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Auto Hell Dunkel
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Wiener Börse Podcast Archiv

700 Episoden
11 Minuten
Die Polytec Group ist ein österreichischer Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter. Und damit unmittelbar betroffen von den derzeitigen Sorgen und Nöten in der Autobranche: Chipmangel, Lieferketten, Preissituation, Nachfrage und Corona. Daher hatte Polytec den Markt Anfang Oktober bereits gewarnt. CFO Peter Haidenek: "Preise sind breitflächig und drastisch gestiegen, um etwa ein Drittel. Das radiert im Gesamtjahr gut 10 Mio. Euro Ergebnis aus. Das ist erheblich!" Die Lieferketten sind weltweit gestört, das belasten das gesamte Ökosystem Automobiltechnik. "Es ist uns nicht möglich, die nächsten Wochen einzuschätzen. Der Markt geht gefasst damit um. Auch, weil wir am Jahresende auf alle Fälle ein deutlich positives EBIT haben werden. Also ganz klar: Das ist für uns keine "Make or Break Krise". Wir haben die Cashsituation gut im Griff."
9 Minuten
Es ist ein Schlag ins Gesicht! Ein Schiedsgericht in London verdonnert FACC zur Zahlung von 30 Mio. Euro. Der Streit geht zurück bis ins Jahr 2011. Damit hatten CEO Robert Machtlinger und seine Anwälte nicht gerechnet. "Vollkommen überraschend und zur Unzeit. Werden das akzeptieren. Einspruch hat kaum Aussicht auf Erfolg. Für uns zählt aber das operative Geschäft und das läuft in die richtige Richtung." Weitaus versöhnlicher da schon die Zahlen zum Q3 / 2021. Umsatz 118,1 Mio. Euro ( VJ 101,5 Mio. Euro), das EBITDA 7,6 Mio. Euro (VJ -10,8 Mio. Euro). Nach drei operativ positiven Quartalen atmet man zuversichtlich auf bei FACC. "2022 werden wir im intrakontinentalen Flugverkehr wieder Vorkrisenniveau erreichen. Wir haben FACC verschlankt und Kostenstrukturen optimiert. Können derzeit Volumeneffekte sehr gut mitnehmen."
9 Minuten
Wienerberger erzielt ein Rekordergebnis in den ersten drei Quartalen 2021. Heißt: Umsatz von 2,9 Mrd. Euro (+14 %), EBITDA von 509,1 Mio. Euro (+19 %) und Nettoergebnis von 227,3 Mio, zuletzt lag das bei 43 Mio. Euro. Ein Sondereffekt? "Nein", sagt CEO Heimo Scheuch,"das ist das Ergebnis einer vorausschauenden Einkaufspolitik. Wir haben optimale Strukturen dank Kosten- und Preismanagement." Auch die Transformation der Wienerberger trägt Früchte. "Wir haben uns sehr stark erneuert. Wir sind heute nicht mehr nur die "Ziegeljungs aus Wien." Wienerberger setzt verstärkt auf Digitalisierung, innovative und nachhaltige Systemlösungen für die gesamte Gebäudehülle. Wienerberger hebt den Ausblick an. Probleme durch Corona sieht Scheuch nicht, geht aber mit der Coronapolitik der Regierung hart ins Gericht.
13 Minuten
Hohe Nachfrage nach Mikroelektronik. Andreas Gerstenmayer, CEO bei der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft: "In Summe sind die Kapazitäten an allen Standorten sehr gut ausgelastet." Die Nachfrage bei ICE-Substrate sei am höchsten. "Wir haben uns bei kritischen Materialien etwas mehr eingedeckt." Der Halbjahresumsatz steigt um 30 % auf 698 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA liegt mit 140 Mio. € um 23 % über dem Vorjahr. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 wurde erhöht, das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum von 21 bis 23 %. Derweil investiert AT&S in ein Research&Develeopment-Center: "Wir werden dort künftige Technologien entwickeln und Kleinserien produzieren." Darüber hinaus wird der mittelfristige Ausblick noch stärker von positivem Marktumfeld und Großprojekten in China und Malaysia begünstigt.
11 Minuten
Mit dem Ende von Q3 verabschiedete sich auch CEO Stefan Doboczky von Lenzing. Ändert sich damit etwas an der Ausrichtung oder der Strategie? CFO Thomas Obendrauf: "Wir sind mitten in der Transformation. An der Strategie wird sich nichts ändern, die werden wir konsequent fortführen." Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2021 um 32,9 % auf 1,59 Mrd. Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 113,4 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch Verluste von 23,3 Mio. Euro standen. Geholfen hat die Rückkehr zur Normalität in der Textilbranche und die gestiegenen Preise. Eine mögliche Belastung kommt aber aus Logistikschwierigkeiten, vor allem in Asien. Hinzu kommen hohe Energiepreise. Die Jahres-Prognose von mindestens 360 Mio. Euro würde sogar über dem Vorcoronaniveau liegen. Wie sind die weiteren Pläne?
17 Minuten
Nachhaltigkeit ist auch für die Finanzbranche ein wichtiges Thema. Ist somit auch die Klimakonferenz in Glasgow ein Investorenthema? Und kann der Finanzmarkt überhaupt die Rolle des Weltretters übernehmen? Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Am Kapitalmarkt ist man Lösungsorientierung gewohnt. Man sagt: da ist ein Problem und das müssen wir lösen". Viel Geld fließt in das Thema Nachhaltigkeit, auch politisch gewünscht. Vieles davon würde sonst vielleicht nicht in die entsprechenden Sektoren fließen. Sind das Fehlallokationen, droht vlt. sogar eine Blase? "Beispiel erneuerbare Energie. Der Sektor hat eine Underperformance hingelegt. Im Herz des grünen Investors ist plötzlich ein Sektor, der performancetechnisch nicht funktioniert. Auf der anderen Seite hat man die dirty old Sektors wie Öl und Energie. Aus Investorensicht war es heuer schwierig, ohne diesen Sektor eine Performance aufrecht zu halten." Dort sind bekanntermaßen die Preise rasant gestiegen. Wie lange wird man diese Auswirkungen spüren?
18 Minuten
Die OMV konnte den Gewinn in den ersten neun Monaten 2021 deutlich steigern auf 2,13 Mrd. Euro, vor einem Jahr war dort noch ein Verlust von 468 Mio. Euro zu verzeichnen. Kein Wunder: der Öl- und Gaspreis ist stark angezogen und trotz Transformation ist die OMV in diesen Segmenten stark. Gewinntreiber war aber der Bereich Chemie, auf dem seit der Borealis-Übernahme vermehrt der Fokus liegt. Denn auch die Polyethylen-Preise sind stark gestiegen. Die Transformation schreitet voran, es gab weitere Verkäufe wie aktuell bei einem Ölfeld in Norwegen. OMV CFO Reinhard Florey gibt Einblick in die Strategie, die Einschätzung der Ölpreisentwicklung und die Lage der Gasversorgung für den Winter.
11 Minuten
Weiterhin hoch hinaus will der österreichische Kranhersteller Palfinger. In Q1 bis Q3/2021 strebt die AG ein neues Rekordjahr mit mehr als 1,75 Mrd. Euro Umsatz und einem EBIT von über 150 Mio. für das Gesamtjahr 2021 an. "Wir spüren einen starken Rückenwind vom Markt", erklärt CFO Felix Strohbichler, "nicht nur Aufholeffekte nach Corona sind die Gründe. Unser Unternehmen bedient auch Megatrends wie Construction Recycling." Viele Menschen hätten derzeit das Bedürfnis, ihr Angespartes in Betongold zu gießen."Im Sinn der Nachfrage ist Corona nicht mehr da. Die steigenden Materialkosten werden uns im vierten und noch im ersten Quartal 2022 aber voll treffen. Auch Palfinger kann sich den Material- und Lieferengpässen nicht entziehen - das führt zu Ineffizienzen. Sie können aber davon ausgehen, dass wir mit unserem Auftragsbestand bis in Q2/2022 eingedeckt sind. Wir werden unsere Guidance für 2021 ganz klar einhalten." Midterm Target: Bis 2024 2,3 Mrd. Euro Umsatz.
12 Minuten
Die Inflation steigt im Euroraum. Getrieben vor allem durch den fast schon dramatischen Anstieg bei den Energiepreisen. Fritz Mostböck: "Die Anlageklasse Aktie ist nach wie vor ein attraktives Investment". Der ATX erlebt ein starkes Jahr und hat viele europäische Indizes outperformed. "Trotzdem ist der ATX historisch günstig. Wir rechnen mit einer Dividendenrendite von 3,5 - 4 %." Die Unternehmen ziehen derzeit starke Bilanzen. Bleibt das so? "Österreichische Unternehmen sind sehr gut aufgestellt und haben ihre Hausaufgaben gemacht."
11 Minuten
Aventa ist ein Immobilienentwickler aus Graz. Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark und die zweitgrößte Stadt Österreichs. Der Großraum Graz war in den letzten zehn Jahren der am schnellsten wachsende Ballungsraum. Seit November 2020 ist Aventa im Segment Direct Market Plus der Wiener Börse. Großaktionäre sind die Vorstände Christoph Lerner und Bernhard Schuller. Aventa sieht sich "anders als gewöhnliche Projektentwickler". IR Peter Resch: "Unsere Mitarbeiter haben sehr viel technisches Know-how. Das bedeutet: Günstig bauen ohne Qualitätsverlust." Materialknappheit am Bau sowie die massive Verteuerung von Baumaterialien ist derzeit kein Thema. "Von einer langfristigen Knappheit gehen wir nicht aus. Wir rechnen mit sinkenden Preisen." Die Aventa AG plant wie bereits für das Jahr 2020 auch weiterhin mit einem geringen, gesunden und nachhaltigen Wachstum. "Die Wohnungspreise steigen weiter. Damit haben selbst wir nicht gerechnet."
14 Minuten
Agrana CEO Markus Mühleisen: "Wir konnten den Rüsselkäfer gut in Schach halten und so erwarten wir bei den Zuckerrüben eine gute Ernte, vom Ertrag her so ca. 70 bis 80 Tonnen je Hektar. So gehen wir von einer guten Zuckerernte aus." Agrana erreichte im 1. Halbjahr 2021/22 einen Umsatz 1,4 Mrd. Euro mit einem Konzernergebnis von 27 Mio. Euro nach 34 Mio. vor einem Jahr. Der Grund für den Rückgang sind die Coronafolgen: "Wir hatten im Gastronomiebereich einen guten Sommer, natürlich ist der ganze Eventbereich noch stark betroffen von Corona." Zucker, Stärke, Frucht ... mit diesen drei Begriffen kennen die meisten die Produkte von Agrana, doch Agrana hat noch viel mehr: wie zum Beispiel verrottbare Bio-Plastiktüten. Heute geht es besonders um die Grundstoffe für Kosmetika und wofür benötigt man Betain?
13 Minuten
Die Heizkosten und Ölpreise gehen durch die Decke. Müssen wir uns daran gewöhnen? Robert Halver: "Vorübergehend schon. Wir haben einen gewaltigen Nachfrage-Boom. Alle wollen nach Corona zeitgleich ordern. Das sorgt dafür, dass es eine Knappheit gibt. Das heißt: die alten Gesetze von Nachfrage und Angebot wirken. Aber: ich bin mir sicher, im nächsten Jahr wird sich das entspannen und es kommt zur Balance." Also keine drohende Stagflation? "Ich mag den Begriff Stagflation überhaupt nicht. Das ist ein Modebegriff geworden, um die Gazetten zu füllen. Wir haben im Augenblick eine technische Konjunkturdelle, die im nächsten Jahr aber wieder behoben wird." Den Börsen scheint diese Diskussion sowieso nichts anzuhaben, der DAX geht auf den höchsten Wert im Monat Oktober. "Wir haben bei den Krisenthemen auch Entspannungseffekte." Könnte die Berichtssaison der guten Laune etwas anhaben?
10 Minuten
Softwarehersteller Voquz Labs konnte im 1. Halbjahr 2021 27 % beim Umsatz wachsen auf rund 1,2 Mio. Euro. CEO Martin Kögel: "Das gefällt mir im Rahmen der Erwartungen normal gut. Wir sind dort weiter auf Kurs." Im Softwaregeschäft wird üblicherweise das Hauptgeschäft in Q4 gemacht. Das gilt auch für den Gewinn, der allerdings schon jetzt positiv ist. Im September gab es eine Kapitalerhöhung. "Mit unserem Testballon sind wir sehr zufrieden. Aber wir haben immer gesagt, wir gehen an die Börse, um unsere Expansionspläne zu finanzieren. Da ist noch mehr geplant." Was wird jetzt angegangen?
13 Minuten
Athos Immobilien ist als Projektentwickler, Investor und Vermieter in Oberösterreich und Wien tätig. Die Strategie sieht weiteren Ausbau des Segments Wohnen vor und weiteren Abbau von Fachmarktzentren, Büro und Gastro. Das bringt natürlich kurzfristig hohe Gewinne: von den 6,9 Mio. Euro Ertrag aus dem ersten Halbjahr 2021 kommen nur 2,4 Mio. Euro aus Nettomieterträgen und 3,7 Mio. aus bereits erfolgten Verkäufen. In Zukunft könnten diese Erträge also geringer ausfallen? CEO Manfred Pammer: "Da sehen wir sehr realistisch der Zukunft entgegen. Die Butter am Brot wird etwas geringer ausfallen in den nächsten Perioden, da die Verkäufe zum Großteil bereits umgesetzt wurden." Gibt es auch diesmal wieder eine hohe Dividende? In Zukunft ist ein Modell geplant, in dem Privatpersonen ihre Wohnung an Athos verkaufen und dort als Mieter blieben können.
8 Minuten
Anleger sind ja immer etwas aufgeregt, wenn die US-Notenbank tagt. Die September-Zinssitzung der Fed war durchaus "hawkish." Monika Rosen: Es geht um die Frage, wie nimmt man diese Stützräder der Konjunktur langsam weg, ohne das Fahrrad ins Schlingern zu bringen. Derzeit werden pro Monat rund 120 Mrd. Dollar an Anleihen gekauft. 80 Mrd. davon sind US-Staatsanleihen, und 40 Mrd. verbriefte Hypothekendarlehen, die ja auch in der Finanzkrise zur traurigen Berühmtheit gelangt sind, das ist der Mix." Bei der nächsten Sitzung Anfang November könne eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe beschlossen werden, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch nach der Sitzung der US-Notenbank. Nach der Fed-Sitzung schlossen die Wall Street Indizes überraschend im Plus.