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#222 – Markus Kolb, Bräunlin Kolb Architekten – Gelebter KI-Einsatz im Architekturbüro

#222 – Markus Kolb, Bräunlin Kolb Architekten – Gelebter KI-Einsatz im Architekturbüro

ARCHITEKTURFUNK vor 1 Tag
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Keine Angebote mehr in Word, keine Tabellen mehr in Excel: Ein
Geschäftsführer, der kaum noch selbst in Dateien arbeitet, sondern
sie von seinem KI-Assistenten schreiben lässt. Markus Kolb,
Geschäftsführer und Inhaber von Bräunlin Kolb Architekten,
beschäftigt sich seit Jahren mit Digitalisierung im
Architekturbüro. Von Excel über Datenbanken bis zum
"ChatGPT-Moment". Seit einem halben Jahr arbeitet er intensiv mit
KI-Agenten, allen voran Claude Code: Software, die nicht nur
antwortet, sondern eigenständig Dateien schreibt, ändert und sich
fehlende Fähigkeiten selbst aneignet. Bräunings Vergleich: ein
persönlicher Assistent für einen Bruchteil der Kosten, der
Vertragsentwürfe prüft, Abweichungslisten erstellt und sich mit ihm
über Ergebnisse "diskutiert". Der Schlüssel liegt für ihn in der
Informationsbasis: Je besser der KI-Agent das eigene Büro über
strukturierte Markdown-Dateien kennt, desto eigenständiger und
verlässlicher arbeitet er und baut dieses Wissen mit jeder Aufgabe
sogar selbst weiter aus. In nur vier Stunden entwickelte Bräuning
so eine eigene interne App für KI-Bildbearbeitung, abgesichert über
Microsoft-Authentifizierung und Zwei-Faktor-Login. Aktuell treibt
er den Kulturwandel im gesamten Büro voran: eine Arbeitsgruppe, die
Vorkenntnisse und Vorbehalte der Kolleg*innen erfasst, ein
Entwicklungsprozess, den er mit der Einführung von CAD und 3D
vergleicht. Klar benennt er auch die Grenzen: Datenschutz verlangt
EU-gehostete Modelle oder das Anonymisieren personenbezogener Daten
vor der Eingabe, KI-generierte Renderings müssen laut AI Act als
solche gekennzeichnet werden. Sein Fazit bleibt trotzdem eindeutig:
wer heute noch zögert, verpasst eine der größten Effizienzchancen
der Branche. Ein Gespräch über KI-Agenten als virtuelle Assistenz,
Skills als wiederverwendbare Arbeitsanleitungen, Datenschutz im
Spannungsfeld zwischen US- und EU-Modellen und die Frage, warum in
wenigen Jahren jede Software-Grenze für Architekturbüros fallen
könnte.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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