Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Archiv
378 Episoden
54 Minuten
Russland wollte die Ukraine in wenigen Tagen bezwingen, nun dauert der Angriffskrieg bereits ein halbes Jahr. Ex-Nato-General Bühler gibt zu: Er hatte im Februar nicht mit dem Krieg gerechnet. Er sah vier gewaltige Risiken für Russland. Doch Putin wollte den Krieg. Und drei der Risiken sind für Russland bereits zu Gewissheiten geworden. Die Bilanz von Bühler: Russland hat den Krieg wie ein "Abenteuer" geplant, die eigene Armee wusste nicht Bescheid, es gab abrupte Führungswechsel, politische und militärische Führung haben versagt. Am Anfang des Krieges sei die russische Armee vor Kiew "gedemütigt" worden. Inzwischen könne sie zwar noch taktische Geländegewinne erzielen, es fehle aber an operativen Durchbrüchen. Zudem droht den Russen eine ukrainische Gegenoffensive. Bei alldem haben westliche Waffen eine wichtige Rolle gespielt. Und der Podcast-Tipp: Der NDR-Podcast "Streitkräfte und Strategien".
1 Stunde 9 Minuten
Russland beschuldigt die Ukraine, Kiew weist jeden Vorwurf zurück: Nach dem Anschlag, bei dem die Nationalistin Darja Dugina in Moskau getötet wurde, wird wild spekuliert, wer dahinter steckt. Ex-Nato-General Bühler sieht mindestens drei Szenarien, wie es zu der Tat gekommen sein könnte. Im Podcast erklärt er sie und sagt, was er für am wahrscheinlichsten hält. Soviel sei verraten: Er hat Zweifel an der russischen Darstellung. Außerdem geht es um geplante Lieferungen der Bundeswehr an die ukrainische Armee. Die Ukrainer sollen Vulcano-Geschosse bekommen. Sie sollen extrem präzise sein. Was ist davon zu halten? Und am Ende des Podcasts geht es um die Frage, wie viel Kosten und Mühen Deutschland und die Deutschen auf sich nehmen müssen oder sollten, um der Ukraine beizustehen. Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
44 Minuten
Uns erreichen so viele Fragen zu diesem Podcast und dem Ukraine-Krieg, dass wir uns dem in einer zweiten Spezial-Folge widmen. Sie haben unter anderem gefragt: Die ukrainische Armee verteidigt sich so gut gegen die russischen Angriffe, wie sieht eine ausgebaute Frontstellung aus? +++ Immer wieder wird der britische Geheimdienst zitiert, wenn es um tiefere Einsichten in den Krieg geht, beispielsweise zum Zustand der russischen Armee oder zu Zahlen von Gefallenen. Warum ist das so? +++ Und: Viele Experten sind sich einig: Die größeren Zwischenfälle auf der Krim gehen auf das Konto der Ukrainer. Auch Ex-Nato-General Bühler ist dieser Meinung. Warum gibt Russland das nicht zu? Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 1 Minute
Die Lage im Ukraine-Krieg ist nicht mehr hochdynamisch, wie zu Beginn des Konflikts. Dennoch ist die Lage alles andere als ruhig. Im Donbass scheint die russische Armee weiter im Vorteil zu sein, im Süden des Landes ist sie dagegen unter Druck. Die Ukraine scheint weiter damit beschäftigt zu sein, hier eine größere Offensive vorzubereiten. Außerdem geht es um den Taiwan-China-Konflikt. Neben Ex-Nato-General Erhard Bühler gibt der deutsche Ex-Diplomat Gerhard Sabathil Auskunft zu dem Konflikt. Er sieht "Alarmzeichen in Fernost", erklärt aber auch, warum China aus seiner Sicht kein Interesse an einem Krieg haben dürfte. Dennoch sei der Konflikt eine "Krise zur Unzeit", die auch für die deutsche Wirtschaft erheblich Risiken berge. Ex-Nato-General Bühler sagt dazu, mit Blick auf Taiwan und China sei "Deeskalation" angesagt. Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
58 Minuten
Explosionen erschüttern den russischen Militärflugplatz Saki auf der Krim. Russland spricht von einem Unfall, die Ukraine sagt offiziell nichts. Ex-General Erhard Bühler erinnert das an das Informationschaos nach der Versenkung der "Moskwa", dem Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte. Laut Bühler kann Russland nicht zugeben, dass ein Stützpunkt einfach so angegriffen werden könne. Ein Desaster für Präsident Putin. Die Ukrainer wiederum müssten ihre Fähigkeiten nicht offenlegen. Für Bühler ist klar: Die Ukraine hat den Stützpunkt angegriffen. Wahrscheinlich mit vier Raketen aus heimischer Produktion - Stichwort GROM. Warum er sich da ziemlich sicher ist, erklärt er im Podcast. Außerdem zeichnet sich für Bühler ein klareres Bild des weiteren Kriegsverlaufes ab. Beide Seiten konzentrierten sich auf den Süden. Die Auswirkungen der russischen Tuppenverlegungen würden spürbar und die ukrainische Armee bereite taktisch eine Offensive vor. Allerdings sei das Umschalten von Verteidigung auf Angriff schwierig. Der Ex-General geht auch noch einmal auf die Panzerhaubitze 2000 ein. Warum sind von 15 nur noch fünf einsatzbereit? Es sei ein sehr komplexes System. Deshalb ist Bühler dafür, mehr bei Bedienung und Wartung zu helfen, als neue Haubitzen zu liefern. Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
49 Minuten
Die Ukraine will im Krieg in die Offensive kommen. Russland will das verhindern. Ausgang offen. Klar ist nur, der Krieg tritt in eine neue Phase ein, in deren Zentrum der Süden des Landes steht. Dort bereitet auch die Situation um das AKW Saporischschja Sorgen. Im Podcast besprechen wir die Lage vor Ort. Außerdem schauen wir an das andere Ende der Welt, zu einem weiteren Krisenherd im internationalen Geschehen. Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hat mit ihrem Besuch in Taiwan China erzürnt. Die Folge: Verbales Säbelrasseln und ausgedehnte militärische Manöver. Die Eskalation des Konfliktes besorgt Ex-Nato-General Bühler, auch wenn er keine unmittelbare Gefahr für einen Krieg sieht. Wenn Sie Fragen an den Ex-General haben, schreiben Sie an: general@mdraktuell.de oder rufen Sie an: 0800 637 37 37 Und ein Podcast-Tipp: Kekulés Gesundheits-Kompass
33 Minuten
Russland wirbt Freiwillige an. Was ist ihre Motivation? Machen sie die russische Armee schlagkräftiger? Und: Die toten Kriegsgefangenenen von Oleniwka - laut Ex-General Bühler ein "klares Kriegsverbrechen" Russlands.
45 Minuten
Deutschland hat Panzerhaubitzen an die Ukraine geliefert. Nun scheint es Probleme damit zu geben. Im Podcast erklärt Ex-Nato-General Bühler, wie es dazu kommen konnte. Er vermutet eine unsachgemäße Bedienung der Waffen. Außerdem geht es um die militärische Lage an den drei wichtigen Fronten in der Ukraine. An zweien ist die russische Armee in der Defensive. Im Donbass erzielt sie jedoch noch kleinere Geländegewinne. Wir besprechen außerdem Äußerungen von Russlands Präsident Putin. Sein Land wolle keinen Atomkrieg. Das sind andere Töne als zuletzt. Ist die "nukleare Option" im Ukraine-Krieg vom Tisch? Und wir machen einen geografischen Sprung von der Ukraine auf den Balkan. Dort gibt es neue Spannungen an der Grenze zwischen Serbien und dem Kosovo. Auch wenn es nicht so scheint auf den ersten Blick, der Ukraine-Krieg könnte durchaus im Zusammenhang mit dieser Entwicklung stehen. Wenn Sie Fragen an den Ex-General haben, schreiben Sie an: general@mdraktuell.de oder rufen Sie an: 0800 637 37 37 Und ein weiterer Podcast-Tipp zum Ukraine-Krieg: Putins Krieg
1 Stunde 17 Minuten
In dieser Folge wird die aktuelle Lage z.B. rund um Cherson nur kurz gestreift. Es geht um eine grundsätzliche Sicht auf den Krieg. Zu Gast bei Tim Deisinger und Ex-General Bühler ist der derzeit einzige Professor für Militärgeschichte in Deutschland, Sönke Neitzel. Er ist Historiker mit dem Schwerpunkt Militärgeschichte und Autor mehrerer erfolgreicher Sachbücher. Die beiden Experten sprechen über Erfolge und Misserfolge, Stärken und Schwächen der russischen und der ukrainischen Armee. Sie beleuchten Frontverläufe, vorhandene und benötigte Waffen. Vor allem geht es aber um so grundsätzliche Fragen, was fünf Monate Krieg in Europa bedeuten, was er mit Deutschland macht, welche Parallelen es zur Geschichte gibt, wie die deutsche Politik handelt und kommuniziert. Es geht auch darum, ob das deutsche Engagement in der NATO reicht und natürlich darum, wie dieser Krieg beendet werden kann und was dann kommt. Wenn Sie Fragen an den Ex-General haben, schreiben Sie an: general@mdraktuell.de oder rufen Sie an: 0800 637 37 37
57 Minuten
Ex-General Bühler beantwortet die Frage, welche Chancen die westlichen Waffensysteme der ukrainischen Armee eröffnen. Besonders Cherson im Süden scheint ein strategisches Ziel zu sein. Die Konfliktparteien haben sich auf Getreideexporte geeinigt, kurz darauf beschießt die russische Armee ein Ziel im Hafen von Odessa. War das ein Versehen oder doch Absicht? Der Militär-Experte sieht russisches Kalkül dahinter, man will eskalieren und dann wieder deeskalieren. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat einen wichtigen Befehlshaber der Streitkräfte in der Ost-Ukraine abberufen. Nach Ansicht von Bühler muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass der General grobe Fehler gemacht hat. Aus Polen waren zuletzt harsche Worte in Richtung Deutschland zu hören. Die Regierung in Warschau wirft der Bundesrepublik vor, Zusagen bei Panzerlieferungen nicht einzuhalten. Bühler hält das für nicht gerechtfertigt und begründet, warum die polnische Armee relativ gut ausgerüstet ist. Wir beantworten auch wieder Hörerfragen, zum Beispiel ob der Kreml ein legitimes militärisches Ziel sein könnte. Wenn auch Sie Fragen haben, schreiben Sie an: general@mdraktuell.de oder rufen Sie an: 0800 637 37 37
45 Minuten
Ex-General Bühler sieht derzeit keine ukrainische Großoffensive bei Cherson – zumindest nicht auf der operativen und strategischen Ebene. Es habe aber auch keine schnelle Fortsetzung des russischen Vormarschs mit Bodentruppen im Donbass gegeben. – Die russische Armee im Dilemma: Sie muss sich auf den Donbass konzentrieren und auf der anderen Seite muss sie im Norden die Versorgungslinie bei Charkiw und die Landzugänge zur Krim verteidigen. Das bindet laut Bühler wesentliche Kräfte. – Kampf um die Krim: Die Schwarzmeerflotte bedroht nach wie vor die Ukraine. Ein Angriff auf sie ist Bühler zufolge ein legitimes militärisches Ziel. Er glaube aber nicht, dass die Ukraine jetzt die Krim zurückerobern werde. Die ukrainische Armee habe derzeit andere Herausforderungen. – Ist jetzt die Zeit für Verhandlungen? Für die ukrainische Bevölkerung gibt es laut dem General nur die Wahl zwischen Diktatfrieden und Fortführung des Abwehrkampfes. Die politische Führung und das Volk seien Umfragen zufolge für die Fortführung. Den Konflikt einzufrieren, kann sich Bühler auch nicht vorstellen. – Hörerfragen: Welche Rolle spielt die Aufklärung über Satelliten für die Ukraine? Was machen die Kommandostände in Kramatorsk? Spielen Wallmeister, die Sperren anlegen, eine Rolle? Werden Soldaten in humanitären Völkerrecht ausgebildet? Und werden ukrainische Waffen weiterverkauft? Wenn Sie Fragen an Ex-General Erhard Bühler haben: Mail an General@mdraktuell.de oder per Telefon unter 0800 6 373737
38 Minuten
Seit Wochen verliert die Ukraine Gebiete im Osten und Süden des Landes an die russische Armee. Nun soll es die Kehrtwende geben. Nach Angaben der ukrainischen Armee läuft eine Gegenoffensive auf das südukrainische Gebiet Cherson, das von russischen Truppen besetzt ist. Ist das tatsächlich eine Gegenoffensive oder eine militärische Täuschung? Ex-General Erhard Bühler ordnet es ein und erklärt, wie realistisch es ist, dass für die Offensive eine Million Soldaten einberufen werden. Wenn Sie Fragen an Ex-General Erhard Bühler haben: Mail an General@mdraktuell.de oder per Telefon unter 0800 6 373737
36 Minuten
Der Bundestag hat der Nato-Norderweiterung zugestimmt. Welche Folgen hat das für den Ukraine-Krieg? Außerdem: Brauchen die Russen eine operative Pause? Welches Bild hinterlässt Lawrows schneller Abgang beim G20-Gipfel?
58 Minuten
Die Ukraine hielt lang dagegen, Lyssytschansk und Sjewerjodonezk sind dennoch gefallen. War das nur eine Frage der Zeit? Und: Kann/will der Westen die Waffenverluste tatsächlich ausgleichen?
1 Stunde
Haben die Russen die Schlangeninsel aufgegeben oder wurde sie von den Ukrainern erobert? Was ist auf der Schlangeninsel wirklich passiert und welche strategische Bedeutung hat sie? Ex-General Erhard Bühler erklärt es. Außerdem nimmt er Stellung zu hartnäckigen Medienberichten, dass die NATO ihre Schnelle Eingreiftruppe (NRF) von 40.000 auf 300.000 Mann aufstockt. Stimmt nicht, sagt Ex-General Erhard Bühler und erläutert, was die NATO-Beschlüsse wirklich bedeuten. Es gehe um eine abgestufte Einsatzbereitschaft je nach Bedrohungslage und die neue Bindung eines Truppenteils an einen bestimmten Raum. Thema sind auch wieder die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine - speziell die drei weiteren Panzer-Haubitzen. Bühler ist darüber verwundert, weil er u.a. Risiken für die Bundeswehr sieht. Bei Panzern aus dem Bundeswehr-Bestand ist er sogar noch skeptischer. Zum Schluss geht es um den neuen verbalen Rundumschlag des ukrainischen Botschafters Melnyk, der Unterzeichner eines Appells für eine Verhandlungslösung "pseudointellektuelle Loser" nannte. Wenn Sie Fragen an den Ex-General haben: Mail an General@mdraktuell.de oder per Telefon unter 0800 6 373737