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Wildtierschutz Deutschland Archiv

100 Episoden
6 Minuten
Der NABU ist der mitgliederstärkste Naturschutzverband in Deutschland und eine wirkmächtige Institution im Natur- und Artenschutz. Er betreibt in den zahlreichen Orts- und Kreisverbänden Naturschutz an der Basis und wirkt in den höheren Verbandsebenen am politischen Geschehen mit. Der Verband verdient höchste Anerkennung, denn ohne die Tatkraft und die Stimme seiner knapp eine Million Mitglieder wäre der Naturschutz in Deutschland kaum denkbar.
5 Minuten
Etwa 9 bis 10 Paare des vom Aussterben bedrohten Großen Brachvogels brüten in den Feuchtwiesen der Dingdener Heide an der Grenze der Kreise Borken und Wesel in NRW. Das vielfältige Schutzgebiet aus Feuchtgrünland, Heide und Waldflächen wird von der Biologischen Station Kreis Wesel, von der Dingdener Heide-Stiftung und den lokalen NABU-Gruppen betreut. Es ist Heimat für viele bedrohte Arten. Neben dem Brachvogel kommen hier Blaukehlchen, Bekassine, Ziegenmelker, Laubfrosch, Schlingnatter, Zauneidechse und viele andere Tierarten vor.
7 Minuten
Im Kreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz gilt seit Anfang März eine Allgemeinverfügung, die die Jagd auf Mufflons während der Schonzeit und der Brut- und Setzzeit selbst nachts erlaubt. Das Ziel der Oberen Jagdbehörde ist die Ausrottung der nicht heimischen Wildschafe im gesamten Kreisgebiet.
6 Minuten
Relativ wenige Menschen kennen Mufflons und noch viel weniger Menschen haben diese Tiere jemals freilebend gesehen. Mufflons sind Wildschafe, sie sind entweder der Ursprung unserer Hausschafe oder zumindest sehr nah mit den Ursprungsschafen verwandt. Das Muffelwild, wie sie von Jägern genannt werden, ist bei uns nicht heimisch, sondern stammt aus dem Mittelmeerraum. Als Jagdwild wurden Mufflons in verschiedenen Regionen Deutschlands ausgesetzt.
6 Minuten
Menschenscheu, nachtaktiv und immer „in Deckung“, hat man selten die Gelegenheit eine europäische Wildkatze in der Natur beobachten zu können; in unserer Wildtierstation in Hünfelden sind Wildkatzen jedoch mit durchschnittlich zehn bis zwölf Jungkatzen pro Jahr oft gesehene Gäste.
8 Minuten
Wildkatzen sind hübsche und äußerst scheue Waldbewohner, die großflächige zusammenhängende Waldgebiete und naturnahe Wiesenflächen zum Überleben benötigen. Die heutzutage allgemein voranschreitende Übernutzung der Natur durch die intensiv betriebene Land- und Forstwirtschaft raubt unzähligen Wildtieren ihren natürlichen Lebensraum. Dies wirkt sich spürbar nachteilig auf ihren Aktionsradius sowie die Artenvielfalt aus. Die europäische Wildkatze galt in unseren Breiten jahrzehntelang als quasi ausgestorben. Auf Grund aufwändiger Wiederansiedlungsprojekte zahlreicher Naturschutzorganisationen sind die seltenen „Wildtiger“ seit Jahren dabei sich ihr einstiges Revier langsam wieder zurückzuerobern.
6 Minuten
Die Bestände von Kiebitz, Brachvogel, Uferschnepfe, Rotschenkel und Bekassine sind bekanntlich hochgradig bedroht. Manche Beutegreifer, beispielsweise Fuchs, Steinmarder und Rabenkrähe, kommen dagegen in fast allen Landschaften gut zurecht. Die Prädationsrate bei Wiesenvögeln, also der Verlust durch Beutegreifer (=Prädatoren) kann sehr hoch sein, je nach örtlichen Gegebenheiten ist zum Teil mehr als die Hälfte der Bruten betroffen (u. a. Meyer et al. 2017). Da liegt es doch nahe, die anpassungsfähigen Prädatoren zu dezimieren, um die letzten Wiesenvögel vor dem Aussterben zu bewahren – oder?
5 Minuten
Wie sieht man einer Krähe an, ob sie Junge zu versorgen hat oder nicht? Eine Antwort auf diese Frage bleibt die rheinland-pfälzische Behörde, die die Genehmigung zum Abschuss von Saatkrähen erteilt hat, schuldig. In Rheinhessen, also in der Gegend rund um Mainz, dürfen ab jetzt einzelne Saatkrähen unter Auflagen geschossen werden. Das Ziel der Genehmigung zur Tötung der geschützten Art ist die Vermeidung von Schäden an Zuckerrübenäckern und Kirschplantagen. Es dürfen von Mitte April bis zum 10. Juni auf Zuckerrübenfeldern und vom 25. Mai bis 31. Juli in Kirschplantagen jeweils bis zu zwei Saatkrähen geschossen werden, wenn sie im Schwarm von mindestens 20 Tieren auftreten. Durch diese Auflage soll verhindert werden, dass Elterntiere betroffen sind und ein qualvolles Verhungern der Jungen im Nest vermieden wird.
6 Minuten
Fuchs und Marder bezeichnet man als sogenannte Beutegreifer. Das sind Tiere, die sich hauptsächlich von Fleisch ernähren. Damit unterscheiden sie sich von den Pflanzenfressern (Biber, Feldhase, Reh, Hirsch), die vorwiegend vegetarische Kost bevorzugen, sowie von den Allesfressern (Wildschwein, Waschbär, Dachs), deren Speiseplan gemischt ist. Zu den Beutegreifern gehören auch Eulen und Greifvögel.
6 Minuten
Am heutigen 7. April ist der Internationale Tag der Biber bzw. International Beaver Day. Es ist der Geburtstag der amerikanischen Biberforscherin Dorothy Richards (1894 – 1985) und wurde 2009 von der Organisation „Beavers: Wetlands & Wildlife“ (BWW) ausgerufen.
7 Minuten
Ein großer Vogel mit einem enorm langen gebogenen Schnabel gleitet langsam auf die nasse Wiese hinab. Seine lauten Flötenrufe werden immer schneller und enden in einem klangvollen und sehr weit hörbaren Triller, bevor er landet und den Schwung mit schnellem Lauf seiner langen Beine abfängt. Der Gesang des Großen Brachvogels gehört zu den markantesten und schönsten heimischen Vogelstimmen.
7 Minuten
Hanka Mittelstädt, ehemalige Massentierhalterin und umstrittene Umweltministerin in Brandenburg, führt Politik und Öffentlichkeit mit ihrer Initiative zur Regulierung des Wolfsbestands hinters Licht.

Die Politikerin erweckte mit ihrer Rede auf der Sitzung des Bundesrats am 22. März den Eindruck, dass ein Bestandsmanagement von Wölfen zur „effektiven Minderung“ von Schäden in der Nutztierhaltung führen könnte. Dafür gibt es bis dato in Europa und auch in den USA keine Belege. Im Gegenteil: Laut Studien hat die Jagd auf den Wolf in der Slowakei die Risszahlen nicht spürbar verringert.
5 Minuten
Biber sind hochgradig soziale Wesen, die im Familienverband leben, gemeinsam fressen, kuscheln und spielen. Wie stark ihr Sozialverhalten ist, kommt in dem Buch „Gestatten: Biber“ zum Ausdruck, in dem die Autoren Bettina und Christian Kutschenreiter von ihrer intensiven und viele Jahre währenden Freundschaft mit wildlebenden Bibern berichten. Biber sind in der Lage, soziale Kontakte mit Menschen aufzubauen, mit ihnen zu interagieren, sich auf Menschen einzulassen – natürlich nur nach jahrelanger intensiver Beobachtung, großer Vorsicht und ganz allmählicher Gewöhnung.
4 Minuten
Für Wildtiere ist der Frühling eine Zeit des Aufbruchs. Neues Leben entsteht. Kröten wandern zu den Laichgewässern, die ersten Zugvögel kehren zurück und auch heimische Vögel bauen ihre Nester. Wildschweine, Feldhasen und Füchse versorgen schon Jungtiere, manch ein Igel ist aus dem Winterschlaf erwacht. Doch jetzt mit dem Beginn der Brut- und Setzzeit lauern auch viele Gefahren, die meist von uns Menschen ausgehen.
3 Minuten
Ein aktuelles Rechtsgutachten des Rechtsanwalts Tim Stähle bestätigt, dass der Bescheid der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) Märkisch-Oderland vom 26.08.2024 zur Tötung von 106 Bibern an der Oder gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen hat. Insbesondere die fehlende ordnungsgemäße Prüfung des FFH-Rechts sowie der Schutzgebietsverordnungen und die unzureichende Beteiligung anerkannter Naturschutzverbände führen nach den rechtlichen Ausführungen zur Rechtswidrigkeit des Verwaltungsakts. Die UNB handelte seinerzeit unter der Führung des heutigen Staatssekretärs im Umweltministerium Brandenburg, Gregor Beyer.
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