People for Now Archiv
33 Episoden
43 Minuten
In den letzten Monaten habe ich tatkräftige Frauen begleitet, deren Identität im Helfen und Retten anderer verankert ist. Die Frauen stoßen an ihre Grenzen, haben keine Energie mehr, sich in dieser Form einzubringen. Sie protestieren. So beleuchte ich in dieser Podcastfolge, welche Dynamiken hinter dem Engagement der gebenden Frauen stecken, was die Ursachen dafür sind und was die Frauen selbst davon haben, wenn sie für andere Verantwortung übernehmen. Ich mache sichtbar, dass hinter scheinbar selbstlosem Verhalten eine Dynamik liegt, die das Übel für sehr vieles in unserer Welt ist: emotionaler Missbrauch. Wo die Wurzeln dafür zu finden sind, decke ich auf. Dabei spreche ich über die Mutterwunde, erkläre, welche Auswirkungen fehlende Einstimmung von Müttern auf unser erwachsenenes Ich und auch auf unsere Gesellschaft hat. Bei alldem schone ich mich selbst nicht. Ich lege offen, wie ich selbst im großen Stil emotionalen Missbrauch betrieben habe. Beruflich wie privat. Ich mache transparent, was meine Arbeit in den Vorstandsetagen der Automobilindustrie mit meiner Mutterwunde zu tun hatte und wie ich mich sehr bewusst daraus gelöst habe. Aus dieser Erfahrung heraus sowie mit meinem traumatherapeutischen Wissen gebe ich Impulse, wie eine Mutterwunde geheilt werden kann. Welche Auswirkungen das Heilen der Mutterwunde haben kann, erzähle ich am Ende der Podcastfolge. In dem Moment, wo sich missbräuchliche Verstrickungen auf tiefsten Ebenen lösen, lösen sich Identitäten auf. Es entsteht ein neuer freier Raum, in dem das einziehen kann, wofür wir Menschen hier sind: die Liebe, die nichts mehr will. Viel Freude beim Zuhören!
34 Minuten
Mit Neugier bin ich im Frühjahr aufgebrochen, um in Hamburg ein junges feminin geführtes Unternehmen zu unterstützen. Die Organisation ist von einer Vision und Manifestationskraft getragen, die eindeutig Zukunft schreibt. Für mich ein spannendes Projekt und Experiment, zu erforschen, wie das Neue, der Spirit auf die Welt kommt. So beleuchte ich in dieser Podcastfolge, welche Erfahrungen ich in den letzten drei Monaten gemacht habe, was ich erkennen durfte. Mit welcher Achtsamkeit Frauen ein Business führen, wie sie die Kultur prägen, welche Schatten aus der bisherigen Welt sich gleichzeitig im System zeigen, welche Prinzipien und Ursachen meiner Wahrnehmung dahinter liegen. Ich gebe Einblick, wie ich mich persönlich mit Dynamiken und Menschen identifiziert habe, die mich an meine Ursprungsfamilie erinnert haben. Wie sehr ich mich damit beschäftigt habe, das Alte zu bekämpfen, anstatt in meiner Kraft auf meiner Frequenz zu bleiben. Was Machtansprüche, Suchtstrukturen einzelner Mitarbeitenden und die Idee, eine Organisation als Familie zu führen, damit zu tun haben. Am Ende haben mir mein Werte- und Nervensystem Signale gesendet, am falschen Platz zu sein. So habe ich entschieden, das Experiment für mich zu beenden. Mit wertvollen Erkenntnissen gehe ich weiter. Zurück bleibe ich mit ein paar Fragen: Wo wiederholst du etwas, das du aus deiner Ursprungsfamilie kennst? Wo fühlst du dich zugehörig, bist abhängig, um frühkindlichen emotionalen Mangel zu kompensieren? Obwohl du genau weißt, es ist Zeit, dich für den nächsten Schritt ins Erwachsen- und Freisein zu entscheiden? Viel Freude beim Zuhören!
36 Minuten
Es ist gar nicht so leicht, in dieser Zeit des Wandels, Neues aufzubauen, während das Alte noch wirkt. Aktuell sind in der Medien- und Film-Branche Schatten sichtbar, die die Ausläufer des Alten sind: Boys Clubs, die über Jahrzehnte in Führungsetagen zuhause waren, Relikte des Patriarchats sind und nun öffentlich beleuchtet werden. Fakt ist: Es wird eng für Machtmissbrauch und Sexismus, obwohl hierarchische Systeme diese begünstigen. In dieser Folge werden die Dynamiken von Boys Clubs aus Traumasicht erklärt, was Bindung damit zu tun hat und die Beziehung zu frühesten Bezugspersonen, welche Rolle abwesende Väter und verzerrte Mütter spielen sowie transgenerationale Traumata. Als Fallbeispiel für Boys Clubs dient der Axel Springer Verlag, der zu dem Thema viel zu bieten hat. Was sind das für Persönlichkeiten, die im Boys Club zusammen kommen? Welche Kulturen, Strukturen und Systeme unterstützen das? Welche Schatten sind auf persönlicher und kollektiver Ebene aktiv? Wenn sich Menschen und Organisationen nun im Bewusstsein weiter entwickeln, so wie es gerade evolutionär geschieht, was wird dann aus den Boys Clubs? Lösen sie sich auf? Wie ist z.b. die Situation in nachhaltigen Unternehmen und Start-ups? Mit ihrem Anspruch, einen guten Beitrag für die Welt zu leisten, dürften dort solch alte Machtdynamiken passé sein. Ist das so, liebe Start-up Szene Hamburgs und Berlins? Und wie sieht es in den neuen Unternehmen aus, die auf feminine Weise geführt sind? Beispielhaft erzähle ich von einer Organisation in Hamburg, in der ich mitwirke. Wie bisherige Strukturen im Wege stehen und wie die Rolle des Männlichen dort ist. Eins kann ich schon verraten: Das Alte ist nach wie vor da. Jedoch viel leiser und subtiler als das Laute und Grobe, was der Springer Verlag noch zum Besten gibt. Wenn dir bewusst wird, in welchem Umbruch wir gerade leben zwischen der Entmachtung von Boys Clubs und der Ermächtigung des Femininen: Wie ist dein Beitrag für eine neue Welt? Was deckst du auf? Wofür stehst du ein? Viel Freude beim Zuhören!
33 Minuten
Diese Folge ist in vielerlei Hinsicht eine besondere. Wir sind im Aufbruch. Der Neubeginn ist auf so vielen Ebenen deutlich spürbar. In den Unternehmen wachen die Menschen reihenweise auf, folgen ihrem natürlichen Lebensimpuls, sich entwickeln zu wollen. Dies stößt mehr denn je an die Grenzen der bisherigen Systeme. In drei Unternehmen zeigt sich diese Begrenzung gerade stark. Fast zeitgleich haben sie eine Umfrage zur psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden durchgeführt. Welche Ergebnisse sichtbar wurden und wie die Führungsebenen damit umgehen - das ist in der Folge zu hören. Menschen weiten sich aus, gehen in Expansion, wenden sich dem Leben zu. Was aus Traumasicht sehr gesund und natürlich ist, kann für andere bedrohlich sein. Expansion und Kontraktion treffen aufeinander. Worum es in dieser Dynamik geht, versuche ich anhand eines Praxisbeispiels zu erklären. Wie sehen Organisationen aus, die auf Expansion ausgelegt sind? In denen sich Menschen ganz leben können? Im Modell der Spiral Dynamics werden sie mit der Farbe Gelb codiert. Diese Unternehmen sind noch sehr jung, erst seit ca. 10 Jahren in unserer Gesellschaft sichtbar. Es sind die, die die Zukunft gestalten. Es sind "People for Now". Was der Aufbau einer neuen Organisation in Hamburg damit zu tun hat, wie ich in diesem Projekt forschend mitwirke, und welche weiteren Auswirkungen es für mich persönlich und für diesen Podacast hat, mich auszuweiten und mich organisch durchs Leben zu bewegen, das lege ich am Ende dieser Folge offen. Viel Freude beim Zuhören!
29 Minuten
Zwei Führungskräfte in zwei verschiedenen Unternehmen machen sich auf den Weg zu sich selbst. Sie entdecken, wer sie wirklich sind, versuchen, ihre Wahrheit zu leben. Wie ihre Veränderung ankommt, wie die jeweiligen Unternehmen, sprich Systeme, darauf antworten, das ist in dieser Folge zu hören. Das Ringen der bisherigen Ordnung mit den Möglichkeiten des Lebens, die die Menschen nach und nach entdecken, wird sichtbar. Dabei ist der Wunsch nach Lebendigsein sehr natürlich. Die Menschheit befindet sich inmitten eines enormen Bewusstseinssprungs. Die bisherigen Formen von Zusammenarbeit stoßen damit an ihre Grenzen. Es braucht neue Ansätze. Mit Hilfe des Farbkonzepts der Spiral Dynamics wird sichtbar, wo Unternehmen derzeit verortet werden können und wohin die Reise geht. Was passiert, wenn sich immer mehr Menschen auf den Weg machen zu sich selbst? Wie attraktiv sind dann noch bisherige Systeme? Wie sehen die Systeme der Zukunft aus? und wie spiegelt sich das Lebendigsein darin. Genau das erforscht diese Folge. Viel Freude beim Zuhören!
36 Minuten
Es ist nicht mehr zu übersehen. So viel Altes stirbt gerade in der Welt, geht zu Ende. Mehr und mehr Menschen lösen sich aus ihren bisherigen Anpassungen und Strukturen, stellen ihre Identität und die anderer in Frage, erkennen, was sie glaubten, wer sie waren. Zwei Führungskräfte eines Unternehmens stecken genau in diesem Prozess. Während es dem einen an etwas fehlt, hat der andere deutlich zu viel davon. Beide wollen wissen, wieso das so ist. was es braucht, um sich weiter zu entwickeln, wieder mehr "ganz" zu sein. Wie sie sich auf den Weg machen, was sie über sich heraus finden, ist in der Folge zu hören. Sobald sich alte Emotionen vervollständigen, wandelt sich die Identität. Damit verbunden sind Zyklen vom Sterben und Werden, die wir alle durchleben. Maren berichtet von ihren Erfahrungen, zeigt auf, wie sie mit den Schälprozessen umgeht, was ihre Herkunft damit zu tun hat und was es mit ihrem Gefühl von Zugehörigsein macht. Fakt ist: Mit jedem Wandel entsteht Raum für Neues, der mit Leben gefüllt werden will. Viel Freude beim Zuhören!
28 Minuten
Welchen Einfluss hat es, wo wir unsere Aufmerksamkeit hin richten? mit wem wir unsere Zeit verbringen? an welche Orten wir uns bewegen? in welchen Arbeitsumgebungen wir Platz nehmen? das sind die Fragen, die diese Folge beleuchtet. Zum Einstieg macht Maren sichtbar, welch beruhigende Wirkung der Ort der Dunkelheit auf ihr Nervensystem hat. welche Erfahrungen sie in einem Dunkelretreat machte, in dem sie vor einigen Jahren Platz nahm. Wie diese Erfahrungen bis heute in ihrem Körper gespeichert sind und von ihr abgerufen werden können. Umso eklatanter ist es, wenn etwas in ihrem System Platz nehmen will, das nicht mehr zu ihr passt. Wie zum Beispiel ein Unternehmen, das eine Konferenz mit 40 Geschäftsführenden veranstaltet. Die Anfrage, diesen Prozess zu begleiten, löste einiges aus. Während Maren früher auf Grund der Prägung ihres Nervensystems direkt zugesagt hätte, handelte sie nun anders und überschrieb damit auf ganz körperlicher Ebene das alte Muster. Wie der Prozess war, legt sie offen. Am Ende steht die Sensibilisierung, genau hinzuschauen und zu fühlen, wo wir Platz nehmen. Denn das, womit sich unsere Systeme verbinden, zu dem werden wir. Eindrücklich ist in diesem Zusammenhang das Beispiel einer Frau, die in einem Unternehmen eine enorme Karriere machte. Nun erkennt sie nach vielen Jahren: "Ich habe alles erreicht, nur nicht mich selbst." Wie sie damit umgeht, welche Möglichkeiten wir haben, dass es nicht so weit kommt - damit endet die Podcastfolge.
33 Minuten
Willkommen zur 2. Staffel des Podcasts People for Now. Die neue Folge beginnt mit einem Innehalten und beleuchtet, wieso die Podcast Pause wichtig war. Was sich im Innen weiter entwickelt hat. wie es sich im Außen ausformt. Was die Veränderungen des Podcasts mit dem Aufbrechen in der Welt zu tun haben. Altbewährte enge Vorstellungen, Muster, Prägungen lösen sich langsam auf, bewegen sich in eine neue Form des Daseins und Miteinanders. Dass es noch ein langer Weg ist, zeigen zwei Beispiele aus der Arbeitswelt. Maren spiegelt, wie sie die patriarchalen Auswirkungen noch immer direkt erlebt. Sie macht zum einen den Angriff eines Geschäftsführers sichtbar, der mit Abwertung und Unterdrückung versuchte, seine Macht zu demonstrieren. Wieso ihm das nicht gelang, was stattdessen passierte, ist in der Folge zu hören. Zum anderen gibt Maren Einblick in einen Auftrag, den sie in einem nachhaltigen Unternehmen hat. Führende und Mitarbeitende fallen zunehmend aus ihren Rollen, zeigen ihre Ängste, benennen das Gefühl, kollektiv ohne Macht und Orientierung zu sein. Strukturen, die zuvor Sicherheit gaben, tragen nicht mehr. Die von Menschen gemachten Hierarchien zerfallen. Was jetzt? Der nächste Schritt steht an. Wir sind mitten in der Transformation, die geführt und begleitet sein will. wie wichtig Vorstände in den noch hierarchisch organisierten Unternehmen sind, was den Übergang in ein neues Miteinander erleichtert, wie echter Wandel geschehen kann – das alles gibt es in der neuen Folge zu hören.
38 Minuten
Vor 12 Jahren erhielt Maren einen Anruf aus der Automobilindustrie. Die Mitarbeiterin eines Konzerns fragte an, ob sie ein Konzept für Führungskräfte ausrollen könne. Das Gespräch endete sehr schnell mit einer Absage von Marens Seite. Sie wollte keine Branche mehr unterstützen, die maßgeblich für die Probleme unserer Zeit verantwortlich war. Wieso sie den Auftrag am Ende doch annahm und welche Rolle der Kapitalismus dabei spielte, macht sie in der Folge deutlich. Das Wirtschaftssystem des Kapitalismus bestimmt durch und durch unser Leben. Was für unseren Wohlstand, für unsere Bildung und für die Gleichberechtigung ein Segen war, stößt schon lange an Grenzen. und zwar an die Grenzen der Natur, an Rohstoff- und Umweltgrenzen und an die Grenzen des eigenen Menschseins. Die Zeit des Kapitalismus ist vorbei. Der Zyklus ist beendet, auch wenn die Mehrheit es nicht wahrhaben will und weiter macht, als ob nichts wäre. Entweder wir Menschen steigen aus, schaffen das System selbst ab, oder es endet in einem Chaos. Da gibt es keine Wahl. Marens Hoffnung: Der Wandel wird durch die ausgelöst, die mit Haltung und klaren Werten basierend auf natürlichen Prinzipien voran gehen. Es sind die, die eine neue Kreislaufwirtschaft leben, wie das Projekt biodepot in Karlsruhe beispielhaft zeigt. Leider stellen sich ihnen Bürokratien, Regeln und insbesondere konservative Menschen in den Weg, die den Kapitalismus mit aller Macht erhalten wollen. Wie die Alternative zum Kapitalismus heißt, ist nicht klar und gar nicht wichtig. Fakt ist, dass sie sich an der Natur orientieren muss. Vorschläge, wie es maßvoll weiter gehen kann, kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus. Auch der ehemalige McKinsey-Berater Frederic Laloux setzt sich gemeinsam mit seiner Frau und vielen Freund:innen weltweit ein. Ihr Programm "The Week" konfrontiert auf sehr persönliche Weise mit dem Klimawandel, geht nah, rüttelt wach und zeigt Lösungen auf. Gerade nimmt Maren an der globalen Vorpremiere des Programms teil. Während der Kapitalismus im Sterbeprozess ist, versucht Maren, Ruhe zu bewahren, und Neues mitzugestalten. Dabei übt sie sich seit einigen Jahren darin, postkapitalistisch zu leben. Wie das konkret aussieht? Davon erzählt sie in der Folge.
34 Minuten
Im Moment arbeitet Maren in verschiedenen Unternehmen, in denen sich in den letzten Wochen führende Mitarbeitende das Leben genommen haben. Die hinterbliebenen Kolleg:innen sind im Schock, brauchen emotionale Entlastungsräume, das Unbegfreifliche zu verarbeiten. Hauptursache für Suizid sind Depressionen. Dieses Tabu will aus der dunklen Ecke herausgeholt werden, auch wenn es alles andere als leicht ist. Wir dürfen genauer hinsehen. Depressionen haben multifaktorielle Gründe. Anhand welcher Symptome wir sie erkennen, ist Thema dieser Folge. Außerdem versucht Maren, das Innenleben von depressiven Menschen zu erklären, und wie Mitarbeitenden damit umgehen können, wenn sie im Verdacht haben, ein Kollege ist depressiv. Depressive Menschen suchen häufig die Schuld bei sich und denken nicht an eine Erkrankung. Hinzu kommt, dass Hoffnungslosigkeit zur Depression gehört. Viele Betroffene glauben nicht, dass ihnen geholfen werden kann, was nicht richtig ist. Depressionen sind behandel- und heilbar, wenn sich der Mensch professionelle Hilfe sucht. Manchen Menschen gelingt dies nicht. Suizid ist häufig der Schlusspunkt einer jahrelangen leidvollen Lebensgeschichte. Was unterdrückte Wut und Aggressionen damit zu tun haben, wie diese gegen sich selbst gerichtet werden und zur Selbsttötung führen, wird sichtbar. Welche Unterstützung Hinterbliebene bekommen können, welche Ressourcen wichtig sind, bildet den Abschluss dieser sensiblen Folge.
36 Minuten
Mit Eintritt in die dunkle Jahreszeit von Herbst und Winter ziehen Menschen sich in die Stille und Innenschau zurück. Das, was nicht mehr stimmt, darf losgelassen werden und sterben, damit Neues entstehen kann. Ein Sichtbarsein, wie es normalerweise definiert ist, nämlich nach außen zu treten, scheint jetzt wenig Raum zu haben. Was aber, wenn Sichtbarsein viel mehr ist als das? Im letzten Women for Now Treffen haben die Frauen erkundet, was jetzt in ihrem Leben gehen darf und als nächstes durch sie sichtbar werden will. Eine eher zurückhaltende Frau, die in einem Konzern tätig ist, äußerte sehr bestimmt, wie sie sich zukünftig mit Klarheit ganz zeigen werde. Eine andere Frau wird als Investorin die Entwicklung von anderen ermöglichen. Wir Menschen haben die Sehnsucht, mit dem wer und wie wir sind, sichtbar zu werden, von anderen gesehen zu werden. Gleichzeitig haben wir genau davor Angst. Denn alte Verletzungen, Zurückweisungen, Ablehnungen stehen im Wege. Welche Dynamiken in der Tiefe aktiv sind und wie sie gelöst werden können, ist Thema dieser Folge. Wie wird Sichtbarsein auf neue Weise möglich? Wie sieht eine Präsenz aus, die im Innen wie im Außen synchron ist? auf natürlichen Prinzipien fußt? Was heißt das konkret für ein Marketing der Zukunft? Wie verbinden sich fein arbeitende Menschen, sehen sich, empfehlen sich? in ihrem ganzen eigenen Wert.
34 Minuten
Verrat ist alles andere als ein leichtes Thema, insbesondere wenn es um den Verrat an sich selbst geht. So viele Menschen stehen neben sich, halten sich an Regeln fest, folgen dem, was ausgedient hat, anstatt ihrer eigenen Wahrheit zu vertrauen. Eindrücklich ist, dass sich gerade Frauen, die in starren Hierarchien in eher schwachen Positionen sitzen, wie an Rettungsbojen am Alten festzuklammern scheinen. Maren beobachtet dieses Verhalten im Moment hautnah in einem Unternehmen und versucht es aus systemischer Sicht zu erklären. Dieser Verrat an sich selbst beginnt schon sehr früh. Kinder verlassen ihr wahres Selbst für die Bedürfnisse ihrer Eltern haften an. Wenn wir dieses Überlebensmuster als Erwachsene nicht durchschauen und transformieren, wird sich wenig ändern. Es bleibt dann dabei, dass Unternehmen, Politik und Gesellschaft, wie sie bisher funktionieren, profitieren. Hoffnung geben diejenigen, die hindurch sehen und Haltung zeigen. Ob sie nun sichtbar auf Bühnen stehen oder tagtäglich in der Auseinandersetzung mit der alten Welt sind: Ihre Präsenz und Stimme wirken. Sie lassen sich auf dem Bazar der alten Regeln & Normen nicht mehr locken und gehen mit einer reinen Weste hindurch, selbst wenn sie mit Dreck beworfen werden. Damit setzen sie ein Zeichen für sich und für die Generationen nach uns: vor allem für die die GenZ, mit der viel Bewegung kommt. Ihr Bedürfnis nach Freiheit und Selbstverwirklichung ist nicht mehr mit der Welt ihrer Eltern und Großeltern kompatibel. Die GenZ leidet unter Orientierungslosigkeit und Sinnfragen. Umso wichtiger: Wie bewusst ist uns, dass wir mit den Entscheidungen, die wir heute treffen, die Zukunft der nächsten Generation mit gestalten - dass sich der Verrat an uns selbst auf die auswirkt, die mit uns sind und nach uns kommen?
31 Minuten
Der Titel der Podcastfolge ist durch eine E-Mail inspiriert, die letzte Woche in der Inbox auftauchte. Absender war eine Person aus einem Unternehmen, das für die Prinzipien der alten Welt steht: dem Einhalten von Hierarchien, Regeln, Kontroll- und Silodenken, der Angst. Die transparente Arbeitsweise, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, fiel aus verschiedenen Gründen nicht auf fruchtbaren Boden. Es folgte eine schriftliche Zurechtweisung: Sehr geehrte Frau ... Umso wichtiger sind jetzt genau die Menschen, die auf eine andere Weise voran gehen. Diejenigen, die Bestehendes hinterfragen, an bisherigen Systemen rütteln, etwas Neues ausprobieren, mutig sind. Meistens haben sie ihr eigenes Unternehmen gegründet, wirken so in die bestehenden Branchen hinein. oder aber sie sind "Intrapreneure", die abgeschlossene Inseln in Unternehmen geschaffen haben, aus denen heraus sie in die Organisation wirken. Wer sind diese Menschen? Sie sind selbstreflektiert, fühlend, verletzlich, aufrecht in der Haltung. Es sind die, denen klar ist, dass es bei ihnen anfängt. Es sind die, die sich in den Dienst stellen, erkennen, dass sie einen Beitrag geben, der größer ist als sie selbst. Sie folgen ihren inneren Impulsen, ihrer eigenen Wahrheit. Es sind People for Now. wie z.B. der Berliner Bestattungsunternehmer Hendrik, der die nicht ausgebildete Sterbekultur in Deutschland neu wachsen lässt, Abschiede anders gestaltet. Oder die Geschäftsführerin Sandra einer Hamburger Design-Agentur, die sich einfühlt, über verdeckte Aufstellungen Fragen überprüft, von dort ihre Mitarbeitenden führt. sowie der Münchner Kirchenvertreter, dem bewusst ist, wie alte Vorstellungen von Kirche der Transformation im Weg stehen. Diese Menschen haben eins gemeinsam: eine aufrechte Haltung und Werte, die dem Menschen zugewandt sind. Sie sind Leuchttürme, die aussenden, damit andere sie erkennen können. Sie wirken leise, mit Substanz, aus der Tiefe, weisen den Weg. Sehr geehrte neue Welt, so soll es sein.
35 Minuten
In der vergangenen Woche äußerten gleich zwei Frauen unabhängig voneinander: "Ich habe Angst vor der Freiheit." Damit inspirierten sie zu dieser Podcastfolge. Sie drückten aus, was Viele im Moment spüren: Angst vor dem Neuen, vor dem nächsten Schritt, vor dem Nichtwissen. Während es so scheint, als würden Menschen wie selbstverständlich in die Freiheit drängen, geht es vielen ganz anders. Freiheit bedeutet, sich innerlich auszudehnen, dafür die gewohnten Muster zu verlassen. Das kann durchaus Angst machen. Wer bin ich ohne meine Anpassungen? Wer bin ich, wenn ich den Schritt in etwas Neues wage? Welche inneren Prozesse löst das aus? Kann ich die Emotionen beinhalten? Als Praxisbeispiel dient der Entwicklungsprozess einer Führungskraft, die sich über zwei Jahre hinweg aus ihren inneren Verwicklungen in die Freiheit schälte. Was er durchlebt hat und wie ihn die alten Muster versuchten, wieder einzunehmen, wird sichtbar. Genauso wie auf der persönlichen Ebene laufen die Dynamiken auch kollektiv ab. Beispielhaft ist die Branche der (Impro-)Schauspielerei, die zu einem Kongress in Köln eingeladen hatte, der die Veränderung der Arbeitswelten thematisierte. Was dort geschah, wie eine ganze Branche Angst vor der Freiheit zu haben scheint, wie sich das ausdrückt, wird in dieser Folge reflektiert. Am Ende gilt die Aufmerksamkeit den Bewegungen und Menschen in der Kulturszene, die Hoffnung machen. Ob es die Improvisationskünstlerin auf dem Kongress war, die etwas Neues wagte, die junge Tänzerin aus der GenZ ist, die ihre Lebenszeit in die Anhebung des Wertes von Kultur investiert oder die aktuelle Literaturnobelpreisträgerin, die sich durch ihre Angst in die Freiheit bewegt und uns daran teilhaben lässt: Sie alle sind Teil des Wandels, in dem wir stecken. Richtung Freiheit. Hinein ins Leben.
36 Minuten
Es ist nicht mehr zu übersehen. Überall brechen bisherige Machtsysteme auf. Egozentrierte Kulturen zerfallen, verlieren ihre Kraft. Menschen streben nach Freiheit, ins Leben, in ihr Lebendigsein. Weltweit. Die Zeit ist überreif, die Ära von Angst und Kontrolle hinter sich zu lassen. Im Kleinen, in unseren Beziehungen im Privatleben, wie im Großen, auf gesamtgesellschaftlich globaler Bühne. Könnte die Liebe der Schlüssel für eine neue Führungskultur sein? diese Frage, die von einer Klientin gestellt ist, leitet durch diese Podcastfolge. Denn eins ist klar: Liebe ist der Weg für die neuen Kulturen, die jetzt gestaltet werden wollen. Aktuell befinden wir uns aber noch im Sterbeprozess, im Abgesang des Alten. Wie dieser Übergang vom Alten ins Neue praktisch aussehen kann, macht Maren anhand eines Beispiels deutlich. Vor kurzem hatte sie den Auftrag, den Führungswechsel in einem Unternehmen zu begleiten. Nach 30 Jahren verließ der bisherige egozentrierte Geschäftsführer seine Position und übergab an seinen jungen, visionären Nachfolger. Dieser Prozess war ein Stellvertreter-Prozess für das, was im Moment auf globaler Bühne ansteht. Das Alte muss abdanken, Platz machen, für das Neue. Ego, Angst, Manipulation & Kontrolle dürfen gehen. Verletzlichsein & Liebe übernehmen. Was Liebe heißt, welche Hindernisse wir Menschen der Liebe in den Weg stellen und wieso insbesondere Menschen in Führung nicht lieben können, versucht diese Folge zu beleuchten. Hinzu kommt: Menschen in Machtpositionen stolpern häufig – aus Gründen - über ihre abgespaltene Sexualität, die sie in verschiedenen Facetten ausagieren. Hoffnung geben Menschen, die auf dem Weg ins Neue sind. Ob das die Führungskraft ist, die mit Maren in der Auftragsklärung direkt über Liebe spricht, oder die Generation Z, mit der sie kürzlich 2 Tage verbringen durfte. Sie alle sind Puzzleteile von dem, um das es zukünftig gehen wird: Verletzlichsein & Liebe - einfach pures Menschsein. Gar nicht so leicht, wenn die Mehrheit immer noch blockiert, nicht sehen kann und will, dass ihre Zeit vorbei ist.