ARCHITEKTURFUNK Archiv
223 Episoden
20 Minuten
Jan Wiese, Gründer von Jan Wiese Architekten aus Berlin, über seine Haltung und Arbeitsweise mit der er scheinbar tote Orte wieder zum Leben erweckt. Und über die individuelle, architektonische Antwort, die stets ortsgebunden ist.
34 Minuten
Wie man mit geringen Mitteln gestalten kann, weiß Barbara Elwardt. Wenn sie über sozialen Wohnungsbau spricht, wundert man sich, warum ArchitektInnen sich nicht viel mehr damit beschäftigen. Klar, das Budget ist knapp. Aber Elwardt macht aus der Not eine Tugend und holt raus was geht, für die Kunden (Investoren) und deren Kunden (die späteren Mieter.)„Wenn ich einen Grundriss für eine soziale Wohnung konzipiere, denke ich an ein Schloss“. So entstehen aufgeräumte Grundrisse mit Achsen und Bezügen zwischen Türen und Fenstern. Warum sie ihre KollegInnen für ahnungslos hält und was das Architekturstudium hat vermissen lassen, erzählt sie in dieser Episode.
27 Minuten
Wenn von Anfang an mit Blick auf CO2-Emissionen geplant wird, dann steht einer nachhaltigeren Ausführung eines Hauses nichts im Wege. Stefanie Weidner forscht am Einsparpotential schädlicher Gase bei Bauelementen.
26 Minuten
Was ist die Grundlage für eine äußerst lange Lebensdauer eines Gebäudes? Neben Robustheit und Umwandelbarkeit, definitiv auch die Architektursprache. Thomas Schmidt erzählt, warum SSP lieber auf eine "eigene" Sprache verzichtet und was stattdessen für sie zählt, wenn sie den Bestand um- oder weiterbauen. Preisgekrönte Projekte sind entstanden aus dem Büro, das sich als Aktiengesellschaft organisiert. Ungewöhnlich. Welchen Vorteil das bringt und was dem interdisziplinären Büro sonst noch wichtig ist, erfahrt Ihr in dieser Episode.
24 Minuten
Max Otto Zitzelsberger sagt: "Das Einfache interessiert mich nicht. Mich interessiert das Komplexe." Der erfolgreiche Juniorprofessor und Architekt hinterfragt den Ruf nach einfachen Lösungen in komplexen Zeiten und beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung, scheinbar theoretischer Themen.
17 Minuten
Lamia Messari-Becker spricht über ihre Erfahrung als Regierungsberaterin und was man als solche erreichen kann. Sie hat sich zum Beispiel erfolgreich dafür eingesetzt, dass wieder ein Bauministerium existiert. In den Jahren zuvor war es stets anderen "Resorts" zugeordnet. Warum sie Verzicht für die falsche Strategie hält, um die globale Transformation umzusetzen und was stattdessen funktionieren kann, erklärt sie in dieser Episode.
21 Minuten
Materialien verhalten sich klug, wenn man sie lässt. Prof. Christiane Sauer erforscht smarte Materialien und Sonnenschutz als textiles Element. Was Material alles macht und wie wir dieses Verhalten nutzen können, verrät sie in dieser Episode.
15 Minuten
Cobe Projektdirektorin Caroline Nagel erklärt, wie Kopenhagen es geschafft hat, eine der lebenswertesten Städte weltweit zu sein, wie man 2800 Fahrradstellplätze elegant an einem städtischen Platz unterbringt und wie man darauf kommt, Hügel anzulegen in einer komplett flachen Gegend? Außerdem erfahrt Ihr, warum das Kopenhagener Büro einen "Head of Resilience" hat und welche Faktoren bedeutsam sind für eine zukunftsfähige Art zu bauen.
30 Minuten
Die Baubranche und der Umweltschutz sind eine neue Verbindung eingegangen: Der bekannte Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke hebt das Thema Bauwende auf die Metaebene und kommt mit Detailfragen wieder in die Baubranche zurück. Warum werden die guten Produkte nicht standardmäßig verbaut? So viele habe er davon gesehen auf dem Klimafestival. Warum sind die guten Produkte teurer, also die Subventionen so falsch? „Wir sind die einzige Spezies, die das eigene Nest bis zur Unbewohnbarkeit beschmutzt“, so Jaenicke. Aber es gibt Vorbilder. Deutschland kann Strategien abschauen von dem Land mit der höchsten Biodiversität: Costa Rica. Und hierzulande kann die Transformation außerdem gelingen, wenn der Dreiklang aus Politik, Industrie und EndverbraucherInnen gemeinsam daran mitwirkt. Was es dabei zu tun gibt, erzählt Jaenicke in dieser Episode.
20 Minuten
Prof. H.C. Schellnhuber gehört zu den weltweit renommiertesten Klimaforschern. Seine Forschungsschwerpunkte sind Klimafolgenforschung und Kippmomente in der Erdsystemanalyse. Er redet mit allen, die etwas zu sagen haben, von der Bundeskanzlerin über den Papst bis zum japanischen Kaiserpaar. Und er kämpft seit der Gründung des PIK vor 30 Jahren für ein anderes Bewusstsein im Umgang mit der Erde. Er ist ein Mensch, der es schafft, vom "Climate Endgame" zu berichten und trotzdem Glück und Hoffnung zu verbreiten. Wie wir das Schlimmste abwenden können, verrät er hier im Podcast.
26 Minuten
Anne Menke erzählt, was ein kleines Büro leisten kann, warum sie trotz des Erfolges nicht wachsen möchte und was sie an ihrer Arbeit am meisten ausfüllt. Nach einigen Jahren angestellt in großen Büros wie OMA mit einer 100-Stunden-Woche, weiß sie, wie sie arbeiten möchte und wie nicht. In jedem Fall nachhaltig – auch im Sinne der eigene Gesundheit – und schöpferisch im Rahmen der Möglichkeiten. Warum man seine eignene Naivität beibehalten sollte, erfahrt Ihr in dieser Episode.
23 Minuten
Sich dem Neuen zuwenden, ohne das Alte zu vergessen. Das Alte respektieren und in das Neue integrieren. So funktioniert sensible Entwurfsarbeit, wenn die alte Kirche einer Gemeinde einem Neubau weichen muss. Ulrich Königs erzählt, wie moderner Kirchenbau aussieht, welche Anforderungen der sakrale Raum erfüllen muss und wie man eine klare Grenze zieht zwischen sakralem und profanem Erlebnisraum. Königs Architekten haben sich spezialisiert auf Kirchenbau und erleben damit eine der schönsten Entwurfs-Aufgaben, die ArchitektInnen haben können: Das Entwerfen sakraler Räume. Im Gespräch spricht er u.a. über das Projekt St. Johannes Frankfurt.
24 Minuten
"Es lohnt sich immer darüber nachzudenken, was erhalten werden kann", ohne "auf Teufel komm raus", alles erhalten zu wollen. Stefan Rappold von Behnisch Architekten spricht über die zunehmende Vielfalt und auch den steigenden Anspruch der Aufgaben, die ArchitektInnen heutzutage zu lösen haben. Passend zu dieser Einstellung beschreibt er das Projekt "Smart Living Lab" in der "Blue Factory" in Freiburg. Klingt nicht nur fortschrittlich, sondern wurde auch für den Fortschritt gebaut. Auch die Entscheidung des Bauherren, wer das Haus Bauen soll, wurde auf unkonventionelle Art getroffen: Und zwar entschied man sich nicht durch einen klassischen Wettbewerb für einen Entwurf, sondern lud die konkurrierenden Büros ein, in einem offenen Workshop Ihre Ideen zu entwickeln. Wie das war, erfahrt Ihr in dieser Episode.
23 Minuten
Wenn es nicht in die richtige Richtung geht, dann schlage einen eigenen Weg ein. So könnte man die Arbeit von bodensteiner fest Architekten in einem Kernsatz beschreiben. Um endlich so arbeiten zu können, wie sie wollen, haben die Architekten aus München ein Haus in Chemnitz ersteigert, um es außerordentlich gekonnt instand zu setzen. Was daran am allermeisten Freude bereitet hat und wie man das finanziert, erfahrt Ihr in dieser Jubiläumsausgabe – der 75. Episode des Architekturfunks.
23 Minuten
Geht es auch einfacher? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt "Einfach Bauen" nach. Denn Bauen werde immer komplexer, so Tilmann Jarmer von Florian Nagler Architekten. Dies überforder Planer und Baufirmen aber vor allem auch die späteren Nutzer. Inzwischen wurde mehrfach beobachtet, dass die Häuser in der Praxis nicht so funktioniert haben, wie in der Theorie vorgesehen. Welche Parameter muss man verändern, damit wir wieder einfacher Bauen können.