Sollten wir extrem rechtes Denken in Bildungsveranstaltungen konkret thematisieren und wenn ja, wie?
Ausgangspunkt dieser Folge ist eine Frage, über die unsere Professorin Anja Besand bei der Planung ihrer Lehrveranstaltungen gestolpert ist: „Gibt es Situationen, in denen es sinnvoll ist, dass wir selbst extrem rechtes Denken sichtbar machen?“
In ihrer Einführungsvorlesung spricht sie mit angehenden Lehrkräften darüber, was wir unter Politik verstehen und welche Vorstellungen von Staat, Gesellschaft und Politik existieren. Mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage stellt sich dabei die Frage, ob nicht auch extrem rechte Deutungen ausdrücklich thematisiert werden sollten. Denn Studierende (ebenso wie Schüler:innen) begegnen solchen Konzepten im Alltag, oft ohne ihre Herkunft oder Bedeutung einordnen zu können.
Aus dieser Überlegung entstand im Team eine kontroverse Diskussion. Gemeinsam mit Tina Hölzel-Chokharash, David Jugel und Stefan Breuer spricht Anja Besand darüber, was dafür und was dagegen spricht, extrem rechtes Denken in Bildungsprozessen sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob wir das tun sollten, sondern auch darum, wie wir es tun können, wenn wir uns dafür entscheiden: Welche Zugänge sind sinnvoll, welche Risiken gilt es zu bedenken und worauf kommt es bei der konkreten Umsetzung an?
Deutsches Denken – Rechte Intellektuelle der Bundesrepublik: https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsches-denken-rechte-intellektuelle-der-bundesrepublik-1-4-100.html
Im Podcast zu hören sind: Anja Besand, David Jugel, Stefan Breuer und Tina Hölzel-Chokharash
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