Sportgebabbel – Ein Podcast für alle, die Vereinssport lieben Archiv
25 Episoden
52 Minuten
Welche Chancen mit Ferienangeboten verbunden sind, wie Vereinen der Einstieg gelingt und welche Fehler sie vermeiden sollten, steht im Mittelpunkt der 25. Folge. Camps, Ausflüge, Freizeiten und Co.: Immer mehr Vereine in Hessen nutzen die Schulferien, um Kinder und Jugendliche an den Vereinssport heranzuführen. Ein neues Gesetz zur Stärkung der Jugendarbeit im schulischen Ganztag gibt dem organisierten Sport Rückenwind. In der Folge erläutert Lukas Schmitt, Vorstandsmitglied der Sportjugend Hessen (SJH), welche Formate für welchen Verein passend sind, wie man Betreuer*innen gewinnt – und welche Möglichkeiten es für Berufstätige gibt. Grundsätzlich gilt: Für Ferienangebote, die in den schulischen Ganztag eingebunden sind, ist eine Freistellung realistisch. „Ehrenamtliche in Hessen können für Maßnahmen der Jugendarbeit pro Jahr bis zu zwölf Tage bezahlten Sonderurlaub bekommen“, erläutert Schmitt. Im Mittelpunkt stehen auch die Ausbildungs- und Unterstützungsangebote, mit denen die Sportjugend den Einstieg erleichtert. Hierzu zählt eine Handreichung, die etwa organisatorische sowie rechtliche Grundlagen erläutert und pädagogische Impulse gibt. „Sie soll unsere Vereine dabei unterstützen, eigene Ferienangebote auf die Beine zu stellen oder weiterzuentwickeln“, sagt Schmitt.
12 Minuten
Welchen Herausforderungen sieht sich die Sportschule des Landessportbundes Hessen (LSBH) konfrontiert? Wie wichtig ist es, Zielgruppen außerhalb des organisierten Sports zu erschließen? Und welchen Stellenwert spielt dabei die neue Website der Sportschule? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der 24. Folge. Zu Gast ist Sportschulleiter Tim Schmidt-Weichmann, der über den Status quo der Sport- und Bildungsstätte im Frankfurter Stadtwald berichtet.
14 Minuten
Flagge zeigen für den organisierten Sport. Sichtbarkeit schaffen für die rund 7.300 hessischen Vereine. Für das, was unzählige Ehrenamtliche leisten. Das steckt hinter dem Trikottag, zu dem der Landessportbund Hessen (LSBH) am 13. Mai zum vierten Mal aufruft. Vereinsmitglieder und Sportbegeisterte sind eingeladen, das Trikot, Shirt oder die Trainingsjacke ihres Vereins zu tragen, Bilder in den sozialen Medien mit dem Hashtag #Trikottag zu posten und den LSBH zu verlinken. Auch Schulen und Unternehmen können sich beteiligen – und mit bewegten Pausen den Tag sportlich gestalten.
42 Minuten
Etwa ein halbes Jahr ist es her, als Lisa Mayer ihre Karriere als Sprinterin beendete. Mittlerweile ist die 29 Jahre alte gebürtige Gießenerin im Leben nach dem Leistungssport angekommen. Seit Anfang März arbeitet Mayer am Olympiastützpunkt Hessen (lsb h) in Frankfurt, wo sie für die Bereiche Athletenbetreuung und Netzwerkarbeit zuständig ist. „Ich habe ein großartiges Team und freue mich, dass ich weiterhin im Sport etwas bewegen kann“, sagt Mayer in der 22. Folge. Bei den Weltmeisterschaften im September vergangenen Jahres in Tokio verabschiedete sie sich von der Leichtathletik-Bühne. Fast ein Jahrzehnt lang zählte Mayer zur nationalen Sprintspitze, hinterließ aber auch auf internationaler Ebene Eindruck. Bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme 2016 in Rio erreichte sie mit der 4x100-Meter-Staffel Platz vier, acht Jahre später krönte sie ihre Laufbahn mit der Bronzemedaille in Paris. Ein weiteres Highlight ist die Goldmedaille bei den Europameisterschaften 2022 in München – am letzten Wettkampftag, in der letzten Disziplin. „Das macht diesen Erfolg emotional so besonders“, betont die Wahl-Frankfurterin, die sich nach dem Karriereende erst einmal eine längere Auszeit nahm, um das Kapitel Leistungssport bewusst zu schließen. „Ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut und bin mit mir sehr im Reinen.“ In der Folge erzählt Mayer, wie sie den Wechsel von der Bahn in einen klassischen Arbeitsalltag erlebt hat und welche Herausforderungen damit verbunden waren. Sie blickt auf ihre Laufbahn zurück, in der sie auch einige Rückschläge durch Verletzungen erlebte. Und sie erläutert, wie sie zu einer möglichen Zukunft als Trainerin steht.
37 Minuten
Bobpilot Adam Ammour hat eine rasante Entwicklung hingelegt. Vize-Weltmeister, Europameister und Olympia-Bronze – das sind seine bislang größten Erfolge. Doch damit gibt sich der 24-jährige Gießener keineswegs zufrieden und nimmt den Sieg im Gesamtweltcup ins Visier. „Mit meinem Team will ich im nächsten Winter angreifen“, sagt der Athlet von Eintracht Frankfurt in der 21. Folge. Erst vor rund sieben Jahren wechselte er vom Turnen in den Bobsport – und jetzt trauen ihm viele Experten bereits zu, in die Fußstapfen der Bob-Ikonen Johannes Lochner und Francesco Friedrich zu treten. In der Folge spricht Ammour über die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien, wo er im Zweierbob Dritter wurde. Im Viererbob verpasste der 24-Jährige das Podest zwar knapp, doch nach seinem Olympia-Debüt überwiegen die positiven Erlebnisse. „Es war einfach unbeschreiblich. Viele Jahre Arbeit haben sich ausgezahlt.“ Zum Bobsport hat ihn sein Bruder Isaam gebracht, der seit vielen Jahren als Anschieber unterwegs ist. Der Wechsel in den Eiskanal hängt aber auch mit einer Handgelenksverletzung zusammen, wegen der Ammour seine Laufbahn als Turner beenden musste. In der Folge erzählt Ammour auch, wie hart der Abschied vom Turnen war, wie er in die Rolle des Bobpiloten hineingewachsen ist und wie er die Entwicklung des Bobsports in Hessen sieht.
43 Minuten
Wenn im Februar die Olympischen Winterspiele in Italien stattfinden, werden zwei Hessinnen besonders im Blickpunkt stehen. Bobpilotin Laura Nolte und ihre Anschieberin Deborah Levi zählen zu den Medaillenkandidatinnen – und blicken mit großem Selbstbewusstsein auf ihre zweiten gemeinsamen Spiele. „Die Vorbereitung läuft sehr, sehr gut. Wir wissen, was wir draufhaben und vertrauen uns gegenseitig sehr“, sagt Levi im „Sportgebabbel“. In der Folge sprechen die in Frankfurt lebenden Athletinnen aber nicht nur über Olympia. Es geht auch um ihre enge Freundschaft und was sie abseits des Sports miteinander erleben. Sie geben Einblicke in ihren Trainingsalltag am Bundesstützpunkt Leichtathletik. Und sie erläutern, wie sie den Bobsport für sich entdeckten. Beide haben ihre Wurzeln in der Leichtathletik und waren erfolgreiche Sprinterinnen, ehe sie sich vor einigen Jahren zum Wechsel in den Wintersport entschieden. Der Schritt hat sich ausgezahlt, denn zusammen gewannen Nolte und Levi Olympia-Gold in Peking 2022 und zählen heute als amtierende Gesamtweltcupsiegerinnen zur absoluten Weltspitze.
33 Minuten
In der Folge ist Sonja Pahl, Sportjournalistin und Sportchefin bei HIT RADIO FFH, zu Gast. Im Gespräch geht es um die Rolle von Frauen im Sport, um Gleichberechtigung sowie um Pahls persönliche Erfahrungen im Sportjournalismus.
59 Minuten
Hohe Temperaturen, viel Sonne, Gewitter mit Hagel und Sturm – wie können wir uns auch im Sommer gesund bewegen und Sport treiben? In der 18. Podcastfolge spricht Carolin Strohbehn, Referentin für Kommunikation des Landessportbundes Hessen (lsb h), mit zwei Expert*innen: Susanna Sophie Hinn vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Projektmanagerin im Bereich Klimaanpassung im Sport, und Marco Mattes vom lsb h, Referent für Sport und Gesundheit. Die beiden geben praxisnahe Einblicke, wie Sportvereine, Trainer*innen und Sporttreibende mit den Herausforderungen von Hitze und klimatischen Veränderungen umgehen können. Dabei geht es unter anderem um „Sport im Park“ – kostenfreie Angebote unter freiem Himmel, die besonders für alle geeignet sind, die Neues ausprobieren oder einen Verein kennenlernen möchten. Außerdem sprechen sie über Klimaanpassung im Sport: vom sogenannten Musterhitzeschutzplan, über Beschattung und Verpflegung an heißen Tagen bis hin zu angepassten Trainingszeiten. Auch besondere Zielgruppen wie Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen werden beleuchtet, für die extreme Temperaturen ein höheres Risiko bedeuten. Die Folge zeigt, dass Klimaanpassung kein Verbot ausspricht, sondern in erster Linie dem Gesundheitsschutz dient – und zugleich Chancen bietet, Sport neu zu denken, etwa durch neue Trainingsrhythmen, längere Outdoor-Saisons und kreative Lösungen für sichere Bewegung.
45 Minuten
Immer mehr Menschen spielen Padel, eine dynamische Rückschlagsportart. Kleine Felder, umgeben von Glaswänden – und gespielt wird im Doppel. Besonders in Südamerika kommt Padel gut an, aber auch in Deutschland steigt das Interesse, weil der Einstieg niederschwellig ist. Welche Entwicklungen sind in Hessen zu erkennen? Und wie können Tennisvereine vom Padel-Boom profitieren? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der 17. Folge. Der Gast: Patrick Mayer, der sich beim Hessischen Tennisverband (HTV) federführend um die Weiterentwicklung von Trendsportarten wie Padel kümmert. Früher war er in der Tennis-Regionalliga aktiv, heute ist er leidenschaftlicher Padelspieler – und hat es in die deutsche Nationalmannschaft geschafft. Seine Begeisterung für die Sportart entdeckte er in Spanien, wo Padel längst etabliert ist. In Deutschland hingegen müssen Strukturen erst noch geschafften werden. „Es tut sich derzeit viel – auch in Hessen“, betont Mayer. „Vor etwa einem Jahr ist der Padel-Boom auch bei uns angekommen.“
13 Minuten
Sport sichtbar machen – darum geht es am bundesweiten Trikottag. Am 20. Mai 2025 ruft der Landessportbund Hessen (lsb h) gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und anderen Landessportbünden alle Sportvereinsmitglieder dazu auf, Flagge zu zeigen: Wer an diesem Tag sein Vereinstrikot im Alltag trägt – ob in der Schule, bei der Arbeit oder beim Einkaufen – setzt damit ein starkes Zeichen für den Vereinssport. In der 16. Folge sprechen Daniel Seehuber und Carolin Strohbehn über die Idee hinter dem Trikottag, den gesellschaftlichen Wert des Vereinssports und die vielen Möglichkeiten, wie auch Schulen diesen Tag mitgestalten können. Denn der Trikottag ist mehr als nur eine nette Mitmachaktion – er ist eine Einladung, über die Bedeutung von Sportvereinen für Gemeinschaft, Integration und Gesundheit ins Gespräch zu kommen.
19 Minuten
In dieser Folge sprechen wir erneut mit Nico Mikulic von der Sportjugend Hessen über die Stärkung der Demokratie im Sport. Wie demokratisch sind Sportvereine wirklich? Warum gehen so wenige Menschen zu Mitgliederversammlungen? Und wie kann gelebte Demokratie im Alltag aussehen?
44 Minuten
Demokratie, Werte und Kindeswohl im Sport – warum sind diese Themen so wichtig? In der 14. Folge sprechen wir mit Nico Mikulic von der Sportjugend Hessen. Als Projektleiter von "DemoS! – Sport stärkt Demokratie" setzt er sich dafür ein, demokratische Strukturen im Sport zu stärken und Werte wie Respekt und Vielfalt zu fördern. Außerdem geht es um das Thema Kindeswohl im Sport: Welche Herausforderungen gibt es? Und welche Rolle spielen Vereine und Verbände dabei?
16 Minuten
Jede fünfte hessische Sportstätte ist sanierungsbedürftig, bundesweit beläuft sich der Sanierungsstau auf rund 40 Milliarden Euro. Wie kann es gelingen, die rund 230.000 Sportstätten in Deutschland zu erhalten? Wie muss die Politik unterstützen? Welche Rolle könnten Olympische Spiele in diesem Zusammenhang spielen? Und was tut der Landessportbund Hessen (lsb h), um die Sportinfrastruktur fit für die Zukunft zu machen? Darum geht es in der aktuellen Folge. Im neuen „kurz und kompakt“-Format nimmt Jens Prüller, Geschäftsbereichsleiter Sportinfrastruktur beim lsb h, die Bundesregierung in die Pflicht. Die Kosten könnten nicht mehr allein von der Landespolitik, den Kommunen, Landkreisen und Vereinen gestemmt werden, betont Prüller. „Wenn man die Situation grundlegend verbessern will, muss der Bund ins Boot kommen.“
32 Minuten
Im Sommer 2026 tritt das sogenannte Ganztagsförderungsgesetz in Kraft. Es betrifft vor allem Schulen, aber auch Sportvereine. Denn: Die Schultage werden dadurch länger – und die Schule wird immer mehr zum Ort, an dem Kinder mit Sport und Bewegung in Berührung kommen. Für den organisierten Sport ist der Ganztag eine große Chance. Vereine können Kinder gewinnen, die sonst vielleicht nicht den Weg zu ihnen finden würden. Wie Vereine im schulischen Ganztag erfolgreich sein können, zeigt der SC Budokan Maintal. Der kleine Verein aus dem Sportkreis Main-Kinzig ist seit rund 15 Jahren Träger des Regenbogenhauses und betreut fast 300 Grund-, Haupt- und Realschüler. Warum sich der SC Budokan Maintal für diesen Weg entschied und welche Tipps er für andere Vereine hat, erzählt Vorsitzender Ervin Susnik in der zwölften Folge.
34 Minuten
Vier Medaillen bei Olympia, zwei bei Weltmeisterschaften, acht Europameistertitel und unzählige Erfolge auf Vereinsebene: Tischtennislegende Timo Boll aus Höchst im Odenwald hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Eine Karriere, die in wenigen Monaten zu Ende geht. Welche Erfolge die schönsten waren, welche Erinnerungen er an seine Anfänge beim TSV Höchst hat und ob er sich perspektivisch den Job des Bundestrainers vorstellen kann, erzählt der 43-Jährige in der aktuellen Folge des „Sportgebabbel“, dem Podcast des Landessportbundes Hessen (lsb h). Während des Besuchs spricht Boll auch über viele weitere Themen. Über seinen letzten Olympia-Auftritt. Über sein Gerechtigkeitsbewusstsein. Über seinen langjährigen Förderer Helmut Hampl, der ihn als Landestrainer mit acht Jahren entdeckte und seine Entwicklung eng begleitete. Über die Freundschaft mit Basketball-Ikone Dirk Nowitzki. Und über seinen Kampfgeist, den er im Jahr vor Olympia in Paris besonders brauchte. Der 43-Jährige hatte wieder mit Verletzungen zu kämpfen – doch wieder gelang ihm die Rückkehr an die Weltspitze. „Ich musste durch die Hölle gehen“, sagt Boll.