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Kulturtransfer. Der Podcast der KUPF OÖ Archiv

97 Episoden
46 Minuten
Die erste Folge des KULTURTRANSFER, neuer Podcast der KUPF OÖ startet gleich mit einer Steilvorlage: 5 Jahre Holy Hydra!

Das KUPF Podcaster*innen Team Sigrid Ecker, Renée Chvatal, Verena Humer, Thomas Auer und Vinzenz Landl haben die Organisator*innen interviewt, waren direkt am Festival und konnten den Vibe der geilen Hydra und der festlich gestalteten Stadtpfarrkirche Urfahr akustisch einfangen.

Die Kämpfer*innen für die Subkultur Amanda August und Klaus Reznicek erzählen in dieser Folge, wie man es in Linz schafft aus dem Nichts ein Festival zu organisieren, das nach 5 Jahren auch den Landespreis für innnovative Kulturarbeit bekommen hat und welche Probleme und Herausforderungen das natürlich auch mit sich bringt. Ohne ihr Team und ohne unzählige helfende Hände wäre das nicht möglich.

Amanda und Klaus von Holy Hydra

Zudem kam es kurz vor Eröffnung des heurigen Festival zu einer großen behördlichen Herausforderung, über die uns Thomas Diesenreiter mehr erzählen wird.

Letzen Endes waren die Tage zwischen 8. und 9. September jedenfalls wieder mehr als nur Party. Was der Mehrwert für alle beteiligten Seiten ist und was sich ändert, wenn der Veranstaltungsort eine Kirche, was eine entweihte Kirche ist (was auf die Jugendkirche Grüner Anker bzw. Stadtpfarre Urfahr eh nicht zutrifft…) und was es zur Geilen Hydra zu sagen gibt, all das erfährst du in diesem Kulturtransfer!

Und wir feiern heute ab 16 Uhr das Erscheinen des KULTURTRANSFER #1 und der Herbstausgabe der KUPFzeitung am Salonschiff Florentine – kommt vorbei! Juchui!

 

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30 Minuten
Übernahme der IG Kultur.

Freie Szene, autonome, freie, partizipative Kultur, Kulturarbeit, Sozio- oder Subkultur – was ist die Kultur, die wir meinen? Was assoziieren wir damit, worauf wollen wir hinaus? Wie bezeichnen Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, die Kultur, die sie betreiben? Und welches Selbstverständnis haben sie? Ich habe mit vielen Menschen aus ganz Österreich und auch aus verschiedenen Generationen gesprochen, wie sie das benennen und was es für sie bedeutet. 

Mitwirkende (u.a.): Gabriele Gerbasits, Alina Zeichen, Simon Hafner, Gerald Gröchenig, Andreas Fränzl, Jolanda de Wit, Richard Schachinger, Serena Laker, David Prieth, Hans Oberlechner, Klemens Pilsl, Günther Friesinger, Martin Wassermair, Michaela Schoissengeier, Thomas Randisek, Andrea Humer, Sebastian Linz

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Besten Dank an die Bundesvereinigung soziokultureller Zentren in Deutschland
35 Minuten
Thomas Diesenreiter, Geschäftsführer der KUPF OÖ zur aktuellen Lage und resultierenden kulturpolitischen Forderungen. Katharina Serles, Redaktionsleiterin zur Herbstausgabe der KUPFzeitung.

So kann`s also gehen, wenn man der KUPF spontan einen Besuch im Büro abstattet, um dem Geschäftsführer einige Fragen zur aktuellen Lage der freien Kunst- und Kulturszene zu stellen – in Zeiten von hoher Inflation und Energiekrise, dreht der den Spieß einfach um… inwiefern, erfahren sie im ersten Teil der Sendung.

Jedenfalls darf man sich ab der zweiten Ausgabe der KUPF Radioshow im September auf Veränderungen im KUPF Audio Universum einstellen… doch wie diese genau aussehen, ist noch streng geheim. Fest steht die erste Folge des künftigen KUPF Podcasts wird rund um den 20. September erscheinen und gemeinsam mit der Herbstausgabe der KUPFzeitung werden wir das auch gebührend feiern.

Apropos Herbstausgabe… auch in der Zeitungsredaktion hat sich wieder einiges getan. Katharina Serles ist aus der Babypause zurück und gibt uns gleich einen Einblick in die kommende Ausgabe.

Sie erzählt auch über geplante Weichenstellungen, wie das Redaktionsteam aktuell aufgestellt ist und was inhaltlich in der Herbstausgabe zu erwarten ist.

Übrigens kann man die KUPFzeitung auch gerne abonnieren. Und demnächst auch den KUPF Podcast!

Moderation: Sigrid Ecker
23 Minuten
Das nächste FESTIVAL DER REGIONEN findet von 23. Juni – 2. Juli 2023 in der Region entlang der Summerauerbahn statt.

Unter dem Titel “Höchste Eisenbahn” stehen aktuelle Zukunftsfragen im Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung. Von der Klimakatastrophe bis zum gesellschaftlichen Miteinander. Als geographischer und inhaltlicher Ausgangspunkt dient die Summerauerbahn: Eine Bahnstrecke vom Stadtraum Linz, durchs Mühlviertel über die Grenze nach Tschechien.

Am Mittwoch, 13.7.2022 wurde das Projekt im Rahmen einer regionalen Pressekonferenz am Bahnhof in Pregarten präsentiert.

Marita Koppensteiner (Freies Radio Freistadt) war dabei, die KUPF OÖ sendet heute die Übernahme.

Mehr zum Festival der Regionen gibt es auch HIER in der aktuellen KUPFzeitung zu lesen.

Weitere Informationen zum Festival der Regionen 2023

Ausschreibung – Projekt einreichen

 

Beitragsbild:

Pressekonferenz in Pregarten, am 13.7.2022

vorne, v.li.:

Renée Chvatal, Festivalorganisation

Janina Wegscheider, Vertreterin aus der Region im Programmboard 2022-2023

hinten, v.li.:

Oliver Christoph Jerney, Honorarkonsul am Österreichischen Konsulat in Budweis

Conny Wernitznig, Geschäftsführerin LEADER-Region Mühlviertler Kernland

Otto Tremetzberger, Geschäftsführer Festival der Regionen
30 Minuten
Sendungsübernahme der IG Kultur.

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Um den Reduktionserfordernissen des Pariser Übereinkommens zu entsprechen hat sich die EU für die Zeit bis zum Jahr 2030 auf die Zielvorgaben eines EU-weiten Treibhausgasemissions-Reduktionsziels von mindestens 40 Prozent gegenüber den Jahren 1990 bis 2030 geeinigt und dieses Ziel im Rahmen des Green Deals der EU auf netto mindestens 55 Prozent ausgeweitet. Welche Beiträge können die Kunst, können Theater und die (Freie) Kulturszene für den Klimaschutz leisten? Wie „klimafit“ ist man im eigenen Betrieb? Wird von Produktion über Materialeinsatz und Energiehandhabung bis hin zu Kantine oder Dienstplänen schon alles getan, um die Klimaziele zu erreichen? Oder ist man einfach erschlagen von den vielfältigen Herausforderungen und weiß ganz einfach nicht, wo anfangen?

Zum Thema geladen war Margarete Reichel-Neuwirth, ausgebildete Musicaldarstellerin und 15 Jahre lang u.a. im Ronacher, dem Raimund Theater oder dem Münchner Gärtnerplatz Theater. Sie ist aktuell bei den Vereinigten Bühnen Wien für Kulturvermittlung zuständig, absolvierte ein berufsbegleitendes Studium zu „Umwelt- und Energiemanagement“. Als erste Österreicherin hat sie die Ausbildung zur Transformationsmanagerin „Nachhaltige Kultur“ im Berliner Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien absolviert. Seit Mai 2022 leitet sie die Fachgruppe Nachhaltigkeit bei der OETHG (Österreichische Theatertechnische Gesellschaft).

Redaktion: Patrick Kwasi
32 Minuten
Seit 2013 steht das alte Hallenbad in Gallneukirchen leer. Es soll zu einem kulturellen Veranstaltungs- und Begegnungsort für alle werden.

Zukunft Altes Hallenbad Gallneukirchen

In den 1970er Jahren wurde dieses errichtet und war bis 2013 die zentrale Sportstätte für Schwimmer*innen aus der Region. Dann musste es wegen Sanierungsmängel geschlossen werden. Die langjährigen Bemühungen diese zu beseitigen, scheiterten an der Höhe der Kosten. Nun gibt es einen neuen Vorstoß – es wird über eine kulturelle Nachnutzung nachgedacht.

Das Alte Hallenbad soll zu einem offenen Kulturzentrum für alle werden. Viele Kunst- und Kultur-

initiativen zeigen jetzt schon Interesse. Bands, Blasmusikkapellen, Chöre, Aussteller*innen, Theatergruppen,… – sie alle sollen in das Alte Hallenbad einkehren und es wieder mit Leben

füllen.

Dafür wird auch angestrebt, dass es Förderungen aus dem europäischen Regionalförderprogramm LEADER geben wird – die Aussichten dahingehend scheinen gut zu sein. Der Altbestand soll mit nur den gerade notwendigen baulichen Maßnahmen, die Sicherheit und Veranstaltungsrecht vorschreiben einen zweiten Frühling bekommen. Doch für manche ist das undenkbar – in einem ehemaligen Pool Kultur aufzuführen oder zu genießen.

In einem Offenen Prozess sind nun alle Bürger*innen eingeladen, mitzumachen und sich einzumischen. Am 3. Juni wurde zum Tag der offenen Tür samt Workshop geladen.

Für die KUPF OÖ waren Renée Chvatal und Sigrid Ecker dabei. Vorab haben sie zur Einstimmung den Prozessbegleiter Thomas Auer zum Interview ins Studio von Radio FRO gebeten. Der Kulturmanager ist Gallneukirchner und hat dort 2008 den Kulturverein Klangfolger gegründet, der unter anderem das Klangfestival veranstaltet und dabei seit Jahren Leerstände bespielt.

Außerdem legen Bürgermeister Sepp Wall-Strasser (SPÖ), Vizebürgermeister Helmut Hattmannsdorfer (ÖVP) und so manche Besucher*in ihre Sicht der Dinge dar.

Moderation: Sigrid Ecker

@Renée Chvatal: Festorganisation fürs Festival der Regionen, ist im KV Raumteiler ehrenamtlich tätig und auch im Vorstand der KUPF OÖ.

Musik/Imagefilm: https://www.youtube.com/watch?v=ObaV3BladqY&t=2s

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27 Minuten
Während 2015 schnell die Flüchtlingskrise ausgerufen wurde, findet der Begriff heute noch kaum Verwendung, obwohl bereits nach wenigen Wochen mehr Menschen aus der Ukraine in die EU geflohen sind, als in den Jahren 2015 und 2016 zusammen. Woran liegt das? Könnte die Stimmung wieder kippen? Ein Gespräch mit Migrationsexpertin Judith Kohlenberger darüber, was nun besser funktioniert, wieso aber das Thema Asyl weiter politisiert und die Flüchtlingskonvention aufgeweicht wird.

 

Zum Artikel:

https://igkultur.at/international/ukraine-fluechtlingskrise
32 Minuten
Jolanda de Wit, OKH Vöcklabruck über die aktuell im Entstehen begriffene Kulturstrategie des Bundes, das Leben im Hybrid und 10 Jahre Offenes Kulturhaus Vöcklabruck.

Jolanda de Wit, OKH Vöcklabruck

Jolanda de Wit ist Gründungsmitglied und Büroleiterin des OKH Vöcklabruck , außerdem dort Community Managerin und für die Vermietung zuständig. Sie war am 7. April 2022 im Rahmen der Kunst- und Kulturstrategie des Bundes als Impulsrednerin zu den Themen “Innovation“ sowie “Kunst und Kultur Digital” geladen.

Diesem Treffen ging die offizielle Kick-Off-Veranstaltung als Prozess-Auftakt im Belevedere21 am 18. Oktober 2021 voraus. Zwei der vier Dialoggruppen haben sich bereits getroffen, nämlich am 03. März in Bregenz und eben am 7. April in Linz. Die anderen beiden sollen bis Juni folgen.

Worum es bei diesem Treffen der Dialoggruppe ging schildert Jolanda im Interview mit Sigrid Ecker.

Der über das gesamte Jahr 2022 andauernde Beteiligungsprozess beinhaltet die Abhaltung österreichweiter Gesprächs- und Arbeitsformate. In der Schlussphase bis Jahresende 2022 werden nicht nur die Ergebnisse der Diskussionen präsentiert, sondern bereits nächste Schritte formuliert und Umsetzungen eingeleitet. Es können weiterhin Meinungen, Ideen und Vorschläge an KunstKulturStrategie22@bmkoes.gv.at gesendet werden.

10 Jahre OKH!! Wir gratulieren!

Erfreulich ist, dass das OKH bereits 10 Jahre lang veranstaltet, netzwerkt, kulturarbeitet und wächst. Das OKH lebt als Kooperationsprojekt vom gemeinnützigen Engagement vieler: Einerseits wird das Programm von den Programmgruppen und Mitgliedern sowie die Gesamtentwicklung vom Vorstand ehrenamtlich getragen. Das können pro Woche schon über 90 Stunden sein. Andererseits gewährleistet seit Mitte 2014 auch bezahltes Personal bzw. unser hauptamtliches Team mit aktuell 53 Wochenstunden die kontinuierliche Arbeit: Jolanda berichtet, wie das OKH Team die herausfordernden Zeit der Pandemie erlebt hat und wie dieses Jubiläum gefeiert wird. Infos dazu unter: https://www.okh.or.at/News-10jahreokh

„Leben im Hybrid“

Am 13. Mai  wird Jolanda de Wit auch zu Gast bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des Jahresschwerpunkt des Salzburger MARK “Leben im Hybrid – zwischen digitalen und analogen Räumen” sein. Gemeinsam mit anderen Expert*innen aus Kunst und Kultur, darunter Dorothé Smit (Center for Human Computer Interaction), Lukas Gwechenberger (freischaffender Kunst- und Medienkünstler), Thomas Diesenreiter (KUPF OÖ) unter der Moderation von Martina Fladerer (Doktorandin der Musikvermittlung, Wissenschaft & Kunst) werden die Verschiebungen in der praktischen Kulturarbeit und der Kunstproduktion vom analogen zum digitalen bzw. hybriden Zwischenraum sowie der Wandel des gängigen Kunst- und Kulturbegriffes analysiert.

Jolanda verrät in dieser Sendung bereits, welchen Standpunkt sie dabei einnehmen wird.

Im Anschluss an die Diskussion wird übrigens der Filmessay „The Fallen“ von Goldextra präsentiert und es besteht die Möglichkeit, diesen vor Ort zu auszuprobieren. Alle Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt!

Moderation und Gestaltung: Sigrid Ecker
27 Minuten
Sendungsübernahme der IG Kultur.

Die politische Steuerung, Planung und öffentlichen Förderung von Kultur ist bekanntermaßen ein komplexes Phänomen. Kulturproduktion wie auch Kulturpolitik zeigen sich dabei stets als ein gesellschaftliches Handlungs- und Erfahrungsfeld, auf dem Konflikte ausgetragen werden. Im Zoom-Webtalk mit Dr.in Anke-Schad-Spindler wurden Einsatzpunkte für eine ‚konfliktuelle Kooperation‘  zwischen Kulturakteur*innen und Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung analysiert und neue Möglichkeiten politischer Partizipation diskutiert. 

 

Zum Beitrag

https://igkultur.at/praxis/webtalk-wissenschafftkultur-kulturpolitik-zwischen-konflikt-und-kompromiss
31 Minuten
Thomas Diesenreiter über seinen Termin mit LH Thomas Stelzer und Verena Humer im Gespräch mit Kulturdirektorin Margot Nazzal.

Das Kulturbudget wurde zwar heuer vom Land OÖ erhöht, doch da die Jahre davor so lange nicht valorisiert, sondern im Gegenteil, Budget gekürzt wurde, ist die Situation immer noch schwierig für die freie Szene und die Kulturvereine.

Unter anderem deshalb trifft sich die KUPF regelmäßig mit dem Landeshauptmann und Kulturreferenten Thomas Stelzer.

Am 23. März 2022 hat eben so ein Gespräch stattgefunden. KUPF Geschäftsführer Thomas Diesenreiter hat es geführt und berichtet im Interview mit Sigrid Ecker davon.

Wie zufrieden kann die KUPF mit dieser Erhöhung von 2022 sein und was wird es nächstes Jahr brauchen? Was tut sich bei dem Fairpay Prozess, der dem chronisch unterbezahlten und prekären Dasein von Kulturarbeiter*innen und Künstler*innen ein Ende setzen soll?

Welche Sonderförderprogramme gibt es aktuell, um den laufenden Betrieb, der immer noch stark unter der Pandemie leidet, zu unterstützen?

Auch der oberösterreichische Landeskulturbeirat (LKB) hat sich mit dem Budget und Fairpay beschäftigt. Das Gremium hat 2019 ein neues Kulturleitbild erarbeitet. Darauf aufbauend wurde nun ein Paket mit Vorschlägen an die neue Landesregierung erstellt. Wie kann der Gap geschlossen werden? Kulturdirektorin Margot Nazzal im Gespräch mit der stvt. KUPF- GF Verena Humer, die auch Mitglied des LKB ist. Auch nachzulesen in der aktuellen KUPFzeitung. 

Moderation und Gestaltung: Sigrid Ecker

cc-Musik von:

Social Square -Tantalizing Youth (Jamendo)
30 Minuten
Der literarischen Bestseller „Die Jahre“ von Annie Ernaux in einer Inszenierung von Claudia Seigmann/theaternyx* verwandelt die Kammerspiele Linz in eine Zeitmaschine. Und: Ausblick auf die Frühlingsausgabe der KUPFzeitung.

Am 18. März um 19:30 Uhr ist in den Kammerspielen Linz die erste Produktion der Schiene “Bühne frei für die Freie Szene” zu sehen. Diese Kooperation zwischen Landestheater Linz und KUPF OÖ öffnet die Türen des Landestheaters für die Freie Szene.

„Diese Kooperation zeigt, was möglich ist, wenn Szenen-übergreifend zusammen gedacht und gearbeitet wird. So wird die freie Szene einem breiteren Publikum zugänglich gemacht und das Landestheater wird wiederum von einer neuen Zielgruppe besucht. Vor allem in diesen Zeiten ist ein Miteinander besser als ein Nebeneinander.“ Freut sich Verena Humer.

Annie Ernaux, eine der wichtigsten französischen Gegenwartsautor*innen, hat mit Die Jahre einen literarischen Bestseller und eines der faszinierendsten Bücher der jüngeren Zeit vorgelegt. Das für ungewöhnliche Theatererlebnisse bekannte Linzer theaternyx* bringt das Buch auf die Bühne und verwandelt die Kammerspiele in eine Zeitmaschine. Drei Schauspielerinnen nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch ein Frauenleben, jedes Jahrzehnt ist auch mit Chansons und Liedern präsent. Im Erzählen entfaltet sich eine universelle Chronik, die ganz auf die Kraft der inneren Bilder vertraut und aus der uns die Frage entgegenleuchtet, wie wir leben wollen.

Der literarische Bestseller der französischen Autorin Annie Ernaux ist eine Spurensuche danach, wie wir dort hingelangten, wo wir heute stehen und wurde von Claudia Seigmann umsichtig inszeniert.

Claudia Seigmann über ihr Stück: “Die Geschichte eines Frauenlebens, das 1940 beginnt und bis in unsere Gegenwart reicht, lässt uns verstehen, wo wir herkommen, welche Kämpfe unsere Vorfahrinnen gekämpft, welche Veränderungen sie erreicht haben.”

Wir übernehmen etwas gekürzt das KULTUR & BILDUNG SPEZIAL vom 4. März 2022. Musik: B.Fleischmann, Lucienne Boyer, Elvis Presley.

Moderation: Sigrid Ecker

TICKETS

Blog

Landestheater, Linz, Veranstaltungen

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31 Minuten
Aufgrund der aktuellen Lage und des gewaltvollen Einmarsches Putins in die Ukraine am Donnerstag letzte Woche, sendet die KUPF OÖ heute die Übernahme ungeschnittener Aufzeichnungen von Reden auf Demonstrationen gegen Putins Krieg, Solidarität mit der Ukraine oder den Menschen in der Ukraine ab dem 24. Feber 2022 in Wien:

Zu hören ist hier die Kundgebung der Sozialistischen Jugend zusammen mit Menschen aus der Ukraine „Dem Krieg keinen Frieden“ vor der russischen Botschaft in Wien am 24. Feber 2022, an der hunderte Menschen teilgenommen haben.

Zuvor spricht Verena Humer über die aktuelle Lage und liest aus dem Solidaritäts-Statement der IG Kultur gemeinsam mit sämtlichen Interessensvertretungen der Bundesländer in Österreich. Der ganze Text findet sich hier.

cc-by-nc-nd musik: The_Moon_Theory_-_My_Existance und DalCuore_-_Volemos_Juntos_Piano_solo_Instrumental

 
31 Minuten
Der erfolgreich geführter Verein „Freiraum Wels“ kämpft aktuelle ums Überleben, da in der Welser Gemeinderatssitzung vom 31.1.2022 mit den Stimmen von FPÖ und MFG die Zukunft des Vereins Freiraum Wels stark gefährdet wurde, indem dem Antrag auf Verlängerung eines Mietzuschusses abgelehnt wurde. Der Verein ist aus der Innenstadt-Agenda 2021 heraus entstanden und wurde im gemeinsamen Interesse vieler engagierter Bürger*innen aufgebaut. Trotzdem wird das Projekt nun vom Freiheitlichen Bürgermeister abgedreht. Dieser beabsichtigt, den Verein aus seinen Räumlichkeiten zu werfen und durch einen der FPÖ politisch nahestehenden Verein zu ersetzen.

Die Hintergründe und wie es mit dem Freiraum Wels weitergehen wird, erzählt uns heute Mit-Initiator Ralf Drack im Interview mit Sigrid Ecker.

Zudem liest KUPF OÖ Vorständin Eva Falb die Emanzenkolumne mit dem Titel Ware Liebe von Jelena Gučanin aus der aktuellen KUPFzeitung.
27 Minuten
In Österreich regt sich schon seit Jahrzehnten wenig bis gar nichts in der Kulturpolitik, es wird schlichtweg Hochkultur gepflegt und Bestehendes erhalten. Es fehlt an Visionen und am Entscheidungswillen auch mal ernsthaft etwas umzusetzen. So ist nun Fair Pay im Regierungsprogramm, Salzburg hat das innerhalb von Windeseile umgesetzt, der Bund sitzt immer noch in einem Fairness Prozess fest, ohne Ergebnisse, auch ohne Zielsetzung, wo es eigentlich konkret hingehen soll.

Genau damit beschäftigt sich Gabriele Gerbasits Festrede zum Landeskulturpreis Kärnten, die auch in der Kulturzeitschrift „Die Brücke“ erscheint. Wir hören die Rede von Gabriele Gerbasits über das Verzagen in der Kulturpolitik und hoffen, dass vielleicht einmal ein Ruck durch die Kulturnation geht.

Redaktion: IG Kultur, Patrick Kwasi
27 Minuten
Die IG Kultur und Europäische Theaternacht beteiligen sich am europäischen Audience Development Projekt „ASSET“. Ziel ist die Entwicklung neuer Strategien und Tools für Theater- und Kultureinrichtungen, um ihr Publikum besser zu verstehen und auch neue Publikumsschichten ansprechen zu können. Begleitet wird das Projekt von der renommierten Londoner Audience Agency.

In dieser Sendungsübernahme hat sich die IG Kultur mit Gerald Gröchenig unterhalten, der das Projekt umsetzt. 

Die Methode der Segmentation bedeutet bei ASSET, das Theaterpublikum jenseits aller Durchschnittswerte in Gruppen von Theaterbesucher*innen zu unterteilen, die innerhalb ihres Segments sehr ähnlich sind, aber auch genügend Abgrenzungen zu den anderen Segmenten aufweisen.

Die Londoner Audience Agency, vom British Arts Council unterstützt, bedient sich der Methodik seit Jahren, um Kultureinrichtungen dabei zu helfen, ein besseres Verständnis für das aktuelle und zukünftige Publikum zu gewinnen. Anhand über 11.000 in den Theatern vor Ort ausgefüllten Fragebögen konnten neun Segmente gebildet werden, die von den „Classicists“, den Freunden des Klassischen über „Mainstreamers“ bis hin zu den „Cultural Grazers“ reichen, einem Segment, das keine klare inhaltliche Präferenz fürs Theater aufweist, auf der großen Weide der Kulturangebote grast (engl.: graze), und sich mal eine Ausstellung, mal einen Kinobesuch, mal einen Theatergang „einverleibt“.

Innerhalb dieser Segmente gibt es gemeinsame Verhaltensmuster: Motivationen, zum Besuch der Einrichtungen, Informationskanäle, Besuchergewohnheiten, Erwartungshaltungen, Werte, demographische Daten, u.a. Zu anderen Segmenten können sich diese Muster aber grundlegend unterscheiden. Meist spricht jedes Theater verschiedene dieser Segmente an. Wenn man nun weiß, welches Besuchersegment den größten Teil des Publikums ausmacht, kann man sein Marketing und seine Kommunikationsarbeit zielgerichteter auf diese Menschen ausrichten. In der Werbung z.B. vermehrt jene Mittel einsetzen, die dieser Besucher*innentypus bevorzugt. Oder sich das sparen, von dem man weiß, dass es ohnehin nicht als Informationsquelle genutzt wird.

Die Ergebnisse der Studie sind dazu geeignet, die „Masse“ von Kulturbesucher*ìnnen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Die teilnehmenden Theater konnten dies direkt in ihre Kommunikationsarbeit einfließen lassen, Interessent*innen in anderen Kultureinrichtungen können sich anhand des Schlussberichts darüber schlau machen, welche Publikumstypen sie am meisten ansprechen. Die verwendeten Fragebögen liegen auf der IG-Kultur Homepage zur eigenen Nutzung bereit, weitergehende Projekte mit dem Londoner Forschungsinstituts sind derzeit in Arbeit.

Ein Projekt wird sehr bald stattfinden: seit Beginn der Pandemie hat die Audience Agency Englands Kulturbesucher*innen kontinuierlich befragt, wie sich ihre Einstellungen zur Besuch von Theatern, Kinos, Konzerten oder Ausstellungen ändern, wovor man Angst hat, was man benötigt, um wiederzukommen, und was Kultureinrichtungen dafür leisten müssten. Auch hier variieren die Aussagen zwischen den einzelnen Segmenten. Die IG Kultur plant in den nächsten Monaten einen Web-Talk mit den Expert*innen in London, um zu sehen, wie sich ihre Expertise aufs europäische Festland übertragen lässt. Der Bedarf dafür scheint gegeben.