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Hochpalliativ Archiv

68 Episoden
23 Minuten
Über den Körper tritt sie täglich mit schwerkranken Menschen in Kontakt. Wir sprechen mit der Physiotherapeutin Diana Sommer über ihre Arbeit auf der Palliativstation im AKH Wien. Diana berichtet über ihre langjährige Berufserfahrung und wir erfahren, was sie in ihrer Freizeit zum Ausgleich macht. So viel vorweg: Sport und Tiere kommen in der täglichen Selbstfürsorge nicht zu kurz.
36 Minuten
In Folge 21 sprechen wir über das Palliative-ABC und den PERS2ON-Score. Bei diesen Abkürzungen handelt es sich um zwei Dinge, welche wir in unserer Arbeit täglich anwenden. Trotzdem sind es für uns zwei wichtige palliative Geheimnisse, da wir sie zu den Besonderheiten im Palliativbereich zählen. Wer nun nicht genau weiß, worum es sich handelt, hört am besten gleich rein. Denn wir hoffen, mit dem Ausplaudern dieser Geheimnisse nochmal mehr zu verdeutlichen, worum es bei Palliative Care geht und wie diese im (klinischen) Alltag angewendet werden kann.
43 Minuten
Eis mitten im Winter? Klingt erstmal nicht verwunderlich. Das Verlangen nach Eislutschern oder kalten Getränken bei Außentemperaturen um Null Grad vielleicht schon. Hierbei kann es sich um eines der typischen Anzeichen im Sterbeprozess handeln. Und genau darüber wollen wir in Folge 20 sprechen. Wie läuft ein "normaler" Sterbeprozess ab? Worauf kann man sich vorbereiten und was sind typische Zeichen, dass der Tod bald eintreten könnte? So viel vorweg: Sterben ist ein Prozess und läuft individuell und unterschiedlich ab. Aber wir wissen, dass Ängste und Befürchtungen gelindert werden können, wenn man darüber spricht, wie ein Sterbeprozess ablaufen kann. Genau das wollen wir tun. Aber hört selbst, wenn ihr wollt und macht eine Pause wenn ihr sie braucht.
30 Minuten
Nun sind wir schon zwei Wochen im neuen Jahr angekommen. Da ist es an der Zeit, Altes loszulassen und so richtig auszumisten. In Folge 19 wollen wir genau das tun. Wir räumen mit einigen Mythen rund um Palliative Care auf. Denn falsche Auffassungen, welche zum Beispiel eine Palliativstation mit einer „Sterbestation“ gleichsetzen, können die frühzeitige Integration einer Palliativversorgung verhindern.
38 Minuten
Was passiert auf Ebene 17 im roten Bettenturm? Wie kann man sich die Abläufe auf einer Palliativstation im größten Akutspital Österreichs vorstellen? Diese und noch mehr Fragen versuchen wir, in Folge 18 zu beantworten. Wir nehmen euch mit und versuchen, einen typischen Tag auf unserer Station (vornehmlich aus ärztlicher Sicht) zu beschreiben. Dabei bemerken wir, dass es eigentlich gar keinen typischen Tag gibt und dass - wie im Leben auch - im klinischen Alltag oft nicht alles vorhersehbar ist. Aber hört selbst!
38 Minuten
In Folge 17 sprechen wir mit dem Klinischen Psychologen unserer Palliativstation. Als diplomierter Sozialarbeiter und ausgebildeter Psychotherapeut ist Michael Kirschbaum fast so breit ausgebildet wie schon Cicely Saunders. Wir erfahren spannende Einblicke in den Arbeitsalltag mit unheilbar kranken Patient:innen sowie deren An- und Zugehörigen. Zudem tauchen wir in das Reich der Individualpsychologie nach Alfred Adler ein. Wir konnten einiges dazulernen – anhören lohnt sich!
34 Minuten
Kaum ein Thema in der Palliative Care wird von einem Zitat von Cicely Saunders so gut beschrieben wie die Ernährung am Lebensende – „Menschen sterben nicht, weil sie nicht essen. Sie essen nicht, weil sie sterben.“ Als Palliativteam kommt man um diesen Worte nicht herum. Manchmal muss man sie - nicht nur gegenüber An- und Zugehörigen, sondern auch mit ärztlichen Kolleg:innen - genau in dieser Deutlichkeit aussprechen. Ernährung ist ein sensibles Thema und die frühzeitige supportive Ernährungstherapie ist die einzige Möglichkeit, um Kachexie vorzubeugen. In der Endphase der Tumorkachexie gibt es keinerlei Nutzen für parenterale (= künstlich, über die Vene verabreichte) Ernährung. Auch profitieren Menschen in der letzten Lebensphase nicht von zusätzlicher intravenöser Flüssigkeit. Dass dies klar und deutlich, aber dennoch einfühlsam kommuniziert werden muss, besprechen wir in Folge 16.
22 Minuten
Ein häufiges – wenn nicht sogar das häufigste Symptom – von Tumorpatient:innen ist die Fatigue. Mit diesem Fremdwort wird der Zustand der körperlichen, emotionalen und kognitiven Erschöpfung bezeichnet, welcher oft im Rahmen einer Krebserkrankung besteht, jedoch zu selten erkannt wird. Nach der Behandlung möglicher Ursachen ist bei tumorbedingter Fatigue oft die körperliche Betätigung die beste Möglichkeit der Therapie. In Folge 15 erfahrt ihr, was dieses Erschöpfungssyndrom mit Löffeln zu tun hat. Wir sprechen darüber, dass der erste Schritt zur Therapie dieses häufigen und belastenden Symptoms das Erkennen und Ansprechen ist. Betroffenen hilft oft die Gewissheit, dass dieser Zustand als „normal“ zu sehen ist und sie nicht die Einzigen sind, die darunter leiden.
24 Minuten
Als Psychiater und Palliativmediziner erkannte Harvey M. Chochinov, dass beim Wunsch, vorzeitig zu versterben das Würde-Gefühl bzw. das Gefühl des Würde-Verlusts einen zentralen Stellenwert einnehmen. Dies führte zur Entwicklung des Würdemodells und der sogenannten "Dignity Therapy", der würdezentrierten Therapie. In Folge 14 sprechen wir über diese einzigartige und individualisierte Kurzintervention für Palliativpatient:innen und wie uns bestimmte Fragen im täglichen Handeln helfen können.
28 Minuten
Die Begründerin der modernen Hospiz- und Palliative Care Bewegung war die Interprofessionalität in Person. Dame Cicely Saunders war Sozialarbeiterin, Krankenpflegerin und Ärztin. Mit ihrem Handeln hat sie die Welt verändert und die Versorgung schwer kranker und sterbender Menschen revolutioniert. Das ausschließlich durch Spenden finanzierte St. Christophers Hospice gründete sie im Jahr 1967. Was es mit den drei polnischen Männern auf sich hat und wie uns ihre Worte und Sprüche auch heute noch im Palliativ-Alltag begleiten, erfahrt ihr in Folge 13.
28 Minuten
Eva hat ihr erstes Buch geschrieben - und genau darüber sprechen wir in Folge 12. Unter dem Titel "Gut gelaufen: Schöne Abschiede vom Leben" kann man beim Lesen in die Welt der Palliative Care eintauchen. Berührende Geschichten über die Begleitung von Patient:innen und deren An- und Zugehörigen wechseln sich mit theoretischen Teilen ab. Wie kommen die Geschichten in ein Buch? Welche Gedanken kommen beim Schreiben auf? Was verändert sich während des Schreibprozesses? Ist man danach noch die selbe Person? Wenn euch diese Fragen interessieren, hört jetzt rein. Wie immer freuen wir uns über Feedback zur Folge, aber auch zum Buch (falls es schon jemand gelesen hat).
38 Minuten
In Österreich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um bis zum Schluss ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Eines dieser Vorsorgeinstrumente ist die Patientenverfügung. Diese schriftliche Willenserklärung dient dazu, medizinische Behandlungen für den Fall, selbst nicht mehr entscheidungsfähig zu sein, abzulehnen. Auch Wünsche und Werte sollen definiert und festgehalten werden. Wer wissen will, wie die Erstellung einer Patientenverfügung abläuft und was in unseren geschrieben haben, hört am besten gleich in Folge 11!
22 Minuten
Um die zehnte Folge gebührend zu feiern, haben wir uns etwas Besonderes überlegt. Wir freuen uns, Vesna Nikolic als erste Gesprächspartnerin bei uns willkommen zu heißen. Sie ist die Stationsleitung im Bereich Pflege auf der Palliativstation der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin des AKH Wien. Als eine der Pionierinnen auf ihrem Gebiet ist sie bekannt für ihre klugen Worte und ihr hohes Maß an Empathie. Im Gespräch erzählt sie von ihrer langjährigen Erfahrung als diplomierte Pflegeperson und ihrem Weg zur Teamleitung. Auch Selbstfürsorge und die eigene Lebensqualität dürfen nicht zu kurz kommen, wenn man im Palliative Care Bereich arbeitet, wie uns Vesna verrät - aber hört selbst!
29 Minuten
Schlaflosigkeit und Schlafstörungen können Ausdruck belastender Symptome sein oder als eigenständiges Krankheitsbild auftreten. Im stationären Setting wird oft in erster Linie eine medikamentöse Therapie gewählt. Auch an nicht-medikamentöse Maßnahmen sollte gedacht werden. Manchmal kann ein Entlastungsgespräch schon ausreichend sein, wie wir in unserem Beispiel in Folge neun beschreiben. Treten Schlafprobleme auch nach Entlassung aus dem Krankenhaus auf oder sind langanhaltend und hartnäckig, stehen unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, z.B. aus dem Bereich der Verhaltenstherapie. Auch Maßnahmen für eine gute Schlafhygiene sind zu erwähnen. Die medikamentöse Therapie wollten wir in einer extra Folge separat besprechen.
32 Minuten
Das Zustandsbild des Delir kommt nach operativen Eingriffen bei älteren Personen häufig vor und ist wahrscheinlich am ehesten daher bekannt. Jedoch wird auch im Palliativbereich oft ein deliranter Zustand beobachtet. Vor allem gegen Lebensende tritt das Delir gehäuft auf und wird in dieser Phase auch als terminales Delir bezeichnet. Die auslösenden Faktoren sind vielfältig, rückgängig zu machende Ursachen sollten bedacht und behoben werden. Nicht-medikamentöse Maßnahmen zeigen sich in der Praxis meist am wirkungsvollsten – dies wird auch von der aktuellen Studienlage bestätigt. In Folge acht wollen wir das Delir und den Umgang damit in der Palliative Care anhand eines Patientenbeispiels erläutern.