Von Asch bis Zips: Der Osten für die Ohren Archiv
26 Episoden
36 Minuten
»Bataillon – habt Acht!« Wer diesen Befehl hört, erwartet straffe Disziplin – und bekommt Fanfaren, die wild durcheinanderspielen. Das ist die erste von mehreren Überraschungen in der neuen Folge unseres Podcasts. Sieben Aufnahmen haben wir aus der Schellackplattensammlung im Stadtarchiv von Aussig/Ústí nad Labem ausgewählt – von der Militärparade bis zum Swing-Foxtrott, von 1908 bis 1938.
Zusammengetragen hat diese Sammlung Vladimír Kaiser, der das Stadtarchiv fast vier Jahrzehnte lang geleitet hat. Die Platten erzählen von einer Welt, in der Deutsch und Tschechisch, jüdische Kapellmeister und amerikanischer Jazz, Kaffeehäuser und Klavieravantgarde zusammengehörten – und davon, wie diese Welt auseinanderbrach. Podcast-Host Vera Schneider hat Kaiser besucht und zu Glanzstücken der Sammlung befragt.
Zu hören sind unter anderem Erwin Schulhoff, der 1942 im Internierungslager Wülzburg starb, das Tanzorchester von Harry Harden, dessen Biografie sich 1939 in Amerika verliert, und das Orchester von Dr. Harry Osten, der 1933 als Jude aus Berlin fliehen musste, in Prag ein neues Orchester gründete und 1952 in Haifa begraben wurde. Daneben thematisierten die Aufnahmen auch die politischen Brüche der Zeit: mit der Mairede des sudetendeutschen Sozialdemokraten Wenzel Jaksch (1937) und ihrem nationalsozialistischen Gegenpart von Konrad Henlein (1938). Als Ausklang begleitet der bekannte sudetendeutsche Liederschöpfer Anton Günther sich selbst auf der Gitarre. Sein Lied "Feierobnd" wird im Erzgebirge bis heute auf Beerdigungen gespielt dies- und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze.
Interviewgast: Vladimír Kaiser, Historiker und ehemaliger Stadtarchivar von Aussig/Ústí nad Labem
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Weitere Musik der beteiligten Künstler finden Sie auf unserer Spotify-Playlist »Von Asch bis Zips — Noch mehr Osten für die Ohren«.
Quellennachweis der Tonaufnahmen
Grammophonorchester Prag: Frühlingsmilitärparade, Wien 1908Erwin Schulhoff: Klaviersuite Nr. 2, Preludio e Melodia – Polydor, Prag 1928Orchester Harry Harden & Trio Schön Hartford Heinzelmann: Der Vogel Strauß, der hat es raus. Musik Carl Robrecht, Text: Karlick – Esca 1448 A (unveröffentlichte Probeaufnahme), Prag 1934Dr. Harry Osten und sein Orchester, Gesang: John Burns: Zwetschkenknödl-Fox (Mein süßes Mädel aus Napajedl), Prag 1937Wenzel Jaksch: Rede zum 1. Mai 1937 – Amateuraufnahme einer Rundfunksendung, Prag 1937Konrad Henlein: Rede, 1.-Mai-Kundgebung Gablonz an der Neiße/Jablonec – Privataufnahme auf Gelatinetonfolie, 1. Mai 1938 (Ausschnitt)Anton Günther (Komposition, Gesang und Gitarre): Feierobnd – Grammophon 144 BT IV, 1929
Alle Tonaufnahmen wurden uns freundlicherweise von VladimírKaiser aus dem Bestand des Stadtarchivs Aussig/Archiv města Ústí nad Labem fürdiesen Podcast zur Verfügung gestellt.
Zusammengetragen hat diese Sammlung Vladimír Kaiser, der das Stadtarchiv fast vier Jahrzehnte lang geleitet hat. Die Platten erzählen von einer Welt, in der Deutsch und Tschechisch, jüdische Kapellmeister und amerikanischer Jazz, Kaffeehäuser und Klavieravantgarde zusammengehörten – und davon, wie diese Welt auseinanderbrach. Podcast-Host Vera Schneider hat Kaiser besucht und zu Glanzstücken der Sammlung befragt.
Zu hören sind unter anderem Erwin Schulhoff, der 1942 im Internierungslager Wülzburg starb, das Tanzorchester von Harry Harden, dessen Biografie sich 1939 in Amerika verliert, und das Orchester von Dr. Harry Osten, der 1933 als Jude aus Berlin fliehen musste, in Prag ein neues Orchester gründete und 1952 in Haifa begraben wurde. Daneben thematisierten die Aufnahmen auch die politischen Brüche der Zeit: mit der Mairede des sudetendeutschen Sozialdemokraten Wenzel Jaksch (1937) und ihrem nationalsozialistischen Gegenpart von Konrad Henlein (1938). Als Ausklang begleitet der bekannte sudetendeutsche Liederschöpfer Anton Günther sich selbst auf der Gitarre. Sein Lied "Feierobnd" wird im Erzgebirge bis heute auf Beerdigungen gespielt dies- und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze.
Interviewgast: Vladimír Kaiser, Historiker und ehemaliger Stadtarchivar von Aussig/Ústí nad Labem
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Weitere Musik der beteiligten Künstler finden Sie auf unserer Spotify-Playlist »Von Asch bis Zips — Noch mehr Osten für die Ohren«.
Quellennachweis der Tonaufnahmen
Grammophonorchester Prag: Frühlingsmilitärparade, Wien 1908Erwin Schulhoff: Klaviersuite Nr. 2, Preludio e Melodia – Polydor, Prag 1928Orchester Harry Harden & Trio Schön Hartford Heinzelmann: Der Vogel Strauß, der hat es raus. Musik Carl Robrecht, Text: Karlick – Esca 1448 A (unveröffentlichte Probeaufnahme), Prag 1934Dr. Harry Osten und sein Orchester, Gesang: John Burns: Zwetschkenknödl-Fox (Mein süßes Mädel aus Napajedl), Prag 1937Wenzel Jaksch: Rede zum 1. Mai 1937 – Amateuraufnahme einer Rundfunksendung, Prag 1937Konrad Henlein: Rede, 1.-Mai-Kundgebung Gablonz an der Neiße/Jablonec – Privataufnahme auf Gelatinetonfolie, 1. Mai 1938 (Ausschnitt)Anton Günther (Komposition, Gesang und Gitarre): Feierobnd – Grammophon 144 BT IV, 1929
Alle Tonaufnahmen wurden uns freundlicherweise von VladimírKaiser aus dem Bestand des Stadtarchivs Aussig/Archiv města Ústí nad Labem fürdiesen Podcast zur Verfügung gestellt.
52 Minuten
25 Jahre Kulturforum! Aus diesem Anlass stellen wir in fünf Folgen fünf verschiedene Aspekte unserer Arbeit vor. Diese Folge widmet sich den Publikationen des Kulturforums,wozu auch die viermal jährlich erscheinende Zeitschrift Kulturkorrespondenz östliches Europa https://kulturforum.info/de/kk-magazin// https://kulturforum.info/de/kk-magazin/sowieÜbersetzungen und Kooperationen gehören. Im „Thema“ dieserFolge geht es um eine kombinierte Präsentation von zwei Titeln im März 2025 in Chemnitz.
Statt einer Zusammenfassung hören Sie den Live-Mitschnitt der Veranstaltung in der Stadtbibliothek Chemnitz. Sie war Teil der Literaturreihe „Leselust goes Europe“, die Kulturforum, Tschechisches Zentrum Berlin und die Stadtbibliothek Chemnitz im Rahmen des Programms der Kulturhauptstadt Europas 2025 aufführten.
Roswitha Schieb und Marcin Wiatr präsentierten ihre beiden Literarischen Reiseführer zu Ober- und Niederschlesien. Freuen Sie sich auf zwei kurze Streifzüge durch die benachbarten und doch so unterschiedlichen Regionen mit ausgewählten Zitaten.
Vorher nimmt uns Verlagsleiterin Tanja Krombach mit ans Bücherregal zu den sonst noch erschienenen Reihen, Titeln und Projekten der Potsdamer Bibliothek östliches Europa.
Diese Episode ist die letzte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa.
Moderation: Ariane Afsari und Martin Pabst
Live-Aufnahme in Chemnitz: Ariane Afsari
Redaktion und technische Umsetzung: Ariane Afsari und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion des Deutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
Statt einer Zusammenfassung hören Sie den Live-Mitschnitt der Veranstaltung in der Stadtbibliothek Chemnitz. Sie war Teil der Literaturreihe „Leselust goes Europe“, die Kulturforum, Tschechisches Zentrum Berlin und die Stadtbibliothek Chemnitz im Rahmen des Programms der Kulturhauptstadt Europas 2025 aufführten.
Roswitha Schieb und Marcin Wiatr präsentierten ihre beiden Literarischen Reiseführer zu Ober- und Niederschlesien. Freuen Sie sich auf zwei kurze Streifzüge durch die benachbarten und doch so unterschiedlichen Regionen mit ausgewählten Zitaten.
Vorher nimmt uns Verlagsleiterin Tanja Krombach mit ans Bücherregal zu den sonst noch erschienenen Reihen, Titeln und Projekten der Potsdamer Bibliothek östliches Europa.
Diese Episode ist die letzte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa.
Moderation: Ariane Afsari und Martin Pabst
Live-Aufnahme in Chemnitz: Ariane Afsari
Redaktion und technische Umsetzung: Ariane Afsari und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion des Deutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
48 Minuten
„Was tut eine Stadtschreiberin, was tut ein Stadtschreiber des Deutschen Kulturforums östliches Europa? Stadtschreiben, kurz gesagt, aber wo und wie?“
Um diese und weitere Fragen rund um das Stadtschreiberstipendium des Kulturforums geht es in dieser Episode. Antworten geben der Direktor Dr. Harald Roth und drei (ehemalige) Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber: Brygida Helbig (Stettin/Szczecin 2025), Ira Peter (Odessa/Odesa 2021) und Marko Martin (Breslau/Wrocław 2016). In einem Podiumsgespräch mit Christina Tilmann, das am 9. Oktober 2025 im „Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin stattfand.
Diese Episode ist die vierte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa.
Moderation und technische Umsetzung: Ariane Afsari undMartin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion desDeutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
Um diese und weitere Fragen rund um das Stadtschreiberstipendium des Kulturforums geht es in dieser Episode. Antworten geben der Direktor Dr. Harald Roth und drei (ehemalige) Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber: Brygida Helbig (Stettin/Szczecin 2025), Ira Peter (Odessa/Odesa 2021) und Marko Martin (Breslau/Wrocław 2016). In einem Podiumsgespräch mit Christina Tilmann, das am 9. Oktober 2025 im „Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin stattfand.
Diese Episode ist die vierte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa.
Moderation und technische Umsetzung: Ariane Afsari undMartin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion desDeutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
1 Stunde 10 Minuten
Am 4. Dezember 1875 wurde in Prag Rainer (damals noch René) Maria Rilke geboren. Unsere Podcast-Folge zu diesem Jubiläum nimmt Sie mit in seine Geburtsstadt. Dort waren wir im September 2025 zur 41. Tagung der Internationalen Rilke-Gesellschaft unter dem Motto »Von Prag nach Europa« eingeladen. Hören Sie selbst, wie lebendig und vielstimmig Rilkes Werk heute gelesen wird!
Ein Ausschnitt aus Karl Ove Knausgårds vielbeachteter Festrede, ein Hintergrundinterview mit Torsten Hofmann und Impressionen von einem Rilke-Spaziergang mit Karel Mika stimmen auf das Thema ein. Neue Perspektiven auf Rilkes frühe Jahre eröffnet eine Podiumsdiskussion mit Rüdiger Schaper, Sandra Richter und Manfred Koch. Dabei blitzt eine Frage auf: Wäre Rilke der Schlagerkönig von Prag geworden, wenn er dort geblieben wäre? Den Autor als »praktizierenden Europäer« rückt Rüdiger Görner ins Zentrum seines Vortrags »Rilkes europäische Zeugenschaft«. Außerdem stellt Podcast-Host Vera Schneider vier sehr verschiedene biografische Annährungen an Rilke vor. Den munteren Schlussakkord bildet eine Kostprobe aus dem neuen Gedichtband »Tanzt die Orange – 100 Antworten auf Rilke«: Jan Wagner und Norbert Hummelt haben fünfundsiebzig der namhaftesten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, Rilke-Gedichte in die eigene Sprache zu übersetzen. Unser Fazit nach vier Tagen in Prag: Rilke ist kein Denkmal, er ist ein Gesprächspartner, der zum poetischen Dialog einlädt und dessen europäischer Blick in einer Zeit neuer Grenzziehungen an Bedeutung gewinnt.
Interviewgäste und Vortragende in der Reihenfolge ihres Auftretens:
Karl Ove Knausgård, norwegischer Schriftsteller
Torsten Hofmann, Literaturwissenschaftler, Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft
Karel Mika, Doktorand an der Karls-Universität Prag
Rüdiger Schaper, Kulturjournalist und Publizist
Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin, Leiterin des Deutschen Literaturarchiv in Marbach
Manfred Koch, Literaturwissenschaftler, Essayist und Kritiker
Rüdiger Görner, Literaturwissenschaftler, Emeritus der Queen Mary University of London
Jan Wagner, Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer
Norbert Hummelt, Dichter, Übersetzer und Kulturjournalist
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Deutsche Stimme von Karl Ove Knausgård: André Werner
Musik: Blickwechsel-Thema von Jaspar Libuda
Die Tagung bot neben weiteren Vorträgen auch ein Panel für die junge Rilke-Forschung und für Rilke-Übersetzungen ins Tschechische, ein Rilke-Foyer mit Projekten außerhalb des akademischen Rahmens und vieles mehr. Das detaillierte Programm finden Sie als auf der Website der Internationalen Rilke-Gesellschaft:
https://www.rilke.ch/wordpress/wp-content/uploads/Rilke-Tagung-Prag-2025_Programm_Stand_Maerz-2025.pdf
Die Episode des Podcasts Von Asch bis Zips. Der Osten für die Ohren entstand in Zusammenarbeit mit der Internationalen Rilke-Gesellschaft.
Ein Ausschnitt aus Karl Ove Knausgårds vielbeachteter Festrede, ein Hintergrundinterview mit Torsten Hofmann und Impressionen von einem Rilke-Spaziergang mit Karel Mika stimmen auf das Thema ein. Neue Perspektiven auf Rilkes frühe Jahre eröffnet eine Podiumsdiskussion mit Rüdiger Schaper, Sandra Richter und Manfred Koch. Dabei blitzt eine Frage auf: Wäre Rilke der Schlagerkönig von Prag geworden, wenn er dort geblieben wäre? Den Autor als »praktizierenden Europäer« rückt Rüdiger Görner ins Zentrum seines Vortrags »Rilkes europäische Zeugenschaft«. Außerdem stellt Podcast-Host Vera Schneider vier sehr verschiedene biografische Annährungen an Rilke vor. Den munteren Schlussakkord bildet eine Kostprobe aus dem neuen Gedichtband »Tanzt die Orange – 100 Antworten auf Rilke«: Jan Wagner und Norbert Hummelt haben fünfundsiebzig der namhaftesten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, Rilke-Gedichte in die eigene Sprache zu übersetzen. Unser Fazit nach vier Tagen in Prag: Rilke ist kein Denkmal, er ist ein Gesprächspartner, der zum poetischen Dialog einlädt und dessen europäischer Blick in einer Zeit neuer Grenzziehungen an Bedeutung gewinnt.
Interviewgäste und Vortragende in der Reihenfolge ihres Auftretens:
Karl Ove Knausgård, norwegischer Schriftsteller
Torsten Hofmann, Literaturwissenschaftler, Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft
Karel Mika, Doktorand an der Karls-Universität Prag
Rüdiger Schaper, Kulturjournalist und Publizist
Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin, Leiterin des Deutschen Literaturarchiv in Marbach
Manfred Koch, Literaturwissenschaftler, Essayist und Kritiker
Rüdiger Görner, Literaturwissenschaftler, Emeritus der Queen Mary University of London
Jan Wagner, Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer
Norbert Hummelt, Dichter, Übersetzer und Kulturjournalist
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Deutsche Stimme von Karl Ove Knausgård: André Werner
Musik: Blickwechsel-Thema von Jaspar Libuda
Die Tagung bot neben weiteren Vorträgen auch ein Panel für die junge Rilke-Forschung und für Rilke-Übersetzungen ins Tschechische, ein Rilke-Foyer mit Projekten außerhalb des akademischen Rahmens und vieles mehr. Das detaillierte Programm finden Sie als auf der Website der Internationalen Rilke-Gesellschaft:
https://www.rilke.ch/wordpress/wp-content/uploads/Rilke-Tagung-Prag-2025_Programm_Stand_Maerz-2025.pdf
Die Episode des Podcasts Von Asch bis Zips. Der Osten für die Ohren entstand in Zusammenarbeit mit der Internationalen Rilke-Gesellschaft.
35 Minuten
25 Jahre Kulturforum! In der dritten Jubiläumsfolge geht es in „Hören!“ um Musik. Im Gespräch mit Ariane Afsari berichtet Klaus Harer von den spannenden Projekten, überraschenden Entdeckungen und beeindruckenden Begegnungen, die er als Fachreferent für Musik beim Kulturforum erlebte. Und da im Rahmen dieser Projekte auch verschiedene CDs produziertwurden, gibt es in dieser Folge auch Musik aus dem östlichen Europa zu hören.
Die Einspieler kommen von folgenden CDs:
Parnass-Blumen. Songs by Gertraud Möller &Johann Sebastiani. Aelbgut – Wunderkammer. COV 92213
E.T.A. Hoffmann: Kammermusik. Erstaufnahmenauf historischen Instrumenten mit Masumi Nagasawa (Harfe), Beni Araki(Hammerflügel), dem Hoffmeister-Quartett und dem Trio Margaux. PH07063
Joseph Elsner: Kammermusik. 4-CD-Box. Mitdem Trio Margaux, dem Hoffmeister-Quartett u.a. PH19033
Theophil Richter & Felix Blumenfeld:Streichquartette. Erstaufnahmen mit dem Odessa String Quartet. PH15011
Die weiteren im Podcast erwähnten Texte undAufnahmen sind:
Michael Wieck: Zeugnis vom UntergangKönigsbergs. Ein ‚Geltungsjude berichtet‘. Erste Ausgabe: Heidelberg 1984.Übersetzung ins Russische von Jurij Wolkow, bearb. von Renata von Maydell undMichail Bezrodnyj. St. Petersburg 2004. 2. Ausgabe: Kaliningrad 2015.
Maurice de Martin: Transylvaniana. Berlin Jazz Composers Ensemble.CACD8202
https://kulturforum.info/de/verlag-medien/musik/7635-musikalische-fundstuecke-aus-dem-oestlichen-europa#Online-Blaettern
Diese Episode ist die dritte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Moderation: Ariane Afsari
Technische Umsetzung:Vera Schneider und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion desDeutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
Die Einspieler kommen von folgenden CDs:
Parnass-Blumen. Songs by Gertraud Möller &Johann Sebastiani. Aelbgut – Wunderkammer. COV 92213
E.T.A. Hoffmann: Kammermusik. Erstaufnahmenauf historischen Instrumenten mit Masumi Nagasawa (Harfe), Beni Araki(Hammerflügel), dem Hoffmeister-Quartett und dem Trio Margaux. PH07063
Joseph Elsner: Kammermusik. 4-CD-Box. Mitdem Trio Margaux, dem Hoffmeister-Quartett u.a. PH19033
Theophil Richter & Felix Blumenfeld:Streichquartette. Erstaufnahmen mit dem Odessa String Quartet. PH15011
Die weiteren im Podcast erwähnten Texte undAufnahmen sind:
Michael Wieck: Zeugnis vom UntergangKönigsbergs. Ein ‚Geltungsjude berichtet‘. Erste Ausgabe: Heidelberg 1984.Übersetzung ins Russische von Jurij Wolkow, bearb. von Renata von Maydell undMichail Bezrodnyj. St. Petersburg 2004. 2. Ausgabe: Kaliningrad 2015.
Maurice de Martin: Transylvaniana. Berlin Jazz Composers Ensemble.CACD8202
https://kulturforum.info/de/verlag-medien/musik/7635-musikalische-fundstuecke-aus-dem-oestlichen-europa#Online-Blaettern
Diese Episode ist die dritte von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Moderation: Ariane Afsari
Technische Umsetzung:Vera Schneider und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion desDeutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
33 Minuten
25 Jahre Kulturforum!
Das Jubiläum geht weiter: Nach der Folge „Anschauen!“ heißt es nun „Erzählen!“ - Seit alters her verarbeiten Menschen Emotionen und Erlebnisse, Wahrnehmungen und Beobachtungen aus ihrem Umfeld in Geschichten. Das mündliche Erzählen ist älter als jede Schrift und kann im östlichen Europa auch auf eine lange deutschsprachige Tradition zurückblicken. Im Projekt des DeutschenKulturforums östliches Europa „Sagen, Märchen, Geschichten aus meiner Region“ (https://kulturforum.info/de/termine/erzahlwerkstatt) leiten die erfahrenen Storytellerinnen KarinWedra und Barbara Greiner-Burkert seit 2017 Erzählwerkstätten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Multiplikatoren. In dieser Folge erzählensie vom „Tortenheber aus Zagreb“ (erfunden von Jugendlichen in Zagreb), von „Hamlet auf der Festung Bender“ (erfunden von Studierenden in Tiraspol) und vom „Schatten des Fernsehturms“ (erfunden von Studierenden in Prag).
Diese drei und alle weiteren Geschichten, die in denErzählwerkstätten entstanden sind, gibt es auch zum Herunterladen und Nachlesen auf unserer Website:
https://kulturforum.info/attachments/article/7439/Geschichtensammlung.pdf
Diese Episode ist die zweite von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Sprecherinnen: Karin Wedra und Barbara Greiner-Burkert
Moderation und technische Umsetzung: Martin Pabst und Ariane Afsari
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion des Deutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
Das Jubiläum geht weiter: Nach der Folge „Anschauen!“ heißt es nun „Erzählen!“ - Seit alters her verarbeiten Menschen Emotionen und Erlebnisse, Wahrnehmungen und Beobachtungen aus ihrem Umfeld in Geschichten. Das mündliche Erzählen ist älter als jede Schrift und kann im östlichen Europa auch auf eine lange deutschsprachige Tradition zurückblicken. Im Projekt des DeutschenKulturforums östliches Europa „Sagen, Märchen, Geschichten aus meiner Region“ (https://kulturforum.info/de/termine/erzahlwerkstatt) leiten die erfahrenen Storytellerinnen KarinWedra und Barbara Greiner-Burkert seit 2017 Erzählwerkstätten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Multiplikatoren. In dieser Folge erzählensie vom „Tortenheber aus Zagreb“ (erfunden von Jugendlichen in Zagreb), von „Hamlet auf der Festung Bender“ (erfunden von Studierenden in Tiraspol) und vom „Schatten des Fernsehturms“ (erfunden von Studierenden in Prag).
Diese drei und alle weiteren Geschichten, die in denErzählwerkstätten entstanden sind, gibt es auch zum Herunterladen und Nachlesen auf unserer Website:
https://kulturforum.info/attachments/article/7439/Geschichtensammlung.pdf
Diese Episode ist die zweite von fünf Jubiläumsfolgen zum25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Sprecherinnen: Karin Wedra und Barbara Greiner-Burkert
Moderation und technische Umsetzung: Martin Pabst und Ariane Afsari
Musik: Jaspar Libuda
Eine Produktion des Deutschen Kulturforums östliches Europa, 2025
1 Stunde 11 Minuten
Hereinspaziert, hereinspaziert zur großen Podcast-Zirkusrevue – wo Geschichte nicht im Archiv verstaubt, sondern im Scheinwerferlicht funkelt! Erleben Sie drei waghalsige Artistinnen in einer akademischen Hochseilnummer der Sonderklasse!
Nummer eins in der Manege und extra aus Budapest angereist ist Katalin Teller von der Eötvös-Loránd-Universität. Sie entführt uns in die ungarische Provinz, wo 1901 eine Wunderwelt auf Rädern unterwegs ist: Barnum
& Bailey, der amerikanische Zirkusgigant, macht mit zwölf Zelten gleichzeitig den Theaterdirektoren Angst. Wenn in Städten wie Fünfkirchen/Pécs auf Riesenbannern »The Greatest Show on Earth« angekündigt wird, dann prallen Massenkultur und lokale Tradition, ethnische und nationale Identitäten aufeinander.
Ein Meisterstück der historischen Jonglage präsentiert Anne Hultsch von den Universitäten Wien und Greifswald: Sie nimmt uns mit in die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit, wo der Zirkus von der Avantgarde als eine der »Freuden des elektrischen Zeitalters« gefeiert wird und als Symbol moderner Unterhaltung gilt. Doch bald kollidiert die Vision mit der Realität, bis der Zirkus fast spurlos wieder von der Bildfläche verschwindet. Und schließlich der große Schlussakt: Aus Oldenburg, vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE), kommt Maria Luft und präsentiert uns ein ganzes Netzwerk des Amüsements: den Zirkus Busch in
Breslau und dessen Verflechtungen mit der lokalen und überregionalen Unterhaltungskultur. Mit eigenem Zirkusbau und spektakulären Programmen erlebt das Haus eine Blütezeit, die durch Krieg, Flucht und Vertreibung ihr jähes Ende findet.
Vor der Show blicken wir hinter die Kulissen: Die dritte Folge unserer Reihe »Zugehört und mitgeschnitten« entstand auf der internationalen »Tagung Vergnügungskultur im östlichen Europa (1880–1945)«, die im März 2025 im BKGE Oldenburg stattfand. Maria Luft und Mitinitiator Andrzej Dębski vom Willy-Brandt-Zentrum der Universität Breslau/Wrocław sprechen mit Podcasthost Vera Schneider darüber, was die Tagung außer Zirkusgeschichte(n) sonst noch Faszinierendes bot. Ein Tagungsband ist in Vorbereitung.
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Als Gast: Martin Pabst alias Martellino Pabstoni
Interviewgäste und Vortragende: Maria Luft, Andrzej Dębski, Katalin Teller und Anne Hultsch
Musik: Blickwechsel-Thema von Jaspar Libuda; Einzug der Gladiatoren (tschechisch: Vjezd gladiátorů) von Julius Fučík, 1897 (Eastern Wind Symphony Music, Public Domain via musopen.org)
Sounds: BBC Archive
Die Episode entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE).
Nummer eins in der Manege und extra aus Budapest angereist ist Katalin Teller von der Eötvös-Loránd-Universität. Sie entführt uns in die ungarische Provinz, wo 1901 eine Wunderwelt auf Rädern unterwegs ist: Barnum
& Bailey, der amerikanische Zirkusgigant, macht mit zwölf Zelten gleichzeitig den Theaterdirektoren Angst. Wenn in Städten wie Fünfkirchen/Pécs auf Riesenbannern »The Greatest Show on Earth« angekündigt wird, dann prallen Massenkultur und lokale Tradition, ethnische und nationale Identitäten aufeinander.
Ein Meisterstück der historischen Jonglage präsentiert Anne Hultsch von den Universitäten Wien und Greifswald: Sie nimmt uns mit in die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit, wo der Zirkus von der Avantgarde als eine der »Freuden des elektrischen Zeitalters« gefeiert wird und als Symbol moderner Unterhaltung gilt. Doch bald kollidiert die Vision mit der Realität, bis der Zirkus fast spurlos wieder von der Bildfläche verschwindet. Und schließlich der große Schlussakt: Aus Oldenburg, vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE), kommt Maria Luft und präsentiert uns ein ganzes Netzwerk des Amüsements: den Zirkus Busch in
Breslau und dessen Verflechtungen mit der lokalen und überregionalen Unterhaltungskultur. Mit eigenem Zirkusbau und spektakulären Programmen erlebt das Haus eine Blütezeit, die durch Krieg, Flucht und Vertreibung ihr jähes Ende findet.
Vor der Show blicken wir hinter die Kulissen: Die dritte Folge unserer Reihe »Zugehört und mitgeschnitten« entstand auf der internationalen »Tagung Vergnügungskultur im östlichen Europa (1880–1945)«, die im März 2025 im BKGE Oldenburg stattfand. Maria Luft und Mitinitiator Andrzej Dębski vom Willy-Brandt-Zentrum der Universität Breslau/Wrocław sprechen mit Podcasthost Vera Schneider darüber, was die Tagung außer Zirkusgeschichte(n) sonst noch Faszinierendes bot. Ein Tagungsband ist in Vorbereitung.
Konzept, Moderation, Redaktion und technische Umsetzung: Vera Schneider
Als Gast: Martin Pabst alias Martellino Pabstoni
Interviewgäste und Vortragende: Maria Luft, Andrzej Dębski, Katalin Teller und Anne Hultsch
Musik: Blickwechsel-Thema von Jaspar Libuda; Einzug der Gladiatoren (tschechisch: Vjezd gladiátorů) von Julius Fučík, 1897 (Eastern Wind Symphony Music, Public Domain via musopen.org)
Sounds: BBC Archive
Die Episode entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE).
29 Minuten
25 Jahre Kulturforum! Aus diesem Anlass stellen wir in fünf Folgen fünf verschiedene Aspekte unserer Arbeit vor. Den Anfang machen die Wanderausstellungen, mit denen das Kulturforum in Deutschland im ganzen östlichen Europa an vielen Orten gleichzeitig vertreten ist. Die Themen sind so vielfältig wie die Stationen, an denen sie zum Besuch einladen. Im „Thema“ dieser Folge geht es um eine ganz besondere Ausstellungseröffnung im November 2024 auf Schloss Horneck in Gundelsheim. Statt einer Rede sind die beiden Autoren der Ausstellung „Andreanum. 800 Jahre Recht und Verfassung der Siebenbürger Sachsen“, Thomas Şindilariu, Unterstaatssekretär im Department für interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens und Harald Roth, Direktor des Kulturforums, in den Ring gestiegen. Diese Episode ist die erste von fünf Jubiläumsfolgen zum 25jährigen Bestehen des Deutschen Kulturforums östliches EuropaModeration: Martin Pabst und Ariane AfsariLive-Aufnahme in Gundelsheim: Vera SchneiderRedaktion und technische Umsetzung: Martin PabstMusik: Jaspar Libuda
1 Stunde 38 Minuten
2024 war ein Gedenkjahr der Prager deutschsprachigen Literatur – nicht nur wegen Franz Kafka. Im Juni erinnerten wir an den 170. Geburtstag der zu ihrer Zeit vielgelesenen und von der Literaturkritik geschätzten Ossip Schubin (1854–1935). Heute noch weniger bekannt ist die aus Czernowitz stammende Journalistin und Feministin Marie Holzer (1874–1924), die im renommierten »Prager Tagblatt« und in der expressionistischen Zeitschrift »Die Aktion« publizierte. Ihr Geburtstag liegt 150 Jahre zurück und ihre Ermordung durch den eigenen Ehemann 100 Jahre. Und letzten Juni vor 80 Jahren verstarb die Schriftstellerin Hermine Hanel (1874–1944), deren Geburtstag sich 2024 ebenfalls zum 150. Mal jährte und die unter anderem auch für das »Prager Tagblatt« schrieb – etwa ein frauenemanzipatorisches Feuilleton mit dem Titel »Los vom Fischbein« also dem Korsett. Mit ihrem deutschsprachig-jüdischen Hintergrund stießen alle drei Autorinnen und ihre Werke immer wieder auf doppelte Vorurteile und Benachteiligungen. Nach der Zeit des Nationalsozialismus waren sie nahezu vergessen, wenn es auch einzelne Wiederbelebungen gab, etwa in der nach einer Erzählung von Schubin benannten Anthologie »Holunderblüten« mit Werken deutscher Schriftstellerinnen aus Böhmen und Mähren.
Vorgestellt wurden die drei Autorinnen am 22. Juni 2024 in der Mendelssohn-Remise von Anna-Dorothea Ludewig, Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam, die auch einen kurzen Einblick in das deutsch-tschechische Forschungsprojekt »Women’s Writing and Translating in Fin-de-Siècle Prague and the Bohemian Lands« gibt. Dazu trug die Schauspielerin Katharina Groth Auszüge aus Texten der drei Prager Schriftstellerinnen vor.
Diese Episode ist ein Mitschnitt der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum, dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, der Mendelssohn-Gesellschaft e. V., der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin und dem Tschechischen Zentrum Berlin verwirklicht wurde. Für den Podcast wurde die Aufnahme durch ein Gespräch sowie Lese- und Hörtipps zum Thema ergänzt.
Moderation: Vera Schneider und Tanja Krombach
Produktion: Vera Schneider und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Vorgestellt wurden die drei Autorinnen am 22. Juni 2024 in der Mendelssohn-Remise von Anna-Dorothea Ludewig, Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam, die auch einen kurzen Einblick in das deutsch-tschechische Forschungsprojekt »Women’s Writing and Translating in Fin-de-Siècle Prague and the Bohemian Lands« gibt. Dazu trug die Schauspielerin Katharina Groth Auszüge aus Texten der drei Prager Schriftstellerinnen vor.
Diese Episode ist ein Mitschnitt der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum, dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, der Mendelssohn-Gesellschaft e. V., der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin und dem Tschechischen Zentrum Berlin verwirklicht wurde. Für den Podcast wurde die Aufnahme durch ein Gespräch sowie Lese- und Hörtipps zum Thema ergänzt.
Moderation: Vera Schneider und Tanja Krombach
Produktion: Vera Schneider und Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
31 Minuten
Politische Propaganda, Unterhaltung, fachliche Schulung, Einschüchterung – und den Wunsch nach Eigenständigkeit der Völker verhindern: Diesen Auftrag gab das Reichspropagandaministerium der »Zentralfilmgesellschaft
Ost«, die dementsprechend Filme aus und vor allem für die vom nationalsozialistischen Deutschen Reich besetzten Länder und Gebiete in Ostmittel- und Osteuropa herstellen sollte.
Insbesondere für Wochenschauen wie die »Ostland-Woche« wurden diese Aufnahmen verwendet. In seinem Vortrag stellt der Historiker Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam diese »Ostland-Woche« vor.
Gehalten hat er diesen Vortrag ursprünglich auf der 30. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, die vom 15.-18. November 2023 im Schlesischen Museum zu Görlitz und dem Riesengebirgsmuseum (Muzeum Karkonoskie) in Hirschberg/Jelenia
Góra stattfand. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war die Konferenz unter das Thema »Kunst und Krieg« gestellt worden. Mitveranstalter der Tagung waren das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen
Europa (Oldenburg) und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa e.V. (Leipzig).
Diese Folge ist die zweite Episode in unserer Reihe »Zugehört & Mitgeschnitten«, in der wir in unserem Podcast »Von Asch bis Zips« ausgewählte Vorträge präsentieren.
Moderation und Produktion: Vera Schneider und Martin Pabst
Redaktion: Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
Ost«, die dementsprechend Filme aus und vor allem für die vom nationalsozialistischen Deutschen Reich besetzten Länder und Gebiete in Ostmittel- und Osteuropa herstellen sollte.
Insbesondere für Wochenschauen wie die »Ostland-Woche« wurden diese Aufnahmen verwendet. In seinem Vortrag stellt der Historiker Ralf Forster vom Filmmuseum Potsdam diese »Ostland-Woche« vor.
Gehalten hat er diesen Vortrag ursprünglich auf der 30. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, die vom 15.-18. November 2023 im Schlesischen Museum zu Görlitz und dem Riesengebirgsmuseum (Muzeum Karkonoskie) in Hirschberg/Jelenia
Góra stattfand. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war die Konferenz unter das Thema »Kunst und Krieg« gestellt worden. Mitveranstalter der Tagung waren das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen
Europa (Oldenburg) und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa e.V. (Leipzig).
Diese Folge ist die zweite Episode in unserer Reihe »Zugehört & Mitgeschnitten«, in der wir in unserem Podcast »Von Asch bis Zips« ausgewählte Vorträge präsentieren.
Moderation und Produktion: Vera Schneider und Martin Pabst
Redaktion: Martin Pabst
Musik: Jaspar Libuda
54 Minuten
Heimat riecht für ihn nach Pflaumenmus und schmeckt nach Polenta, auf Rumänisch mămăligă. Er fühlt Wehmut, aber lehnt jede Nostalgie ab. Denn er ringt jeden Tag darum, das Leben in Siebenbürgen mitzugestalten.
Als junger Mann verließ Lutz Connert Rumänien und schuf sich gemeinsam mit seiner Frau Hedwig in Westdeutschland ein neues Zuhause. Der Grund für seine Ausreise erlosch jedoch mit dem Sturz des kommunistischen Regimes. Es dauerte noch etliche Jahre, bis er endgültig nach Mediasch/Mediaș zurückkehrte. Heute aber kann er über die »Sommersachsen«, die ihre Sicherheiten in Deutschland nicht aufgeben wollen, nur den Kopf schütteln: »Wenn es dir hier so gut geht, warum bleibst du dann nicht einfach?«
Lutz Connert ist der fünfte Gesprächspartner im Zyklus »Heimaten«, der in loser Folge fortgesetzt wird. Heimat steht für Geborgenheit, Identität, für bewahrte, aber auch bewusst gebrochene Traditionen, manchmal für eine Utopie, häufig für Nostalgie. Gerade für Menschen, die ihre (erste) Heimat verlassen mussten, kann sie zu einem Sehnsuchtsort werden. Autorin des Zyklus Heimaten ist Renate Zöller, die auch als Redakteurin der Kulturkorrespondenz östliches Europa tätig ist. 2015 publizierte sie den Band »Was ist eigentlich Heimat? Annäherung an ein Gefühl«.
Moderation und Produktion: Vera Schneider und Renate Zöller
Redaktion: Renate Zöller
Musik: Jaspar Libuda
Als junger Mann verließ Lutz Connert Rumänien und schuf sich gemeinsam mit seiner Frau Hedwig in Westdeutschland ein neues Zuhause. Der Grund für seine Ausreise erlosch jedoch mit dem Sturz des kommunistischen Regimes. Es dauerte noch etliche Jahre, bis er endgültig nach Mediasch/Mediaș zurückkehrte. Heute aber kann er über die »Sommersachsen«, die ihre Sicherheiten in Deutschland nicht aufgeben wollen, nur den Kopf schütteln: »Wenn es dir hier so gut geht, warum bleibst du dann nicht einfach?«
Lutz Connert ist der fünfte Gesprächspartner im Zyklus »Heimaten«, der in loser Folge fortgesetzt wird. Heimat steht für Geborgenheit, Identität, für bewahrte, aber auch bewusst gebrochene Traditionen, manchmal für eine Utopie, häufig für Nostalgie. Gerade für Menschen, die ihre (erste) Heimat verlassen mussten, kann sie zu einem Sehnsuchtsort werden. Autorin des Zyklus Heimaten ist Renate Zöller, die auch als Redakteurin der Kulturkorrespondenz östliches Europa tätig ist. 2015 publizierte sie den Band »Was ist eigentlich Heimat? Annäherung an ein Gefühl«.
Moderation und Produktion: Vera Schneider und Renate Zöller
Redaktion: Renate Zöller
Musik: Jaspar Libuda
1 Stunde 23 Minuten
Im Juli 1923 reist Franz Kafka in das Ostseebad Müritz, um sich an der guten Luft zu erholen. Er leidet an Tuberkulose, hat seit Monaten fortwährend Fieber. In unmittelbarer Nachbarschaft seiner Unterkunft liegt die Ferienkolonie des Berliner Jüdischen Volksheims. Kafka hat Freude am Kontakt mit den ostjüdischen Kindern, die dort betreut werden: »Wenn ich unter ihnen bin, bin ich nicht glücklich, aber vor der Schwelle des Glücks«, schreibt er an seinen Freund Hugo Bergmann. In der Ferienkolonie arbeitet Dora Diamant (jiddisch: Dymant), die einige Jahre zuvor aus Schlesien nach Berlin gekommen ist. Als sie sich kennenlernen, ist er fasziniert – auch von ihrer Suche nach einer jüdischen Identität jenseits des ultraorthodoxen Chassidismus, der ihre Jugend geprägt hat und Frauen so viele Verbote auferlegt. Diese Sommerliebe soll sein Leben verändern: Endlich gelingt es ihm, sich von Prag loszureißen. Er folgt Dora in das inflationsgeschüttelte Berlin. Am 17.6.2023, fast hundert Jahre nach dem Beginn dieser berührenden Liebesgeschichte, war der renommierte Kafka-Biograf Reiner Stach am Ort des Geschehens und las aus »Kafka. Die Jahre der Erkenntnis, dem dritten Band seiner mehrfach preisgekrönten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Kafka-Biografie. In seinem anschließenden Gespräch mit Vera Schneider vom Kulturforum ging es auch darum, Dora Diamant eine Stimme zu verleihen. Denn dank der Biografin Kathi Diamant (»Dora Diamant. Kafkas letzte Liebe«, deutsche Ausgabe 2013) sind uns heute auch Texte von Dora selbst zugänglich, in denen sie sich auf sehr persönliche Weise an Franz Kafka und ihre gemeinsame Zeit erinnert. Die Episode entstand aus einer Kooperation des Kulturforums mit der Tourismus- und Kur-GmbH Graal-Müritz und der Bäderbibliothek Graal-Müritz. Der Mitschnitt wird ergänzt durch aktuelle Tipps aus der Hörbuch- und Podcastszene. CREDITS Lesung und Gesprächsgast: Reiner Stach Konzept, Redaktion, Moderation und technische Umsetzung: Vera Schneider Aufnahmeleitung in Graal-Müritz: Constantin Kühn Musik: Jaspar Libuda
1 Stunde 11 Minuten
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine verursacht nicht nur enormes menschliches Leid, er richtet sich auch gezielt gegen die Kultur des Landes. Die geschichtliche und kulturelle Identität der Ukraine soll ausgelöscht werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerstören und die Widerstandskraft zu brechen. Deshalb werden historische Gebäude, Denkmäler und Ausgrabungsstätten angegriffen, Bibliotheken und Archive zerstört, Kunstschätze geraubt und an unbekannte Orte verlagert – die Schäden und Verluste an ukrainischem und europäischem Kulturerbe sind jetzt schon unermesslich.
Die Menschen in der Ukraine, besonders die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffener Kultureinrichtungen, bemühen sich oft unter lebensbedrohlichen Bedingungen, ihr gefährdetes kulturelles Erbe zu schützen. Sie werden hierbei von einem Netzwerk von Initiativen im In- und Ausland unterstützt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das mit bedeutenden Bundesmitteln des Auswärtigen Amts unterstützte Ukraine Art Aid Center, welches seit März 2022 mehr als 600 ukrainische Kulturinstitutionen mit Sachspenden unterstützt und zahlreiche Projekte für den Kulturgutschutz vor Ort ermöglicht hat.
Die hier aufgezeichnete Netzwerkveranstaltung, die am 23.11.2023 im Hamburger Bahnhof in Berlin stattfand, war eine Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen, darunter die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Auswärtiges Amt, das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa, das Ukraine Art Aid Center, die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft, das Ukrainische Institut in Deutschland.
Während der Netzwerkveranstaltung wurden die bisher geleistete Unterstützung im Bereich Kulturgutschutz für die Ukraine beleuchtet und der Blick wurde auf die aktuelle Situation gerichtet, die zeigt, dass Hilfsleistungen weiterhin dringend notwendig sind. Auch über Perspektiven für die Zeit nach dem Krieg wurde diskutiert.
MITWIRKENDE DER NETZWERKVERANSTALTUNG
Lukas Augustin, Vorsitzender der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft
Olena Balun, Mitglied der Steuerungsgruppe des Ukraine Art Aid Center
Anastasia Bondar, stellvertretende Ministerin für Kultur und Informationspolitik der Ukraine
Jörg Haspel, Stiftungsratsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Mykola Kuschnir, Direktor des Czernowitzer Museums für jüdische Geschichte und Kultur der Bukowina
Ingo Mix, Abteilungsleiter Kunst- und Kulturförderung bei der BKM
Johannes Nathan, Kunsthistoriker und -händler, Vorsitzender der Max-Liebermann-Gesellschaft
Iryna Nikiforova, ehrenamtliche Koordinatorin des Ukraine Art Aid Center in Kyjiw
Gemma Pörzgen, Journalistin (Moderation)
Stefan Rössel, Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt
Beate Störtkuhl, Kunsthistorikerin, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa
Publikumsfragen: Stephan Doempke, World Heritage Watch; Thomas Drachenberg, brandenburgischer Landeskonservator; Alexander Gatzsche, Deutsche Gesellschaft für Kulturgutschutz.
CREDITS ZUR PODCASTFOLGE
Eine Episode von Ariane Afsari aus dem Zyklus „Zugehört und mitgeschnitten“
Moderation: Vera Schneider und Martin Pabst
Produktion: Ariane Afsari und Vera Schneider
Musik: Jaspar Libuda
Die Menschen in der Ukraine, besonders die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffener Kultureinrichtungen, bemühen sich oft unter lebensbedrohlichen Bedingungen, ihr gefährdetes kulturelles Erbe zu schützen. Sie werden hierbei von einem Netzwerk von Initiativen im In- und Ausland unterstützt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das mit bedeutenden Bundesmitteln des Auswärtigen Amts unterstützte Ukraine Art Aid Center, welches seit März 2022 mehr als 600 ukrainische Kulturinstitutionen mit Sachspenden unterstützt und zahlreiche Projekte für den Kulturgutschutz vor Ort ermöglicht hat.
Die hier aufgezeichnete Netzwerkveranstaltung, die am 23.11.2023 im Hamburger Bahnhof in Berlin stattfand, war eine Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen, darunter die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Auswärtiges Amt, das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa, das Ukraine Art Aid Center, die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft, das Ukrainische Institut in Deutschland.
Während der Netzwerkveranstaltung wurden die bisher geleistete Unterstützung im Bereich Kulturgutschutz für die Ukraine beleuchtet und der Blick wurde auf die aktuelle Situation gerichtet, die zeigt, dass Hilfsleistungen weiterhin dringend notwendig sind. Auch über Perspektiven für die Zeit nach dem Krieg wurde diskutiert.
MITWIRKENDE DER NETZWERKVERANSTALTUNG
Lukas Augustin, Vorsitzender der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft
Olena Balun, Mitglied der Steuerungsgruppe des Ukraine Art Aid Center
Anastasia Bondar, stellvertretende Ministerin für Kultur und Informationspolitik der Ukraine
Jörg Haspel, Stiftungsratsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Mykola Kuschnir, Direktor des Czernowitzer Museums für jüdische Geschichte und Kultur der Bukowina
Ingo Mix, Abteilungsleiter Kunst- und Kulturförderung bei der BKM
Johannes Nathan, Kunsthistoriker und -händler, Vorsitzender der Max-Liebermann-Gesellschaft
Iryna Nikiforova, ehrenamtliche Koordinatorin des Ukraine Art Aid Center in Kyjiw
Gemma Pörzgen, Journalistin (Moderation)
Stefan Rössel, Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt
Beate Störtkuhl, Kunsthistorikerin, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa
Publikumsfragen: Stephan Doempke, World Heritage Watch; Thomas Drachenberg, brandenburgischer Landeskonservator; Alexander Gatzsche, Deutsche Gesellschaft für Kulturgutschutz.
CREDITS ZUR PODCASTFOLGE
Eine Episode von Ariane Afsari aus dem Zyklus „Zugehört und mitgeschnitten“
Moderation: Vera Schneider und Martin Pabst
Produktion: Ariane Afsari und Vera Schneider
Musik: Jaspar Libuda
32 Minuten
Fünf Jahre war Wolftraud de Concini alt, als sie mit ihrer Familie im Juni 1945 ihre »erste Heimat« im nordböhmischen Dorf Radowenz/Radvanice verlassen musste. Sie habe die Vertreibung als ein großes Abenteuer erlebt, erinnert sie sich heute. Denn es gelang ihren Eltern, sie vor traumatisierenden Erfahrungen zu behüten und ihr eine tiefe Liebe zur Region Trautenau/Trutnov zu vermitteln – unabhängig von Nationen, Ethnien oder Grenzen. Als junge Frau verliebte sie sich in Italien und in einen Italiener, mit dem sie sich im Trentino eine neue Heimat schuf. Erst Jahrzehnte später besuchte sie erstmals wieder Böhmen und wanderte die Stationen der Vertreibung ihrer Familie nach. Verbitterung spürte sie keine, stattdessen eine tiefe Verbundenheit mit den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren »Landsleuten«.
Die Autorin und Fotografin Wolftraud de Concini war Stadtschreiberin des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Pilsen/Plzeň, der Kulturhauptstadt Europas 2015, und wird im Mai 2024 mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur und Publizistik ausgezeichnet. Sie ist die vierte Gesprächspartnerin im Zyklus »Heimaten«. Heimat steht für Geborgenheit, Identität, für bewahrte, aber auch bewusst gebrochene Traditionen, manchmal für eine Utopie, häufig für Nostalgie. Gerade für Menschen, die ihre (erste) Heimat verlassen mussten, kann sie zu einem Sehnsuchtsort werden.
Autorin des Zyklus »Heimaten« ist Renate Zöller, die auch als Redakteurin der Kulturkorrespondenz östliches Europa tätig ist. 2015 publizierte sie den Band »Was ist eigentlich Heimat? Annäherung an ein Gefühl«.
Moderation und Produktion: Renate Zöller und Vera Schneider
Redaktion: Renate Zöller
Musik: Jaspar Libuda
Die Autorin und Fotografin Wolftraud de Concini war Stadtschreiberin des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Pilsen/Plzeň, der Kulturhauptstadt Europas 2015, und wird im Mai 2024 mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Literatur und Publizistik ausgezeichnet. Sie ist die vierte Gesprächspartnerin im Zyklus »Heimaten«. Heimat steht für Geborgenheit, Identität, für bewahrte, aber auch bewusst gebrochene Traditionen, manchmal für eine Utopie, häufig für Nostalgie. Gerade für Menschen, die ihre (erste) Heimat verlassen mussten, kann sie zu einem Sehnsuchtsort werden.
Autorin des Zyklus »Heimaten« ist Renate Zöller, die auch als Redakteurin der Kulturkorrespondenz östliches Europa tätig ist. 2015 publizierte sie den Band »Was ist eigentlich Heimat? Annäherung an ein Gefühl«.
Moderation und Produktion: Renate Zöller und Vera Schneider
Redaktion: Renate Zöller
Musik: Jaspar Libuda
53 Minuten
Zweiter Teil der Doppelepisode über deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus dem östlichen Europa im Rundfunk nach 1945. Nachdem der erste Teil (Von Asch bis Zips 10) Hildegard Maria Rauchfuß, Armin Müller und Christa Wolf in den Fokus stellte, die in der DDR eine neue Heimat gefunden hatten, beschäftigt sich der zweite Teil nun mit drei Medienschaffenden im westlichen Teil Deutschlands.
Podcast-Host Vera Schneider (Deutsches Kulturforum östliches Europa) spricht zunächst mit Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut Hamburg) über dessen Forschungs- und Editionsprojekt zu dem in Ostpreußen geborenen Schriftsteller Siegfried Lenz (1926–2014). Am Beispiel von Lenz‘ Vertriebenen- und Ostpreußensendungen im Radio der 1950er Jahre wird deutlich, wie der Autor als »Medienarbeiter« die erweiterten ästhetischen Ausdrucksformen des Rundfunks zu nutzen verstand. Exemplarisch dafür stehen Ausschnitte aus seinem Hörstück »Ich suche meinen Namen« (1954), das fiktionale und dokumentarische Ebenen eindrucksvoll miteinander verbindet.
Das Interview mit Magali Nieradka-Steiner (Universität Heidelberg/Universität Mannheim) und Jana Behrendt (bis August 2022 Südwestrundfunk Baden-Baden) würdigt den aus Schlesien stammenden Schriftsteller und Rundfunkpionier Friedrich Bischoff (1896–1976). Zwischen 1925 und 1933 hatte Bischoff in leitender Position beim Breslauer Rundfunk gearbeitet und in seiner »Schlesischen Funkstunde« innovative Höhen erklommen. An diesen Erfahrungen konnte er als Intendant des Südwestfunks Baden-Baden ab 1946 anknüpfen. In Ausschnitten aus seinem Werk »Das Hörspiel vom Hörspiel« (1931) und aus dem Interview »40 Jahre Rundfunkarbeit« (1965) kommt Bischoff im Anschluss selbst zu Wort.
Im dritten Gespräch stellen Elke Bauer und Antje Johanning (Herder-Institut Marburg) die in Reval/Tallinn geborene Deutschbaltin Annelen von Mickwitz (1922–1982) sowie ihren Nachlass im Herder-Institut und bei der Carl-Schirren-Gesellschaft vor. Ein biografischer Überblick macht deutlich, welch existenzielle Bedeutung die Rundfunkarbeit für die Autorin hatte, die sich eigentlich als Schriftstellerin sah und vor allem für den Kinderfunk tätig wurde. Genauer betrachtet wird ihre Adaption des Märchens »Die wunderbare Flöte«, in der sie auch in Deutschland bekannte Märchenmotive mit einem estnischen Kolorit versieht. Zwei Ausschnitte aus der 1966 im RIAS Berlin gesendeten Aufnahme runden diese Podcastepisode ab.
Die Interviews für die Doppelepisode wurden während des Workshops »Der Osten im Westen. Deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus dem östlichen Europa im Rundfunk nach 1945« geführt. Dieser wurde im Mai 2022 vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv, der Historischen Kommission der ARD und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa veranstaltet.
Konzept, Redaktion, Moderation und technische Umsetzung: Vera Schneider
Musik: Jaspar Libuda
Für die Gewährung der Nutzungsrechte an den Tondokumenten danken wir dem Archiv von Radio Bremen, der Hauptabteilung Information, Dokumentation und Archive des Südwestrundfunks und des Saarländischen Rundfunks sowie dem Deutschen Rundfunkarchiv ganz herzlich.
Bildnachweise
Großes Foto: Tonarchivbestände im Deutschen Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Vera Schneider, DKF; kleine Fotos (von links nach rechts): Siegfried Lenz 1969, Bundesarchiv via Wikimedia Commons, B 145 Bild-F030757-0015 / Schaack, Lothar; Annelen von Mickwitz, Herder-Institut, Marburg; Friedrich Bischoff, SWR; Collage: DKF
Podcast-Host Vera Schneider (Deutsches Kulturforum östliches Europa) spricht zunächst mit Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut Hamburg) über dessen Forschungs- und Editionsprojekt zu dem in Ostpreußen geborenen Schriftsteller Siegfried Lenz (1926–2014). Am Beispiel von Lenz‘ Vertriebenen- und Ostpreußensendungen im Radio der 1950er Jahre wird deutlich, wie der Autor als »Medienarbeiter« die erweiterten ästhetischen Ausdrucksformen des Rundfunks zu nutzen verstand. Exemplarisch dafür stehen Ausschnitte aus seinem Hörstück »Ich suche meinen Namen« (1954), das fiktionale und dokumentarische Ebenen eindrucksvoll miteinander verbindet.
Das Interview mit Magali Nieradka-Steiner (Universität Heidelberg/Universität Mannheim) und Jana Behrendt (bis August 2022 Südwestrundfunk Baden-Baden) würdigt den aus Schlesien stammenden Schriftsteller und Rundfunkpionier Friedrich Bischoff (1896–1976). Zwischen 1925 und 1933 hatte Bischoff in leitender Position beim Breslauer Rundfunk gearbeitet und in seiner »Schlesischen Funkstunde« innovative Höhen erklommen. An diesen Erfahrungen konnte er als Intendant des Südwestfunks Baden-Baden ab 1946 anknüpfen. In Ausschnitten aus seinem Werk »Das Hörspiel vom Hörspiel« (1931) und aus dem Interview »40 Jahre Rundfunkarbeit« (1965) kommt Bischoff im Anschluss selbst zu Wort.
Im dritten Gespräch stellen Elke Bauer und Antje Johanning (Herder-Institut Marburg) die in Reval/Tallinn geborene Deutschbaltin Annelen von Mickwitz (1922–1982) sowie ihren Nachlass im Herder-Institut und bei der Carl-Schirren-Gesellschaft vor. Ein biografischer Überblick macht deutlich, welch existenzielle Bedeutung die Rundfunkarbeit für die Autorin hatte, die sich eigentlich als Schriftstellerin sah und vor allem für den Kinderfunk tätig wurde. Genauer betrachtet wird ihre Adaption des Märchens »Die wunderbare Flöte«, in der sie auch in Deutschland bekannte Märchenmotive mit einem estnischen Kolorit versieht. Zwei Ausschnitte aus der 1966 im RIAS Berlin gesendeten Aufnahme runden diese Podcastepisode ab.
Die Interviews für die Doppelepisode wurden während des Workshops »Der Osten im Westen. Deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus dem östlichen Europa im Rundfunk nach 1945« geführt. Dieser wurde im Mai 2022 vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv, der Historischen Kommission der ARD und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa veranstaltet.
Konzept, Redaktion, Moderation und technische Umsetzung: Vera Schneider
Musik: Jaspar Libuda
Für die Gewährung der Nutzungsrechte an den Tondokumenten danken wir dem Archiv von Radio Bremen, der Hauptabteilung Information, Dokumentation und Archive des Südwestrundfunks und des Saarländischen Rundfunks sowie dem Deutschen Rundfunkarchiv ganz herzlich.
Bildnachweise
Großes Foto: Tonarchivbestände im Deutschen Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg, Vera Schneider, DKF; kleine Fotos (von links nach rechts): Siegfried Lenz 1969, Bundesarchiv via Wikimedia Commons, B 145 Bild-F030757-0015 / Schaack, Lothar; Annelen von Mickwitz, Herder-Institut, Marburg; Friedrich Bischoff, SWR; Collage: DKF