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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Archiv

378 Episoden
59 Minuten
In der Ukraine sind die ersten F-16-Kampfjets angekommen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, warum die Maschinen der Ukraine kaum helfen dürften – und warum der Westen daran schuld ist. Außerdem erklärt er das Luftverteidigungssystem Skynex von Rheinmetall, das die Ukrainer jetzt einsetzen. Wie arbeitet das System? Und welche Bereiche will die Ukraine damit schützen?

Sehr ausführlich sprechen Host Tim Deisinger und Bühler über die aktuelle Lage. Russische Erfolge werden unter anderem bei der Stadt Torezk gemeldet, die rund 50 Kilometer von Donezk entfernt liegt. Die Stadt komplett einzunehmen, wird für die Russen laut Bühler aber "schwierig". Er erklärt warum – und welche Orte die Russen als nächstes im Visier haben könnten. Außerdem berichtet er von einem ukrainischen Vorstoß in der Region Kursk. 

Daneben beantworten wir im Podcast Fragen von Hörerinnen und Hörern: Wie sicher sind Journalisten, die noch aus Russland berichten? Bringt sich China gegen Europa und die Nato in Stellung? Was machen Nordkoreaner im Einsatzgebiet der Ukraine? Warum steigt das Durchschnittsalter der ukrainischen Infanteristen?

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe ist für den 13. August 2024 geplant.
1 Stunde 13 Minuten
Erst am Wochenende hat Russland wieder die Eroberung eines ukrainisches Dorfes vermeldet. Ex-Nato-General Erhard Bühler mahnt, die russischen Geländegewinne in den richtigen Maßstab zu setzen. Der Westen dürfe sich nicht von Meldungen darüber, dass noch ein Dorf und noch ein Dorf eingenommen seien, beeindrucken lassen. Bühler erklärt an zwei Brennpunkten der vergangenen Monate, dass die Russen nur wenige Kilometer vorangekommen seien. Er zieht außerdem eine Bilanz der russischen Offensiven, die zeigt, dass zwischen Januar und Juni 2024 nur ein minimaler Geländegewinn in der gesamten Ukraine erfolgte. Im weiteren Gespräch zum aktuellen Kriegsgeschehen mit Host Tim Deisinger blickt Bühler unter anderem noch auf die Operationen im Hinterland und schätzt die Chancen der Ukraine ein, die Offensive Russlands zu stoppen.

Weiteres Thema ist die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen und Marschflugkörpern ab 2026 in Deutschland. Bühler beantwortet dazu mehrere Hörerfragen. Er erklärt unter anderem, um welche Waffensysteme es konkret geht. Könnten die Marschflugkörper auf nukleare Sprengköpfe umgerüstet werden? Besteht die Gefahr eines neues Wettrüstens und warum soll in Deutschland stationiert werden?

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 6. August 2024 geplant.
1 Stunde 2 Minuten
Zu Gast im Podcast ist Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer. Mit ihm besprechen Ex-Nato-General Erhard Bühler und Host Tim Deisinger Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Nach Reisners Rechnung befindet sich der Krieg in der siebten Phase. Es handele sich nach wie vor um einen Abnutzungskrieg, der durch Ressourcen entschieden werde. Bühler schätzt das ähnlich ein, unterteilt die Kriegsphasen aber anders. Reisner und Bühler beantworten außerdem die Frage, ob derzeit eher Russland oder die Ukraine diesen Krieg gewinnen könnte. Reisner erklärt, warum die Ukraine nach seiner Meinung bereits Geschichte geschrieben hat und skizziert außerdem drei Entwicklungslinien, wie der Konflikt in den nächsten Wochen weitergehen könnte. Weiteres Thema sind Aussagen des Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko. Und es geht um die Reise des ukrainischen Außenministers Außenminister Dmytro Kuleba nach China. Er will dort nach eigenen Worten mit seinem Amtskollegen Wang Yi Wege zum Frieden in der Ukraine ausloten. Reisner spricht davon, dass die Diplomatie eine Sternstunde bekommen könnte.

Am Ende des Podcasts thematisieren Bühler und Deisinger nochmal die Reisen von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán nach Kiew, Moskau und China sowie die Reaktionen innerhalb der EU darauf.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.

Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Juli 2024 geplant.
1 Stunde 10 Minuten
Der Nato-Gipfel hat Positives für die Ukraine gebracht – aber auch eine Enttäuschung. Das Treffen ging ohne Einladung an die Ukraine zur Mitgliedschaft zu Ende. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, wie nah beziehungsweise wie fern die Ukraine einer Nato-Mitgliedschaft ist. Und welche Rolle Frieden spielt, wenn es mit Plänen für eine Mitgliedschaft konkret werden sollte. Bühler sieht einige positive Aspekte nach dem Gipfel. Zum einen hat die Ukraine weitere Zusagen für Waffen- und Finanzhilfen bekommen. Die Unterstützung soll auch dann sichergestellt werden, wenn Donald Trump die Präsidentschaftswahl im November gewinnen sollte. Trump hatte sich wiederholt ablehend zu den Ukraine-Hilfen geäußert. Kritisch merkt Bühler nach dem Nato-Gipfel an: Um die russischen Luftangriffe einzudämmen, müsse die Ukraine noch mehr Rechte bei der Nutzung von weitreichenden westlichen Waffen im Hinterland der Front und auch in Russland erhalten. Die Regelungen seien nicht einheitlich und verwirrend.

Am Rande des Gipfels wurde in Deutschland viel diskutiert. Grund sind US-Pläne, ab 2026 unter anderem Marschflugkörper des Typs „Tomahawk“ in Deutschland zu stationieren. Bühler hält die Stationierung für nachvollziehbar. Es handle sich um eine Gegenmaßnahme zur Abschreckung, nachdem Russland ähnliche Systeme im Oblast Kaliningrad stationiert habe. Und es gehe um eine temporäre Stationierung, bis sich Europa selbst verteidigen könne.

Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Russen greifen weiter an vielen Orten entlang der rund 1.300 Kilometer langen Front an, ohne das nennenswerte Vorstöße gelingen. Heftig sind die Kämpfe bei Charkiw. Dort haben die Russen bei ihren Angriffen hohe Verluste erlitten. Und: Die russische Schwarzmeerflotte ist offensichtlich nicht mehr auf der Krim stationiert.

Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Juli 2024 geplant.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 8 Minuten
Ungarn hat am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernommen. Regierungschef Viktor Orbán hat sich umgehend auf Reisen gemacht. Er war in Moskau bei Russlands Präsidenten Wladimir Putin und in China. Zuerst war er aber in Kiew beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ex-Nato-General Erhard Bühler bezeichnet es als richtiges Zeichen, dass Orbán zunächst mit dem Opfer spricht, dann mit Putin und dem Unterstützerstaat China. Mit Host Tim Deisinger bespricht Bühler auch ein Interview, das Orbán der "Bild-Zeitung" gegeben hat. Er schätzt ein, welche Ziele Orbán mit seinen Reisen verfolgt. Außerdem erklärt Bühler, warum er Verständnis für die Kritik an Orbáns Vorgehen hat. Man könne das aber auch anders sehen.

Interview mit Orbán auf "bild.de": https://www.bild.de/news/ausland/putin-kann-nicht-verlieren-668b6f3c935d586554d909d9

Die aktuelle militärische Lage: Bühler gibt einen ausführlichen Überblick über das Kriegsgeschehen der vergangenen Tage. Die Ukraine befinde sich seit neun Monaten am Boden in der Defensive. Beide Kriegsparteien setzten ihre Luftoperationen fort. Und auf See kontrolliere die Ukraine das küstennahe Schwarze Meer einschließlich der Krim. Thema sind auch die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte am Montag, bei der militärische Ziele aber auch ein Kinderkrankenhaus getroffen wurden.

Es geht außerdem um den Verteidigungsetat für das kommende Jahr. Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung ist vorgesehen, dass er von derzeit rund 52 Milliarden Euro nur um etwa 1,2 Milliarden Euro wachsen soll. Gefordert hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius deutlich mehr. Bühler schätzt ein, was das für Folgen hat, unter anderem für die Modernisierung der Bundeswehr. Und er erläutert, warum er kein Verständnis für die Entscheidung der Ampel-Spitzen hat.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Folge des Podcasts ist für den 16.07.2024 geplant.
1 Stunde 10 Minuten
Welche wirtschaftlichen Interessen spielen im Ukraine-Krieg eine Rolle? Ein Artikel legt nahe, dass Russland die Ukraine auch wegen bedeutender Rohstoffvorkommen angegriffen haben könnte. Es geht unter anderem um Gold, Öl, Gas, Erz und Uran. Die Rohstoffvorkommen in den ukrainischen Gebieten, die aktuell von Russland besetzt sind, sind beträchtlich. Ex-Nato-General Erhard Bühler glaubt nicht, dass die Rohstoffe der primäre Angriffsgrund für Russland waren. Gleichwohl liege es nahe, dass wirtschaftliche Aspekte für Russland durchaus eine Rolle spielten.

Die aktuelle militärische Lage: Die Russen haben weiter die Initiative. Ihr Angriffsschwerpunkt liegt im Donbass. Bei Charkiw ist ihr Vormarsch nach wie vor gestoppt, es gibt aber weiter intensive Kämpfe. Einige russische Soldaten sind in dem Bereich offenbar von den Ukrainern eingekreist worden. Kleinere Gefechte gibt es auch bei Sumy. Weiter südlich könnte sich ein neuer taktischer Schwerpunkt der Russen abzeichnen. Insgesamt habe sich die Lage für die Ukraine in den vergangenen Wochen verbessert, sagt Bühler. Die russische Armee habe in den vergangenen Wochen hohe Verluste erlitten. Bühler warnt dennoch vor zu viel Optimismus mit Blick auf die Situation der Ukraine. Von einer Offensive sei das Land derzeit weit entfernt.

Weitere Themen: Der Beginn des KFOR-Einsatzes im Kosovo jährt sich zum 25. Mal + Die Situation der ukrainischen Luftwaffe – Stichwort F-16 + Ein Personalwechsel in der ukrainischen Armee + Muss sich die Ukraine schon jetzt auf einen US-Präsidenten Trump einstellen? + Ein Bericht von Melanie Gras, die Hilfstransporte in die Ukraine organisiert (Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V. - https://dug-rhein-neckar.de/de)

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 8 Minuten
Die Russen greifen weiter an im Donbass. Immer wieder erzielt die Armee kleinere Geländegewinne. Bei Charkiw, wo die russische Armee vor einigen Wochen die russisch-ukrainische Grenze überschritten hat, kann dagegen die Ukraine kleinere Erfolge vorweisen. Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht einen direkten Zusammenhang dazu, dass die Ukraine dort inzwischen mit westlichen Waffensystemen militärische Ziele auf russischem Staatsgebiet angreifen darf. Aber es gibt auch andere Gründe für die ukrainischen Erfolge. In dieser Region hat Russland außerdem eine neue Gleitbombe eingesetzt. Neue Entwicklungen gibt es auch an anderen Frontabschnitten. Die Russen setzen neue Angriffsschwerpunkte.

Außerdem geht der Blick noch einmal nach Litauen, wo die Bundeswehr eine ganze Brigade stationieren will. Als Gast im Podcast ist dabei: Oberst André Hastenrath, Chef des Vorauskommandos der künftigen Brigade. 21 Soldaten und fünf zivile Mitarbeiter sind bereits vor Ort. Hastenrath erzählt, wie sie die Vorarbeit für die Stationierung leisten und was alles dazu gehört. Er spricht von einer reizvollen Aufgabe. Es gehe darum, dafür zu sorgen, dass die Menschen in Litauen auch weiter in Freiheit leben könnten. Und er erklärt, warum er glaubt, dass sich genügend Soldaten für den Einsatz in Litauen melden werden.

Weitere Themen: Ukrainische Angriffe auf der Krim – amerikanische Hilfe? + Die Zukunft der Nato im Falle einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump + Wie viele Waffenlieferungen braucht die Ukraine?

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
51 Minuten
Die Bundeswehr baut derzeit ihre Brigade im Rahmen der Nato-Präsenz in Litauen auf. Bis 2027 sollen 5.000 deutsche Soldaten dauerhaft dort stationiert werden. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, die Brigade müsse das Beste sein, was die Bundeswehr zu bieten habe. Ihr Auftrag sei die glaubwürdige Abschreckung und die funktioniere nur, wenn Qualität und Quantität entsprechend seien. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger erklärt Bühler, wie der aktuelle Stand ist, was noch getan werden muss und wer der Brigade angehören wird. Und er erläutert, warum die Brigade dafür sorgen werde, dass die Mangelwirtschaft bei der Bundeswehr so schnell nicht ende.

Weiteres Thema: Wie könnte ein neuer Wehrdienst aussehen? Bühler erklärt drei mögliche Modelle und schätzt ein, ob der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gemachte Vorschlag funktionieren kann. Er sieht vor, dass alle wehrfähigen Männer und Frauen einen Fragebogen zu deren Haltung zur Bundeswehr zugesandt bekommen. Die angeschriebenen Männer müssten diesen Fragebogen verbindlich beantworten.

Außerdem beantwortet der frühere Nato-General noch Hörerfragen.  

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
50 Minuten
Wie lange hält Russland den Krieg gegen die Ukraine noch durch? Es gibt verschiedene Berechnungen, wann Russland die Panzer ausgehen, unter anderem vom Militärökonom Marcus Keupp. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagte, er sei bei solchen Angaben skeptisch. Außerdem erklärt er eine Berechnung, die davon ausgeht, dass im Jahr 2026 Russlands Reserve an Altpanzern aufgebraucht sein wird. Voraussetzung seien gleichbleibend höhere Verluste auf russischer Seite.

Host Tim Deisinger und Bühler schauen außerdem auf die Friedenskonferenz in der Schweiz am vergangenen Wochenende. Bühler kritisiert, dass das Treffen bereits vorab als Luftnummer bezeichnet worden sei. Das werde den Anstrengungen der Schweiz nicht gerecht. Der Inhalt der Konferenz sei von Anfang an klar gewesen.

Außerdem geht es im Podcast um die aktuelle militärische Lage und Putins „Friedensangebot“ vom vergangenen Freitag.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
1 Stunde 12 Minuten
Die Ukraine hat in den vergangenen Tagen mehrere erfolgreiche Luftschläge gegen Russland vermeldet. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, wichtiger als die Einzelziele sei die Wirkung der Luftschläge insgesamt auch mit Blick auf die Freigabe westlicher Waffen. Wirkt diese Freigabe bereits? Ja, sagt Bühler, aber nicht so wie sie könnte. Unter anderem habe US-Präsident Joe Biden die Freigabe nicht für alle gelieferten US-Waffen erteilt. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger geht Bühler neben den ukrainischen und russischen Luftangriffen auch ausführlich auf das aktuelle Kriegsgeschehen am Boden ein.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine ein weiteres Patriotsystem zugesagt. Ist das für die Bundeswehr verkraftbar, und wie viele dieser Systeme bleiben ihr noch? Es geht außerdem um die Ankündigung Frankreichs, der Ukraine Kampfjets vom Typ Mirage 2000 zu schicken und sofort mit der Ausbildung der ukrainischen Soldaten zu beginnen. Bühler erklärt, warum er das langfristig für einen guten Schritt hält. Weiteres Thema ist noch der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj diese Woche in Berlin. Abgeordnete der AfD und des BSW boykottierten die Rede Selenskyjs im Bundestag. Bühler nennt das respektlos. Sie müssten dem ukrainischen Präsidenten keinen Beifall klatschen, aber man müsse zuhören, um die Argumente des anderen zu verstehen.

Hörerfragen: Warum leistet sich die EU 27 Verteidigungsministerien mitsamt Haushaltsposten? + Gibt es für die Ostsee im Falle eines Kriegs zwischen einigen der Anrainerstaaten ein Abkommen, welches die Einfahrt durch die dänische Südsee oder den Nord-Ostsee-Kanal einschränkt? + Sind andere Länder wegen Sicherheitsgarantien aus 1990er Jahren verpflichtet, der Ukraine jetzt beizustehen und gegen Russland zurückzuschlagen? + Was macht ein hochrangiger Militär, wenn die Politik sich in eine verteidigungspolitische Richtung bewegt, die er aus Gewissensgründen nicht mittragen kann? + Warum besitzt die Bundeswehr keine Feld-Artillerie mehr?

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Podcast-Hörtipp: Sahra Wagenknecht - der Podcast

https://1.ard.de/wagenknecht-mdr-podcast
1 Stunde 5 Minuten
Ex-Nato-General Harald Kujat behauptet, die Ukraine könne ihre strategischen Ziele nicht mehr erreichen. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler sieht das anders und wirft Kujat in dieser Folge eine "selektive Auswahl der Fakten" vor. Bühler zählt auf, welche Fortschritte die Ukraine in den letzten Wochen erzielt habe. Sie habe dafür gesorgt, dass die Krim für die Russen als sicherer Hafen verloren sei. Außerdem sei es für die Russen schwerer geworden, geeignete Nachschub-Routen zu finden. Weiterhin sei die Ukraine bei den Drohnen überlegen.

Host Tim Deisinger fragt aber auch nach Gemeinsamkeiten zwischen Kujat und Bühler. Auch die gibt es. So sieht Bühler die Angriffe auf einige der russischen Radarsysteme ebenfalls kritisch. Außerdem spricht sich Bühler dagegen aus, dass der Westen ukrainische Soldaten innerhalb der Ukraine ausbildet. Völlig abwegig findet er dagegen die Behauptung, dass ukrainische Drohnen den russischen Nuklearwaffen gefährlich werden könnten. Dafür liefert er auch eine ausführliche Begründung. Bühler spricht außerdem von einem "ungeheuerlichen Vorwurf", wenn man der Ukraine unterstelle, sie würde die USA in den Krieg hineinziehen wollen.

Natürlich sprechen Deisinger und Bühler auch über die aktuelle Lage. Laut Bühler macht es sich bereits bemerkbar, dass die Ukraine westliche Waffen jetzt auch gegen die russische Oblast Kursk einsetzen könne. Der Beschuss von Charkiw durch Raketen sei zurückgegangen, genau wie die Bombardierung mit Gleitbomben. Ein weiteres Thema in dieser Folge ist eine Forderung der "noch" Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie befürwortet die Aktivierung von 900.000 Reservisten in der Bundesrepublik. Was würde das in der Praxis bedeuten? Ist diese Zahl realistisch?

Link zum Video mit Ex-Nato-General Harald Kujat, über das wir im Podcast sprechen: https://weltwoche.ch/daily/nato-general-a-d-harald-kujat-ich-befuerchte-der-ukraine-krieg-koennte-zur-urkatastrophe-des-21-jahrhunderts-werden/

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57 Minuten
Die Russen haben kleinere Geländegewinne erzielt bei Bachmut und Awdijiwka. Der Angriff aus der Region Belgorod auf die ukrainische Region Charkiw scheint dagegen von der Ukraine zum Stehen gebracht worden zu sein. Die Intensität der russischen Luftangriffe hat etwas nachgelassen. Die Schäden bei der ukrainischen Energieinfrastruktur sind nach wie vor hoch, die Lage bei der Stromversorgung entsprechend kritisch. Die Ukraine greift ihrerseits Ziele in Russland an, unter anderem in den Regionen Kursk und Belgorod. Ex-Nato-General Erhard Bühler übt daran in Teilen Kritik. Außerdem nimmt er ausführlich zu Hörerfragen und Experteneinschätzungen Stellung, die pessimistisch auf die Lage der Ukraine schauen.

Link zum Video mit Oberst Reisner, über das wir im Podcast sprechen: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=XnZ5WsQTE88

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1 Stunde 7 Minuten
Kurswechsel in der deutschen Ukraine-Politik: Die Ukraine darf von Deutschland gelieferte Waffen jetzt auch gegen militärische Ziele in Russland abfeuern. Zuvor hatten die USA eine ähnliche Ankündigung gemacht. Ex-Nato-General Erhard Bühler zeichnet die Entwicklungen zu dem Thema in den vergangenen Tagen nochmal nach. Er erklärt, warum er sich eine solche Entscheidung erhofft hat. Mit Host Christian Erll spricht Bühler außerdem über das Treffen der Nato-Außenminister in Prag. Und es geht auch nochmal um mögliche Ausbildungstruppen in der Ukraine.

Zur aktuellen militärische Lage: Bühler geht unter anderem auf die Landoperationen ein. Die Russen erzielten an allen Frontabschnitten kleine Geländegewinne. Schwerpunkt der Angriffe liege nach wie vor im Donbass. Außerdem thematisiert er eine mögliche Offensive bei Sumy.

Weiteres Thema ist die Wehrpflicht. Bühler und Erll sprechen zunächst über die Situation vor einigen Jahren in Schweden. 2016 war die Wehrpflicht im neuesten Nato-Mitglied wiedereingeführt worden. Sie schauen aber auch nach Deutschland und auf die Haltung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu dem Thema. Und es geht um den Bundeshaushalt für 2025.

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1 Stunde 8 Minuten
Die Ukraine darf bisher mit westlichen Waffen keine Ziele im russischen Kernland angreifen. Die Nato fordert, dass das entsprechende Verbot aufgehoben wird. Im Podcast erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, warum er die gleiche Meinung vertritt. Das Verbot habe zu Beginn des Krieges seine Berechtigung gehabt. Mit den Angriffen der russischen Armee über die russisch-ukrainische Grenze auf die Region Charkiw habe sich die aber Lage geändert. Russland greife hier nicht aus besetztem ukrainischen Gebiet heraus an, sondern aus seinem Kernland. "Es wäre wirklich unmenschlich und geradezu zynisch, den Ukrainern zu verbieten, eine Raketenstellung, die 20 Kilometer hinter der Grenze in Russland liegt, zu bekämpfen", so Bühler dazu. Von solchen Stellungen gehe Tag für Tag tödliche Gewalt für die Ukraine aus. Das Verbot für die Ukraine müsse zumindest aufgeweicht werden. Bühler erklärt im Detail, wie das aussehen könnte.

Zur aktuellen militärischen Lage: Die russische Armee greift weiter vielerorts an, jedoch mit gemischtem Erfolg. In der Region Charkiw sei der russische Vormarsch seit einigen Tagen zum Stehen gekommen, so Bühler. Im Raum Awdijiwka/Bachmut gebe es kleinere Vorstöße, ebenso in der Südukraine

Und: Will Russland seine Grenzen in der Ostsee neu ziehen? Ein Gesetzentwurf des russischen Verteidigungsministeriums hat für Diskussionen gesorgt und entsprechende Sorgen genährt. Was könnte der Hintergrund sein? Und wie funktionieren Landesgrenzen auf See überhaupt? Das erklärt Bühler im Detail.

Weitere Themen: Russische Luftangriffe auf zivile Ziele in der Ukraine + Greifen die Russen bald auch bei Sumy an? + Ukrainische Angriffe auf russisches Frühwarn-Radar + Was ist vom jüngsten Verhandlungsangebot von Russlands Präsident Putin zu halten?

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1 Stunde 7 Minuten
Was ist das richtige Maß bei der Unterstützung der Ukraine durch den Westen? An dieser Frage arbeiten sich Regierungen und Parlamente in Deutschland und anderen Ländern seit Beginn des Krieges ab. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler an zwei konkreten Beispielen darüber. Da ist zum einen die Frage, ob man es den Ukrainern erlauben sollte, mit westlichen Waffen auch Ziele in Russland zu attackieren. Hintergrund ist, dass der russische Angriff auf die Region Charkiw direkt über die russisch-ukrainische Grenze erfolgt. Wenn die Ukraine den Nachschub der Russen stören will, muss sie also russisches Gebiet attackieren. Und es wird diskutiert, ob man nicht westliche Militärausbilder in die Ukraine schicken sollte. Bühler hat zu beiden Punkten eine dezidierte Meinung.

Die aktuelle militärische Lage: Laut Bühler ist die ukrainische Armee derzeit erfolgreich bei der Verteidigung der Front in der Region Charkiw. Der Angriffsschwung der Russen bei dem Vorstoß über die russisch-ukrainische Grenze bei Belgorod sei gebrochen worden. Insgesamt müsse die ukrainische Armee an manchen Stellen in der Ostukraine zurückweichen, die Front insgesamt halte. Die Gefahr von Durchbrüchen sei aber nicht gebannt. Insgesamt merke man, dass die Versorgung mit Munition aus dem Westen sich wieder verbessere. Das erhöhe die Verluste der russischen Armee bei ihren Angriffen erheblich.

Podcast- und TV-Tipp:

- Podcast Streitkräfte und Strategien – https://www.ardaudiothek.de/sendung/streitkraefte-und-strategien/7852196/ - Folge zur Atomgefahr:  https://www.ardaudiothek.de/episode/streitkraefte-und-strategien/wie-gross-ist-die-atomgefahr-tag-814-mit-moritz-kuett/ndr-info/13412003/

- MDR-Doku „Comeback der Wehrpflicht – Muss ich in den Krieg?“ https://www.ardmediathek.de/video/past-forward/muss-ich-in-den-krieg/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MS8yMDI0MDUwNjAwMDAvbWRycGx1cy1zZW5kdW5nLXBhc3QtZm9yd2FyZC1tdXNzLWljaC1pbi1kZW4ta3JpZWctMTAw

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