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Bildungsstätte Anne Frank Archiv

144 Episoden
1 Stunde 33 Minuten
Antisemitismus ist in Deutschland offenbar weiterhin tief verwurzelt. Laut einer Umfrage der EU-Grundrechteagentur fühlen sich Juden in Deutschland wesentlich häufiger antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt als in anderen EU-Staaten. Der Studie zufolge verzichten rund 75 Prozent der Befragten in Deutschland auf das Tragen jüdischer Symbole wie etwa der Kippa in der Öffentlichkeit, teilweise aus Angst angefeindet zu werden. Für Liberale wie Nordrhein-Westfalens erste Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ist dieser Zustand „unerträglich“. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, den Besuch eines Konzentrationslagers als verpflichtenden Bestandteil der Schullaufbahn einzuführen.

Nach Auffassung von Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, ziehen sich antisemitische Einstellungen durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Sie würden dort jeweils auf unterschiedliche Weisen artikuliert – mal subtiler als Verschwörungsideologien oder als eine einseitige vermeintliche Israelkritik, mal als offene Beschimpfungen oder tätliche Übergriffe gegen Menschen, die als Jüdinnen und Juden erkennbar sind. Doch unter Demokraten herrscht Einigkeit: Antisemitismus, gleich welcher Art, hat in unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.
1 Stunde 57 Minuten
Wie umgehen mit der Antiisraelischen Boykott-Bewegung? 

Mit Volker Beck & Hanno Loewy

Moderatorin: Hadi Ja Haruna-Oelker

Der Bundestag hat kürzlich eine Resolution gegen die antiisraelische Bewegung Boycott, Divestment, Sanctions (BDS) verabschiedet. Projekte, die zum Boykott Israels aufrufen oder BDS aktiv unterstützen, sollen nicht länger finanziell gefördert werden. Daraufhin haben 60 jüdische und israelische Wissenschaftler*innen die Resolution kritisiert, weil sie „der am weitesten rechts stehenden Regierung in der Geschichte Israels“ nützen und im israelischen Alltag einen Großteil des Engagements für die Rechte der Palästinenser*innen als antisemitisch abqualifizieren würde.
21 Minuten
 „Linker Antisemitismus tritt auf, wo strukturelle Verhältnisse falsch  konkretisiert und personalisiert werden.“ 

Micha Brumlik war Professor für Erziehungswissenschaften an der  Goethe-Universität Frankfurt. Von ihm erschienen zahlreiche Sachbücher,  Artikel und Essays über erziehungswissenschaftliche und philosophische  Fragen sowie die Geschichte und Gegenwart des Judentums.  

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

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16 Minuten
 „Wir haben über unsere Gefühle gesprochen und die über ihre Kunst.“   

Elli Kaminer-Zamberk ist Gruppenanalytikerin mit eigener Praxis in  Frankfurt am Main. 2006-2012 arbeitete sie ehrenamtlich in einem  psychosozialen Zentrum für Überlebende der Shoah und ihre Familien und  seit 2010 als freie Mitarbeiterin am Institut für Traumabearbeitung und  Weiterbildung in Frankfurt.   

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

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22 Minuten
 „Heute muss man sich entscheiden, ob man zu der einen oder der anderen  radikalen Linken gehören will.“  

Ivo Bozic ist Journalist und war 1997 einer der Mitbegründer der  Wochenzeitung „Jungle World“, deren Mitherausgeber er nach wie vor ist.  Heute arbeitet er in der Naturbildung als stellvertretender Leiter der  Deutschen Wildtier Stiftung.   

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

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10 Minuten
 „Antisemitische und antizionistische Motive werden intellektuell  verbrämt in die Theoriebildung integriert.“  

Julia König ist Juniorprofessorin an der Johannes Gutenberg Universität  Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kritische Theorie,  Sexualgeschichte, Psychoanalyse sowie feministische, postkoloniale und  Kindheitsforschung. Aktuell arbeitet sie an einem Projekt zum Verhältnis  von Verletzlichkeit, Gewalt und Emanzipation in der Idee der  Zivilisation.   

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

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25 Minuten
 „Was wir erfahren haben ist, dass es sinnvoll ist, diese Kritik auch im  Handgemenge auf der Straße zu äußern.“   

Daniel Keil arbeitet an seiner Habilitation mit einem Stipendium der  Rosa Luxemburg Stiftung. Er arbeitet zum Europaverständnis der (neuen)  Rechten und dessen Bedeutung im Erstarken (neu)rechter Bewegungen und  Parteien im Kontext der politischen Krise der EU. Er spielt zudem in  einer sehr lauten Noise-Band.  

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

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16 Minuten
 „Was man braucht ist nicht Harmonie, sondern Streit.“   

Jutta Ditfurth ist Soziologin, Autorin und Gründungsmitglied der Partei  die Grünen, die sie in Kritik der realpolitischen Wende 1991 verließ und  die Partei ÖkoLinx gründete. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher über  die deutschen Verhältnisse, u.a. eine Biographie über Ulrike Meinhof  und jüngst „Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und  Weltbilder“.   

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen? 

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14 Minuten
„Viele Linke haben ein Selbstverständnis, dass Linkssein ein Ticket  sei.“  

Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Historiker. Derzeit  schreibt er eine Dissertation über die kurdischen Aufstände in der  Türkei der 1920er und 30er Jahre am Institut für Diaspora- und  Genozidforschung (Ruhr-Universität Bochum). Er forschte im Auftrag der  Amadeu Antonio Stiftung über Hate Speech, die türkische Nationalisten in  Deutschland über soziale Netzwerke verbreiten.  

Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?

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49 Minuten
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: "Religion & Kapital. Zur Kritik des Glaubens in der Moderne" des Referats für Ringvorlesungen im AStA der TU Darmstadt war unser Bildungsreferent Tom Uhlig zu einem Vortrag über Religionskritik nach Freud eingeladen:

"Schlecht getauft. Zu Religionskritik nach Freud und christlichem Antijudaismus

Die explizite Auseinandersetzung mit Antisemitismus findet sich in Freuds Werk eher verstreut, teilweise in Fußnoten. Selbst die Massenpsychologie und Ich-Analyse, in der Freud sich den zwei großen antisemitischen Institutionen Österreichs seiner Zeit widmet – der Kirche und dem Heer –, wird diese ihre grundlegende Eigenschaft nicht dezidiert behandelt. In einer frühen Notiz zu Otto Weininger (1909) nahm Freud noch an, der Kastrationskomplex sei „die tiefste unbewusste Wurzel des Antisemitismus, denn schon in der Kinderstube hört der Knabe, daß dem Juden etwas am Penis – er meint ein Stück des Penis – abgeschnitten werde, und dies gibt ihm das Recht, den Juden zu verachten.“ Allerdings verfolgte er diese Linie von Emaskulation, Frauenhass und Antisemitismus nicht weiter, sondern suchte in seinem Spätwerk Der Mann Moses und die monotheistischen Religionen (1939) nach theologisch-mythischen Motiven, welche dem antisemitischen Ressentiment zugrunde liegen und befindet, es sei die erhöhte Vergeistigung der jüdischen Religion gegenüber dem Christentum, welche den Juden den Hass zugezogen hätte. Vom paganistischen Götzendienst ausgehend sei Gott im Monotheismus zu einem abstrakten Prinzip gemacht worden, ein Vorgang, der sich mit dem von Freud früher beschriebenen Mythos des Vatermordes durch die Bruderhorde parallelisieren lässt: Durch die Ermordung der konkreten, das heißt stofflichen Verkörperung des Gesetzes wird dieses abstrakt internalisiert und dadurch ungleich viel wirkmächtiger. Im Judentum werde nach Freud diese Struktur aufrechterhalten, indem der Gottesmord konsequent verdrängt und damit wirksam bleibe, während das Christentum das abstrakte Gesetz abzuschütteln trachtet. Das Christentum wird Gott abermals verdinglicht, um sogleich dann wieder umgebracht zu werden, womit sich die Christen paradoxerweise frei der Sünde wähnen würden: „Wir haben freilich dasselbe getan, aber wir haben es zugestanden und wir sind seither entsühnt.“ Dass dieser Wunsch nach Selbstentlastung zu einer Wiederkehr des Schuldgefühls führt, zeigt dessen Abwehr in der antisemitischen Unterstellung, welche den Juden den Christusmord zulasten legt. Die Rückkehr des abstrakten Gesetzes, die Strafe, welche doch eigentlich gesühnt sein sollte, erscheint als vom Anderen aufgezwungen: Dabei ist „[i]hr Judenhaß ist im Grunde Christenhaß“ beziehungsweise der Hass gegen die eigene Christianisierung und die nicht abgegoltene Schuld – die Christen sind „schlecht getauft“. In dem Vortrag sollen Grundzüge Freuds Religionskritik skizziert und der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung die Judenfeindschaft  darin hat." 

Aufzeichnung vom 26.06.2019 im 806qm - Darmstadt
1 Stunde 2 Minuten
Tagungsbeobachtung mit Rosa Fava (Amadeu Antonio Stiftung, Berlin) und Deborah Krieg (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt /Main) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin. 

Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus? 

Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf

Aufzeichnung vom 18. Juni 2019
1 Stunde 15 Minuten
»Party-Patriotismus«: Gibt es einen positiven Nationalismus? - Podium mit   Leo Fischer (Autor und Kolumnist, Frankfurt/Main),   Lena Gorelik (Autorin, München) und Stefanie Sargnagel (Autorin und Künstlerin, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin. 

Die  BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus? 

Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf

Aufzeichnung vom 17. Juni 2019 
39 Minuten
"Heimatsbegriff zwischen Nationalismus und Hybridität" - Vortrag von Naika Foroutan (Deutsches Institut für Migration und  Integrationsforschung, Berlin) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin. 

Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus? 

Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf

Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
1 Stunde 2 Minuten
"Re-Nationalisierungen in der postnational-sozialistischen Gesellschaft" - Vortrag von Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) mit einem Kommentar von Markus Brunner (Sigmund Freud PrivatUniversität, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin. 

Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat, was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich zum Umgang mit Nationalismus? 

Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf

Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
56 Minuten
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen.

Gespräch mit: 

İdil Baydar

Ayesha Khan 

Karima Benbrahim, Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW.

 Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank