ARCHITEKTURFUNK Archiv
223 Episoden
31 Minuten
Martin Jasper spricht über das riesige Umbau-Projekt „Up“ am Berliner Ostbahnhof. Jasper wurde in Ecuador geboren, wuchs in Europa und Lateinamerika auf und studierte in Berlin, Chile, China und Mailand, bevor er in Buenos Aires 2008 Jasper Architects gründete.
25 Minuten
Der Tragwerksplaner Prof. Patrick Teuffel plant, forscht und berät zum Thema ressourceneffizientes Bauen und kreislauffähige Tragwerksplanung. Besonders beschäftigt ihn die Frage, wie man Materialien auf Bauteilebene im Kreislauf halten kann. Außerdem erforscht er, wie man mit Biokompositen, also biologischen Verbundwerkstoffen, Tragwerke entwickeln kann, zum Beispiel für den Brückenbau. Teuffel ist Professor for Innovation and Sustainability Strategies an der Berlin School of Technology. Und er ist europaweit vernetzt mit anderen Forschenden, die die Bauwende durch kreislaufgerechte Prototypen voran bringen wollen. Wie die Kreislaufwirtschaft sinnvoll umgesetzt werden kann, erzählt er in dieser Episode.
28 Minuten
Jonathan Barth ist politischer Berater bei ZOE, Institut für zukunftsfähige Ökonomien. Er agiert als Sprecher des Fachrates "Energieunabhängigkeit" in Brüssel, der ein Konzept entwickelt hat, das die Wärmewende voran bringen soll. Die Grundidee stellt das bisherige Modell ordentlich auf den Kopf und öffnet neue Märkte. "Es gibt Geschäftsmodelle, die passen mehr und solche, die passen weniger dazu.
14 Minuten
Werden CO2-Grenzwerte zur Grundlage für eine Baugenehmigung? Im Moment ist die Frage der CO2-Emissionen in Deutschland noch eine Frage der Förderung, aber in anderen Ländern Europas muss man für eine Baugenehmigung einen CO2-Grenzwert unterschreiten. Wenn dies hierzulande ebenso gilt, dann ist gut beraten, wer eine Ökobilanzierung von Bauteilen und Gebäuden versteht und aufstellen kann. Stefan Anders und Samuel Ebert sprechen in dieser Episode über eine Software zur einfache Bilanzierung eines komplexen Systems.
39 Minuten
Lendager has been working on the circular economy in architecture and the cradle-to-cradle principle since its foundation in 2011. What they ever since do is: They transform „waste“ or old building materials into beautiful new buildings.
30 Minuten
Spengler Wiescholek haben Glück mit Ihrer Bauherrin, der Umweltbank in Nürnberg: Sie wollte ein Haus, das alle derzeitigen Standards der Nachhaltigkeit erfüllt und dadurch die Philosophie der Bank repräsentiert: Energie- und Ressourceneinsparung, regenerative Energiegewinnung, wiederverwendbare, umweltfreundliche Materialien. Die Zeiten, in denen Banken mit Marmor aus Italien und Tropenholz aus Brasilien beeindrucken können, sind dann wohl endgültig vorbei. Dieses Vorzeige-Projekt begreift das Hochhaus als Energieerntefeld: Rundherum ist es in smaragdgrün schimmmernden Photovoltaikelemten eingekleidet, um Solarstrom zu generieren und dabei noch attraktiv zu sein. Ingrid Spengler spricht über den Entwurf, die Zusammenarbeit mit der Umweltbank und wie sie in Zukunft gerne (weiter-)bauen möchte.
36 Minuten
Mikala Samsøe wünscht sich radikale Veränderungen beim Bauen durch Umwidmung von Gebäuden und gebrauchter Baumaterialien. Dies bringe völlig neue kreative Herausforderungen mit sich. Der Anspruch im Entwurf bleibt gleich hoch, steht aber unter völlig neuen Vorzeichen. Welche räumlichen Qualitäten lassen sich zum Beispiel in einem Parkhaus schaffen mit seinen niedrigen Decken? "Der gute Durchschnitt ist nicht nur langweilig, sondern auch ressourcenintensiv", sagt Mikala und sieht lustvoll dem Paradigmenwechsel entgegen: Gestern galt "Neu, Wachstum, Fortschritt", heute gilt: Pflege, Wartung, Reparatur. Warum das nicht weniger sexy ist, verrät sie in dieser Episode.
29 Minuten
Dr. Barbara Hendricks, Präsidentin des IBU und ehemalige Bundesumweltministerin, debattiert gemeinsam mit vier weiteren Akteurinnen aus der Baubranche beim Eröffnungspanel des Heinze Klimafestivals. Das Motto lautet „Die planenden Berufe und die Bau- und Immobilienwirtschaft haben es in der Hand, den entscheidenden Beitrag für klimafreundliches Bauen und Betreiben zu leisten". Stimmt das? Wenn ja, wie genau? Und wer entscheidet auf welcher Grundlage, wie gebaut wird, wenn die Bauwende kommt? Darüber spricht sie als Gast im Heinze Podcast Architekturfunk.
34 Minuten
Stefano Boeri became internationally recognised with his award-winning "Bosco Vertikale" (vertical forest) high-rise in Milan. What does he think of the experimental "prototype" today, ten years on? Boeri is an all-rounder among architects: He runs his own office, was editor-in-chief of the architecture magazines Domus and Abitare for six years. He is an exhibition curator and professor of urban planning at the Politecnico in Milan. He also put his architectural career on hold for three years in order to become actively involved in politics. About the relationship between the two disciplines with the same character, he says: "Attractive, delicate and crucial." In this episode, he reveals why he designs houses not only for people, but also for trees and birds.
31 Minuten
Sophie Reiner, studioeuropa, über „auferlegte Hausigkeit“ und wie sie die Kreativität junger Architekturbüros beflügeln kann. Außerdem: Wie kann man in teuren Städten räumlich expandieren, ohne dabei horrende Mieten zahlen zu müssen?
33 Minuten
Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker spricht mit Klaus Füner über den Streit zwischen Ökonomie und Ökologie im Naturschutz und wie er schon längst hätte überwunden werden können. Als von Weizsäcker begann, sich für den Umweltschutz zu engagieren, stand nicht das Klima, sondern die Boden- und Luftverschmutzung im Mittelpunkt. Zudem feierte die Wegwerfgesellschaft den wirtschaftlichen Erfolg ihres fatalen Wirtschaftssystems. Niedrige Energiepreise sorgten dafür, dass das wirtschaftliche Interesse an Energie- und Materialeffizienz lange Zeit gering blieb. Das alte Fortschrittsdenken bedeutete immer, das Maximum herauszuholen, sobald man eine neue Quelle gefunden hatte, sei es Kupfer, Öl oder was auch immer. Heute müsse Fortschritt neu gedacht werden: Weniger aus der Erde herausholen und in Kreisläufen denken. Kurz gesagt, wir müssen vernünftiger mit unserem Planeten umghen und wirtschaftliche Gewinne erzielen, ohne ihn zu zerstören. Wie kann sich die ökologische Wahrheit im Preis wiederspiegeln? Und was bedeuten seine Erkenntnisse für eine moderne und zukunftsfähige Architektur? Darüber spricht er in dieser Episode.
47 Minuten
Damit alle "endlich mit Freude" ihre Gebäude modernisieren, brauche es mehr als neue politische Rahmenbedingungen, nämlich einen Markt, der liefern und leisten könne. Und er kann, ist sich Henning Ellermann sicher. Allein „Angst ohne Not“ bremse die flächendeckende Modernisierung. Deshalb hat die DENEFF einen Vorschlag von Ronald Meyer (BVGeM) aufgegriffen: Meyer schlägt vor, nicht nur von der Bremse zu gehen, sondern richtig zu sprinten. Genauer gesagt, in einem „Sanierungssprint“ ein Haus in nur 22 Tagen zu sanieren. Wie das gehen soll? Mit standardisierten Bauprozessen, einem stundengenauen Bauzeitenplan, und einem aufmerksamen Baustellencoach. Mehr dazu erfahrt Ihr in dieser Episode.
54 Minuten
Werner Sobek spricht im Architekturfunk-Portrait über seine persönliche Entwicklung vom wissenschaftlichen Assistenten Frei Ottos zum Meister seines Fachs. Der Architekt und Ingenieur verbindet geschickt beide Berufe. Er kenne seine Grenzen und wisse sich bei bestimmten Entwurfs- und Bauaufgaben zurückzunehmen, wenn es nötig sei. Denn wenn er mit Architekten wie Hans Hollein, Helmut Jahn, Ben van Berkel, Christoph Ingenhoven, Dominic Perrault oder Jean Nouvel zusammenarbeite, „ist es besser, wenn wir beide dort bleiben, wo unsere Kernkompetenzen liegen. Dann bringe ich 10 Prozent Architektur ein.“ Und die anderen 90 Prozent sind Tragwerksplanung, Konstruktion und Fassadenplanung. Und wenn der Architekturpreis an seine Architektenkollegen geht? Dann wisse er, dass es das Bauwerk ohne ihn nicht gäbe. An Auszeichnungen mangelt es Sobek trotzdem nicht, ganz im Gegenteil, die Liste ist lang. Genauso wie seine Karriere, die noch lange nicht zu Ende ist. Was er macht und worüber er auf dem Heinze Klimafestival sprechen wird, erfahrt ihr in dieser Episode.
33 Minuten
Christine Lemaitre, Geschäftsführende Vorständin der DGNB, hat genug von Commitments, die auf Weltklimakonferenzen gefeiert würden, als seien sie bereits erfüllt. Sie ist eine Macherin, die sich bei der DGNB schon für die Transformation einsetzte, als andere die anfangs kleine Gruppe noch belächelten. Heute arbeiten knapp 100 Menschen bei der DGNB. Der Verein hat rund zweieinhalbtausend Mitglieder und bereits mehr als 10.000 Auszeichnungen vergeben. Im Gespräch mit Klaus Füner erzählt sie: „Ein französischer Investor sagte einmal zu mir:„Irgendwann kommt der Volkswagenmoment in der Baubranche und die Frage: Wie funktioniert das eigentlich? Wie viel Energie verbraucht ihr wirklich?“ Dann sollten wir vielleicht eine Antwort haben. Mit anderen Worten: Wir sollten aufhören, mit Statistiken zu jonglieren und lieber anfangen zu rechnen.