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Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity Archiv

523 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Wer kennt das nicht? Man beschäftigt sich intensiv mit der Fotografie, lernt Neues, entwickelt sich weiter – und trotzdem hat man plötzlich das Gefühl, schlechter geworden zu sein. Gemeinsam mit Knut spricht Lars über genau dieses Phänomen. Warum fühlen sich manche Entwicklungsschritte wie Rückschritte an? Weshalb zweifeln wir manchmal an unseren eigenen Bildern, obwohl wir längst mehr sehen und mehr können als früher? Und warum hilft es manchmal mehr, eine Pause zu machen, als sich noch tiefer in Technik oder neue Ausrüstung zu stürzen? Ausgangspunkt des Gesprächs ist das Festival La Gacilly-Baden in Österreich. Doch schnell geht es um viel grundsätzlichere Fragen: Wie entwickeln wir uns als Fotografen? Welche Rolle spielen Erwartungen, Vergleiche und der eigene Anspruch? Und warum ist „anders“ vielleicht ein viel besseres Ziel als „besser“? Eine Folge über Zweifel, Entwicklung und die Erkenntnis, dass fotografischer Fortschritt oft erst im Rückblick sichtbar wird.
14 Minuten
Was macht ein Foto eigentlich stark? Ist es die perfekte Komposition, das Licht oder vielleicht doch die Geschichte, die zwischen den Zeilen erzählt wird? An diesem Bilder-Sonntag spreche ich über das Schwarzweißfoto „Getrennt verbunden“ von Erik Mörschel – ein Bild, das mich sofort beschäftigt hat. Zunächst faszinieren mich die grafische Gestaltung, die harten Kontraste und das Spiel aus Licht und Schatten. Doch je länger ich das Foto betrachte, desto mehr rückt für mich etwas anderes in den Mittelpunkt. Ich spreche über Wahrnehmung und Nichtwahrnehmung, über Menschen, die sich räumlich nah und doch emotional fern sind, und darüber, wie Bildgestaltung eine Aussage verstärken kann, ohne sie jemals auszusprechen. Eine Folge über Bildwirkung, Schwarzweißfotografie und die Frage, warum manche Bilder uns nicht wegen ihres Motivs in Erinnerung bleiben, sondern wegen der Gedanken, die sie in uns auslösen.
56 Minuten
Braucht es wirklich die neueste Kamera für bessere Fotos? Oder geben Testberichte am Ende vor allem Orientierung, wenn eine Kaufentscheidung ansteht? Lars spricht mit Ben Lorenz, Chefredakteur mehrerer Fotomagazine und verantwortlich für die Testredaktionen der Five Monkeys Group, über die Welt hinter den Kamera- und Objektivtests. Wie entstehen Testberichte eigentlich? Was wird dort gemessen – und was lässt sich überhaupt messen? Im Laufe des Gesprächs geht es aber um weit mehr als Linienpaare, Rauschverhalten oder Autofokus. Gemeinsam sprechen die beiden darüber, warum sich viele Fotografen heute bewusst für ältere Kameras entscheiden, weshalb Perfektion nicht automatisch zu besseren Bildern führt und warum die schönsten Fotos oft genau die sind, die technisch gar nicht perfekt sind. Eine Folge über Testberichte, Technik, Emotionen und die Frage, was am Ende wirklich zählt, wenn wir fotografieren.
22 Minuten
Diese Frage beschäftigt Lars gerade ziemlich intensiv. Auslöser ist die Trennung von Fotografie und KI innerhalb der fotocommunity – und die vielen Reaktionen, die diese Entscheidung ausgelöst hat. Dabei geht es schnell um mehr als nur Kategorien oder Plattformregeln. Was macht ein Bild eigentlich zu einem Foto? Ist ein per KI bearbeitetes Foto noch Fotografie? Und warum bewerten wir Bilder oft schon, bevor wir sie überhaupt richtig angesehen haben – einfach nur, weil wir wissen, wie sie entstanden sind? In dieser Solofolge nimmt Lars euch mit in seine Gedanken zu einem Thema, das die Fotografie in den nächsten Jahren weiter begleiten wird. Es geht um Erwartungen, Wahrnehmung und um die spannende Frage, warum ein KI-Bild plötzlich kritisiert wird, wenn es „zu sehr nach Foto aussieht“. Eine Folge, die keine endgültigen Antworten liefern möchte, sondern dazu einlädt, den eigenen Blick auf Fotografie und KI einmal zu hinterfragen.
54 Minuten
Nach dem Urlaub beginnt oft die schwierigste Frage: Was mache ich eigentlich mit all den Fotos? Welche Bilder schaffen es ins Fotobuch – und warum genau diese? Reicht es, die schönsten Aufnahmen auszuwählen, oder kann ein Fotobuch mehr sein als eine chronologische Erinnerung an eine Reise? Genau darüber spricht Lars mit Thomas Bregulla. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie aus einer Sammlung von Bildern eine Geschichte wird. Sie sprechen über Bildauswahl, Erzählstrukturen, den Mut, Lieblingsfotos auch einmal wegzulassen, und darüber, warum manche Bilder erst im Zusammenspiel mit anderen ihre eigentliche Wirkung entfalten. Eine Folge für alle, die ihre Fotos nicht einfach nur archivieren möchten, sondern nach einer Möglichkeit suchen, Erlebnisse in einer Form festzuhalten, die man auch Jahre später noch gerne in die Hand nimmt
14 Minuten
Was erzählt uns ein Gesicht, ohne dass ein einziges Wort gesprochen wird? In dieser Bilder-Sonntag-Ausgabe sprechen wir über eine Schwarz-Weiß-Aufnahme eines älteren Mannes, der am Fenster steht. Auf den ersten Blick scheint der Ausdruck eindeutig – doch je länger die beiden hinschauen, desto mehr Fragen entstehen. Es geht um Licht und Bildaufbau, um unsere Neigung, Menschen vorschnell einzuordnen, und um die Geschichten, die wir unbewusst in ein Foto hineinlesen. Warum wirkt der Mann so grimmig? Tut er das überhaupt? Und wie viel von dem, was wir in einem Bild erkennen, stammt eigentlich aus uns selbst? Eine Folge über Wahrnehmung, Interpretation und die Kraft der Straßenfotografie, Fragen zu stellen, statt Antworten zu geben.
44 Minuten
Wir leben in einer Zeit voller perfekter Bilder. Noch nie war es so einfach, Fotos zu machen, die technisch beeindrucken, ästhetisch wirken und sofort Aufmerksamkeit erzeugen. Doch was bleibt eigentlich hängen, wenn der erste Eindruck vorbei ist? Wir sprechen über Bildstile, Trends, Filter und die Verlockung, dem hinterherzulaufen, was gerade gut ankommt. Es geht um die Frage, warum manche Bilder tausende Likes bekommen und trotzdem schnell vergessen sind, während andere lange nachwirken. Dabei landen die beiden bei Themen wie Authentizität, Erinnerung, persönlicher Entwicklung und der Suche nach dem eigenen fotografischen Blick. Eine Folge über die Bedeutung hinter dem Bild, über den Mut, Fragen statt Antworten zu fotografieren, und darüber, warum ein Foto manchmal gerade dann interessant wird, wenn es nicht auf den ersten Blick perfekt erscheint.
28 Minuten
Manchmal beginnt ein interessantes Gespräch mit einer ganz alltäglichen Frage: Wohin eigentlich mit all dem Zeug, das man ständig dabeihat? Kamera, Notizbuch, Handy, Schlüssel, Sonnenbrille – und vielleicht auch ein paar Gedanken, die man nicht verlieren möchte. Lars und Falk sprechen über Fototaschen, Rucksäcke und die Suche nach einer Lösung, die nicht nur zur Kamera, sondern zum eigenen Leben passt. Dabei geht es um weit mehr als Ausrüstung. Es geht um die kleinen Entscheidungen im Alltag, um Gewohnheiten, die man lange nicht hinterfragt hat, und um die Erkenntnis, dass viele Dinge einfacher werden, wenn man aufhört, sie für andere passend machen zu wollen. Eine Folge über Ordnung und Chaos, über praktische Begleiter und darüber, warum manchmal eine Tasche plötzlich mehr über uns erzählt als die Kamera, die darin steckt.
55 Minuten
Manchmal ist es nicht die Begeisterung, die über unseren fotografischen Weg entscheidet, sondern der Moment danach. Der Moment, in dem die Kamera vertraut geworden ist, die Technik funktioniert und die ersten Fortschritte nicht mehr jeden Tag sichtbar sind. Genau dort setzen Lars und Falk in dieser Folge an. Ausgehend von einer scheinbar einfachen Frage sprechen die beiden über Langeweile in der Fotografie, über die Sehnsucht nach Neuem und darüber, warum viele Fotografen genau an diesem Punkt die Richtung wechseln, neue Ausrüstung kaufen oder nach dem nächsten Kick suchen. Gleichzeitig geht es um etwas viel Grundsätzlicheres: die Frage, was bleibt, wenn das Neue verschwindet. Wann beginnt Fotografie, mehr zu werden als Technik? Wann wird aus dem Fotografieren ein Teil des eigenen Lebens? Und warum kann gerade das Wiederkommen an dieselben Orte, die gleichen Wege und vertrauten Motive zu einer der spannendsten fotografischen Erfahrungen werden? Eine Folge über Geduld, Entwicklung und die Entdeckung, dass manchmal genau dann etwas Neues beginnt, wenn scheinbar nichts mehr passiert.
49 Minuten
Ausgehend von Lars' Rückblick auf das Fotofestival in Zingst entwickelt sich eine sehr persönliche Gedankenreise über Veränderung. Über Veränderungen in der Fotografie, in der Gesellschaft, in der Art, wie wir unsere Hobbys leben – und darüber, wie wir mit all dem umgehen können. Falk spricht über verschwindende Fotomagazine, das Ende großer Fotomessen, Social Media, KI und die Frage, warum so viele Fotografen das Gefühl haben, ständig auf etwas reagieren zu müssen. Gleichzeitig geht es um Küsten, die sich verändern, um den Strukturwandel im Ruhrgebiet und um die Erkenntnis, dass Wandel nicht zwangsläufig Verlust bedeuten muss. Eine Folge über Orientierung in bewegten Zeiten, über die Rückkehr zu den eigenen fotografischen Wünschen und darüber, warum die wichtigste Frage vielleicht nicht lautet, was die Fotografie gerade wird – sondern was sie für uns persönlich sein soll.
32 Minuten
Manchmal geht es bei einem Fotofestival um Kameras, Objektive und neue Technik. Und manchmal geht es um etwas ganz anderes. In dieser Folge nimmt uns Lars mit nach Zingst und erzählt von Begegnungen, Gesprächen und einem Festival, das in diesem Jahr den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat. Es geht um Ausstellungen, die berühren und zum Nachdenken anregen, um die besondere Atmosphäre zwischen Strand, Dünen und Fotografie – und vor allem um die vielen Gespräche mit Mitgliedern der fotocommunity. Dabei wird deutlich, wie groß die Sehnsucht nach echten Begegnungen, nach Austausch auf Augenhöhe und nach einem Ort ist, an dem Fotografie noch wichtiger ist als Algorithmen und Reichweite. Eine Folge über Zingst, über Gemeinschaft und darüber, warum Fotografie manchmal vor allem Menschen verbindet.
20 Minuten
Ausgelöst durch eine Rückmeldung aus der Community sprechen Lars und Falk diesmal über Fotografiezitate. Nicht über ein bestimmtes Zitat, sondern über die Frage, was solche Sätze eigentlich mit uns machen. Warum bleiben manche Aussagen über Jahre im Kopf? Warum richten wir unsere Fotografie manchmal an ihnen aus? Und wie schnell wird aus einer Inspiration eine Regel? Zwischen Cartier-Bresson, eigenen Erfahrungen und den kleinen Wahrheiten des fotografischen Alltags geht es um Vorbilder, Orientierung und die Freiheit, Dinge immer wieder neu zu hinterfragen. Eine Folge über kluge Sätze, ihre Fallstricke – und darüber, warum der eigene Weg oft spannender ist als jedes noch so berühmte Zitat.
47 Minuten
Manchmal fahren wir an einen Ort, um etwas zu sehen – und merken erst später, dass es eigentlich darum ging, etwas zu fühlen. In dieser Folge sprechen Lars und Falk über das Fotografieren von Orten, Museen, Städten und Reisen. Über die Frage, warum wir oft glauben, alles festhalten zu müssen, und weshalb dabei manchmal genau das verloren geht, was einen Ort wirklich besonders macht. Ausgehend von einem Besuch auf dem Segelschiff Passat in Travemünde entsteht ein Gespräch über Erinnerungen, Dokumentation und die Freiheit, die Kamera auch einmal nicht nach dem Offensichtlichen suchen zu lassen. Es geht um Fotos, die nicht zeigen, wo wir waren, sondern was ein Ort mit uns gemacht hat. Eine Folge über das Loslassen von Vollständigkeit – und darüber, wie aus Motiven wieder persönliche Geschichten werden.
14 Minuten
In dieser Bildersonntag-Folge schauen wir gemeinsam auf ein Foto von Markus aus Düsseldorf. Zu sehen ist eigentlich nicht viel: ein Fotobuch, ein Lichtstreifen, eine Wand. Und doch merken wir schnell, wie uns dieses Bild in Gedanken an ganz unterschiedliche Orte führt. Plötzlich sprechen wir über alte Wohnungen, knarrende Treppen, Erinnerungen, die in Räumen hängen bleiben, und über die Geschichten, die wir unbewusst in ein Foto hineinlesen. Gemeinsam entdecken wir, wie stark unsere eigenen Erfahrungen beeinflussen, was wir in Bildern sehen. Aus einem scheinbar einfachen Motiv wird ein Gespräch über Erinnerungen, Vergangenheit und die kleinen Dinge, die uns nicht mehr loslassen. Eine Folge darüber, wie Fotografie manchmal weniger zeigt als vielmehr in uns auslöst.
52 Minuten
Es fängt mit Gurken an. Lars zweifelt gerade – aber nicht an Fotos, sondern daran, ob er seine Tomaten- und Gurkenpflanzen auf dem Balkon richtig beschneidet. Abknipsen oder nicht? Und wann sieht man das Ergebnis überhaupt? Falk schmunzelt – und sagt, das ist eigentlich gar nicht so anders als der Zweifel an den eigenen Fotos. Du tust etwas, weißt nicht, ob es richtig ist, und das Ergebnis zeigt sich erst viel später. Vielleicht nie. In dieser Folge nehmen sich die beiden das Thema vor, das letzte Woche zwischen den Zeilen aufgetaucht ist – und das so viele kennen, aber selten laut aussprechen: den Zweifel an der eigenen Fotografie. Lars erzählt, wie sich sein Blick auf die eigenen Bilder über die Jahre verändert hat – weg von der Zeit, in der Zangenlicht, die richtige Lichtsetzung und das perfekte Motiv darüber entschieden, ob ein Bild gut war, hin zu einer Fotografie, die fragt, was ein Moment mit einem selbst macht. Falk erkennt darin einen Weg, den er schon länger geht – und der ihn vom Vergleichen, von Likes und Follower-Zahlen weggeführt hat. Irgendwo dazwischen entsteht ein offenes Gespräch über die 80/20-Regel, Vincent Peters, das 365-Tage-Projekt als leisen Ausweg aus dem Perfektionismus – und die Frage, was passiert, wenn Fotografie zur einzigen Projektionsfläche im Leben wird. Eine Folge über Zweifel, Loslassen und die Erkenntnis, dass Extremismus halt immer scheiße ist. Setz Dich gern zu uns.