Franziskas Instagram-Kanal:
https://www.instagram.com/psychologie_knapp/
Psychotherapie soll helfen. Aber was passiert, wenn sie sich
zwischendurch genau gegenteilig anfühlt? In dieser Folge spreche
ich mit der angehenden Psychotherapeutin Franziska Knapp über
Stress, Konflikte und mögliche Nebenwirkungen in der
Psychotherapie.
Wir sprechen darüber, warum sich Symptome zeitweise
verschlechtern können, weshalb alte Beziehungsmuster auch im
Kontakt mit Therapeutinnen und Therapeuten wieder auftauchen und
warum Scham, Wut oder sogar der Wunsch, die Therapie abzubrechen,
nicht automatisch bedeuten, dass etwas schiefläuft.
Ich erzähle außerdem aus meiner eigenen Ausbildungstherapie: von
Sitzungen, nach denen ich völlig aufgewühlt war, von
Konfrontationen, die mich getroffen haben, und von Momenten, in
denen ich meine Therapeutin am liebsten „an die Wand geklatscht“
hätte.
Außerdem geht es um Grenzen, korrigierende Beziehungserfahrungen,
die therapeutische Allianz und um ein Thema, über das selten
offen gesprochen wird: Was passiert, wenn sich Patienten in ihre
Therapeuten verlieben ? Eine Folge über die Seiten von
Psychotherapie, über die man meistens erst spricht, wenn man
selbst mittendrin steckt.
Takeaways
Psychotherapie kann vorübergehend dazu führen, dass sich
Symptome oder Gefühle zunächst verstärken.Stress mit
Therapeut:innen kann alte Beziehungsmuster sichtbar machen, statt
automatisch ein Zeichen schlechter Therapie zu sein.Wut auf die
eigene Therapeutin oder den eigenen Therapeuten darf in der
Therapie angesprochen werden.Der Impuls, eine Therapie abzubrechen,
kann auch ein Schutzmechanismus sein, wenn es emotional zu nah
wird.Eine gute therapeutische Beziehung hält Grenzen, Enttäuschung
und Konflikte aus, ohne sofort abzubrechen.Therapeut:innen tragen
Mitverantwortung dafür, Patient:innen nach belastenden Sitzungen
nicht völlig verloren zurückzulassen.Korrigierende
Beziehungserfahrungen entstehen oft genau dort, wo ein erwarteter
Beziehungsabbruch ausbleibt.Gefühle von Verliebtheit oder starker
Anziehung gegenüber Therapeut:innen sind verständlich und sollten
professionell eingeordnet werden.
Psychotherapie · Nebenwirkungen · Therapieabbruch ·
Beziehungsmuster · Wut · Scham · Grenzen ·
Verliebtheit
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