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Kulturtransfer. Der Podcast der KUPF OÖ Archiv

97 Episoden
30 Minuten
Themen wie Antirassismus, Bias oder kulturelle Aneignung (Stichwort: österreichische Leitukultur) werden uns in diesem Wahljahr wohl noch auf verschiedensten gesellschaftlichen, kulturellen oder politischen Ebenen begleiten.

Unter dem Motto „The Future Starts Now – Wandel jetzt verhandeln“ erörtern Vanessa Spanbauer, Charity Putz und Fatih Özköseoglu aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen bzw. unseren Umgang mit diesen. Katja Frey hat die Veranstaltung am 4. April im Alten Schlachthof in Wels moderiert.

Diesmal stellen wir uns Fragen zum Thema Antirassismus, sprechen über Ally-Sein, Privilegien-Checken, kulturelle Aneignung und vieles mehr. Wir beleuchten die eigene Auseinandersetzung mit unserem Weißsein und die Tatsache, wie tief internalisiert Rassismus in unserer Gesellschaft ist.

Die gesamte Diskussion könnt ihr auch auf DORFTV nachsehen.
41 Minuten
Das Thema Vereinbarkeit von Theater und Familie interessiert unsere Redakteurin Vera Ecser einerseits persönlich, aber vor allem seit der Teilnahme an der Podiumsdiskussion im Rahmen von Schäxpir 2023. Dort wurden bereits verschiedene Aspekte beleuchtete, wie Schauspieler*innen und Theaterschaffende Familie und Beruf vereinbaren können bzw. unter welchen Umständen sie das tun müssen.

Um dieser Frage weiter auf den Grund zu gehen, hat Vera zwei Künstlerinnen, die in Linz tätig sind, eingeladen: Simone Neumayr, Schauspielerin am Theater des Kindes, und Jolanda Lülsdorf, freischaffende Theater- und Tanzpädagogin sowie Schauspielerin.

Die Podiumsdiskussion vom 18.6.23 ist hier nachhörbar: https://cba.fro.at/626487

Zu Gast in der Sendung ist auch KUPFzeitungs Co-Leiterin Ella Kronberger, die eben die KUPFzeitung zum Schwerpunkt CARE zur Druckerei geschickt hat! Ab 27.3. kann man diese Ausgabe der Zeitung hier auch online lesen.

Regelmäßig erreichen die KUPFzeitung Beitragsvorschläge zu Eltern- oder konkret Mutterschaft und dem Arbeiten im Kulturbereich. ‘Care-Arbeit’ kommt aus feministischen Auseinandersetzungen und meint unbezahlte Reproduktions- und Hausarbeiten, wie das Betreuen von Kindern oder unsichtbare Belastungen, die durch das Organisieren des Alltags entstehen. Care-Arbeit wird inzwischen immer öfter synonym für Pflege-, Sorge- und Erziehungsberufe verwendet. Denn auch sie werden schlecht entlohnt und häufig als selbstverständlich wahrgenommen. Wer setzt sich überhaupt mit Care-Arbeit auseinander oder hat die Möglichkeit dazu? Diese und viele weitere Aspekte und Fragestellungen werden hier behandelt und Ella gibt uns in der Sendung bereits einen kleine Vorgeschmack darauf, was CARE auch im Kulturbereich bedeuten kann.
1 Minute
In dieser Episode von Kulturtransfer dreht sich alles um das liebe Geld und die Frage, wie Kulturvereine ihre Projekte finanzieren können. Von staatlichen Subventionen bis hin zu innovativen Crowdfunding-Kampagnen – kein Aspekt der Finanzierung bleibt unberührt.

Thomas Auer spricht über die neuesten Entwicklungen in der Spendenabsetzbarkeit für gemeinnützige Kulturvereine. Die neue Regelung ermöglicht es Spender:innen, ihre Beiträge steuerlich abzusetzen, was eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten schafft.

Außerdem wird die brandneue Spendenplattform kulturspenden.at vorgestellt, die Kulturvereinen die Möglichkeit bietet, Spenden für ihre Projekte zu sammeln und dabei Unterstützung bei der Finanzamtsmeldung sowie projektbasierte Spenden und Crowdfunding-Kampagnen zu erhalten.

Die Sendung beinhaltet auch ein spannendes Interview mit Wolfgang Gumpelmair-Mach von der Creative Region, einem Experten für Crowdfunding, der wertvolle Einblicke und Tipps für erfolgreiche Kampagnen teilt.

 

Musik:

Nirvana – The Money will roll right in (Live at Reading 1992), Geffen Records

ZINN – Das Kapital, Chthuluzän, Staatsakt, 2024

Yo La Tengo – Fallout, This Stupid World, Matador, 2023

Einstürzende Neubauten – Der Weg Ins Freie, Perpetuum Mobile, Mute Records, 2004

Sounds:

Sektkorken oder Anstoßen, Ruben_Uitenweerde

Where is the money Lebowski, Credits: TM & Gramercy Pictures (1998)

NFL FOX Theme, Fox
30 Minuten
Der Monat Jänner ist bei vielen Vereinen immer der Monat der Förderanträge:

Jahresförderung, Projektförderung, Sonderförderung samt vieler Formulare die man im Förderjargon ausfüllen soll.

Grund genug, dass uns Pia Wiesauer, Referatsleiterin der Abteilung Kultur des Landes OÖ, Rede und Antwort steht!

Im Gespräch mit Verena Humer erzählt sie von den Neuerungen für 2024 im Förderwesen und schildert die Sicht der Beamt*innen-Ebene.

Eine große Neuerung gibt es nun endlich auch zu Thema Fair Pay in Oberösterreich. Über 10 Jahre lang musste das Thema von den IGs in die Regierungen lobbyiert werden – ein langer Weg um Faire Bezahlung für Kulturarbeit in das Regierungsprogramm zu bekommen.

Die Umfrage-Ergebnisse der Fair Pay Erhebung in OÖ wurden vom market Institut ausgewertet und sind nun öffentlich einsehbar.

Kurz zusammengefasst: die zeitgenössischen Kulturvereine wollen sich an den Honorar- und Gehaltsrichtlinien der TKI und der IG Kultur orientieren, können es sich aber nicht leisten, da zu wenig Fördergelder dafür ausbezahlt werden. Im Durchschnitt zahlt ein Kulturverein 60% zu wenig Gehalt bzw. Honorar – das muss und soll sich nun endlich ändern. Das Land OÖ stellt für 2024 eine Million Euro an Fair Pay Geldern zur Verfügung! Ein wichtiger erster Schritt, der keine Einmal- oder Sonderzahlung bleiben darf, denn Faire Bezahlung soll in Zukunft Standard sein.

Foto: Fair Pay Manifest / IG Kultur
26 Minuten
Die Zeit vor den Feiertagen wollen wir nutzen um über das Jahr 2023 zu reflektieren und einen Ausblick auf 2024 zu geben – denn das neue Jahr bringt viel Neues!

Einerseits eine neue Leitung der KUPFzeitung. Katharina Serles verabschiedet sich nach 5 Jahren wieder nach Wien und übergibt ab 1. Jänner an die Linzerin Ella Kronberger, die ab sofort auch für den Social Media Auftritt der KUPF OÖ verantwortlich ist. In der Co-Leitung mit Tamara Imlinger wird sie die Zeitung im neuen Design weiterführen! Das neue Design bietet auch Platz für neue, wichtige Diskussionen – in der aktuellen Ausgabe u.a. zum Thema Critical Whiteness und Intersektionalität. Verena Humer unterhält sich mit den beiden darüber in dieser Sendung.

Andererseits bringt das neue Jahr auch ein neues, wichtiges Tool der KUPF OÖ für Kulturvereine: kulturspenden.at startet Mitte Jänner und wird dafür sorgen, dass Österreichs Kulturorganisationen unkompliziert Spenden einwerben können. Als zentrale Dienstleistung wickelt die Plattform die Ein- und Auszahlungen ab, stellt den Spender*innen Spendenbescheinigungen aus und regelt die Meldung an das Finanzamt.

Thomas Diesenreiter bietet in dieser Folge Einblicke in dieses neue Tool und analysiert außerdem das OÖ Kulturbudget für 2023, das eine positive Überraschung bereit hält.

Tragt euch auch gerne in unsere neue Mailingliste für die KUPFzeitung ein!

Viermal in Jahr unsere Aufrufe erhalten kann man hier: https://lists.servus.at/mailman/listinfo/call-kupfzeitung-lists.kupf.at

Wir freuen uns auch über Vorschläge, die abseits vom jeweiligen Heftschwerpunkt aktuelle Themen einbringen!

Den Zeitungs-Call für die Frühlings-Ausgabe findet ihr hier: https://kupf.at/call4articles/
30 Minuten
Die Menschen ziehen in die Städte, das Land kämpfte in den letzten 25 Jahren gegen Abwanderung und Verödung. Doch manche Regionen trotzen der allgemeinen Entwicklung. Ob sie Erfolg haben oder nicht, ist oft eine Frage der Kultur. Eine Getreidemühle, ein Schwimmbad, ein Krankenhaus, eine Fabrik – was haben sie gemein? Sie sind fantastische Orte für Kunst und Kultur! Ein Veranstaltungsort, der als solcher gebaut wurde, ist viel weniger interessant als eine Umnutzung, die Kreativität räumlich verkörpert. Am Land gibt es viel Leerstand dieser Art, also auch Potenzial. Wo in Ballungsräumen schnell Investoren auftauchen, um abzureißen und austauschbare Wohnanlagen hinzustellen, liegen die Orte am Land oft jahrzehntelang brach. Aber es gibt spannende Initiativen, die sich dem annehmen – wenn man sie lässt – und dabei die ganze Region beleben.

In Teil 1 hört ihr vom hoffnungsvollen Domenik Riedl vom Kulturpool Gallneukirchen, die gerade mit einem umgenutzten Hallenbad durchstarten und von Herta Schuster von der Erbse in Bruckneudorf gesprochen, die zwar äußerst erfolgreich eine alte Fabrik belebt haben, die aber so aufgewertet haben, dass Begehrlichkeiten geweckt wurden.

Zum Artikel

Kulturpool Gusental

Erbse Bruckneudorf
47 Minuten
Graz 2003, Linz 2009 und nun also das Salzkammergut 2024. Die europäische Kulturhauptstadt kommt wieder nach Österreich. Besonders daran ist vor allem die Tatsache, dass insgesamt 23 Gemeinden im Salzkammergut involviert sind. In größeren Städten wie Gmunden aber auch kleineren ländlichen Gemeinden wie Unterach wird es ab 20.1. knapp 200 Projekte zu bestaunen geben.

Den baldigen Start des Kulturhauptstadt-Jahres wollten wir als Anlass nehmen um mit Projektverantwortlichen zu sprechen und ihre Perspektive auf die Kulturhauptstadt zu bekommen. Interessanterweise war es uns aber nicht möglich, Projektverantwortliche für ein Interview zu gewinnen – viele wollten zwar über die eigenen Projekte sprechen, aber fast niemand darüber, wie die direkte Arbeit mit dem Team der Kulturhauptstadt und der Bevölkerung vor Ort läuft. Zumindest nicht, bevor das Programm der Kulturhauptstadt 2024 gedruckt ist.

Über die möglichen Gründe dahinter hat sich Verena Humer mit dem Soziologen und Linz09-Experten Klemens Pilsl unterhalten.

Dafür standen Simone Barlian und Christian Haselmayr, beide im Organisationsteam der Kulturhauptstadt, Vinzenz Landl Rede und Antwort. Sie sprechen sowohl über die Zusammenarbeit mit den Projekten, der Bevölkerung und den lokalen Kulturinitiativen als auch über die Kritik, der sich eine Kulturhauptstadt stellen muss.

Das Programm der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 ist mittlerweile zumindest schon online einsehbar!
30 Minuten
In den letzten Jahren startete ein großer Generationenwechsel im Kulturbereich. Es ist die Gründungsgeneration, die sich verabschiedet. Die Zentren entstanden in den Ausläufern der großen sozialen Bewegungen der 60er und 70er Jahre. Es waren die Boomer und Post-68er. Sie haben diese Art der Kultur mehr oder weniger erfunden, Orte besetzt, Nutzungsrechte erkämpft, Strukturen aufgebaut. Es entstanden Zentren in alten Fabriken, Hallen oder Mühlen, verlassenen Krankenhäusern, oder Gebäuden, die zum Abriss bestimmt waren. Sie haben Investoren und Spekulanten eins ausgewischt und dabei noch gleichzeitig Stadtteile belebt und aufgewertet. Oft hielt die Gründungsgeneration auch seit Jahrzehnten die Posten der Geschäftsführung inne. Davon kommen jetzt viele in das Pensionsantrittsalter und haben nicht selten Probleme mit der Nachfolge.

Die Kunst am Wechsel ist es, eine eigene Linie zu zeigen, ohne das Haus auf den Kopf zu stellen. „Man braucht echt Zeit für so einen Wechsel, muss sich überlegen, wie man mit Widerständen umgeht und sie überbrückt, um den Prozess gemeinsam zu beschreiten,“ so Wagemann. Man sollte genug Zeit einplanen, Büro und Vorstand müssen überlegen, was die wichtigsten Aufgaben sind, die beibehalten werden und nicht alles auf einmal, sondern nach und nach übergeben. Die Älteren bleiben dann manchmal erhalten, machen kleinere Jobs im selben Betrieb oder bringen sich an anderen Orten ein. Das läuft aber nicht von einem Tag auf den anderen und beinhaltet auch, dass die Nachfolge Geduld dabei zeigt, wenn es darum geht, die Zügel in die Hand zu kriegen.

Diesen Prozess kann man aber vorbereiten: Klare Strukturen und Vereinbarungen helfen den Neuen dabei, sich zu orientieren. Die müssen nämlich einiges für sich klären: Wie will ich leiten, wie öffentlich auftreten? Wie kann ich meine Aufgaben authentisch wahrnehmen? Gibt es alte Probleme oder Konflikte, die weiterwirken? Um erfolgreich durch größere Veränderungen zu kommen, muss man das Unternehmen gut kennen und sich vor allem der ungeschriebenen Gesetze, Gepflogenheiten, Dynamiken bewusst sein, damit man weiß, wie man diese für neue Impulse nutzen kann. Man sollte ruhig bleiben und sich erst mal den Überblick verschaffen.

Patrick Kwasi, dem Redakteur dieser Folge ist zu dieser Sache ein Satz in Erinnerung geblieben – „meine ehemalige Chefin Gabriele Gerbasits hat mal zu mir gesagt: „Sei nett zu den Praktikant*innen, sie sind die Geschäftsführer*innen von morgen.““

Mit einem Generationenwechsel ist es wie mit jeder größeren Änderung: Soll sie gelingen, braucht es Zeit. Dabei geht es um mehr, als eine Person, die geht und eine, die kommt. Der Betrieb ist ein Uhrwerk und mit einem Rädchen ändert sich der Lauf. Es ist eine Chance, neue Wege zu beschreiten, aber auch ein Risiko, dass Konflikte Ressourcen kosten oder mit dem Ausscheiden Wissen und Kontakte verlorengehen. Wenn man hier früh investiert, spart man sich später viel Mühe und sichert einen erfolgreichen Fortbestand der Initiative.

Zum Artikel

Blogbeitrag von Ingrid Wagemann

Zur Website der IG Kultur
29 Minuten
Neue hashtags wie #technometoo oder die Ergebnisse der Online-Umfrage der vienna club comission zur Sicherheit im Nachtleben machen nun öffentlich, was viele von uns schon selbst oder zumindest aus Erzählungen wissen: Vor allem junge Frauen, Trans- und queere Personen fühlen sich beim Ausgehen unsicher und es braucht neben dem öffentlich-machen auch klare Lösungen für mehr Sicherheit bei Veranstaltungen aber auch im Bereich Tanz- und Theater. Je mehr Menschen sich dessen bewusst sind, desto besser!

Am 30. September 2023 fand der erste „Awareness Day“ in Linz statt. Gerichtet hat er sich an Alle: Veranstalter*innen, Betreiber*innen, Kellner*innen, Tontechniker*innen, Securitymitarbeiter*innen, Künstler*innen, DJs, Kollektive und Besucher*innen von Clubs, Konzerten, Festivals, Kulturvereinen usw.. Fokus der Veranstaltung war sexuelle Gewalt im Nachtleben. Doch tatsächlich ging es hier um viel mehr.

„Es geht drum, dass alle Spaß haben – ABER es haben nicht immer alle Spaß!“, so Johanna von Safe the Dance aus München. Und genau um dieses Bewusstsein geht es. Wie kann man veranstalten, fortgehen, handeln, usw. damit sich auch alle – jenseits von Geschlecht, Herkunft, Zugehörigkeit – gleichermaßen wohl und sicher fühlen?

Wir leben in einer immer fordernderen Welt gezeichnet durch Polykrisen. Gerade darum wird das Thema Awareness immer wesentlicher. In erster Linie ging es an diesem Tag um sexualisierte Gewalt und KO.Tropfen. Im Laufe des Tages wurde uns aber allen immer bewusster, was da rund um noch alles mitspielt. Denn es beginnt nicht mit einer sexuellen Belästigung. Bei manchen Menschen beginnt es schon viel früher, dass sie eventuell in einen Club oder sonst wo, erst gar nicht reinkommen. Alltagsrassismus und wenig Aufklärung führen zu unangenehmen Themen und Handlungen. Die aktive Auseinandersetzung damit ist wichtig für unsere Gesellschaft, denn nur so können wir uns diesen Herausforderungen stellen. Vor allem weil es schwer ist genau zu benennen, was man tun soll. Jede Situation, jede Veranstaltung, jede Location ist unterschiedlich und genauso individuell sollten dafür Konzepte oder zumindest Überlegungen fokussiert werden. Mit der Frage: „Wie wollen WIR uns in unangenehmen Situationen verhalten?!“ macht man schon mal einen guten Anfang.

Jedes Konzept, jede kollektive Entscheidung ist besser, als keine.

Wie kann man Handlungsimpulse in unsere Gesellschaft bringen, wie erreicht man verschiedene Zielgruppen und wie erreicht man auch Menschen, die sich allein beim ansprechen des Themas, bereits umdrehen und sagen… ahh damit hab ich nichts zu tun oder es interessiert mich nicht. Wahrscheinlich gibt es auch keine einfache Schlüssellösung – doch es braucht die Auseinandersetzung und das am besten so früh wie möglich. Denn auch Ressourcen gehören ausreichend eingeplant und es muss in der Gruppe einen Konsens gefunden werden, damit der Umgang mit diversen Situationen gelingt. Das Autonome Frauenzentrum Linz, Safe the Dance (Awareness Agentur München) und die Innsbrucker Club Commission gaben an dem Tag wertvolle Tipps, gute Argumente, Inspiration und Aufklärung.

Wichtig sei vor allem, sich folgende Faktoren bewusst zu machen: Was ist uns wichtig, wofür wollen wir stehen, was ist für uns realistisch umzusetzen und wie inklusiv wollen wir sein (z.B. Mehrsprachigkeit, Symbolzeichen, Infos: was geht und was nicht.)? Wesentlich dabei ist, ehrlich zu sein. Und auch dann darauf aufmerksam zu machen, wenn man es nicht schafft inklusiv zu handeln. Dann ist es am besten, offen und ehrlich zu sagen, NEIN, wir sind nicht barrierefrei, nein wir haben kein Awarenesskonzept. Auch dieses Handeln zeigt eine Auseinandersetzung mit dem Thema und ist genauso in Ordnung. Wichtig ist, dass die Leute wissen, woran sie sind.

Schauen wir doch, wie wir es schaffen, dass sich alle wohlfühlen und Spaß haben können. Egal wie intensiv man in das Thema reingeht, man sollte nie vergessen, dass es eine Prozessarbeit ist. Mehr zu dem Thema sowie ein Leitfaden findet ihr hier von Safe the Dance!

Der AWARENESS DAY LINZ war eine Kooperation von OASCH KV mit der Kulturplattform Oberösterreich und dem Frauenbüro der Stadt Linz. Mit Inhalten von:

Autonomen Frauenzentrum Linz, Safe The Dance München & Innsbruck Club Commission

Gefördert von Linz Kultur und dem Linzer Frauenbüro.

Musik: Catrin Manoli a.k.a. Cook, Rap von Cooky & Flysh. insta: @cooky.a.k.a.
30 Minuten
Es ist Herbst, das bedeutet nicht nur, dass der Sommer vorbei ist, es aber trotzdem noch sehr heiß ist, sondern auch, dass sich die KUPF mit frischen Batterien in anstehende Projekte stürzt.

Doch welche Projekte sind das überhaupt?

Um euch einen kleinen Einblick zu geben, hat sich Redakteur Vinzenz Landl mit dem Büro-Team getroffen und in lockerer Runde über die anstehenden Tätigkeiten gesprochen. Einen Ausblick auf 2024 gibt es ebenfalls!

An vorderster Front steht momentan die Fair Pay Umfrage des Landes OÖ und die von der KUPF angebotenen Mitglieder-Workshops sowie ganz neu konzipierten Projekte wie das Projekt zur Kulturspenden-Absetzbarkeit.

Hört rein und bleibt informiert!
30 Minuten
In der letzten Podcast Folge ging es um die Diskrepanz zwischen Elternschaft und Theater – heute senden wir die Gesprächsrunde mit dem Titel „Femgen – Feminismus verbindet Generationen“, die im Vorfeld der Linzer Filmpremiere von Katharina Mücksteins „Feminism WTF“ stattfand. Was bedeutet Feminismus und warum bist du Feministin? Gemeinsam gehen die Gesprächspartner*innen den feministischen Spuren in Linz seit den 80er Jahren nach und sucht Verbindungen zu den neuen Generationen.

Danke an das Bündnis 8 März, das die Diskussion mit Gabriele Müller, Dagmar Andree, Abena Carty Pinner und Jelena Saf organisierte und an die Moderatorin Laura Wiednig, Landesfrauengeschäftsführerin der SPÖ OÖ.

Außerdem könnt ihr noch bis 18. September die Fair Pay Umfrage vom Land OÖ ausfüllen, die ihr bereits vom MARKET Institut per Mail bekommen habt!

Die Umfrage beinhaltet 25 Fragen, deren Antworten wichtig für unsere Kulturbudget-Verhandlungen mit den Land OÖ sein werden. Daher bieten wir auch am Donnerstag, 7.9. um 13 Uhr und am Dienstag, 12.9. um 17 Uhr Info-Gespräche via Zoom für alle an.

-> Mehr dazu auch HIER.

Ein kleiner Hinweis noch: der Awareness-Day findet am 30. September von 10 bis 18 Uhr im Pressezentrum im Alten Rathaus in Linz statt. In Kooperation mit Oasch KV und dem Frauenbüro der Stadt Linz werden dort kostenlose Workshops zu sexualisierter Gewalt im Nachtleben vom Autonomen Frauenzentrum Linz, der Innsbrucker Club Commission und Safe the Dance München angeboten.
37 Minuten
Im Rahmen des Schäxpir Theaterfestivals am 18.06.2023 fand eine Podiumsdiskussion über die Vereinbarkeit von Theater und Familie statt. Die internationalen Expert*innen waren Nora Bussenius aus Berlin, Jeroen Versteele aus Wien und Wiebke Melle aus Linz. Das Gespräch wurde moderiert von Sarah Schausberger.

Viele Themen sind bei dem Talk aufgetaucht, einige hat Vera Ecser am Anfang dieser Sendung rausgesucht und nochmals hörbar gemacht. Eine Stellungnahme aus Belgien (in der Sendung auf Englisch) rückte das Thema in ein anderes Licht. Nora Bussenius von den Bühnenmüttern und Gründerin Annika Mendrala hat Vera Ecser für diese Podcastfolge nochmal online vor das Mikrofon geholt. Sie erzählen über den Verein und warum sie es wichtig finden über die Vereinbarkeit von Theater bzw. Kulturarbeit und Familie zu sprechen. Viele Fragen und Ungleichheiten werden hier sichtbar gemacht: kann der Spagat zwischen Elternschaft und Bühne überhaupt gelingen? Was darf man in seinem Arbeitsumfeld offen kommunizieren und was lieber nicht? Was wäre, wenn ihre Arbeit nicht mehr nötig wäre? Wie findet man Zeit, sich neben Arbeit und Familie im Verein auch noch ehrenamtlich zu engagieren?

Alles darüber hört ihr in der August-Folge des Kulturtransfers!

Bühnenmütter: https://www.buehnenmuetter.com/

Die Podiumsdiskussion vom 18.6.23 ist hier nachhörbar: https://cba.media/626487
40 Minuten
Leerstände und Weite: Welche Potentiale liegen im ländlichen Raum und wie können wir diese für uns nutzbar machen?

Unter diesem Titel moderierte Verena Humer am 25. Juni bei der Konferenz verflechtn ein Panel mit den Expert*innen Simone Barlian (Künstlerin), Ebba Buergel-Goodwin (Obfrau Kulturpool Gusental), Isa Stumfol (Center ländlicher Raum, TU Wien, landuni) Christoph Kleinsasser (Presshaus Pulkau, Institut für Gegen-Baukultur), Elisa Rosegger (Leitung Kulturabteilung Hohenems und Gründerin des ROSTFEST in Eisenerz) sowie Lena Schartmüller von der Plattform (We Locally) und David Wittinghofer (Künstler).

Bei dem Talk ging es einerseits darum, wie Leerstände überhaupt zu finden und deren Besitzer*innen anzusprechen sind, andererseits aber auch darum, was überhaupt als Leerstand definiert wird und inwiefern es dabei Unterschiede zwischen Leerstände am Land und in der Stadt gibt. Wir sprachen von Leerstände als Heimat- und Identifikationsräume, nutzungsoffene Räume oder urban camping.

Im Rahmen der Konferenz fanden mehrere Panels zeitgleich statt. Teile der Konferenz wurden über DorfTV aufgezeichnet und können online nachgesehen werden:

https://dorftv.at/video/42382

https://dorftv.at/video/42457

In der Sommerausgabe der KUPFzeitung geht es um das Thema „gleichzeitig“ – wir empfehlen die Lektüre draußen auf einer Wiese, sie kann aber auch online nachgelesen werden.
30 Minuten
KI, Kulturstrategien, Partizipation, die Einbindung der Jugend, Verschwinden des Publikums, Klimaschutz bis hin zu Rassismus, Rechtsextremismus im Aufwind und die humanitäre Krise im Mittelmeer: Herausforderungen gibt es genug. Während die Kulturpolitik weitgehend an den Realitäten des Kulturbetriebs vorbei agiert, scheint auch die Kultur teilweise an gesellschaftlichen Realitäten vorbeizugehen. Sind wir mit der Vielzahl an Herausforderungen überfordert? Dem hat sich das Symposium an der Universität für angewandte Kunst Wien unter dem Titel „Eine andere Zukunft des Kulturbetriebs ist möglich“ gestellt.

Wir hören die Einführung von Michael Wimmer, Keynote von Anke Schad-Spindler zu Kulturpolitische Strategie und neue Öffentlichkeiten und ein paar Impulse, sogenannte Streitverkündigungen, von Milica Tomic/Künstlerin, Ernst Schmiederer/Blinklicht Media Lab, Zehra Baraçkılıç/Medienkünstlerin und Uwe Mattheiß/Theaterjournalist.

 

Zum Beitrag

Zu allen Sendungen der IG Kultur

Zur Website des Symposiums

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30 Minuten
In der Juni-Folge des Kulturtransfers interviewt Verena Humer die Juristin und IG Kultur Mitarbeiterin Julia Krul zum Thema juristische Basics für gemeinnützige Kulturvereine. Im Interview reden die beiden über Erfahrungen aus dem Vereins-Alltag und haben auch ein paar Tipps und Tricks parat.

Außerdem laden wir euch zu der Konferenz VERFLECHTN ein, die im Rahmen unserer Kooperation mit dem Festival der Regionen stattfindet! Hier bietet sich am 25. Juni im Salzhof Freistadt eine wunderbare Möglichkeit, sich mit Kulturtätigen wie Elisabeth Schweeger (KHS24), Martin Fritz (UNESCO) oder Ulrike Böker (Politikerin und ehem. KUPF Geschäftsführerin) auszutauschen. Es gibt hier auch eine kostenlose Kinderbetreuung!

Allen, die schon sommerlich in der Hängematte liegen, empfehlen wir die neueste Ausgabe der KUPFzeitung mit dem Schwerpunkt „gleichzeitig“.

Die Musik am Ende dieser Sendung bietet übrigens schon einen guten Vorgeschmack auf das KLANGFESTIVAL, das von 30. Juni bis 1. Juli im Alten Hallenbad in Gallneukirchen stattfindet.

Für alle, die sich eingehender mit dem Thema Juristische Basics im Kulturverein auseinandersetzen wollen (oder müssen) gibt es aktuell im Rahmen der IG Kultur Reihe KULTUR RECHT PRAKTISCH einige Angebote zum Thema rechtliches Know-how im Kulturbetrieb. In 2-stündigen Online-Sessions widmet sich Julia Krul mit den Teilnehmer*innen brennenden Fragen zu einem konkreten Thema und erläutert anhand anschaulicher Praxisbeispiele rechtliche Rahmenbedingungen, zwingende Vorschriften und praktische Gestaltungsspielräume. Weiters habt ihr die Möglichkeit, euer Praxiswissen einzubringen, Fragen zu stellen und euch auszutauschen.

Basismodul Arbeitsrecht, Teil 1:

Wie stellt ihr (euch) an? Beschäftigungsformen im Kulturverein.

21.06.2023, 15:30–17:30

Basismodul Arbeitsrecht, Teil 2:

Ehrenamt, Praktikum & Co –

unentgeltlich tätig im Kulturverein.

28.06.2023, 15:30–17:30

–> Bitte um Anmeldung per E-Mail an: office@igkultur.at (Die Teilnahme ist für Mitglieder der IG Kultur Österreich kostenlos! Für Nicht-Mitglieder: € 25,00)

Musik: KLANGfestival

Foto: Sepp Wall-Strasser