Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Heute und morgen dreht sich alles um die Zinsen dies und jenseits des großen Teichs. Wer bietet mehr? Hand aufs Herz, wer kennt den Zwischenstand zwischen EZB und FED? Hier nochmals eine Gedächnisstütze: Die Europäische Zentralbank erhöhte im Vorjahr viermal die Leitzinsen. Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen können liegt aktuell bei 2,5 Prozent. Der Einlagezinssatz, zu dem Banken bei der EZB ihr Geld parken können liegt bei zwei Prozent.
In den USA sind die Zinsen bereits deutlich höher. Die Federal Reserve erhöhte in sieben Schritten auf eine Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent. Entsprechend rechnet man, dass die FED am Mittwoch nur um weitere 0,25 Prozent erhöht und die EZB mit jeweils 0,5 Prozent Erhöhung am Donnerstag und dann in ihrer nächsten Sitzung im März zur Federal Reserve aufschließt. Sie muss mit höheren Zinsen ja auch verhindern, dass sich die Europäer an die hohen Preise gewöhnen und entsprechend hohe Gehaltssteigerungen einfordern – womit wir bei der befürchteten Lohn-Preis-Spirale wären.
Ich denke, die EZB kann sich aber vor allem deshalb kräftigere Zinserhöhungen leisten, weil es der Wirtschaft vergleichsweise gut geht. Das spiegelt auch ein Vergleich der Kapitalmärkte wieder: Der Stoxx Europe 600 hat - zugegeben von einem niedrigeren Niveau kommend - in den letzten drei Monaten um 9,5 Prozent zugelegt. Der US-Leitindex S&P 500 um 3,7 Prozent. Und wenn ich dann noch als Euro-Anleger wie die meisten Analysten davon ausgehe, dass der Dollar gegen den Euro deutlich an Wert verliert, ja dann muss ich mir nicht weiter überlegen, in welchen der beiden Kontinente ich jetzt bevorzugt Aktien beziehungsweise Aktien-ETFs kauft, vorausgesetzt natürlich, ein verrückt gewordener Wladimir Putin verwandelt sich nicht in einen Schwarzen Schwan.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
Wenn ihr die Börsenminute unterstützen wollt. würde ich mich über Eure Stimme beim Ö3-Podcastaward freuen.
#Europa #Inflation #USA #Zinsen #Rendite #FED #EZB #Zentralbank #StoxxEurope600 #S&P500 #Börse #ertrag #Einlagenzinsen #Lohn-Preis-Spirale #Dollar #Euro #Kaptialmarkt #Putin #SchwarzerSchwan #Aktie #ETF #Einlagezins
Foto:unsplash/Allexandre_LAllemand
In den USA sind die Zinsen bereits deutlich höher. Die Federal Reserve erhöhte in sieben Schritten auf eine Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent. Entsprechend rechnet man, dass die FED am Mittwoch nur um weitere 0,25 Prozent erhöht und die EZB mit jeweils 0,5 Prozent Erhöhung am Donnerstag und dann in ihrer nächsten Sitzung im März zur Federal Reserve aufschließt. Sie muss mit höheren Zinsen ja auch verhindern, dass sich die Europäer an die hohen Preise gewöhnen und entsprechend hohe Gehaltssteigerungen einfordern – womit wir bei der befürchteten Lohn-Preis-Spirale wären.
Ich denke, die EZB kann sich aber vor allem deshalb kräftigere Zinserhöhungen leisten, weil es der Wirtschaft vergleichsweise gut geht. Das spiegelt auch ein Vergleich der Kapitalmärkte wieder: Der Stoxx Europe 600 hat - zugegeben von einem niedrigeren Niveau kommend - in den letzten drei Monaten um 9,5 Prozent zugelegt. Der US-Leitindex S&P 500 um 3,7 Prozent. Und wenn ich dann noch als Euro-Anleger wie die meisten Analysten davon ausgehe, dass der Dollar gegen den Euro deutlich an Wert verliert, ja dann muss ich mir nicht weiter überlegen, in welchen der beiden Kontinente ich jetzt bevorzugt Aktien beziehungsweise Aktien-ETFs kauft, vorausgesetzt natürlich, ein verrückt gewordener Wladimir Putin verwandelt sich nicht in einen Schwarzen Schwan.
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3 Minuten
Je schlechter die Zeiten, desto größer wird anscheinend der Appetit auf ein Stück Luxus. Und wie sich die großen Hechte im Luxus-Teich - von Hermès, LVMH bis zu Gucci - auch das junge Klientel von den Millennials abwärts bis hin zu völlig konträren jüngeren Generation Z angeln ohne gleichzeitig die arrivierte Wienerin im reiferen Alter zu verlieren ist wirklich spannend. Mehr aus der Trickkiste der Luxusmarken könnt ihr in meinem Artikel im aktuellen Magazin Profil nachlesen. Zu den Luxusgüter-Aktien hoffe ich in nächster Zeit auch Experten zu Gast bei meinem Podcast Geldmeisterin haben. Ich selbst habe schon einen ganze Weile LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton in meinem Langfristportfolio. Zur Gruppe gehören 60 Marken aus den Bereichen Wein & Spirituosen, Mode & Lederwaren, Parfüm & Kosmetik sowie Uhren & Schmuck. Das ist natürlich keine Anlageempfehlung, soll Euch nur zeigen, dass man bei Luxusgüter-Aktien oftmals einen ganzen Strauss von guten Marken einkauft und damit schon eine schöne Diversifizierung zusammenbringt. Luxusgüter-Hersteller sind generell konjunkturresistenter, haben viel Cash, können Preise durchsetzen und sind somit auch langfristig kein schlechter Inflationsschutz, glaube ich für mich. Vorausgesetzt man setzt auf die Traditionsmarken und nicht auf irgendwelche sozial gehypten Eintagsfliegen. Die auch ein gelungenes digitales Einkaufserlebnis und ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitskonzept bieten. Diese soliden Luxusmarken waren immar schon die Innovationstreiber, derzeit sehr stark in Sachen Nachhaltigkeit. Einfach, weil sie und ihre Kunden sich das auch leisten können. Nehmen wir wieder das Beispiel Louis Vuitton, die Parker im Sortiment haben, die aus Mikroplastik aus den Meeren gewebt sind. Und das Gute ist: Greenwashing können sich die Nobelmarken auch nicht leisten. Dividenden könnte sie sich leisten, doch da gibt es durchaus spendablerere Branchen wie die Konsumgüterindustrie, Versorger, Banken, Post und Telekom.
Hier geht´s zur Börsenminute: https://anchor.fm/boersenminute/episodes/Lust-auf-Luxusaktien-e1u7ceo
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#LVMH #Inflation #Hermès #Gucci #Rendite #Millennials #GenZ #Dividenden-Aktien #Dividenden #Konsumgüter #Börse #ertrag #Telekom #Versorter #Post #Innovation #Nachhaltigkeit
Foto: Profil Magazin
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4 Minuten
Kaum ein Tag, wo ich in mein elektronisches Postkastl nicht eine Aussendung zu einem neuen Laufzeitfonds mit einem bunten Strauß festverzinslichenrAnleihen bekomme. Mit Laufzeitfonds sind gemanagte Investmentfonds mit vornherein begrenzter Laufzeit gemeint, oftmals fünf Jahre. Kaufen kann man solche Fondsanteile nicht immer, sondern nur während der Zeichnungsfrist. In dieser Zeit kauft der Fondsmanager mit dem eingesammelten Geld die Anleihen erst ein. Er schließt dann den Fonds, weil er sonst bei sinkenden Zinsen die Rendite nicht halten könnte. Das macht die Renditen etwas planbarer, aber auch nicht risikolos, sollten Anleihen im Laufzeitfonds ausfallen. Das eingesammelte Investorengeld bleibt anschließend bis zum Laufzeitende im Fonds. Da die Laufzeitfonds an der Börse gehandelt werden, kann man die Anteile natürlich auch schon vor Laufzeitende täglich verkaufen, allerdings nur mit unattraktiven Abschlägen. Zum Ende der Laufzeit wird der Fonds dann aufgelöst und das Kapital plus erzielter Erträge an die Investoren ausbezahlt, wobei die erzielten Erträge beziehungsweise Zinsen oft schon regelmäßig jährlich an die Fondsanteilbesitzer ausgeschüttet werden. Was ich von Laufzeitfonds halte? Grundsätzlich kann ich mir so etwas nur mit Anleihen mit fixer Verzinsung vorstellen, nicht mit Aktien, wo ich keine Ahnung haben kann, wo der Kurs in fünf Jahren steht. Momentan kann ein Laufzeitfonds mit Anleihen als defensive Beimischung Sinn machen, weil ich da zumindest sicher sein kann, dass ich keine alten, noch schlechter verzinsten Bonds im Anleihefonds habe, weil sie ja der Fondsmanager frisch einkauft. Trotz allem wird es mit Anleihefonds schwer werden die Inflation zu schlagen - egal ob mit oder ohne Laufzeit, wo man heuer mit sechs Prozent rechnet und die Inflation nich wieder auf die niedrigen Niveau zurückkommen wird. Nichts desto trotz bieten Laufzeitfonds mehr Rendite als das Sparbuch. Sie machen aber natürlich keinen Sinn, wenn ich das Geld mit Sicherheit früher als zum Laufzeitende benötige oder andererseits weiß, dass ich das Geld viel länger als deren Laufzeit anlegen möchte. Der Vorteil generell von Anleihefonds ist, ich kann auch als Kleinanleger in Anleihen investieren, wo Bond-Einzelinvestments oftmals ein Anlagesumme von 50.000 Euro und erfordern. Vorsicht, Laufzeitfonds werden oft mit stolzen Ausgabeaufschlägen verkauft, die die Rendite bei einer Laufzeit von gerade einmal fünf Jahre schon spürbar schmälern. Sie sind auch nicht so risikoarm wie sie im ersten Blick erscheinen, weil sie für eine halbwegs attraktive Rendite aktuell schon auch riskantere Hochzins- oder Schwellenländeranleihen mit höherem Ausfallsrisiko ins Portfolio packen müssen. Es bleibt einem also auch bei Laufzeit-Fonds nichts übrig, als das Fondsprospekt gründlich zu durchstöbern und auch nach Alternativen Ausschau zu halten. Etwa nach soliden Dividenden-Aktien, die fünf Prozent aus der Portokasse ausschütten können...
Wenn Euch diese Folge der Börsenminute gefällt würde ich mich freuen, wenn ihr ihn weiterempfiehlt, bewertet und vielleicht sogar für die Börsenminute beim Ö3 Podcast-Award voten würdet:
https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung sagt Podcasthost Julia Kistner
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#Laufzeitfonds #Inflation #Hochzinsanleihen #Bonds #Rendite #Sparschwein #Sparbuch #Dividenden-Aktien #Fonds #Zeichnungsfrist #Börse #ertrag #Ausgabeaufschlag #Emerging Markets
Foto: Unsplash/andre taissin
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4 Minuten
Bye, bye Linde heißt es leider. Schließlich war der Industriegashersteller schon ein Gründungsmitglied und vor allem mit einer Marktkapitalisierung von 150 Milliarden Euro der wertvollste Wert im deutschen Leitindex DAX. Diese Marktkapitalisierung wäre noch größer, wäre die Gewichtung im Dax nicht mit zehn Prozent für einzelne Unternehmen beschränkt, worin auch eines der Probleme für das DAX-Gründungsmitglied Linde mit der Frankfurter Listung lag. Alle 40 Unternehmen des DAX kommen aktuell zusammen auf eine Marktkapitalisierung von 1,6 Billionen Euro. Der US-Wert Apple alleine hat übrigens einen Börsenwert von 1,9 Billionen Euro. Um da nicht weiter abzustinken muss die Frankfurter Börse Linde schon durch ein echtes Schwergewicht ersetzen. Ihr bleibt wohl nichts anderes übrig als mit dem Panzerbauer Rheinmetall aufzurüsten, auch wenn eigentlich mit Airbus die Rüstungsbranche im DAX schon stark vertreten ist. Linde-Ersatzkandidat Zwei wäre die Commerzbank als DAX-Wiedereinsteiger, doch die legt erst im Februar Zahlen und kann somit wohl nicht rechtzeitig beweisen, dass sie die Voraussetzung für ein DAX-Listing erfüllt, nämlich zwei Jahre hindurch positiv zu billanzieren. Auch wenn sich der Commerzbank-Titel seit seinem Corona-Tief verdreifacht hat ist das Vertrauen der Anleger in diese Bank nicht gerade groß. Die Bewertung der Commerzbank ist im Keller, wenn man die Bilanzstärke an dem Kurs-Buchwertverhältnis misst. Das lag in den letzten zwölf Monaten bei 0,46. Sprich, für einen in der Commerzbank-Bilanz Euro verbrieften Vermögenswert zahlt man an der Börse nur 46 Cent. Kaum einer Großbank trauen die Anleger noch weniger zu. Noch billiger sind laut Datenmaterial von aktien.guide die Deutsche Bank mit 40 Cent, die Société Générale mit 30 Cent. Wenig Wert ist den Anlegern natürlich auch die schwer angeschlagene Credit Suisse mit einem durchschnittliches Kurs-Buchwert-Verhältnis der letzten zwölf Monate von nur 0,2 und leider auch die österreichische Raiffeisen Bank International. Für einen Euro Vermögenswert in der RBI-Bilanz zahlt man an der Börse gerade einmal 33 Cent. Mit Liebesgrüßen aus Moskau…
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#Börse #Linde #Industriegashersteller #Industrie #DAX #Marktkapitalisierung #Leitindex äRheinmetall #RBI #Bialanzstärke #Société Générale #Commerzbank #Vermögenswert #Listing
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3 Minuten
Da Microsoft auch in meinem persönlichen Langfristportfolio liegt – Achtung, dies ist wie immer keine Anlageempfehlung – schaue ich mir auch etwas genauer an, wofür Microsoft so sein Geld ausgibt. Microsoft-Chef Satya Nadella twitterte jetzt, dass er mit einer „Multi-Milliarden-Dollar-Investition" in das kalifornischen Startup OpenAI einsteigt, weil man sich ein Multi-Milliardengeschäft mit künstlicher Intelligenz erhofft. Genau dafür hat OpenAI die medial gehypte Software ChatGPT entwickelt. Kann die was? Sie kann was, wie ich mich selbst überzeugte. Ich ließ ChatGPT die besten Agrartechnologie-Aktien recherchieren und wollte schauen ob sie mir ein ähnliches Ergebnis liefert wie mein Gesprächspartner der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, Robin Black von Aegon Asset Management. Beide hatten unter den Top Ten die Klassiker John Deere, AGCO Corporation, Kubota und CNH Industrial auf ihrer Liste. ChatGPT zählte auch noch die Saatgutunternehmen Syngenta, DuPont und Monsanto auf – ok. Was mich aber wirklich faszinierte: Sie filterte mir mit Precision Planting, Raven Industries und Trimble auch noch Unternehmen raus, die die Landwirtschaft mit GPS- und Laser-Steuerungstechnologien sowie Software ausstatten. Sie sind es bestimmt wert, dass man sie genauer anschaut. Probiert es selbst mal aus. Für Recherchezwecken funktioniert ChatGPT verblüffend gut. Ich fühle mich aber dennoch nicht überflüssig, weil die Idee zu dem Thema hatte ja ich und nicht ChatGPT. Vor allem aber erfordern intelligente Antworten auch gescheite Fragen. Und hinterfragen sollte man nicht nur Beiträge von Journalistinnen, sondern auch von Chatbots ...
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#Börse #ChatGTP #OpenAI #SatyNadella #Microsoft #JohnDeere #Agco #Kubota #CNHIndustrial #oe3podcastaward #podcast #chatpot #Agtech #investieren #PrecisionPlanting #RavenIndustries #Trimble
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3 Minuten
Die Kollegen von Flossbach von Storch habe eine echt interessante Studie über Deutsche Aktien gemacht. Demnach wurde über die letzten 20 Jahre am Deutschen Aktienmarkt für die Anleger ein Wertzuwachs von 1,7 Billionen Euro geschaffen. Die Hälfte davon fällt auf Dividenden, der Rest auf Kursanstiege und Aktienrückkäufe. Allerdings haben vergleichsweise wenige Aktien zur Wertschaffung beigetragen, rund 88 Prozent aller investierbaren deutschen Aktien sind unterm Strich nicht im Wert gestiegen. Den höchsten Wertzuwachs für die Anleger lieferten in den letzten 20 Jahren die Aktien der Unternehmen Siemens, SAP, Allianz, Mercedes-Benz Group und Deutsche Telekom mit jeweils über 75 Milliarden Euro. Unter den größten Wertvernichtern zählen vor allem Bank-Aktien wie die Commerzbank und die Hypo Real Estate. Größter Wertvernichter der letzten 20 Jahre ist aber die Deutsche Bank, die heute 24,8 Milliarden Euro weniger wert ist.
Und von den Jungstars, die weniger als 2,5 Jahre an der Deutschen Börse gelistet sind haben vor allem die About You Holding, Siemens Energy, Synlab, Team Viewer und Traton Anlegergeld vernichtet. Und was ist mit dem Insolvenzfall Wirecard? Seit dem Höchststand im August 2018 wurden hier 23 Milliarden Euro vernichtet. Doch durch die Kursgewinne zuvor wurde unterm Strich „nur“ eine Viertel Milliarde Euro an Wert vernichtet. Ich sage es ja: Augen auf beim Aktienkauf!
Habt ihr übrigens gewusst, dass die Österreicher mehr deutsche als österreichische Aktien in ihren Portfolios haben? Ja und habt ihr gewusst, dass ihr beim Ö3-PodcastAward für meine Finanz-Podcasts BÖRSENMINUTE und GELDMEISTERIN und natürlich auch für meinen Pferde-Podcast AUF TRAB abstimmen könnt? Den direkten Link zur Abstimmung findet ihr hier:
Ö3 Podcast-Award für die Börsenminute: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung sagt Podcasthost Julia Kistner
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#Börse #DeutscheAktien #SAP #Mercedes #Allianz #Wirecard #DeutscheTelekom #Commerzbank #DeutscheBank #HypoRealEstate #Siemens #SiemensEnergy #Traton #TeamViewer #Synlab #Aboutyou #Wertvernichtung #Anlagegeld #Wertzuwachs #Ö3Podcast-Award #Kursgewinne #USA #Statistik #FlossbachvonStorchv#BörseFrankfurt
Foto: unsplash/christianWIedinger
Und von den Jungstars, die weniger als 2,5 Jahre an der Deutschen Börse gelistet sind haben vor allem die About You Holding, Siemens Energy, Synlab, Team Viewer und Traton Anlegergeld vernichtet. Und was ist mit dem Insolvenzfall Wirecard? Seit dem Höchststand im August 2018 wurden hier 23 Milliarden Euro vernichtet. Doch durch die Kursgewinne zuvor wurde unterm Strich „nur“ eine Viertel Milliarde Euro an Wert vernichtet. Ich sage es ja: Augen auf beim Aktienkauf!
Habt ihr übrigens gewusst, dass die Österreicher mehr deutsche als österreichische Aktien in ihren Portfolios haben? Ja und habt ihr gewusst, dass ihr beim Ö3-PodcastAward für meine Finanz-Podcasts BÖRSENMINUTE und GELDMEISTERIN und natürlich auch für meinen Pferde-Podcast AUF TRAB abstimmen könnt? Den direkten Link zur Abstimmung findet ihr hier:
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3 Minuten
Um den einen oder anderen gebeutelten Börsianer aufzurichten: Die Statistik spricht wieder einmal für den S&P 500. Denn wenn der Leitindex der 500 größten US-Unternehmen zum Jahreswechsel in drei bestimmten Jahres-übergreifenden Perioden zulegt, war es in der Vergangenheit in 90 Prozent aller Fälle so, dass er im jeweiligen Jahr positiv performte. Bei den drei zu beobachtenden Handelsperioden handelt es sich ersten um die Santa Claus Rally – die Spanne zwischen den letzten fünf Handelstagen im vergangen und den ersten beiden Handelstagen im neuen Jahr. Das zweite betrachtete Zeitfenster sind die ersten fünf Handelstage im neuen Jahr und der dritte entscheidende Performance-Zeitraum ist der gesamte Jänner im neuen Jahr
Auf Börsen-Bullshit-Englisch heißt so eine dreifach positives Ereignis Trifecta. Es passierte in 31 Fällen seit 1950. Eher selten seien aber derartige Kursanstiege nach einem so schlechten Börsenjahr wie 2022. Das sei seit 1950 erst neun Mal vorgekommen und die durchschnittlichen Jahreserträge lagen bei 27 Prozent und die Wahrscheinlichkeit von einem positiven Jahr lag bei 100 Prozent, erhob Ryan Detrick von der Finanzberatung Carson Group. Zuletzt kam so ein Hatrick vulgo Trifecta 2012 und 2019 vor mit Kursgewinnen des S&P 500 von 13 beziehungsweise 29 Prozent.
Aktuell schaut es also nach einem 1,4 Prozent Gewinn während der Santa Claus Rally und einem Zuwachs um 0,8 Prozent in den ersten fünf Handelstagen gut für den US-Leitindex aus. Für den einen klingt das nach Kaffeesud-Lesen, für den anderen nach einem sehr guten Börsenjahr 2023. Schönes Wochenende mit der neuen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN am Sonntag.
Und wenn Euch dieser Podcast gefällt, dann stimmt doch beim Ö3 Podcast-Award für die Börsenminute: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
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#Börsen-Bullshit #Handelstage #S&P500 #US-Leitindex #Ö3Podcast-Award #Kursgewinne #USA #Statistik #SantaClausRally #Carson #Finanzberater #RyanDetrick
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Auf Börsen-Bullshit-Englisch heißt so eine dreifach positives Ereignis Trifecta. Es passierte in 31 Fällen seit 1950. Eher selten seien aber derartige Kursanstiege nach einem so schlechten Börsenjahr wie 2022. Das sei seit 1950 erst neun Mal vorgekommen und die durchschnittlichen Jahreserträge lagen bei 27 Prozent und die Wahrscheinlichkeit von einem positiven Jahr lag bei 100 Prozent, erhob Ryan Detrick von der Finanzberatung Carson Group. Zuletzt kam so ein Hatrick vulgo Trifecta 2012 und 2019 vor mit Kursgewinnen des S&P 500 von 13 beziehungsweise 29 Prozent.
Aktuell schaut es also nach einem 1,4 Prozent Gewinn während der Santa Claus Rally und einem Zuwachs um 0,8 Prozent in den ersten fünf Handelstagen gut für den US-Leitindex aus. Für den einen klingt das nach Kaffeesud-Lesen, für den anderen nach einem sehr guten Börsenjahr 2023. Schönes Wochenende mit der neuen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN am Sonntag.
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#Börsen-Bullshit #Handelstage #S&P500 #US-Leitindex #Ö3Podcast-Award #Kursgewinne #USA #Statistik #SantaClausRally #Carson #Finanzberater #RyanDetrick
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3 Minuten
Ein langweiligeres Geschäft als Rückversicherungen, die Versicherungen versichern gibt es nicht? Das habe ich mir auch jahrelang gedacht und habe mir die Münchner Rück, den größten Rückversicherer der Welt erst relativ spät in meinem Börsenleben ins Depot gelegt. Tatsächlich ist sie zu einer meiner spannesten Aktien in meinem Langfristdepot geworden: Die letzten fünf Jahre hat sie knapp 70 Prozent zugelegt und das Krisenjahr 2022 hat dieser Aktie sogar gut getan, hat sie doch in den letzten zwölf Monaten immerhin knapp 20 Prozent dazugewonnen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 16,48, was ich für mich nicht für überbewertet finde - das ist dezidiert keine Kaufempfehlung, ich kenne nicht Eure persönlichen Vermögens- und Lebensumstände. Obendrein beschert die Munich Re ihren Anlegern ja auch seit Jahrzehnten jährliche Ausschüttungen. Die Dividendenrendite – also das Verhältnis von Dividende zum Aktienkurs - liegt über vier Prozent und das ist doch stattlich.
Als ich neulich wieder mein eigenes Depot durchstöbert habe und mir die Münchner Rück positiv mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent aufgefallen ist, wollt ich der Sache doch auf den Grund gehen, woher die hohe Gewinnzuwächse kommen. Und da schau an, es dürfte sich strukturell etwas zum Besseren für die noch über gebliebenen Rückversichern gewandelt haben: Die Nachfrage nach Rückversicherungen seitens der Erstversicherungsunternehmen ist aufgrund der rasanten Inflation bei den Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten vor allem in den USA drastisch gestiegen und weiterhin hoch, erklärt der Schweizer Fondsriese GAM Investments. Gleichzeitig ist das Rückversicherungsangebot in den vergangenen Jahren aufgrund von Zeichnungsverlusten und eingefrorenen Sicherheiten und auch wegen einer Schrumpfung der Bilanzen der Rückversicherer zurückgegangen. Makler schätzen die derzeitige Lücke zwischen Rückversicherungsangebot und -nachfrage auf 40 bis 80 Milliarden US-Dollar. Sie gehen nicht davon aus, dass diese mittelfristig geschlossen werden kann. Jetzt wisst auch ihr, warum Rückversicher rocken….
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#Rückversicherungen #MunichRe #MünchnerRück #Erstversicherungen #Ö3Podcast-Award #Bilanzen #Schrumpfung #USA #Dividendenrendite #KGV #Fonds #GAM #Fondsgesellschaft
Foto: unsplash/nigmatic
Als ich neulich wieder mein eigenes Depot durchstöbert habe und mir die Münchner Rück positiv mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent aufgefallen ist, wollt ich der Sache doch auf den Grund gehen, woher die hohe Gewinnzuwächse kommen. Und da schau an, es dürfte sich strukturell etwas zum Besseren für die noch über gebliebenen Rückversichern gewandelt haben: Die Nachfrage nach Rückversicherungen seitens der Erstversicherungsunternehmen ist aufgrund der rasanten Inflation bei den Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten vor allem in den USA drastisch gestiegen und weiterhin hoch, erklärt der Schweizer Fondsriese GAM Investments. Gleichzeitig ist das Rückversicherungsangebot in den vergangenen Jahren aufgrund von Zeichnungsverlusten und eingefrorenen Sicherheiten und auch wegen einer Schrumpfung der Bilanzen der Rückversicherer zurückgegangen. Makler schätzen die derzeitige Lücke zwischen Rückversicherungsangebot und -nachfrage auf 40 bis 80 Milliarden US-Dollar. Sie gehen nicht davon aus, dass diese mittelfristig geschlossen werden kann. Jetzt wisst auch ihr, warum Rückversicher rocken….
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3 Minuten
Gestern erst habe ich ihn angekündigt, heute will man den Bluebird in Deutschland bereits gesichtet haben. Den blauen Vogel beziehungsweise das positive Ereignis, dass auch die Börse schlagartig Aufschwung bescheren könnte. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, kurz ZEW sieht zumindest schon ein leichtes Aufhellen des Konjunkturhimmels. Die Großhandelspreise für Gas sind gefallen, die Gaslager sind voller als erwartet. Den jüngsten ZEW-Schätzungen zur Folge ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2022 auch nicht wie erwartet geschrumpft, sondern stagnierte zumindest nur. Obendrein haben sich die Gewinnerwartungen in Summe verbessert, wenn man einmal von der Bau- und Produktionsbranche im Allgemeinen absieht, die besonders unter den hohen Energiekosten leiden und von den Konsumwerten, die immer noch die Kaufzurückhaltung spüren.
Leider macht ein einziger Bluebird noch keinen Börsensommer. Was ich damit sagen möchte: 1. Deutschland ist nicht die gesamte Eurozone und 2. Die ZEW-Umfrage zeigt kein eindeutiges Bild. Während Banken und Versicherungen ihre Gewinnerwartungen nach oben geschraubt haben ebenso wie die Telekombranche, Versorger und selbst die Technologiebranche, die zuvor ein zu düsteres Bild gezeichnet hatte, haben sich die Gewinnerwartungen insbesondere die Baubranche verschlechtert, ebenso wie die Perspektiven für die Stahl- und für Konsumbranche und den Maschinenbausektor. Ja, und? Richtig: Als Langfristanleger sollte man sich nicht von Monat zu Monat hanteln, sondern sich die Langfristperspektiven der Unternehmen anschauen. Aber sich umschauen nach günstigen Einstiegschancen darf man sich ja...
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#Ö3PodcastAward #ZEW #Konjunktur #Erfolgung #Gas #Gewinnerwartungen #Börse #Bluebird #Langfristperspektiven #Stahlbanche #Einstiegschancen Tech-Branche #Stahlindustrie #Konsumgüterindustrie #Bau #Maschinenbau
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Leider macht ein einziger Bluebird noch keinen Börsensommer. Was ich damit sagen möchte: 1. Deutschland ist nicht die gesamte Eurozone und 2. Die ZEW-Umfrage zeigt kein eindeutiges Bild. Während Banken und Versicherungen ihre Gewinnerwartungen nach oben geschraubt haben ebenso wie die Telekombranche, Versorger und selbst die Technologiebranche, die zuvor ein zu düsteres Bild gezeichnet hatte, haben sich die Gewinnerwartungen insbesondere die Baubranche verschlechtert, ebenso wie die Perspektiven für die Stahl- und für Konsumbranche und den Maschinenbausektor. Ja, und? Richtig: Als Langfristanleger sollte man sich nicht von Monat zu Monat hanteln, sondern sich die Langfristperspektiven der Unternehmen anschauen. Aber sich umschauen nach günstigen Einstiegschancen darf man sich ja...
Und wenn Euch dieser Podcast gefällt, dann stimmt doch beim Ö3 Podcast-Award für die Börsenminute: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Vielen lieben Dank, sagt Podcasthost Julia Kistner
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3 Minuten
Wir Börsenmenschen brauchen offensichtlich immer etwas, woran wir uns klammern können. In der Finanzkrise 20008 hat Nassim Nicholas Taleb, Finanzmarktmathematiker, Statistiker, Spezialist für komplexe Derivate und Buchautor den Begriff des „Black Swan“ populär gemacht: Unvorhersehbare Ereignisse, sprich negative Schocks, die die Märkte crashen lassen. Seitdem sind die Börsianer unentwegt auf der Hut vor Schwarzen Schwänen. Doch „Black Swans“ waren gestern, heute schaut man Ausschau nach „Blue Birds“, bunte Vögel würde es im Deutschen wahrscheinlich besser treffen als blaues Federvieh. Gemeint sind unvorhersehbare Ereignisse, die plötzlich alles zum Guten wenden. Das könnten zum Beispiel ein überraschender Frieder in der Ukraine sein, der die Energie- und Lebensmittelpreise auf einen Schlag senken würde. Oder eine Entspannung im USA-China-Konflikt, was die Kosten durch eine Rückkehr zur Globalisierung senken könnte. Ebenso könnte der Blue Bird eine bahnbrechende technologische Entwicklung sein, mit der man die Produktionskosten massiv senken kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und die Seltenheit eines Blue Birds oder bunten Vogel macht ihn erst aus. An dieser Stelle empfehle ich eine der jüngsten GELDMEISTERIN-Podcastfolgen mit Investment-Legende Jim Rogers, der genau mit so einem Blue Bird rechnet, der bald zu einem Höhenflug an den Weltbörsen führen könnte, der jedoch nur kurz andauert und dann zu massiven Kursabstürzen führt und dann hätten die hoch verschuldeten Länder dieser Welt kein Geld mehr in ihren Staatskassen um gegenzusteuern. Ich persönlich würde jetzt meine Augen mehr auf die Quartalsbilanzen der Unternehmen richten als auf Schwarze Schwäne und Blue Birds.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Börse #Anleger #BlackSwan #BlueBird #SchwarzerSchwand #NassimNicholasTaleb #Statistik #Finanzmathematik #Derivate #JimRogers #Kursabsturz #Aktionäre #Podcast #Börsenminute #Ö3PodcastAward #Schock
Foto: Unsplash/bouchard
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3 Minuten
Noch einmal zur Bilanzsaison. Warum bringen Unternehmen ihre Bilanzen eigentlich häufig freitags heraus, so wie in dieser Woche die US-Finanzhäuser Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup? Früher ging man davon aus, dass sie etwas zu verbergen haben. Heute haben sie offenbar festgestellt, dass sie damit mehr Aufmerksamkeit erregen. An welchem Wochentag ein Unternehmen seine Zahlen, Daten, Fakten bekannt gibt ist nicht so entscheidend. Skeptisch werden die Märkte und auch ich vielmehr, wenn Unternehmen deutlich später als zuvor oder auch viel später als an gekündigt ihre Bilanzen offenlegen. Der Datenanbieter Wallstreet Horizon hat hierzu eigens Late Earnings Report Index LERI aufgelegt (www.wallstreethorizon.com). Der Frühwarnindikator für mögliche schlechte Unternehmensergebnisse trackt, wie viele Unternehmer später und wie viele früher als bisher ihre Zahlen präsentieren. Offenbar schieben Unternehmen die Veröffentlichung von schlechten Quartalsbeginn zunehmend nach hinten. Gute Ergebnisse werden gerne vorzeitig bekannt gegeben. Der neue LERI-Index hat sich bei den Dritten-Quartalsergebnissen allerdings nur halbwegs bewährt: 57 Prozent der Unternehmen mit abnormalen Bilanzveröffentlichungszeiten haben dann tatsächlich auch entsprechend der Annahme performt. Zu den Spätveröffentlichern, deren Ergebnisse schlechter als erwartet im dritten Quartal ausfielen zählen etwa Salesforce, Allegiant Travel Company, NiSource oder AvalonBay. Hingegen haben Halliburton so wie Becton, Dickinson & Company und DuPont auch später als ursprünglich beabsichtigt ihre Quartalszahlen präsentiert und die Erwartungen der Analysten dennoch leicht übertroffen. Fazit: Verspätete Veröffentlichungen der Bilanzdaten können, aber müssen kein Warnsignal sein. Hellhörig sollten sie machen und für Unsicherheit sorgen sie in jedem Fall ...
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Hier der Link zum LERI-Index-Herausgeber Wallstreet Horizont: https://www.wallstreethorizon.com/news/LERI
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#Börse #Anleger #Bilanz #Aktionäre #DuPont #AllegiantTravelCompany #NiSource #AvalonBay #Halliburton #Becton,Dickonson #LERI-Index #WalstreetHorizon #Salesforce #Unternehmensergebnisse #Rendite
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3 Minuten
So sind´s die Aktivisten: Die einen picken bzw. kleben sich an Stühlen, Straßen, Stehpulten fest, um etwas zu verändern. Die anderen werfen ihr geballtes Kapital in die Waagschale, so wie etwa der nicht unbekannte Shareholder-Activist Bluebell derzeit bei Bayer. Mit seiner 20-prozentigen Beteiligung am deutschen Pharma- und Agrarriesen will er kräftig in der Chefetage mitmischen und den Konzern zerschlagen, die Klagen-umworbene Agrarsparte – Stichwort RoundUp/Monsanto – abspalten und so mehr Geld aus dem Pharmakonzern Bayer quetschen zu können. Bluebell erwartet sich für die Bayer-Aktionäre einen Wertzuwachs von 70 Prozent. Der britische Hedgefonds hat bei Danone schon einen CEO zu Fall gebracht. Am Gründer und CEO des weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock beißt sich der unbeliebte Investor gerade die Zähne aus. Im Herbst scheiterte Bluebell beim Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont an der Hauptaktionärsfamilie Rupert. Richemont istbekannt vor allem für seine Marke Cartier. Die übrigen Aktionäre unterstützten den 72-jährigen Johann Rupert. Er blieb im Chefsessel.
Shareholder-Aktivismus boomt wie nie zuvor, dabei will man vor allem einem Managementwechsel erzwingen, man ist der der Meinung, dass man bessere strategische Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens kennt als der Vorstand. Nicht immer ist Geld und Gewinn wie beim berühmt und berüchtigten Active-Shareholder Carl Icahn das Motiv für ihr tun. Auch der Boom nachhaltiger Finanzprodukte sorgt für eine Schar von ESG-Aktivisten, die soziales und umweltgerechtes Handeln der Unternehmen erzwingen wollen und sich auch nicht vor den Karren anders motivierter Aktiv-Aktionäre spannen lassen. So wurde Icahn´s Forderung auf zwei Sitze im Aufsichtsrat bei McDonald´s im Vorjahr, natürlich nur zum Tierwohl, nur von einem Prozent der Aktionäre unterstützt. Auch die kurzfristig gehypten Spacs, Special Purpose Aquisition Companies, Investment-Hüllen, die Geld einsammelten um sich an zuvor noch nicht definierte StartUps zu beteiligen boten 2022 viel Angriffsfläche für Active Sharholders.
Weltweit sollen es über 700 aktivistische Angriffe sein, die die Unternehmen von der Arbeit abhalten. Oder um es positiv zu formulieren: Die Aktionäre werden immer aktiver. Konkret bei Bayer sind ein ganzes Bündel gewinnorientierter Aktienaktivisten investiert, angeblich auch Aktivist Elliot. Die Bayer-Aktie bekommt durch die Aufspaltungsphantasien Rückenwind. Würe das Unkrautvernichtungsmittel RoundUp von der Bayer-Pharmasparte abgespalten, wäre das höchstwahrscheinlich lukrativ für die Aktionäre. Eine nachhaltige Lösung im Dienste der Umwelt wäre es deshalb aber noch lange nicht....
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#Börse #Anleger #Shareholder #Aktionäre #Unkrautvernichtung #Aktie #Rendite #Bayer ü #Activist #Monsanto #RoundUp #Inflation #BlackRock
Foto: Unsplash/Markus Spiske
Shareholder-Aktivismus boomt wie nie zuvor, dabei will man vor allem einem Managementwechsel erzwingen, man ist der der Meinung, dass man bessere strategische Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens kennt als der Vorstand. Nicht immer ist Geld und Gewinn wie beim berühmt und berüchtigten Active-Shareholder Carl Icahn das Motiv für ihr tun. Auch der Boom nachhaltiger Finanzprodukte sorgt für eine Schar von ESG-Aktivisten, die soziales und umweltgerechtes Handeln der Unternehmen erzwingen wollen und sich auch nicht vor den Karren anders motivierter Aktiv-Aktionäre spannen lassen. So wurde Icahn´s Forderung auf zwei Sitze im Aufsichtsrat bei McDonald´s im Vorjahr, natürlich nur zum Tierwohl, nur von einem Prozent der Aktionäre unterstützt. Auch die kurzfristig gehypten Spacs, Special Purpose Aquisition Companies, Investment-Hüllen, die Geld einsammelten um sich an zuvor noch nicht definierte StartUps zu beteiligen boten 2022 viel Angriffsfläche für Active Sharholders.
Weltweit sollen es über 700 aktivistische Angriffe sein, die die Unternehmen von der Arbeit abhalten. Oder um es positiv zu formulieren: Die Aktionäre werden immer aktiver. Konkret bei Bayer sind ein ganzes Bündel gewinnorientierter Aktienaktivisten investiert, angeblich auch Aktivist Elliot. Die Bayer-Aktie bekommt durch die Aufspaltungsphantasien Rückenwind. Würe das Unkrautvernichtungsmittel RoundUp von der Bayer-Pharmasparte abgespalten, wäre das höchstwahrscheinlich lukrativ für die Aktionäre. Eine nachhaltige Lösung im Dienste der Umwelt wäre es deshalb aber noch lange nicht....
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3 Minuten
Mit den Großbanken Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup startet am Freitag in den USA die Berichtssaison. In der letzten Berichtssaison haben dreimal so viele Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten übertroffen als sie enttäuscht haben. Ich persönlich sehe solche Analystenschätzungen immer skeptischer. Mir kommt vor, die Analysten wollen vom Ausblick der Firmen nicht allzu weit abweichen, um weiterhin auf Road Shows eingeladen zu werden und die Unternehmen stapeln tief, da bessere Ergebnisse als erwartet an der Börse immer gut ankommen. Umso genauer sollte man sich dann die tatsächlichen vierten Quartalszahlen 2022 anschauen, inwieweit mit den Vorgaben etwa das Kreditgeschäft der Banken beziehungsweise die Konjunktur im Jahr 2023 einknicken. Hier sollte man bei den Banken auf die Risikovorsorge achten. Sie sind zwar die Profiteure steigender Zinsen, befürchten aber gleichzeitig, dass zu aggressive Zinserhöhungen die Konjunktur abwürgen und zu Firmenpleiten und massiveren Kreditausfällen führen könnten. Wie stark die US-Notenbank Fed Anfang Februar die Zinsen anhebt hängt wiederum von der Inflationsentwicklung ab. Die Preisanstiege im Dezember werden in den USA übrigens am Donnerstag veröffentlicht und geben einen Hinweis ob die FED die Zinsen moderater anheben kann. Analysten gehen davon aus, dass die Dezember-Rate unter sieben Prozent liegt. Mal sehen.
Spannend wird es dann nächste Woche, wenn die US-Industrieunternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Einen Vorgeschmack bot am Dienstag in Europa Airbus. Auch wenn China und Co Airbus-Aufträge teilweise wieder stornierten und Russland die Produktion seiner alten Tupolev Tu-214 wieder aufnimmt verbucht der französisch-deutsche Flugzeugbauer doch nach Abzug der Stornierungen 820 Bestellungen und hat somit noch gut zu tun. Wie auch immer: Bei produzierenden Unternehmen ist jetzt vor allem die „Book-to-Bill“-Ratio wichtig. Das Verhältnis von abgearbeiteten zu neuen Aufträgen. Daran sieht man wie tief ein Unternehmen oder eine Branche noch in die Rezession rutscht, ob die Konzerne eigentlich nur noch von seinen alten, sich langsam leerenden Auftragsbüchern leben. Lassen wir uns nächste Woche überraschen …
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#Börse #Anleger #Berichtsaison #Rezession #Airbus #Aktie #Rendite #BankofAmerica #JPMorgan #Citigroup #Aufträge #Russland #Ratio #Book-to-Bill #Firmenpleiten #Kreditausfälle #Quartalszahlen #Aufschwung #Inflation #Timing #FED #Krisenjahr #Crash #Wirtschaft
Foto: Unsplash/jametiene
Spannend wird es dann nächste Woche, wenn die US-Industrieunternehmen ihre Zahlen veröffentlichen. Einen Vorgeschmack bot am Dienstag in Europa Airbus. Auch wenn China und Co Airbus-Aufträge teilweise wieder stornierten und Russland die Produktion seiner alten Tupolev Tu-214 wieder aufnimmt verbucht der französisch-deutsche Flugzeugbauer doch nach Abzug der Stornierungen 820 Bestellungen und hat somit noch gut zu tun. Wie auch immer: Bei produzierenden Unternehmen ist jetzt vor allem die „Book-to-Bill“-Ratio wichtig. Das Verhältnis von abgearbeiteten zu neuen Aufträgen. Daran sieht man wie tief ein Unternehmen oder eine Branche noch in die Rezession rutscht, ob die Konzerne eigentlich nur noch von seinen alten, sich langsam leerenden Auftragsbüchern leben. Lassen wir uns nächste Woche überraschen …
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2 Minuten
Die ersten Tage im neuen Börsenjahr haben überraschend stark begonnen. Nach einem Minus von 12,35 Prozent im Gesamtjahr 2022 hat der deutsche Leitindex Dax in der ersten Woche 4,93 Prozent zugelegt und konnte am Montag wiederum sehr positiv in die neue Woche starten. Neben dem DAX zählt auch der chinesische Hang Seng-Index nicht zuletzt durch die Liberalisierung der Covid-Restriktionen mit plus 6,12 Prozent zu den Senkrechtstartern im neuen Jahr, nachdem er im Vorjahr um 15,46 Prozent absackte. Selbst der US-Technologie-Index Nasdaq ging es in der ersten Woche um 0,92 Prozent wieder aufwärts, nachdem er im Krisenjahr 2022 ein Drittel seines Wertes einbüßte. Der breite US-Index S&P-500 stieg um 1,45 Prozent in der ersten Börsenwoche nach einem minus von 19,44 Prozent im Vorjahr. Doch Vorsicht, bei aller aufkeimenden Börseneuphorie würde ich zu Jahresbeginn nicht gleich zu viel investieren und riskieren. Denn glaubt man Statistiken, dann erhöht man seine Aktienquote besser erst im letzten Drittel einer Rezession. Wir befinden uns gerade am Beginn des Wirtschaftseinbruches. Mit Aktienzukäufen in mehreren, gleich großen Tranchen respektive mit Sparplänen braucht man sich über das richtige Timing allerdings ohnedies weniger Sorgen machen.
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3 Minuten
Das ist eine echte Herausforderung, die da die digtitale Impact-Investing-Plattform Inyova berechnet hat. Bei einer durchschnittlichen Jahresinflation von drei Prozent muss man unglaubliche 900 Euro mehr pro Monat – nicht pro Jahr (!) – zurücklegen, um dieselbe private Zusatzpension zu erzielen. Dabei gehen Inyova von einem deutschen Durchschnittseinkommen von 47.700 Euro aus, einer entsprechenden Einkommensteuerquote von 36 Prozent und dass man 20 Prozent seines Einkommens mit einer jährlichen nominalen Rendite von fünf Prozent zwanzig Jahre anspart und dass das angesparte Vermögen für 25 Pensionsjahre gedacht ist. Waren es bei der bisherigen durchschnittlichen Inflation (Grundlage sind die 1,72 Prozent jährliche Teuerung der letzten 30 Jahre) 1.904 Euro, die monatlich zurückgelegt werden mussten um seien Lebensstandard zu bewahren, sind es bei einer Inflation von durchschnittlich drei Prozent bereits 2.837 Euro. Und selbst wenn man schon mit 30 Jahren vorsorgt und so 30 Jahre ansparen kann muss man 1.883 Euro statt 1.115 Euro monatlich zurücklegen. Wobei hier wohl die staatliche Pension nicht berücksichtigt wurde. Wie auch immer: ein durchschnittlicher Inflationsanstieg von 0,01 Prozent macht eine notwendige zusätzliche Ersparnis von rund zehn Euro pro Monat notwendig, so die Berechnungen von Inyova.
Natürlich sind drei Prozent Jahresinflation in Zukunft, nur Annahmen, so wie auch vieles andere. Aber die Message bleibt die Gleiche. Obendrein lässt sich die angenommene durchschnittliche Jahresrendite von fünf Prozent wohl kaum mit soliden Staatsanleihen erzielen ist. Also kommt man ums Aktiensparen nicht herum. Umso mehr empfehle ich Euch, der Börsenminute und auch der GELDMEISTERIN 2023 weiterhin Gehör zu schenken, um mehr aus Eurem Vermögen zu machen. Gerne könnt ihr mir auch über die sozialen Kanäle, GELDMEISTERIN-Gruppen auf Facebook und LinkedIn, über www.geldmeisterin.com oder auch über julia@geldmeisterin.com Eure Finanzfragen, Anregungen, Wünsche oder Beschwerden schicken um sie gemeinsam zu lösen.
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#Börse #Inflation#Europa #Teuerung #Ersparnis #Pensionssparen #Aktie #Rendite #Durchschnittseinkommen #Steuerquote #Einkommenssteuer #Inflationsanstieg
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