Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 05/19 Archiv

248 Episoden
1 minute
Im Rahmen dieser in vitro-Untersuchung sollte die Versiegelungseigenschaft des kunststoffbasierten Wurzelkananlsealers EndoREZ (Ultradent Products, USA) bei seiner Anwendung mit drei verschiedenen orthograden Wurzelkanalfülltechniken bewertet werden. Neben der klassischen Kaltmethode, der lateralen Kondensation von Guttapercha, kamen desweiteren die Zentralstifttechnik und die isolierte Pastentechnik zum Einsatz. Als Vergleichsgruppe diente die laterale Kondensation von Guttapercha mit dem Epoxidharz-basierten Sealer AHPlus (DeTrey Dentsply, Konstanz). 90 extrahierte einwurzelige und einkanälige Zähne wurden vor Versuchsbeginn randomisiert auf die Untersuchungsgruppen verteilt. Nach vollständiger Wurzelkanalaufbereitung mittels EndoEZE (Ultradent Products, USA) wurden die Wurzelkanäle aller Zähne entsprechend ihrer Gruppenzugehörigkeit orthograd gefüllt und anschließend einer digitalen Röntgenkontrolle in vestibulo-oraler und mesio-distaler Strahlenrichtung unterzogen. Zur Bewertung der Versiegelungseigenschaft der zu untersuchenden Wurzelkanalfüllungen durchliefen diese daraufhin einen Farbstoffpenetrationstest mit einer 2,0%igen wässrigen Methylenblau-Lösung und siebentägiger Penetrationsdauer. Zur Beurteilung der stattgefundenen Farbstoffpenetration wurden Querschnitte der Zahnwurzeln angefertigt. Die Auswertung erfolgte unter einem Auflichtmikroskop. Dabei wurde neben der Farbstoffpenetrationstiefe die Lokalisation und die flächige Ausdehnung der Farbstoffpenetration ausgewertet. Die Versiegelungseigenschaft von EndoREZ (Ultradent Products, USA) bei lateraler Kondensation ist der von AHPlus (DeTrey Dentsply, Konstanz) bei gleicher Wurzelkanalfülltechnik vergleichbar. Bezüglich des Farbstoffpenetrations konnte die isolierte Pastentechnik von EndoREZ (Ultradent Products, USA)gemeinsam mit diesen beiden Untersuchungsgruppen die besten Ergebnisse erzielen. Demgegenüber waren die Dichtigkeitsergebnisse der nach der Zentralstifttechnik angefertigten Wurzelkanalfüllungen schlechter.
1 minute
The aim of this in-vitro study was to investigate the extent of autofluorescence in carious human dentine in comparison to the established caries diagnostic methods of microhardness testing, microradiography and histology. For this, 21 extracted, permanent human teeth with dentine lesions were chosen and embedded in methylmethacrylate. Then they were sectioned through the centre of the lesion, and approximately 150 µm thin slices were prepared parallel to the cut surface. The microhardness was tested on the block surfaces; the slices of the teeth were used to test the other investigative techniques. The fluorescence analysis was performed at an emission of over 515 nm due to 450 nm – 490 nm excitation and an emission of over 615 nm due to 530 nm – 585 nm excitation. The fluorescence scans corresponded to the mineral loss profiles as well as to the microhardness profiles and the carious expansion seen in the histological analysis. The differences between the two tested fluorescence filter systems were very small. The correlation between lesion depth, derived from microhardness testing and microradiography, and fluorescence plots were between 0.85 and 0.90. The results for histopathology were even better. It can be concluded from these outcomes that fluorescence can be used as a marker for carious dentine.
1 minute
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Frage nach dem Einfluß eines TED-Systems auf die Wahrnehmung von sozialer Integration im Unterricht seitens der Studierenden zu beantworten. Die zu diesem Zweck durchgeführte Studie umfaßte dabei mehrere Unterrichtsveranstaltungen, an denen Zahnmedizinstudenten der Ludwig-Maximilians-Universität teilnahmen. Verglichen wurde eine TED-Vorlesung (22.04.02) mit drei unterschiedlich gestalteten Dia-Vorlesungen (15.04.02, 06.05.02, 08.12.03). Nach Unterrichtsende erhielt jeder Studierende einen Evaluationsbogen. Dieser umfaßte 15 Fragen (Items). Die Items repräsentieren folgende Zielgrößen: - Authentizität - Feedback - Kompetenzgefühl - Soziale Einbindung - Instruktionsqualität Ein Vergleich der Zielgrößen der Kontrollgruppen (15.04.02, 06.05.02, 08.12.03) mit denen der TED-Interventionsgruppe (22.04.02) ergab, daß vor allem im Bereich der Wahrnehmung von sozialer Einbindung die TED-Vorlesung signifikant besser in der Bewertung durch die Studenten abschnitt. Da das Gefühl der sozialen Einbindung mittelbar mit der individuellen Lust am Lernen (intrinsische Motivation) korreliert, kommt diesem Lernaspekt eine erhebliche Bedeutung zu. Auch bezüglich der Zielgröße Authentizität wurde die TED-Vorlesung signifikant effektiver bewertet. Die Werte für Authentizität und soziale Einbindung variierten dabei gleichsinnig. Anders verhielt es sich mit der Moderatorvariable Feedback, wo die interaktiven Kontroll-Vorlesungen ausgeprägtere Werte erhielten, so dass die abhängigen Parameter Instruktionsqualität und Kompetenzgefühl ebenfalls besser abschnitten. Insgesamt bleibt festzustellen, daß die Zielgröße der Sozialen Einbindung eine zentrale Variable darstellt, deren Beeinflussung motivationelle Konsequenzen hat. Die Gestaltung einer Vorlesung durch den Einsatz eines TED-Systems konnte die Wahrnehmung des Auditoriums, sozial integriert zu sein, signifikant erhöhen und somit die intrinsische Lernmotivation der Studierenden befördern. Dieser Lernstimulus ist entscheidend, denn nur wer aus eigenem Antrieb und mit Freude studiert, wird daraus später praktischen Nutzen ziehen. Hierzu kann das untersuchte Audience-Response System (TED) einen Beitrag liefern.
1 minute
AIM: The aim of this retrospective trial was to investigate differences in mesiodistal and vestibulo-oral crown sizes of naturally, fully-erupted permanent maxillary teeth between patients with and without palatal canine displacement. PATIENTS AND METHOD: 115 patients (mean age: 14 years 10 months; females: 77 males: 38) treated in the Department of Orthodontics, University of Munich were included in the study. 65 of the patients showed at least one palatally-displaced canine. Diagnosis and the location of the displacement were determined on the basis of standardized radiographs and confirmed by surgical documentation. Each maxillary tooth's mesiodistal and vestibulo-oral width was measured using a dial caliper on each dental cast. Excluded were partially-erupted teeth and surfaces with caries or restorations that had to be measured. An analysis of available space was made by evaluating the pre-treatment dental casts of all patients included in the study. RESULTS: Comparing the tooth widths of patients with unilateral canine displacement with the corresponding contralateral quadrants, we noted a statistically significant difference, namely that the central and lateral incisors and the canines of the affected side were narrower than those of the non-affected side in the same patient. Moreover, the displaced upper canines showed an increase in vestibulo-oral dimension. Overall tooth width (including all tooth groups) in patients with palatally-displaced canines was significantly less than that in the control group. However, when comparing the crown diameters of unilaterally- and bilaterally-affected patients, no differences in tooth-size were observed. The space-analysis showed excessive dental-arch space in patients with a palatally-displaced canine. CONCLUSION: Patients affected by palatal canine displacement showed significantly smaller maxillary tooth size.
1 minute
Diese Arbeit beschäftigt sich damit, warum meisten Menschen Appelle ignorieren, die sie auffordern, ihr Gesundheitsverhalten zu ändern. An den Argumenten selbst, mit denen diese Appelle vorgebracht werden, kann es nicht liegen, denn diese legen oftmals folgerichtig dar, warum ein bestimmtes Verhalten (z. B. Rauchen oder zu wenig Bewegung) schädlich ist und welchen Vorteil der Körper davon hätte, würden wir uns anders verhalten. Nicht in den Inhalten der Argumente liegt ihre Wirkungslosigkeit begründet, sondern an dem Werkzeug der Argumente selbst. Oder anders gesagt: Mit Argumenten wird nur das faktische Langzeitgedächtnis angesprochen, dort wo unpersönliches enzyklopädisches Wissen encodiert ist. Persönliche Informationen, die unsere Biografie ausmachen, sind aber im episodic memory zu finden. Sie sind verknüpft mit den Bildern und Episoden unseres Lebens. Die episodischen Bilder sind untrennbar mit uns verbunden, sie tauchen in Entscheidungssituationen auf und geben uns – aufgrund unserer Lebenserfahrung – eine Handlungsanweisung für die Zukunft. Der Umfang des episodic memory ist allerdings begrenzt. Und die Encodierung verläuft zum Großteil über starke Emotionen, sie kann nicht durch „chunking“ oder ähnliche Techniken gesteuert werden, wie es beim faktischen Gedächtnis der Fall ist. Dies zeigt die noch junge Forschung zum episodic memory, und kam u. a. von einer Gruppe von Diplomanden unter der Leitung von Ernst Pöppel (2003) zutage. Ich konnte in meiner Arbeit anhand von halbstandardisierten Interviews mit 20 Probanden zeigen, dass wir im Durchschnitt 7,2 aktiv abrufbare Bilder aus dem Bereich der Medizin in uns tragen. Ihre Inhalte beziehen sich auf Operationen, Ärzte, Krankenhauserlebnisse und Medikamente. Das Besondere an diesen Bildern: Es gab kein einziges, das durchweg nur mit positiven Emotionen belegt war. In den meisten Bildern lagen negative Gefühle oder ein Gemisch aus positiven und negativen Gefühlen vor. So stellt sich die appellative Kommunikation in der Medizin als besonders schwierig dar: Einerseits soll das episodische Gedächtnis angesprochen werden, andererseits aber ist dieses überwiegend angefüllt von schmerzhaften, angstmachenden, beklemmenden (also „negativen“) Gefühlen. Um mit medizinischen Appellen trotzdem eine Verhaltensänderung zu bewirken, müssen Bilder aus dem episodic memory angesprochen werden, die nicht aus dem Bereich der Medizin stammen. Denn diese sind, so zeigte die Forschungsgruppe Innsbruck, zum großen Teil mit „positiven“ Gefühlen verknüpft. Wie meine Arbeit auch zeigte, ist es möglich, neuen Botschaften an schon in uns bestehende Bilder aus dem Bereichen Wohlbefinden, Sicherheit und Vertrauen zu knüpfen und diese sozusagen als Vehikel in unser autobiografisches Langzeitgedächtnis zu benutzen. Diese „Vehikelbilder“ müssen dann natürlich genau zielgruppenorientiert ausgewählt werden.
1 minute
Aktivierende Mutationen in Rezeptortyrosinkinasen spielen eine wichtige Rolle in der Pathogenese solider und hämatologischer Neoplasien, wie der akuten myeloischen Leukämie (AML). Im Rahmen dieser Arbeit wurden bislang nicht-charakterisierte Mutationen der Protoonkogene c-KIT und FLT3, die in der AML auftreten, in Zellkulturmodellen auf ihr transformierendes Potential hin untersucht. In-frame-Mutationen in Exon 8 des c-KIT-Gens, die aus kleinen Deletionen mit oder ohne Insertionen im extrazellulären Bereich bestehen, treten nahezu ausschließlich in Core-binding-Faktor-Leukämien auf und verschlechtern die Prognose der betroffenen Patienten. Drei repräsentative Exon-8-Mutationen wurden stabil in IL-3-abhängigen Ba/F3-Zellen exprimiert. Sie führten zur Hyperaktiverung des Rezeptors nach Ligandenstimulation, was sich in verstärkter Proliferation und Resistenz gegenüber Apoptose äußerte. In Rezeptor-Crosslinking-Experimenten zeigte eine repräsentative Exon-8-Mutante spontane und erhöhte liganden-induzierte Dimerisierung. Die biologischen Effekte konnten anhand einer erhöhten Phosphorylierung des nachgeordneten Signalmoleküls Mitogen-aktivierte Proteinkinase (MAPK) bestätigt werden. Im Gegensatz dazu hatte der FLT3-D324N-Single-Nukleotid-Polymorphismus, der in 6.4% von De-novo-AML-, 9.0% von CML- und 4.5% von ALL-Patientenproben detektiert wurde, keinerlei Auswirkungen auf die Prognose von AML-Patienten und wurde auch bei Kontrollpersonen gefunden (1.5%). Er wies keine funktionellen Unterschiede zu Wildtyp-FLT3 hinsichtlich Rezeptorphosphorylierung, Proliferation oder Apoptoseresistenz auf. Im Gegensatz zu Exon-8-Mutationen besitzen KIT-Mutationen in der Aktivierungsschleife, die – wie hier gezeigt wurde- die Prognose von Patienten mit günstigem Karyotyp verschlechtern, Resistenz gegenüber dem PTK-Inhibitor Imatinib. Zwei dem Imatinib nicht-verwandte Inhibitoren – PKC412 und SU5614 – wurden auf die Ansprechbarkeit von KIT-D816V getestet. Nur PKC412 war in der Lage, das spontane Wachstum von KIT-D816V-transduzierten Ba/F3-Zellen und die Rezeptorautophosphorylierung in HEK 293T-Zellen zu inhibieren. PKC412 führte überdies in den Ba/F3-Zellen zu einem deutlichen G0/G1-Arrest. Die beschriebenen In-vitro-Versuche können zwar einen ersten Einblick in die Rolle der untersuchten Mutationen in der AML bieten, tiefergehende Modelle sind jedoch vonnöten, um das Verständnis der Krankheitsentstehung in diesem Kontext zu erhöhen.
1 minute
Trotz der üblichen prophylaktischen Maßnahmen im Rahmen der Operationsvorbereitung können Erreger nachgewiesenermassen während der Operation ins Auge gelangen. Die perioperative systemische Gabe von Imipenem kann eventuell ins Augeninnere gelangte Erreger sterilisieren, zumindest bis zu einem bestimmten Maximum an Organismen. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit im tierexperimentellen Modell am phaken Kaninchenauge war es möglich, sämtliche mit 100 CFU S. aureus inifizierten Augen zu sterilisieren, falls diese 8 Stunden und eine halbe Stunde vor Infektion, sowie 8 Stunden nach Infektion intravenös Imipenem erhielten. Bei einer Erregermenge von 10 000 CFU waren noch 5 von 6 Augen steril, bei 10 000 CFU nur noch 3 von 6 Augen. Weiterhin scheint es möglich, den Glaskörper durch alleinige intravenöse Imipenemgabe sterilisieren zu können, wenn eine bestimmte Anzahl von intraokulären Keimen nicht überschritten wird. Im zweiten Teil dieser Arbeit wurden Augen mit 1000 CFU S. aureus infiziert und nach 24 Stunden intravenöse Therapie mit Imipenem oder der in der EVS verwendeten Kombination Ceftazidim und Amikazin begonnen. Nach 7 Tagen waren signifikant geringere Erregermengen in den mit Imipenem behandelten Augen festzustellen, als in mit Ceftazidim und Amikazin behandelten oder der unbehandelten Kontrollgruppe. 4 von 6 mit Imipenem therapierten Augen waren zu diesem Zeitpunkt steril. Ob es möglich ist, eine Endophthalmitis in einem derart frühen Stadium zu diagnostizieren und dann intravenös ohne intraokuläre Antibiotikaeingabe befriedigend therapieren zu können ist jedoch fraglich, denn in dieser Studie waren selbst in Augen mit negativem Kulturergebniss massive Entzündungszeichen festzustellen. Im dritten Teil dieser Arbeit stellte sich die intraokuläre Eingabe von Vancomycin und Amikacin als der alleinigen systemischen Imipenemgabe deutlich überlegen heraus, sowohl im Hinblick auf Erregermengen, klinischen Verlauf und histopathologisches Erscheinungsbild. Zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion gegeben, können intraokuläres Vancomycin und Amikacin in diesem Tierexperiment relativ klare optische Medien ohne zusätzlich chirurgische Therapie erhalten. In dem hier durchgeführten Experiment erbrachte die zusätzliche intravenöse Therapie mit Imipenem keine messbare Verbesserung gegenüber der alleinigen intravitrealen Therapie mit Vancomycin und Amikacin.
1 minute
Die vorliegende Arbeit untersuchte im Rahmen einer prospektiven Longitudinalstudie mit sechs Erhebungszeitpunkten die Krankheitsverarbeitung bei Tumorpatienten, die sich über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren an der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Klinikums Großhaderns in radiotherapeutischer Behandlung befanden. Trotz einer deutlichen Zunahme an Forschungsbemühungen hinsichtlich des genaueren Verständnisses von Krankheitsverarbeitungsprozessen bei Krebspatienten in den vergangenen Jahren sind Strahlentherapiepatienten bislang nur sehr selten in Forschungsvorhaben integriert worden. Angesichts der spezifischer Belastungen, die eine Strahlentherapie für die Patienten mit sich bringen kann, und der stetig gewachsenen Bedeutung dieser Therapieform bei einer Vielzahl von Tumorerkrankungen könnten Erkenntnisse über das Copingverhalten, dessen Effektivität hinsichtlich der Lebensqualität der Patienten sowie Erkenntnisse über einen potentiell vorhandenen Betreuungsbedarf bei unzureichender Krankheitsbewältigung dazubeitragen, dass Verständnis dieses wichtigen Teilaspektes der Lebensqualität von Tumorpatienten in der Strahlentherapie zu verbessern. Zu diesem Zwecke gingen die Fragebögen von insgesamt 276 Patienten in die Auswertung ein, die anhand von sechs Erhebungzeitpukten vom Beginn der Strahlentherapie bis zu zwei Jahre nach Abschluss derselben Datenmaterial über einen Zeitraum von zwei Jahren beeinhaltete. Neben der Erhebung von soziodemographischen und medizinischen Variablen wurden zu jedem der sechs Zeitpunkte vier weitreichend klinisch erprobte und standardisierte Fragebögen ausgewertet, die jeweils die Bereiche Krankheitsverarbeitung (FKV), Lebenszufriedenheit (FLZ), Depression (SDS) und Krankheitsbelastung (FBK) abdeckten. Der subjektiv wahrgenommene Bedarf an diversen Betreuungsmöglichkeiten wurde anhand eines selbst-entwickelten Fragebogens evaluiert. Anwendung fand für die statistische Analyse der genannten Fragebögen das Programm SPSS für Windows unter Anleitung und Zusammenarbeit mit dem Institut für Biometrie und Epidemiologie des Klinikum Grosshaderns. Unter den befragten 276 Patienten waren 132 Frauen (47,8%) und 144 Männer (52,2%), was im Vergleich zur vorliegenden, überwiegend Patientinnen-fokussierten Literatur einer ausgewogenen Verteilung entsprach. Es konnten zudem mehrere Studienuntergruppen anhand der Primärtumordiagnose weitergehend untersucht werden: Patienten mit Mamma-Karzinomen (23,6%), Lymphomen (19,2%), Tumoren im HNO-Bereich (16,7%), Tumoren des Urogenitaltraktes (13,8%) und schliesslich Patienten mit Primärtumoren des Gastrointestinaltraktes (13,0%). Hinsichtlich der bevorzugten Copingmechanismen zeigte sich, dass "Aktives problemorientiertes Coping" sowie "Ablenkung und Selbstaufbau" bei den teilnehmenden Tumorpatienten die grösste Rolle spielten. Es folgten in abnehmender Bedeutung die Subskalen "Religiösität und Sinnsuche" sowie "Bagatellisierung und Wunschdenken", "Depressives Coping" wurde am geringsten eingesetzt. Letztere Copingform zeigte einen signifikanten Abfall über den Erhebungszeitraum hinweg (p= 0,003), ebenso wie das "Aktive problemorientierte Coping" (p < 0,001), die weiteren Copingmodalitäten blieben weitesgehend konstant. Die wichtigsten Einzelitems des Fragebogens zu Krankheitsverarbeitung stellten "Entschlossen gegen die Krankheit ankämpfen", "Genau den ärztlichen Rat befolgen", "Vertrauen in die Ärzte setzen" und "Informationen über die Erkrankung und die Behandlung suchen" dar. Die weiterführende Analyse anhand soziodemographischer und medizinischer Variablen ergab, dass die weiblichen Teilnehmer an der Studie bei allen befragten Copingstrategien höhere Werte aufwiesen als die männlichen Patienten, signifikant waren diese Unterschiede bei den Subskalen "Ablenkung und Selbstaufbau" (p= 0,002 - 0,047), "Religiösität und Sinnsuche" (p= 0,001 - 0,025) sowie "Bagatellisierung und Wunschdenken" (p= 0,047) . Ledige bzw. allein lebende Patienten gaben höhere Werte an depressivem Coping an (p= 0,014 bzw. 0,031), kinderlose Patienten beriefen sich desweiteren verstärkt auf Coping mittels "Bagatellisierung und Wunschdenken" als Tumorpatienten mit Kindern (p= 0,004 – 0,045). Mit höherem Alter der Patienten konnte eine verstärkte Inanspruchnahme der Verarbeitungsmechanismen "Religiösität und Sinnsuche" (p= 0,017 – 0,024) sowie "Bagatellisierung und Wunschdenken" (p= 0,018 – 0,048) festgestellt werden, jüngere Patienten neigten zudem eher zu einem Coping mittels "Ablenkung und Selbstaufbau" (p= 0,001 – 0,007). Der globale Allgemeinzustand der Tumorpatienten, evaluiert mittels des Karnofsky-Index, wirkte sich dahingehend aus, dass Patienten mit niedrigerem Index vermehrt depressives Coping (p= 0,014) und "Bagatellisierung und Wunschdenken" (p= 0,020) einsetzten, gleichzeitig aber auch weniger "Ablenkung und Selbstaufbau" (p= 0, 012) suchten und "Aktives problem-orientiertes Coping" eine geringere Rolle spielte als bei Patienten mit besserem Allgemeinzustand (p= 0,017 – 0,047). Der Einfluss der Primärtumordiagnose spielte eine geringe Rolle bei der Wahl der Krankheitsverarbeitungsmechanismen, ebenso weitere medizinische Parameter wie der TNMStatus der Tumorerkrankung. Hinsichtlich der Adaptivität der ermittelten Copingstrategien zeigte sich, dass „Aktives problemorientiertes Coping“ zu Beginn und am Ende der Strahlentherapie mit einer höheren Lebenszufriedenheit korrelierte, jedoch über den gesamten Erhebungszeitraum kein geringeres Mass an Belastungen oder depressiven Symptomen festgestellt werden konnte. Coping mittels „Ablenkung und Selbstaufbau“ sowie „Religiösität und Sinnsuche“ wies einen positiven Zusammenhang mit der ermittelten Depressivität und den wahrgenommenen Belastungen der Patienten auf, insbesondere nach Abschluss der Strahlentherapie. Ein wesentliches Ergebnis dieser Studie war demzufolge die Erkenntnis, dass im Gegensatz zu einigen vorliegenden Untersuchungen in der Literatur keine eindeutig günstigen und die Adaptivität der Strahlentherapiepatienten über den kompletten Studienverlauf von zwei Jahren positiv beeinflussenden Copingmechanismen evaluiert werden konnten. Zu allen Erhebungszeitpunkten konnte jedoch eine erhebliche Maladaptivität im Sinne einer geringeren Lebenszufriedenheit und hohen Depressions- und Belastungswerten bei den Krankheitsverarbeitungsstrategien „Bagatellisierung und Wunschdenken“ sowie „Depressives Coping“ ermittelt werden. Patienten, die verstärkt auf „Depressives Coping“ zurückgriffen, wiesen dabei das geringste Mass an Adaptivität aus. Eine Identifizierung dieser Patientengruppe anhand medizinischer und soziodemographischer Variablen mittels Cox-Regression war nicht möglich, weiterführende Studien zu diesem Aspekt wären daher sinnvoll und wünschenswert. Ein Vorhersagemodell dieser Arbeit erbrachte das Ergebnis, dass Patienten mit vermehrt depressiven Coping insbesondere ein bzw. zwei Jahre nach Ende der Strahlentherapie einen hohen Betreuungsbedarf aufwiesen. Gewünscht wurden vor allen Dingen Gespräche mit dem behandelnden Arzt sowie zusätzliche Sachinformationen über Krankheit und Behandlung, ferner Betreuungsangebote im Rahmen von Patientengruppen und pflegerische Betreuung. Es scheint demnach von grosser Bedeutung zu sein, gerade in der Nachsorgebehandlung nach abgeschlossener Strahlentherapie Patienten psychosoziale Betreuung anzubieten. Wie die vorliegende Arbeit gezeigt hatte, war der Einfluss medizinischer sowie tumorspezifischer Faktoren auf die Krankheitsverarbeitung relativ gering. Es scheint daher denkbar, anstelle schwer zu realisierenden hochspezifischen Unterstützungsprogrammen einen breitgefächerten psychoonkologischen Betreuungsapparat gerade in der Nachsorge der Patienten zu etablieren. Verstärkte Forschung, basierend auf ein derartiges Betreuungskonzept, wäre ein wichtiger nächster Schritt bei der Beantwortung der Frage, wie Tumorpatienten während und nach Strahlentherapie bei der Krankheitsverarbeitung unterstützt und geeignete und zu einer verbesserten Adaptivität führende Copingmechanismen auf individueller Ebene herausgearbeitet werden können.
1 minute
Es wurde die Häufigkeit und Verteilung von seborrhoischen Keratosen (SK) in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Lokalisation anhand von 102 Patienten untersucht. Theoretische Wahrscheinlichkeitsüberlegungen weisen daraufhin,dass der näherungsweise lineare Anstieg der relativen Häufigkeiten von SK der Annahme einer mit dem Alter zunehmenden Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung von SK widerspricht. Dagegen ist das Modell einer altersunabhängigen Bildungswahrscheinlichkeit bei einem Schwellenalter zwischen 20 und 30 Jahren sehr gut mit den Daten in Einklang zu bringen. Es ließ sich eine signifikant erhöhte Flächendichte von SK auf UV-exponierten Hautbereichen nachweisen. Ein Zusammenhang zwischen Immunsuppression und dem Auftreten von SK konnte nicht statistisch belegt werden.
1 minute
Vergleich einer partiell hydrolysierten Frühgeborenennahrung mit einer semi-elementaren Spezialnahrung hinsichtlich Verträglichkeit und Eignung zum raschen Nahrungsaufbau bei sehr kleinen Frühgeborenen.
1 minute
Ziel der Untersuchung war die Entwicklung eines In-vitro-Modells zur Evaluierung von Ablationskathetern für die Therapie von Herzrhythmusstörungen, die durch thermische Prozesse eine Modifikation des Myokards bewirken. Hierzu wurde erstmals die Technik der modernen Thermografie angewandt. Diese ermöglicht während der Ablation eine Online-Registrierung von Temperaturprozessen an jedem beliebigen Ort im Myokardquerschnitt mit einer Auflösung von 0,1mm und einer Messgenauigkeit von 0,1°C. Ebenfalls lassen sich die Temperaturprozesse zweidimensional in Falschfarbenbildern darstellen. Durch die kontaktfreie Technik der Thermografie konnte auf intramyokardiale Temperatursonden verzichtet werden, welche in ihrer Positionierung meist schwierig standardisierbar sind und selbst zu störenden Effekten und somit Messfehlern während der Stromabgabe führen können. Als optisches Medium zwischen Myokard und Thermografiekamera wurde Saphirglas mit einer Transmission von 92% verwendet. Das Modell konnte mit Hilfe eines Schwarzen Strahlers in seiner Messgenauigkeit und Aussagekraft validiert werden. Im zweiten Teil der Studie wurden drei verschiedene Ablationskatheter (4mm-, 8mm- und eine gekühlte 4mm-Elektrodenspitze) mit dem vorgestellten Versuchsmodell auf ihre thermischen Eigenschaften während der Ablation in n=105 Messreihen bei unterschiedlichen Ablationsleistungen untersucht. Neben den bereits in der Literatur beschriebenen Temperaturphänomenen war es mit dem vorgestellten Versuchsmodell erstmals möglich Prozesse nachzuweisen, welche bisher nur in mathematisch-numerischen Modellen postuliert werden konnten (Bsp. Temperaturverteilung im Perfusionsstrom an der Myokardoberfläche). Ebenfalls zeigte sich eine hohe Korrelation zwischen den Temperaturverteilungsmustern und den resultierenden Nekrosezonen im Myokard, was die rein thermische Alteration des Myokards während der Ablation erneut beweisen konnte. Prinzipiell kann mit dem vorgestellten In-vitro-Modell jedes Ablationssystem auf seine Eigenschaften untersucht werden, welches eine thermische Veränderung des Ablationssubstrats bewirkt. Durch eine geringe Kostenintensität und eine gute Reproduzierbarkeit könnte dieses Modell außerdem zu einer Einsparung von Tierversuchen führen.
1 minute
Es wurde überprüft, ob man aus den Muskelquerschnitten einer Person auf die Kraft schließen kann. Das Ergebnis war, dass die dazu gebräuchliche Formel wegen der mangelnden Einbeziehung der Hebelarme nicht gültig ist.