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Der Tag Archiv

159 Episoden
54 Minuten
Wir reden von People of Colour. Wir reden von Schwarzen. Aber warum reden wir so selten über Weiße? Weißsein gilt als die vorherrschende Norm hier. Das Weißsein wird fast nie thematisiert. Dabei befinden wir uns mitten im Kulturkampf und da geht es auch ums Weißsein. Die Debatte um das Volksbad in Berlin hat das gezeigt. Schnell war die Rede von „Apartheid“ und „Rassismus“ - dabei ging es um sechs Stunden Schwimmen für benachteiligte, schwarze Kinder. Auch im hessischen Biedenkopf wurde gestritten um die kolonial geprägte Tradition des Grenzgangs, bei der alle sieben Jahre ein weißer Mann, schwarz geschminkt mit einem Säbel durch die Stadt läuft. Weiße Tradition oder verletzendes Blackfacing? Wir wollen darüber sprechen, ob es um Melanin oder gesellschaftlichen Status geht - mit Eske Wollrad, die zum Weißsein und Postkolonialismus geforscht hat. Moderatorin Isabel Reifenrath spricht außerdem mit dem Konfliktforscher Andreas Zick, der Afrikanistin Marianne Bechhaus-Gerst und der Soziologin Seyran Bostanci. Podcast-Tipp: SWR Kultur Forum Rassismus in Deutschland - Wachsende Gefahr oder alter Zopf? Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet und ein allgegenwärtiges Problem, sagt das Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Nimmt Rassismus zu? Was heißt das für den Alltag von Menschen anderer Herkunft, Hautfarbe oder Religion? Und was kann dagegen getan werden? Susanne Babila diskutiert mit Florence Brokowski-Shekete - Schulamtsdirektorin, Autorin und Podcasterin; Dr. Cihan Sinanoğlu - Leiter der Geschäftsstelle des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitoring am DeZIM; Prof. Dr. Detlef Pollack - Kultur- und Religionssoziologe https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:94d2c5b80c5d3f93/
54 Minuten
In Deutschland wird immer weniger Wein getrunken. Der Konsum sank im letzten Jahr statistisch gesehen um 1 Flasche pro Kopf. Auf diese sinkende Nachfrage müssen sich die Winzer einstellen. Dazu kommt die Konkurrenz mit den Discountern, die massenhaft billigen Wein aus ganz Europa anbieten. Viele Winzer können da nicht mehr mithalten und geben auf. Unter diesen Vorzeichen beginnt die Weinlese 2026 und sie beginnt außergewöhnlich früh. Da zeigt sich ein weiteres Problem für die Produzenten: die Folgen des Klimawandels, extreme Hitze, extreme Trockenheit. Wird es in Zukunft noch Riesling geben bei uns? Die Rebsorte liebt kühlere Temperaturen… Klar ist, die Deutschen trinken nicht nur Wasser. Was die Menschen zurzeit gerne im Glas haben, und wie die Winzer mit den Herausforderungen umgehen können, darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit Christine Müller von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach, mit Frank Schulz vom Deutschen Weininstitut, mit der Sommeliere Natalie Lumpp und mit Manuela Rimbach-Sator von der Winzerseelsorge Rheinhessen. Podcast-Tipp: ARD Klima Update E-Auto, Wärmepumpe, Hitzeanpassung - Klimaschutz erhitzt die Gemüter. Im ARD Klima Update erfahrt ihr, was sich hinter den aktuellen Debatten verbirgt. Bei uns bekommt ihr Recherchen zum Klimawandel aus Deutschland und der Welt, neue Einblicke und innovative Lösungen, mit fundierten wissenschaftlichen Analysen. Immer mit dem Blick nach vorn: vom Problem zur Perspektive! https://www.ardsounds.de/sendung/ard-klima-update/urn:ard:show:71acd059ed116dc2/
54 Minuten
Ein paar Quadratkilometer Spanien auf afrikanischem Boden: Die EU-Enklave Ceuta hat eine Festlandgrenze mit einem afrikanischen Staat - nämlich Marokko - gesichert durch meterhohe Zäune und modernste Überwachungstechnik. Ein kleines Stück Land, das für viele Marokkaner zu einem Hoffnungsschimmer geworden ist. Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. Vielen hat diese Hoffnung in den letzten Wochen den Tod gebracht, weil sie Ceuta schwimmend erreichen wollten. Die meisten wurden schnell wieder zurückgebracht nach Marokko, einige sind jetzt in Ceuta gestrandet. In der EU hat der Ansturm von mehreren Tausend Marokkanern an einem einzigen Wochenende leichte Panik verursacht. Was läuft schief in Marokko, warum wollen so viele junge Menschen dort weg, wie kann Ceuta mit seiner Lage umgehen und welche Konsequenzen kann die EU ziehen? Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit der Journalistin Kristina Böker aus dem ARD-Studio Madrid, die gerade in Ceuta war, mit unserem Korrespondenten für Marokko, Stefan Ehlert, mit dem Migrationsforscher Franck Düvell und der Integrationsforscherin Naika Foroutan. Podcast-Tipp: Flugmodus - Der ZAPP-Medienpodcast Ceuta-Ansturm: Wie virale Videos Menschen in die Irre führen Zehntausende Migranten kamen Anfang August in die spanische Exklave Ceuta - viele schwimmend. Marokko gibt unter anderem Falschinformationen auf Social Media die Schuld. Aber stimmt das? Julia von Buddenbrock spricht mit NDR Verifikationsexpertin Alice Echtermann über virale Videos, Gerüchte statt einer Kampagne und die mühsame Arbeit von Faktencheckern: Schwamm der berühmte Selfie-Stick-Schwimmer gar nicht nach Ceuta? Wo entstand das Truck-Video wirklich? Und was steckt hinter den Aufrufen zum 15. August? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:fa06eb948969f695/
52 Minuten
Die „Mutter aller Deals“ soll es sein, so sieht es jedenfalls EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie meint das Freihandelsabkommen mit Indien. Anfang des Jahres wurde es beschlossen und soll möglichst bald in Kraft treten. Die Wortwahl der Präsidentin zeigt deutlich: Europas Wirtschaft macht sich große Hoffnungen, dass Geschäfte mit Indien ausgleichen können, was in China und in den USA verloren geht. Da will auch Hessen dabei sein und Ministerpräsident Boris Rhein macht sich mit einer Wirtschaftsdelegation auf nach Osten. Aber wie stabil ist der Boom in Indien? Was kann die Mutter aller Deals bewirken und welche Chancen stecken tatsächlich in der Anwerbung von Fachkräften? Darüber spricht Isabel Reifenrath mit der Ökonomin Samina Sultan vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln und mit Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Balkrishna Dubey, Gründer und IT-Berater, erzählt von seiner Sicht auf die deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen und schließlich fragen wir den Schriftsteller Martin Kämpchen, der seit 50 Jahren in Indien lebt, wie sich die aufstrebende Wirtschaftsmacht verändert. Podcast-Tipp: Weltspiegel-Podcast Ein Auslandsthema, einmal die Woche, aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Der Weltspiegel Podcast liefert euch die Hintergründe und erklärt die Zusammenhänge, damit ihr unsere Welt ein Stück besser versteht. Unsere ARD-Korrespondent:innen sind vor Ort, sprechen mit den Menschen und ordnen für euch das Weltgeschehen ein. https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
55 Minuten
Familie. Das sind die Menschen, die uns am nächsten stehen. Die uns auffangen, uns prägen - und manchmal auch am meisten verletzen. Wir erben von unseren Eltern nicht nur Gene. Wir übernehmen vielleicht ihre Werte, ihre Ängste, ihre Vorstellungen vom Leben - manchmal sogar Wunden, die lange vor unserer Geburt entstanden sind. Familie kann Halt geben und Geborgenheit schaffen. Sie kann aber auch einengen, verletzen und so schwierig werden, dass Menschen den Kontakt zueinander abbrechen. Wie viel Nähe ist gut? Wann wird Loyalität zur Belastung und darf man sich von seiner eigenen Familie lösen? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Soziologin Paula-Irene Villa Braslavsky und der Autorin Claudia Haarmann. Außerdem erklärt die Psychiaterin Katharina Drexler, wie Traumata auch über Generationen weitervererbt werden können und die Beziehungsberaterin Andrea Newerla gibt zudem Einblicke in heutige Familienstrukturen. Podcast-Tipp: Herz ohne Filter Kontaktabbruch - Wenn Kinder ihre Eltern verlassen Mama, Papa, ich will euch nie wiedersehen! Eltern fallen oft aus allen Wolken, wenn die eigenen Kinder den Kontakt abbrechen. Kinder haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Was steckt hinter so einem Kontaktabbruch? Kann eine Annäherung wieder gelingen? Darüber spricht Host Sabine Hub mit Eltern, Kindern und der Psychologin Sandra Konrad. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:801cdf81f9a2e7a9/ Doku-Tipp in der ARD Mediathek: Familientherapie mit Franca Cerutti In der neuen ARD-Dokuserie „Familientherapie“ lädt Psychotherapeutin und Podcasterin Franca Cerutti vier Familien aufs Land zu einem Familien-Intensiv- Coaching ein. https://www.ardmediathek.de/serie/familientherapie-mit-franca-cerutti/staffel-1/NjRhYTI2NzQtYzJiOS00OWMwLWI1MmMtM2RmMjVmMDBlOWRj/1
54 Minuten
Kein Sommer ohne Waldbrände. Schrecklich vertraut ist uns das längst geworden. Aber in diesem Sommer scheinen die Fachleute besorgter denn je. Die Waldbrände werden immer zahlreicher, heftiger und flächendeckender, und sie lassen sich immer schwerer unter Kontrolle bringen. Menschliche Fahrlässigkeit verbindet sich auf fatale Weise mit den Folgen des Klimawandels. Und gerade der Klimawandel wirkt als Ursache und Hindernis zugleich. Indem er die Natur verändert, begünstigt er die Entstehung von Bränden und erschwert obendrein deren Bekämpfung. Umso dringender ist es, die richtigen Vorkehrungen zu treffen: Sinnvoll umzugehen mit verbrannten Flächen und sie auf nachhaltige Weise wiederzubeleben. Vorzubeugen gegen alle Brandursachen, die wir Menschen in der Hand haben. Vorauszuberechnen, wo die Waldbrandgefahr am größten ist. Und sich vorzubereiten auf den nächsten Ernstfall. Waldbrände haben gravierende Folgen für Mensch und Natur, und so dürfen sie auch nicht folgenlos bleiben für das, was wir tun. Über all das spricht Moderator Oliver Glaap mit dem Meteorologen und Klimaforscher Mojib Latif von der Universität Kiel, mit Moritz Frey, Pressesprecher des Landesbetriebs HessenForst, mit Harald Gross, Fachkampaigner Waldschutz & Holznutzung bei der Umweltorganisation Greenpeace und mit dem Biologen und Ökologen Daniel Scherrer von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in der Schweiz. Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Extremwetter - Kann Landwirtschaft das noch schaffen? Hitze, Dürre, Starkregen: Für viele Landwirte ist das längst Alltag. Justus baut seinen Hof um und probiert neue Anbaumethoden aus. Doch reicht das? Und wie muss sich Landwirtschaft verändern, damit in Zukunft genug Lebensmittel produziert werden? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7b96ee0b61c22c56/
55 Minuten
Plötzlich wird es dunkel - doch nicht, weil die Nacht kommt. Die Sonne verschwindet, der Himmel verändert seine Farbe und für einen Moment schauen Millionen Menschen einfach nur nach oben. Denn dort ist nur noch eine schmale Sichel zu sehen. So ungefähr wird die Sonnenfinsternis auch am Mittwoch über Deutschland aussehen. Als wäre das noch nicht genug, sind gerade auch noch die Perseiden unterwegs. Am Nachthimmel ist also ganz schön was los. Warum ziehen uns solche Himmelsspektakel bis heute so stark in ihren Bann? Warum reisen Menschen für eine Minute Dunkelheit extra quer durch Europa? Über die Faszination Universum, über Mythen und Wissenschaft spricht die Moderatorin Jessy Trommer mit Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank und Volker Heinrich vom Physikalischen Verein Frankfurt. Der Astronom und Wissenschaftshistoriker Michael Rappenglück erklärt, wie unsere Vorfahren Sonnenfinsternisse und Sternschnuppen gedeutet haben, außerdem berichtet Astronaut Reinhold Ewald, wie es sich anfühlt, von der Raumstation auf Sonne, Mond und Sterne zu schauen. Podcast-Tipp: Wissenschaft im Brennpunkt Sonnen-Ausbruch - Der unberechenbare Stern Im Jahr 1859 traf ein Sonnensturm der Superlative die Erde. Kann es wieder passieren? Die Folgen für die technisierte Welt wären verheerend. Eine neue Generation von Sonden nähert sich der Sonne. Das Ziel: Gewappnet sein für die nächste Mega-Eruption. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f4e3fd1ed445e2ea/
54 Minuten
Wir befinden uns in einer Umbruchphase und das auf mehreren Ebenen. Es sind nicht nur der Klimawandel und die Zeitenwende durch den Ukrainekrieg. Dazu kommen massive Migrationsbewegungen und die Veränderungen in der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz. Viele Menschen haben große Ängste, psychische Probleme nehmen zu, die Zukunft wird als bedrohlich und ungewiss empfunden. Kein Wunder, dass Helden Konjunktur haben. Im Kino z. B. Superman und Supergirl und eine neue Ausgabe der Odyssee. Waren die von Feministinnen und einigen Kulturwissenschaftlern in der Nachkriegszeit ausgerufenen postheroischen, friedliebenden Zeiten nur ein kurzes Intermezzo? Brauchen wir wieder die großen Heldenerzählungen für eine Gesellschaft, in der jeder versucht, Verantwortung zu übernehmen und bereit ist, Opfer zu bringen? Darüber wollen wir sprechen mit dem Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger, mit dem Kulturwissenschaftler Niels Werber, mit dem in Amerika lebenden Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt, der sich mit der Heldeninszenierung von Donald Trump beschäftigt, und mit dem Psychologen Stephan Grünewald, dessen jüngstes Buch über unsere verunsicherte Gesellschaft „Wir Krisenakrobaten“ heißt. Podcast-Tipp: Matthay fragt Was lehren uns vergessenen Heldinnen wie Hedy Lamarr, Filmstar und Technikpionierin? Warum wurden sie nie gefeiert? Sind Heldinnen überhaupt noch zeitgemäß? Sabina Matthay fragt Stefanie von Wietersheim, die sich mit vergessenen Heldinnen befasst hat. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1b3af7286b9f9679/
51 Minuten
Die USA geben der Ukraine endlich Patriot-Abwehrraketen. Die NATO hat ein 140-Milliarden-Euro-Paket geschnürt. Die EU will mit der Ukraine zusammen an einer gemeinsamen Raketenabwehr arbeiten und Frankreichs Präsident Macron kündigt multinationale Truppen an, die schon jetzt in den Nachbarländern der Ukraine für die Sicherung eines Waffenstillstands üben sollen. Russland leidet unter den ukrainischen Angriffen auf seine Ölversorgung. Alles gute Nachrichten für die Ukraine. Aber reicht das? Hinter den Kulissen bröckele der Beistand, ist zu lesen. Und die Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter seien nicht ausreichend. Der Ukraine fehlt es an Soldaten. Die Friedensverhandlungen stocken seit Monaten. Manche Experten beschwören die nukleare Eskalation als mögliches Ende des Ukraine-Krieges herauf. Nur, wo steht der Ukraine-Krieg wirklich? Das versuchen wir herauszufinden mit dem in Moskau lebenden Journalisten Michael Thumann, unserem Korrespondenten in Kiew Stephan Laack und den Politikwissenschaftlern Nico Lange und Johannes Varwick. Moderatorin ist Isabel Reifenrath. Podcast-Tipp: Was tun Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet. https://www.ardsounds.de/sendung/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/urn:ard:show:79c63b8ea9460080/
55 Minuten
Es sind fünf Jahre vergangen seit der verheerenden Flut im Ahrtal. Die Zerstörungen sind noch nicht alle beseitigt, die Trauer um die Toten dauert an und auch die materiellen Verluste sind für viele schwer zu verarbeiten. Die Fluten haben vieles weggeschwemmt. Leben, Erinnerungen, Zukunft. Aber es gibt auch viel Resilienz, den Willen weiterzumachen, einen Neuanfang zu wagen, wiederaufzubauen. Und wenn es wieder passiert? Wären wir besser vorbereitet? Darüber wollen wir sprechen mit Klaudia Skodnik vom Verein Fortuna hilft, der sich z. B. um traumatisierte Kinder kümmert. Mit der Filmemacherin Susanne Jäger, die in der Flutnacht ihren Vater verloren hat. Mit Edith Wallmeier vom ASB Bundesverband, der eine Studie zur gesellschaftlichen Resilienz nach der Flutkatastrophe vorgelegt hat. Christoph Zielhofer, Geologe an der Uni Leipzig, beschäftigt sich mit Umweltkrisen, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderungen. Und Jörn Brinkmann von der Uni Stuttgart entwickelt Strategien zum Schutz vor Extremwetter und Naturkatastrophen. Podcast-Tipp: Die Flut - Warum musste Johanna sterben? Juli 2021: Die 22-jährige Johanna Orth aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auf dem besten Weg in eine erfüllte Zukunft. Dann reißt sie die Flutwelle aus dem Leben. Der Host Marius Reichert begibt sich zusammen mit ihren Eltern auf die Suche nach Antworten rund um die Ereignisse dieser verhängnisvollen Nacht: Wie kam Johanna ums Leben? Wie konnte es so weit kommen? Warum wurde Johanna nicht früher gewarnt? Wer trägt Verantwortung? https://www.ardsounds.de/sendung/die-flut-warum-musste-johanna-sterben/urn:ard:show:5a0051350237e3c9/ Hier geht’s zur Dokumentation unserer Gesprächspartnerin Susanne Jäger: Allein in der Flut https://www.ardmediathek.de/video/allein-in-der-flut/allein-in-der-flut-mein-vater-und-die-toedliche-nacht-im-ahrtal/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZDliMDgxMzctZmM0Mi00YjRhLTgwNjctNmQzYTRjYWIzOTBk
52 Minuten
Ohne das Informationsfreiheitsgesetz hätten Journalisten und Transparenzplattformen wohl nie die Maskendeals während der Corona-Pandemie aufdecken können. Auch der Skandal um die Einführung der Autobahnmaut kam dank des Informationsfreiheitsgesetzes ans Licht. Seit 20 Jahren ermöglicht es die Einsicht in die Akten der Behörden. Bisher ist jeder berechtigt, einen Antrag zu stellen. Nun will die Bundesregierung diesen Vorgang erschweren. Nur noch “natürliche Personen” sollen antragsberechtigt sein und künftig soll man begründen müssen, warum man welche Akten einsehen will. Außerdem sollen die Kosten nicht mehr gedeckelt werden. Als Grund nennt die Regierung die aktuelle Bedrohungslage. Die Opposition und Journalistenverbände kritisieren die geplanten Änderungen. Sie befürchten die Abschaffung der Informationsfreiheit. Ein breites Bündnis aus mehr als 100 Organisationen fordert in einem offenen Brief: “Hände weg vom IFG!” Darüber diskutieren wir mit dem Journalisten Jost Müller-Neuhof vom Tagesspiegel, mit Arne Semsrott von FragDenStaat und mit dem Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl. Isabel Reifenrath moderiert. Podcast-Tipp: MDR Aktuell Das Interview Transparency International Deutschland kritisiert die Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz. Was die Geschäftsführerin Christin Lüttich dazu sagt, hören Sie in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:667b41fd57c4e6bd/
53 Minuten
Hitze, Ferien, Freibad - das gehört einfach zusammen. Es ist gesund, sich abzukühlen, egal ob beim Bahnen schwimmen, beim Rutschen oder Springen. Weniger gesund und trotzdem ein Muss: Eis und Pommes. Da hört der Spaß mittlerweile aber auch auf. In diesem Sommer nerven eingeschränkte Öffnungszeiten wegen Personalmangels, lange Schlangen am Eingang und dann auch noch Regelverstöße, die allen Stress machen. Manche Bäder schließen sogar ganz und Kindern fehlt die Gelegenheit, Schwimmen zu lernen. Freibäder sind unverzichtbare Erholungsinseln, Treffpunkt, Orte des Sportes und des sozialen Miteinanders - am Beckenrand sind schließlich alle gleich. Was kann also helfen, sie zu erhalten? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Volker Nies vom Betreiber des Freibades Rosenau in Fulda, Martin Holzhause von der DLRG, dem ehemaligen Profi-Schwimmer Thomas Lurz und der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Podcast-Tipp: Radiowissen Das Freibad - Badespaß mit Geschichte Anfang der 1920er erlebte Deutschland einen Boom von neu gebauten "Freibädern". Einerseits hieß "frei", nicht in Hallenbädern schwimmen zu müssen. Andererseits bedeutete "frei" eine Gleichberechtigung jeglicher Form. Frau und Mann, Reich und Arm, alle sonnen sich und baden vereint unter freiem Himmel. Ein Podcast von Martin Trauner https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:8598e84c67c34122/
53 Minuten
Vor 250 Jahren haben sie sich losgesagt von einem König, den sie als Tyrannen empfanden. Sie haben ihre Unabhängigkeit erklärt, um politisch selbst zu bestimmen - über ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Streben nach Glück. 13 englische Kolonien, aus denen dann die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. In den zweieinhalb Jahrhunderten danach haben die USA viel Wertvolles geschaffen bei sich und in anderen Teilen der Welt: Ein demokratisches System, viel wirtschaftlichen Reichtum und einen unverwechselbaren „way of life“. Nicht alle in und außerhalb der USA sind damit glücklich und frei geworden. Die indigene Bevölkerung, deren Geschichte viel weiter zurückreicht als schlappe 250 Jahre, wurde vertrieben und unterdrückt. Die Ahnen der heutigen afroamerikanischen Bevölkerung wurden versklavt und auch viele ihrer Nachfahren wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Fortschritte und Rückschläge haben die USA politisch und gesellschaftlich auf Gipfel und an Abgründe geführt. Unter ihrem jetzigen Präsidenten sollen sie nun „wieder groß“ und an erster Stelle stehen. Bei den einen ruft das so viel Jubel hervor wie vor 250 Jahren die Erklärung der Unabhängigkeit. Aber die anderen sehen ihre Freiheit und ihre Demokratie von einem „Tyrannen“ bedroht, und sie wehren sich dagegen - wie vor 250 Jahren bei der Erklärung der Unabhängigkeit. Was ist das für eine Nation, die nun mit Ecken und Kanten ihren runden Geburtstag feiert? Und was bräuchte sie auf ihrem Gabentisch, damit endlich mal alle mitfeiern können? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der US-amerikanischen Journalistin und Podcasterin Jiffer Bourguignon, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann-Stiftung), der Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier (University of California) und dem Ethnologen Markus Lindner (Uni Frankfurt). Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! Ingo Zamperoni ist mit der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon verheiratet. Der Moderator der tagesthemen und die US-Journalistin haben Familie und viele Freunde in den Staaten, die sich ideologisch immer mehr voneinander entfernen. Das Rekord-Tempo und die weitreichenden Umbrüche, mit denen US-Präsident Donald Trump gerade die amerikanische Demokratie auf den Kopf stellt, betreffen die beiden daher persönlich. Ingo und Jiffer beobachten und analysieren die aktuellen Entwicklungen in der US-Politik und welche Auswirkungen sie auch auf uns in Deutschland und Europa haben. Der Podcast erscheint jede Woche neu. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/
54 Minuten
80 Jahre ist es am 30. Juni her, dass in Hessen nach Nazi-Diktatur und Zweitem Weltkrieg zum ersten Mal wieder eine freie Wahl stattfand: Die Wahl zur „Verfassung beratenden Landesversammlung Groß-Hessens“. Ihre Aufgabe: Für das neue Bundesland Hessen eine neue Verfassung entwerfen! So wie es einige Jahre später der „Parlamentarische Rat“ für die gesamte Bundesrepublik getan hat. Was uns also heute „selbstverständlich“ vorkommt - dass Hessen einen Landtag, eine Landesregierung und einen Staatsgerichtshof hat - ist damals ausgestaltet und festgeschrieben worden. Von 86 Männern und 4 Frauen. Eine davon: Elisabeth Selbert, die später quasi im Alleingang dafür sorgte, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz kam. Gerade die Geburt der hessischen Demokratie vor 80 Jahren zeigt also, wie schwierig es war (und ist?), das durchzusetzen, was uns heute so „selbstverständlich“ vorkommt: Dass Frauen gleichberechtigt sind, dass sie in Parlamenten genauso vertreten sein sollten wie in der Bevölkerung und dass wichtige politische Ämter ihnen genauso offenstehen wie Männern. Was damals - gerade auch von Frauen - geleistet worden ist in der Landesversammlung Groß-Hessens, das lebt bis heute weiter in der Hessischen Verfassung. Aber viele fürchten, dass sich unsere 80-jährige Demokratie gerade in schlechter Verfassung befindet, weil wir sie viel zu lange als „selbstverständlich“ angesehen haben. Dabei gilt es heute genau wie damals herauszufinden: Wie geht eigentlich Demokratie? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann (CDU), mit dem Verfassungshistoriker Ewald Grothe, mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Ley und der Demokratieforscherin Ursula Birsl (Uni Marburg). Podcast-Tipp: WDR5 Das politische Radio Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e7b85345d45b7d3c/
54 Minuten
Wenn die ganz große Hitze vorbei ist, wird es schwül und auf eine andere Art schwer erträglich. Hitze, Wassermangel und dann Unwetter und Starkregen - der Sommer hat kaum begonnen und schon zeigt er sich von seiner extremen Seite. Was wird da noch auf uns zukommen? Müssen wir den Sommer fürchten? Darüber spricht Doris Renck mit dem ARD-Meteorologen Martin Gudd. Welchen Einfluss höhere Temperaturen auf unsere Gesundheit haben, zeigt Alexandra Schneider, die dazu am Helmholtz Zentrum in München forscht. Aber lassen wir uns Angst machen? Wie wir mit dem mulmigen Sommer-Gefühl umgehen können, ohne einfach alles zu verdrängen, verrät uns die Psychologin Lea Dohm. Und am Ende ist der Sommer auch Ferienzeit und wir wollen von der Tourismusforscherin Sabrina Seeler wissen, ob die Hitze auch die Reisegewohnheiten der Deutschen verändert, ob „Coolcation“ wirklich ein Trend wird. Xxx Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Hitzewelle - Wie unsere Städte kühler werden Stefan arbeitet mit 230 Grad heißem Asphalt - mitten in der Hitzewelle. Während Deutschland schwitzt, trifft Hitze manche Menschen besonders hart. Unsere Städte werden immer heißer - aber sind sie darauf vorbereitet? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cd20bf7c272f09fa/
Der Tag

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