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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
11 Minuten
Seit mehr als hundert Jahren versucht der ungarische Schulverein in Wien das Ungarische zu erhalten und zu fördern.

 

In der Metropole Wien ist auch die ungarische Sprache beheimatet. Ein Relikt aus der Habsburger Monarchie, Flüchtlinge der niedergeschlagenen ungarischen Revolution 1956 zog es nach Wien, viele verließen während der Orban-Ära ihr Land, ein migrantisches Hin- und Herpendeln gab es schon immer. Die, die ihre ungarische Sprache bewahren wollen, finden Hilfe beim ungarischen Schulverein, den es seit mehr als100 Jahren gibt.

 

Siehe auch:

Ungarische Vereine in Österreich

Zweisprachiges Bundesrealgymnasium in Oberwart/Felsöör

Zweisprachigkeit in der Schule
5 Minuten
„Kulturna zadruga“ – oder Kulturgenossenschaft, eine treibende Kraft der burgenlandkroatischen Szene. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich die KUGA für ein mehrsprachiges Burgenland. Die Kuga sitzt in Veliki Borištof, deutsch Großwarasdorf, versteht sich als interkulturelles Zentrum, das sich für die Mehrsprachigkeit engagiert. Außerdem engagiert sich die KUGA gegen das Dorfsterben und den Verlust der Minderheitensprachen. Die KUGA verstand sich auch als ein Damm gegen die Assimilierung. Mit einem diversen Programm wehrt sich die KUGA gegen den deutschsprachigen Mainstream. Ein schwieriges Unterfangen.

 

Siehe auch:

Ein Platz für die Anderen

In der Mitte angekommen

Radio Mora

Gradisce, Burgenland, multinational, kroatisch
17 Minuten
Auch hier sollten sich Mädchen und Frauen wehren, sagt Autorin Rosalyn D´Mello im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

Von Goa, über Mumbai, Neu Dehli nach Tramin, die lange Reise von Rosalyn D´Mello. Sie ist Feministin, sie war es in Indien, sie ist es hier. Hier ist es nicht weniger notwendig, feministisch zu sein, ist Rosalyn D´Mello überzeugt. Im FF-Interview fragt sie fast besorgt, „wo sind die zornigen Frauen?“ Ihr Leitmotiv, selbstbestimmt leben. Früher als Single, jetzt als Mutter und Ehefrau mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Thesen, die sie in ihren Seminaren an der Freien Universität Bozen an die Studierenden vermittelt. Rosalyn D´Mello scheint hier angekommen zu sein:

Siehe auch:

Traminer Marmeladen-Almanach

Researcher — Rosalyn D’Mello
45 Minuten
Rosalyn D´Mello und ihr langer Weg von Goa ins Südtiroler Unterland. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Rosalyn D´Mello lehrt seit fünf Jahren an der Freien Universität Bozen, ist Autorin, arbeitet als Kunstkritikerin für indische Magazine und war Kolumnistin der Zeitung „Mid Day“ in Mumbai. Mit ihrem Roman „Handbook for my Lover“ von 2015, ein Bekenntnis der sexuellen Selbstbestimmung, etablierte sich D´Mello als feministische Autorin. Eine Dekade später erschien bei Raetia ihre „Gestillte Zeit – Mutter- und doch Selbstsein“. Mutterschaft, Migration, Zugehörigkeit und Rassismus die Themen. Sie tauschte die Mega-Metropole Neu Dehli mit dem überschaubaren Tramin ein.

Siehe auch:

Rosalyn D'Mello sul femminismo, la scrittura e il potere delle emozioni

Essayist — Rosalyn D’Mello

Rosalyn D'Mello | The Caravan

Rosalyn Dmello | India Foundation for the Arts
10 Minuten
Oskar Peterlini und seine Planspiele für ein eigenständigeres Südtirol

 

Die SVP setzt auf eine pragmatische Autonomiepolitik, die Freiheitlichen und Südtiroler Freiheit auf das FernzielSelbstbestimmung. Das nahe Ziel orientiert sich an der sogenannten Remigrationspolitik der AfD und der FPÖ. Eine kleine Gruppe um den Verein Noiland Südtirol-Sudtirolo denkt laut über eine Eigenstaatlichkeit samt Willensnation a´ la Schweiz nach, Oskar Peterlini wirbt für eine ideale Autonomie. In seinem Buch „Wie eigenständig ist Südtirol?“ versucht er ein Gedankenspiel. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Aaland, eine echteMuster-Autonomie

Aaland, Wissenschaftund Frieden

Expertenkommissionprüfte Aaland-Autonomie

Aaland, 100 JahreTerritorialautonomie

Das Aalander„Heimatrecht“

Aaland, territorialautonomies
9 Minuten
Professor Oskar Peterlini über die Qualität der Landesautonomie. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

 

Der ehemalige SVP-Landtagsabgeordnete und Ex-Senator Oskar Peterlini ist ein Vielschreiber. Mehr als 100 wissenschaftliche Publikationen verfasste Peterlini, darunter einDutzend Fachbücher und Monografien. Wie beispielsweise „Autonomie als Friedenslösung“ oder „Wie eigenständig istSüdtirol?“. Und, er mischt sich immer wieder in die Autonomiepolitik, wie kürzlich um den Erhalt des mehrsprachigen Senatswahlkreises Bozen-Unterland.Engagement und Forschung schließen sich für Peterlini nicht aus.

 

Siehe auch:

Keine Siegesfeiern

Keine Zukunftsperspektive

Gelungen, aber mit Abstrichen

Nach der Reform ist vor der Reform
15 Minuten
Richard Basler vom Kulturverein der Tschechen in Wien fordert echte politische Mitbestimmung.

 

Mit dem Volksgruppengesetz 1976 wurden die sogenanntenVolksgruppenbeiräte installiert. Sie sollen den Minderheiten die politische Mitbestimmung ermöglichen. Der Beiräte werden vom Bundeskanzleramt ausgewählt, ihre Mitbestimmung ist unverbindlich. Eine gehörige Aufwertung ist notwendig, sagt der Historiker und Aktivist Basler (2). Warum nicht die Volksgruppenbeiräte in Körperschaften umwandeln? Die Arbeiter- und Wirtschaftskammern als Vorbild. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Volksgruppen Bundeskanzleramt

Volksgruppen im Parlament

Verordnung über die Volksgruppenbeiräte

Novelle zum Volksgruppengesetz

Minderheitsrat der tschechischen und slowakischen Volksgruppe

ARGE Volksgruppen
15 Minuten
Tschechische Spuren gibt es in Wien noch genügend. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit RichardBasler (1) vom KulturKlub der Tschechen und Slowaken.

 

Ein Drittel der Wiener Bevölkerung ist tschechischstämmig, sagt Google. Ein Blick in das Wiener Telefonbuch genügt, die Empfehlung von Google. In der Habsburger Ära sollen in Wienbis zu 300.000 Bürgerinnen und Bürger tschechisch gesprochen haben. Heute? Vermutet und geschätzt bis zu 80.000. Laut dem Historiker Basler leben inzwischen viele tschechischsprachige Österreicher:innen in Niederösterreich.

 

Siehe auch:

Tschechen in Wien

Wiener Bevölkerung - Staatsbürgerschaft, Herkunft, Zu- undAbwanderung

Kulturclub der Tschechen

Vertrag von Brünn

Schulverein Komensky – Zweisprachig vom Kindergarten bis zur Matura

 
20 Minuten
Die Internet-Aktivistin PolitischSophie ist eine Influencerin für das Gute. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

„Laut im Internet,“ der Titel des barfuss-Interviews mit PolitischSophie, salto.bz zitiert sie mit der Aussage „Aktivismussoll wütend machen“. Ja, sie kann wütend werden, wegen derUngerechtigkeiten. Deshalb ihr Instagram-Aktivismus. UndArbeiten möchte sie nach der Ausbildung in einem Pflegeheim, da sein für Seniorinnen und Senioren. Es ist schön, wie sich diese Menschen freuen, wenn man für sie da ist, erzählt PolitischSophie. Die andere Seite ihres Engagements. Was oder war versteckt sich hinter der Marke PolitischSophie?

 

 

Faulender Mond

6 Minuten
Von zwei Frauen am Rand. Die Schweizerin Anaïs Clerc und ihr Appell an den Dialog.

Am 27. September eröffnet die Dekadenz (2) in Brixen mit „faulender Mond“ von Anaïs Clerc die neue Saison. Der Inhalt: Zwei Frauen arbeiten in einer Fleischerei, zerteilen Schweinehälften, belegen Sandwiches und kommen einander näher. Mit skurrilem Humor und Poesie erzählt das Stück von Menschen am gesellschaftlichen Rand – und davon, wie eine Partei – eine rechtsradikale Partei - prekäre Lebenslagen und Unsicherheit mit einfachen Antworten und großen Versprechen für sich nutzt. Für die Töne dazwischen sorgt die kosovarische Klangkünstlerin Natyrë Elezi. Inszeniert wird das Stück von Julia Jenewein. Drei Szenen im Podcast, Theater zum Reinhören:

 

Eine Kritik zum Stück. Ein Zitat aus der „Süddeutschen Zeitung“: „Wer in einer rechten Partei ist, dem kann man nicht die Hand reichen? In der träumerischen Inszenierung von AnaïsClercs „Faulender Mond“ ist das allerdings möglich.“ Auch in der Inszenierung von Julia Jenewein.

 

Siehe auch:

Wer hat die Macht?

Nur überleben will der Mensch
11 Minuten
Der Kern des Stücks „Faulender Mond“ auf der Bühne der Dekadenz (1) in Brixen. Ein barfuss-Podcast.

Die Schweizer Anaïs Clerc ist keine Agit-Prop-Autorin. Ihr Theatertext „Faulender Mond“ verbindet gesellschaftspolitische Fragen mit Poesie und feinem Humor. Sie schaut auf Menschen, die übersehen werden, und forscht nach, warum Rechtsradikale Hoffnungen mit Versprechen wecken können. Im Mittelpunkt von „Faulender Mond“ stehenAntje (Brigitte Knapp) und „Sie“ (Viktoria Obermarzoner): eine ehemalige Fahrkartenkontrolleurin und eine gescheiterte Schauspielerin (Regie Julia Jenewein). In einer Fleischerei begegnen sich zwei Menschen, die nach einem besseren Leben und einem Ort suchen, an dem sie bleiben dürfen. Zwischen Alltag, Einsamkeit und Hoffnung entsteht eineFreundschaft, die beiden Halt gibt.
23 Minuten
Der ehemalige ORF-Journalist Lorenz Gallmetzer braucht immer noch seine Dosis „News“.

Dann und wann kommentiert und analysiert Lorenz Gallmetzer auf salto.bz noch politische Ereignisse. Wie die Lage in Frankreich oder den Wahlsieg von Péter Magyar in Ungarn über den Trump- und Putin-Freund Orban. Immer pointiert, klar positioniert auf der Seite der demokratischen Mitte, diese leicht links geneigt. Trotzdem, betont Lorenz Gallmetzer, er fühltsich dem Disput und den Fakten verpflichtet. Gallmetzer ist seit 15 Jahren in Pension, journalistisch stillhalten kann er aber nicht.Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Siehe auch:

Am Schauplatz

Weltjournal
7 Minuten
Die stärkste Minderheitengruppe sind die Burgenland-Kroaten. Auf diese Formulierung legen die Burgenland-Kroaten wert. Auch sie sind im Volksgruppenhaus (4) präsent.

Genaue Zahlen über sie gibt es nicht, laut dem bischöflichen Ordinariat wollen aber mehr als 30.000 Burgenländerinnen die Messe in kroatischer Sprache hören. Eine Richtschnur. Einst stellten die Kroatischsprachigen ein Drittel der burgenländischen Bevölkerung in mehr als 200 Dörfern. Inzwischen sind es nur mehr 30 Dörfer. Zu den aktiven kroatischen Vereinen zählt der Kroatischer Kulturverein, der auch politisch aktiv ist, sagt Dominic Tallian.

Siehe auch:

Burgenländische Kroaten

HAK Kroatischer Akademikerclub

Kroatischer Kulturverein

Burgenlandkroatischer Kulturverein Wien

Radio Mora

7 Minuten
Ein mehrsprachiges Radio in einem mehrsprachigen Haus (3).

„Radio Mora“ hat eine lange Tradition, Vorläufer war die viersprachige „Antenne 4“. Die Vier stand für die vier Sprachen im Burgenland. „Antenne 4“ wurde eingestellt, weil die öffentliche Förderung gekappt wurde. Das „mehrsprachige offen Radio wird auch öffentlich gesponsert sowie mit Spenden finanziert. „Radio Mora“ führt also das Erbe von „Antenne 4“ fort, Sendungen in Romanes sind Teil des Angebots, sagt Susanne Horwath.

 

Siehe auch:

Radio Mora – Romani Ora

Web-Blog zu Roma-Themen
7 Minuten
Die Roma sind Volksgruppenhaus (2) in Oberwart stark vertreten.

Mit im Haus sind beiden Vereine Roma Service und die Roma-Volkshochschule sowie Radio Mora. Der Roma-Service betreut Roma-Schülerinnen und Schüler, bietet Sprachkurse an,organisiert Kulturveranstaltungen. Ja, es hat sich in den vergangenen 30 Jahren, nach der Anerkennung der Roma als Minderheit und nach dem tödlichen Anschlag 1995 in Oberwart viel getan, zieht Martin Horvath vom Roma-Service eine doch positive Bilanz.

 

Siehe auch:

Roma Dokumentations- und Informationszentrum

Kulturvereinösterreichischer Roma

HangoRoma

Volksgruppenbeirat derRoma

NationaleRoma Kontaktstelle