Ein Gast entdeckt dein Hotel auf Instagram, vergleicht auf
Booking.com und bucht schließlich direkt. Ein anderer lässt sich
von ChatGPT eine passende Unterkunft empfehlen. Wie findest du
heraus, was deine Gäste überzeugt und welchen Beitrag dein
Marketing dazu leistet?
In dieser Folge vom Hospitality PeppTalk spreche
ich mit Andreas Kastl, Sales Director Germany, Austria
and Switzerland bei Sojern, über digitales
Hotelmarketing und die Fragen: Wen wollen wir erreichen? Wo
treffen wir diese Menschen? Und wofür lohnt sich unser Budget?
Neue Suche, neue Spielregeln?
Budget, Pool, Familienurlaub und die Entfernung zum nächsten
Ausflugsziel: Reisende können ihre Wünsche heute in einem
Gespräch mit KI bündeln. Das verändert, wie Hotels entdeckt und
vorausgewählt werden. Für Hotels stellt sich damit auch die
Frage, wie verständlich ihre Website eigentlich ist. „Im Herzen
der Innenstadt“ klingt schön. Eine konkrete Entfernung liefert
die klarere Information. Andreas zeigt an einem Praxisbeispiel,
warum das für die Sichtbarkeit in KI relevant ist. Er erklärt
auch, weshalb Markenvertrauen, Social Media und klassische
Suchanzeigen weiterhin ihren Platz haben.
Die Direktbuchung hat eine Vorgeschichte
Der letzte Klick verrät uns, wo jemand gebucht hat. Was davor
passiert ist, bleibt häufig weniger sichtbar. Vielleicht begann
das Interesse bei der Suche nach einem Konzertticket. Später
folgten eine Anzeige, ein Preisvergleich und der Besuch der
Hotelwebsite. Genau dort wird es spannend: Wie spielen Search,
Display, Social Media und Metasearch zusammen? Und was passiert,
wenn wir Interesse wecken, den Gast auf dem Weg zur Buchung aber
verlieren? So wird deutlich, wie die Kanäle gemeinsam wirken.
Erst die Gäste verstehen, dann das Budget
verteilen
Gerade für Individualhotels ist die Auswahl groß und das Budget
begrenzt. Umso wichtiger ist es, die eigene Ausgangslage zu
kennen. Welche Gäste buchen bereits? Wer passt zum Haus? Und
welche Signale verraten, dass jemand gerade eine Reise plant?
Andreas erklärt, wie eigene Website- und Buchungsdaten sowie
Informationen von Datenpartnern dabei helfen können, Zielgruppen
und Buchungsabsichten besser einzuschätzen. Das hilft bei der
Auswahl passender Kanäle.
Gute Zahlen, gutes Marketing?
Ich gebe zu, Umsatz und ROAS waren lange meine liebsten
Kennzahlen. Andreas bringt eine unbequeme Frage dazu mit: Hätte
der Gast auch ohne die Kampagne gebucht? Hinter dem Begriff
Inkrementalität steckt genau diese Überlegung. Wir sprechen
darüber, warum zusätzliche Buchungen entscheidend sind und
weshalb Stornierungen, No-Shows, verkürzte Aufenthalte und
Rabatte in die Bewertung gehören. Denn ein überzeugendes
Reporting sollte auch zeigen, welches Geschäft nach der Buchung
tatsächlich bleibt.
Auch die Kampagnensteuerung selbst verändert sich. Andreas
beschreibt, wie viel Sojern bereits automatisiert und wo Menschen
weiterhin eingreifen, etwa bei Werbemotiven, Botschaften oder
technischen Änderungen. Dazu werfen wir einen Blick auf die
Grenzen beim Tracking von KI-Traffic und auf Alternativen zu
klassischen Cookies.
Eine Folge für Hoteliers, Marketingteams, Revenue Manager und
alle, die Direktbuchungen stärken und Budgets fundierter
einsetzen möchten. Mit konkreten Beispielen und einer Frage, die
sich durch das Gespräch zieht: Wie gut verstehen wir die
Menschen, die wir als Gäste gewinnen wollen?
Kapitel der Folge
00:00 Einstieg und Vorstellung
04:14 Wie Gäste Hotels heute entdecken
10:32 Gästedaten und Zielgruppen
14:38 KI als Suchplattform und Werbekanal
21:20 Klicks aus ChatGPT und Co. nachvollziehen
23:29 Wie Marketingkanäle zusammenspielen
30:27 Kampagnensteuerung mit KI
33:01 Welche Buchungen bringt Marketing zusätzlich?
35:22 Was das Hotelmarketing künftig prägt
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