Wildtierschutz Deutschland Archiv
100 Episoden
8 Minuten
Im Rahmen unserer Recherche wandten wir uns deutschlandweit stichprobenartig an Behörden und Gebietsbetreuer von Wiesenbrüterschutzgebieten.
8 Minuten
Mauersegler sind Meisterflieger: Ihr erster Flug endet erst nach zehn Monaten und legt rund 150.000 Kilometer zurück. Der Verlust von Brutplätzen drängt die Akrobaten der Luft nach und nach zurück. Ein Bauprojekt in Rhede in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Artenschutz, Abriss und Neubau Hand in Hand gehen können.
5 Minuten
Es ist laut an dem niederrheinischen Baggersee an diesem warmen Augustabend. Gruppen von Anglern sitzen am Ufer, reden und lachen. Wir warten zwischen See und Maisacker - nicht auf Fische, sondern auf Biber. Es ist schon dämmerig, als der erste auftaucht. Ganz unauffällig, nur der Kopf ist sichtbar, bewegt er sich parallel zum Ufer auf uns zu. Bald erscheinen weitere, verteilen sich entlang des Ufers, schwimmen auf und ab, prüfen die Situation. Familie Biber ist auf Patrouille, die Angler und wir sind unter ihrer Beobachtung.
7 Minuten
Am Beispiel des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen wird deutlich, wie Lobbyinteressen die Umsetzung selbst jahrelang geplanter Naturschutzprojekte im letzten Moment verhindern können und auf welcher dünnen Grundlage aktives Prädatorenmanagement durchgeführt wird.
5 Minuten
Update 5. September: Wegen der Vortäuschung falscher Zahlen zum Wolfsbestand in Brandenburg und wegen Vertrauensbruchs gegenüber seiner Umweltministerin ist Staatssekretär Gregor Beyer entlassen worden.
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Wir verurteilen die in Brandenburg geplante Einführung der Wolfsjagd als einen wissenschaftlich unbegründeten und politisch motivierten Alleingang.
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Wir verurteilen die in Brandenburg geplante Einführung der Wolfsjagd als einen wissenschaftlich unbegründeten und politisch motivierten Alleingang.
5 Minuten
Neben der Weidetierproblematik ist die häufigste Frage im Zusammenhang mit Wölfen: Wie gefährlich sind sie für Menschen? Die nahezu einhellige Auffassung aus Forschung und Wissenschaft ist: Die Gefahr für Menschen durch Wölfe ist extrem gering, es gibt in Europa in jüngerer Zeit so gut wie keine Vorfälle. Nun aber ist in den Niederlanden offensichtlich ein sechsjähriger Junge von einem Wolf angegriffen worden. Muss die bisherige Einschätzung jetzt überdacht werden? Um dies zu beurteilen, ist es wichtig, den Fall und seine Vorgeschichte genauer anzuschauen.
5 Minuten
Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) war, solange sie – wie international ratifiziert – berücksichtigt wurde, ein wirksames Schutzsystem für die Artenvielfalt in Europa. Der EU-Rat (Änderung Berner Konvention) und das Europäische Parlament (Änderung FFH-Richtlinie) sind im Rahmen der Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes in einem entscheidenden Punkt von der Richtlinie abgewichen: Wesentlich durch die Lobbyarbeit von Landwirtschafts- und Jagdverbänden beeinflusste politische Erwägungen wurden über entscheidungsrelevante wissenschaftliche, artenschutzfachliche Grundlagen gestellt. Stattdessen orientierte sich die EU-Kommission an den Ergebnissen eines von ihr in Auftrag gegebenen technischen Reports, der wissenschaftlich nicht überprüft wurde.
6 Minuten
Hochglanzbroschüren von Behörden und Naturschutzverbänden zeichnen ein Bild von vorbildlicher Zusammenarbeit für den Schutz der Wiesenbrüter. Doch unsere deutschlandweite Recherche enthüllt ein völlig dysfunktionales System. Statt echter Kooperation und wissenschaftlicher Evaluation prägen Misstrauen, mangelnde Datenerhebung und mächtige Lobbyinteressen den Alltag.
4 Minuten
Die Hecke braucht mal wieder einen Schnitt? Da ist auch jetzt noch Vorsicht geboten, denn immer noch brüten die Vögel und ziehen ihren Nachwuchs auf.
Zwischen dem 1. März und dem 30. September sind radikale Hecken-Rückschnitte laut Bundesnaturschutzgesetz [1] verboten, um brütende Vögel und andere Wildtiere während der Brut- und Setzzeit zu schützen. Viele Vogelarten haben zwei, einige sogar eine drei Bruten.
Zwischen dem 1. März und dem 30. September sind radikale Hecken-Rückschnitte laut Bundesnaturschutzgesetz [1] verboten, um brütende Vögel und andere Wildtiere während der Brut- und Setzzeit zu schützen. Viele Vogelarten haben zwei, einige sogar eine drei Bruten.
6 Minuten
Willich - Schon bevor es richtig losgeht, ist es laut. Musik läuft und unzählige Menschen mit brennenden Fackeln stehen an diesem Samstag rund um den Teich im Konrad-Adenauer-Park in Willich (NRW). Dann wird das Feuerwerk auf drei künstlichen Inseln gezündet, ohrenbetäubendes Knallen und grelles Licht in unterschiedlichsten Farben.
7 Minuten
Die Beteuerung „Tierschutz ist nicht teilbar“ aus der Feder einer Jagdzeitschrift ist nicht überzeugend. Die Aussage zielte darauf ab, die Baujagd bzw. das Training von Hunden dafür in sogenannten Schliefanlagen als tierschutzkonform zu verteidigen. Die Tierschutzkonformität bezieht sich dabei allerdings ausschließlich auf das Verletzungsrisiko des eingesetzten Bauhundes, nicht auf die Qualen, die die hochträchtige Füchsin im Bau erleidet oder der Fuchs in der Schliefanlage. Die tierschutzrechtlichen Probleme sind seit Jahren bekannt und kommen nach und nach, u.a. durch unsere Berichterstattung, an die Öffentlichkeit
5 Minuten
Die geplante Novellierung der Hessischen Jagdverordnung durch Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) stößt auf scharfe Kritik von Natur- und Tierschutzverbänden. Was als Modernisierung verkauft wird, entpuppt sich als massiver Rückschritt für den Artenschutz.
3 Minuten
Im niedersächsischen Naturschutzgebiet Ochsenmoor ist im Mai 2025 ein Vogel qualvoll auf einer Klebefalle verendet, weil er mit seinen Schwingen nicht mehr von der Leimplatte loskam. Der als Wiesenpieper identifizierte Jungvogel wurde von Insekten angelockt, die auf einer großen gelben Tafel klebten und dort wohl im Rahmen eines Monitoring-Projektes gezählt werden.
4 Minuten
Reif glitzert im Gras, kalter Morgendunst wabert über den nassen Wiesen. Dennoch liegt Frühling in der Luft, irgendwo hoch am Himmel singt eine Feldlerche, aus der Weite der offenen Landschaft schallt das kurze Liedchen eines Schwarzkehlchens herüber. Plötzlich durchdringt der laute Flötenton des Großen Brachvogels die Stille des kalten Märzmorgens, kurz darauf noch einer und dann eine immer schneller werdende Reihe, die schließlich in einen langen wohlklingenden Triller übergeht, der weit hörbar durch die feuchte Niederung hallt.
5 Minuten
Gegen Ende April haben die drei Supernasen das Licht der Welt erblickt, geboren wurden sie aber schon viel früher. Die ersten Lebensmonate verbrachten sie tief unter der Erde, verborgen in der Dunkelheit des Baus.