Kurz Nachgedacht Archiv
104 Episoden
26 Minuten
In dieser KurzNachgefragt Podcastfolge diskutiere ich mit Janis Kretz aus dem Kompetenzzentrum der additiven Fertigung der Daimler Truck AG über die Funktion von digitalen Zwillingen (engl. digital Twins). Wir kommen dabei auf die Komplexität der auch als digitalen Schatten bezeichneten Datenformate, die Sicherung von digitalen IP-Schutzrechten im Rahmen des Urheberschutz sowie der Produkthaftung, auf Disruptionen in den Wertschöpfungsketten mittels Dematerialisierung und dezentraler Produktion, aber auch auf die zusätzlichen Vorteile mittels der Blockchain Technologie im Rahmen der Nachverfolgbarkeit und (micro payment) Bezahlung. Manche der diskutierten Themen sind noch im Versuchsstadium, manche werden schon in Kürze marktfähig sein und manche brauchen noch etwas länger. Aber sicher ist die Notwendigkeit, sich nicht nur an neue Technologien, sondern besonders an neue Geschäftsmodelle anzupassen.
11 Minuten
Viele Investoren und Manager stellen sich nicht die Frage, was unternehmerisches Wachstum genau bedeutet, warum es wichtig ist, aber auch welche Risiken beim Wachstum existieren. Wer nicht wächst, stirbt, lautet die übliche, simple Antwort. Jede Umsatz- und Marktanteilssteigerung wird in Pressemitteilungen hervorgehoben, jeder Rückgang möglichst verschwiegen – aus Angst vor fallenden Börsenkursen oder Verlust der Attraktivität und Bedeutung gegenüber allen Stakeholdern. Doch anstelle eines blinden Mengen-, Umsatz- bzw. Marktanteilswachstums benötigen Unternehmen vor allem ein "gesundes" Wachstum. Daher diskutiere ich in dieser Podcastfolge die unterschiedlichen Vor- aber auch Nachteile des Unternehmenswachstums, quasi als kritischen Gegenpol zu meinen verschiedenen "Wachstumsstrategien"-Folgen wie Einführung Wachstumsstrategien oder Blitzscaling.
13 Minuten
Während Prototypen ein vereinfachtes Versuchsmodell einer geplanten Innovation (wie Produkt, Prozess oder Geschäftsmodell) darstellen, ist ein Minimum Viable Product (MVP) - also ein minimal brauchbares und funktionsfähiges Produkt - bereits vollumfänglich nutzbar und zuverlässig. Vor allem aber kann ein MVP bereits an Kunden verkauft werden, was nicht nur ein Beweis für die Marktfähigkeit ist, sondern vor allem bei der Überwindung interner Barrieren und Konflikte hilft. Denn wer kann schon eine Innovation ablehnen, die sich bereits am Markt wirklich verkaufen lässt. Der MVP Ansatz aus dem Lean Startup von Eric Ries und seinem Mentor Steve Blank kann aber noch gesteigert werden: Im Rahmen eines minimal wertvollen Produktes (MWP) - bzw. auf Englisch "minimum valuable product" - geht es nicht nur um die Befriedigung von Basis- und Leistungsanforderungen, sondern sogar um die Umsetzung erster Begeisterungsanforderungen eines Kunden, ganz im Sinne des bekannten Kano Modells. Genau über diese verschiedenen Ansätze zur Umsetzung von schlanken und effizienten Innovationen (also Lean Innovations) geht es in dieser Podcastfolge - erneut basierend auf meinen Recherchen und Ideen aus dem Buch Digital Leaders vom GABAL Verlag.
20 Minuten
Die Tokenökonomie behandelt die Welt der digitalen Vermögenswerte, bei denen dank digitaler Tokens individuelle Eigentumsrechte an ganz realen Vermögensgegenständen (wie Immobilien, Kunst oder Firmenanteile) gehalten und gehandelt werden können. Mit Shahrok Shedari, dem Innovationsmanager einer Frankfurter Privatbank, spreche ich daher in dieser Podcastfolge über die verschiedenen Arten und Vorteile von Tokens (wie Security und Utility Tokens), den Zusammenhang mit der Blockchain Technologie und Smart Contracts, über digitale Plattformen zur sog. Tokenisierung sowie über spannende Anwendungsfälle (wie Parkhäuser, Wälder oder Oldtimer). Auch wenn manche der Beispiele noch im Versuchs- und Teststadium sind, so verspricht die Tokenökonomie in schon naher Zukunft eine enorme Bedeutung für viele Wirtschaftszweige zu übernehmen.
11 Minuten
Beim Aufbau manch digitaler Geschäftsmodelle (wie bei Plattformen und Ökosystemen) benötigt es ein enorm schnelles Erreichen der kritischen Maße an Anbietern und Nachfragen, um überhaupt seine Wettbewerbsfähigkeit erreichen zu können. Ein solch aggressives Wachstum, bei dem viele der üblichen betriebswirtschaftlichen Werte bewusst missachtet werden, nennt man Blitzscaling. In dieser Podcastfolge denke ich daher über vier verschiedene Wachstumskonzepte nach: dem Wasserfall Scaling, dem Lean Start-up basierten Lean Scaling, dem Fast Scaling und eben dem Blitzscaling.
13 Minuten
In den 80/90iger Jahren sprach man in Top-Unternehmen viel vom Lean Management und meinte damit die Eliminierung jeglicher Verschwendung. Damit man jedoch "lean" sein kann, müssen mehrere Prinzipien eingehalten werden, die alle auch für die Agilität gelten. In dieser Podcastfolge denke ich nun über die Prinzipien des klassischen Lean Managements 1.0, des agileren Lean Managements 2.0 sowie die erfolgreiche Lean Startup Methode nach. Ziel ist es, dass auch die in der klassischen Lehre ausgebildeten Unternehmensentscheider einen Bezug zu der Agilität und Ambidextrie finden, während die Vertreter der agilen Lehre ein wenig mehr über die Wurzeln ihres Managementmodells erfahren.
13 Minuten
Anhand der vier Entwicklungsstufen bzw. Generationen digitaler Plattformen denke ich heute über die sieben Typen der Plattformökonomie nach. Diese reichen von transaktionszentrierten Marktplätzen, On-Demand Service Plattformen sowie Classified- bzw. Directories-Plattformen (also Katalogen), zwei verschiedenen Ausprägungen an multisided User-Generated Plattformen (Interaktion- als auch Content-Crowdsourcing Plattformen), den datenzentrierten Aggregatoren (oder Data Harvesting Plattformen) sowie Technologie- bzw. Utility-Plattformen, bis zu Computing-Plattformen als ein möglicher Ausgangspunkt für die vierte Entwicklungsstufe in Form von digitalen Ökosystemen. Sie alle repräsentieren ganz unterschiedliche Geschäftsmodelle und benötigen individuelle Erfolgsfaktoren zum erfolgreichen Aufbau und Wachstum.
Interesse an einem persönlichen 1:1 Business Coaching zu diesem Thema? Als Dein Sparrings-Partner unterstütze ich Dich gerne bei der intensiven Analyse dieser Herausforderung und dem praxisorientierten Transfer auf Deine Organisation. Weitere Informationen findest Du unter https://www.disselkamp.org/coaching#intensiv.
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13 Minuten
Neun Prinzipien bilden die Basis, um mit der Digitalisierung Geld zu verdienen. Diese neun Prinzipien behandeln (1) die Anpassungsfähigkeit an neue, digitale Geschäftsmodelle, (2) die Ambidextrie zwischen Bestandsgeschäft und Innovationen, (3) die Abenteuerlust zum Perspektiven- und Paradigmenwechsel, (4) die Agilität um MIT den Kunden zu lernen, (5) die Akzeleration zur zügigen Generierung von Umsätzen und Gewinnen, (6) die Antifragilität einiger weniger Experten als Basis zukünftiger Erfolge, (7) die Autonomie dieser Experten zur Umsetzung von Innovationen, (8) das Allignment zur Steuerung dezentraler Strukturen in eine gemeinsame strategische Richtung, sowie (9) die konsequente Anerkennung auch von kleinen Erfolgen. Mit diesen neun Parametern aus meinem neuen Buch "DIGITAL L€ADERS" aus dem GABAL Verlag, können Digital Leaders den digitalen Wandel aktiv für sich nutzen und neue Gewinnpotentiale realisieren.
35 Minuten
Die additive Fertigung (kurz: 3D Druck) wird einen disruptiven Effekt auf die Wertschöpfungsketten vieler Branchen haben. Hierüber diskutiere ich in dieser Sonderfolge gemäß dem Motto "KurzNachgefragt" mit dem Leiter des 3D Druck Kompetenzcenters von Daimler Buses, Ralf Anderhofstadt. Als Fortsetzung zu unserer früheren Podcastfolge, konzentrieren wir uns diesmal auf die zukünftigen Rollen von Zulieferanten, Herstellern, Intermediären und Kunden (bzw. Prosumern) im Rahmen einer dezentralen Produktion und Creative Economy. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir der Notwendigkeit von digitalen Geschäftsmodellen, der Absicherung der Produkthaftung und Eigentumsrechte (auch dank der Blockchain Technologie), dem dringenden Bedarf an Kollaborationen sowie der Bedeutung des 3D Drucks für die Nachhaltigkeit.
Interesse an einem persönlichen 1:1 Business Coaching zu diesem Thema? Als Dein Sparrings-Partner unterstütze ich Dich gerne bei der intensiven Analyse dieser Herausforderung und dem praxisorientierten Transfer auf Deine Organisation. Weitere Informationen findest Du unter https://www.disselkamp.org/coaching#intensiv.
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10 Minuten
Viele Firmen fühlen sich wohl im Sumpf der Vergleich- und Austauschbarkeit. Anstatt nach eigenen Mehrwerten zu suchen, vergleicht man sich mit anderen ("Benchmarking"), ignoriert sich ändernde Kundenbedürfnisse oder beachtet einfach nicht die Stärken der eigenen Mitarbeiter, Entwicklungen oder Leistungen. Dabei gibt es eindeutige Maßnahmen zur Generierung von Mehrwerten, über die sich dann nicht nur die Kunden, sondern auch alle übrigen Stakeholder (wie Mitarbeiter, Investoren, Lieferanten) freuen. Auch diese Podcastfolge bezieht sich wieder auf mein aktuelles Buch "Wachstumsstrategien - Wettbewerbsfähigkeit in disruptiven Zeiten sichern".
36 Minuten
Gerade wurde für 69Mio. USD ein Bild des Künstlers Beeple bei Christie's verkauft, wobei in Wahrheit der Käufer nur ein Blockchain-basiertes Non-fungible Token (NFT) erworben hat. Was dies konkret ist, warum jemand für einen reinen digitalen Code soviel bezahlt und wie überhaupt die Blockchain Technologie digitale (Urheber- und Eigentums-) Rechte absichern kann, hierüber spreche ich mit Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer Institut und von der RWTH Aachen. Wir kommen dabei auch auf die Rolle von Smart Contracts, digitale Zwillinge (digital Twins), auf moderne Wertschöpfungs- und Nachverfolgungsketten in der Industrie, den Unterschied zwischen Bitcoin und NFTs, aber auch auf programmierbares, zweckgebundenes Geld.
14 Minuten
Digitale Plattformen sind voll in Mode und auch ich habe schon mehrere beliebte Podcastfolgen zu der Plattformökonomie und den ganz besonderen Wettbewerbsvorteilen der Plattformen produziert. Doch es kann nicht nur Plattformen geben! So sind Plattformen zuerst einmal nur Intermediäre und benötigen dringend unterschiedliche Geschäftspartner in Form von (pipelinebasierten) Funktionsspezialisten, um überhaupt als Plattform zu funktionieren. Ferner sind digitale Plattformen ziemlich fragil und es gibt genügend Branchen, die kaum für Plattformen geeignet sind, sowie Bestandsunternehmen, welche kaum in Plattformen gewandelt werden können. Und dann gibt es als drittes Geschäftsmodell gar die Systemintegratoren, die ganz eigene Alleinstellungsmerkmale und Vorteile anbieten.
14 Minuten
Automatisierung findet in modernen Firmen nicht nur in der Produktion und Fertigung statt, sondern über alle Bereiche eines Unternehmens. Ganz im Sinne von Michael Porter's Wertschöpfungskette (Value Chain), gilt es zwischen sowie innerhalb aller Abteilungen und Prozesse die Produktivität zu steigern, Qualitäten zu standardisieren, Menschen zu entlasten, riesige Datenmengen zu verarbeiten, Verbesserungspotentiale zu identifizieren und komplexe Systeme überhaupt zu steuern. Egal ob in der Forschung und Entwicklung, der Logistik, dem Vertrieb und Service, Recht und Einkauf, dem Finanz- und Personalwesen, alle Unternehmensbereiche können dank der Automatisierung zentrale Wettbewerbsvorteile als Kosten- UND Nutzenführer erreichen. Doch dabei dürfen wir die Menschen nicht vergessen: Denn der Effekt der Projektifizierung hat auch seine Schattenseiten.
28 Minuten
Was ist eigentlich das Besondere an dem Podcast Format? Hierüber spreche ich in dieser Sonderfolge "Kurz Nachgefragt" mit dem Podcaster und Fachautor Dennis Eighteen. Wir kommen dabei auf die Authentizität und den "Zauber des langen Formats", den "Return on Invest" sowie den Aspekt der "Minimum Viable Audience". In diesem Zusammenhang sprechen wir auch über das neue Modewort der "Creator Economy", mit Bezug auf all die vielen "verrückten" Tüftler und Podcaster, die sehr engagiert und authentisch ihren eigenen Content entwickeln, produzieren und anbieten. Manche machen es aus reiner Freude, andere im Rahmen von Freemium Modellen und andere zum Zweck einer direkten Monetarisierung. Spannend wird dann auch der Bezug auf das Social-Media Phänomen "Clubhouse" sowie der Ausblick auf die Zukunft des Podcastings.
23 Minuten
Pull Marketing – die Wasserlochstrategie: Mit Norbert Schuster diskutiere ich die von ihm benannte „Wasserlochstrategie“, um die Vorzüge aber auch Voraussetzungen des Pull- bzw. Inbound-Marketings zu verstehen. Denn das moderne Marketing zielt darauf ab, Kunden von sich aus zu einer Kontaktaufnahme oder gar Kaufabschluss zu verleiten, anstelle großer Streuverluste bei den Vertriebs- und Marketingaufwendungen. Egal ob mit modernen oder klassischen Instrumenten, ob mit oder ohne digitale Automatisierung, es geht um ein innovatives Denkmodell, das gerade von digitalen Plattformen und Ökosysteme immer weiter perfektioniert wird.