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  4. Episode 64: Die Paradoxie des Wettrüstens
Wir leben in einer Zeit, die viele als „Zeitenwende“ beschreiben.
Eine Ära, in der der weltweite Friedensoptimismus der 1990er-Jahre
einer massiven globalen Aufrüstungswelle gewichen ist. Angesichts
einer komplexen „Poly-Krise“ aus Klimawandel, Hunger und Kriegen
stehen wir vor der existenziellen Frage, ob wir als Menschheit
fähig sind, mit unseren Differenzen konstruktiv umzugehen. Mein
heutiger Gast ist einer der profiliertesten Konfliktforscher
unserer Zeit, Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Glasl. Schon sein Name
„Friedrich“ war als Programm gedacht … Und bereits als Jugendlicher
stellte er sich die Frage … „Wieso können Menschen sich das antun?“
Angesichts der besorgniserregenden Weltlage zeigt Friedrich Glasl
in seinem aktuellen Buch, weshalb Aufrüstung, Abschreckung,
Drohungen und Sanktionen weder Kriege verhindern noch nachhaltigen
Frieden sichern können. Er analysiert systematisch, wie soziale
Konflikte eskalieren und wie die Logik des Krieges von regressivem
Denken und Affekten angetrieben wird. Und er kontrastiert damit die
Logik des Friedens, die auf Selbststeuerung, Empathie und
Kooperation setzt. Sein aktuelles Buch befasst er sich also mit
einem Thema, das aktueller nicht sein könnte und es trägt den
Titel: „Die Paradoxie des Wettrüstens – Zum Konfliktmanagement
geopolitischer Krisen“. Sein zentraler Befund rüttelt an den
Grundfesten moderner Sicherheitspolitik: Aufrüstung führt oft genau
das herbei, was sie zu verhindern vorgibt. Sie schafft keine
Sicherheit, sondern provoziert Eskalation. Wir sprechen darüber,
warum politische Entscheider weltweit dem „Rüstungsreflex“ erliegen
und wie die zerstörerische „Kriegslogik“ unser Denken und Fühlen
bis hin in den Bereich der Künstlichen Intelligenz korrumpiert. Und
wir sprechen auch darüber, warum klassische Sanktionen oft das
Gegenteil dessen bewirken, was sie erreichen wollen und wie wir
stattdessen lernen können, sogenannte „Windows of Opportunity“ –
Fenster der Gelegenheit – für den Frieden zu erkennen und zu
nutzen. Freuen Sie sich auf ein Gespräch über den Weg von einer
reflexhaften Angstpolitik hin zu einer verantwortungsvollen
Friedenslogik, die nicht den Sieg auf dem Schlachtfeld, sondern die
Gewinnung des Friedens zum Ziel hat. Herzlichst Ihre Claudia
Lutschewitz Interessante Links:
https://www.geistesleben.de/Wissenschaft-und-Lebenskunst/Unternehmenskultur-soziales-Leben/Die-Paradoxie-des-Wettruestens.html
https://www.amazon.de/Die-Paradoxie-Wettr%C3%BCstens-Konfliktmanagement-geopolitischer/dp/3772531482
https://www.rudolfsteinerbuchhandlung.de/Anthroposophie/Die-Paradoxie-des-Wettruestens::9993.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Glasl
https://www.trigon.at/berater/friedrich-glasl/
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„Episode 64: Die Paradoxie des Wettrüstens“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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