ARCHITEKTURFUNK Archiv
223 Episoden
22 Minuten
ArchitektInnen als Entwickler „spielen sich frei“ und überlassen den Markt nicht den anderen. In Basel entwickelt das Büro Burckhard Architektur selbst. In Berlin zukünftig auch. Moritz Werner und Michaela Holzwarth bauen in der Hauptstadt im Bestand, entwerfen und fertigen Forschungs- und Verwaltungsbauten. Photovoltaik ist ein Baustein des nachhaltigen Bauens. Der Gross Petertower, ein Baseler Hochhaus, hat gar eine ganze PV-Fassade. Das möchten mittlerweile auch andere Bauherren, und zwar unbedingt. Warum? Das erzählen die beiden in dieser Episode.
37 Minuten
Andreas Leupold spannt den Bogen von der Dorferweiterung im bayerischen Weyarn bis zum Wohnhaus an der US-amerikanischen Ostküste; Vom PU-Schaum als Bestandteil nachhaltigen Bauens in den USA bis zur Forschung mit Bambus in Costa Rica. Wie die Connection Boston-München entstanden ist, welche Projekte besonders glücklich machen und warum sich Leupold wünscht, dass es für LBGO genauso bleibt, wie es gerade ist, erzählt er in dieser Episode.
41 Minuten
Titus Bernhard Architekten wurde 1995 und Bayr Glatt Guimaraes Architekten 2017 gegründet. Was konnte man in den 19990er Jahren nicht alles bauen! In dieser Zeit, in der Prestige durch große Luxusvillen gesellschaftlich anerkannt war, hat der Augsburger Architekt Titus Bernhard sich einen Namen gemacht. Und wie ist das heute? Wie ergeht es der neuen ArchitektInnengeneration in Zeiten der Bauwende? Der junge Architekt Michael Bayr gibt Einblicke. Die beiden Generationen haben mehr gemeinsam als sie trennt. Denn einiges mag sich geändert haben in den letzten 20 Jahren, eines ist gleich geblieben: Der ewige Wunsch der BauherrInnen, ein Eigenheim zu besitzen. Wie man heute damit umgeht, verraten die beiden in dieser Episode.
32 Minuten
Verdrehte Welt in der 100. Jubiläumsausgabe: Heute ist Host Kerstin Kuhnekath selber zu Gast im Architekturfunk. Die Audioproduzentin und Moderatorin erzählt ihren persönlichen Werdegang und warum sie den Heinze Podcast so gerne macht. Außerdem: Wann das Gespräch mit einem Gast richtig gut wird und welcher der bislang größte Patzer war.
23 Minuten
Kasimir Altzweig, verantwortlicher Architekt für die Wettbewerbe bei Störmer Murphy and Partners, stellt den Grundsatz infrage, dass Architektur immer für den Menschen sein muss. Ja für wen denn dann? „Eher sollten wir etwas bauen, dass uns alle verbindet.“ Aha, also nicht für Hyperindividualisten, sondern für die Gemeinschaft bauen? Wie er es meint, erfahrt Ihr in dieser Episode. Außerdem wieso ein verlorener Wettbewerb der Schlüssel für die Realisierung des Holzhochhauses Roots war. Ja und warum dieser Wettbewerb überhaupt verloren wurde ist auch interessant. Störmer Murphy and Partners haben sich nicht an die Vorgaben der Auslobung gehalten. Warum nicht? Auch das erfahrt Ihr hier im Gespräch, das Klaus Füner mit Kasimir Altzweig geführt hat und das Licht ins Dunkel der Herausforderungen beim Holzbau bringt.
28 Minuten
Achim Nagel sieht den Holzmodulbau auf einem guten Weg. Der Projekt-Entwickler entwickelt Holzbauprojekte, die für Aufsehen sorgen: Das Woody in Hamburg, der Luisenblock in Berlin zum Beispiel. Es geht ihm um das sortenreine Bauen, das die recyckläre Verwendung eines Trag- und Hüllsystems erlaubt. Und: Um gute Architektur. Die allerdings birgt ein Problem: Geförderter Wohnungsbau und Gestaltungsanspruch gehen nicht zusammen in einem schwierigen und heterogenen Wohnungsmarkt. Das ist eine traurige Wahrheit. Nagel weiß, dass er als Entwickler auch ein Verdränger sei: "Wir liefern was Besseres für schon länger in anderen Immobilien befindliche Nutzer. Wir haben architektonisch anspruchsvolle Projekte und versuchen sozial relevante Nutzung zu integrieren.“ Wie seine Herangehensweise aussieht, erfahrt Ihr in dieser Episode, in der Klaus Füner mit ihm spricht.
24 Minuten
Jörg Finkbeiner deklariert die Ressourcenparty als gelaufen.„Das Ökologischste ist, gar nicht zu bauen“, sagt er und baut zwar trotzdem, aber eben so nachhaltig wie möglich. Gebrauchte und Nachwachsende Materialien und das kreislaufgerechte Bauen stehen im Fokus bei Partner und Partner. Und das schon sehr lange, weit vor der heutigen Debatte. Warum die Arbeit von ArchitektInnen plötzlich sehr politisch ist und was am Holzbau die wirklich große Herausforderung ist, erfahrt Ihr in dieser Episode.
14 Minuten
Falco Hermann von Sauerbruch Hutton bringt es auf den Punkt: "Wir tun gut daran, hart zu arbeiten, um architektonisch qualitätvolle Gebäude zu bauen, anstatt uns nur den Zwängen zu unterweffen, die sich ergeben." Also: Trotz oder sogar gerade wegen der schlechten Zahlen, was Klima, Ressourcen und Müll angeht, müssten Gebäude gut sein. Warum er das so wichtig findet, hat Hermann auf der Build in Wood im Interview Klaus Füner erzählt. Außerdem erzählt er, was Holzbau verändert, wo es einfacher wird und wo komplizierter.
15 Minuten
Mit Jan Störmer im Minivan durch Hamburg ziehen: Klaus Füner hat einen Film über den renommierten Architekten gemacht. Störmer gibt darin einen sehr persönlichen Einblich in sein Leben und seinen Werdegang. Widerstände, Engagement, Einfluss und Erfolge prägen sein Schaffen. Er sagt: "Musik, Malerei und Kunst. Das bin ich. Das gibt mir Kraft. "Und was er sonst noch sagt, erfahrt Ihr im Film und komprimiert in dieser Episode.
36 Minuten
Ferdinand Ludwigs spannendes Konzept der Baubotanik löst Faszination und (zumindest bei EntwerferInnen) Unbehagen aus. Soll ein Baum etwa in den genialen architektonischen Entwurf wild hineinwachsen? Aber ja. Oder nicht ganz. Auch mit Bäumen lässst sich hervoragend gestalten. Alles Kopfsache. Einfach mutig sein und wachsen lassen. Mit dem Ziel, einen Baum oder Busch dem Haus nicht unterzuordnen, sondern Haus und Baum eine wachsende Verbindung eingehen zu lassen. Und wie man mit den Tieren in der Baumkrone fertig wird (oder koexistiert), erfahrt Ihr auch in dieser Episode.
28 Minuten
Wann ist ein Hochhaus legitim? Ferdinand Heide untersucht Vor- und Nachteile des umstrittenen Bautypus. Das von seinem Büro entworfene Millennium Areal in Frankfurt wird das höchste Haus der Stadt hervorbringen. Ein Hochhaus sei zwar kein ökologisches Haus an sich, aber wenn man die Gesamtsituation betrachte, sei es legitim zu stapeln. Unter welchen Aspekten dies der Fall ist, erfahrt Ihr in dieser Episode. Außerdem geht es um das Studentenwohnheim Campus Riedberg, an dem Heide auch die Vor- und Nachteile des Holzbaus verdeutlicht.
24 Minuten
Jörg Wollenweber betrachtet seine Studierenden als zukünftige KollegInnen. Er bescheinigt ihnen, eher still zu sein, anstatt auf die Pauke zu hauen. Allerdings packten sie deshalb nicht weniger an. Ganz im Gegenteil: Er beobachtet MacherInnen, die abseits von Bühnen, an der Bauwende arbeiten. Und die ist schon sehr lange im Gange: Schon vor 15 Jahren haben Wollenweber und seine Studierenden CO2-neutrale Gebäude umgesetzt. Die Bauwende sei einfach ein langer Prozess, der Durchhaltevermögen fordere. Was jetzt ansteht in seinen Augen und warum der internationale Wettbewerb Solar Decathlon so wichtig ist für Studierende, erzählt er in dieser Episode.
40 Minuten
Früher hat man ArchitektInnen, die mit Naturbaustoffen bauen wollten, ausgelacht. Heute sind sie Vorreiter. Eike Roswag-Klinge und Andrea Klinge haben im richtigen Moment angefangen, mir kreislaufgerechten Materilaien wie Lehm und Holz zu bauen und dazu zu forschen. Jetzt sind sie ganz vorne mit dabei. Und mittlerweile will eine ganze neue Generation genau wie sie, Innovationen beim Bauen voran bringen, damit wir endlich klimafreundlicher bauen. Was die Bauwende für die Branche bedeutet und warum es für ArchitektInnen kein Weltuntergang ist, wenn nicht mehr viel gebaut würde, erklären die beiden in dieser Episode.
26 Minuten
Eine gemeinsame Sprache sprechen und Teams bilden mit demokratischen, kooperativen Strukturen, außerdem starke Schnittstellenkompetenzen: Für Ben Pohl sind das drei Voraussetzungen dafür, dass wir die derzeitigen Krisen meistern. Wettbewerb und Einzelkämpfertum bringt uns jedenfalls nicht weiter. Was das genau heißt, wie das aussehen und welche Erfolge das bringen kann, erzählt er in dieser Episode.
26 Minuten
Schoener und Panzer haben sich einen Möglichkeitsraum erschlossen: Das Bauen auf dem Land. Die ungenutzten Potentiale des Bestands machen den beiden Architekten und ihrem Team "großen Spaß." Und das merkt man ihrer Architektur an. Ihre Bauten verändern den Standort grundlegend und zum Besseren. Ein Dorf oder eine Kommune weiß das sehr zu schätzen. Hier wird besonders deutlich, welchen Wert die Qualität der baulichen Gestaltung hat. Wie es zu dem Erfolg des Büros kam und warum ein Besuch in Dommitzsch lohnenswert ist, erfahrt Ihr in dieser Episode.