt Bettina Baltschev, die die Briefe gelesen hat.
*Achim Stegmüller: "Der Prozess der Modernisierung" – Ein junger Akademiker wird nach Japan geschickt. Was er dort erlebt, ist die Geschichte, die dieses Debüt erzählt. Jörg Schieke stellt es vor.
*J.R.R. Tolkien: "Die Bovadium-Fragmente" – Mehr als Orks und Elfen: In diesem nachgelassenen Text beweist Tolkien, dass er erfasste, was die Menschen erst später begriffen: Die Katastrophe, die mit der Automobilisierung von Städten auf uns zurollte. Matthias Schmidt im Gespräch. '
*Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. Unser Gedicht heute kommt von der Dichterin und Dramatikerin Özlem Özgül Dündar. Sie übersetzt Lyrik aus dem Türkischen und veröffentlicht Lyrik und Dramen. Ihr Hörspiel "türken, feuer" wurde von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Monats April und in der Folge als Hörspiel des Jahres 2020 ausgezeichnet. In ihrer Lyrik verknüpft sie erzählende Momente mit experimentellen Ansätzen. Für uns liest sie "die worte die zu sprechen vergessen wurden".
*80 Jahre Mitteldeutscher Verlag! Wer im Osten schrieb, wurde bei ihm veröffentlicht: Der traditionsreichen Verlag in Halle hat eine wechselvolle Geschichte und freut sich auf den tschechischen Bücherherbst in Frankfurt. Im Gespräch ist der Verleger Roman Pliske.
*Brigitte Reimann: "Wir schaffen es, verlass dich drauf! Briefe an eine Freundin im Westen" – Eine Wiederentdeckung, die es in sich hat, sagt Bettina Baltschev, die die Briefe gelesen hat.
*Achim Stegmüller: "Der Prozess der Modernisierung" – Ein junger Akademiker wird nach Japan geschickt. Was er dort erlebt, ist die Geschichte, die dieses Debüt erzählt. Jörg Schieke stellt es vor.
*J.R.R. Tolkien: "Die Bovadium-Fragmente" – Mehr als Orks und Elfen: In diesem nachgelassenen Text beweist Tolkien, dass er erfasste, was die Menschen erst später begriffen: Die Katastrophe, die mit der Automobilisierung von Städten auf uns zurollte. Matthias Schmidt im Gespräch. '
*Von hier für da: Gedichte für die Gegenwart. Unser Gedicht heute kommt von der Dichterin und Dramatikerin Özlem Özgül Dündar. Sie übersetzt Lyrik aus dem Türkischen und veröffentlicht Lyrik und Dramen. Ihr Hörspiel "türken, feuer" wurde von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Monats April und in der Folge als Hörspiel des Jahres 2020 ausgezeichnet. In ihrer Lyrik verknüpft sie erzählende Momente mit experimentellen Ansätzen. Für uns liest sie "die worte die zu sprechen vergessen wurden".
55 Minuten
Der Kinofilm "Rose" mit Sandra Hüller in der Hauptrolle als Hosentragende Frau im 17. Jahrhundert ist gerade in aller Munde. Katrin Schumacher spricht mit der Schriftstellerin Angela Steidle zu Frauen in Männerkleidern, vor allem aber zu der historischen Figur der Catharina Linck, die als Anastasius Rosenstengel durch die Welt ging und dafür schließlich in Halberstadt hingerichtet wurde, im Harz, wo große Teile von "Rose" gedreht wurde. Sehr nah an ihren Recherchen wurde der Film realisiert, aber was die Autorin Steidele vor allem irritiert, ist der Umgang mit der historischen Figur. Andreas Ammer hat eine Literatursendung erfunden, die jetzt seit sage und schreibe 23 Jahren erfolgreich läuft, die alle sechs bis acht Wochen im Ersten gute 750.000 Zuschauer hat und das zu nachtschlafender Zeit: die Literatursendung "Druckfrisch" mit Denis Scheck. Zum Abschied von der Sendung erzählt Andreas Ammer von der Mülltonne, die keine ist und von der Herausforderung, mit einem kleinen Budget Literatur glamourös in Szene zu setzen.