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The Bleeding Overachiever Archiv

54 Episoden
51 Minuten
Herzlich willkommen zu unserer ersten Episode zum großen Überthema Kündigen.

Heute als Gast bei mir ist: Clara Hahn. Sie ist Gründerin des Fired Up Coachings, das sich explizit an Kreative richtet, die gerade gekündigt wurden oder selbst gekündigt haben. Mit Fired Up möchte Clara Menschen in Krisen ermutigen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und erstmal klarzukommen, bevor sie sich in den nächsten Bullshitjob stürzen.

Wir sprechen heute über die Scham rund ums Kündigen, das Stigma der Arbeitslosigkeit – und warum eine Kündigung manchmal das Beste ist, was einem passieren kann. Auch, wenn man sich davor fürchtet.

Shownotes: 

firedupspace.com
1 minute
Außenseiter im Office: Bist du 1 Opfer von Diversity-Hiring?

„Write the shice“ - Weekly Writing Group ab 18.1, 11 Uhr via STEADY. Follow @groschenphilosophin oder Telegram.

Kennst du das Gefühl, in einem Unternehmen, oder einem Team, oder bei einem Kunden einfach nicht „reinzupassen“ – obwohl du objektiv betrachtet gute Arbeit leistest?

Du schaffst alle Deadlines, bist bei keinem Zoom-Call zu spät und spürst trotzdem durch den gemeinsamen digitalen Raum: something is off?

Dann bist du bei der heutigen Episode genau richtig. Denn Esther und ich sprechen heute schonungslos ehrlich über das Thema Diversity-Hiring, den Unterschied zwischen Cultural Fit und Cultural Add und warum es sich ganz schön beschissen anfühlt, die einzige Person von einem bestimmten Background im Office zu sein.

Shownotes: BetterUp - Diversity Hiring
54 Minuten
Wir outen uns: Iris und ich (Esther) sind People Pleaser. Wir sind genau die, die helfen, obwohl sie keine Zeit haben, undankbare Aufgaben übernehmen und Probleme damit haben einfach mal “Nein” zu sagen.

Einfach hilfsbereit?

Leider nein, denn people pleasing ist mit Leidensdruck verbunden.

Wie wir das empfinden, in welchen Situationen wir am meisten pleasen wollen (Spoiler Alert: bei Fremden but why???) und wie sich PMDS und Arbeit darauf auswirkt, erzählen wir in dieser Episode.

Viel Spaß beim Hören!

Shownotes: Definition 1

Definition 2

YouTube Shorts

Workbook von Dr. Carly LeBaron
46 Minuten
3- 8 % aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an einer PMDS, also einer prämenstruellen, dysphorischen Störung. Besonders bekannt? Ist die Krankheit leider nicht. Auch in Punkto Diagnose und Forschung stehen wir in der DACH-Region noch relativ am Anfang.

Was also tun, als Betroffene? Wie kann ich meine Psyche in der Lutealphase stabilisieren? Welche Medis gibt es bereits auf dem Markt? Und was hat das alles mit Trauma zu tun?

Über all diese Fragen spreche ich, Bianca, mit Dr. Almut Dorn, eine der Autorinnen des superinformativen Buchs "PMDS als Herausforderung."

Shownotes

FAQ zur PMDS (Steady)

PMDS als Herausforderung (Buch)
44 Minuten
Letztens bekam ich einen seltsamen Kommentar auf Instagram, den ich ehrlicherweise nicht sofort einordnen konnte.

Eine Userin schrieb meinen Kolleginnen Esther, Iris und mir: Ihr gebt mir „Verkappte Tradwives Vibes“. Huch? Wir und brave Hausfrauen? Was wollte sie uns damit sagen?

Und dann fiel er mir wieder ein, der aktuelle „Stay at home Girlfriend“-Trend aus den USA, der arbeitenden Frauen suggeriert: „Wieso arbeitest du 60 h im Office, wenn du so wie ich auch einfach einen reichen Typen daten könntest?“

Aber auch unter dem Hashtag #Tradwife findet man auf TikTok einen Schwall an Videos, in denen sich junge Frauen als ergebene Mütter und hörige Hausfrauen inszenieren und einem erklären, warum sie den Feminismus für gescheitert halten. Er sei letztlich daran schuld, dass dem Mann die Rolle des Alleinverdieners streitig gemacht wurde, um Frauen in stumpfsinnige Bürojobs zu drängen.

Bei der Sache mit den stumpfsinnigen Bürojobs geh ich ja noch mit. Aber sobald Frauen, die für ihre Macker zuhause putzen, kochen und die Wäsche machen sich auf Social-Media als Anti-Work-Heroines ausgeben, reicht es wirklich. Das kann ich nicht unkommentiert stehenlassen.
56 Minuten
Das Thema Menstruationsurlaub (wobei URLAUB ein wirklich spannendes Wort für diese krankheitsbedingte Abwesenheit ist) wird auch im Land der Dichter und Denker heftig diskutiert. Rechtlich wäre ein solches Gesetz in Deutschland möglich.

Doch, was bringt’s im Turbokapitalismus? Darüber sprechen Esther und Bianca in dieser Episode. 

Shownotes 

NIKE Code of Conduct

Menstrual Leave in Asien via menstrual matters

 
59 Minuten
Period-Art war für mich (Bianca) lange Zeit der verzweifelte Versuch von nicht besonders innovativen Instagram-Künstlerinnen, Aufmerksamkeit mit etwas so Banalem wie Blut oder anderen Körperflüssigkeiten zu erregen. Frei nach dem Motto: Ich fotografiere meine blutigen Muschi-Finger und bin dabei total persuasive.

Waren es schlichtweg … gender-essentialistische Oberflächlichkeiten, auf die sich weiße Cis-Frauen mit Period Art reduzierten? Auf Flecken in der Unterhose, und Tampons on canva besprenkelt mit roter Farbe?

In der heutigen Episode von The Bleeding Overachiever konfrontieren wir uns gegenseitig mit unseren positiven, gemischten und vielleicht sogar frauenkörperfeindlichen Gefühlen zum Thema Period Art.

Und ganz nebenbei nehme ich Esther, Iris – und natürlich euch werte Zuhörerinnen – ab Minute 26 nachträglich über digitale Umwege mit in die Ausstellung Menstrualities.

Wenn du denselben „Was-ist-das“-Effekt wie Iris und Esther haben möchtest, schau dir parallel zum Hören jeweils das Bild an, über das wir sprechen. Du findest die Fotos aus der Ausstellung auf steady im dazugehörigen Blogpost.
22 Minuten
Premiere: Heute spreche ich (Bianca Jankovska) zum allerersten Mal über ein Thema, das ich bislang in keiner journalistischen Publikation verwurstet habe.

Weil ich wusste, dass ich es irgendwann zu meinen Konditionen behandeln würde. Es geht um Leistungssport und die negativen Konsequenzen, die dieser auf meine mentale und körperliche Gesundheit hatte.

Mein ganzes Leben zwischen 10 und 16 drehte sich um Volleyball. Volleyball, Volleyball, Volleyball. Ich hatte nichts anderes im Kopf. Während sich meine Mitschülerinnen einen ersten Kuss wünschten, hoffte ich, in die höheren Mannschaften aufzusteigen. Mit 13 spielte ich in der u13, u15 und u17 Mannschaft meines Vereins und konnte zu keinem der anstehenden Spiele am Wochenende „Nein“ sagen.

"Top Scorer" ist Teil meines neuen Buchs, das ich parallel zu diesem Podcast schreibe. Ihr könnt es auf Steady vorbestellen und mich damit beim Schreibprozess unterstützen.
44 Minuten
Meine liebsten Arbeitsverweigerinnen, der neue Podcast ist da. The Bleeding Overachiever unterhält euch fortan 3 x monatlich über Themen rund um Anti Work und Menstrual Health. Follow, spread and share the message, because laziness does not exist.

Es geht um praktizierte Faulheit, Arbeit und Umweltzerstörung, Menstrual Leave, Leistungssport, Urlaub und Kündigungen, natürlich unseren all-time Killjoy die prämenstruelle dysphorische Störung, zyklusgerechtes Leben und Boomer, die neidig auf uns herabblicken und uns jedes Jahr diesen Schwall an hässlichen Artikeln a la „Junge wollen nicht mehr arbeiten“ liefern. 

Generation Anspruch, let’s unite and fight Lohnarbeit together. Für‘s Klima, aber auch unser ganz persönliches Wohlbefinden. Weil wir es uns wert sind.

THX BYE

Shownotes

TAZ Aritkel: Junge wollen nicht mehr arbeiten

Auf Steady bekommst du Zugang zu allen Anti-Work und Menstrual-Health Ressourcen, die wir on top erstellen. Zum Beispiel Leseempfehlungen zum Podcast, ein FAQ zur PMDS, Essays über Studieren und Selbstwert.

Außerdem gibt es für Supporter ganz netten Anti-Work-Merch und den Access zur hidden telegram Gruppe.
1 minute
Obwohl Amatonormativität als Begriff kaum bekannt ist, stellt sie eine Norm in unserer Gesellschaft dar. Es wird davon ausgegangen, dass alle Menschen in einer romantischen Beziehung sein wollen und dass romantische Beziehungen wichtiger als z.B. Freundschaften sind. Durch Amatonormativität werden exklusive, monogame Liebesbeziehungen privilegiert, in denen die Partner füreinander am wichtigsten sind.

Das merkt man unter anderem daran, dass amatonormativ-lebende Menschen recht offensichtlich Grenzen zwischen der priorisierten Zweierbeziehung und anderen, weniger wichtigen Freundschaften ziehen.

Auch ich habe schon mehrere Freundschaften an Amatonormativität verloren. Doch erst seit ich den Begriff kenne, weiß ich, woran es wirklich lag. 

Deshalb habe ich mich hingesetzt, und eine Podcast-Episode zu diesem gleichzeitig sehr neuen und sehr, sehr alten Phänomen aufgenommen. 

Es ist eine politische, persönliche und ja, auch wütende Episode geworden.

Shownotes:

Tara Mooknee über Amatonormativity (YouTube)
1 minute
Schau dir das Thema auf YouTube an.

Ich weiß, ich weiß: Wir alle hassen Influencer. Wir hassen es, wenn sie so tun, als ob sie sich für die "gute Sache" einsetzen, obwohl es ihnen eigentlich nur um ihren eigenen Marktwert geht. Wir hassen es, wenn sie Produkte bewerben, ohne dies als Werbung zu kennzeichnen. Und am allermeisten hassen wir es, wenn sie damit auch noch durchkommen. VERKLAGT GEHÖREN DIE!!!111

Oder vielleicht ... doch nicht? Ich habe mir vor ein paar Tagen das exzellent recherchierte Sinnfluencer-Exposed-Video vom dunklen Parabelritter angesehen. Und doch ist mir dabei ein Aspekt aufgefallen, der vollkommen unter den Tisch gefallen ist. Und zwar: der rechtliche.

Wusstet ihr, dass das im Bundestag verabschiedete Gesetz zur Stärkung des Verbraucherschutzes im Wettbewerbs- und Gewerberecht am 28. Mai 2022 in Kraft getreten ist? Und dass das Gesetz einiges in Punkto Influencer-Marketing und Werbekennzeichnung ändern wird – und Influencer sogar erstmalig mit Medienunternehmen gleichgestellt? Nein?

Dann: Herzlich willkommen zu diesem Podcast.
1 minute
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Viele Kreative, Studierende und Selbstständige kennen den Gedanken:

„Ach, wenn ich doch eine nette Teilzeit-Stelle hätte, dann wäre das Finanzielle geregelt – und ich könnte mich total entspannt auf meine Herzensprojekte konzentrieren.“

Fühlst du dich ertappt? Sehr gut. Denn heute geht es um den Mythos Teilzeit.

Ich möchte schon lange eine Podcast-Episode zum Thema Teilzeit-Falle machen – allerdings nicht aus der (recht offensichtlich problematischen) finanziellen Perspektive. Sondern vielmehr von dem Gefühl, sich am Ende des Tages nicht selbst gerecht zu werden.
1 minute
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Klein und dick, alt oder Vokuhila – Es wird viel darüber diskutiert, ob Germanys Next Topmodel jetzt in der 17. Staffel endlich divers genug ist. Auch zu den Hintergründen wird spekuliert. Ist Heidi eine Rebellin, die sich mutig gegen die restriktive Modeindustrie stellt und dafür in Kauf nimmt Kund*innen zu verlieren – oder ist es doch einfach Diversity Washing?

Vielleicht merkt Heidi auch jetzt, wo ihre “kleine” Tochter Leni alt genug fürs Modeln ist, dass die extrem limitierenden Bedingungen der Branche selbst für sie Nachteile haben können.

Außerdem, hat vielleicht mal wer daran gedacht, dass jetzt Frauen ü 50 bei gntm sind, damit sich Heidi nicht so alt fühlt? Sie wird ja selbst nächstes Jahr 50…

Ne, im Ernst. Die Diskussion über die Glaubwürdigkeit der Diversität ist wichtig, aber lenkt auch ein bisschen davon ab, dass bei der Sendung noch weit aus mehr schief läuft.

Liebe Heidi, wir müssen reden!

Redaktion: Bianca Jankovska und Hannah Pfeiffer

Cut: Iris Böhm

Cover: Gabriela Lukenda
1 minute
Als ich im Sommersemester 2021 anfing, an der TU Dresden zu studieren, war Nadia zeitgleich in den Niederlanden. Ja, während des Lockdowns!

Aber die Pandemie war nicht das Einzige, das uns in diesem heftigen Jahr zu schaffen machte. Wir hatten beide unser gewohntes Umfeld verlassen, um uns 24/7 mit harten, juristischen Inhalten vollzustopfen wie Weihnachtsgänse. Die fachliche Herausforderung, kombiniert mit einem Umzug und dem Druck, diesen Abschluss – komme was wolle – innerhalb eines Jahres fertig zu bringen, brachte sowohl Nadia als auch mich an unsere psychischen Grenzen.

Deshalb haben wir diese längst überfällige Episode aufgenommen. Um allen, die ähnliche Pläne haben, eine ordentliche Portion Realismus zu servieren.

Ob es sich trotzdem gelohnt hat, die Strapazen auf sich zu nehmen?
1 minute
Am 15. April 2012 wurde die erste Folge der HBO-Serie GIRLS ausgestrahlt. Das ist unfassbare 10 Jahre her! Es ging darum, sich selbst zu finden, die Komplexität von Freund*innenschaften, scheiß Jobs und weirde Typen.

Seitdem ist viel passiert. BLM hat Rassismus ins Gedächtnis der weißen Dominanzgesellschaft gebracht, #metoo hat Fragen über Consent und Machtmissbrauch aufgeworfen.

In den letzten zehn Jahren kamen nicht nur fünf weitere Staffeln von Girls, sondern extrem viel harte Kritik – zu nackt, zu weiß, zu privilegiert. Es gab kaum ein Medium, das nicht irgendwann einen Lena-Dunham-nervt Artikel publizierte. War das wirklich notwendig?

Bianca und Hannah fragen sich: Wie re-watcht sich Girls angesichts der massiven Kritik eigentlich heute?
The Bleeding Overachiever

The Bleeding Overachiever

The erste deutschsprachige Anti-Work Podcast