Soziologische Perspektiven Archiv
406 Episoden
36 Minuten
Was macht politische Arbeit mit Menschen? Das Buch "Wer macht’s noch?" von Tannaz Falaknaz & Cécile Weidhofer thematisiert die drastischen Auswirkungen des politischen Betriebs auf die mentale Gesundheit der Politiker & Politikerinnen. Die beiden Autorinnen beschreiben Politik als einen Risikoberuf, der durch permanente Erreichbarkeit, hohen Leistungsdruck und zunehmende Anfeindungen geprägt ist. Anhand von Erfahrungsberichten bekannter Politiker wie Kevin Hönicke oder Marina Weisband wird aufgezeigt, wie toxische Strukturen und mangelnde Diversität den demokratischen Nachwuchs gefährden. Ein zentraler Fokus liegt auf der Kommunalpolitik, in der die Grenze zwischen Ehrenamt und Überlastung oft verschwimmt. Das Werk plädiert abschließend für eine strukturelle Reform der politischen Arbeitswelt, um Partizipation gesund und nachhaltig zu gestalten. Damit wird die psychische Verfassung von EntscheidungsträgerInnen als eine essenzielle Frage der demokratischen Infrastruktur definiert. Heute spreche ich im Podcast mit den beiden Autorinnen, die beide unterschiedliche parteipolitische Hintergründe (SPD und FDP) haben und sich als „sozialliberale Koalition“ verstehen. Cécile Weidhofer: ist Direktorin bei der EAF Berlin (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft e.V.) und arbeitet seit vielen Jahren zu Gleichstellung in Politik und Verwaltung. Zuvor war sie kommunal- und parteipolitisch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Die gebürtige Französin lebt mit ihrer Familie in Brandenburg und setzt sich in Workshops und Vorträgen mit Fragen der Demokratie, Repräsentation und politischer Teilhabe auseinander. Tannaz Falaknaz: ist Expertin, Trainerin und Moderatorin für Diversity und Frauen in der Politik. Zu ihren Schwerpunkten zählen parteiinterne Strategien zur Gewinnung von Frauen für die Kommunalpolitik. Sie war fünf Jahre lang kommunale Mandatsträgerin in Berlin-Pankow und darüber hinaus viele Jahre parteipolitisch aktiv. Geboren im Iran und aufgewachsen in Deutschland, lebt sie heute in Münster. Interessante Links: https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/94847-wer-machts-noch-klappenbroschur/ https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783451037177/Falaknaz-Tannaz/Wer-macht%C2%B4s-noch https://www.eaf-berlin.de/wer-wir-sind/team/cecile-weidhofer https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9cile_Bonnet-Weidhofer Mentale Gesundheit von Politiker:innen | MentaleGesundheit-Politik.de Startseite - Frauen Vielfalt Politik https://www.eaf-berlin.de/wer-wir-sind/team/tannaz-falaknaz https://speakerinnen.org/de/profiles/15826 https://www.fes.de/sommerakademie-2026/speakerinnen https://z2x.zeit.de/profile/74152 https://www.amazon.de/anders-f%C3%BCr-die-Macht-Gleichberechtigung/dp/3451391368
43 Minuten
Wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Fronten brechen zusammen, Berlin steht kurz vor der Einnahme durch die Rote Armee ... das Ende des Nationalsozialismus ist längst absehbar. Und dennoch werden in diesen letzten Kriegstagen noch viele Menschen ermordet. Unter ihnen: Dietrich und Klaus Bonhoeffer, Rüdiger Schleicher und Hans von Dohnanyi. Sie waren Widerstandskämpfer & Humanisten. Doch mit deren Tod endet die Geschichte nicht. Denn Geschichte verschwindet nicht einfach. … sie sitzt mit am Familientisch. Sie lebt weiter in Erinnerungen, in Erzählungen, im Schweigen, manchmal auch in Musik. Mein heutiger Gast ist Dr. Tobias Korenke, der Großneffe von Dietrich Bonhoeffer. Seine Großmutter Ursula Schleicher, geborene Bonhoeffer, verlor durch die Nationalsozialisten ihren Mann, ihre Brüder und ihren Schwager. Dr. Tobias Korenke studierte Politik und Geschichte in Freiburg, Oxford und Berlin und publiziert zu historischen und politischen Themen. Bis 2025 war er Leiter Corporate & Public Affairs der FUNKE Mediengruppe, begleitet die gemeinnützige yeswecan!cer GmbH von Beginn an und ist seit Februar 2025 deren Geschäftsführer. Im Podcast-Gespräch sprechen wir darüber, wie seine Familiengeschichte sein Leben prägte und wie wichtig Widerstand war und immer noch ist … Hinweis: Im Podcast passierte mir (Claudia Lutschewitz) ein Namensfehler. Die von mir genannte Sekretärin Hitlers hieß nicht Trude Junge, sondern Gertraud (genannt „Traudl“) Junge. Sie war von 1942 bis 1945 neben Christa Schroeder, Johanna Wolf und Gerda Christian eine der vier Sekretärinnen Adolf Hitlers. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Wichtige und interessante Links zu Dr. Tobias Korenke: https://raufeld.de/en/corporate-public-affairs https://www.funkemedien.de/de/presse/nach-zwoelf-jahren-tobias-korenke-verlaesst-funke-und-konzentriert-sich-auf-ehrenamtliches-engagement-bei-krebs-selbsthilfe-movement-yeswecan-cer https://www.linkedin.com/in/tobias-korenke-780a0a73/
37 Minuten
Sie hat ein Gespür für Sprache: • Was jemand sagen will (und es nicht tut). • Was jemand mit dem, was er sagt, noch sagt. • Was jemand sagen sollte (und es vermeidet), obwohl es andere interessiert. • Wie etwas gesagt werden muss, damit es andere erreicht. Und sie hat ein Gespür für Körper: • Was bringt ein Körper, gewollt oder ungewollt, zum Ausdruck? • Wie kann der Körper das ausdrücken, was jemand als Absicht vermitteln will? • Wie ist Körperausdruck klar, kraftvoll, verbindlich und attraktiv? • Wie geht Kongruenz, diese Übereinstimmung von Innen und Außen? Im heutigen Podcast-Gespräch darf ich Elma Esrig mit meinen Fragen löchern. Elma verfolgte neben ihrer Theaterkarriere eine akademische Laufbahn. Ja, sie realisierte eine Regieausbildung und war Assistentin in verschiedenen Theaterprojekten und studierte Philosophie an der Hochschule für Philosophie München. Heute führt sie als Präsenz-, Führungs- und Vortragstrainerin Workshops und Coachings durch und adaptiert Regie- sowie Schauspieltechniken aus dem professionellen Theaterbereich für Experten und Führungskräfte. Lassen Sie sich vom Gespräch mit Elma inspirieren und tiefer in die Welt der Sprache entführen … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://wissen-macht-wirkung.com/praesentationstrainer/elma-esrig/ https://athanor.de/dozierende/elma-esrig https://www.linkedin.com/in/elma-esrig-training/
46 Minuten
Es war einmal … Märchen sind keine nostalgischen Relikte, sondern verdichtete Erfahrungsräume. Sie erzählen von Angst und Hoffnung, von Verlust, Prüfung und Wandlung und davon, wie Menschen mit Unsicherheit umgehen. Gerade ihre klare Struktur, ihre drastischen Bilder und ihre scheinbar einfache Moral machen sie bis heute wirksam. Doch warum? Weil Märchen Orientierung bieten und zeigen, dass auch Schwächere Widerstände überwinden können, dass Dunkelheit nicht das letzte Wort behält und dass Wandel möglich ist. In Zeiten persönlicher oder gesellschaftlicher Umbrüche fungieren sie als kulturelles Gedächtnis. Als Geschichten, die erinnern & uns sagen … „Wir sind nicht die Ersten, die durch Krisen wandern.“ Und entgegen der verbreiteten Kritik an Gewalt und Grausamkeit sind Märchen für Kinder und Erwachsene vor allem Glücks- und Hoffnungsgeschichten. Sie bieten einen geschützten Raum, um Ängste zu verarbeiten, innere Konflikte zu ordnen und ein Gefühl von Sinn und Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Märchen beinhalten diverseste Impulse … Impulse zu Fragen von Macht und Ohnmacht, Gerechtigkeit und Fairness, Zugehörigkeit und Ausgrenzung und damit erzählen Märchen immer auch vom gesellschaftlichen Zusammenleben. Mein heutiger Podcast-Gast ist Janin Pisarek. Sie ist Erzählforscherin und Kulturwissenschaftlerin. Ihr Hauptinteresse gilt den europäischen Volksmärchen, den dämonologischen Sagen und Sagengestalten des deutschsprachigen Raumes sowie dem biografischen Erzählen. Dabei interessiert Janin Pisarek weniger die bloße Überlieferung von Märchen als vielmehr die Geschichte hinter den Geschichten, ihre sozialen Funktionen, ihre Bildsprache und ihre Bedeutung für Vergangenheit und Gegenwart. Im Podcast sprechen wir über viele Bekannt und auch unbekanntere Märchen, wie z.B. die Zottelhaube und Thema war auch, was das persönliche Lieblingsmärchen über den eigenen Charakter aussagen kann. Und schließlich ginge wir auf das Frauenbild in Märchen ein, das ich gänzlich falsch präsent hatte … Also lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich verzaubern … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
1 Stunde 2 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem Konzertsaal. Es ist still, diese besondere, gespannte Stille kurz vor dem ersten Ton. Und dann hebt der Dirigent die Hände … eine Bewegung, die vielleicht unscheinbar wirkt, und dann geschieht etwas Erstaunliches … aus vielen Individuen wird ein einziger Organismus. Streicher atmen gemeinsam, Bläser setzen präzise ein, und irgendwo zwischen Partitur und Stille entsteht … Klang! Klang, der verbindet & der trägt & der verändert. Aber was wir selten sehen, uns eher unbewusst bleibt und ist: Hinter diesem Moment steckt nicht nur Musik, sondern auch Organisation, Entscheidung, Verantwortung. Vielleicht oder eher gewiss… Business. Und das bringt mich zu den Fragen … • Ist ein Orchester ein Unternehmen? Also … mit Budgetplänen, Strategien, vielleicht sogar Stress, nur eben mit Geigen statt PowerPoint? • Wie führt man ein Orchester in einer Welt, die immer schneller wird? • Was können Führungskräfte von Dirigenten lernen? Also … was wäre, wenn wir Führung plötzlich anders denken würden. Nicht wie ein CEO im Meetingraum, sondern wie ein Dirigent vor einem Orchester? • Und wie gelingt es, Menschen heute noch für klassische Musik zu begeistern? Darüber spreche ich heute mit einem Mann, der genau an dieser Schnittstelle arbeitet. Zwischen Kunst & Realität, zwischen Klang & Kalkulation: Daniel Wachter, Präsident & CEO der Colorado Symphony Association. Wir sprechen über Energie, Klarheit, über Autorität ohne Lautstärke, über Präzision und Vertrauen und über die Frage, warum gerade heute, in einer Welt voller Tempo, Komplexität und Dauerrauschen, das Zuhören vielleicht die wichtigste Führungsqualität überhaupt ist. Denn eines ist sicher: Wer je erlebt hat, wie ein Orchester wirklich zusammenatmet, schwingt und klingt, hört danach auch Führung anders. Also ab in den Zuhörsessel und Ohren auf … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
58 Minuten
Heute geht es um Philosophie! Es geht um große Gedanken in kleiner Form… oder anders gesagt: um die Kunst, Philosophie verständlich zu machen, ohne sie zu trivialisieren. Mein Gast hat genau daraus eine .. vielleicht seine … Lebensaufgabe gemacht. Er schreibt über große Denker, komplexe Ideen und schwierige Fragen UND versucht dabei etwas, das gar nicht so selbstverständlich ist: nämlich, verständlich zu bleiben, ohne an Tiefe zu verlieren. Viele von uns verbinden Philosophie mit dicken Büchern, langen Sätzen und dem Gefühl, dass man dafür eigentlich „zu wenig Zeit“ hat. Genau hier setzt die Arbeit meines heutigen Podcast-Gastes an. Mein Gast ist Dr. Walther Ziegler, promovierter Philosoph, Journalist und Hochschuldozent. Als Auslandskorrespondent, Reporter und Nachrichten-Chef des Fernsehsenders pro sieben produzierte er Filme auf allen Kontinenten. Seine Reportagen wurden mehrfach preisgekrönt und er ist Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Seine Buchreihe „Große Denker in 60 Minuten“ wird in 6 Sprachen übersetzt und findet weltweit begeisterte Leserinnen und Leser. Im Podcast sprechen wir darüber, wie man Kant, Habermas und andere große Denker in eine Stunde bringen kann, was dabei verloren geht, was gewonnen wird, und warum Philosophie vielleicht viel näher an unserem Alltag ist, als wir oft glauben. U.a. folgende Fragen stellt ich Dr. Walther Ziegler: • Wenn alle Denker, über die Sie geschrieben haben, in einer WG wohnen würden, wer müsste vermutlich nach ein paar Tagen ausziehen? • Warum lohnt es sich heute noch, sich mit Philosophie zu beschäftigen? Haben Sie Freude am Gespräch mit Dr. Walther Ziegler und, so hoffe ich, Kurzweil … Also ab in den Zuhörsessel und Ohren auf! Herzlichst Claudia Lutschewitz
38 Minuten
Afrikanische Frauen leisten in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Aktivismus Außergewöhnliches und sie werden dabei häufig international zu wenig wahrgenommen. Prof. Claude-Hélène Mayer forscht u.a. zu interkultureller Psychologie, Gender-Fragen und afrikanischen Kontexten, was sie zu einer idealen Gesprächspartnerin macht. Sie ist eine international renommierte Professorin für Arbeits- und Organisationspsycho-logie sowie psychologische Beraterin und forscht unter anderem zu Psychobiografien bekannter Persönlichkeiten. Im heutigen Podcast-Gespräch vertiefen wir uns zur Kraft und zum Wirken afrikanischer Top-Frauen, die sich politisch, ökonomisch sowie sozial sehr aktiv gesellschaftlich einbringen. Wir sprechen unter anderem über die bereits verstorbene Winnie Mandela sowie über zwei noch sehr aktive Frauen, Graca Machel (die 3. Frau Nelsen Mandelas, die in 2 afrikanischen Ländern First-Lady war) & Bethlehem Alemu (die als Unternehmerin wirkt und mit Schuhen aus Autoreifen ihr soziales Engagement startete). Alle diese afrikanischen Frauen zeichnet aus, dass sie sich pro gesellschaftlich engagieren, Veränderungen anstoßen und immer wieder den Kampf aufnehmen – z.B. auch bei Rückschlägen – und dies immer mit Blick auf soziale Wertorientierung und NIE auf das eigene Ego. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
55 Minuten
Macht! Ein Wort, das oft mit Vorsicht ausgesprochen wird. Manche verbinden damit Einfluss, Verantwortung oder Gestaltungskraft. Andere denken eher an Kontrolle oder Missbrauch. Und doch ist Macht ein unvermeidlicher Bestandteil unseres Zusammenlebens, besonders dort, wo Menschen gemeinsam arbeiten, entscheiden und Verantwortung tragen. • Wie gelingt ein guter, verantwortungsvoller Umgang mit Macht? • Was bedeutet es machtkompetent zu handeln? • Woran erkennt man, ob Macht verantwortungsvoll eingesetzt wird? • Und wie nehmen Menschen in Organisationen Einfluss, Macht und Ohnmacht wahr? Mit diesen Fragen hat sich Johanna Lubitz intensiv beschäftigt. In ihrer Masterarbeit mit dem Titel: „Machtkompetenz – Bedeutung und Handlungsempfehlungen zur Förderung in der Wirtschaftsorganisation“ untersuchte sie, wie Macht im organisationalen Alltag tatsächlich erlebt wird, … …. nicht theoretisch von außen, sondern aus der Perspektive der Menschen innerhalb einer Organisation. Dazu führte sie Interviews auf unterschiedlichen Hierarchieebenen eines IT-Dienstleistungsunternehmens durch und ging der Frage nach, was Machtkompetenz konkret ausmacht und wie Organisationen einen reflektierten Umgang mit Macht fördern können. Mit Johanna spreche ich über ihre Forschung, ihre persönlichen Erkenntnisse und über die menschliche Seite von Macht in Organisationen. Ich hoffe, dass Sie als Zuhörende viele machtvolle Gedanken & Impulse aus unserem Gespräch ziehen und weiterdenken können … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
42 Minuten
Kreativität …. ein mächtiges Wort! Kreativität meint nicht nur das große Werk der Kunst, das sichtbar wird und nicht nur das außergewöhnliche im Museum oder auf der Bühne. Kreativität meint auch etwas, das tief ins Denken, in die menschliche Arbeit und das menschliche Zusammenleben hineinragt. Wie fördern wir Menschen Kreativität? Wie muss eine (unsere) Gesellschaft beschaffen sein, die Kreativität nicht nur erlaubt, sondern wirklich ermöglicht & fördert? Was passiert mit einer Gesellschaft, die Kreativität nur noch verwaltet, aber nicht mehr wirklich hervorbringt? Dazu spreche ich im Podcast-Gespräch mit Prof. Dr. Ulrich Kern, Outside the box thinker für Kreativität und Design, Innovation und Zukunft, Wirtschaft und Wissenschaft. Wir sprachen auch darüber, ob Politik kreativ sein muss. Dazu Prof. Kern: „Na klar, sonst kann sie keine Probleme lösen! Erkenn-bar ist das an den vielen ungelösten Problemen …“ Freuen Sie sich auf den kreativen Austausch mit kreative Gedanken-Impulse. Also Ohren auf … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
1 Stunde 1 Minute
Die sozialen Medien quillen über vor KI-Hypes, ChatGPT-Tutorials und KI-Zukunftsszenarien. Doch mal ehrlich … Wie ist das mit KI wirklich? Was kann sie, was kann sie nicht? Und was ist überhaupt KI? Mit Stephanie Borgert und Conny Dethloff tauche ich tiefer ins Thema KI ein. Stephanie Borgert ist studierte Ingenieur-Informatikerin und wirkt heute als Autorin, Coach und Vortragsrednerin zum Thema Komplexität und liefert damit praxisbezogene Denkanstöße. Auf vielen Kongressen, Kick-Offs, Neujahrempfängen und Inhouse-Events von Unternehmen ist Stephanie Borgert als Rednerin dafür bekannt, wertschätzend und direkt zu irritieren und zum komplexen Denken einzuladen. Conny Dethloff ist Mathematiker, der mit vielen Erfahrungen in und aus der Beraterwelt seit Jahren wertvolle Impulse für das Entdecken von neuen Formen der Zusammenarbeit, Kommunikation und Führung gibt. Er nutz diverse Denkwerkzeuge, um wertschöpfende Arbeit zu organisieren und sein Herz schwingt dabei für Systemik und Kybernetik. Beiden - also Stephanie und Conny - durfte ich zum Thema-KI Löcher in den Bauch fragen … Wir sprachen darüber, dass KI • lediglich Sprache verarbeitet ohne Bedeutung zu verstehen, • Intelligenz simuliert ohne Bewusstsein zu haben, • Ergebnisse optimiert ohne Realität zu begreifen, • ja, dass KI mitunter halluziniert … Lassen Sie sich vom Gespräch, seinem Inhalt & Verlauf überraschen … es wurde menschlich und ging weit in die Zukunft … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
47 Minuten
Manche Lebensgeschichten sind mehr als persönliche Erinnerungen, sie sind Zeitzeugenberichte, Brücken zwischen Kontinenten und Mahnungen für die Zukunft. Mit Laureen Nussbaum (die am 3. August dieses Jahres 99 Jahre alt wird) sprechen wir (Melissa Müller & ich) über Antisemitismus (damals und heute), Emigration, ihre Beziehung zu Deutschland, Verantwortung & ein bisschen auch über Anne Frank. Laureen Nussbaum kennt Deutschland vor und nach der Katastrophe, sie kennt die Niederlande als Zuflucht und Amerika als neue Heimat und in heutigen Zeiten ... Was sagt uns ein langes Leben zwischen Deutschland und Amerika? In einer Zeit, in der alte Muster und Verhaltensweisen wieder sichtbar werden? Wenn Geschichten wieder politische Aktualität gewinnen? Für Melissa und mich war das Gespräch mit Laureen Nussbaum sehr berührend ... Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
12 Minuten
„Meine Familie hatte wirklich Glück. Zu überleben … erfordert eine Kombination aus zwei Dingen. Erstens Glück. Aber das andere ist Wachsamkeit. Man muss aufmerksam und sich der Möglichkeiten bewusst sein.“ Das sagt Laureen Nussbaum auf der Homepage des Holocaust-Center in Seattle. Laureen Nussbaum lebt heute in Seattle im Staat Washington in den Vereinigten Staaten und lebte als Kind im gleichen Viertel Amsterdams wie die Familie von Anne Frank und die Familien waren befreundet. Die Literaturwissenschaftlerin Laureen Nussbaum sieht in Anne Frank ein großes schriftstellerisches Teenager-Talent. Doch damit bin ich schon etwas zu schnellen in die Lebens-Geschichte von Laureen Nussbaum eingetaucht … Lassen Sie mich also Schritt für Schritt erzählen. Ich kannte Laureen Nussbaum bis zu unserem virtuellen Treffen nicht. Die wunderbare Autorin Mellissa Müller ermöglichte ein Zoom-Treffen, war auch persönlich in Seattle vor Ort dabei, so dass wir zu dritt ein Podcast-Gespräch realisieren konnten, das in einem weiteren Podcast veröffentlich werden wird. In dem nun folgenden Podast möchte ich Laureen Nussbaum vorstellen und ein bisschen aus ihrem Leben berichten, so dass Sie, liebe Zuhörenden, sich bereits ein erstes Bild zu ihr und ihrer Geschichten, machen können. Freuen Sie sich auf das Podcast-Gespräch zu Dritt in der Podcast-Episode 50 … dafür müssen Sie nur in die nächste Podcast-Episode des Podcast „Soziologische Perspektiven“ wechseln … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz
49 Minuten
Ist Trump vielleicht gar kein Betriebsunfall, sondern Symptom eines strukturellen Wandels? Mmmhhh …. Stellen wir uns Deutschland als Teenager vor – jahrzehntelang geführt, gelenkt, beraten von einem mächtigen größeren Bruder. Plötzlich ist er weg – der größere … sogenannte … Bruder. Kein Sicherheitsnetz. Kein an die Handnehmen. Kein Verlass. Keine Diplomatie. Kein Vertrauen. Keine Ausreden mehr, kein Hinterherlaufen. Wie reagiert ein Land, das nie richtig erwachsen werden musste? Selbst entscheiden? Anpacken? Wird es womöglich selbstbewusst, entschlossen und kreativ handeln oder zurückschrecken, unsicher und orientierungslos? Holger Stark sagt: Genau jetzt liegt eine historische Chance vor uns. Eine Chance, die Deutschland selbst gestalten kann und die mit Sicherheit (hier im doppelten Sinne) über unsere Zukunft entscheidet. Holger Stark ist stellvertretender Chefredakteur der ZEIT und einer der bekanntesten investigativen Journalisten Deutschlands. Seit über 30 Jahren berichtet er über die USA, unter anderem als Washington-Korrespondent während des Aufstiegs von Donald Trump. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch die Enthüllung der NSA-Abhöraffäre um Angela Merkel. Im Podcast-Gespräch geht nicht nur um Politik oder Sicherheit. Es geht um Mut. Um Verantwortung. Um Identität, um Haltung und Selbstbewusstsein … Und es geht auch um die Frage: Sind wir – oder anders … ist Deutschland - endlich bereit, erwachsen zu werden oder bleibt es für immer der kleine Bruder, der unsicher auf die großen Entscheidungen, von wem auch immer, wartet? Im Podcast sprechen Holger Stark & ich über sein Buch "Das erwachsene Land Deutschland ohne Amerika - eine historische Chance" und seine Gedanken ... zum "Erwachsenwerden". Kann Deutschland tatsächlich allein` laufen oder stolpert es vor sich hin und ist noch zu sehr abhängig (von wem auch immer?!), um wirklich erwachsen zu sein? Ich wünsche Ihnen viel Inspiration & Impulse beim Podcast-Gespräch. Herzlichst Claudia Lutschewitz
47 Minuten
Vor einigen Tagen verstarb Jürgen Habermas. Er verstarb im hohen Alter von 96 Jahren und gilt als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er war ein kritischer Beobachter der Gesellschaft, der das politische Denken und die geistige Grundlage der Bundesrepublik Deutschland wesentlich beeinflusst hat. Entsprechend groß ist die öffentliche Anteilnahme über seinen Tod und im öffentlichen Bedauern schwingt die Ahnung mit, dass uns mit Jürgen Habermas eine Art Philosoph verlassen hat, die es so eigentlich nicht mehr gibt. Wenn man an die großen Philosophen des 20. Jahrhunderts zurückdenkt, dann denkt man an Leute wie Edmund Husserl, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Karl Jaspers, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt …, um nur einige zu nennen. Wie Habermas verkörperten sie alle eine sehr breite und tiefe philosophische Bildung, die ihren Äußerungen eine Art von Größe, vielleicht sogar Monumentalität gab, die man bei den aktuellen Philosophinnen und Philosophen oft vergeblich sucht und folglich wenig findet. Jürgen Habermas scheint mit seinen 96 Jahren der letzte einer nun ausgestorbenen Art zu sein. Doch … warum gibt es heute keine Philosophen mehr wie Habermas? Dies ist der Titel eines Blog-Beitrages, von Michael Rasche, der mich nachdenklich stimmte. Daher lud ich Michael Rasche zu einem spontanen Podcast-Gespräch ein, um mit ihm über seine Gedanken zu dieser Frage in den Austausch zu gehen. Michael Rasche ist promovierter kath. Theologe & Philosoph und schrieb seine Habilitation zum Thema „Rhetorik und Philosophie“. Er ist als philosophischer Unternehmens- und Organisationsberater tätig, wirkt auch als Autor und Privatdozent. Wir sprachen über Lesen, Schrift, KI, das Internet, Vernunft, Wahrheit und Politik. Und zur Politik gingen wir etwas mehr in die Tiefe … So kamen wir zur Politik als Spiel, als Lügerei und als verlogene Show. Schließlich sprachen wir über Habermas` Enttäuschung und Ratlosigkeit zum Ende seines Lebens und, ob Immanuel Kant heute noch eine Chance im Wissenschaftsbereich hätte … Lassen Sie sich vom Podcast-Gespräch neugierig denkend stimmen … Herzlichst Claudia Lutschewitz
47 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einen Raum, in dem die großen Entscheidungen unserer Welt fallen. Wer sitzt in diesem Raum? Wer entscheidet, wer z.B. aufsteigt? Wer entscheidet, wer Verantwortung trägt und wer nicht? Noch immer sind viele dieser Räume überwiegend männlich, homogen & vorhersehbar (jm2cs). Und genau hier setzt mein heutiges Podcast-Gespräch an. Mit Katja Rieger spreche ich über Frauen in Führung, über Katjas Erfahrungen dazu, über Kooperationen, Solidarität und Balance … Katja Rieger wirkt als Board Advisor, Speaker und Founder of Women for Boards GCC (des Golfkooperationsrates) und kennt Räume, Türen und Mechanismen, die den Zugang zu Führung oft erschweren. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Tun unterstützt sie Frauen mit voller Kraft & beherzt dabei, den Weg in Führungsgremien zu gehen. Eine Frage, die mich bzgl. Führung schon länger beschäftigt, ist: „Brauchen wir wirklich mehr Frauen? Oder einfach weniger schlechte Führung?“ … auch darauf gehen wir im Podcast-Gespräch ein … Freuen Sie sich auf das Gespräch & seine Impulse. Spitzen Sie die Ohren und lassen Sie uns gemeinsam die Hirnzellen funken … Herzlichst Claudia Lutschewitz