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  4. #219 - SEZ Berlin – Abriss oder Zukunft?
Für einen symbolischen Euro verkauft, seit über 20 Jahren dem
Verfall überlassen, heute Symbol für Ost-West-Identität und
Zankapfel zwischen Wohnungsnot und Freizeitfläche: Das SEZ ist
längst mehr als ein Gebäude. Florian Schmidt, Baustadtrat in
Friedrichshain-Kreuzberg (B'90/Die Grünen), Theresa Keilhacker,
Architektin und ehemalige Präsidentin der Architektenkammer Berlin,
Carl Waßmuth von der Initiative Gemeingut in Bürgerinnenhand, Jakob
Hans Hien, Rechtsanwalt für Bau- und Planungsrecht bei Knauthe, und
Mathias Schulz, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der
SPD-Fraktion, diskutieren live über die Zukunft eines Gebäudes,
dessen Geschichte exemplarisch für Berliner Stadtpolitik steht:
Verkauf 2003, gescheiterte Reaktivierung, Rückgewinnung durchs Land
nach jahrelangem Rechtsstreit, Bebauungsplan mit Abrissvorbehalt
seit 2018 – und ein Kompromissvorschlag, der Erhalt und Wohnungsbau
erstmals zusammendenkt. Im Zentrum: 631 geplante Wohnungen der WBM
gegen einen Teilerhalt mit vier Hochpunkten – macht 141 Wohnungen
weniger. Geschätzte Mehrkosten laut WBM: 233 Millionen Euro, deren
Grundlage in der Runde selbst hinterfragt wird. Dazu Fragen nach
Denkmalschutzwürdigkeit, Bestandsschutz bei Nutzungsänderung und ob
Berlin ein grundsätzliches Problem mit seinen besonderen
Bestandsgebäuden hat – vom ICC bis Tempelhof. Ein Gespräch über
Bürgerinitiative als politischer Akteur, die Grenzen von
Machbarkeitsstudien, Ost-West-Symbolik im Wohnungsbau und die
Frage, ob sich Wohnraum und Freizeitfläche wirklich gegenseitig
ausschließen müssen.
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„#219 - SEZ Berlin – Abriss oder Zukunft?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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