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Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast Archiv

167 Episoden
3 Minuten
Herzlich willkommen zur letzten Folge in diesem Jahr - das ist schon Folge 76. Wahnsinn! Vielen Dank an alle, die meinen Gartenpodcast hören und abonniert haben. Und für alle, die zum ersten Mal reinhören, stell' ich mich noch mal vor: Ich bin Nadine, habe einen Kleingarten in Erfurt, bin Gartenredakteurin und Radiomoderatorin bei MDR Thüringen und mache seit drei Jahren diesen MDR Gartenpodcast. Alle 14 Tage nehme ich euch mit in den Garten. Dieses Jahr habe ich gelernt, wie man Obstbäume richtig schneidet und rückenschonend gärtnert. Ich bin jetzt Fan von Bokashi, habe gelernt wie man richtig düngt und mir im Labor meinen Gartenboden analysieren lassen. Ich weiß jetzt, dass Permakultur auch im Kleingarten funktioniert, wie man torffrei gärtnert, welche Vorteile Dachbegrünung hat und wie man Bienen im Kleingarten halten kann. Und ich weiß jetzt, dass ich kein Unkraut im Garten habe, sondern unzählig viele Wildkräuter, die man essen kann. So gärtnert es sich auf jeden Fall deutlich entspannter. Natürlich habe ich schon Pläne für nächstes Jahr: Ich würde zum Beispiel gern wissen, wie man Obstbäume veredelt, ob das Prinzip Waldgarten auch im Kleingarten funktioniert und wie ich noch mehr Biodiversität im Kleingarten hinbekomme. Und was interessiert euch? Zu welchem Thema wünscht ihr euch mal eine Podcastfolge? Schreibt mir gern eine Mail an gartenpodcast@mdr.de Die erste Folge fürs neue Jahr ist schon fertig: In zwei Wochen geht‘s um Beetformen - Hügelbeet, Lasagnebeet oder Kraterbeet. Welches Beet welche Vorteile hat und was am besten in den eigenen Garten passt, das hört ihr in 14 Tagen kostenfrei und werbefrei in der ARD Audiothek oder wo ihr sonst so Podcasts hört. Und falls Ihr es nicht schon längst getan habt, abonniert gern diesen Podcast. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen guten Start in die neue Garten-Saison 2024!
17 Minuten
Wenn man einen Schrebergarten hat, muss man häufig Dinge von A nach B bringen: vorgezogene Jungpflanzen, geerntetes Obst und Gemüse oder Blumensträuße, aber auch Erde, Mulchmaterial oder Grünschnitt. Die meisten nutzen dafür ein Auto. Doch es gibt verschiedene Gründe, das Auto stehen zu lassen oder sogar abzuschaffen. Auch Kleingärtnerin Nadine Witt hat seit einem halben Jahr kein eigenes Auto mehr und fährt mit dem Fahrrad in den Garten oder leiht sich mal ein Auto. Denn so ganz ohne geht es noch nicht. Oder doch? Gartenbloggerin und Gartenbuchautorin Carolin Engwert gärtnert bereits seit zehn Jahren ohne Auto. Wie ihr das gelingt und welche Tipps sie hat, hört ihr in dieser Folge.
22 Minuten
Schwarze Erde, das bedeutet Terra Preta auf Portugiesisch, verbessert den Boden und erhöht die Fruchtbarkeit. Verschiedene Stämme von Ureinwohnern im Amazonas-Gebiet in Südamerika stellen schon seit Jahrhunderten Terra Preta her. Inzwischen wird die nährstoffreiche Erde mit Pflanzenkohlenanteil auch industriell hergestellt. Die Vor- und Nachteile von Terra Preta hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt vom Geoökologen Dr. Robert Wagner von der Freien Universität Berlin erklären lassen. Er hat mit seinen Kollegen untersucht, was die schwarze Erde bewirkt und wie sich Pflanzenkohle im Garten einsetzen lässt.
17 Minuten
Herbstzeit ist Nusszeit - Und Nüsse sind gesund. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die meisten Nüsse, die es in Supermärkten zu kaufen gibt, stammen von großen Plantagen in Kalifornien, China, der Türkei und Frankreich. Aber Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln und Esskastanien wachsen auch bei uns. Wie der Nussanbau im Garten gelingt, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Dr. Martin Penzel - Referent für Obstanbau im Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau in Erfurt erklären lassen.
21 Minuten
Wühlmäuse sind unerwünschte Gäste im Garten. Sie graben Gänge, werfen Erdhügel auf, fressen Gemüsepflanzen und knabbern Baumwurzeln an. Aber Wühlmaus ist nicht gleich Wühlmaus. Es gibt viele Arten. Schaden richtet vor allem die Schermaus an. Um die Schermaus aus dem Garten zu vertreiben, gibt es viele verschiedene Hausmittel. Die meisten helfen allerdings nur für kurze Zeit. Besser sind Drahtgitter, mit denen sich die Wurzeln neuer Pflanzen oder gleich das ganze Hochbeet schützen lassen. Wer ganz viel Glück hat, schafft es in seinem Garten ein Mauswiesel oder ein Hermelin anzusiedeln. Die kleinen Marder jagen Wühlmäuse und fressen sie. Welche verschiedenen Mäusearten es gibt, welche im Garten Schaden anrichten und was man dagegen tun kann, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt ganz genau von Thomas Mölich von BUND erklären lassen.
24 Minuten
Herbstzeit ist Pilzzeit. Wenn man sich nicht so gut auskennt, sammelt man am besten nur das, was man kennt. Oder baut selber Pilze im Garten an. Wie das geht, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Pilz-Expertin Anja Kolbe-Nelde erklären lassen und sie auf ihrer Thüringer Freilandpilzfarm in Schönewerda besucht. Welche Pilzarten im Garten angebaut werden können und wie man sie pflegt, das hört ihr in dieser Folge.
20 Minuten
Umgraben im Herbst ist ein Streitthema unter Gärtnern. Ist das noch zeitgemäß? Früher hieß es, Frostgare würde den Boden lockern, aber heute weiß man, dass Umgraben das Bodenleben stört. Aber es geht auch anders - mit der No-Dig-Methode. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Nicht-umgraben-Methode". Dahinter steht die Idee, Beete anzulegen, ohne den Boden tief und großflächig umzugraben. Das hat einige Vorteile, aber auch Nachteile. Wie die Methode funktioniert, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von Gartenbauingenieur Martin Breidbach erklären lassen. Er ist Bundesgartenberater im Verband Wohneigentum und hat schon mehrere Jahre Erfahrung mit der No-Dig-Methode. Ein solches Beet wird jährlich aufgefüllt, weil die Bestandteile nach und nach von Mikroorganismen umgesetzt werden. Dabei werden Nährstoffe freigesetzt und es entsteht fruchtbarer Humus. Durch die Kompostierung wird außerdem Wärme erzeugt, die das Wachstum der Pflanzen unterstützt.
29 Minuten
Habt ihr euch schon mal gefragt, was ihr für Boden im Garten habt? Sand, Lehm, Ton oder Schluff? Und wie viele Nährstoffe der hat und ob möglicherweise auch Schadstoffe drin sind? Kleingärtnerin Nadine Witt hat ihren Gartenboden im Labor der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena von Prof. Dr. Christoph Koch untersuchen lassen. Was bei der Bodenanalyse rausgekommen ist und wie guter Gartenboden sein sollte, das hört ihr in dieser Folge.

#68: Bokashi

15 Minuten
Dünger ganz einfach selber machen. Wie das geht, hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt von MDR Garten-Expertin und Gärtnerin Brigitte Goss erklären lassen. Das Zauberwort heißt Bokashi. Das ist der Kompost für zu Hause. Mit Hilfe von sogenannten Ems – also Effektiven Mikroorganismen kann man aus seinen Küchenabfällen im Handumdrehen Dünger herstellen. Uns zwar durch  Fermentation. Wie das genau funktioniert und was man alles dazu braucht, hört ihr in dieser Folge.
18 Minuten
Wenn hübsche Gartenpflanzen aus dem Garten auswandern und für die heimische Natur zur Gefahr werden - dann redet man von invasiven Pflanzen oder invasiven Neophyten. Wie Kleingärtner mit Riesen-Bärenklau, Ambrosia oder Goldrute umgehen sollten und welche Pflanzen noch auf der Liste invasiver Arten stehen, bespricht Kleingärtnerin Nadine Witt mit Dr. Stefan Nehringer vom Bundesamt für Naturschutz in dieser Folge.
29 Minuten
Unkraut, Beikraut, Wildkraut - egal wie man die Pflanzen nennt. Wachsen sie an Stellen, an denen sie nicht sollen, ist es anstrengend und mühselig, sie zu entfernen. Glücklicherweise sind viele der vermeintlichen "Unkräuter" essbar. Da füllt die Mühe gleich den Teller. Kleingärtnerin Nadine Witt hat Elfi Lüdemann in ihren Garten eingeladen und sich mit der ausgebildeten Expertin für Heilpflanzenkunde auf die Suche nach Wildkräutern begeben. Warum wir Löwenzahn, Brennnessel und Co. auch essen und nicht nur jäten sollten, das hört ihr in dieser Folge.
19 Minuten
Nützlinge helfen gegen Schädlinge im Garten. Aber nicht immer sind die Gegenspieler vor Ort, wenn sie gebraucht werden. Hilfreiche Insekten wie Marienkäfer, Schwebfliegen und andere können auch online bestellt werden. Es gibt verschiedene Firmen, die sich auf den Versand spezialisiert haben, erzählt Ben Österle. Er ist Pflanzentechnologe und arbeitet für ein Unternehmen, das Nützlinge mit der Post verschickt. Der Einsatz von Nützlingen ist umweltfreundlich und nachhaltig - eine effektive Alternative zu Pestiziden. So gehen Sie vor: 1. Finden Sie heraus, um welchen Schädling es sich handelt und finden Sie den passenden Nützling Marienkäferlarven helfen gegen BlattläuseNematoden helfen gegen Apfel- und Pflaumenwickler, Dickmaulrüssler und TrauermückenRaubmilben helfen gegen Spinnmilben und ThripseSchlupfwespen helfen gegen die Weiße Fliege Florfliege helfen gegen Wollläuse 2. Nützlinge bestellen

Nützlinge können bei verschiedenen Firmen im Internet bestellt werden. Versendet werden sie aber meist nur montags und dienstags, damit die Tiere schnell ans Ziel kommen und nicht lange bei der Post liegen. Der Empfänger bekommt in einem Päckchen zum Beispiel Marienkäfer-Eier auf einer Pappkarte. Diese wird dann einfach dort aufgehängt, wo die Nützlinge gebraucht werden, vielleicht in einem Holunderbusch. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Marienkäferlarven und vertilgen die Schädlinge.

3. Nützlinge für Zimmer- und Gartenpflanzen einsetzen

Nützlinge können im Zimmer, im Gewächshaus, aber auch im Freiland eingesetzt werden. Im Garten sind sie weniger effektiv als in einem abgeschlossenene Raum. Haben sie alle Schädlinge im Haus vertilgt, öffnet man die Fenster und die Nützlinge verschwinden wenn sie kein Futter mehr finden.

4. Gut zu wissen: Der richtige Umgang mit Nützlingen Bestellen Sie Nützlinge nicht auf Vorrat, sondern nur dann, wenn sie gebraucht werden. Der Schlupfzeitpunkt kann nicht beeinflusst werden und ist genau abgestimmt. Nur Nematoden lassen sich gekühlt ein paar Tage lagern und schlüpfen dann später.
22 Minuten
Der Amerikaner Mel Bartholomew entwickelte die Methode des Square Foot Gardenings in den 1970er-Jahren für Gemüse-Gärtnerinnen und -Gärtner, die wenig Platz haben. Sie erlebt derzeit eine Renaissance. So geht es: Bartholomew empfiehlt 1,20 Meter mal 1,20 Meter große Beete mit Rahmen, die aus 20 Zentimeter breiten und zwei bis drei Zentimeter dicken Brettern zusammen geschraubt sind. Dann wird das große Beet in Quadrate geteilt: Nach der Bodenbearbeitung werden dünne Holzleisten gitterförmig auf die Holzrahmen genagelt. Sie teilen das Beet in neun oder 16 Quadrate à 40 mal 40 Zentimeter beziehungsweise 30 mal 30 Zentimeter ein, also ungefähr ein mal ein Fuß - daher der Name Square Foot (Quadratfuß). Verwenden Sie lockere, humose und nahrhafte Erde, damit alle Pflanzen üppig wachsen. Je nach Zustand des Bodens arbeitet Mel Barholomew verrotteten Kompost und/oder organischen Dünger ein. Wiederholte Gaben von Brennnesseljauche geben Starkzehrern wie Wirsing oder Brokkoli während des Sommers zusätzliche Kraftschübe. In jedes Quadrat wird eine andere Pflanzenart gesät oder gepflanzt, so dass eine bunte Mischkultur entsteht. Beachten Sie bei der Planung, welche Pflanzen gut nebeneinander wachsen und welche nicht. Was sind die Vorteile des Gärtnerns im Quadrat?: Die Organisation in kleine Quadrate macht es leichter, das Beet kontinuierlich zu pflegen. Ein einzelnes Quadrat ist innerhalb weniger Minuten geerntet und neu ausgesät. Es ist Gärtnern mit Mischkultur und Fruchtfolge im Kleinen. Das bunte Durcheinander wird seltener von Schädlingen befallen. Immer, wenn ein Quadrat abgeerntet ist, folgt dort eine andere Gemüse-Art, zum Beispiel Zuckererbsen, Gurken, Möhren, Zwiebeln, Salat und andere. Square Foot Gardening spart außerdem Wasser und Saatgut. Der Beetrahmen hält das Gießwasser bei den Kulturen und die dichte Bepflanzung minimiert die Verdunstung. Für wen ist Square Foot Gardening geeignet?: Gärtnern im Quadrat ist ideal für Anfänger und einen kleinen Naschgarten mit Gemüse, Salaten, Kräutern. Auf kleiner Fläche wächst eine große Vielfalt. Selbst Gemüse mit sehr großem Platzbedarf, zum Beispiel Zucchini oder Kürbis, lassen sich im Quadratbeet anbauen, belegen dann aber mehrere Quadrate oder wachsen über das Beet hinaus. Geerntet wird ganz nach Bedarf. Das Problem, das in der Erntezeit zu viele Früchte gleichzeitig reifen, die man kaum mehr verbrauchen und verarbeiten kann, haben Square Foot-Gärtnerinnen eher nicht.
21 Minuten
Honig von den eigenen Bienen - das klingt wunderbar. Hobbyimker Fabian Fröderking hat Kleingärtnerin Nadine Witt gezeigt, wie er seinen Honig erntet. Dafür braucht er Honigschleuder, Refraktometer, Entdeckelungsgabel, heißes Messer oder Fön, Entdeckelungsgeschirr, lebensmittelechte Eimer mit Deckel, Honigrührgerät, Siebe, Gläser, Bienenbesen. Der Honig ist reif, wenn er weniger als 18 Prozent Feuchtigkeit enthält. Für die Ernte werden die Rahmen mit den Waben einzeln entnommen. Die Wachsdeckel müssen vorsichtig entfernt werden, dann kommen die Rahmen in die Honigschleuder. Durch ein Sieb läuft der Honig in Eimer. Drei gefüllte Rahmen bleiben in der Beute für die Bienen. Die ausgeschleuderten Rahmen kommen zurück in die Bienenbeute und werden von den Bienen über den Sommer wieder befüllt.
17 Minuten
Begrünte Dächer liegen voll im Trend. Man sieht sie auf Haltestellen, auf Schuppendächern, Kleintierställen. Sie sind nachhaltig, fördern die Biodiversität und sind ein sinnvoller Beitrag gegen den Klimawandel. Kleingärtnerin Nadine Witt hat sich im Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau in Erfurt über Dachbegrünung informiert. Welche nützlichen Tipps sie von Cornelia Pacalaj bekommen hat, hört ihr in dieser Folge. Wenn Ihr wissen möchtet, wie man Gemüse auf dem Dach anbaut oder welche Möglickheiten es für vertikales Gärtnern gibt, schaut einfach mal auf unsere Seite.