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Die Börsenminute Archiv

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Bilanzen lügen nicht, aber sie können täuschen, wenn man etwa das zweite mit dem ersten Quartal bei Konzernen mit großen saisonalen Schwankungen vergleicht – besser also das Vergleichsquartal des Vorjahres heranziehen. Bei Bankbilanzen täuschen die niedrigen Zinsen und die noch nicht ganz ausgelaufenen Staatshilfen derzeit darüber hinweg, dass ausfallsgefährdete Kredite in ihren Büchern schlummern können. Ein Warnsignal können hohe Rückstellungen sein, die gebildet werden. Wichtig ist eine für die jeweilige Branche typische gesunde Eigenkapitalquote, zumindest aber 30 Prozent. So wie man generell einen Peergroupvergleich machen sollte. 1,1 Milliarden Dollar Gewinn im 2. Quartal von Tesla ist zwar stolz. Die Umsatzrentabilität der deutschen Autobauer ist trotz allem höher, da man mit Verbrennungsmotoren immer noch mehr Kohle macht.  Andererseits stammt Teslas Überschuss zu einem Drittel aus Abgaszertifikate, die er anderen Autobauern verkaufte. Interessant beim 2. Quartal sind jedenfalls die Ergebnisse pro Aktie. Schön, wenn hier im ersten Halbjahr die Dividende für das Gesamtjahr verdient wird. Viele Unternehmen kündigen ihre Erfolge mit Ad hoc-Meldungen wie Daimler schon vorab an. Ein positives Signal, dass es der gesamten Branche wieder besser geht. Als Vorlaufindikator ist der Chemiesektor interessant. Geht´s ihm gut, geht´s der Wirtschaft, seinen Abnehmern, gut…


Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner


Für  Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die  Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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#Quartalsbilanz #Ergebnisse #Bilanzen #Peergroupvergleich #Gewinne #Vergleichsquartal
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Hier klicken und anhören: https://lnkd.in/e39FcS2 Noch  deckt der weltweite Nachholeffekt beim Konsum nach den scharfen  Lockdowns die wahre Einkommensentwicklung zu. Laut internationalen  Währungsfonds dürfte die Pandemie in entwickelten Staaten eine  Pro-Kopf-Einkommensverlust zwischen 2020 und 2022 von etwa 2,8 Prozent  pro Jahr verursachen. Für Entwicklungsstaaten und Schwellenländer –  ausgenommen China -  liegt der Einkommensverlust pro Kopf und Jahr sogar  bei 6,3 Prozent. Der Delta Virus könnte das Einkommensgefälle noch  verschärfen: Liegt laut IWF in entwickelten Staaten die  Durchimpfungsrate bei 40 Prozent, sind in Entwicklungsländern nur 11  Prozent vollständig geimpft, in den ärmsten Staaten überhaupt nur ein  Prozent. Die Konjunkturentwicklung spricht wiederum für die Schwellen-  und Entwicklungsländer. Laut IWF wächst die Wirtschaft 2021 und 2022 in  den Industriestaaten um 5,6 und 4,4 Prozent, in den Schwellen- und  Entwicklungsländern 6,3 und 5,2 Prozent. Am stärksten wächst Indien mit  9,5 und 8,5 Prozent, dessen Wirtschaft im Pandemiejahr 2020 mit minus  7,3 Prozent auch am stärksten einbrach. China wächst heuer 8,5 Prozent,  2022 um 5,2 Prozent. Willkommen im asiatischen Jahrhundert. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner Für  Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die  Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Musikrechte: https://lnkd.in/eNNrktV (racing-countdown-timer, percussion-tick-tock-timer) Foto: LTL Teachers Peking - China entwickelt sich besser als andere Schwellenstaaten. #China #Wirtschaftswachstum #Einkommensentwicklung #DeltaVirus #Pandemie #Industriestaaten #Entwicklungsländer #Schwellenstaaten #Einkommensverlust


   Schwellenstaaten: Geringe Einkommen, hohes Wirtschaftswachstum                      anchor.fm • Lesedauer: 1 Min.                     
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Ende Juli laufen in vielen US-Bundesstaaten Beihilfen und Stundungen von Mieten und Hypothekarkrediten aus. Gleichzeitig sind die Mieten etwa in Miami innerhalb eines Jahres  um 24 Prozent gestiegen, so das Wirtschaftsmagazin Economist. Rund 2,8 Millionen US-Haushalte mit 7,4 Millionen Amerikanern sind mit der Miete in Verzug.  Aber nicht nur die Mieter in den USA wissen nicht, wie sie sich ihr Dach über dem Kopf noch weiter leisten sollen. Ebenso viele US-Hausbesitzer. In Miami können acht Prozent ihre Hypothekarkredite nicht bedienen. Das bereitet besonders, aber nicht nur den Betroffenen Bauchschmerzen. Braut sich da etwa wie 2007 eine Immobilien-Krise 2.0 zusammen? Dem ist hoffentlich nicht so. Denn zum einen sind – anders als bei der Immobilienkrise 2007 - die Häuserpreise nicht gefallen, sondern gestiegen, in Miami im letzten Jahr um 20 Prozent, was die Banken etwas beruhigen dürfte. Zum anderen griff und greift in der Pandemie anders als noch vor 14 Jahren die US-Regierung den notleidenden Bewohnern großzügig unter die Arme.


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#Immobilienpreise #USA #Mieten #Hypotheken #Insolvenz #Immobilienkrise #Pandemie
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Juhu, sie ist gestartet, die Berichtssaison für das 2. Quartal 2021 und es sieht laut Tilmann Galler, Marktstratege von JP Morgan Asset Management ganz schön gut aus. Demnach haben in den USA schon 41 Unternehmen aus dem Index S&P 500 ihre Zahlen präsentiert. Und Bingo:  Davon toppten 80% die Gewinn- und 83% die Umsatzerwartungen. Sie haben somit großteils wieder ihre Umsatzrenditen vor dem Pandemiejahr 2020 erreicht. Aber nicht nur in den USA geht die Sonne auf: Von den über 50 Gesellschaften aus dem europäischen Index Stoxx 600, die bereits ihre Gewinn- und Umsatzzahlen für das 2. Quartal vorgelegt haben wird in Summe der Gewinnzuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal derzeit auf 115 Prozent geschätzt. Die Umsätze dürften um rund 22 Prozent gestiegen sein. Die Zuwächse, wenn auch von niedrigen Niveaus aus, klingen doch fein. Sie sorgen für regen Börsenhandel und sind ein weiterer Grund, warum Investoren aktuell keine Sommerpause einlegen. Mehr dazu und zu interessanten Aktientipps von Andrey Wolfsbein von Freedom Finance in der aktuellen Podcastfolge der Geldmeisterin 


Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner


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#Quartalszahlen #Gewinn #Umsatz #TillmannGaller #Zuwächse


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Eine Anlageregel lautet: Schau, dass Du vor allem in jener Währung investiert bist, in der Du Deine Ausgaben und Einnahmen hast. Investiere zur Risikostreuung auch in anderen Leitwährungen. Welche das sind, ändert sich im Laufe der Jahrzehnte. 1900 war der britische Sterling mit über 63 Prozent die Leitwährung Nummer Eins, abgeschlagen dahinter der Französische Franc und die Deutsche Mark. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts löste dann der US-Dollar den Sterling als wichtigste Leitwährung ab. Ende des Zweiten Weltkriegs hatte dann wieder der Sterling mit über 80 Prozent Anteil bei den Leitwährungen die Nase vorne. Er wurde aber ab den 60er-Jahren endgültig vom Dollar als mächtigste Reservewährung verdrängt. Im Jahr 2000 waren über 71 Prozent der weltweiten Währungsreserven in Dollar, knapp 19 Prozent in Euro, 5,4 Prozent in Japanische Yen und nur mehr 2,7 Prozent in Pfund Sterling. Seit 2015 taucht auch der chinesische Renmimbi als Währungsreserve auf. 2020 waren 2,2 Prozent aller Währungsreserven weltweit in der chinesischen Währung. Auch der Euro und viele weitere Leitwährungen wie der Schweizer Franken, der australische und kanadische Dollar konnten in den letzten 20 Jahren auf Kosten des US-Dollars zulegen. Selbst wenn der Green Back mit 59 Prozent immer noch die wichtigste Reservewährung ist, wird er im asiatischen Jahrhundert wohl weiter an Terrain verlieren.


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#Renmimbi #Leitwährung #Dollar #Euro #Währungsreserven #Sterling #DeutscheMark
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Immer etwas Neues. Jetzt sind Fractional Shares der letzte Heuler, auf Deutsch Teilaktien. Denn nicht jeder ist finanziell gut genug ausgestattet, um sich teure Aktien von beliebten großen Börsen-Konzernen zu kaufen. Also bieten immer mehr Broker an, dass man statt der ganzen Aktie - etwa eine Amazon um stolze 3690 Dollar - einen Bruchteil davon kaufen kann. Dasselbe gibt´s für Fondsanteile. Grundsätzlich kein Problem: der Wert von Fractional Shares steigt und sinkt mit dem Kurs des Unternehmens oder Fonds, in den man investiert. Nur: Kleinvieh macht viel Mist und entsprechend happig können die Gebühren bei Teilaktien ausfallen, warnt Florian Beckermann, geschäftsführender Vorstand des österreichischen Interessensverband für Anlager IVA, zu hören am Sonntag in der nächsten Podcastfolge der GELDMEISTERIN, überall, wo es Podcasts gibt. Neben dem Gebühren von Teilaktien müsse man auch darauf achten, dass man ein Stück von Dividende erwischt. Stimmrecht auf der HV darf man sich bei Teilaktien jedenfalls nicht erwarten.


Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner


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#FractionalShares #Teilaktien #Gebühren #Broker
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Obwohl 70 Prozent der Erde mit Wasser bedeckt ist, ist sauberes Wasser ein knappes Gut. Und was knapp ist, wird gerne an der Börse gehandelt. Die Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) handelt seit 7.Dezember 2020 einen Wasser-Future, also Wasser-Terminkontrakt, der die Preisentwicklung von rund 12,3 Millionen Liter Wasser nachbildet. Laut den Vereinten Nationen müssen bis zum Jahr 2030 jährlich 114 Milliarden US-Dollar in die Wasserinfrastruktur fließen. Entsprechend gut entwickeln sich Aktien von Herstellern von Wasserrohren und Pumpen, von Wasser-Abfüllern bis zu den Wasseraufbereitern.


Denn mit steigendem Wohlstand steigt weltweit der Trinkwasserverbrauch. Laut UN wird der Verbrauch 2025 um 40 Prozent höher als noch 2015 liegen. Andererseits haben laut UNICEF rund 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bleibt zu hoffen, dass für sie bald genießbares Wasser und nicht nur für die Anleger in  Wasseraktien, ETFS und Fonds die Gewinne sprudeln.


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#Süßwasser #CME #ChicagoMercantileExchange #Börse #ETFs #Wasser-Future
89 Sekunden
Die Index-Branche bastelt an einen heiligen Gral, einem All-in-One-Index, mit dem man sich einfach alles auf einmal ins Portfolio holt: Anleihen, Weltaktien, Rohstoffe bis hin zu Private Assets wie Bankkredite, Private Equity oder Infrastruktur. Der größte unabhängige Index-Anbieter MSCI soll schon ziemlich weit mit der Entwicklung eines solchen ultimativen Index sein. Und auch die Konkurrenz, S&P 500 und FTSE Russel schläft nicht. Die Indexwelt tut sich allerdings schwer, nicht börsennotierte Assets zu tracken.


Private-Banker Constantin Veyder-Malberg, gibt in  einer  hörenswerten Podcast-Folge der GELDMEISTERIN offen zu, dass er es aufgegeben habe, nach einem solchen heiligen Gral der Finanzwelt zu suchen. Das es den nicht gibt, habe ihn der Absolut Return-Fonds von Bernie Madoff schmerzhaft gelehrt. Mir persönlich bringt schon der


MSCI All Country World Index Glückseeligkeit. Er investiert in rund 3000 Unternehmen und deckt damit bereits 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.


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#Index-Fonds #Indexing #MSCIALLCOUNTRYWORLD #Börse
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Privates Beteiligungskapital ist meist Großinvestoren wie Family Offices, Pensionskassen oder Stiftungen von Universitäten vorbehalten. Bei Null- und Negativzinsen und nach der ausgiebigen Börsenrally suchen aber auch Privatanleger alternative Assets. Das kann man über Zubringerfonds, die in Private Equity investieren. Das heißt aber, man muss einige Prozente an Zwischenhändler abdrücken und dann muss es sich noch lohnen. Man kann sich auch direkt an große börsennotierten Beteiligungsgesellschaften beteiligen wie an den Experten Blackstone oder die Carlyle-Group. Oder man kauft Aktien von  SPACS, Special Purpose Aquisition Companies, die oftmals aber Know How erst im Geld einsammeln bewiesen haben. Börsennotierte Holdings sind als Miteigentümer ihrer Beteiligungen auch Diener zweier Herren. Bleibt noch die Möglichkeit über ETF´s auf Private Equity Indizes an der Entwicklung der Finanzinvestoren zu partizipieren. Solche bieten etwa ishares und Xtrackers an. Mehr zu „Super-Indizes“, die neben Private Equity gleichzeitig auf alle andere Assetklassen setzten wollen in der nächsten Folge der Börsenminute.


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#Beteiligungskapital #PrivateEquity #Negativzinsen #Privatanleger #Börsenrally
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Derzeit sind es ganz bestimmt die Zentralbanken, die mit ihrer lockeren Geldpolitik Schuld an den tiefen Zinsen haben. Mit ihren Billionen-schweren Anleihekäufen halten sie durch ihre starke Nachfrage en die Zinsen niedrig. Dass aber auch langfristig die Zinsen wohl nicht mehr wie früher steigen, wenn die Inflation steigt hat strukturelle Gründe, gegen die man auch mit Geldpolitik nicht gegensteuern kann. Es ist weltweit einfach viel zu viel Geld vorhanden und wird viel zu wenig Geld für Investitionen benötigt. Zum einen, weil die Bevölkerung altert und Volkswirtschaften weniger investieren und damit auch unproduktiver werden. Zum anderen weil die Digitalisierung langfristig auch weniger Investitionen benötigt – sonst würde man ja nicht digitalisieren. Und vor allem, weil die Weltbevölkerung insgesamt reicher wird. Frühere Emerging Markets wie China, Vietnam oder Indien sind zu Geld gekommen. Anleger müssen sich also dauerhaft darauf einstellen, dass sie deutlich mehr Risiko eingehen müssen, wenn sie ihr Vermögen langfristig erhalten möchten.


Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner


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Die Drei-Töpfe-Anlagestrategie funktioniert folgendermaßen: Zuerst investiert man in den Sicherheitstopf. Dort sind die eigene Immobilie, etwas Gold, etwas Festgeld, bestgeratete Staatsanleihen, womöglich eine Ablebensversicherung und andere Sachwerte drin, wie zum Beispiel Dividendenaristokraten, die seit Jahren und kontinuierlich Dividenden ausschütten und mehrere Börsenkrisen überlebt haben. Der zweite Topf ist der Kapitaltopf, wo ich langfristig, breit gestreut in Wertpapiere investiere, die mir zumindest eine Rendite von vier Prozent pro Jahr, besser etwas mehr liefern, damit ich mir meinen Lebensstandard langfristig erhalten und weiterhin mit meinen Freunden mithalten kann. Habe ich dann noch Geld über, wird ein dritter, der Fun-Topf füllen. Er enthält spekulativere Aktien oder Assets, mit denen ich viel gewinnen aber auch alles verlieren kann. Die Drei-Topf-Anlagetrategie wendet Constantin Veyder-Malberg, Vorstand der Capital Bank AG an – am Sonntag zu hören im Gespräch mit der GELDMEINSTERIN, der Podcast, der mehr aus Deinem Vermögen macht. Zu hören überall wo es Podcasts gibt und auf www.geldmeisterin.com.


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#Anlagestrategie #Sicherheit #Dividendenaristrokraten #Lebensstandard
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Auf die Gefahr hin, dass ich mich für meine Stammhörer wiederhole: Vom Norwegischen Staatsfonds kann man sehr viel lernen. Er legt nicht erst jetzt nachhaltig an, wirft Unternehmen, die mehr als 30 Prozent ihre Erträge aus fossilen Brennstoffen erzielen sukzessive aus seinen Portfolien. Wobei die Zuflüsse in den Fonds aus norwegischen Ölerträgen stammen. Die Norweger erzielten 2020 eine Performance von 10,9 Prozent und das nicht ausschließlich mit Aktien. Mit Aktieninvestments verbuchen sie 12,1 Prozent Wertzuwachs, bei Anleiheerträgen 7,5 Prozent. Börsennotierte Immogesellschaften bescherten ihnen zwar 2020 eine Mini-Minus von 0,1 Prozent. In den letzten zehn Jahren waren es aber im Schnitt 7,7 Prozent pro Jahr. Es gibt viele ETF´s, die versuchen, die Strategie des Ölfonds nachzubauen. Bei Investments in über 9000 Unternehmen kann das wohl kaum naturgetreu erfolgen. Zahlen, Daten, Fakten zum norwegischen, sehr transparenten Ölfonds findest Du online bei der Norges Bank unter www.nbim.no


Und wenn ihr mehr über die Investmentstrategien der Norwegischen Fondsgesellschaften erfahren wollt, empfehle ich Euch die aktuelle Podcast-Episode der GELDMEISTERIN: 


https://anchor.fm/geldmeisterin/embed/episodes/Nachhaltig-mehr-verdienen-e14851i








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#NorwegischerStaatsfonds #Investmentstrategie #Nachhaltigkeit #Ölfonds #Pensionsfonds
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Die Vorstandsgehälter der 30-DAX-Unternehmen sind im Coronajahr 2020 um 3,3 Prozent gesunken, berechnete die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW.  Grund ist der Rückgang der Unternehmensgewinne, an denen ihre Boni gekoppelt sind. Die Gewinne vor Zinsen und Steuern gingen laut Studie im Schnitt um 25 Prozent zurück. Positive Ausreißer waren der Industriegasproduzent Linde, weshalb CEO Steven Angel auch die Gehaltsranking mit 14 Millionen Euro anführt, gefolgt von Christian Klein von SAP mit 8,4 und VW-Chef Herbert Diess mit 7,9 Millionen Euro. Aber auch alle andere DAX-Vorstände verdienten nicht so schlecht, nämlich mit 3,4 Millionen Euro im Schnitt das 48-fache ihrer Mitarbeiter. Und weil ihre Bezüge meist am Aktienkurs gekoppelt sind, schaut´s für sie heuer wieder sehr gut aus. Der DAX stieg im 1. Halbjahr um 13%.  Gut bezahlt ist dennoch relativ: Nike-Boss John Donahoe verdiente im Pandemiejahr umgerechnet rund 46,8 Millionen Euro. Die 200 bestbezahlten CEOs in US-Firmen verdienen 274-Mal so viel wie ihre Angestellten. Liebe Vorstände: Das G bei ESG steht eigentlich für gute nicht für gut bezahlte Unternehmensführung.


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#DAX #Vorstandsgehälter #DSW #Linde #ESG
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Zu dieser Folge hat mich Philipp Vorndran von Flossbach&Storch inspiriert, als ich wieder einmal über Gewinnmitnahmen nach dem guten ersten Halbjahr laut nachdachte. Seine Worte in meinem Ohr:  Warum um alles in der Welt will ich Unternehmensanteile verkaufen, wenn ich weiterhin an den Titel glaube und auch keine besseren Investmentideen im Köcher habe. Auch rein statistisch spricht derzeit nichts für Gewinnmitnahmen. Philipp Vorndran hat sich den S&P 500 zur Brust genommen. Der US-Leitindex liegt nach dem ersten Halbjahr mit mehr als zehn Prozent im Plus. Das gab es seit dem zweiten Weltkrieg 22 Mal. Und in 18 Fällen, also rund 82 Prozent legte der Index dann auch über das zweite Halbjahr zu. Im Median stieg der S&P 500 im zweiten Halbjahr um knapp zehn Prozent. Voilá! Jetzt können die MitdenkerInnen unter den HörerInnen natürlich argumentieren, dass es den S&P 500 noch gar nicht solange gibt. Er wurde erstmals 1957 veröffentlicht. Der S&P 500 wurde aber schon bis 1789 zurückgerechnet…


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#Aktienverkauf #Timing #S&P500
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Fast fünf Prozent ging es letzten Freitag mit der Aktie von General Motors nach oben und das ist kein Zufall. Marktanalyst Dan Ives von Wedbush veröffentlichte ein Kursziel für GM von 85 $ je Aktie, 26 Dollar über ihren aktuellen Kurs. Das ein altes Flaggschiff in einer traditionellen Branche in neuem modernen Gewand sehr gut da steht ist alles einer Frau zu verdanken: Der innovativen und tüchtigen GM-Chefin Mary Barra. Der mit E-Motor herausgebrachte Ford Mustang ist in Übersee bereits der volle Verkaufsschlager. Marry Barra will die E-Autoverkäufe bis 2025 auf mehr als eine Millionen Stück steigern. 35 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet knapp 29 Milliarden Euro will Barra in die Geschäftsbereiche E-Mobiliät und selbstfahrende Fahrzeuge stecken, rund ein Drittel mehr als ursprünglich geplant. Sie rechnet für das erste Halbjahr mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 8,5 bis 9,5 Milliarden US-Dollar. Erwartet wurden 5,5 Milliarden.  Das muss ich einfach an dieser Stelle  los werden: Es gibt erstklassige Managerinnen,  ihre Leistungen werden oftmals viel zu wenig honoriert. Liebe Grüße auch an die standhafte Emma Walmsley, CEO vom britischen Pharmakonzern Glaxo Smith Kline, die die Sharholder-Aktivisten Elliott Advisers aus dem Amt drängen wollen, an Julie Sweet, Chefin vom Berater Accenture, UPS-Konzernchefin Carle Tomé und natürlich an die Nummer Eins von Facebook Sheryl Sandberg.


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#FordMustang #GeneralMotors #E-Mobilität #Aktienausblick #MaryBarra #selbstfahrend