People for Now Archiv
33 Episoden
34 Minuten
„Ich habe die Kontrolle verloren, bin frustriert, ernüchtert“. das sagen derzeit viele Menschen, wenn sie über sich und ihren Arbeitsplatz reden. Flächendeckende Krankmeldungen und Kündigungen zeigen den Ausnahmezustand vieler Branchen an, allen voran dort, wo es menschelt, wie im sozialen Bereich. Wer da die Kontrolle verloren hat, ist die Frage. Ist es wirklich der Mensch? oder ist es das System? Es ist wohl nicht zu übersehen, dass die bisherigen Systeme die Kontrolle verlieren. Menschen brechen weltweit das auf, wo ihr Leben unterdrückt ist und Kontrolle herrscht. Während die Proteste in anderen Teilen der Welt eruptiv sind, wählen Menschen in Deutschland den eher passiv aggressiven Weg wie innere Kündigungen. Zu groß ist die Angst, wirklich für sich aufzustehen, am Ende die Kontrolle zu verlieren. Woher kommt das Muster, kontrollieren zu wollen? Was sind das für Dynamiken, die uns im Griff haben? In früheren Zeiten war dieses Verhalten klug, sicherte das Überleben. wie der Biber, der den Fluss mit seinen Dämmen staut und kontrolliert, damit seine Wohnung unter Wasser geschützt ist. Was dem Biber hilft, ist für den Menschen nicht das Beste. Wie geht es, diese inneren Dämme abzubauen? in den Fluss des Lebens zu kommen? Sich hinzugeben anstatt zu kontrollieren? Anzunehmen, was ist. Antworten hierzu geben uns die Natur und die Achtsamkeitspraxis, in der es darum geht, sich seiner selbst gewahr zu werden. Gar nicht so leicht, wenn das Getöse im Außen groß ist und die Systeme alles daran setzen, einen kontrollieren zu wollen. Oder?
30 Minuten
Wir Menschen lieben die Komfortzone. Diesen Ort, wo es sicher und stabil ist, wo das Gefühl von Geborgensein da ist, wo alles klar zu sein scheint. Die Komfortzone ist der Ort, an dem wir es uns bequem machen, an dem wir bleiben wollen. Dass dies meistens aus einer Anpassung heraus geschieht, die im Kindesalter begonnen hat und nun das Erwachsenenleben überschattet, wissen wenige oder blenden viele aus. Welche Dynamiken liegen dahinter? Die Komfortzone hat viele Gesichter und Facetten. Für jeden ist sie etwas anderes. Eine Führungskraft eines Konzerns glaubte, sie sei am richtigen Platz, bis sie eines Tages spürte, wie stark ihr Korsett war, in dem sie steckte. Das, was sie sich lebenslang aufgebaut hatte, war plötzlich alles andere als Komfort. Wie sie ihr Aufbrechen bemerkte, welche Hin- und Herbewegungen darauf folgten und wie sie letztendlich ihre Komfortzone verließ, ist in dieser Folge zu hören. Was passiert, wenn Menschen sich erlauben, sich auszudehnen? zu dem zurück finden, wer sie wirklich sind? frei von gelernten Anpassungen, selbst auferlegten Vorstellungen und gesellschaftlichen Normen in ihre Größe gehen? Wenn Menschen ihre Natur wieder entdecken und aus ihrem Innersten heraus wählen, Entscheidungen treffen, anstatt sich an Expert:innen im Außen zu orientieren? Dann würden Impulsvorträge, wie einer, der letzte Woche in einem Unternehmen mit 500 Frauen statt gefunden hat, anders ablaufen - nämlich auf Augenhöhe... und dann wird es richtig spannend.
43 Minuten
Jeden Tag gehen in unserem Leben Zyklen zu Ende. Ideen, Projekte, Unternehmen, Beziehungen sterben, meistens auf natürliche Weise. Die Intensität der Sterbeprozesse ist unterschiedlich und somit nur bedingt vergleichbar. Die Dynamiken, die dahinter liegen, sind es jedoch. Menschen scheuen sich, sich mit dem Sterben & Tod auseinander zu setzen. Zu schmerzhaft ist die Endlichkeit und die Tatsache, dass wir alle sterben werden. Es sind Menschen, die sterben. Lebenskonzepte, die aufbrechen, in Frage stehen. Es sind Beziehungen die zu Ende gehen. Partnerschaften, die sich auflösen. Freundschaften, die spürbar auslaufen. Arbeitsbeziehungen, die nicht mehr passen. Die bisherigen Systeme sind für viele Menschen nicht mehr tragbar. Das, was nicht mehr stimmt, stirbt. Wie gehen wir damit um? Auf diese Frage versuche ich Impulse und Antworten zu geben. Dabei spanne ich den Bogen weit. Ich erzähle vom frühen Tod meines Vaters, der starke Auswirkungen auf mein Leben hatte. Die jahrelang unverarbeitete Trauer, die im Hintergrund viel Kraft hatte, wirkte in jede Beziehung hinein. Von dort ziehe ich Vergleiche zu Trauerprozessen, die ich auf verschiedenen Ebenen in Unternehmen begleitet habe. Dadurch wird sichtbar, wie weit verbreitet das Unvermögen ist, sich der Trauer, dem Fühlen und Loslassen zu stellen. Trauer wabert überall in unserer Gesellschaft und hält die Energie zurück, die wir für den Wandel ins Neue brauchen. Hierzu passend fand gerade die Konferenz VE:22 der Purpose Bewegung für neues Wirtschaften statt. Die Location hatte es in sich: Es war das ehemalige Krematorium im Berliner Wedding. Was die zukunftsorientierte Bewegung mit dem Sterben der bisherigen Wirtschaft zu tun hat, wie die Bewegung eventuell selbst davon betroffen ist, welche Konsequenzen das hat, versuche ich aufzuzeigen. In diesem Sinne: Lasst uns sterben und werden. Wenn wir Altes loslassen, hat der Samen des Neuen Raum zum Wachsen.
40 Minuten
Von Übergriffen können wir wohl alle viel erzählen. Die Bandbreite ist groß und vielfältig. Wo Menschen aufeinander treffen, sind diese Verletzungen nicht weit. In allen möglichen Alltagssituationen werden Grenzen nicht gewahrt und überschritten. Das geschieht oft unbemerkt, ohne Absicht oder unbewusst. Manchmal jedoch auch sehr gezielt. Die Beispiele von sexuellen Übergriffen an der Uni Münster und in einem Unternehmen erklären, wie die Reaktion von Opfern sein kann. Die Fragen, die im Nachklang offen sind: Wie hätte ich besser reagieren können? Mich besser schützen können? Genau das will diese Folge erforschen. Sexuelle Übergriffe sind die offensichtlichsten Formen von Grenzverletzungen. Es gibt jedoch ganz feine, subtile Formen, die genau dieselben Auswirkungen haben, jedoch viel weniger in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Viele sensible, empathische Menschen haben das Problem, Opfer von Übergriffen zu werden. Welche Ursachen liegen dahinter? Was hat es mit dem aktuellen Hype von Hochsensibilität auf sich? Woher rührt dieser? Im Fokus stehen mangelnde intakte energetische Grenzen, die früh überschritten wurden. Wie können wir nun Übergriffe wahrnehmen und beantworten? Welche Rolle spielen das Nein sagen, der Augenkontakt und die eigene Wut? Wieso tun sich viele Menschen so schwer damit? Welche Ressourcen braucht es, um am Ende gesunde Grenzen zu setzen und sich klar zu schützen?
39 Minuten
Diese Podcastfolge erzählt von uns Menschen, die sich selbst therapieren, um weiterhin in der Gesellschaft zu funktionieren. Anstatt uns aufrecht zu fragen: "Was erfüllt mich?", drehen wir uns gern weg. Viele greifen zu Alkohol, rauchen, arbeiten übermäßig, kompensieren mit Sex, Essen, Social Media oder nehmen Drogen. Dabei ist es egal, ob der Mensch einen Anzug trägt, mit seinem Arbeitskittel in der Produktion steht, einen Doktortitel inne hat oder im weißen Gewand mit der Gitarre Mantren chantet: Die meisten Menschen befinden sich im emotionalen Mangel - ich behaupte sogar: im emotionalen Ausnahmezustand. Die Schmerzen, unter denen viele leiden, sind dieselben. Da gibt es keinen Unterschied. Manche fühlen sie stärker, manche weniger, die meisten gar nicht. Im großen Stil dimmen wir Menschen uns weg, damit wir die Emotionen aushalten - anstatt sie zu beinhalten. Dies geschieht im persönlichen Bereich genauso wie auf gesellschaftlicher Ebene. Zum Beispiel sind aus meiner Sicht das Oktoberfest, der Karneval oder die Reeperbahn Symptome hierfür. Auch in der spirituellen Szene ist das sich Wegdimmen groß, was u.a. anhand des Trends von Ayahuasca Reisen sichtbar wird. Mit Hilfe der aus Südamerika stammenden, psychedelisch wirkenden Pflanze, versuchen viele Menschen, Bewusstseinserweiterung zu erlangen, anstatt sich und ihre Verletzungen in der Tiefe zu fühlen. Maren selbst war einmal auf einem Trip und erzählt von ihren Erfahrungen. Jede Sucht, jedes kompensatorische Verhalten ist in der Regel auf Mangel und fehlendes sicheres Gehaltensein in frühesten Bindungen zurück zu führen. Welche alternativen Wege es gibt, sich abseits von Substanzen oder Kompensationen selbst zu regulieren, ist die Frage. Es beginnt wie immer damit, sich erst einmal selbst ehrlich selbst in Frage zu stellen: Wie sehr kompensiere ich? Was sind meine Strategien, um mich nicht fühlen zu müssen? Welche Ressourcen habe ich, es anders zu machen?
35 Minuten
Sie sitzen an entscheidenden Stellen, häufen Macht an, kontrollieren andere, kreieren Gefolgschaften, errichten Imperien und lieben sich selbst: Narzissten. Im ersten Kontakt wirken sie offen, charmant, einnehmend. Sie wissen, wie sie sich verhalten müssen. Für das Bewundertwerden tun sie viel. Sie nutzen andere schamlos für ihre Zwecke aus. Wer es mit einem Narzissten zu tun hat, ist gefordert oder besser: überfordert, hilflos, ohnmächtig. Die Bandbreite von Narzissmus ist groß. Es gibt harmlose Varianten, die wir alle haben, und es gibt Extreme, die als pathologisch zu bezeichnen sind. Welche Symptome Narzissmus ausmachen und was Narzissten um jeden Preis vermeiden wollen, ist Inhalt der Folge. Worüber Maren sich Gedanken macht, sind die vielen Menschen, die sich von Narzissten abhängig fühlen und abhängig machen – am Arbeitsplatz oder in privaten Beziehungen. Es braucht Zeit, diese verwickelten, häufig toxischen Abhängigkeiten zu durchschauen und Mut, sich aus ihnen zu lösen. Wer es jedoch schafft, wächst über sich hinaus. Maren gibt Einblick in einen Fall, in dem ein ganzer Geschäftsbereich über Jahre dem Martyrium eines Narzissten ausgesetzt war. Sie unterstützte den verantwortlichen Bereichsleiter, sich von der mitarbeitenden narzisstischen Führungskraft abzugrenzen und letztendlich zu trennen. Dieser Befreiungsprozess dauerte ein Jahr und ließ am Ende alle aufatmen. Für unsere Gesellschaft ist Narzissmus besonders kritisch, da Menschen, die nur an sich denken, das bisherige ego-getriebene Menschenbild füttern. Der Wandel kommt jedoch aus der Gegenrichtung, aus dem Wir. Deswegen muss es ein Ende haben, Narzissten weiterhin zu unterstützen und in Machtpositionen zu fördern. Dafür setzt Maren sich konsequent ein. Wie ist es mit dir? An welchen Stellen unterstützt du Narzissmus? - deinen eigenen und den von anderen?
35 Minuten
Mit vier Jahren schien die Welt für Maren noch in Ordnung. Im Kindergarten griff sie beherzt zum Mikro, sang lautstark, spielte bei einer Aufführung die Hauptrolle. Bis sie ein paar Jahre später auf Grund von Selbstzweifeln verstummte. Was war geschehen? Darüber spricht Maren in dieser Folge. Selbstzweifel - diese inneren Stimmen, die sich gegen einen selbst richten, abwerten, klein machen, verurteilen. Das Gefühl, nicht genug zu sein. Woher kommen sie? Wie können wir uns von ihnen frei machen? Diese Dynamiken wollen erforscht sein – insbesondere für Frauen. Sie scheinen nämlich stärker mit Selbstzweifeln behaftet zu sein als Männer. Ist das wahr? Wie es geht, sich nach und nach aus Selbstzweifeln zu befreien, schildert Maren anhand eines Beispiels aus ihrer Coachingpraxis. Welchen Wert Wut in diesem Prozess hat, wird dabei schnell deutlich. Wut hilft Menschen, mit ihrer Kraft in Kontakt zu sein – sich abzugrenzen, aufzustehen, sich auszudrücken. Aufstehen? Wofür? Es geht darum, sich mutig sichtbar zu machen - in unseren Beziehungen, in Meetings am Arbeitsplatz oder in anderen Runden, wo es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen. So nehmen wir Einfluss, der heute immer weniger über Posten oder Positionen läuft, sondern über Wirkkraft - frei von Zweifeln.
34 Minuten
Sie stehen auf Bühnen, füllen Hallen, ziehen tausende Menschen an, die auf der Suche sind. Die Rede ist von Speakern der Coaching-Szene. Seit Jahren boomt der Markt, insbesondere online. Es ist ein Riesengeschäft, das leider nicht nur sauber ist, sondern auch von viel Manipulation durchzogen ist. In der neuen Folge wirft Maren einen Blick auf die Schattenseite . Gleichzeitig finden Menschen in anderen Bereichen Unterstützung. Die Therapieszene ist weit leiser als die Coaching Branche. Jedoch sind auch hier dunkle Seiten zu finden. Gern inszenieren sich Therapeut:innen als Helfende, die ihre Klient:innen für ihre Überlebensstrategie nutzen. Maren selbst kann von diesem Muster ein Lied singen. Schonungslos erzählt sie von den Erkenntnissen, die sie während einer der wohl wichtigsten Übung innerhalb ihrer Ausbildungen gemacht hat. Daran anschließend erzählt sie von ihren Erlebnissen in der spirituellen Welt. Welche Grenzen sie dort für sich erfahren hat. Wie viele Menschen Orientierung bei einem spirituellen Lehrer oder Guru suchen, obwohl sie in Traumatherapie gehören. Was Bypassing ist und weshalb die Spiritualität dazu einlädt. Am Ende stehen zwei Fragen im Raum: 1. Aus welcher Motivation heraus begleite ich Menschen? 2. Wo gebe ich meine Macht an andere ab, anstatt meiner eigenen inneren Stimme zu folgen?
27 Minuten
In der neuen Folge greift Maren zunächst das Thema transgenerationales Trauma auf. Sie berichtet von ihrem Besuch in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Dachau, der anders war als sie gedacht hat. Gemeinsam mit einem Kollegen ist sie vor Ort und erforscht, was es mit ihr und ihren Emotionen macht. Dabei kommt sie zu einer überraschenden Erkenntnis. Außerdem wird ersichtlich, wie schwer Deutschland transgenerational nach wie vor trägt. An vielen Stellen zeigt sich in Wirtschaft, Politik & Gesellschaft ein Symptom: nämlich Angst. Deutschland ist eine Angst-Kultur. Für Maren ist es die Angst vorm Fühlen, die sie näher beleuchtet. Für sie sind Ängste Signale, hinter denen Emotionen versteckt sind, die vermieden werden wollen. Diese Ängste bewegen sich wie ein leises Grundrauschen durch die Gesellschaft, durch die Familien, Wirtschaft & Politik. Unsichtbar bestimmen sie den Ton des Miteinanders und das Leben von allen, die in diese Kultur hineingeboren werden. Die Mehrheit der Deutschen steckt in diesen Ängsten, dreht sich weg, passt sich scheinbar freundlich an, um dazu zu gehören. Das ist gefährlich. Anstatt mit zu schwimmen, zu allem Ja und Amen zu sagen, geht es darum, Fragen zu stellen, für sich ein- und aufzustehen. Es geht um Autonomie. Wie erlangen wir die? Das versucht Maren auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene sichtbar zu machen. Eins ist ganz klar: Keine Energie mehr in Menschen und Systeme, die in der Komfortzone bleiben wollen. Dafür haben wir keine Zeit mehr! Vielmehr müssen wir erforschen, was uns noch im Wege steht, frei zu sein.
31 Minuten
Ohne dass es uns bewusst ist, wirken sie überall: Transgenerationale Traumata. Es sind Ereignisse, die unsere Eltern oder Großeltern erlebt haben. Sie werden über das Erbgut an uns weiter gereicht. Wir wundern uns dann, wieso wir gewisse Symptome haben (z.B. diffuse Ängste, depressive Phasen, aggressives Verhalten...) und können diese nicht an real Erlebtes knüpfen. Denn nicht wir haben es erlebt, sondern die Generationen vor uns. Das ist oft schwer zu durchschauen. Die Kraft dieser Traumata wirkt überall durch uns Menschen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Insbesondere durch die, die in Führung sind. Was haben die Generationen vor uns erlebt oder zu verantworten? Gerade in Deutschland ist diese Frage so wichtig. Besondere Aufmerksamkeit brauchen aus Marens Sicht die beiden Kollektivtraumata (2.Weltkrieg + DDR). Es sind komplexe Dynamiken, die sich hieraus ergeben. Maren gibt Einblicke in die Erkenntnisse der Epigenetik und der Traumaforschung. Sie verknüpft dies mit ihren Erfahrungen in einem deutschen Unternehmen, das im 2. Weltkrieg eine Rolle gespielt hat. In diesem System waren 60 Jahre später Menschen in Führung, die ihre Macht über Jahre missbrauchten. Mitarbeitende schwiegen aus Angst, machten mit, um ihr Überleben zu sichern. Für Maren gibt es hier eine Wiederholung von historischen Dynamiken, die sie mit transgenerationalen Traumata erklärt. In der zweiten Hälfte dieser Folge wird es sehr persönlich. Maren legt die Täterschaft ihres Großvaters im 2. Weltkrieg offen. Wie seine Traumata das gesamte Familiensystem transgenerational im Griff hatten. Wie sie versucht hat, stellvertretend Verantwortung zu übernehmen, mit der übertragenen Scham und Schuld zu leben. Dass es letztendlich darum geht, diese falschen Loyalitäten aufzulösen, sich von den Generationen vorher zu desidentifzieren, um ein freies Leben zu leben - das macht Maren deutlich.
30 Minuten
In dieser Folge geht es um einen Teamtag, den Maren kürzlich begleitet hat und der ihr wichtige Erkenntnisse gebracht hat. Sie zeigt auf, wie sie schon während der Auftragsklärung erste Zeichen für Missstände innerhalb der Organisation empfing. Und über diese hinweg ging. Vor Ort legte sie mit allen Beteiligten Schicht für Schicht frei, wo die Schmerzpunkte im Team lagen. Das 4-Quadranten-Modell gab Orientierung und half, die Perspektiven zu weiten. Maren erläutert das Modell in dieser Folge. Bei der Analyse der Herausforderungen sind die vier Perspektiven ein guter Weg, durch die Symptome durch zu schauen und die tiefer liegenden Ursachen zu entdecken. So wurde sichtbar, wie die Organisation aus Kosten- und Spargründen die Strukturen so gebaut und hat wachsen lassen, dass es viel zu dicht für alle Menschen darin ist. Ein Klassiker in vielen Organisationen. Welche Auswirkungen das hat, macht Maren anhand eines Beispiels deutlich. Daran anschließend zeigt Maren, auf, wie ein harmloser Teamtag zu einer hoch anspruchsvollen Veranstaltung werden kann. Mit dem Verweis auf Kollektivtraumata macht sie die Dynamiken deutlich, die im Raum verdeckt mitwirken (z.b. transgenerationale Traumata aus dem 2. Weltkrieg, DDR Traumata, Fluchtthemen, Kriegstraumata ....) Wie diese verschiedenen Wirkkräfte Einfluss nehmen, wie sie sich in engen Strukturen abbilden und wie Menschen wiederum von diesen abhängig sind, beleuchtet Maren. Was das für ein Dilemma ist und welche Wege es raus gibt, ist Thema dieser Folge.
34 Minuten
Nach fünf Solo-Folgen öffnet Maren heute den Podcast für eine Gesprächspartnerin. Mit ihr im Austausch ist Diana Stier, Co-Founderin von People for Now. Beide haben den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Bei Maren ist es 15 Jahre her. Diana hat vor 4 Jahren neben ihrem Job als Fernsehjournalistin gegründet– und zwar einen Seminarort im Karlsruher Stadtwald, mitten im Grünen, namens „räume“. Seit März 2022 sind Diana und Maren zusammen im Gründungsteam von People for Now. Zu Beginn der Folge tauschen sich Diana und Maren über ihre Gründungsimpulse aus. Während Diana klare Bilder bekommt, wie Orte und Dinge aussehen werden, wenn sie fertig sind, ist es bei Maren anders. Sie erhält ihre Impulse in Form von inneren Wahrheiten - oft Jahre, bevor die Zeit dafür reif ist. Beide folgen ihren inneren Stimmen, verleihen natürlichen Prinzipien mehr Gewicht als Businessplänen. Für sie ist es der "Feminine Way", Projekte und Unternehmen organisch entstehen zu lassen, anstatt etwas pushen zu wollen. Welche Rechtsform dies abbildet und wie wichtig vertrauensvolle Beziehungen im Neuen Wirtschaften sind, das alles beleuchten sie gemeinsam. Außerdem legt Diana ihren Fokus darauf, die Haltung zum Geld zu hinterfragen. Erst wenn Geld Mittel zum Zweck wird und Geldflüsse grundsätzlich anders fließen, ist Neues möglich. Für beide ist klar: Es geht mehr als um's Ich. Es geht um das Größere, um das Wir, um unsere Gesellschaft, wie wir Teil der Lösung sein können. Wie geht der Weg, Einfluss in der Welt zu nehmen? Etwas abseits der bisherigen Wirtschaftswelt auszuprobieren? während die Mehrheit noch im bisherigen steckt. Genau darum geht es in dieser Folge.
40 Minuten
Das Feminine – nach wie vor abgewertet, unterdrückt, ignoriert von vielen Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei ist das Fühlen, sich Einstimmen, empathisch sein, das Weiche und Zarte in uns Menschen essentiell für den Wandel. In dieser Folge erzählt Maren, wie es war, in einem stark patriarchalen Umfeld aufgewachsen zu sein. Wie viel Frauenfeindlichkeit, Unterdrückung, Sexismus, Rassismus sie in ihrer norddeutschen Heimatstadt erlebt hat. Was alkoholgeschwängerte Schützenfeste damit zu tun haben. Wie sich diese Dynamiken 1:1 in der Wirtschaftswelt wiederholt haben. Mit dem Unterschied, dass Schützenfeste dort Weihnachtsfeiern sind. Welche Auswirkungen die patriarchalen Machtspiele und das Dominanzverhalten auf uns Menschen haben, erläutert Maren an sich selbst. Sie beleuchtet zwei Aspekte, die aus traumatherapeutischer Sicht relevant sind: die Identität (die psychologische Ebene) und das Nervensystem (die körperliche Ebene). Wie wichtig Wut für uns alle ist, sich aus falschen Loyalitäten und Verwicklungen zu lösen, um das Feminine zu integrieren, zeigt Maren auf. Dabei differenziert sie zwischen nicht verbundener und erwachsener Wut. Maren spricht am Ende die Protestbewegung des Feminismus an. Ihrem Gefühl nach, agieren zahlreiche Aktivistinnen aus nicht integrierter Wut und aus persönlichen Verletzungen, ohne dies zu bemerken. Sie glaubt, dass der Wandel nicht von dort kommt. Stattdessen bringt Maren den Fokus zu alternativen Bewegungen, die alle Geschlechter mit einbeziehen und mit femininen Qualitäten neu, außerhalb der bisherigen Welt, gestalten. Für die meisten ist das ein Experiment. Sie erforschen, wie es anders gehen kann. Das ist gut so.
31 Minuten
Sex ist ein gewaltiges Schattenthema unserer Gesellschaft. Soviel Scham & Verdrehung haben ihre Spuren hinterlassen. Maren beleuchtet und weitet das Tabu Sex mit ihrem Verständnis. Für sie geht Sex über die körperliche Intimität hinaus. Maren wirft einen Blick in die Führungsetagen unserer Wirtschaft und erzählt von dem, was sie erlebt hat. Sie hat dort zahlreiche Menschen getroffen, die mit ihrer verzerrten Sexualität ihre Macht missbrauchen. Welche Dynamiken dahinter stehen, was das Täter-Opfer-Spiel damit zu tun hat und was die Ursachen für Missbrauch sein können, versucht sie aus traumatherapeutischer Sicht zu erklären. Wichtig ist Maren, dass Missbrauch durch alle Menschen stattfinden kann – unabhängig vom Geschlecht. Jedoch begünstigen die aktuellen hierarchischen Systeme in der Wirtschaftswelt, in denen nach wie vor Männer in Machtpositionen sitzen, Missbrauch im klassischen Sinn zwischen Mann und Frau. Maren legt offen, wie sie selbst mitgewirkt hat und als Frau mit ihrem Verhalten Männer manipuliert hat. Am Ende versucht Maren Wege aufzuzeigen, wie wir alle in ein Erwachsensein kommen anstatt kindliche Überlebensstrategien zu spielen. Zum einen geht es individuell um das Bewusstsein über die eigenen Anziehungskräfte und um Körperarbeit. Zum anderen fragt sich Maren, wie wir gesamtgesellschaftlich in Deutschland in die sexuelle Befreiung kommen. Eine Mammutaufgabe, da wohl keine Kultur sexuell dichter, voller Angst und Scham steckt wie die deutsche. Weitere Informationen zu People for Now und Women for Now findest du unter https://www.peoplefornow.com/
36 Minuten
Heute wird es sehr persönlich. Maren erzählt, wie sie mit den wirtschaftlichen Konsequenzen umgegangen ist, nachdem sie ihre Verträge mit der Konzernwelt gekündigt hat. Sie gibt Einblick, was Geld für sie bedeutet, und was die Frauen in ihrer Familie damit zu tun haben. Insbesondere ihre Großmutter. Maren zeigt auf, was Geld häufig kompensiert: nämlich emotionale Bedürfnisse. Wie dadurch der Selbstwert plötzlich ans Außen gekoppelt ist und wie Geld und Leistung genutzt werden, um innere Leerstellen zu füllen. Daran krankt aus Marens Sicht unsere gesamte Gesellschaft. So wirft sie die Frage auf: Sind wir wirklich nur was wert, wenn wir was leisten? Ist das wahr? Im weiteren Verlauf erforscht sie, wie wir aus diesen Abhängigkeiten wieder raus kommen. Gehe ich für mich oder passe ich mich an, um dazu zu gehören? Maren akzeptiert keine Ausreden mehr, in der Komfortzone zu bleiben. Sie will Menschen ermächtigen, sich aus ihren Geld-Prägungen, Verwicklungen und Identifikationen zu lösen. Am Ende spricht Maren von ihrer Begegnung mit dem dm-Gründer Götz Werner, der mit der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ein wertvolles Erbe hinterlassen hat. Eine weitere Inspirationsquelle ist für Maren die Purpose Bewegung. Hier finden sich Unternehmen frei von Gewinnmaximierung, in denen das Vermögen an Mitarbeiter:innen und an den Unternehmenszweck gebunden ist. Wohlwissend, dass global massive Gegenkräfte wirken, ist Maren von den Ansätzen des neuen Wirtschaftens überzeugt. Diese Ansätze erscheinen noch in der Minderheit, haben jedoch eine starke Wirkmacht, da sie sich mit Substanz aus der Tiefe entwickeln, anstatt auf Sand gebaut. Götz Werner: Interview zum Bedingungslosen Grundeinkommen (utopia.de) https://utopia.de/dm-gruender-goetz-werner-interview-bedingungsloses-grundeinkommen-77887/ Buch von Götz Werner: Einkommen für alle. Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Zeit ist reif. Kiepenheuer & Witsch. 2018. https://buch7.de/produkt/einkommen-fuer-alle-goetz-w-werner/1031105950?ean=9783462051087 Purpose Bewegung: https://purpose-economy.org/de/ ARTE 2021: Mehr Sinn statt Gier – Kapitalismus neu gedacht. https://www.youtube.com/watch?v=0zNYTNiXoVs Weitere Informationen zu People for Now findest du unter https://www.peoplefornow.com/ Du hast Fragen oder möchtest ein Thema einbringen? https://forms.gle/RZGMfD8KpF5qACoA6