SWR Aktuell Im Gespräch Archiv
100 Episoden
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Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnern seit 1995 an die Opfer des Nationalsozialismus. In Rheinland-Pfalz ist jetzt die App "Stolpersteine Digital" gestartet.
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Mehr als jeder dritte Baden-Württemberger fühlt sich nach Angaben des Sozialministeriums einsam. Das Land hat jetzt ein Bündnis gegen Einsamkeit gegründet.
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Immer mehr Kitas in Deutschland schließen. Im März dieses Jahres gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes achtzig Kitas weniger als im Jahr davor. Was sind die Gründe?
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Der Digital-Gipfel der Bundesregierung will Wege finden, wie wir in Europa weniger abhängig von den USA werden und wie Regeln für KI aussehen könnten. Anna Biselli, Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org, findet: "Wir waren beim Datenschutz in Europa sehr selbstbewusst und ebenso selbstbewusst sollten wir KI regeln."
6 Minuten
Die Politikwissenschaftlerin Prof. Nina Kolleck fordert nach den Gen Z-Protesten vom Wochenende eine stärkere Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungen. Bürger- und Klassenräte seien da ein erster Schritt. Die Regierung sollte auf die Jungen zugehen, fordert sie, damit dies nicht nur die Schulen übernehmen.
5 Minuten
Daheim einkuscheln mit heißer Suppe? Ja gerne, würden da bestimmt viele sagen, besonders jetzt wo die Tage kühler und kürzer werden. Unsere Ernährungsberaterin Anna Dandekar gibt Tipps, wie die Brühe dafür gelingt. Übrigens: Falls es schnell gehen muss, sind Brühwürfel zwar eine leichte Alternative, aber selbstgemachte Brühe kann schon mehr Geschmack bringen.
8 Minuten
Mann arbeitet, Frau hütet Kinder. Komm schon, das geht doch auch anders. Wir schreiben das Jahr 2026 und müssen immer noch feststellen, dass Frauen weniger Geld verdienen als Männer. Deswegen müssen wir auch darüber sprechen, wie Frauen finanzielle Unabhängigkeit erreichen können. Erster Schritt: Geld im eigenen Namen Natascha Wegelin, bekannt als Madame Moneypenny, erklärt, worauf Frauen bei ihren Finanzen achten sollten. Sie rät Frauen zunächst, Geld wirklich im eigenen Namen zu haben. Viele hätten nur eine Vollmacht für das Konto des Partners oder stünden gar nicht im Grundbuch des gemeinsamen Eigenheims. "Man ist manchmal überrascht, wie viele Frauen dann doch nur eine Vollmacht haben", sagt sie. Wichtig sei außerdem, die eigenen Versicherungsverträge zu prüfen und zu verstehen, wie man mit Geld umgeht. Ausgleich in der Partnerschaft Ein großes Thema in Partnerschaften und Familien sei die Teilzeitfalle. Frauen verdienten im Westen Deutschlands im Schnitt rund 670.000 Euro weniger als Männer. Wegelin empfiehlt, die konkreten finanziellen Einbußen auszurechnen, wenn eine Partnerin in Elternzeit geht oder in Teilzeit arbeitet. "Am Ende steht da ’ne Eurozahl und dann kann man schauen, wie man als Familie das hinbekommt." Nur so lasse sich ein fairer Ausgleich und eine sichere Basis für die Rente der Frau erschaffen. Finanzielle Unabhängigkeit: Rente allein reicht nicht Gesetzliche Rente, Riester-Verträge, Eigenheim oder das neue Altersvorsorgedepot seien wichtige Bausteine, reichten aber meist nicht aus. Die durchschnittliche Rente von Frauen liege inklusive aller Alterseinkünfte unter 2.000 Euro. Riester bringe im Schnitt nur 70 bis 150 Euro im Monat. "Das wird die Kuh nicht vom Eis kriegen", sagt Wegelin. Entscheidend sei, zusätzlich privat an der Börse ein Vermögen aufzubauen. Aktuelle Krisen und Marktentwicklungen treffen Frauen härter Inflation, Krieg und Klimawandel träfen Frauen oft stärker als Männer, weil sie auf strukturelle Ungleichheit träfen. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern gebe einen viel größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel aus als ein gut verdienender Manager. Ein anderes Beispiel sei unsere Mobilität, vor allem auf dem Land. "Wenn ich kein Auto fahre, ist mir auch ziemlich wurscht, was die Tankpreise machen" Wenn die alleinerziehende Mutter aber auf das Auto angewiesen ist, um ihre beiden Kinder auf dem Land in die Schule zu fahren, dann habe die Inflation eben doch einen sehr großen Einfluss auf ihr Leben, sagt Wegelin. Frauen fühlten sich in der Folge finanziell deutlich unsicherer als Männer – und das zurecht.
6 Minuten
Wer bekommt für die Kinder Zuschüsse vom Staat für die Frühstart-Rente? Viele, aber nicht alle, können davon profitieren. Saidi Sulilatu, Chefredakteur beim Geldratgeber Finanztipp, erklärt das System und gibt Tipps für Eltern, wann was zu tun ist bei dieser Art der Altersvorsorge.
6 Minuten
Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. In dieser Woche geht es um Allerheiligen. Allerseeligen oder Allerheiligen? Am 1. November feiern Katholiken Allerheiligen. Sie gedenken dann derer, die im christlichen Verständnis die ewige Seligkeit erlangt haben. Und am Tag darauf, am 2. November, steht dann Allerseelen im Kalender. Genau wie beim Totensonntag der Evangelischen Kirche geht es da ums Gedenken an alle Verstorbenen und die Pflege ihrer Gräber. Die wenigsten Gläubigen halten diese beiden Feiertage allerdings noch auseinander. Warum der Tod wichtig ist - auch im Leben Und so hat sich der 1. November zu einem Tag des allgemeinen Totengedenkens entwickelt, an dem viele Menschen zu den Gräbern ihrer Liebsten gehen. Aber warum eigentlich? Wieso ist es nicht nur für einen selbst, sondern auch für die ganze Gesellschaft wichtig, an die Toten zu denken - und auch generell an den Tod? Christoph Quarch teilt seine Gedanken dazu mit uns. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer erklärt er außerdem, warum Allerheiligen ein guter Feiertag ist, um zu überlegen, wie ernst wir uns alle wirklich nehmen sollten.
6 Minuten
Was "Waldbaden" bedeutet, muss man kaum noch erklären: In Ruhe den Wald und seine Geräusche, sein Licht und die gute Luft dort genießen. Der Präventionsmediziner Michael Jeitler aus Tübingen erklärt, warum Waldbaden vorbeugend und heilend sein kann: Menschen erleben nach einer Zeit im Wald entspannende, stressmindernde Effekte. Jetzt am Wochenende wäre für viele vielleicht die nächste Chance fürs Waldbaden.
5 Minuten
Am Samstag sind in vielen deutschen Städten Demonstrationen geplant. Aufgerufen hat dazu die Initiative "Gen Z regelt". Viele Ladenbesitzer in den Innenstädten sorgen sich vor Ausschreitungen. Wut, Hoffnung und fehlende Perspektive Der Vorsitzende des Landesschülerbeirats Baden-Württemberg, Johannes Stahl, erklärt, was junge Menschen antreibt. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer beschreibt er die Stimmung unter Jugendlichen als Mischung aus Wut und Hoffnung. "Eine gewisse Wut, die hat sich über die letzte Zeit, über die letzten Krisen, aufgestaut." Gleichzeitig sei da die Hoffnung, dass die Generation zeige, dass sie eine Stimme im Land sei. "Wir sollten gehört werden, auch wenn wir es momentan nicht werden" Im Zentrum stehe nicht nur Bildung, sondern das Gefühl, keine Perspektive zu haben. Das Generationenversprechen, dass es den folgenden Generationen besser gehen werde, gelte nicht mehr. Die demokratischen Institutionen brächen um die Jugend herum zusammen, die Politik gebe keine Antworten. Landesschülerbeirat erwartet Reaktion von Politik Stahl erwartet, dass viele junge Menschen morgen auf der Straße sein werden. Deswegen erwarte er auch eine Reaktion der Politik. "Ich denke, das ist deren Pflicht", sagt er. Themen wie Bildung, die Sorge vor einer Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Angst vor Krieg in Europa müssten ernst genommen werden. Die Sorgen vor Krawallen hält Stahl für übertrieben. Er habe das Gefühl, dass die Demonstrationen vorab delegitimiert würden, "indem man Panik vor Gewalt schürt, die noch nicht stattgefunden hat". Für ihn wäre der Protesttag erfolgreich, wenn etwa Bundeskanzler Merz bundesweit mehr Geld für Bildung ankündige.
6 Minuten
Der Bevölkerungsschutz in Deutschland wird gerade an vielen Stellen auf den neuesten Stand gebracht. Auch weil die Zahl der Bedrohungen steigt, von Naturkatastrophen bis zu Cyber-Angriffen. Manuel Borgmann vom rheinland-pfälzischen Roten Kreuz erklärt, wie gut Rheinland-Pfalz hier vorbereitet ist.
6 Minuten
Am 31. Oktober ist Reformationstag. Ein Feiertag in immerhin neun Bundesländern. Seit Jahren feiern Menschen aber auch Halloween am selben Tag, eher ein Fest des Handels mit Plastik-Skeletten und künstlichen Spinnweben. Die Theologin und frühere EKD-Vorsitzende Margot Käßmann sieht für diesen Tag die Chance auf ein Feiern ohne Angst.
6 Minuten
Nach dem schweren Zugunglück mit Dutzenden Toten in Spanien gehen die Bergungsarbeiten weiter. Gleichzeitig wird nach einer Erklärung für die Katastrophe gesucht. Zugunglück in Spanien: Bergungsarbeiten die ganze Nacht Mit drei großen Kränen seien Rettungsteams auch die Nacht über im Einsatz gewesen, um nach möglichen weiteren Opfern in den zerstörten Waggons zu suchen, berichtete der staatliche Radiosender RNE von der Unglücksstelle. Diese befindet sich in der Provinz Toledo, rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Madrid. Wenn die Technik ausfällt Der Experte für Bahnsicherungstechnik., Hans Leister erklärt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer die Hintergründe, die bis jetzt bekannt und wichtig zu wissen sind. Bei Hochgeschwindgkeitsstrecken, wie zwischen Madrid und Sevilla, seien automatische Sicherheitssysteme nötig. Falle diese Technik aus, müssten Betriebsvorschriften die Sicherheit gewährleisten. "Normalerweise, wenn die technische Sicherung ausfällt, bekommt ein Lokführer allenfalls den Befehl, auf Sicht zu fahren." Das entspräche einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Dass einer der beiden Züge mit voller Geschwindigkeit weitergefahren sei, sei deshalb kaum nachvollziehbar. Keine sichere Übersicht mehr Ohne funktionierendes System könnten die Mitarbeiter in der Leitstelle nicht mehr sicher feststellen, wo sich ein Zug auf der Strecke befinde. "Sie können dem Zug nicht garantieren, dass die Strecke frei ist", sagt Leister. Genau das sei die Kernfunktion der Bahnsicherung seit über 200 Jahren. Dass dies versage, sei ein schwerwiegender Fehler. Marode Technik als Risikofaktor Im Januar hat es auf der selben Strecke schon einmal ein schweres Zugunglück gegeben. Dabei sind auch zwei Züge zusammengestoßen. Von einem generellen Sicherheitsproblem bei der spanischen Bahn, spricht Leister aber nicht. Die Ursache des früheren Unglücks im Januar sei ein technischer Fehler am Gleis gewesen. Die Strecke sei über 30 Jahre alt und werde derzeit saniert. "Das kann vielleicht mit beigetragen haben, dass die alte Technik schon störanfällig ist", sagt er. Ob das beim aktuellen Unglück eine Rolle gespielt habe, müsse untersucht werden. Alte Technik und marode Schienen: auch eine Lektion für Deutschland? Auch in Deutschland sei das Schienennetz teils marode und die Sicherheitstechnik veraltet. Leister betont, dass nach dem Unglück von Bad Aibling die Betriebsvorschriften verschärft worden seien. Gefährlich werde es, wenn häufige Störungen dazu führten, dass man sie nicht mehr ernst nehme. "Wenn dieses System öfter mal ausgefallen ist, dann neigt man dazu zu sagen, ach so, das ist wieder die Störung", sagt er. Genau diese Routine könne fatal sein.
7 Minuten
Die Parlamentswahl in Israel hat keine klare Mehrheit gebracht. Die Regierungsbildung wird schwierig. Die deutsch-israelischen Beziehungen werden sich aber voraussichtlich nicht massiv verändern. Auch, weil wir in Sicherheitsfragen von Israel profitieren. Kritik ja, Bruch nein In der deutschen Politik gibt es ja unterschiedliche Haltungen zu Israel und zur Regierung von noch-Ministerpräsident Netanjahu. Deswegen rät Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der Bundesregierung dazu, ihre Erwartungen an Israel intern klar zu machen, statt sie öffentlich zu inszenieren. Länder wie Frankreich, Spanien oder Irland hätten einen palästinensischen Staat anerkannt, den es aber gar nicht gebe. "Es hat 0,0 bewirkt, außer dass der Gesprächskontakt komplett eingestellt wurde", sagt Laschet. Der deutsche Weg sei daher, im Gespräch Einfluss zu nehmen. Deutschland - Israel: gegenseitige Abhängigkeiten Deutschland und Israel seien in vielen Sicherheitsfragen aufeinander angewiesen, betont Laschet. Die Kooperation sei nicht einseitig. "Es gibt auch viele Felder, wo wir von israelischer Technologie profitieren", sagt er. Gerade in Zeiten wachsender Bedrohungen sei diese Partnerschaft zentral. Gemeinsame Verteidigung: Iron Dome für Europa? Ein konkretes Beispiel sei das geplante Projekt, das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome künftig in Deutschland zu produzieren. Dass eine israelische Firma nach Deutschland komme und Europa dann dieses Schutzsystem hätte, zeige die gegenseitigen Abhängigkeiten. "Diese Kooperation ist nicht nur immer einseitig so, dass sie Israel nutzt, sondern es gibt auch viele Felder, wo wir von israelischer Technologie profitieren" Zukunft der Beziehungen Wie sich die deutsch-israelischen Beziehungen nach der Wahl entwickeln, hänge von der neuen Regierung ab. Laschet betont, man werde mit jeder Regierung zusammenarbeiten. Entscheidend sei, den Dialog zu halten und die gegenseitigen Interessen im Blick zu behalten.
SWR Aktuell Im Gespräch
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