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93 Episoden
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Im Rahmen unseres Betriebsausflugs durften wir dorthin schauen, wo Zuschauer sonst selten hinkommen: Hinter die Kulissen des Schauspielhauses Dresden. Was ich dort über Geschichte und Bühnentechnik gelernt habe, ist beeindruckend. Und damit herzlich willkommen bei BehindBlueEyes.de. Unterwegs auf den Brettern die die Welt bedeuten.

Die Geschichte des Hauses ist an sich schon ein echtes Statement und zeigt wunderbar den stolzen Dresdner Bürgersinn. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte Dresden durch die Industrialisierung einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Das städtische Bürgertum wurde immer reicher, einflussreicher und selbstbewusster. Natürlich wollte man auch am kulturellen Leben teilhaben. Doch da gab es ein Problem: Der Adel beanspruchte die gehobene Kulturwelt weitgehend für sich. Das Albert-Theater in der Neustadt war dem Adel vorbehalten, und die normalen Bürger waren dort nicht sonderlich erwünscht.

Aber anstatt sich fügsam zurückzuziehen, dachten sich die Dresdner Bürger schlicht: Wenn ihr uns nicht wollt, bauen wir uns eben unser eigenes Theater. Gesagt, getan. Die reich gewordene städtische Bevölkerung setzte sich gegen die Privilegien des Adels durch und finanzierte mit beeindruckendem Durchhaltevermögen ein neues, modernes Theaterhaus. Das Königliche Schauspielhaus, das heutige Staatsschauspiel Dresden, wurde schließlich 1913 eröffnet. Es war ein echter Triumph des Bürgertums, der bis heute im Stadtbild verankert ist und als Kulturstätte allen offensteht.

Richtig faszinierend wurde es bei der Führung, als wir tief in die Eingeweide des Gebäudes eingetaucht sind. Das Dresdner Schauspielhaus war schon bei seiner Erbauung ein absoluter Vorreiter in Sachen Ingenieurskunst. Um das Platzproblem auf dem Grundstück zu lösen, da für eine klassische Hinterbühne zum Lagern der Kulissen schlichtweg der Raum fehlte, entwickelte der damalige Technische Direktor Adolf Linnebach eine bahnbrechende Lösung. Er schuf die sogenannte Versenk-Schiebe-Bühne. In einer rund elf Meter tiefen Wanne unter der Hauptbühne arbeiten seitdem gewaltige Hydraulikzylinder, die tonnenschwere Bühnenelemente mit reinem Wasserdruck heben, senken und verschieben können. Das ist ein Meisterwerk der Technik, das bis heute beeindruckt.

Besonders spannend war der Moment, als wir schließlich selbst mitten auf der Bühne standen. Vor uns erstreckte sich bereits ein Teil der aufgebauten Kulisse für die nächste Vorstellung von „Der talentierte Mr. Ripley“. Von dort aus geht der Blick nach oben in den riesigen Schnürboden und über die Beleuchtungsemporen oder nach unten in die Unterbühne. Es ist schlicht überwältigend, was für ein gewaltiger Maschinenraum sich hinter den Kulissen verbirgt. Die versenkbaren Bühnenpodien der Versenk-Schiebe-Bühne, die Beleuchtungsemporen und unzählige Seilzüge sorgen dafür, dass tonnenschwere Bühnenbilder innerhalb von Sekunden wie von Zauberhand verschwinden oder neu aufgebaut werden. Zu sehen, mit welcher Präzision und welchem technischen Aufwand hier gearbeitet wird, lässt einen die Theaterarbeit noch einmal mit völlig anderen Augen sehen.

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Es gibt Serien, die schaut man entspannt nach einem langen Arbeitstag weg. Man lässt sich berieseln, verpasst zwei Dialoge und hat trotzdem nicht das Gefühl, etwas Entscheidendes versäumt zu haben. Und dann gibt es „Slow Horses – Ein Fall für Jackson Lamb“ auf Apple TV.

Wer hier auch nur für zwei Minuten das Smartphone in die Hand nimmt, hat verloren. Die britische Agentenserie geht in ihre nächste Runde und gehört aktuell zum Absolut Besten, was die Streaming-Landschaft zu bieten hat. Der Start der neuen Staffel ist der perfekte Zeitpunkt, Versäumtes nachzuholen.

Das Konzept der Serie ist herrlich abgewrackt. Normalerweise wird Geheimdienst-Content aus dem Kino als Hochglanz-Welt voller maßgeschneiderter Anzüge, High-Tech-Gadgets und unerschütterlicher Helden präsentiert. „Slow Horses“ bricht mit diesem Mythos auf brutal ehrliche und extrem unterhaltsame Weise.

Im Zentrum steht das sogenannte „Slough House“, eine trostlose Außenstelle des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 in London. Wer hier landet, hat im Dienst gewaltig Bockmist gebaut. Verpatzte Trainingseinsätze, peinliche Datenlecks oder alkoholbedingte Aussetzer machen das Slough House zum Abstellgleis für gescheiterte Spione. Feuern kann man sie zwar nicht direkt, doch sie sollen bitteschön nur noch Akten sortieren und langweilige Routineaufgaben erledigen, bis sie von selbst kündigen. Doch wie es das Schicksal will, stolpern genau diese lahmen Gäule immer wieder in reale, brandgefährliche Verschwörungen, die das Hauptquartier am liebsten unter den Teppich kehren würde.

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Heute schauen wir gemeinsam auf ein Thema, das mich in den letzten Wochen extrem beschäftigt hat – und ehrlich gesagt lässt es mich auch nicht so ganz los. Es geht um die politische Realität im Osten, genauer gesagt in Sachsen-Anhalt, und um eine Frage, die wir uns viel öfter stellen sollten: Will die AfD eigentlich wirklich regieren?

Der Traum von der Regierungsverantwortung klingt in den Sonntagsreden der Partei ja stets gewaltig. Aber blickt man auf die Praxis in Magdeburg, entpuppt sich das lautstarke Getöse rasch als eine Inszenierung ohne echtes Fundament. Sachsen-Anhalt gilt seit jeher als eines der Kernländer des rechtsaußen geprägten Landesverbands. Hier feiert die Partei Rekordergebnisse, stellt starke Fraktionen und beherrscht das Parkett der Fundamentalopposition perfekt.

Doch spätestens wenn Spitzenkandidat Ulrich Siegmund verkündet, seine Partei werde im Koalitionspoker „keine Kompromisse“ eingehen und im Zweifel lieber Neuwahlen anstreben, da verstärkt sich bei mir eine Befürchtung. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass die AfD in Wahrheit gar nicht regieren will. Ihr wahrer Markenkern bleibt das Dagegensein, das Anprangern und die Dauererregung.

Sachsen-Anhalt dient hierfür als ideales Exempel. Der Landesverband wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Diese Radikalisierung ist kein Zufall, sondern Strategie, um die Stammwählerschaft im Dauer-Kulturkampf zu halten. Wer aber regieren will, muss Kompromisse schließen, Koalitionen bilden und im Rahmen der Verfassung handeln. All das widerspricht der Funktionsweise dieser Partei. Wenn Siegmund eine „100-prozentige Umsetzung“ der eigenen Positionen fordert und Zugeständnisse als „Machtspielchen“ abkanzelt, stellt er bewusst Bedingungen auf, die jede Regierungsbildung im Keim ersticken.

Den kompletten Blogbeitrag mit allen Details findest du wie gewohnt auf BehindBlueEyes.de. Lass uns auch gerne darüber diskutieren und Meinungen austauschen. Hinterlasse mir einen Kommentar auf der Website oder vernetze dich mit mir in den sozialen Netzwerken unter @10dansch. Ich freue mich auf den Austausch mit dir! 

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Stell dir vor, ein Cyberangriff findet statt, aber hinter den Tastaturen sitzt kein menschlicher Hacker, kein schattiges Kollektiv in einem dunklen Raum und auch kein starrer Programmier-Bot. Stattdessen übernimmt eine Künstliche Intelligenz eigenständig das Kommando, analysiert Systeme, findet Lücken und baut sich ihre eigenen Werkzeuge.

Genau das ist kürzlich passiert. Der Vorfall auf der Entwicklerplattform Hugging Face hat in der IT -Sicherheitswelt für echtes Aufsehen gesorgt. Ein auf ChatGPT basierendes Modell hat eigenständig einen gezielten Einbruch versucht. Und das verändert die Spielregeln der Cybersecurity grundlegend.

Was ist genau geschehen? Das Modell bekam eine Aufgabe mit gewissem Handlungsspielraum. Statt aber nur brav Text oder Code auszuspucken, scannte die KI die Umgebung von Hugging Face. Sie entdeckte Schwachstellen in den Schnittstellen und schrieb eigenständig sogenannten Exploit-Code, also maßgeschneiderte Befehle, um Sicherheitslücken gezielt auszunutzen.

Das wirklich Beunruhigende daran ist die Dynamik: Stoßen klassische Hacker-Skripte auf eine Sperre, brechen sie ab. Ein großes Sprachmodell wie ChatGPT versteht jedoch Fehlermeldungen. Es lernt im laufenden Prozess eigenständig aus Fehlern, passt seine Angriffe in Bruchteilen von Sekunden an und probiert autonom neue Wege aus, bis es ans Ziel gelangt. Hinzu kommt die enorme Geschwindigkeit. Während ein Mensch Stunden braucht, um Quellcode zu analysieren, arbeitet die KI in Echtzeit.

Auch die Frage der Urheberschaft verschwimmt völlig: Wo endet die Absicht der Person, die den Prompt getippt hat, und wo beginnt das eigenständige Handeln der KI?

Der digitale Einbruch bei Hugging Face zeigt eindringlich: Die Grenze zwischen „KI als Hilfsmittel“ und „KI als autonomer Akteur“ ist gefallen. Schutzsysteme können sich nicht mehr darauf beschränken, alte Angriffsmuster zu blockieren.

Die IT-Sicherheit steht vor einem völlig neuen Wettrüsten: Algorithmus gegen Algorithmus.

Den kompletten Blogbeitrag mit allen Details findest du wie gewohnt auf BehindBlueEyes.de. Lass uns auch gerne darüber diskutieren und Meinungen austauschen. Hinterlasse mir einen Kommentar auf der Website oder vernetze dich mit mir in den sozialen Netzwerken unter @10dansch. Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

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12 Minuten
43,8 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt – ein Ergebnis, das trotz aller Prognosen sprachlos macht. In dieser Folge werfen wir einen ehrlichen, reflektierten Blick auf den Wahlabend: Hat die AfD aus eigener Kraft gewonnen oder hat das bisherige politische System auf ganzer Linie versagt?

Wir sprechen über die Fehler im Umgang mit dem Wahlergebnis, den Zwang zur ständigen Selbstdarstellung in der Politik, unpassende Debatten an der Lebenswirklichkeit vorbei und die Frage, warum wir Politik und das System der Berufspolitiker vielleicht völlig neu denken müssen.

Diskutiere mit! Ein Podcast sollte keine Einbahnstraße sein – deine Perspektive zählt:

Wie fühlst du dich bei diesem Wahlergebnis?

Blickst du besorgt in die Zukunft, bist du wütend oder siehst du die Lage ganz anders?

Teile deine Gedanken in den Kommentaren auf BehindBlueEyes.de oder lass uns auf Bluesky, Threads und X darüber sprechen. Du findest mich dort überall unter @10dansch.

Ich freue mich auf einen konstruktiven und respektvollen Austausch mit dir!

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7 Minuten
Er hat es wieder getan. Per Dekret befahl Donald Trump, den Lake Ontario ab sofort in Lake America umzubennen. Ein Gewässer, das zur Hälfte auf kanadischem Territorium liegt und dessen Name seit über 400 Jahren auf die indigene Wendat-Sprache zurückgeht. Das ist klassische, lauthals getrötete Symbolpolitik direkt aus dem Oval Office. Eine grandiose Inszenierung für die eigene Anhängerschaft, die der nördliche Nachbar zwar müde belächeln, aber noch lange nicht mitmachen muss. Doch wenn die wütende Orange im Weißen Haus solche Rauchbomben zündet, lohnt sich meist ein genauerer Blick hinter die neblige Fassade. Denn da, wo lauthals über Geografie verhandelt wird, brennt es oft an ganz anderer Stelle.

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3 Minuten
Dinosaurier im Vorgarten, schwelende Ehekrisen und mitten im Chaos erklärt die Tochter am Frühstückstisch die physikalischen Grundlagen von Wurmlöchern: Der neue Film „The End of Oak Street“ bietet eine schräge Mischung aus Familiendrama und Zeitreise-Spektakel.

In dieser Folge knöpfen wir uns die prähistorische Komödie von Regisseur David Robert Mitchell genauer vor. Wir sprechen über kopulierende Urzeitechsen in der Nachbarschaft, die fehlende Existenz von Smartphones zugunsten nostalgischer Polaroid-Kameras und das verwirrende Doppelgänger-Phänomen rund um die Rolle der Jeannette kurz vor dem Abspann. Dazu gibt es die ehrliche Antwort auf die Frage, ob der riesige Hype im Netz wirklich berechtigt ist oder ob es sich schlicht um gewöhnliches, aber extrem unterhaltsames Popcorn-Kino handelt.

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5 Minuten
Ein Video auf X, eine überraschende Offerte und jede Menge politische Sprengkraft: Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke bietet BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht an, sie mithilfe der AfD zur Ministerpräsidentin in Erfurt zu wählen – und reicht ihr öffentlich die Hand.

Was auf den ersten Blick wie ein spektakuläres Friedensangebot wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als feingliedriger, politischer Haken mit doppelter Stoßrichtung. In dieser Folge analysieren wir die Taktik hinter dem Vorstoß.

Chaos im BSW

Wie Höcke durch das Angebot gezielt Keile zwischen die Erfurter BSW-Landesfraktion und die Berliner Parteispitze treibt.

Der Blick auf Sachsen-Anhalt

Warum das BSW durch eine absehbare Ablehnung kurz vor dem Urnengang am 6. September als „Systempartei“ gebrandmarkt werden soll.

Die Jagd nach der absoluten Mehrheit

Wie die AfD aus dem Manöver Kapital schlägt, um sich von unberechenbaren Bündnispartnern unabhängig zu machen.

Der Strippenzieher Höcke

Eine Einordnung der politischen Ränkespiele eines langjährigen Parteistadts-Akteurs.

Im Podcast enthalten: Der O-Ton von Björn Höckes Video-Botschaft.

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5 Minuten
Ein wolkenloser Himmel, angenehme Temperaturen und beste Laune: Wenn das Wetter perfekt ist, sprechen wir begeistert von echtem Bombenwetter.

Doch der so friedlich klingende Alltagsbegriff hat eine überraschend düstere Geschichte. In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die zynischen militärischen Wurzeln unserer Sprache und klären, warum wir heute dennoch unbeschwert die Sonne darunter genießen können.

Wie hast du heute deinen Sonntag verbracht? Schreib mir gerne.

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8 Minuten
Kaum beschließt die Bundesregierung die Pläne der unabhängigen Rentenkommission, kochen die Gemüter hoch. Im Zentrum der Hitzewelle: Das drohende Aus für die abschlagsfreie „Rente mit 63“. Doch während Parteien, Gewerkschaften und Verbände im gewohnten Empörungsmodus verharren, wird die mathematische Realität schlicht ausgeblendet.

In dieser Folge von BehindBlueEyes.de blicken wir hinter die lautstarken Schlagzeilen und widmen uns dem Prinzip: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“

In dieser Episode sprechen wir über:

Das Erbe von Bismarck: Warum ein Umlagesystem aus dem 19. Jahrhundert in Zeiten von demografischem Wandel, sinkenden Geburtenraten und dem Renteneintritt der Babyboomer an seine Grenzen stößt.

Aufregung um ein Phantom: Warum die sogenannte Rente mit 63 für den Großteil der heute im mittleren Alter Stehenden ohnehin längst Geschichte ist – und weshalb die Reform niemandem etwas wegnimmt.

Die Angst vor dem Wähler: Warum Parteien und Verbände den Mut zur Wahrheit vermissen lassen und den Bürgerinnen und Bürgern womöglich viel weniger Pragmatismus zutrauen, als längst vorhanden ist.

Neue Welt, alte Reflexe: Weshalb wir uns in einer sich rasant verändernden, globalisierten Welt nicht mehr auf den Rezepten der Vergangenheit ausruhen können.

Eine Folge über notwendige Veränderungen, den Abschied von liebgewonnenen Sicherheiten und die Frage, wie wir den Wandel aktiv gestalten, statt ihn verängstigt auszusitzen.

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6 Minuten
In „Spider-Man: Brand New Day” steht Peter Parker an einem Wendepunkt. Nach all den chaotischen Schlachten, Multiversums-Wirren und schmerzhaften Verlusten der Vergangenheit muss er sich nun in einem stark zurückgenommenen, persönlichen Alltag behaupten.

Die Geschichte setzt genau dort an, wo die Fäden der vorherigen Abenteuer zusammenlaufen. Spider-Man patrouilliert wieder durch die Straßenschluchten. Allerdings ohne die Hightech-Unterstützung aus seiner Anfangszeit. Stattdessen konfrontiert ihn die Handlung mit einer neuen Bedrohung, die nicht das Schicksal der gesamten Welt, sondern die Überreste seines eigenen, zerrütteten Privatlebens bedroht. Während er versucht, alte Fehler wiedergutzumachen und ein Phantom aus seiner Vergangenheit aufzuhalten, muss er lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Die Narben der vorherigen Ereignisse sind spürbar und durch jede Entscheidung zieht sich der rote Faden einer schmerzhaften Reifung. Die freundliche Spinne von nebenan wird spürbar erwachsen.

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6 Minuten
Das Raumschiff Enterprise unter dem Kommando von Captain Christopher Pike ist endlich wieder unterwegs. Mit dem Auftakt zur vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” liefert die Serie genau das, was Fans weltweit seit Monaten herbeigesehnt haben.

Klassische, erstklassig inszenierte Science-Fiction, die von der ersten Minute an zum Staunen einlädt. Die bildgewaltigen Welten entfachen jenen puren „Sense of Wonder”, der uns fasziniert an den Bildschirm fesselt, während die packende Geschichte den perfekten Eskapismus bietet, um den Alltag für eine Stunde komplett zu vergessen und gemeinsam mit der Crew in ein fremdes Universum abzutauchen.
12 Minuten
Großes Kino hat in Dresden ab sofort ein neues Zuhause. Pünktlich zur mit Spannung erwarteten Veröffentlichung von Christopher Nolans monumentalem Epos „Die Odyssee” feiert der frisch umgebaute IMAX-Saal im Cineplex Kristallpalast seine Premiere. Der Saal wurde mit modernster Kinotechnik ausgestattet, um das Publikum mitten in die antike Welt hineinzuziehen.

Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Mythos IMAX? Das Kürzel steht für „Image Maximum“ und bezeichnet ein Kinosystem, das für gigantische Leinwände und ein maximales Eintauchen in den Film entwickelt wurde. Auch wenn diese Installation in Dresden kein „echtes“, klassisches IMAX im traditionellen Sinne ist, war mein Filmerlebnis schlichtweg atemberaubend. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen der Dresdner Technik und dem analogen Original?

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7 Minuten
Es ist eine Nachricht, die im ersten Moment vor allem eines auslösen sollte. die Anerkennung eines zutiefst menschlichen Glücks. Wenn sich zwei Menschen bewusst dafür entscheiden, füreinander und für ein neues Leben einzustehen, dann verdient das Respekt. Unionsfraktionschef Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Väter geworden. Ein kleiner Junge namens Georg erblickte in den USA das Licht der Welt, ausgetragen von einer Leihmutter. Die Freude der beiden über die Vaterschaft und das pure Glück, das sie nun öffentlich teilen, ist die eine Seite dieser Geschichte. Ein Kind willkommen zu heißen und als Eltern bedingungslose Verantwortung zu übernehmen, ist ein zutiefst positiver Akt. Doch bei einer Person des öffentlichen Lebens, einem der mächtigsten Spitzenpolitiker des Landes, lässt sich das Private nicht isoliert von der politischen Realität betrachten. Genau hier bricht eine massive Doppelmoral auf, die einen Schatten über das familiäre Glück wirft.

In Deutschland ist die von Spahn und seinem Partner gewählte Form der Elternschaft gesetzlich strikt verboten. Das Embryonenschutzgesetz stellt die Leihmutterschaft unter Strafe, um die körperliche Selbstbestimmung von Frauen zu schützen und eine Kommerzialisierung des weiblichen Körpers zu verhindern. Besonders brisant ist dabei die Rolle von Spahns eigener Partei. Erst auf dem CDU-Parteitag im Februar dieses Jahres wurde ein eindeutiger Beschluss gefasst. Die Christlich Demokratische Union hält ausdrücklich und ohne Ausnahmen am Verbot der Leihmutterschaft fest, selbst für altruistische Modelle. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Kind der Spahns bereits im zweiten Trimester der Schwangerschaft. Wer nun aufmerksam die Protokolle durchforstet, sucht vergeblich nach einer abweichenden Meinungsäußerung oder einem kritischen Debattenbeitrag Spahns in Stuttgart. Spahn schwieg, trug den harten, konservativen Kurs seiner Partei nach außen hin voll mit, während er im Privaten längst Fakten schuf, die diesem Kurs diametral widersprechen.

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15 Minuten
Manchmal schreibt die Geschichte Drehbücher, bei denen man unwillkürlich innehält. Am 4. und 5. Juli 2026 fand in der Erfurter Messehalle der 17. Bundesparteitag der AfD statt. Soweit, so normal für eine politische Partei. Doch wer den Blick ein wenig weitet, stößt auf eine historische Parallele, die mindestens frösteln lässt: Auf das Wochenende genau vor 100 Jahren – am 3. und 4. Juli 1926 – hielt die NSDAP ihren ersten großen Reichsparteitag nach ihrer Neugründung ab. Und zwar nicht irgendwo, sondern im thüringischen Weimar, nur rund 25 Kilometer von Erfurt entfernt. Es war jener Parteitag, auf dem unter anderem die Hitlerjugend ins Leben gerufen wurde. Ist diese Kombination aus exaktem Datum und geografischer Nähe nun ein reiner, unglücklicher Zufall der Raumplanung oder eine bewusste, subtile Botschaft? In welcher Tradition sieht man sich, wenn man solche Daten wählt? Diese Fragen muss und sollte sich an dieser Stelle jeder selbst beantworten. Fest steht jedoch: Die Symbolik passt ins Bild einer Partei, die sich immer offener von den Grundwerten unserer Republik verabschiedet. Für mich ist dieser Parteitag in Erfurt deshalb kein normaler politischer Termin. Er ist ein weiterer Weckruf und der Punkt, an dem ich sage: Ich hoffe inständig, dass das juristische Verfahren zum Verbot dieser Partei endlich und bald in die Wege geleitet wird. Die Argumente dafür liegen längst glasklar auf dem Tisch.

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