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  3. Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity Podcast

Episoden

23 Minuten
Manchmal meldet sich jemand, der schon lange zuhört, mit einer Frage, die eine alte Folge zurückholt: Habt ihr eure Position seitdem verändert? Lukas hat eine Episode über [Alltagsfotografie](https://www.fotocommunity.de/podcast/episode/249) ausgegraben, in der wir uns uneinig waren, ob man eine Szene vor dem Auslösen aufräumen darf oder ob sie so bleiben muss, wie sie war. Wir setzen uns noch einmal an den imaginären Kaffeetisch und schauen nach, wo jeder von uns heute steht – und ob sich in zweieinhalb Jahren wirklich etwas bewegt hat. Steffen bringt eine zweite Frage mit, die weiter zurückreicht: Vor über fünfzehn Jahren hat Lars an einem Posing-Ratgeber mitgeschrieben, den er heute mit anderen Augen liest. Wir sprechen darüber, was von diesen alten Anweisungen für gestellte Porträts heute noch trägt und was eher im Weg steht, wenn es um Momente und echte Begegnung gehen soll. Setz Dich gern zu uns, wenn zwei alte Fragen neues Gewicht bekommen.
47 Minuten
Erste eigene Analogfilme seit über zwanzig Jahren, und beim ersten Blick auf die Scans ist der Gedanke sofort da: alles für die Tonne. Zu dunkel, ein Schleier über fast jedem Bild, nichts von dem, was zwanzig Jahre digitale Gewöhnung als gutes Foto gelernt haben. Falk hört sich die Geschichte an und findet schnell den technischen Grund, ein Film, der zu lange gelegen hat und viel mehr Licht gebraucht hätte, als Lars ihm gegeben hat. Dahinter steckt aber eine Frage, die mit Analog oder Digital erstmal gar nichts zu tun hat: Woran misst Du eigentlich, ob ein Foto gelungen ist, und wer hat Dir diesen Maßstab eigentlich beigebracht? Ein Kommentar aus der fc bringt Lars dazu, seine Bilder noch einmal anzuschauen, diesmal ohne den gewohnten Vergleich im Kopf, und plötzlich sieht das, was eben noch Ausschuss war, aus wie etwas mit eigener Haltung. Genau dieser Blick sortiert auch am Digitalbild aus, jeden Tag, meistens ohne dass Du ihn bemerkst. Dazwischen geht es um Kameras, denen man vertrauen kann und solche, bei denen man besser vorher nachliest, um Pushen und Pullen, um Belichtung in die Schatten statt in die Lichter, und um das Tempo, das sich einstellt, wenn zwischen Auslösen und Ergebnis plötzlich Wochen liegen statt Sekunden. Wer nie einen Film eingelegt hat, bekommt trotzdem etwas mit: einen Anlass, den eigenen Aussortier-Reflex noch einmal zu prüfen.
42 Minuten
Diese Folge ist anders entstanden als sonst. Kein Studio, keine gemeinsame Aufnahme, sondern Sprachnachrichten, die Falk und ich uns über mehrere Tage hin und her geschickt haben. Ausgangspunkt war ein Instagram-Posting von Selim Cey, das Falk beim Lesen fast umgehauen hat. Dinge, die in der Porträtfotografie aufhören müssten. Model-Karussell, Coverband-Shootings, Presets, die man für Stil hält. Wir bleiben an einem einzigen Gedanken hängen und lassen den Rest bewusst liegen: Ist ein Porträt eine Begegnung, oder haben sich am Ende nur zwei Dienstleister getroffen, die gemeinsam ein Produkt abgeliefert haben? Dabei geht es um skulpturalen Akt, um die Frage, ob eine Stimmung beim Shooting überhaupt ins Bild kommt, und darum, was es eigentlich braucht, damit aus einem Fototermin echte Nähe wird. Am Ende bleibt die Frage offen, für uns beide und für Dich: Wann hast Du bei einem Porträt-Shooting zuletzt gemerkt, ob da wirklich eine Begegnung passiert ist? Schreib uns das gern.
1 Stunde 2 Minuten
Warum zieht es gerade wieder so viele Menschen zur analogen Fotografie – und was finden sie dort, was ihnen digital vielleicht fehlt? Gemeinsam mit Steffen Schüngel tauchen wir ein in eine Welt aus Film, Dunkelkammer und den vielen kleinen ersten Malen, die Lars und Falk gerade selbst wieder erleben. Wir sprechen darüber, warum ein selbst entwickelter Film plötzlich etwas Besonderes sein kann, was daran so faszinierend ist, einem Bild beim Entstehen in der Entwicklerschale zuzusehen – und warum die Angst, dabei etwas falsch zu machen, meistens größer ist als nötig. Dabei geht es aber um mehr als Analogromantik. Es geht um die Freude am Prozess, um Gemeinschaft und Abgrenzung innerhalb der Fotografie und um die Frage, warum wir eigentlich immer glauben, etwas perfekt beherrschen zu müssen, bevor wir es einfach ausprobieren dürfen. Steffen bringt es irgendwann auf einen ziemlich einfachen Satz: „Du bist der Chef.“ Denn ob analog, digital, hybrid, perfekt durchgeplant oder einfach draufgehalten – entscheidend ist am Ende vielleicht weniger, wie wir fotografieren, sondern ob das, was wir tun, uns neugierig macht und Freude bereitet. Eine Folge über analoge Fotografie, die Magie der ersten Male und die Freiheit, Fotografie einfach wieder neu zu entdecken.
18 Minuten
Was passiert hier eigentlich? Manche Fotos verstehen wir innerhalb einer Sekunde – und bei anderen stimmt scheinbar überhaupt nichts. Perspektive, Größenverhältnisse und Schwerkraft geraten durcheinander und zwingen uns, noch einmal hinzuschauen. Genau so ein Bild haben wir uns an diesem Bilder-Sonntag vorgenommen. Ein Schwarzweißfoto von istvic, das uns zunächst ziemlich ratlos zurücklässt. Wir versuchen, die verschiedenen Ebenen zu entschlüsseln, und entdecken dabei, wie wenig es manchmal braucht, um unsere Wahrnehmung auszutricksen: Perspektive, Brennweite, Bildaufteilung und ein ungewöhnlicher Standpunkt reichen aus, um eine vertraute Situation vollkommen fremd erscheinen zu lassen. Ganz ohne Photoshop oder nachträglich erzeugte Effekte. Und vielleicht liegt genau darin eine kleine fotografische Inspiration: Nicht jedes Bild muss sich sofort erklären. Manchmal entsteht seine Stärke gerade dadurch, dass wir einen Moment länger hinschauen müssen. Ein Bilder-Sonntag über Irritation, Perspektive und die Freude daran, Fotografie nicht sofort zu verstehen.
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Über diesen Podcast

Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen, die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick, die die Fotografie so besonders machen. Und genau das ist unser Thema hier im Fotografie-Podcast der fotocommunity. Wir möchten Dich einladen, gemeinsam mit uns auf die Reise durch die spannende Welt der Fotografie zu gehen! Wir freuen uns auf Dich! Falk & Lars
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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