Tierärztliche Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 05/07 Archiv
250 Episoden
1 Minute
Infektionen mit Mykobakterien sind beim Vogel weit verbreitet. Am häufigsten werden die Subspezies M. avium ssp. avium und M. avium ssp. silvaticum nachgewiesen, die schwere chronische Erkrankungen bei einem breiten Spektrum von Vogelarten verursachen. Außerdem muss von einem zoonotischen Potential dieser Keime ausgegangen werden. Da die Mykobakteriose beim Vogel letztlich immer zur Erregerausscheidung führt und meist letal verläuft, ist es insbesondere zur Infektionsprophylaxe in Beständen wichtig, eine Infektion frühzeitig und sicher diagnostizieren zu können. Für die Diagnostik standen neben einer serologischen Untersuchung bisher die Ziehl-Neelsen-Färbung zum Nachweis säurefester Stäbchen und die lang dauernde Anzucht von Mykobakterien aus Organmaterial zur Verfügung. Neuere molekularbiologische Nachweisverfahren können Mykobakterien nur bis auf die Speziesebene differenzieren oder sie sind sehr aufwendig. Insbesondere Kot wurde bisher selten direkt als Ausgangsmaterial für einen Nachweis beim Vogel verwendet. In der vorliegenden Arbeit wurde daher eine Realtime-PCR zum Nachweis von M.a.a. und M.a.s. in Organproben und Vogelkot entwickelt. Da vor allem bei Kotproben mit dem Vorkommen von PCR-Inhibitoren zu rechnen ist, wurde zur Qualitätssicherung eine interne Kontrolle in die Extraktion und PCR integriert. Basierend auf den Ergebnissen von Sequenzanalysen von hsp65, der 16SrRNA und von Insertionselementen wurde als Zielgen für die Realtime-PCR das Insertionselement IS901 ausgewählt. Für den Nachweis von M.a.a und M.a.s. wurden anschließend Primer und eine Taqman-Sonde konstruiert, die auf dieses Insertionselement gerichtet sind. Als interne Kontrolle wurde eine Realtime-PCR nach WAKELEY et al. (2006) für Taylorella equigenitalis verwendet und die gesamte Realtime-PCR in Form einer Duplex-PCR konzipiert. Die Reaktionsbedingungen dieser Realtime-PCR wurden anschließend hinsichtlich der Konzentrationen von Magnesiumchlorid, dNTP, Primer und Sonden optimiert. Zur Ermittlung der Spezifität wurden 13 Mykobakterien-Referenzstämme mit dieser PCR untersucht. Zur Ermittlung der Nachweisgrenze und Überprüfung der Sensitivität wurden zudem Kotproben von SPF-Tauben mit Suspensionen aus unterschiedlichen Mykobakterienkonzentrationen gespickt und dann geblindet sowohl mittels Ziehl-Neelsen-Färbung als auch mit der Duplex-Realtime-PCR untersucht. Des Weiteren wurden 27 Organproben, 18 Kotproben sowie 12 asservierte Mykobakterienstämme, die aus Organproben von Vogelpatienten angezüchtet worden waren, einer Testung mittels PCR unterzogen. Bei der Etablierung der internen Kontrolle wurde die DNA-Menge der internen Kontrolle so eingestellt, dass keine Hemmung der PCR für M.a.a und M.a.s auftrat. Die Relevanz der Verwendung dieser internen Kontrolle wurde insbesondere bei der Untersuchung von 18 Kotproben von Vogelpatienten deutlich, bei der in drei Ansätzen bei der Verwendung von unverdünnter DNA aus der Extraktion eine Inhibition der PCR angezeigt wurde. Bei der Untersuchung der Referenz-Stämme wurde eine DNA-Amplifikation anhand eines spezifischen Fluoreszenzsignals nur bei den vogelpathogenen Erregern M.a.a. und M.a.s. nachgewiesen. In der geblindeten Untersuchung von mit M.a.a gespickten Kotproben wurde für die Duplex-Realtime-PCR eine Nachweisgrenze von 104 Mykobakterien pro Gramm Kot ermittelt, was rechnerisch einem Nachweis von 1,25 Mykobakterien pro PCR-Ansatz entspricht. Die mikroskopische Untersuchung nach Ziehl-Neelsen-Färbung zeigte eine höhere Nachweisgrenze mit 105 Mykobakterien pro Gramm Kot als die PCR und erlaubt zusätzlich keine Aussage darüber, ob es sich um vogelpathogene Mykobakterien handelt. Mit der Realtime-PCR wurden alle negativen Ansätze als negativ erkannt. Bei der Untersuchung von klinischem Material von Vogelpatienten (27 Organproben, 18 Kotproben) und von 12 asservierten Mykobakterienstämmen, bei denen vergleichend auch mikroskopische Untersuchungen nach Ziehl-Neelsen-Färbung durchgeführt wurden, wurde bei 32 von 34 Proben mit Nachweis von säurefesten Stäbchen auch DNA von M.a.a./M.a.s. mittels Realtime-PCR festgestellt. Dies belegt die Bedeutung dieser beiden Unterarten als Krankheitserreger für Vögel. Die im Rahmen der vorliegenden Arbeit entwickelte Realtime-PCR zum Nachweis von M.a.a. und M.a.s erwies sich als sehr gut für die Diagnostik von klinischem Material und ist somit für die Untersuchung von Vogelpatienten und zur Bestandsuntersuchung geeignet. Insbesondere die in die PCR integrierte interne Kontrolle ist für die Qualitätskontrolle der Diagnostik bedeutend, da, wie hier gezeigt wurde, vor allem Kot- und Darmproben hinsichtlich eines hohen Gehalts an Inhibitoren problematisch sind.
1 Minute
Ziel der vorliegenden Studie war die quantitative und qualitative Bestimmung der Gesamtfettsäuren in bovinen Serumproben sowie die Darstellung der Konzentrationsverläufe der einzelnen Fettsäuren während des peripartalen Zeitraums. Des Weiteren sollte festgestellt werden, ob zwischen Kühen, die postpartal an einer Gebärmutterentzündung erkranken, und gesunden Tieren Unterschiede in den Konzentrationen einzelner Fettsäuren bzw. Fettsäuregruppen vorliegen. Die in dieser Studie verwendeten Serumproben stammen von 50 Kühen eines Milcherzeugerbetriebes in Brandenburg. Von den ausgewählten Tieren zeigten 25 Tiere während des Untersuchungszeitraums Symptome einer klinischen Gebärmutterentzündung (puerperale Metritis, klinische Metritis, klinische Endometritis oder Pyometra) und wurden demnach als uteruskrank eingestuft. Die anderen 25 Tiere wiesen keine gesundheitlichen Störungen auf und wurden als uterusgesund eingestuft. Von jedem Tier wurden während des Zeitraums 17 Tage vor bis 28 Tage nach der Kalbung sechs bzw. sieben Serumproben gewonnen. Für die quantitative und qualitative Analyse der Gesamtfettsäuren in den Serumproben wurden die Fettsäuren zu Fettsäuremethylestern (FAME) derivatisiert. Die Probenanalyse wurde mit einem Gaschromatographie/Massenspektrometrie-System (GC/MS-System) durchgeführt. Außerdem wurden die Konzentrationen der freien Fettsäuren (NEFA) in den Serumproben mittels Enzym-Test bestimmt. Sowohl vor wie auch nach der Kalbung konnten bei verschiedenen Fettsäuren Konzentrationsunterschiede zwischen uterusgesunden und uteruskranken Tieren festgestellt werden. Die Konzentrationen der gesättigten Fettsäuren Octadecansäure (C18:0) und Tetradecansäure (C14:0) zeigten in beiden Tiergruppen nach der Kalbung einen leichten Anstieg, wobei die Werte der gesunden Kühe ab dem elften Tag p.p. signifikant höher lagen als bei erkrankten Kühen (P
1 Minute
Ziel dieser Arbeit war es, die Auswirkungen der Nutzung von Badewasser auf die Gesundheit von Nerzen, sowie die Wasserqualität zu untersuchen.
1 Minute
Hypertrophic cardiomyopathy (HCM) is the most common cardiac disease in cats. The evaluation of the myocardial function of feline HCM is crucial to be able to identify affected animals and to judge the course of the disease. The development of diastolic dysfunction is typical for the course of this disease. Clinical symptoms usually emerge only when the cat is severly affected. The myocardial changes can lead to congestive heart failure or to sudden cardiac death. The gold standard to diagnose HCM is the depiction of a myocardial hypertrophy using echocardiography. A myocardial dysfunction, however, can already be present before a hypertrophy develops which can be measured. Thus, the aim of this study “evaluation of the systolic and diastolic function in hypertrophic cardiomyopathy using Tissue Doppler Imaging” was to examine myocardial function in various stages of HCM as well as to compare the findings with those of healthy cats. The study population consisted of 280 cats of different breeds. Based on the degree of hypertrophy and the size of their atrium, cats were classified as either healthy, equivocal, mildly, moderately, and severely affected. Different ultrasound planes were compared concerning their ability to detect a myocardial hypertrophy. The findings revealed that the maximum diastolic wall thickness in three ultrasound planes was superior to measurements that used only the parasternal short axis view. In addition to the conventionally used transmitral inflow profiles, myocardial strain and strain rate were also evaluated for the first time in feline HCM, using colour Tissue Doppler Imaging (TDI) in various stages of HCM. Systolic and diastolic velocity was also measured. The two software programs for TDI analysis EchoPAC 2D-Strain and EchoPAC Q-Analysis were compared, but only EchoPAC Q-Analysis was a clinically useful method. Whereas the conventionally used transmitral inflow profiles were not able to detect a diastolic dysfunction in cats with HCM, significant differences between the stages of disease were frequently revealed when the measurement was conducted with TDI. Using TDI, it was possible to detect myocardial dysfunctions even in cats that were classified as equivocal as well as in non-hypertrophic segments of the myocardial wall. The early diastolic TDI velocity as well as the ratio to the early diastolic transmitral flow velocity turned out to be a sensitive parameter for the detection of a diastolic dysfunction. The fusion of E and A waves demonstrated the influence of both singular waves in the course of the various disease stages. This shows the importance of examining singular and fused early- and late-diastolic parameters separately. The systolic function was also affected with progression of the disease. Strain measurements revealed significant differences between HCM stages. With progression of the disease, postsystolic shortening also occurred more frequently. While strain rate revealed the same tendency across all stages of disease, tissue velocity was superior in the detection of a myocardial dysfunction. In conclusion, TDI can be used to support the diagnosis of HCM already in a very early stage. TDI could be useful to monitor disease progression and therapy to adjust for the individual animal. Another potential use of TDI is to evaluate the effect of new drugs designed to slow the progression of myocardial dysfunction. Due to the similar causes, pathogenesis, and clinical presentation, feline HCM can serve as a model for human HCM.
1 Minute
Vertebral column stabilization is performed for dogs suffering from instability secondary to trauma, neoplasia, caudal cervical spondylomyelopathy, infection and other. A common stabilizing technique involves bicortical placement of positive profile end-threaded Steinman pins into the vertebral body and pedicles. Bicortical placement of these pins carries a high risk for iatrogenic trauma of important neurovascular structures. A clinical frustration has been the difficulty determining exact implant position based on postoperative conventional spinal survey radiographs. Implant position within the vertebral column may be better determined using a different imaging modality such as computed tomography as this would allow for evaluation of tissues in different anatomic planes. The goal of this study was to compare the accuracy of radiography and computed tomography in predicting implant position in relation to the vertebral canal in the cervical and thoracolumbar vertebral column in an in vitro imaging and anatomic study. Twelve medium-sized canine cadaver vertebral columns were utilized for this study. Steinman pins were placed into cervical and thoracolumbar vertebrae based on established landmarks but without predetermination of vertebral canal violation. Radiographs and CT exams were obtained and evaluated by 6 individuals. A random subset of pins was evaluated for ability to distinguish left from right pins on radiographs. The ability of the examiner to correctly identify vertebral canal penetration for all pins was assessed both on radiographs and CT. Spines were then anatomically prepared and visual examination of pin penetration into the canal served as the gold standard. Results revealed a left/right accuracy of 93.1%. Overall sensitivity of radiographs and CT to detect vertebral canal penetration by an implant were significantly different and estimated as 50.7% and 93.4%, respectively (P < 0.0001). Sensitivity was significantly higher for complete vs. partial penetration and for radiologists vs. non-radiologists for both imaging modalities. Overall specificity of radiographs and CT to detect vertebral canal penetration was 82.9% and 86.4%, respectively (P = 0.049). In conclusion, CT was superior to radiographic assessment and is the recommended imaging modality to assess penetration into the vertebral canal. The clinical relevance of this finding is that CT is significantly more accurate in identifying vertebral canal violation by Steinman pins and should be performed postoperatively to assess implant position.