Viele Menschen mit einer Zwangsstörung sagen zu
Beginn einer Therapie einen Satz:
„Meine Kindheit war eigentlich perfekt.“
Doch warum sind gleichzeitig so starke Gefühle wie Angst,
Ekel, Schuld, Hilflosigkeit, Wut oder Traurigkeit
vorhanden? Und warum entstehen daraus möglicherweise
Waschzwänge, Kontrollzwänge, Zwangsgedanken, Grübelzwänge
oder andere zwanghafte Verhaltensweisen?
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, warum gerade Menschen
mit Zwangsstörungen häufig das Gefühl haben,
dass früher „alles in Ordnung“ gewesen sei – und weshalb es sich
lohnen kann, genauer hinzuschauen.
Denn nicht immer erinnern wir uns bewusst an das, was uns als
Kind emotional überfordert hat. Besonders Kinder sind darauf
angewiesen, mit ihren Bezugspersonen weiterzuleben – selbst wenn
dort Angst, Zurückweisung, Unsicherheit oder andere belastende
Gefühle entstanden sind.
Ich erkläre in dieser Folge:
– warum wir unangenehme Gefühle kontrollieren und vermeiden
wollen
– weshalb Verdrängung zunächst schützen kann
– warum Symptome wie Waschen, Kontrollieren, Zählen oder
Zwangsgedanken eine Funktion bekommen können
– was die Kindheit mit einer späteren Zwangsstörung zu tun haben
kann
– warum ich nicht nur auf das sichtbare Symptom schaue
– welche Rolle Angst, Ekel, Schuld, Hilflosigkeit und innere
Unsicherheit spielen
– und warum für mich der Weg zur Veränderung über das zugrunde
liegende Gefühl führt
Gerade bei Waschzwang,
Kontrollzwang, Zwangsgedanken
und anderen Formen einer Zwangserkrankung lohnt
sich deshalb die Frage:
Was versucht dieses Verhalten eigentlich für mich zu
regulieren?
In meiner Arbeit mit der Back-to-Memory-Therapie
(BTM) gehe ich gemeinsam mit Betroffenen nicht nur an
das Symptom, sondern an die emotionale Ursache und die
Erfahrungen, mit denen diese Gefühle verbunden sind.
Wenn du selbst unter einer Zwangsstörung,
Waschzwang, Kontrollzwang,
Zwangsgedanken, starken Ängsten oder immer
wiederkehrenden belastenden Gedanken leidest, kann dir diese
Folge einen neuen Blick auf dein eigenes Erleben geben.
Weitere Informationen über meine Arbeit findest du auf
zwangsfrei.de und
heiko-vandeven.de.
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