BaZ – Los Emol Archiv
107 Episoden
25 Minuten
Sinnbild für diesen Wandel ist die Basler Rap-Gruppe “Was Das?”. Das Kollektiv, bestehend aus MC Eichel, Ludwig OS, Smeshi, Dimitri, Reyan.Rami, Znvg und Léon, sieht sich nicht unbedingt als Teil der Schweizer Rap-Szene, auch wenn die Mitglieder auf Baseldeutsch rappen.
Wieso dem so ist, wieso er sich nicht mit der Schweizer Rap-Landschaft identifizieren kann, erzählt MC Eichel: “Wir finden unseren Platz im Schweizer Rap nicht, weil wir ihn nicht finden wollen. Und wir wollen ihn nicht finden, weil die Szene etwas zu urchig ist. Auch wenn sie gute Fortschritte macht.”
Für ihn ist das Textliche das wichtigste Element seiner Musik. Und er achtet akribisch darauf, dass diskriminierende Inhalte, Sexismus, Rassismus, Homophobie in seinen Texten keinen Platz finden.
Und ganz nebenbei füllt er regelmässig Basels Konzert-Lokale und wird beim Termin auf der Basler Kantonalbank erkannt.
Wieso dem so ist, wieso er sich nicht mit der Schweizer Rap-Landschaft identifizieren kann, erzählt MC Eichel: “Wir finden unseren Platz im Schweizer Rap nicht, weil wir ihn nicht finden wollen. Und wir wollen ihn nicht finden, weil die Szene etwas zu urchig ist. Auch wenn sie gute Fortschritte macht.”
Für ihn ist das Textliche das wichtigste Element seiner Musik. Und er achtet akribisch darauf, dass diskriminierende Inhalte, Sexismus, Rassismus, Homophobie in seinen Texten keinen Platz finden.
Und ganz nebenbei füllt er regelmässig Basels Konzert-Lokale und wird beim Termin auf der Basler Kantonalbank erkannt.
31 Minuten
Doch wieso schläft die Leidenschaft mit den Jahren oft ein? Das verrät die Basler Psychologin und Paartherapeutin Monika Röder in der aktuellen Ausgabe des BaZ-Podcasts «Los emol»: «Wir verlieren nicht nur das sexuelle Interesse am Partner. Wir verlieren generell ein wenig die Begeisterung für einander in langjährigen Beziehungen. Das sind ganz normale Abnutzungsprozesse. Was einen am Anfang sehr angezogen hat, zieht einen mit der Zeit nicht mehr so stark an.»
Um diese Verschleisserscheinungen in den Griff zu bekommen, rät sie Paaren, häufiger die rosarote Brille auszusetzen und den Lebensgefährten weniger kritisch zu betrachten. Zudem bestehe mit fortschreitendem Alter auch eine grosse Chance. Denn: «Menschen über 50 haben laut einer Studie den besten Sex», verrät Röder. «Sexualität ist etwas, das wir lernen müssen. Es gibt da keine Naturtalente.»
Um diese Verschleisserscheinungen in den Griff zu bekommen, rät sie Paaren, häufiger die rosarote Brille auszusetzen und den Lebensgefährten weniger kritisch zu betrachten. Zudem bestehe mit fortschreitendem Alter auch eine grosse Chance. Denn: «Menschen über 50 haben laut einer Studie den besten Sex», verrät Röder. «Sexualität ist etwas, das wir lernen müssen. Es gibt da keine Naturtalente.»
26 Minuten
Mannshohe Sonnenblumen, tiefviolette Blumen und jede Menge selbst angepflanztes Gemüse: Dies ist das zweite Zuhause von Schrebergärtnerin Jsabelle Krähenbühl. Auf 200 Quadratmetern hat sich die Profigärtnerin eine kleine Oase geschaffen. So wie sie haben es tausende von Freizeitgärtnerinnen und Freizeitgärtnern in diesem Kanton gemacht. Und um ebendiese Oasen fürchtet Krähenbühl nun, sollte das neue Basler Freizeitgartengesetz angenommen werden.
Sie vermutet, dass man aus den Familiengartenarealen «öffentliche Freizeit- und Erlebnisparks machen will.» – «Nein, das ist wirklich nicht das Ziel», kontert die zuständige Regierungsrätin Esther Keller im BaZ-Podcast. Es gehe nicht darum, alle Areale zu öffnen und schon gar nicht um Freizeitparks. Die Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements argumentiert, dass die Schrebergärtner auch Vorteile aus dem neuen Gesetz ziehen würden – etwa darin, dass sich die Stadtreinigung neu um öffentliche Toilettenanlagen in den Arealen kümmern würde.
Krähenbühl lässt sich von Keller nicht überzeugen. Zu tief sitzt das Misstrauen gegenüber den Basler Behörden. Woher, so fragt man sich, kommt dieses Misstrauen der Schrebergärtnerinnen und Schrebergärtner eigentlich? Hören Sie rein und erfahren Sie die Antwort.
Sie vermutet, dass man aus den Familiengartenarealen «öffentliche Freizeit- und Erlebnisparks machen will.» – «Nein, das ist wirklich nicht das Ziel», kontert die zuständige Regierungsrätin Esther Keller im BaZ-Podcast. Es gehe nicht darum, alle Areale zu öffnen und schon gar nicht um Freizeitparks. Die Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements argumentiert, dass die Schrebergärtner auch Vorteile aus dem neuen Gesetz ziehen würden – etwa darin, dass sich die Stadtreinigung neu um öffentliche Toilettenanlagen in den Arealen kümmern würde.
Krähenbühl lässt sich von Keller nicht überzeugen. Zu tief sitzt das Misstrauen gegenüber den Basler Behörden. Woher, so fragt man sich, kommt dieses Misstrauen der Schrebergärtnerinnen und Schrebergärtner eigentlich? Hören Sie rein und erfahren Sie die Antwort.
11 Minuten
Der Tod der englischen Königin bewegt die ganze Welt – und auch Erik Julliard. Der Basler hatte als Produzent des «Tattoo» eine persönliche Beziehung zur Monarchin. Anlässlich ihres Platinum-Jubiläums in diesem Frühling trat das Top Secret Drum Corps Basel zum Thronjubiläum der Queen auf. Julliard hatte Elizabeth II. bereits 2016 getroffen, als sie ihren 90. Geburtstag feierte.
27 Minuten
Seit der Auftritt der Reggae-Band wegen des Unwohlseins einiger Zuschauer abgebrochen wurde, ist die Debatte in den Alltag gerutscht. Die Gemüter erhitzen sich. Aber kennen wir eigentlich die Definition von Kultureller Aneignung?
Der promovierte Historiker, Gesellschaftswissenschaftler und Soziologe Herni-Michel Yéré spricht in der aktuellen Folge mit uns über die Ursprünge und Definition des Begriffs. Gerade letzteres sei aber schwer, so Yéré: «Die Definition des Begriffs geht davon aus, dass Kulturen in sich selbst begrenzte Realitäten sind. Aber das sind sie nicht: Kulturen sind dynamische Realitäten. Wie Beziehung, die Leute miteinander haben indem sie sich miteinander austauschen.»
Der Knackpunkt in der Definition seien aber jeweils die Machtverhältnisse: «Wenn wir von Aneignung sprechen, geht es oft um Gruppen, die sich unterrepräsentiert fühlen in der Gesellschaft. Das ist das Problem.»
Der promovierte Historiker, Gesellschaftswissenschaftler und Soziologe Herni-Michel Yéré spricht in der aktuellen Folge mit uns über die Ursprünge und Definition des Begriffs. Gerade letzteres sei aber schwer, so Yéré: «Die Definition des Begriffs geht davon aus, dass Kulturen in sich selbst begrenzte Realitäten sind. Aber das sind sie nicht: Kulturen sind dynamische Realitäten. Wie Beziehung, die Leute miteinander haben indem sie sich miteinander austauschen.»
Der Knackpunkt in der Definition seien aber jeweils die Machtverhältnisse: «Wenn wir von Aneignung sprechen, geht es oft um Gruppen, die sich unterrepräsentiert fühlen in der Gesellschaft. Das ist das Problem.»
24 Minuten
300’000, 350’000, vielleicht auch 400’000. So viele Zuschauer werden am nächsten Wochenende beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Pratteln erwartet. Sicher ist, dass die Arena mit ihren 50’900 Plätzen voll besetzt sein wird. Und zwar schon am Samstagmorgen um 7.30 Uhr, wenn die Aktiven in das mobile Stadion einmarschieren. «Ein Gänsehautmoment», erzählt Rolf Klarer, der betont, dass das Publikum an einem Schwingfest bunt zusammengewürfelt ist. «Die Schwinger werden immer in die rechte Ecke gedrängt, aber das stimmt nicht.»
Der ehemalige Basler Spitzenschwinger wirkt beim ESAF als OK-Vizepräsident und erzählt, dass trotz grossen Boom beim Nationalsport nicht alles so einfach war in der Vorbereitung des grössten Schweizer Sportanlasses. So sei etwa das Finden der Königspartner, der wichtigsten Sponsoren, nicht ganz einfach gewesen. «Die Basler Chemie hat sich ganz still im Hintergrund gehalten.»
Trotzdem ist es dem Veranstalter gelungen, ein riesiges Volksfest auf die Beine zu stellen. Auf dem Geände werden seit Wochen Baustellenführungen abgehalten, auch der Gabentempel ist täglich geöffnet. So richtig los geht es am Donnerstag mit einem Open Air und Freitag mit dem grossen Festumzug durch Pratteln.
Die Vorfreude bei Rolf Klarer auf das ESAF vor der Haustür ist riesig. Er ist davon überzeugt, dass trotz der dem Schwingsport eigenen Einteilung am Ende der zwei Tage der Richtige gewinnen wird. Doch Klarer sagt auch, wenn es um den König geht: «In diesem Jahr ist es so offen wie nie zuvor.»
Der ehemalige Basler Spitzenschwinger wirkt beim ESAF als OK-Vizepräsident und erzählt, dass trotz grossen Boom beim Nationalsport nicht alles so einfach war in der Vorbereitung des grössten Schweizer Sportanlasses. So sei etwa das Finden der Königspartner, der wichtigsten Sponsoren, nicht ganz einfach gewesen. «Die Basler Chemie hat sich ganz still im Hintergrund gehalten.»
Trotzdem ist es dem Veranstalter gelungen, ein riesiges Volksfest auf die Beine zu stellen. Auf dem Geände werden seit Wochen Baustellenführungen abgehalten, auch der Gabentempel ist täglich geöffnet. So richtig los geht es am Donnerstag mit einem Open Air und Freitag mit dem grossen Festumzug durch Pratteln.
Die Vorfreude bei Rolf Klarer auf das ESAF vor der Haustür ist riesig. Er ist davon überzeugt, dass trotz der dem Schwingsport eigenen Einteilung am Ende der zwei Tage der Richtige gewinnen wird. Doch Klarer sagt auch, wenn es um den König geht: «In diesem Jahr ist es so offen wie nie zuvor.»
23 Minuten
Angeleitet werden die Gladiatoren von ihrem Lanista Silvanus – welcher im modernen Leben Ivan Wirz heisst und im Baselbiet lebt. Als Dominus besitzt er nicht nur die Schule, sondern auch die Kämpfer selbst: Die Gladiatoren sind seine Ware, mit der er handeln kann. Das klingt hart und so gar nicht zeitgemäss. Aber so ging es vor 2000 Jahren nun mal zu und her, im römischen Ludus.
«Das Leben als Lanista ist streng, aber auch gut. Ich habe tüchtige Gladiatoren», sagt Wirz während des Gesprächs im Podcast. Unter dem Motto «Living History» stellt die Ars Gladiatoria, welche regelmässig in Augusta Raurica trainiert, überbrachtes historischen Wissen auf den Prüfstand.
Wie verhält es sich beispielsweise mit dem berühmten Daumen des Kaisers, welcher über Leben und Tod der Gladiatoren entscheidet? Und konnten auch Frauen in der Arena kämpfen? Lanista Silvanus klärt in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol» über Mythen auf und berichtet aus dem gelebten Gladiatorenalltag.
«Das Leben als Lanista ist streng, aber auch gut. Ich habe tüchtige Gladiatoren», sagt Wirz während des Gesprächs im Podcast. Unter dem Motto «Living History» stellt die Ars Gladiatoria, welche regelmässig in Augusta Raurica trainiert, überbrachtes historischen Wissen auf den Prüfstand.
Wie verhält es sich beispielsweise mit dem berühmten Daumen des Kaisers, welcher über Leben und Tod der Gladiatoren entscheidet? Und konnten auch Frauen in der Arena kämpfen? Lanista Silvanus klärt in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol» über Mythen auf und berichtet aus dem gelebten Gladiatorenalltag.
22 Minuten
Bald wurde aus den Home-Workouts jedoch eine Obsession, welche von den Sozialen Medien nur immer weiter befeuert wurde: Mehr Sport, weniger Kalorien war die Devise der 20-Jährigen. Denn das Fett sollte schmelzen, die Muskeln wachsen. Dass ihr Verhalten nicht mehr gesund war, hat Silvana selber nicht erkannt. Aufgehört zu trainieren hat sie erst, als eine Sportverletzung sie dazu zwang.
Doch die Zwangspause, die ihr diese Verletzung auferlegte, war für die Studentin mehr Fluch als Segen. «Ich musste für drei Monate aufhören, Sport zu machen. Das hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen», erzählt sie. Sie entwickelte ein Binge Eating Disorder. Dabei handelt es sich um die häufigste Essstörung weltweit. Trotzdem wissen nur wenige, was ein BED ist.
Silvana erklärt die Esstörung wie folgt: «Man hat keine Kontrolle mehr darüber, wie viel man isst. Und man hat Essanfälle – zur Dämpfung der eigenen Gefühle.» Während eines Essanfalls sei sie meist allein gewesen. Gegenüber ihrer Familie – die 20-Jährige wohnt noch bei ihren Eltern, habe sie Ausreden erfunden – um nicht aufzufliegen.
Was dazu führte, dass sie sich Hilfe gesucht hat und wie es ihr heute geht, erzählt Silvana in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol».
Doch die Zwangspause, die ihr diese Verletzung auferlegte, war für die Studentin mehr Fluch als Segen. «Ich musste für drei Monate aufhören, Sport zu machen. Das hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen», erzählt sie. Sie entwickelte ein Binge Eating Disorder. Dabei handelt es sich um die häufigste Essstörung weltweit. Trotzdem wissen nur wenige, was ein BED ist.
Silvana erklärt die Esstörung wie folgt: «Man hat keine Kontrolle mehr darüber, wie viel man isst. Und man hat Essanfälle – zur Dämpfung der eigenen Gefühle.» Während eines Essanfalls sei sie meist allein gewesen. Gegenüber ihrer Familie – die 20-Jährige wohnt noch bei ihren Eltern, habe sie Ausreden erfunden – um nicht aufzufliegen.
Was dazu führte, dass sie sich Hilfe gesucht hat und wie es ihr heute geht, erzählt Silvana in der aktuellen Folge des BaZ-Podcasts «Los emol».
21 Minuten
Stephan Scheurer, Leiter Pflege und Betreuung im Basler Demenzheim Dandelion hält davon überhaupt nichts: «Man darf die Patienten nicht veraschen.» Auch würde er seinen Bewohnern nie eine Babyflasche geben, nur weil sie Probleme haben, aus einem Glas zu trinken: «Das sind erwachsene Menschen, die ihre Menschenwürde verdienen», sagt Scheurer.
In der aktuellen Podcastfolge erklärt er, was die Pflege mit Demenzkranken so einzigartig macht und dass nicht jeder Patient unglücklich mit seiner Diagnose ist.
In der aktuellen Podcastfolge erklärt er, was die Pflege mit Demenzkranken so einzigartig macht und dass nicht jeder Patient unglücklich mit seiner Diagnose ist.
25 Minuten
Sie habe schon immer gewusst, dass sie kein Mann sei. «Aber das war irgendwie unlogisch, denn so etwas gab es nicht», sagt Hunziker. «Ich dachte mir ‹ich sehe aus wie ein Junge, also lebe ich wie ein Junge›.» Allerdings habe sie schon in ihren ersten Tagebucheinträgen thematisiert, dass sie sich so nicht wohlfühle. Besonders deutlich wurde dieses Unbehagen, als sich ihr Körper in der Pubertät veränderte – als sie wuchs und ihre Stimme tiefer wurde.
Ihr Coming-out hatte Hunziker erst mit 37. Das habe daran gelegen, dass das Thema noch immer tabuisiert gewesen sei. Unter den heutigen Umständen hätte sie sich ihrem Umfeld viel früher offenbart.
Marc Inderbinen erklärt, es gäbe drei Geschlechtskategorien, die eine Person ausmachen: Das körperliche Geschlecht, welches einem bei Geburt zugeschrieben werde. Das psychische Geschlecht, welches bedingt, wie wir uns innerlich fühlen. Und das soziale Geschlecht – «Das ist alles, was ich nach aussen trage: Meine Kleidung, die Art wie ich spreche, meine Frisur.»
Bei trans Personen entstehe ein Spannungsfeld zwischen dem körperlichen und dem psychischen Geschlecht. Wie Lucia Hunziker dies erlebte und welche Personen bei Marc Inderbinen nach Unterstützung suchen, hören Sie in unserem Podcast «Los emol».
Ihr Coming-out hatte Hunziker erst mit 37. Das habe daran gelegen, dass das Thema noch immer tabuisiert gewesen sei. Unter den heutigen Umständen hätte sie sich ihrem Umfeld viel früher offenbart.
Marc Inderbinen erklärt, es gäbe drei Geschlechtskategorien, die eine Person ausmachen: Das körperliche Geschlecht, welches einem bei Geburt zugeschrieben werde. Das psychische Geschlecht, welches bedingt, wie wir uns innerlich fühlen. Und das soziale Geschlecht – «Das ist alles, was ich nach aussen trage: Meine Kleidung, die Art wie ich spreche, meine Frisur.»
Bei trans Personen entstehe ein Spannungsfeld zwischen dem körperlichen und dem psychischen Geschlecht. Wie Lucia Hunziker dies erlebte und welche Personen bei Marc Inderbinen nach Unterstützung suchen, hören Sie in unserem Podcast «Los emol».
26 Minuten
Ende April kündigte die Basler Regierung an, dass das Musical Theater zu einer Schwimmhalle umfunktioniert werden soll. So könnte die Stadt endlich das lange ersehnte 50 Meter-Schwimmbecken erhalten. Der Regierungsrat hat dafür eine Planungspauschale von 200’000 bewilligt. Den Betreibern des Theaters, der Unternehmensgruppe Freddy Burger Management, die das Theater seit 25 Jahren managt, wurde im Einvernehmen per Ende 2024 gekündigt – zwei Jahre früher als vereinbart. Man sei vorgängig aber nicht in die Pläne der Regierung eingeweiht worden, sagen die Verantwortlichen gegenüber dieser Zeitung. Auch andere Veranstalter in Basel ahnten nichts vom Vorhaben, den Kulturort im Kleinbasel verschwinden zu lassen. Thomas Dürr, CEO der Act Entertainment AG mit Sitz in Basel ist entsetzt darüber. Für ihn und weitere Branchenkenner gibt es keinen valablen Ersatz für das bestens ausgestattete Theater. Er befürchtet die Schwächung der Stadt als Kulturstandort. Conradin Cramer, Vorsteher des Erziehungsdepartements und damit federführend in diesem Geschäft, hingegen sieht diesbezüglich keine Gefahr, wie er im BaZ-Podcast sagt. Dass die Regierung mit ihrer unvermittelten Ankündigung in der Eventszene Unruhe auslöst, kann er nachvollziehen. Man habe eine zündende Idee gehabt und wollte diese schnell kommunizieren, erklärt er in der Diskussion mit Thomas Dürr.
30 Minuten
Die neuen Regeln für Vermieter sind dem Werk des Basler Mieterverbands unter der Leitung von Beat Leuthardt und Patrizia Bernasconi entsprungen. Der Verband kämpft seit Jahren für mehr Mieterschutz und gegen Gentrifizierung. Die neue Verordnung geht zurück auf die Initiative «Ja zum echten Wohnschutz», die im November 2021 vom Basler Stimmvolk angenommen wurde.
Merkwürdigerweise ist mit der neuen Verordnung aber niemand glücklich – nicht einmal die Initianten selbst. Im Podcast der BaZ diskutieren wir mit Beat Leuthardt vom Mieterverband und Andreas Zappalà vom Hauseigentümerverband darüber, was die neuen Regeln bedeuten und wer schuld daran ist, wenn faire Kleinvermieter unter ihnen leiden.
Merkwürdigerweise ist mit der neuen Verordnung aber niemand glücklich – nicht einmal die Initianten selbst. Im Podcast der BaZ diskutieren wir mit Beat Leuthardt vom Mieterverband und Andreas Zappalà vom Hauseigentümerverband darüber, was die neuen Regeln bedeuten und wer schuld daran ist, wenn faire Kleinvermieter unter ihnen leiden.
29 Minuten
Fast neun Wochen zusammen mit zwei geflüchteten ukrainischen Familien in vier Zimmern, wie funktioniert das? Nachdem im letzten Podcast Arne Kühn und Marco d’Amico davon erzählten, wie sie mit Lastwagen dringend benötigte Hilfsgüter an die ukrainische Grenze brachten, bleiben wir beim Thema Ukraine. In der aktuellen Ausgabe berichtet BaZ-Autorin Nina Jecker über ihr Zusammenleben mit zwei Ukrainerinnen und deren drei Kindern.
Seit das Staatssekretariat für Migration die beiden Familien Mitte März nach Allschwil vermittelt hat, hat sich viel getan. Aus Fremden wurden Vertraute, die Behördentermine waren Alltag, es wurde geweint und auch viel gelacht. Und nun steht der Abschied kurz bevor - schon in wenigen Tagen werden die Geflüchteten ihre eigenen Wohnungen beziehen können.
Für die vierköpfige Gastfamilie ist nun Zeit, zurückzublicken. War der Entscheid, diese Menschen aufzunehmen richtig oder haben sie sich übernommen? Und: Werden sie es wieder tun?
Seit das Staatssekretariat für Migration die beiden Familien Mitte März nach Allschwil vermittelt hat, hat sich viel getan. Aus Fremden wurden Vertraute, die Behördentermine waren Alltag, es wurde geweint und auch viel gelacht. Und nun steht der Abschied kurz bevor - schon in wenigen Tagen werden die Geflüchteten ihre eigenen Wohnungen beziehen können.
Für die vierköpfige Gastfamilie ist nun Zeit, zurückzublicken. War der Entscheid, diese Menschen aufzunehmen richtig oder haben sie sich übernommen? Und: Werden sie es wieder tun?
30 Minuten
Als die Russen am 24. Februar in die Ukraine einmarschierten, löste das bei vielen Menschen in der Schweiz Entsetzen und tiefe Betroffenheit aus. Marco d’Amico und Arne Kühn gehören zu jenen, für die Nichtstun irgendwann keine Option mehr war. Bei d’Amico war es eine einfach Whatsapp-Nachricht, die ihn dazu brachte, zusammen mit Freunden in sieben Fahrzeugen und mit über vier Tonnen Hilfsgütern an die ukrainische Grenze zu fahren. Bei Kühn, der als Kind der DDR das Leben unter russischer Besatzung kennt, war es die eigene Geschichte, die ihn zum Handeln zwang. Über mehrere Ecken gelangte er an Kontakte in der Ukraine und erfuhr so, welche Dinge vor Ort am dringendsten benötigt werden.
Die beiden Männer sind unabhängig voneinander losgefahren, um die Hilfsgüter an der Grenze abzugeben und auf dem Rückweg Geflüchtete mit in die Schweiz zu bringen. Dabei erlebten sie grosse Hilfsbereitschaft, mussten aber auch schlimme Szenen mit anschauen. Im BaZ-Podcast erzählen sie von ihren Erlebnissen unterwegs, von traumatisierten Kindern, verzweifelten Abschieden - und wie es mit ihrem Engagement jetzt weitergeht.
Auch im nächsten Podcast bleiben wir beim Thema Ukraine. Dann erzählt BaZ-Autorin Nina Jecker, die seit rund sechs Wochen fünf Geflüchtete beherbergt, vom Alltag mit ihren ukrainischen Gästen.
Die beiden Männer sind unabhängig voneinander losgefahren, um die Hilfsgüter an der Grenze abzugeben und auf dem Rückweg Geflüchtete mit in die Schweiz zu bringen. Dabei erlebten sie grosse Hilfsbereitschaft, mussten aber auch schlimme Szenen mit anschauen. Im BaZ-Podcast erzählen sie von ihren Erlebnissen unterwegs, von traumatisierten Kindern, verzweifelten Abschieden - und wie es mit ihrem Engagement jetzt weitergeht.
Auch im nächsten Podcast bleiben wir beim Thema Ukraine. Dann erzählt BaZ-Autorin Nina Jecker, die seit rund sechs Wochen fünf Geflüchtete beherbergt, vom Alltag mit ihren ukrainischen Gästen.
30 Minuten
Heute, ein Jahr später, hat Corona seinen Schrecken verloren. Ronja Jansen und Joël Thüring sitzen sich wieder vis-a-vis. Diesmal geht es um soziale Gerechtigkeit. Um die Verteilung von Geld. Und die Beurteilung von vermögenden Menschen, die gerade in Basel einen schweren Stand haben. Reicht bedeutet hier zunehmend böse.
«Natürlich sind nicht alle Reichen böse», relativiert Ronja Jansen, «aber wir müssen hier doch einfach eine sozialere Gerechtigkeit hinbekommen.» Dafür kämpft die Frenkendörferin, die mittlerweile in den Landrat eingezogen ist.
Joël Thüring dagegen geht der Kampf der Linken für eine Umverteilung des Kapitals zu weit. «Wir müssen aufpassen, dass wir jene Menschen nicht verärgern, die hier in der Stadt mit ihren Steuergeldern für weiche Kissen sorgen, auf denen linke Politikerinnen so gerne liegen», sagt er.
Seit April 2021 sorgen Jansen und Thüring auch als Kolumnisten in der BaZ für Furore. Mit gewagten Forderungen – zum Beispiel die Verstaatlichung der Pharmaindustrie – eckte Ronja Jansen an. Und Thüring legte mit verschiedenen Aussagen den Finger in die Wunde Basels, zum Beispiel mit der immer schlechter werdenden Kriminalstatistik.
«Natürlich sind nicht alle Reichen böse», relativiert Ronja Jansen, «aber wir müssen hier doch einfach eine sozialere Gerechtigkeit hinbekommen.» Dafür kämpft die Frenkendörferin, die mittlerweile in den Landrat eingezogen ist.
Joël Thüring dagegen geht der Kampf der Linken für eine Umverteilung des Kapitals zu weit. «Wir müssen aufpassen, dass wir jene Menschen nicht verärgern, die hier in der Stadt mit ihren Steuergeldern für weiche Kissen sorgen, auf denen linke Politikerinnen so gerne liegen», sagt er.
Seit April 2021 sorgen Jansen und Thüring auch als Kolumnisten in der BaZ für Furore. Mit gewagten Forderungen – zum Beispiel die Verstaatlichung der Pharmaindustrie – eckte Ronja Jansen an. Und Thüring legte mit verschiedenen Aussagen den Finger in die Wunde Basels, zum Beispiel mit der immer schlechter werdenden Kriminalstatistik.