Sportgebabbel – Ein Podcast für alle, die Vereinssport lieben Archiv
25 Episoden
39 Minuten
Integration ist ein Thema, das für Vereine immer wichtiger wird. Denn: Mehr als 30 Prozent der Einwohner*innen in Hessen haben einen Migrationshintergrund. Der Gast der zehnten Folge: Heiko Weiershäuser, der sich seit vielen Jahren für Integration im und durch Sport engagiert. Der Nordhesse ist Integrationsbeauftragter des Sportkreises Region Kassel und Sport-Coach im Rahmen des Landesprogramms „Sport integriert Hessen“. Als Vorstandsmitglied in seinem Heimatverein VfL Wolfhagen weiß er, welche Chancen Integrationsarbeit für den organisierten Sport bietet. Er schildert ausführlich seine Erfahrungen und gibt viele nützliche Tipps für Vereine, die sich noch mehr für Geflüchtete, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte einsetzen wollen.
31 Minuten
„Ich will nicht nur dabei sein, sondern auch eine Medaille gewinnen.“ Das sagt der hessische Schwimmer Oliver Klemet vor seinen ersten Olympischen Spielen, bei denen er im Sommer über 400- und 800-Meter-Freistil sowie im Freiwasserwettbewerb starten wird. Wie hart der Weg nach Paris war und warum er vor wenigen Jahren ans Karriereende dachte, erzählt der aus Wehrheim stammende 22-Jährige im aktuellen „Sportgebabbel“. Und er blickt zurück auf seine Zeit im Sportinternat in Frankfurt, das er vor zwei Jahren als „Eliteschüler des Jahres“ verließ und an den Bundesstützpunkt in Magdeburg wechselte. Neben einem guten Abitur war Klemet zwischen 2019 und 2022 eine beachtliche sportliche Entwicklung geglückt. „Als ich ans Internat kam, war Olympia kein realistisches Ziel, denn ich war kein herausragendes Talent. Die Zeit im Internat hat mir sehr viel gebracht“, erinnert sich Klemet. Heute ist er auf Augenhöhe mit Superstar und Trainingskollege Florian Wellbrock, dem er sogar das Olympia-Ticket über 800-Meter-Freistil wegschnappte.
39 Minuten
Welchen Stellenwert haben Freiwilligendienste für unsere Gesellschaft? Wie wichtig sind sie für die Entwicklung von Sportvereinen? Und welchen Mehrwert hat ein Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene? Darum geht es in der achten Folge. Der Gast: Julia Frauendorf, Ressortleiterin Internationale Jugendarbeit bei der Deutschen Sportjugend (dsj). Seit vielen Jahren engagiert sich die heute 33-Jährige in ihrem Heimatverein Eintracht Wiesbaden für den Nachwuchs. Sie ist Abteilungsleiterin, Trainerin – und betreut im vierten Jahr die Freiwilligendienstleistenden in der Volleyballabteilung. „Sie sind eine unfassbare Bereicherung – gerade für unsere jüngeren Mitglieder“, betont Frauendorf, die auch wertvolle Tipps für Vereine gibt, die Einsatzstelle werden möchten.
29 Minuten
Der Landessportbund Hessen (lsb h) unterstützt den organisierten Sport auf unterschiedlichste Art und Weise. Er versteht sich als Dienstleister seiner rund 7.400 Vereine, die beispielsweise Förderprogramme in Anspruch nehmen können. Zudem vertritt der lsb h die Interessen des Sports gegenüber der Politik und setzt sich für gute Rahmenbedingungen ein. Darüber hinaus bietet die Dachorganisation vielfältige Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten an, damit Vereine dauerhaft Sportanbieter Nummer eins bleiben. Hinzu kommen zahlreiche Beratungsangebote wie der Öko-Check, der sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat und sogar mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Immer mehr Vereine nutzen die kostenlosen Beratungen des Geschäftsbereichs Sportinfrastruktur, um ihre Sportstätten zu modernisieren und zugleich etwas für den Umweltschutz zu tun. Der TuSpo „Nassau“ Beilstein aus dem Sportkreis Lahn-Dill hat sich dieses Thema besonders auf die Fahnen geschrieben. Wie es dazu gekommen ist und welche Rolle der Landessportbund für den Verein spielt, darüber spricht Vorstandsmitglied Klaus Herrmann in der aktuellen Folge.
52 Minuten
Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele im Sommer ist spürbar – obwohl Krisen und Kriege die Welt erschüttern. Und obwohl die Zulassung von russischen und belarussischen Athlet*innen in der Kritik steht. Diese Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Kommunikationsdirektor Christian Klaue eng begleitet. Eine Entscheidung, die der Landessportbund Hessen (lsb h) für falsch hält, weil der russische Angriffskrieg andauert, enge Verbindungen zwischen Militär und Sport existieren und das staatlich gestützte Doping-System bis heute nicht aufgearbeitet wurde. Warum die Zulassung aus IOC-Sicht trotz des russischen Angriffskrieges richtig ist, erläutert Klaue in der aktuellen Folge des „Sportgebabbel“, dem lsb h-Podcast. Zudem stellt er sich einigen weiteren kritischen Fragen. Er äußert sich zur Doping-Problematik in Russland und zu Vorurteilen gegenüber seiner Organisation – etwa zur verbreiteten Annahme, dass Olympia-Gastgeber mit hohen Schulden die Spiele beenden, während das IOC profitiert. Der 49-Jährige spricht aber auch über seine Zeit in Frankfurt. Zwischen 2009 und 2015 arbeitete Klaue als Pressesprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) – und behielt den hessischen Vereinssport in bleibender Erinnerung.
41 Minuten
Kindeswohl ist ein Thema, das den organisierten Sport seit einigen Jahren besonders beschäftigt. In vielen hessischen Vereinen wurden Entwicklungen angestoßen – wie beispielsweise beim TV Niederselters 1905. Bereits seit 2012 befasst sich der Mehrspartenverein aus dem Sportkreis Limburg-Weilburg damit, wie er für Kinder und Jugendliche zu einem noch sichereren Ort werden kann. Über den Status quo spricht der Kindeswohlbeauftragte Heiko Heger in der aktuellen Folge des „Sportgebabbels“, dem Podcast des Landessportbundes Hessen (lsb h). Er ermutigt andere Vereine, im Bereich Kindeswohl aktiv zu werden – und dem „Bündnis Safe Kids“ der Sportjugend Hessen beizutreten: „Das bietet die Chance, sich mit anderen Vereinen zu vernetzen und Kompetenzen zu entwickeln. Das Bündnis ist ein richtig gutes Instrument, um das Thema im Verein voranzubringen.“
44 Minuten
„Der Sport muss politischer werden, im Sinne unserer demokratischen Werteordnung.“ Das sagt Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, in der aktuellen Folge des „Sportgebabbels“, dem Podcast des Landessportbundes Hessen (lsb h). Der 49-Jährige ist zugleich Präsident des Frankfurter Ortsvereins, einer von fast 40 Makkabi-Vereinen in Deutschland. Seit dem 7. Oktober, dem Tag des schrecklichen Anschlags auf Israel, ist der jüdische Sport im Krisenmodus. Und Meyer ist mehr denn je als Krisenmanager gefordert. Dass Juden angefeindet werden, ist nichts Neues. Doch seit der Eskalation im Nahen Osten erleben jüdische Sportler*innen noch öfter Hass und Hetze. Vor allem verbalen Anfeindungen sind sie ausgesetzt, aber vereinzelt kommt es auch zu körperlichen Angriffen. „In manchen Vereinen raten wir den Mitgliedern dazu, in der Öffentlichkeit keine Makkabi-Kleidung zu tragen“, berichtet Meyer und ergänzt: „Wir wissen uns leider nicht anders zu helfen als uns ein Stück weit zurückzuziehen, was eine absolute Niederlage unserer Gesellschaftsform ist.“
35 Minuten
Inklusion ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema, das auch für den organisierten Sport immer bedeutender wird. Die gleichberechtigte Teilhabe beim Sporttreiben ist die Vision, doch derzeit ermöglicht nicht einmal jeder zehnte Verein in Deutschland Angebote für Menschen mit Behinderung. Wie kann Vereinen der Einstieg gelingen? Ist in allen Sportarten Inklusion möglich? Und wo liegen die Grenzen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der dritten Folge. Der Gast: Sarah Huber, die Geschäftsführerin von Special Olympics Deutschland in Hessen. Im Gespräch blickt die 31-Jährige außerdem zurück auf die Special Olympics World Games in Berlin, an denen im Juni mehr als 7.000 Athlet*innen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung teilnahmen. Die Spiele entfachten eine Aufbruchstimmung – auch dank eines bundesweiten Host-Town-Programms, an dem sich 19 hessische Kommunen beteiligten. Huber ist sich sicher, dass das Event dem inklusiven Sport einen großen Schub geben wird. Sie sagt aber auch: „Man hat schon viele Skeptiker, die sagen: Inklusion ist eine Utopie. Es ist noch ein sehr langer Weg.“
31 Minuten
Immer mehr ältere Menschen entdecken den Leistungssport für sich. Und immer mehr Sportarten öffnen sich für diese Zielgruppe, bieten Meisterschaften für sogenannte Altersklassensportler*innen an, deren Leistungen immer besser werden. Diese Entwicklung liegt am demografischen Wandel und daran, dass sich der Lebensstil vieler Senior*innen gewandelt hat, dass sie lange fit bleiben wollen. Ein gutes Beispiel ist Jörg Stehle, der mit fast 70 Jahren noch regelmäßig an Triathlons teilnimmt. Der emeritierte Anatomieprofessor der Universität Frankfurt hat seinen nächsten Ironman auf Hawaii vor Augen und betreut nebenbei zahlreiche ältere Sportler*innen. Im Interview mit Host Daniel Seehuber spricht Stehle über seine Motivation, warum Leistungssport im höheren Alter sinnvoll ist und wie ehrgeizige Senior*innen der Einstieg gelingt. Und er erläutert, warum sich Sportvereine noch mehr für Altersklassensportler*innen öffnen sollten.
26 Minuten
Wie ist das Ehrenamt im organisierten Sport in Hessen aufgestellt? Wie können Vereine neue Ehrenamtliche gewinnen? Und warum ist Ehrenamt eigentlich wichtig? Über diese und weitere Fragen spricht Host Daniel Seehuber mit Uwe Steuber, Vizepräsident für Kommunikation und Marketing des Landessportbundes Hessen (lsb h) und Vorsitzender des Sportkreises Waldeck-Frankenberg. Das langjährige Mitglied des TSV Korbach schildert viele eigene Erfahrungen – und stellt sich einer launigen Schnellfragerunde. „Ich konnte so schlecht erklären, wie sich der Kuchen zusammensetzt“, flachst Steuber, als er sich zwischen Kuchentheke und Bratwurststand entscheiden muss. Doch seine Einsätze am Grill liefen auch nicht immer glatt. Wie viele dunkle Würste auf seine Kappe gingen, weiß Steuber nicht. Er weiß aber: „Die wurden dann Currywurst nach alter Tradition.“