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313 Episoden
11 Minuten
NEW GROUP ist ein Film über den Konformitätsdruck in Japan – Schauplatz eine strenge Schule, geprägt von Mobbing und militärisch anmutendem Sportunterricht. Plötzlich fangen Schüler an Menschenpyramiden zu bilden – immer mehr Schüler, immer größere Pyramiden. Die Jugendlichen wirken dabei wie ferngesteuert. In Traumsequenzen wird Gesellschaftskritik sichtbar: geldgierige Politiker, die jeden Kontakt zur Realität verloren haben, und narzisstische, social media-süchtige Jugendliche ohne einen Hauch von Empathie.

NEW GROUP bietet keinen harten Horror, sondern ist gleichzeitig albern und bedrohlich. Der sehr unterhaltsame Film lässt einen über die eigenen gesellschaftlichen Mechanismen nachdenken – der Schrecken ist wie eine Nacht auf der Wiesn, wenn man keinen Alkohol trinkt :-) Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Markus Mäurer von translate or die, André, Andras, Alex von den Abspannguckern, Hendrik und Thomas.
9 Minuten
Ohne Geld, in einer völlig fremden Stadt, nachts betrunken und völlig würdelos in eigenem und fremdem Erbrochenen zu krabbeln wie ein Zombie – das sollte der totale Tiefpunkt sein für eine berühmte japanische Schauspielerin. Aber es kann auch der überraschende Start in eine Karriere als Darstellerin in Very-Low-Budget-Horrorfilmen in New York sein. Den Shiina stößt auf den Punk und leidenschaftlichen Independentregisseur Jack. Er steckt sie mit seiner überbordenden Begeisterung für das Filmemachen an.

Eine Komödie mit Charme über die Liebe zum Film, mit Clash of Culture, und Fish out of the Water – und haufenweise Anspielungen an die Horrorfilme der 70er und 80er Jahre. Helena erklärt im Podcast, welche Rolle Larry Fessenden hier spielt. Viele gut gesetzte Pointen, schöne Details und natürlich eine Portion RomCom-Kitsch und ein bisschen Verherrlichung der Billig-Video-Produktionen. Aber das schmälert den Spaß überhaupt nicht. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Helena und Malte von Sneaky Monday, Alex von den Abspannguckern und Thomas.
35 Minuten
Kein Nippon Connection ohne das FilmpodcasterFilmbloggerFrühstück. Diesmal hat uns das Festival einen Raum in der Arthur-Pfungst-Stiftung zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür – und für Kaffee, Croissants und Brezeln satt. In diesem Jahr haben wir uns schon am Donnerstag statt am Freitag getroffen und hatten entsprechend etwas weniger Filme bereits gesehen. Trotzdem eine Menge Eindrücke in unserem Podcast, denn auch in diesem Jahr haben wir das Aufnahmegerät rumgehen lassen. 2026 waren dabei: Karoline aka DieMelanie, Malte von Sneaky Monday, der Abspanngucker Alexander, Kaidan, Andras, André, Markus Mäurer von translate or die, Niklas vom Filmfest Aachen, Volker vom Randfilmfest Kassel, Dominic vom Filmmagazin Deadline, Daniel vom Altstadtkino und natürlich Thomas und Hendrik von SchönerDenken. Ein wunderbares Wiedersehen und Neukennenlernen. Das Frühstück ist offen für Alle! Viel Spaß bei unserer 35-Minuten-Episode :-)

Shownotes

00:00 Begrüßung

00:22 Thomas, SchönerDenken

01:25 Hendrik, SchönerDenken

02:52 Markus Mäurer, Translate or die

03:43 Andras

04:57 Johannes/Dingsdaninja

06:50 Volker Beller, Randfestival

09:38 Lucas Barwenczik, cuts, gelesen

11:16 Niklas Michels, Fimlmfest Aachen

13:10 Sascha, Deadline

14:52 Christin/Kaisu life4books

15:43 Andreas/Kaidan

19:07 Dominic, Deadline

20:58 Karoline/DieMelanie

21:46 Malte, Sneaky Monday / bedroomdisco

23:59 Helena, Sneaky Monday / bedroomdisco

25:36 René, Abspanngucker

26:32 Ende
11 Minuten
Ich habe ja eine Schwäche für diesen naiven Optimismus, der sich so oft in Spielbergs Filmen findet. Gute, empathische Menschen und gute, empathische Ausserirdische (die zwischendurch in der Gestalt von Tieren erscheinen – Achtung Kitschalarm). Und ich habe eine Schwäche für Spielbergs Inszenierung, wenn zum Beispiel die Veränderung der Augenfarbe und der Mimik reicht, um massiv an der Spannungsschraube zu drehen. Spielberg hat offenbar einen großen Spaß daran, Alien-Motive der 1950er und darüber hinaus zu zitieren.

Worum geht es? Im geheimen operierende Konzerne (angeführt von Colin Firth) jagen die Menschen, die mit den Aliens kommunizieren können und versuchen zu verhindern, dass „die Wahrheit“ enthüllt wird. Über weite Strecken ist DISCLOSURE DAY ein Thriller mit rasanten Verfolgungsjagden und punktet gerade im ersten Drittel mit Situationskomik – und natürlich mit der fantastischen Emily Blunt.

Aber der Film hat auch einige Schwächen: Mindestens einen Nebenhandlungsstrang hätte man weglassen können und sollen. Eine Portion Düsternis a la X-Files fehlt und am Ende spielt das gute alte Fernsehen eine sehr unrealistische Rolle. Trotzdem sehr unterhaltsam und wenn man den inneren 12-Jährigen channeln kann wie ich, sehr empfehlenswert. Direkt nach dem Kino gibt es im Podcast durchaus auch kritische Töne. Am Mikrofon: Heidi, Hendrik, Harald und Thomas.
9 Minuten
Zu jedem richtig guten Filmfestival gehört dieser eine Mindfuck-Film, der einen sprachlos zurücklässt, der irritiert, begeistert, verärgert, beeindruckt, überfordert. Genau so ein Film ist JINSEI, ein Anime, der optisch zwischen Southpark und Avantgarde schillert und der inhaltlich an Twin Peaks und 2001 erinnert. Ryuya Suzuki hat im Alleingang diese Tour de Force geschrieben und gezeichnet, eine Biographie als Stream of consciousness: Unser Protagonist durchlebt Tiefen und Höhen, Ablehnung und Ruhm bis er in einer fernen Zukunft die Grenzen des Menschseins abstreift. Grob zusammengefasst.

Irgendwann erreicht man als Zuschauer den Punkt, wo man nicht mehr verstehen will, was man sieht und nur noch staunt, bewundert, träumt oder verzweifelt. Sehr sehenswert, wenn man bereit ist, aus seiner Komfortzone herausgerissen zu werden. Den Podcast haben wir spät in der Nacht direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon eine große, überwiegend begeisterte Runde: Niklas vom Filmfest Aachen, Volker vom Randfilmfestival, Malte von Sneaky Monday, Dominik von Deadline, Markus von translate or die, Alex von den Abspannguckern und Thomas von SchönerDenken.
11 Minuten
Regisseurin Yuriyan Retriever hat uns mit MAG MAG einen Meta-J-Horror-Kracher geschenkt, der uns den ganzen Film über grinsen lässt. Eine Geschichte von Rache und Obsession, voller absurder, großartiger Einfälle – wo sonst kann man mit Öl eingeschmierte Menschen sehen, die sich durch den Anus eines Gemäldes quälen? Es geht weit über das Wiedererkennen typischer J-Horror-Tropen hinaus: Die verschiedenen Episoden führen immer wieder ganz andere Opfer in die Fänge der dämonischen Erscheinung Mag Mag, die als ungeliebte Frau die Objekte ihrer Begierde zu Tode liebt. Am Ende, nach einigen überraschenden Twists, kommen die Fäden der Flüche zusammen. Für alle, die ein Herz für J-Horror haben, ein großer Spaß. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Alex von den Abspannguckern, Hendrik und Thomas.
10 Minuten
Wir sind Weltmeister im Verdrängen – vor allem was die immer sichtbarer werdende Klimakatastrophe betrifft. Im bewegenden Film HOW DARE YOU entdecken drei Kinder das Thema und entscheiden sich zu handeln. Interessant ist dabei nicht nur das Engagement und der Einfallsreichtum der Kinder sondern auch auch die Reaktionen der Eltern: Sie sind schnell überfordert und wollen den „Elefant im Raum“ lieber weiter ignorieren, statt gegen die Klimakatastrophe aktiv zu werden. Der ebenso komische wie ernste Film von Regisseurin Mipo O tritt uns untätigen Erwachsenen gewaltig in den Hintern und wirkt besonders intensiv, weil weitgehend die Perspektive der Kinder eingenommen wird – auch dadurch, dass die Kamera auf Augenhöhe der Kinder ist. Im Podcast diskutieren wir auch darüber, was wir selbst tun können und Helena erklärt den „ökologischen Handabdruck“. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Malte und Helena von Sneaky Monday, Markus von translate or die, Karoline, Andras, André und Thomas.
9 Minuten
Die RomCom FIRST KISS steigt sehr hart mit einer schlimmen Szene ein: Ein Mann wird von einem Zug überrollt, nachdem er eine Frau und ein kleines Kind gerettet hat. Und auch sonst präsentiert uns Regisseurin Ayuko Tsukahara eine etwas andere, neue Variante des Zeitreise-Liebesfilm. Wenig Kitsch, dafür viele feine Pointen und schöne Details. Kanna will die Vergangenheit ändern, um den Tod ihres Mannes zu verhindern. Das bringt sie in eine Menge komischer Situationen – Erfolg hat sie nicht. Schließlich setzt sie alles auf eine Karte. Vielleicht ist der Film am Ende etwas zu lang und ja, mit ABOUT TIME, dem Goldstandard des Subgenre Zeitreise-Liebesfilm, kann er sich nicht messen, aber bei uns ist er sehr gut angekommen. Den Podcast haben wir in großer Runde direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Robert, Malte von Sneaky Monday, André, Andras, Dominik von Deadline, Hendrik und Thomas.
8 Minuten
Der Umgang mit Transmenschen ist ein Lackmustest für unsere Zivilisation: Wer im falschen biologischen Geschlecht geboren ist, hat Anspruch auf Toleranz und auf ein Leben in Würde. Vor diesem Hintergrund ist BLUE BOY TRIAL sehr berührend. Ein Arzt wird 1965 vor Gericht gestellt, weil er Geschlechtsangleichungen vorgenommen hat. Im Laufe des Prozesses treten unterschiedliche Transfrauen in den Zeugenstand und werden mit dem Hass und der Verachtung des Staatsanwalts konfrontiert. Der Kampf um Anerkennung ist lebensgefährlich und dauert immer noch an. Der Film von Kasho Iizuka wird getragen von den starken Darstellerinnen. Den Podcast mit dem ersteh Eindruck haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die, Alex Sobolla von den Abspannguckern, André und Thomas.
9 Minuten
Ami Chong ist herausragend in ihrer Rolle aus liebevolle und etwas schräge Sexarbeiterin, die zuhause ihren alten Schwiegervater pflegt und zwischendurch im heimischen Schlafzimmer Kunden empfängt. Die fühlen sich bei ihr wie zuhause. Was auf den ersten Blick wie eine überraschend freizügige, sehr gut getimte Komödie wirkt, wirft eine ganze Menge gesellschaftlicher Fragen auf: Arbeitet sie als Sexarbeiterin, um noch einmal schwanger werden zu können? Gibt es einen Ausweg aus der abgrundtiefen Einsamkeit der Nachbarin? Und welche Rolle spielt die starke Abneigung unserer Protagonistin gegen den ermordeten ehemaligen Regierungschef Shinzo Abe? Die Gleichzeitigkeit von Heiterkeit und Relevanz macht diesen Film aus – zurecht hat er auf dem Festival NIPPON VISIONS JURY AWARD gewonnen. Einen Preis verdient hätte auch die ungeheuer sympathisch wirkende Ami Chong, die im Q&A sehr gut die Hintergründe des Films erläuterte. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die und Thomas.
6 Minuten
SUZUKI=BAKUDAN ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Bombenleger, der den Polizeibeamten Hinweise auf kommenden Anschläge gibt und den Polizisten, die verzweifelt versuchen die Rätsel rechtzeitig zu lösen, um Menschenleben zu retten. In Hollywood ist die große Zeit der Bombenlegerthriller vorbei – hier konnten wir noch einmal richtig eintauchen in das Genre. Achtung: Der Film zeigt auch die Anschläge, zeigt Tote und Verletzte. Auf der einen Seite spannend und sehr unterhaltsam, auf der anderen Seite ziemlich kompliziert in den verschachtelten Rätseln. Für tiefere Charakterzeichnungen fehlt der Raum und die eine oder andere Polizeiarbeit wird in der Realität hoffentlich professioneller umgesetzt :-) Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Karoline (DieMelanie), Markus Mäurer von translate or die und Thomas. (Diesmal ab 3:50 milde Spoiler)
7 Minuten
1982 will eine junge Frau von ihrer Mutter wissen, warum sie Nagasaki und Japan verlassen hat. Und in Rückblenden gehen wir 30 Jahre zurück in die Erinnerungen der Mutter. Es dauert eine Weile, bis wir spüren, dass die Mutter eine unzuverlässige Erzählerin ist. Die Verfilmung des Romans von Kazuo Ishiguro traut sich viele Fragen offen zu lassen in diesem starken Melodram. Der Film von Kei Ishikawa fängt in der Inszenierung die visuelle Kraft der Melodramen der 1950er Jahre ein. A PALE VIEW OF HILLS fühlt sich in der Bildsprache und in den humanistischen Fragenstellungen an, als sei es ein neuer Film von Keisuke Kinoshita – und das ist ein großes Kompliment :-) Sehr sehenswert! Den Podcast haben wir direkt nach dem Film auf Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Markus, Hendrik und Thomas.
11 Minuten
Das eigene Kind allein erziehen, dass bedeutet immer noch, sich gegen enorme Widerstände durchzusetzen, bedeutet viel Vorurteile und hohes Armutsrisiko. Fujiko kommt 1977 in diese Situation – der Film von Taichi Kimura begleitet sie in den ersten fünf Jahren durch eine schmerzhafte und nervenaufreibende Achterbahnfahrt im Kampf um Kinderversorgung, eine Wohnung und genug Geld fürs Überleben. Der Film findet dabei beeindruckend gut die Balance zwischen Tragödie und komischen Momenten, manchmal wohltuend rauh und unverstellt und machnmal sehr subtil. Ein wirklich starker Eröffnungsfilm. Den Podcast haben wir direkt nach dem Film vor dem Eldorado-Kino auf der Nippon Connection 2026 aufgenommen. Am Mikrofon: Hendrik und Thomas.
12 Minuten
Wenn eine Serie den Sprung auf die Kinoleinwand wagt, besteht immer das Risiko, dass die Landung daneben geht. Nicht so bei THE MANDALORIAN AND GROGU: Jon Favreau hat es geschafft, die Mischung aus Action und Ruhe, dominanter Musik, Spannung und einer gewissen Warmherzigkeit zu bewahren. Perfekte Unterhaltung für alle, die Spaß an der Serie hatten. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutieren wir über passende oder unpassende Stimmen, Sumpfszenen und ein paar kleine Schwächen – zum Beispiel zu wenig starke Sätze für Sigourney Weaver und sinnlose Militär-Dialoge. Das sind aber nur Petitessen in einem rundum gelungenen Star Wars-Entertainment. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Gabriele, Tom und Thomas.
9 Minuten
Britische Krimis, vor allem, wenn sie auf dem Land spielen, können schon mal etwas gemächlicher daherkommen – Beispiel BARNABY. Aber GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI ist noch etwas langsamer. Und das ist auch völlig angemessen, wenn man zwischen 6 und 12 Jahren alt ist. Erwachsene sind da aber schnell unterfordert und sehen den Film am besten als Begleitung ihrer Kinder, Neffen, Nichten, Patenkinder. Als Kinderfilm betrachtet ist er liebevoll gemacht, auch die deutsche Version richtig gut mit den Stimmen von Anke Engelke und Bastian Pastewka. Und es geht um Ausgrenzung, Trauer, Hartnäckigkeit und Gier – auf eine kindgerechte Weise. Für Kinder also top, für Erwachsene eher Määh :-) Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Gabriele, Tom und Thomas.
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Der erste Eindruck direkt nach dem Kino